Die Azteken für Imperial Settler sind erhältlich... aka Pegasus Fachhandelsaktion, Klappe 815

  • Ich warte eigentlich nur darauf, dass FFG eine europäische Zentrale aufmacht und die Lokalisierungen selbst übernimmt. DAS wär doch mal was ;) Das sind nämlich so ziemlich die einzigen, die 1. eine vernünftige Internetseite haben (sowas wie Heidelbaer, Asmodee, Pegasus oder auch Spiele-Offensive/-Schmiede ist ja doch ziemlich... sagen wir mal nett in die Jahre gekommen) und 2. hauen sie vernünftige News, Social Media Inhalte, Videos, etc. raus. Allein die Tutorials zu X-Wing oder den LCGs sind doch eine Augenweide!

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  • Ich warte eigentlich nur darauf, dass FFG eine europäische Zentrale aufmacht und die Lokalisierungen selbst übernimmt.

    Was nützt einem eine europäische Zentrale ohne die entsprechenden Leute, die solche Videos dann auch entsprechend in den Landessprachen (also Deutsch und Französisch, vielleicht noch Spanisch) erstellen können?!? Und wenn es jetzt in der "Szene" keine guten Übersetzer gibt, woher soll FFG die dann auf einmal herbekommen? Branchenfremde Übersetzer ranlassen?


    :)


    Ich denke, das ist derzeit noch echt schwierig.

  • Mich stört es nicht. Ich hatte die erste Erweiterung schon nicht mehr gekauft wegen der Fachhandelaktion. Es kommen so schnell neue Spiele raus, bis die Erweiterungen endlich online da sind, haben sie ihre Chance verpasst. Da brauche ich die nicht mehr. Ergo kaufe ich die zweite auch nicht, da Pegasus ihr Handelskonzept nicht für mich gemacht hat. Das Neuerscheinungskarussell dreht sich so extrem schnell, das Pegasus hiermit Kunden verliert. Pech gehabt, Umsatz entgangen.

  • FFG stellt ihre eigenen Spiele sehr gut vor. Sie entwickeln und produzieren sie halt selbst. Die Heidelbeger haben Hero Dice selbst produziert und auf ihrer Webseite war ausser einem Banner mit wenig Text nicht viel zu sehen.
    Welche Spiele hat Pegasus denn selbst entwickelt? Und da merkt man auch den Unteschied zwischen verlegen und selbst entwickeln.
    Pegasus hat durch die Händler eine beständige Annahmequelle, die halt mit diesen Exclusiv-Aktionen bvorzugt werden.


    Vielleicht sind wir als Kunden auch selber schuld, denn erst machen wir die Unternehmen reich und dann lassen wir uns alles von denen bieten. :cursing:

  • Da Pegasus keine Aktiengesellschaft ist und es dem Laden wirtschaftlich wohl recht gut geht, dürften wir uns da keine Sorgen machen müssen.

    Ich bin ja auch kein Betriebswirtschaftler, aber ich denke, das sollte keine Rolle spielen. Meines Wissens nach ist es nur ziemlich unkompliziert (und man bekommt es als Normalbürger manchmal über die Medien mit), wenn das zu kaufende Unternehmen börsennotiert ist. Außerdem: Wenn Pegasus tatsächlich so gute Geschäftsaussichten hat, dann wäre eine Übernahme im Gegenteil sogar besonders interessant für eine ambitionierte Gruppe, die börsennotiert und darum reich mit Anleger-Kapital ausgestattet ist.


    Aber das nur so am Rande. :)

    Soziale Medien fügen Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

  • Vielleicht sind wir als Kunden auch selber schuld, denn erst machen wir die Unternehmen reich und dann lassen wir uns alles von denen bieten. :cursing:

    Gerüchten zufolge sind die Inhaber der 20 größten Spieleverlage der Welt deswegen nicht in der Forbes-Liste aufgeführt weil sie neben ihrem Geld so viel Einfluss haben dass sie das verhindern können. Bill Gates soll gelegentlich nach einem Albtraum schwitzend aufwachen und stammeln: "Spieleverleger...wäre ich doch nur Spieleverleger geworden..." :crying:


    Das größte Geheimnis ist aber natürlich der Exklusiv-Parkplatz in Essen. Dort kann man jedes Jahr eine stattliche Sammlung der größten und schnellsten Sportwägen der Welt bestaunen. Leider gibt es davon kein Bild aber ich habe gehört dass die Autos dort über einen roten Teppich einfahren während die Hostessen eine Verkleidung aus dem Bestseller des Verlagsprogramms tragen... :geld3:

  • Bierbart: Dazu müssten Esser und Finkernagel aber verkaufen wollen und das glaube ich einfach nicht ;). Eine feindliche Übernahme ist so nicht möglich.

