Dungeons & Dragons -- Basisset? Starterset?

  • Ich wuerde einer aufgeweckten 13jaehrigen mit ueberschaeumender Fantasie gerne einen Einstieg in D&D ermoeglichen. Dummerweise habe ich ein grosses Regal voller Brettspiele, aber exakt null Erfahrung mit Rollenspielen. Ich hoffe ehrlich gesagt dass sie sich in das Thema reinnerdet und mich dann abholt, aber das werden wir sehen...

    Es gibt zur Zeit ein Starterset fuer etwa 17 Euro, ein Basisset fuer etwa 20 Euro. Eins von denen soll es werden. Vielleicht beide.

    Bei YT habe ich im Kanal von brettspielblog.de die Videos zu beiden Packs gesehen. Da stellt ein Carl (den ich nicht kenne, der aber offenbar tief im Thema steckt) Inhalte, Vor- und Nachteile vor. Was ich mitgenommen habe:

    • Fuer absolute Einsteiger ist das Starterset besser.
    • Im Basisset ist eine Menge Material das das Spiel verbessert (mehr Wuerfel, Spielleiter-Schirm, Initiativekarten, Karten fuer magische Gegenstaende, Landkarte).

    Niemand im Haus oder in der naeheren Bekanntschaft kennt das Spiel, das klingt also deutlich nach Starterset. Meine Erfahrung ist aber, dass Material eine Menge ausmacht. Das klingt dann nach Basisset. Da ueberlege ich ob man mit dem Basisset das Starterset aufpimpen kann/soll, und auf die Weise direkt das Material fuer ein moegliches zweites Abenteuer hat...?

    Die Frage ist, und das hat Carl nicht eindeutig beantwortet: wie kompatibel sind die Dinger? Klar, die Wuerfel aus dem Basisset werden auch fuer das Starterset passen. :S Bei den Initiativekarten gehe ich auch davon aus. Die Landkarte eher nicht, da die beiden Abenteuer wenn ich das richtig verstehe an unterschiedlichen Orten spielen.

    Aber was ist mit den Karten fuer die magischen Gegenstaende? Gehoeren die fest zum Abenteuer des Basissets? Oder sind die allgemeingueltig fuer alle (einfachen) D&D-Abenteuer?

    Gleiche Frage zum Spielleiterschirm. Klar, die Funktion als Schirm hat er natuerlich. Aber die Regeln auf der Rueckseite, helfen die auch beim Starterset?

    D&D ist kein Brettspiel, aber es wuerde mich schwer wundern wenn mir niemand hier die Fragen beantworten kann...

  • ANZEIGE
  • Hi,


    du kannst dir auch noch die Videos von Orkenspalter TV anschauen. Da gibts es einiges zu den ganzen Startersets und Basissets. Viel von D&D, aber auch zu eningen anderen Einsteigerfreundlichen Pen & Paper Rollenspielen. Zu D&D kann ich bisher nichts sagen. Habe mich bisher an DSA und Cthulu versucht.

  • kahless


    Hallo!


    Mal ein paar Infos (von meiner Seite): Genau genommen gibt es drei Startersets (wobei das ursprüngliche mit dem grünen Drachen, da weiß ich gar nicht ob es das derzeit auf deutsch gibt. Allerdings hatte ich es mal kostenlos als PDF abstauben können, als ich mich für nen Newsletter bei Wizards of the Coast angemeldet habe).

    1. Das erste Starterset hat als Cover nen grünen Drachen. Dort sind vorgefertigte Charaktere drin und eine Kampagne, welche bis zur Stufe 5 geht (maximale Stufe von Charakteren ist übrigen 21). Daran sitzt man schon etwas, bekommt einen wunderbaren Einblick in die Welt von D&D und hat auch ein gutes Sandbox-Abenteuer.

