Jetzt auch ein Spieleprojekt von Hunter

  • Über die Platzform zuspieler.de ( https://zuspieler.de/ ) habe ich diese Ankündigungen von Hunter & Friends entdeckt:

    Es gibt jetzt keine Reprints mehr, sondern er möchte einen eigenen Deckbuilder entwickeln und darüber ein "Entwicklertagebuch" führen bzw. bei YT zeigen. Der Ausgang soll dabei offen sein.

    Wenn alles gut läuft, dann soll das Spiel nächstes Jahr herausgebracht werden.

    Ab der 8. Minute erzählt er etwas von seinem Spiele-Projekt.

    Die sog. Episode 1:


    Meine Meinung bzw.Einschätzung:

    Damit er zumindest ein mittelmäßiges Spiel entwickelt, braucht er viel Zeit und Durchhaltevermögen. Für so ein Projekt hat er beides nicht ausreichend.

    Allen Unkenrufen zum Trotz, wünsche ich ihm ein gutes und erfolgreiches Gelingen.

  • Hey. Hab die Vids nun noch nicht geschaut... aber ein gewisses maß an Durchhaltevermögen kann man Hunter schon attestieren. Ansonsten wäre der kanal evtl. schon Geschichte. Wie es mit der Zeit neben Kanal, BerlinCon, Laden und Famillie ausschaut ist natürlich eine andere Sache... aber er ernährt auch alle davon. Also Good Luck!

  • Die Frage ist, wie weit er mit der Entwicklung des Spiels bisher ist. Kann ja sein, dass er das schon seit längerem im Hintergrund entwickelt hat und dass die Entwicklung absehbar bald abgeschlossen ist. Dann kann so etwas auch nächstes Jahr erscheinen. Falls er aber noch am Anfang der Entwicklung stehen sollte, dann kann man IMHO keinen seriösen Zeitplan aufstellen, weil man bei einer Spielentwicklung nicht planen kann, wie viel Zeit sie benötigt.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra ()

  • Kronshorst

    Hat den Titel des Themas von „Jetzt auch eine Spieleprojekt von Hunter“ zu „Jetzt auch ein Spieleprojekt von Hunter“ geändert.
  • Die Frage ist, wie weit er mit der Entwicklung des Spiels bisher ist. Kann ja sein, dass er das schon seit längerem im Hintergrund entwickelt hat und dass die Entwicklung absehbar bald abgeschlossen ist. Dann kann so etwas auch nächstes Jahr erscheinen. Falls er aber noch am Anfang der Entwicklung stehen sollte, dann kann man IMHO keinen seriösen Zeitplan aufstellen, weil man bei einer Spielentwicklung nicht planen kann, wie viel Zeit sie benötigt.

    Hunter sagt ja auch explizit, dass es keine Garantie gibt, dass es hinhaut. Für ihn scheint es ja u.a. ein Projekt für seinen YouTube Kanal zu sein.


    Ich glaube, er wäre besser gefahren, wenn er einen Prototypen eines anderen Autors genommen, diesen zu einem fertigen Spiel entwickelt und dieses Spiel dann veröffentlicht hätte. Beim eigenen Spiel besteht immer die Gefahr, zu früh mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, obwohl man noch mehr rausholen könnte.


    Wenn das Spiel von Sophia nicht das richtige für ihn war, hätte er weitersuchen können ...

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters

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  • Abwarten. Ich hätte persönlich auch einen deutlicheren Mehrwert für alle gesehen, wenn er bereits einen erfahrenen Autoren bzw. Autorin begleitet hätte.

    Viel erwarte ich jetzt nicht vom Projekt. Vielleicht ist der Schachzug das mit einen eigenen Spiel durchzuführen nicht sehr klug, denn dadurch steigt ja die Erwartungshaltung...


    Ich persönlich glaube mittlerweile das ein vernüftiges erstes Brettspiel seine 2-3 Jahre Entwicklungszeit benöntigt, wenn man davon ausgeht das man es quasi neben seiner eigentlichen Arbeit (+ evtl. Familie) entwickelt...

    2 Mal editiert, zuletzt von thomasd87 ()

  • Die Eigenverleger haben dann aber manchmal das Problem, dass ihnen niemand rechtzeitig sagt, dass ihre neueste Spieleidee arg unrund ist. Und da sind wir wieder bei den Interessenkonflikten: Verleger X kann Autor X nicht neutral bewerten.