  • Der stationäre Handel muss sich in der heutigen Zeit, um überleben zu können, den Herausforderungen von online stellen.

    Genau das ist doch Sinn der Aktion: den stationären Handel im Wettbewerb mit der Online-Konkurrenz zu stärken, in dem man ihm (temporär) exklusive Inhalte anbietet.

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  • Genau das ist doch Sinn der Aktion: den stationären Handel im Wettbewerb mit der Online-Konkurrenz zu stärken, in dem man ihm (temporär) exklusive Inhalte anbietet.

    Ich meine mich entsinnen zu können, dass diese beiden Sätze auch genau die (starke verkürzte) Argumentation gewesen sind, um die erste Exklusiv-Aktion zu starten. Aber wir drehen uns wohl im Kreis ...


    Wirklich interessant wäre es zu erfahren, ob ein stationärer Händler einen (wie auch immer) messbaren Effekt von dieser Aktion gehabt hat. Nicht zwingend der Umsatz eben dieses Exklusivartikels sondern vielleicht auch "weiche" Parameter, wie z.B. Kundschaftszuwachs / Reichweitenerhöhung, Besuchsfrequenz, sekundäre Käufe, etc. Dummerweise wird sich dazu wohl niemand so schnell und freimütig äußern :P

  • Ich meine damit eher, dass sich der stationäre Handel auch online betätigen muss, um zu überleben. Und wenn man weiß, dass Pegasus diese Spiele sehr wohl im eigenen Onlineshop vertreibt, kann es mit dem Schutz der stationären Händler nicht so weit her sein.

  • Ich finde die Fachhandelsaktion super und auch eine faire Aktion von Pegasus. Wer keinen Fachhändler in der Nähe hat, wartet ein paar Wochen und kauft die Erweiterung, dann wahrscheinlich auch etwas günstiger, online. Es ist ja nicht so, dass man keine weiteren Spiele hat, die man zwischenzeitlich spielen kann.


    Jetzt mal ehrlich, hier sind so viele Sparfüchse unterwegs, die würden auch nicht beim Fachhändler kaufen, wenn er nebenan wäre, um 4,- Euro gegenüber dem Onlinehandel zu sparen.

  • Doch doch, Pegasus möchte dir sehr gerne Spiele verkaufen. Zum Premium Preis im Premium Shop.

    Für Pegasus macht es finanziell keinen nennenswerten Unterschied, ob ein Spiel im Premium Shop verkauft wird oder über einen Online Shop. Es ist vermutlich sogar eher so, dass der Premium Shop einen etwas besseren Preis erhält, somit Pegasus also ein paar Cent weniger verdient.

    Ich warte eigentlich nur darauf, dass FFG eine europäische Zentrale aufmacht und die Lokalisierungen selbst übernimmt.

    Dass FFG zu Asmodee gehört, weißt du? Asmodee ist sozusagen die europäische Zentrale.

    Ich meine damit eher, dass sich der stationäre Handel auch online betätigen muss, um zu überleben. Und wenn man weiß, dass Pegasus diese Spiele sehr wohl im eigenen Onlineshop vertreibt, kann es mit dem Schutz der stationären Händler nicht so weit her sein.

    Diese Spiele werden von Pegasus nicht online vertrieben, solange sie auch der Handel nicht online vertreiben darf.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Für Pegasus macht es finanziell keinen nennenswerten Unterschied, ob ein Spiel im Premium Shop verkauft wird oder über einen Online Shop. Es ist vermutlich sogar eher so, dass der Premium Shop einen etwas besseren Preis erhält, somit Pegasus also ein paar Cent weniger verdient.

    Es geht doch nicht um ein paar Cent?! Hör doch bitte mal auf die Leute für dumm zu verkaufen! Es geht natürlich um Preisstabilität, und darum Online-Dumpingpreise zu verhindern. Pegasus wollte volle Preisgestaltungsmacht, und kam auf den "genialen Trick" das ganze als Hilfe für Einzelhändler zu verkaufen.