    2. Das zweite Starterset wird als Basis-Set verkauft. Größter Unterschied: Hier hat man grundsätzliche Regeln, um sich selbst einen Charakter zu erschaffen. Das Abenteuer lässt sich hier auch wunderbar mit dem aus dem ersten Starterset verbinden, da es am selben Ort spielt. Die Gimmicks können auch für andere Abenteuer verwendet werden (die meisten magischen Gegenstände z.B. sind eher generischer Natur, die man auch zuhauf in anderen Abenteuern findet). Der Spielleiterschirm bzw. die Regeln gelten natürlich allgemein erstmal für alle D&D-Veröffentlichungen. Es gibt bei D&D Beyond übrigens als Online-Version weitere Abenteuer käuflich zu erwerben, die auf das Abenteuer im Basis-Set aufbauen. Auf diese Weise kann man die Chars bis zur 11. Stufe bringen, allerdings braucht man dann die richtigen Regelbücher, um die höherstufigen Chars zu managen (wenn man D&D länger betreiben will, kommt man eh kaum drum rum).

    3. Das dritte Starter-Set ist ganz neu (Drachen der Sturmwrack-Insel). Ich kenne das derzeit noch nicht, aber das Abenteuer geht von den Stufen 1-3. Ich nehme an, dass du das Starter-Set meinst, denn das Abenteuer spielt wohl wirklich an anderer Stelle.


    Insgesamt sind alle drei geeignet um reinzuschnuppern, wobei ich das Basis-Set so gesehen interessanter finde, da man hier Chars auch schon selbst zusammenbasteln kann.


    Wenn Fragen, sind: Einfach nochmal fragen :)

  • Ich habe mir die gleiche Frage vor einem halben Jahr gestellt und nachdem die Gruppe, welche es spielen will (6 Personen, nur einer D&D-Erfahrung, 4 ganz ohne Rollenspielerfahrung) klar gestellt hat das der Char erstellt werden soll wurde es das Basisset.


    Für einen Anfänger oder auch jemand der einsteigerfreundlichere Pen & Paper bisher als Meister geleitet hat, ist da aber eine gute Menge Arbeit noch zu erledigen bevor es für die Abenteurer los geht.


    Ein paar Anmerkungen:

    Soweit ich es mitbekommen habe ist der Stil der 3 zur Verfügung gestellten Start Boxen sehr ähnlich.

    Du hast ein grobes Grundkonzept an einem bestimmten Ort und einige Beschreibungen und Besonderheiten in gewissen Bereichen dieses Ortes. Alles drum herum ist aber dem Meister überlassen.


    Die fertigen Charaktere der "Minen von Phandalin" (Box 1 von blade45) sind übrigens online verfügbar und kann man auch ohne den Kauf der Box nutzen.

    Ein Meme den ich sehr sehr passend fand, nachdem ich einen Monat lang in meiner Freizeit das Basisregelwerk durchgelesen habe um erstmal die Charakterwünsche der Spieler zu erfüllen und dann nochmal ähnlich viel Zeit in die Vorbereitung der ersten möglichen Abenteuer gesteckt habe war folgender:

    Mein Eindruck war, der Riese wird dir zwar im Abenteuerbuch erklärt, ist aber wesentlich schmaler auf den Rippen und streckt vielleicht mit ausgestrecktem Arm gerade mal 2 Finger durch die Oberfläche. Diese haben dann nur ein Auge, keine Nase oder ihnen fehlt sogar ganz das Gesicht.

    Was ich damit sagen will ist, dass den Anfangsabenteuern etwas handfeste Substanz fehlt wenn man so etwas noch nie gemacht hat. Es gibt aber kein DnD Abenteuer, welches das besser macht.

    Klar ist es schön, wenn ich zwar ein oder zwei tolle Verstecke mit detaillierter Beschreibung des Inhaltes zur Verfügung gestellt bekomme, aber wenn da keiner sucht und stattdessen der Spieler lieber wissen will was er alles von den Sachen im Regal essen oder trinken kann indem er es empirisch ermittelt, dann hast du da wenig Hilfestellung.