  • Die Eigenverleger haben dann aber manchmal das Problem, dass ihnen niemand rechtzeitig sagt, dass ihre neueste Spieleidee arg unrund ist. Und da sind wir wieder bei den Interessenkonflikten: Verleger X kann Autor X nicht neutral bewerten.

    Reicht ja auch, wenn er die Autoren A-W, Y und Z neutral bewerten kann. 🤷🏻‍♂️

  • Erinnert mich lose etwas an das damalige Freitag Projekt von Friedemann Friese über das er auch immer über seinen Blog berichtet hat und glaube immer freitags an einem Spiel gearbeitet hat


    Was das letztendlich Ergebnis war weis ich gar nicht mehr ? Welches Spiel war das noch gleich ?

  • Ich lass mich da einfach mal überraschen was so kommt. Den Ansatz finde ich gut, warum nicht ausprobieren ob das klappt, wer hat nicht schon mal die Idee für ein Spiel gehabt ?! Gute Deckbuilder kann es nicht genug geben, innovativ soll/muss es ja nicht sein, solide ist aber schaffbar. Der Kanal richtet sich ja inzwischen auch eher an Familien/Kennerspieler ?! Von daher darf die Einstiegshürde ja niedrig sein. Und wer weiss... evtl. kommt ja was gutes bei raus und falls nicht hat er einigen Content für den Kanal geschaffen und ein Beispiel dafür wie es nicht geht, ist auch spannend. Aber er wird viel Hilfe aus der Community bekommen und evtl. auch einige gute Ideen. Als Totgeburt würde ich das Projekt nicht betrachten (wollen)... ich denke mal die User dieses Forums hier sind eher nicht seine Zielgruppe.


    Ich möchte Hunter fest die Daumen drücken; er (und Cron) haben ne Menge für das Hobby in D getan und Hunter hatte es die letzte Jahre mit dem Abgang von Cron nicht eben leicht und dennoch alles auf eine Karte gesetzt, das ringt mir schon nen gewissen Respekt ab, den Mut hat nicht jede(r). Die Metapher die er im Vid nutzt jeden Tropfen aufzufangen der durchs kaputte Dacht regnet; naja... ganz schön stressig so zu überleben. Würde ich nicht wollen.

  • Letztendlich zielt es auf ein kommerzielles Projekt ab, wie mit den Reprints soll dies eine der Einnahmequellen sein. Der Ansatz, mit der Community direkt potentielle Käufer zu haben und eine Werbeplattform, ist nicht schlecht - deshalb entwickelt er das ja auch "mit der Community zusammen", damit sich möglichst viele wiederfinden und das Spiel am Ende auch kaufen.

    Ich in insgesamt auch gespannt, ob das konsequent durchgezogen wird, die letzten 2+ Jahre war die Ausrichtung, Bonus-Content, Projekte usw. ja immer eher "chaotisch" und von ständigem Wechsel geprägt. Erste kritische Stimmen waren wohl schon zu hören, es gäbe zu wenig Spiele-Reviews, der Kernkompetenz des Kanals quasi.

    Der Weg vom ersten Prototyp für Testspiele, Balancing, Regel-Verfeinerungen usw. bis zu einem "Release Candidate", welcher dann auch nochmal zig mal gespielt werden sollte, ist es ein langer Weg. Viel Erfolg!

  • Man muss Hunter in jedem Fall zugestehen, dass er alles, was er im Brettspielbereich macht, ernsthaft macht. Das ist nicht so lari-fari mal eben ausprobiert, denn er muss immerhin seinen Teil dazu beitragen, seine Familie zu ernähren.

    Deswegen traue ich ihm durchaus zu, einen Weg zu ändern oder zu beenden, wenn ein Erfolg nicht mehr realistisch in Aussicht steht. Genau das macht das Projekt für mich interessanter, weil es - so hoffe ich - in der Breite erfolgreich sein sollte und nicht nur als Liebhaberprojekt die 20 extremsten Follower des Kanals beeindrucken soll.

    Ich drücke ihm die Daumen und bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

  • Ich glaube, er wäre besser gefahren, wenn er einen Prototypen eines anderen Autors genommen, diesen zu einem fertigen Spiel entwickelt und dieses Spiel dann veröffentlicht hätte.