  • Hallo,

    Hör doch bitte mal auf die Leute für dumm zu verkaufen!

    irgendwie stellt sich bei mir gerade das Bild vom schreienden, vor der Kasse am Boden liegenden und strampelnden Kleinkind ein, dass "unbedingt" etwas aus der Auslage haben will - dessen Mutter es untersagt hat und sich nicht erbarmen lässt .


    Die Fachhandel-Aktionen scheinen mir vorausschauend motiviert zu sein - als Maßnahme, gegenüber dem Online-Handel nicht ohnmächtig zu werden.


    Die Jammernden sind halt nur in der Lage, ihr eigenes Leid zu betrachten, nicht gewillt, über den Tellerrand zu blicken. 8))


    Liebe Grüße
    Nils

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  • Wie paradox. Mir wäre bisher nicht aufgefallen das du auch nur bis zum Tellerrand hin, geschweige denn darüber hinaus, zu kucken in der Lage wärst.


    Ich leide in keinster Weise. Pegasus Spiele gehen mir am Arsch vorbei, und ich besitze auch nur ein paar Wenige (und im übrigen auch nichts von Imperial Settler). Mich stört nur die verlogene Art wie das ganze kommuniziert wird.


    Auf deinen "lustigen" Vergleich mit dem schreienden Kleinkind gehe ich nicht weiter ein, nur so viel: die "lieben Grüße" kannst du dir in die Haare schmieren!

  • Es geht doch nicht um ein paar Cent?! Hör doch bitte mal auf die Leute für dumm zu verkaufen! Es geht natürlich um Preisstabilität, und darum Online-Dumpingpreise zu verhindern. Pegasus wollte volle Preisgestaltungsmacht, und kam auf den "genialen Trick" das ganze als Hilfe für Einzelhändler zu verkaufen.

    Es wäre schön, wenn du mal ein paar Emotionen aus deinen Beiträgen rausnehmen würdest. Ich will niemanden für dumm verkaufen, sondern du erzählst hier Dinge, die nicht richtig sind.


    Du hast weiter oben den Eindruck erweckt, Pegasus würde durch die Aktion mehr an einem verkauften Spiel verdienen, und das ist definitiv nicht richtig.


    Weiterhin hat Pegasus auch keinen Einfluss darauf, welchen Preis ein Händler für ein Spiel nimmt. Jeder Händler legt selbst seinen Preis fest, zu dem er ein Spiel verkauft.

    Wie paradox. Mir wäre bisher nicht aufgefallen das du auch nur bis zum Tellerrand hin, geschweige denn darüber hinaus, zu kucken in der Lage wärst.

    :thumbsdown:

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Es geht doch nicht um ein paar Cent?! Hör doch bitte mal auf die Leute für dumm zu verkaufen! Es geht natürlich um Preisstabilität, und darum Online-Dumpingpreise zu verhindern. Pegasus wollte volle Preisgestaltungsmacht, und kam auf den "genialen Trick" das ganze als Hilfe für Einzelhändler zu verkaufen.

    Also soweit ich das verstehen, gibt Pegasus die Spiele zu gleichen Preisen an den stationären wie auch den online Shop ab. Der Onlineshop kann durch deutlich geringer Fixkosten als der stationäre Handel auf einen Teil seiner Marge verzichten und den Preis attraktiv gestalten. Wo genau siehst du jetzt die Desinformation?
    Und offenbar scheinen Pegasus wie auch der stationäre Handel mit der Aktion zufrieden zu sein, ansonsten würde sie nicht so lange laufen.
    Das du die Aktion nicht toll findest ist deutlich geworden, warum aber deine Wünsche hier die maßgeblichen und einzig richtigen sein sollten, erschließt sich mir nicht unmittelbar.

  • Also soweit ich das verstehen, gibt Pegasus die Spiele zu gleichen Preisen an den stationären wie auch den online Shop ab. Der Onlineshop kann durch deutlich geringer Fixkosten als der stationäre Handel auf einen Teil seiner Marge verzichten und den Preis attraktiv gestalten. Wo genau siehst du jetzt die Desinformation?Und offenbar scheinen Pegasus wie auch der stationäre Handel mit der Aktion zufrieden zu sein, ansonsten würde sie nicht so lange laufen.
    Das du die Aktion nicht toll findest ist deutlich geworden, warum aber deine Wünsche hier die maßgeblichen und einzig richtigen sein sollten, erschließt sich mir nicht unmittelbar.