    Grundsätzlich ist das aber der Vorteil von DnD, dass der Spieler eben alles machen kann und der DM (Dungeon Master) dann darauf reagiert und Auskunft gibt was die Konsequenz der Handlung ist.


    Hier gibt es eben mehrere Möglichkeiten als DM. Entweder man ist auf vieles von vornherein vorbereitet oder man ist sehr spontan und denkt sich sehr viel einfach während dem Spielen aus.

    Ich benötige eben ein bisschen was von beidem was stets bedeutet das ich eine entsprechende Vorbereitung und Dokumentation benötige.

    Ich habe aber auch für die Abenteuer stets etwas anderes überlegt. So gab es ein Intermezzo auf der Reise, einen vorgeschrieben Dialog zweier NPCs oder einen Brief für einen Spieler, außerdem habe ich die Ansicht zu Beginn gezeichnet um den Spielern etwas zum betrachten zur Verfügung zu stellen. Der letzte Dungeon war dann mit Bauteilen von Decent und Miniaturen nachgestellt und es gab so eine andere Komponente für die Mitspieler.


    Gott, ich könnte hier so viel schreiben, am Ende muss man einfach mal beginnen und dann am Ball bleiben. Was einem mehr oder weniger liegt erfährt man dann erst mit den gemachten Erfahrungen.


    Ich hoffe ehrlich gesagt dass sie sich in das Thema reinnerdet und mich dann abholt, aber das werden wir sehen...

    Natürlich kenn ich deine Tochter nicht, aber ob mit 13 Jahren der Biss da ist, sich als DM erstmal sehr viel Arbeit zu machen, vor dem ersten spielen am Tisch, da bin ich eher skeptisch.

    Sobald man als Spieler mal angefangen hat und schon immer jemand war mit viel Fantasy, dann wird einen das Fesseln und man möchte am liebsten stetig weiter spielen.


    Wo ich drüber spreche merke ich: ich sollte mal den nächsten Termin meiner Gruppe planen und die Abenteuer vorbereiten ^^ !!

  • Im Basisset ist eine Menge Material das das Spiel verbessert (mehr Wuerfel, Spielleiter-Schirm, Initiativekarten, Karten fuer magische Gegenstaende, Landkarte).

    Genau deshalb hab ich das starterset trotz des tollen Preises wieder storniert und bin auf das Basisset umgeschwenkt ^^

    Dazu dann noch auf der offiziellen D&D Seite kostenlos die vorgefertigten Charactere aus dem 1. Starterset herunterladen und dann sollte es, meiner Amateurhaften Meinung nach, losgehen können. Dann hat man für ein paar Euro mehr doch direkt das beste aus zwei Sets :/

  • Nicht jeder DM kommt mit chaotischen Charakteren klar 8o , aber ja sie beleben stets die Runde der Helden auch wenn es meist nur das Kopfschütteln der Mitspieler als erste Reaktion erhält :S .

  • Das wird nicht unbedingt für eine 13 jährige passen, aber alle anderen die bei DnD 5e einsteigen wollen, kommen mit einem kostenlosen DnD Beyond Account recht weit. Hier kann man sehr einfach die Charaktere erstellen und hat auf Knopfdruck die wichtigsten Regeln. Klar kommt man schnell an den Punkt, wo man evtl. mal das ein oder andere Buch kaufen muss, aber um reinzuschnuppern ist das super.

  • Das wird nicht unbedingt für eine 13 jährige passen, aber alle anderen die bei DnD 5e einsteigen wollen, kommen mit einem kostenlosen DnD Beyond Account recht weit. Hier kann man sehr einfach die Charaktere erstellen und hat auf Knopfdruck die wichtigsten Regeln. Klar kommt man schnell an den Punkt, wo man evtl. mal das ein oder andere Buch kaufen muss, aber um reinzuschnuppern ist das super.