    Das klingt danach, dass du ihm eher eine gute Redaktionsarbeit zutraust als eine gute Autorenarbeit. Weshalb?

  • Zu wenig Spielereviews? Ja, das fand ich auch, als ich mich neulich nach langer Zeit mal wieder auf seinem Kanal verirrte. Stattdessen hab ich jetzt erst das mit dem eigenen Laden gelernt. Da war das Video aktuell, in dem es darum ging, dass er sich bei anderen Läden nicht angekommenes Lorcana-Material leihen musste/durfte. Da kam er mir recht unsympathisch vor. So hatte ich das ganz früher nicht wahrgenommen. Vllt bin ich nicht repräsentativ, aber damit ich so ein an sich spannendes Projekt regelmäßig begleiten würde, bräuchte es etwas mehr „Grundsympathie“. Mal schauen, vllt straft er mich ja Lügen.

  • Das klingt danach, dass du ihm eher eine gute Redaktionsarbeit zutraust als eine gute Autorenarbeit. Weshalb?

    Ich halte es für ambitioniert, gleichzeitig Verlag, Redakteur und Autor zu sein, insbesondere wenn man das Ziel hat, ein sehr gutes und finanziell erfolgreiches Spiel innerhalb eines Jahres zu veröffentlichen. Da ursprünglich im Raum stand, ein Spiel von Sophia Wagner zu veröffentlichen, lag es für mich diese Idee näher.


    Natürlich könnte er auch einen erfahrenen Redakteur beauftragen, aber vermutlich ist dies teurer als etwa 6% Umsatzbeteiligung für einen Autor so lange das Spiel nur durchschnittlich erfolgreich ist, oder? :/

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters

    Einmal editiert, zuletzt von Fobs () aus folgendem Grund: Typo

  • Natürlich könnte er auch einen erfahrenen Redakteur beauftragen, aber vermutlich ist dies teurer als etwa 6% Umsatzbeteiligung für einen Autor so lange das Spiel nur durchschnittlich erfolgreich ist, oder?

    Das kann man nicht pauschal beantworten, weil es sehr stark davon abhängt, wie viel Arbeit seitens einer Redaktion noch vonnöten ist.

  • So viel Zeit muss sein: Sophia nicht Sofia.


    Archibald Tuttle Würfelzucker finde ich im Genre der Kniffel-Aufbohrungen ganz gut.

    Zugegeben das kenne ich nicht. Ich bin nur kein Fan von Noria, The Boldest, Krazy Pix, Poo Poo Pets und Lucky Beach. Diese Häufung an spielerischen Flops reichte mir für das obige Verdikt. Vielleicht hat sie ja jetzt, 9 Jahre nach ihrem Fellowship, doch noch ein gutes Spiel im Ärmel. Aber für mich ist der Name aktuell eher abschreckend.

  • Meiner Meinung nach sollte jeder nur eine kommerzielle Rolle in diesem Business einnehmen: Autor ODER Verleger ODER YouTuber. Alles andere gibt fast schon zwangsweise Interessenkonflikte.

    Letztlich bahnt sich damit bei den Brettspiel-Influencern nur das an, was andere Influencer schon lange erfolgreich vorgemacht haben. Bevor Bibi ihrer eigene Kosmetik verkaufte, hielt sie auch jahrelang die ihr zugeschickten Produkte in die Kamera. Und die allermeisten Brettspiele-YouTuber machen doch leider nichts anderes.


    Damit das Projekt erfolgreich wird, muss das Spiel nicht besonders innovativ sein. Der Erfolg wird maßgeblich von der Stärke seiner Marke abhängen. Hunter hat 75k Abonennten auf YT, wenn nur 5 % davon sein Spiel kaufen würden, wäre das alleine schon doch eine vergleichsweise gute Absatzmenge. Ich gehe davon aus, dass die anderen großen YouTuber sein Experiment sehr genau beobachten werden und es einige Nachahmer finden wird, sobald es sich als finanziellen Erfolg für Hunter erweist. Und selbst wenn das Projekt am Ende eingestampt wird: Das Video von gestern hat schon jetzt mehr Aufrufe als die meisten seiner Reviews.