    Es ist doch wirklich nicht so schwer! Die günstigen Online-Preise machen natürlich auch die Offline-Preise kaputt. Pegasus möchte aber doch Premium sein, und Premium Preise erzielen. Also nimmt man den Online Handel aus der Gleichung raus. Es geht dabei nicht um einzelne Chargen, sondern um langfristige Preisstabilität und Kontrolle. Das Premiummodel gibt Pegasus insgesamt sehr viel Macht gegenüber den Händlern, und zwar nicht nur den Online Händlern. Wer das nicht erkennt und ernsthaft das Märchen von der "Hilfe" für den Einzelhandel glaubt, der lässt sich leider für dumm verkaufen.


    Edit: im übrigen werden solche Konstrukte mehr und mehr den Brettspielmarkt beherrschen. Das ist eine fast schon zwangsläufige Folge (und natürlich auch ein Grund für sie) der zunehmenden Oligopolisierung des Marktes. Bei aller Abneigung die ich sonst gegen Kickstarter hege, bin ich darum froh das es existiert.

    2 Mal editiert, zuletzt von fidel77 ()

  • Thema Premium... ich finde es recht interessant. In meiner Auffassung/Gedankenwelt/Filterblase steht Pegasus keineswegs für Premium, sondern für irgendwie bunt gestaltete "langweilige" (subjektiv) und vor allem kleine Spiele. Allein schon der farbige Rand der Kartons macht auf mich nicht den Eindruck von Premium. Ausnahmen bestätigen die Regel, ich selber habe und spiele auch Robinson Crusoe, Mage Wars Academy und Yomi.


    Wenn man es mit Autos vergleichen würde (jetzt mal Mainstream gedacht), dann wäre Pegasus für mich der VW, CMON wäre BMW und FFG wäre Porsche. Und das nicht nur erdacht an den angebotenen Spielen, sondern auch an deren Ausstattung, Marketing, Informationsgestaltung, Grafik, etc.


    Ich habs ja schonmal gesagt: Auf einer Seite wie der von Pegasus, Spiele-Offensive, etc. würde ich ohne Vorwissen nicht kaufen, so einen schlechten Eindruck hinterlassen die. Im Internet geht es um Vertrauensvorschuss. Wer mir schmuddelig entgegen kommt - und sorry, anders kann ich das nun wirklich nicht nennen - der bekommt auch kein Vertrauen/Auftrag/Geld. Gerade in diesem Bereich würde ich oben genannte eher als Ford Fiesta von 95 bezeichnen, währenddessen die FFG fast schon ein Tesla sein könnte. Man versuche mal allein vernünftige Infos zu Mage Wars Academy zu finden, nahezu unmöglich und so spärlich, dass man schon denken könnte das Spiel sei tot. Es ist doch schon die goldene Kuhglocke für einen Verlag, wenn man erst auf YouTube suchen muss, um Informationen Dritter über ein Spiel zu finden, als auf der Verlagshomepage.


    EDIT: Auch wenn in der Realität, gemessen an den Klicks der YouTube-Videos und der schieren Anzahl an Rezensionen "irgendwie bunt gestaltete "langweilige" (subjektiv) und vor allem kleine Spiele" mehr Geld einbringen als große, aufwendigere Spiele. Anscheinend ist der Markt der Familienspiele ertragreicher als der der Kennerspiele, bzw. dem nicht unterzuordnen.

  • Jim: Du bist aber nicht eingeloggt, oder? Eingeloggt sollte das nämlich nur noch Fachhändlern möglich sein.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Für Pegasus macht es finanziell keinen nennenswerten Unterschied, ob ein Spiel im Premium Shop verkauft wird oder über einen Online Shop. Es ist vermutlich sogar eher so, dass der Premium Shop einen etwas besseren Preis erhält, somit Pegasus also ein paar Cent weniger verdient.

    Rein informative Frage ohne jeden negativen Hintergedanken: Das heißt ein großer Onlinehändler der euch 500x das Spiel abnimmt zahlt gleich viel oder sogar mehr als ein lokaler Händler der 5x abnimmt? Oder steht da ein Zwischenhändler dazwischen, der diesen Unterschied abbekommt?