    Aber ja auch immer alles ausschließlich auf Englisch, oder?

  • ANZEIGE
  • Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen Beyond ist auf Englisch und daher die Aussage nicht unbedingt für eine 13 jährige passen...

    Gebt den Kindern doch eine Chance! Die 20 englischen Wörter, die sie als Spieler brauchen, sind für 13jährige überhaupt kein Problem. Und was gibt's besseres als sowas spielerisch, quasi nebenbei, zu erlernen?

  • Bei dem Charakterbogen gebe ich dir vollkommen recht, aber wenn man sich in ein komplett neues System einarbeiten will, dann ist evtl. die Sprachbarriere doch ein Hindernis. Wenn die dann einmal angefixt sind, dann kann man auch ein englisches Regelwerk auf den Tisch bringen.


    Vielleicht sind auch die Choose your own Adventure Bücher ein toller Einstieg, ich habe damals mit den Solo-Abenteuern von DSA die Welt der Rollenspiele entdeckt. Aber bitte heute niemanden mit DSA 5 versuchen RPG nahe zu bringen - da gibt es durchaus schönere Systeme.

  • Ich muss sagen (und ich bin wirklich jahrzehntelang schon Rollenspieler und habe sehr viele Systeme kennengelernt!), dass ich von D&D komplett (zumindest als Einsteigersystem) abraten würde. M.E. besteht der Hauptaugenmerk weniger auf dem eigentlich Sinn (=Rollenspiel), sondern eher im Kampf und die Optimierung des Charakters in diesem Sinne.


    Wenn man allerdings auf Tabletop und Power-Gamer steht, dann ist D&D durchaus geeignet.


    Meine Empfehlungen wären:

    - Cthulhu: super einfaches Rollenspiel, wo es sehr wenig zu Kämpfen kommen sollte und mehr Witz und strategisches Vorgehen bzw. Knobeleien von Belang sind (in meinen Augen ist einzig das eigentliche Setting das "Problem": man muss Grusel und den Mythos mögen!)

    - Tales From The Loop: genauso einfach wie Cthulhu, allerdings weiß ich nicht, ob ein 13-Jähriger in die Rolle eines 6-11 Jährigen schlüpfen möchte? Notfalls stünde auch Tales From The Flood zur Wahl, da spielt man "wenigstens" Jugendliche.


    und sollte es doch Fantasy-Klopperei sein, würde ich eher das (im Übrigen kostenlos herunterladbare!) Dungeonslayer empfehlen. Für den Anfang sehr überschaubar einfach gehalten und um überhaupt in die Materie reinzukommen quasi genauso gut/schlecht wie D&D.

  • Danke fuer die vielen Antworten!

    Natürlich kenn ich deine Tochter nicht, aber ob mit 13 Jahren der Biss da ist, sich als DM erstmal sehr viel Arbeit zu machen, vor dem ersten spielen am Tisch, da bin ich eher skeptisch.

    Biss hat die auf jeden Fall, wenn die irgendwas lernen oder koennen will dann kriegt die das auch hin. Sie weiss aber auch ziemlich genau was sie nicht will, und zu solchen Themen -- leider sind Brettspiele eines davon -- kriegen sie dann auch keine zehn Pferde.

    Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen Beyond ist auf Englisch und daher die Aussage nicht unbedingt für eine 13 jährige passen...

    Englisch gehoert zur ersten Kategorie von Themen. Das will sie koennen, deshalb konsumiert sie Filme und Buecher schon seit einer Weile auf englisch (wenn das die urspruengliche Sprache ist). Spielregeln sind zwar nochmal eine andere Nummer, aber ob das geht wuesste ich auch erst wenn ich sehe wie die geschrieben sind.

    Aber das ist ja das Schöne: Die Spieler brauchen ja kein Regelwerk - nur ihren Charakterbogen!