  • Wenn man den Gedanken von soulfutter weiterspinnt, dann ist es völlig egal, ob das Spiel gut schlecht oder mittelmäßig wird. So lange der Weg dahin interessant ist und Klicks bringt, hat das Spiel im Vorfeld vielleicht schon mehr gebracht, als es letztendlich bringt, wenn es rauskommt.

  • Irgendwie hat man das Gefühl hier wäre die vorliegende Meinung zu der Idee/dem Projekt eher negativ, und ich frag mich warum das so ist? Ansich ist das doch ne spannende Sache, so einen Entwicklungsprozess mal "live" mitzuerleben und vll ggf als Zuschauer auch seine Meinung zu teilen des Spiels direkt im entstehungsprozess schon aktiv zu äußern und beizutragen. Egal ob das ganze später gut oder erfolgreich ist, oder scheitert ist das doch auch recht spannend?

  • Ich glaube nicht, dass ein öffentlich präsentierter Entstehungsprozess oder gar demokratische Abstimmungen in der Community ein Spiel besser machen.

    Muss es das denn? Hat ja auch niemand behauptet. Der Entstehungsprozess als solches ist doch hier das interessante?

  • Ich freue mich über alle, die sich an einem neuen Spiel versuchen und zolle erstmal Respekt für den Versuch.

    Im besten, aber sehr seltenen Fall, kommt dabei ein tolles Juwel raus.

    Meistens eher Durchschnittliches, oft auch nicht so Tolles.

    Von wem das kommt, ist mir erstmal egal, sofern sich an gewisse Spielregeln gehalten wird.

    Aber wenn eines veröffentlicht wird, kann ich mich darüber informieren und bei potentiellem Gefallen probiere ich es aus. Und wenn nicht, dann halt nicht.

  • Ich versteh nicht so ganz, warum man Hunter gefühlt immer aus allem einen Strick drehen muss.

    Er hat schon mehrfach thematisiert, dass das Geld auf dem von ihm gewählten Weg nicht unbedingt in Strömen vom Himmel regnet und dass er sich immer gut überlegen muss, wo vielleicht neue Geldquellen liegen oder wie man bisherige festigen kann. (Ich hoffe, ihm da nichts falsches in den Mund zu legen)

    Da ist es doch nur naheliegend, einen Entwicklungsprozess auch auf YouTube festzuhalten - natürlich auch, um damit in letzter Konsequenz Geld zu verdienen, so what? Man muss den Content ja nicht konsumieren, wenn er einem nicht taugt, und das Spiel erst recht nicht kaufen, so es denn erscheint und einem nicht zusagt. Aber solange Hunter nichts Unlauteres tut, wie beispielsweise Plagiieren, kann man ihn doch einfach machen lassen.

    Nicht falsch verstehen, man muss auch nicht in Mitleid für den armen Hunter schwelgen, aber dass jemand mit seiner Leidenschaft Geld verdienen will, ist für mich erstmal nichts Verwerfliches.

  • Es hat auch niemand behauptet, dass der Ansatz verwerflich wäre. Aber wenn kein einziger namhafter Spieleautor den Entstehungsprozess seiner Spiele komplett öffentlich betreibt, ggf. sogar mit Community-Interaktion, dann dürfte das schon ein Grund haben.

    Dass da mit so viel Öffentlichkeit mehr als grundsolide Durchschnittsware herauskommen kann, glaube ich erst dann, wenn ich Beispiele dafür gesehen habe. Wenn Spieleentwicklung so einfach wäre, wären Redakteure und andere Fachleute in den Verlagen ja komplett überflüssig.

  • So viel Zeit muss sein: Sophia nicht Sofia.


    Archibald Tuttle Würfelzucker finde ich im Genre der Kniffel-Aufbohrungen ganz gut.

    Zugegeben das kenne ich nicht. Ich bin nur kein Fan von Noria, The Boldest, Krazy Pix, Poo Poo Pets und Lucky Beach. Diese Häufung an spielerischen Flops reichte mir für das obige Verdikt. Vielleicht hat sie ja jetzt, 9 Jahre nach ihrem Fellowship, doch noch ein gutes Spiel im Ärmel. Aber für mich ist der Name aktuell eher abschreckend.