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  • Hallo,

    : Das heißt ein großer Onlinehändler der euch 500x das Spiel abnimmt

    wäre ich ein Online-Händler, der gedenkt, ein Viertel der Auflage am Markt Positionieren zu können, dann tät´ ich dem Hersteller einen Abnahmepreis nennen, den er sich überlegen kann. :D


    Liebe Grüße
    Nils (denkt, so wirkt Macht)

  • Rein informative Frage ohne jeden negativen Hintergedanken: Das heißt ein großer Onlinehändler der euch 500x das Spiel abnimmt zahlt gleich viel oder sogar mehr als ein lokaler Händler der 5x abnimmt?

    Ich arbeite nicht im Vertrieb und kenne nicht jedes Detail der Preisstruktur. Und selbst wenn ich es wüsste, bitte ich um Verständnis, dass ich dieses nicht in der Öffentlichkeit erläutere.


    Was ich zumindest sagen kann: Du kannst davon ausgehen, dass ein Preisunterschied manchmal ein paar Prozente zugunsten des Online-Händlers ausfällt und manchmal ein paar Prozente zugunsten des lokalen Händlers, in Abhängigkeit weiterer Faktoren. Es sind aber meines Wissens wirklich nur ein paar Prozente, weshalb die Unterschiede aus meiner persönlichen Sicht heraus nicht nennenswert sind. (Ich war selbst 16 Jahre im Einzelhandel und traue mir deshalb diese Beurteilung zu aufgrund dessen, was ich über die Preisstruktur weiß.)

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • wäre ich ein Online-Händler, der gedenkt ein Viertel der Auflage am Markt Positionieren zu können, dann tät´ ich dem Herstellen einen Abnahmepreis nennen, den er sich überlegen kann.

    So einfach funktioniert das ganz gewiss nicht.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Hallo,

    wäre ich ein Online-Händler, der gedenkt ein Viertel der Auflage am Markt Positionieren zu können, dann tät´ ich dem Herstellen einen Abnahmepreis nennen, den er sich überlegen kann. :D
    Liebe Grüße
    Nils (denkt, so wirkt Macht)

    Streich das "Online". Es reicht, einfach ein Viertel der Auflage. Amazon und Toys-R-Us dürften ähnlich bei ihren Zulieferern vorgehen.
    Dagegen gibt es einen Haufen an Online-Shops die sich genauso wenig wie normale Brettspielgeschäfte leisten können 500x ein bestimmtes Spiel auf Lager zu halten.


    Eigentlich finde ich diese Diskussion ziemlich seltsam. Wieso wird hier eigentlich immer wieder versucht Großhändler als Norm für Onlineshops zu sehen?

  • HI,


    Spiele von Pegasus hole ich mir nur noch im Ausnahmefall oder wenn sie verramscht werden oder über eine Tütenaktion oder so (was verramschen ähnlich kommt).


    Mombasa habe ich mir mit fast einem Jahr Verspätung zugelegt und GWT war die Ausnahme. Korsaren der Karibik ist ja zum Glück jetzt bei nem anständigen Verlag gelandet.
    Von daher: Geduld ist eine Tugend.


    Atti

  • Asmodee: Die Frage ist, bietet ein Finanzinvestor den nötigen Spielraum, damit sich Einzelpersonen mit Herzblut selbstverwirklichen können zum Wohle der Spieler? Oder muss sich alles der Gewinnmaximierung unterordnen?

    90 % OFFLINE - wer mich sprechen möchte, erreicht mich bevorzugt in der echten Welt

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  • Asmodee: Die Frage ist, bietet ein Finanzinvestor den nötigen Spielraum, damit sich Einzelpersonen mit Herzblut selbstverwirklichen können zum Wohle der Spieler? Oder muss sich alles der Gewinnmaximierung unterordnen?

    Hättest du nicht "Asmodee" davor geschrieben, könnte man denken, du würdest dich im "1:0"-Thread auf 1860 München und deren Querelen mit dem etwas eigenwilligen Investor aus Jordanien beziehen.
    :)