    Ideal waere wohl wenn wir einen erfahrenen DM finden wuerden der uns mal durch ein Abenteuer leitet. Ich vermute dass man sich allein von einer theoretischen Beschreibung oder dem Lesen der Materialien wohl den Ablauf des Spiels erschliessen kann ("man tut das, dann das, dann das, dann ist der naechste dran"), nicht aber wie sich so eine Runde wirklich anfuehlt. Welche Phrasen werden genutzt, wie kleinteilig werden Aktionen beschrieben, wie weit kann ein DM seinen Spielraum nutzen um die Gruppe bei Laune und auf Kurs zu halten...?

    Im Moment tendiere ich nach Eurem Input dazu, das Starterset zu bestellen. Das kriegt man fuer kleines Geld. Wenn sich dann zeigt dass sie sich wirklich in das Spiel reinfuchsen will kann ich immer noch anbieten das Basisset dazu zu kaufen. Fuer bessere Ausstattung und mehr Optionen. Das waere es mir dann auch wert.

  • Wenn man allerdings auf Tabletop und Power-Gamer steht, dann ist D&D durchaus geeignet.

    Sie kennt D&D weil das mal in irgendeinem Podcast ein Thema war. Danach hat sie explizit gefragt. Ich glaube das sehen wir uns mal an und halten im Hinterkopf dass es viele andere Settings und Systeme gibt.

    Ich habe BTW vor einigen Monaten mal ein Video vom Orkenspalter gesehen, die haben Star Trek gespielt. Das waere ein Thema in dem ich sofort zu Hause waere. Leider kommt Science Fiction nicht ueberall in der Familie gleich gut an...

  • ANZEIGE
  • Das alte Einsteigerset gibt es nicht mehr zu kaufen. Dafür gibt es ja das ziemlich neue Basisset und das ganz neue Starterset. Ich habe dieses Jahr mit DnD gestartet und da gab es das alte Einsteigerset kostenlos als PDF, wenn man sich bei Wizards of the Coast für den E-Mail Verteiler eingetragen hat. Enthalten sind ein verkürztes Regelbuch, 5 fertige Charaktere und ein kurzes Abenteur. Ich schick dir mal eine PN mit dem Link zu meinem OneDrive-Ordner mit den PDFs, vielleicht ist das interessant für dich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Josh ()

  • Aber das ist ja das Schöne: Die Spieler brauchen ja kein Regelwerk - nur ihren Charakterbogen!

    Die Eingangsprämisse des Threads hast du aber schon gelesen, ja? ;)

    schon... nur habe ich da kahless in die Rolle des GMs hineininterpretiert.

  • Sie kennt D&D weil das mal in irgendeinem Podcast ein Thema war. Danach hat sie explizit gefragt. Ich glaube das sehen wir uns mal an und halten im Hinterkopf dass es viele andere Settings und Systeme gibt.

    Ich habe BTW vor einigen Monaten mal ein Video vom Orkenspalter gesehen, die haben Star Trek gespielt. Das waere ein Thema in dem ich sofort zu Hause waere. Leider kommt Science Fiction nicht ueberall in der Familie gleich gut an...

    Gerade von Star Trek Adventures (oder besser: dem 2d20-System) kann ich eigentlich nur ausdrücklich warnen: ich halte das System gerade für Einsteiger für absolut unzureichend. Ich selbst habe STA gespielt und da wird man als Spielleiter und auch Spieler durch nicht präzise und teilweise sehr wischi-waschi ausformulierte Regelungen eher verwirrt, als an die Hand genommen. Grds. lässt das System zwar sehr viele Freiheiten, aber gerade die will man als Einsteiger eigentlich nicht wirklich, sondern man möchte erst einmal konkrete "Anweisungen" und Regeln bis man seinen eigenen Stil und den Umgang damit gefunden hat. Leider benutzen ja immer mehr Rollenspiel-Bücher dieses System (z.B. Dune oder Aliens), was ich überhaupt nicht verstehen kann (und wie schon geschrieben: ich bin eigentlich ein alter Hase, was Rollenspiele angeht!).