    Warum so persönlich, das ist jetzt nichtbdas erste Mal. Mich hat da auch nichts überzeugt, aber das ist für mich kein Alleinstellungsmerkmal von Sophia. Da gibt es noch genug andere Kandidat*innen, auch wenn es vielleicht um die nie so einen kurzlebigen Hype wie damals um Noria gab. Gute Spiele sind immer ein Gemeinschaftsprodukt von Autor*in und Redaktion (auch wenn das nicht alle Autor*innen gerne hören). Das hat biher noch nicht gepasst, aber ich sehe da noch immer Potential.

    "There are only three forms of high art: the symphony, the illustrated children's book, and the board game."

    D. Oswald Heist

  • OT: In Noria waren IMHO durchaus gute Ideen drin. Das hat für mich eher die Redaktion versenkt, u.a. mit viel zu vielen Plättchen und ohne klare Linie, was der Erstspieler eigentlich tun soll. Das war schlicht unzugänglich.

  • Warum so persönlich, das ist jetzt nichtbdas erste Mal. Mich hat da auch nichts überzeugt, aber das ist für mich kein Alleinstellungsmerkmal von Sophia. Da gibt es noch genug andere Kandidat*innen, auch wenn es vielleicht um die nie so einen kurzlebigen Hype wie damals um Noria gab. Gute Spiele sind immer ein Gemeinschaftsprodukt von Autor*in und Redaktion (auch wenn das nicht alle Autor*innen gerne hören). Das hat biher noch nicht gepasst, aber ich sehe da noch immer Potential.

    Wahrscheinlich weil mich nervt, wenn Menschen Social Media geschickt für sich nutzen, dann aber nichts oder nicht viel dahinter ist. Tatsächlich sind mir andere schlechte Autor:innen schon deshalb weniger präsent weil ich weniger über sie gesehen/gehört/gelesen habe. Noria habe ich damals leider zum Vollpreis erworben, klar eigene Schuld, aber trotzdem habe ich selten ein schlechteres Spiel mit einem derarigen Hype erlebt. Das war mir seitdem eine Lehre, insoweit sollte ich dankbar sein, trotzdem hätte ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten, dass das Spiel in dieser Form bei einem renommierten Verlag erscheint.

  • OT: In Noria waren IMHO durchaus gute Ideen drin. Das hat für mich eher die Redaktion versenkt, u.a. mit viel zu vielen Plättchen und ohne klare Linie, was der Erstspieler eigentlich tun soll. Das war schlicht unzugänglich.

    Also mich hat da eher gestört, daß da außer dem coolen Aktionsauswahlmechanismus fast nichts mehr an Spiel war. Man kloppt sich noch um Faktoren und Ressourcen, aber irgendwie sehr unspannend. Dafür war der Auswahlmechanismus in der Anleitung unsäglich umständlich erklärt über mehrere Seiten. Der war zwar neu, aber eigentlich recht simpel ... das hatte so den Vibe von Autorin versteht ihn selber nicht.

  • Dafür war der Auswahlmechanismus in der Anleitung unsäglich umständlich erklärt über mehrere Seiten. Der war zwar neu, aber eigentlich recht simpel ... das hatte so den Vibe von Autorin versteht ihn selber nicht.

    Üblicherweise wird die finale Anleitung eines Spiels nicht von der Autorin selbst verfasst :/

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters

  • Also mich hat da eher gestört, daß da außer dem coolen Aktionsauswahlmechanismus fast nichts mehr an Spiel war. Man kloppt sich noch um Faktoren und Ressourcen, aber irgendwie sehr unspannend. Dafür war der Auswahlmechanismus in der Anleitung unsäglich umständlich erklärt über mehrere Seiten. Der war zwar neu, aber eigentlich recht simpel ... das hatte so den Vibe von Autorin versteht ihn selber nicht.

    So sehe ich das Spiel auch. Und die Berichte vom Proto die man vorher las waren völlig anders als das was dann am Ende erschien, immer wieder war die Rede von einem Expertenspiel. Was übrig blieb spielte sich dann aber wirklich wie ein Auswahlmechanismus ohne dahinterliegendes Spiel. Ob das Autorin oder Redaktion versemmelt haben kann ich natürlich nicht beurteilen. Die zusätzlichen Plättchen ohne spielerische Bedeutung deuten für mich darauf hin, dass man am Ende um die Deadline einhalten zu können alles abrasiert hat was noch nicht funktionierte, und da blieb dann einfach nicht viel übrig.