  • Das Interessanteste an der Asmodee-Geschichte waren vor einiger Zeit die Bilanzzahlen. Die ganze Expansion ist weitestgehend auf Pump finanziert. WIMRE sind die Schulden, die die Finanzinvestoren der Asmodee-Gruppe aufs Auge gedrückt haben, das Dreifache des Jahresgewinns, was bei den BWL-Kundigen dann schon zu manchen hochgezogenen Augenbrauen führt. Es ist also zumindest mal davon auszugehen, dass das Expansionstempo mit dem jährlichen Aufkaufen von 2-3 namhaften anderen Verlagen in diesem Tempo nicht weitergehen kann. Und genau kann man davon ausgehen, dass das Hochdrücken der Preise und die Positionierung von Brettspielen als teure Luxusartikel noch lange nicht am Ende ist. Was da in Nordamerika in Sachen "price fixing" und knallhartem Durchsetzen von Marktdominanz läuft, ist schon nicht mehr feierlich. :S

  • Welche Auswirkungen die "Asmodee-Geschichte" für mich als Spieler hat, habe ich erstmals beim SpieleWahnsinn in Herne erlebt: Keine Heidelberger-Produkte sichtbar vor Ort. Keine Verkaufsaktionen von leicht beschädigten Spielen. Volle Konzentration auf den Massenmarkt und keine Prototypen und Freakspiele mehr vor Ort, wie noch zu Heidelberger-Zeiten. Fast schon langweilig. Nur die engagierten Promotoren haben es für mich rausgerissen durch deren persönlichen Einsatz.

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  • Welche Auswirkungen die "Asmodee-Geschichte" für mich als Spieler hat, habe ich erstmals beim SpieleWahnsinn in Herne erlebt: Keine Heidelberger-Produkte sichtbar vor Ort. Keine Verkaufsaktionen von leicht beschädigten Spielen. Volle Konzentration auf den Massenmarkt und keine Prototypen und Freakspiele mehr vor Ort, wie noch zu Heidelberger-Zeiten. Fast schon langweilig. Nur die engagierten Promotoren haben es für mich rausgerissen durch deren persönlichen Einsatz.

    Ich hatte immer gehofft, es läge an der kürzlich erfolgten Übernahme - das war im Supoprt auch zu spüren. Das ist bei einer Übernahme aber eigentlich auch erstmal normal. Vielleicht legt sich sowas mit der Zeit wieder?

  • Wer das nicht erkennt und ernsthaft das Märchen von der "Hilfe" für den Einzelhandel glaubt, der lässt sich leider für dumm verkaufen.

    Ja und? Du schreibst doch, dass dich die Pegasus Spiele nicht interessieren. Und wenn sie die erste Woche nur noch über Tankstellen in Berlin verkauft werden würden, wäre es für dich genau dasselbe Ergebnis. Du kaufst sie nicht. Wenn andere das Spiel unbedingt haben müssen sollen sie sich überlegen, wie sie rankommen.


    Ich bin inzwischen alt genug, dass ich weiß, dass ich nicht alles sofort brauche. Ich kann warten. Luxusgüter sind nett, aber eben nicht lebensnotwendig.


    Ob ich nun an eine Verschwörung von Pegasus zur Gewinnmaximierung (für eine Firma ein normales Interesse...) glaube oder daran, dass man mit Essigessenz gegen Chemtrails vorgehen kann ist doch egal. Aber alle anderen als Vollidioten darzustellen ist nicht nur kontraproduktiv (sieh es mal so, ich sage zu dir du bist ein Trottel, weil du nicht an XYZ glaubst, du würdest sofort in die Defensive gehen und alles daran setzen mich als dumm da stehen zu lassen) sondern du drängst dich selbst damit in eine Ecke, in der du eigentlich nicht sein möchtest. Ob du recht hast oder nicht ändert für mich nichts. Denn ich werde zur Fachhandelsaktion stehen, wie zuvor. Sie lässt mich kalt... In Zeiten vom Internet und bei gefühlen Millionen Kickstarter-Sammelbestellungen dürfte es doch möglich sein jemanden zu finden, der in der Nähe eines Fachhandels wohnt, einem das Spiel besorgt und zuschickt, wenn das Herzblut derart daran hängt, dass man etwas jetzt, sofort und auf der Stelle haben möchte. Und es war schon immer so. Zum Kauf habe ich 2 Optionen:


    - Investiere ich Zeit, spare ich am Geld.
    - Investiere ich Geld, spare ich an der Zeit.


    Da muss jeder für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist...


    Aber in einem bin ich mir sicher... Brettspiele abseits von Monopoly & Co. sind in Deutschland ein Nischenmarkt, mit dem niemand zum Multimillionär aufsteigt, nur weil er eine gewisse Zeit lang den Fachhandel exklusiv bedient.