  • Will jetzt keine Grundsatz-Diskussion anfangen. Ich denke, was genau Rollenspiele leisten müssen und nicht hängt vom jeweiligen Betrachter ab.


    Ich persönlich halte das 2d20-System für durchaus ansprechend, und mit ein bisschen Einarbeitungszeit auch gut schaffbar für Anfänger. Dort hat sich das Starterset bewährt, welches einen durchaus an die Hand nimmt und Regeln Schritt für Schritt einführt. Aliens ist übrigens nicht das 2d20-System sondern basiert auf der Year-Zero-Engine, worauf auch Tales from the Loop basiert.


    Wenn die Tochter gerne D&D spielen möchte, steht dem nichts im Wege. Und wenn sie des englischen mächtig ist, kann sie zum Basis-Set mit den vielen Goodies greifen, da das Abenteuer aus dem Basis-Set mit Erweiterungen bei D&D Beyond weitergeführt wird so dass man einiges zum spielen hat :)

  • kahless : Ich würde dir zum Basisset raten. Ich habe mir das D&D Starterset Drachen der Sturmwrack-Insel gekauft und muss sagen, dass das Abenteuer für den Anfang schon sehr anspruchsvoll ist. Ich hatte für das Set deutlich mehr bezahlt. Der Preis bei Amazon ist natürlich sehr günstig für die Sturmwrack-Inseln. Evtl. lohnt es sich die Box nach dem Basisset zu verschenken.

  • Die ersten beiden Starterabenteuer sind leider alle bereits zu Beginn in den Kämpfen sehr unausgewogen. Da muss man als unerfahrener DM (wovon ich ausgehe beim Kauf der Startersets) schon die Monster schwächen oder die Anzahl der Gegner reduzieren sonst gibs da schnell ein Total Party Kill... Solche Designschnitzer kann ich da immer nicht verstehen. Da wird zu wenig klar kommuniziert worauf man als Anfänger achten muss wenn man nicht mit optimaler Besetzung antritt.

  • kahless: Da Du ja scheinbar noch keine Idee davon hast, wie Rollenspiel funktioniert, würde ich Dir das Einsteigerset von Midgard empfehlen. Das ist zum einem als PDF kostenlos runterladbar, zum anderen ist ein Abenteuer dabei, wo relativ gut erklärt wird, was der Spielleiter als auch die Spieler so in einem Abenteuer tun.


    MIDGARD für Einsteiger - Branwens Basar https://branwensbasar.de/produ…r-einsteiger_mod0025.html

  • ANZEIGE
  • Die ersten beiden Starterabenteuer sind leider alle bereits zu Beginn in den Kämpfen sehr unausgewogen. Da muss man als unerfahrener DM (wovon ich ausgehe beim Kauf der Startersets) schon die Monster schwächen oder die Anzahl der Gegner reduzieren sonst gibs da schnell ein Total Party Kill... Solche Designschnitzer kann ich da immer nicht verstehen. Da wird zu wenig klar kommuniziert worauf man als Anfänger achten muss wenn man nicht mit optimaler Besetzung antritt.

    Bei wieviel Chars und welche Klassen ist das denn sehr unausgewogen? Gerade die Minen von Phandalin fangen ja sehr sehr leicht an (ohne jetzt zu viel zu verraten). Große Unausgewogenheit kann ich da nicht sehen, Designschnitzer sowieso nicht...

  • Bei den Mienen von Phandalin gibt es anfangs eine Begegnung die mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Überraschungs Runde zum Vorteil der Gegner mündet, da diese Gegner einen sehr hohen Bonus auf heimleichkeit haben…wenn danach der dm unglücklich die Initiative würfelt, wo diese Gegner auch +2 haben hast du ratz fatz ne Menge umliegende Spielecharaktere…die machen beim Treffer 1w6+2 schaden …Stufe 1 Charaktere haben aber nur maximal 12 HP zu Beginn…und der ein oder andere spielt auch n Magier oder so…da ist bei nem guten 1W6+2 schon licht aus..

    Und das ist halt für anfänger die allererste kampfbegegnung…

  • Bei den Mienen von Phandalin gibt es anfangs eine Begegnung die mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Überraschungs Runde zum Vorteil der Gegner mündet, da diese Gegner einen sehr hohen Bonus auf heimleichkeit haben…wenn danach der dm unglücklich die Initiative würfelt, wo diese Gegner auch +2 haben hast du ratz fatz ne Menge umliegende Spielecharaktere…die machen beim Treffer 1w6+2 schaden …Stufe 1 Charaktere haben aber nur maximal 12 HP zu Beginn…und der ein oder andere spielt auch n Magier oder so…da ist bei nem guten 1W6+2 schon licht aus..

    Und das ist halt für anfänger die allererste kampfbegegnung…

  • Der kurzbogen macht 1W6+2…

    Der Heimlichkeit Bonus ist +6 gegen die passive Wahrnehmung jedes einzelnen…wenn ich durchschnittlich eine 10-11 mit w20 Würfel +6 hat die komplette Gegner Gruppe (du würfelst 1x für die Gegner Gruppe nicht jeden einzeln) eine Überraschungsrunde…damit könntest du wenn’s dumm läuft locker 2 deiner 4 Köpfe ausschalten.. und denn hast du halt als Spieler einen Riesen Aktion Nachteil für den Rest des Kampfes…


    als allererstes jemals gespieltes encounter kann das zu Frust führen

  • Also laut Stats im Starterset-Abenteuer sind die Goblins mit Kurzbogen bewaffnet, die 1W4+2 Schaden machen (so steht es im Abenteuer):


    Des weiteren wirst du kaum mit 4 Goblins 2 von 4 Köpfen ausschalten, es sei denn der Spielleiter ist darauf aus die Gruppe zu killen. Bedeutet: Die Goblins müssen zunächst mal treffen (bei bis zu RK 18 bei den Spielern schlechte Chancen, das alle treffen). Dann müssen sie maximalen Schaden machen, damit sie überhaupt wen ausschalten. Und selbst wenn wider erwarten sowas passiert, dann sind die Chars noch nicht tot. Und dann muss man berücksichtigen, was die Chars machen können. Der Magier mit nem magischen Geschoss trifft schonmal automatisch, bei den vorgefertigten Chars hat ein Kämpfer einen Langbogen mit dem er +7 trifft, also eine gute Chance einen Goblin zu treffen und sogar auszuschalten. Der andere Kämpfer schlägt mit Nahkampf gut zu und wenn er trifft, ist hier die Chance (bei ner Zweihandaxt) hoch, direkt einen Goblin auszuschalten. Ich weiß nicht, wo du da Probleme mit dieser Begegnung hast aber 4 Goblins zum aufwärmen sind einwandfrei.


    Sorry, aber das ist kein Designfehler sondern eine einwandfreie erste Begegnung (hab noch nie erlebt, dass bei der ersten Begegnung jemand draufgegangen ist.) Der einzige Designfehler in dem Starterabenteuer ist:

  • Kurze Korrektur: Scheinbar ist es im Abenteuer vom Starterset ein kleiner Fehler, tatsächlich sollte der Kurzbogen 1W6+2 Schaden machen. Allerdings ist das ja auch kein Problem. Der Magier-Char (vorgefertigte Charaktere) hat mit 8 TP die wenigsten Trefferpunkte und wäre somit der einzige, der per One-Hit gekillt werden könnte.


    Einmal editiert, zuletzt von blade45 ()

  • ANZEIGE
  • Übrigens nochmal zum Führen solcher Begegnungen: .....

    Spoiler Hinweis wäre gut.

    Stufe 1 Charaktere können schnell mal umkippen wie die Fliegen. Crit passiert mal schnell. Aber das macht es auch spannend finde ich.

    In LMoP sind die ersten Encounter aber definitiv keine Designfehler oder unausgewogen.

    Hab das ganze in Spoiler gepackt, wobei es wirklich das allererste ist, was die Chars im Abenteuer sehen. Geb dir auch recht, dass Stufe 1 Chars schnell mal sterben können. Aber genau das ist ja das gute bei LMoP. Das ist meines Erachtens nach gerade am Anfang mehr als angemessen. Da gab es ganz andere Designschnitzer (erstes Kapitel von Hoard of the Dragon Queen z.B.)...

  • Da Du ja scheinbar noch keine Idee davon hast, wie Rollenspiel funktioniert, würde ich Dir das Einsteigerset von Midgard empfehlen.

    Da haette ich sogar eine Gruppe im Bekanntenkreis, die spielen das seit ewig. Zwanzig Jahre sicher schon. Da wuerde bestimmt auch einer mal fuer eine Einsteigerrunde meistern. Ich rege das mal an, aber ich wurde halt explizit nach D&D gefragt.

    Ich habe jetzt tatsaechlich das Starterset bestellt. Wenn sie wirklich ambitioniert genug ist sich da einzuarbeiten kann ich ja auch noch das andere Einstiegs-Material besorgen. Das ist machbar, die meisten Spiele in meinem Regal sind deutlich teurer. ;)

    Vielen Dank fuer den ganzen Input! Insbesondere auch an blade45 und V3rItaS fuer das konkrete Beispiel. Ich habe die Spoiler gelesen (bin mir sicher dass ich das wieder vergessen habe, sollte ich tatsaechlich mal selbst D&D spielen), das gibt schon einen interessanten Einblick in die Denkweise mit der man an das Spiel rangehen muss. Bin gespannt wie weit man das schnell verinnerlichen kann...

  • Da Du ja scheinbar noch keine Idee davon hast, wie Rollenspiel funktioniert, würde ich Dir das Einsteigerset von Midgard empfehlen.

    Da haette ich sogar eine Gruppe im Bekanntenkreis, die spielen das seit ewig. Zwanzig Jahre sicher schon. Da wuerde bestimmt auch einer mal fuer eine Einsteigerrunde meistern. Ich rege das mal an, aber ich wurde halt explizit nach D&D gefragt.

    Ich habe jetzt tatsaechlich das Starterset bestellt. Wenn sie wirklich ambitioniert genug ist sich da einzuarbeiten kann ich ja auch noch das andere Einstiegs-Material besorgen. Das ist machbar, die meisten Spiele in meinem Regal sind deutlich teurer. ;)

    Vielen Dank fuer den ganzen Input! Insbesondere auch an blade45 und V3rItaS fuer das konkrete Beispiel. Ich habe die Spoiler gelesen (bin mir sicher dass ich das wieder vergessen habe, sollte ich tatsaechlich mal selbst D&D spielen), das gibt schon einen interessanten Einblick in die Denkweise mit der man an das Spiel rangehen muss. Bin gespannt wie weit man das schnell verinnerlichen kann...

    Da das Beispiel auch die allererste Begegnung ist, ist es nicht wirklich ein großer Spoiler. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß bei D&D. Falls Fragen sind, immer fragen :)


    P.S.: An der Stelle noch ein kleiner Verweis, dass nächstes Jahr ein D&D-Kinofilm kommt welcher wohl tatsächlich auch in den Forgotten Realms spielt ;)

  • Da wir jetzt schon die ganzen Experten am Start haben - wenn man nach einer der Boxen mit einem echten Abenteuerband weitermachen wil - gibt es da Empfehlungen, welcher (deutsch) sich da besonders eignet?

    Einmal editiert, zuletzt von Mutter ()