Wunschdenken: Selbstregulierung durch den Markt

  • Eigenverantwortung muss aber durch den Gesetzgeber unterstützt werden.

    Ja, selbstverständlich! Wir brauchen beides, lenkende Gesetzgebung plus Eigenverantwortung.

    Definitiv! Ich denke, es ist für Politik einfach wahnsinnig schwer das richtige Maß zwischen "lenkend" und "bevormundend" zu finden. Und es braucht Mut, da man es letztlich eh nie allen Seiten Recht machen kann. Wie man die Leute zu mehr Eigenverantwortung bringt ist aber eine genau so große Baustelle. Hier muss der Grundstein ja im Prinzip schon in der Erziehung gesetzt werden

  • Zu glauben man hätte durch seine einen individuellen Entscheidungen in einem globalen-weltweitvernetzen System irgendwelche Auswirkungen halte ich für gnadenlose Selbstüberschätzung.

    Jede. Stimme. Zählt.

    Nein. Ich hab 2 Jahre fleischlos gegessen und in meinem REWE gab es weder mehr vegetarische Angebote noch weniger Fleisch. Ich boykottiere seit 6 Jahren Nestlé und deren Aktie ist seitdem (mit Ausnahme der letzten 2 Jahre) kontinuierlich gestiegen. Müller kauf ich auch nicht mehr - aber das ändert halt auch nichts.


    Wenn ich weiterhin einen Spieleladen besuche und in der Regel 20% mehr zahle als alle anderen, die das nicht tun, gibt es dafür keine Belohnung jenseits eines guten Gefühls, das ich mir selbst bereite.


    Und ich kann gleichermaßen auch jede*n verstehen, der/die Spiele lieber online kauft, weil das günstiger ist und man dann an anderen Stellen mehr Lebensqualität hat.


    Ich bin absoluter Gegner der perversen Auswüchse unseres kapitalistischen Systems. Man kann eigentlich nichts mehr kaufen, das nicht auf irgendjemandes Rücken produziert wurde. Nordseelrabben werden in Marokko gepult, Cashews von indischen Frauen geknackt, die sich ihre Hände damit kaputt machen und das Brettspiel von chinesischen Arbeitern produziert, die vermutlich nicht unter den besten Konditionen arbeiten. Das ist aber nichts, was ich in meiner Lebenszeit ändern könnte. Der Unterschied zwischen einem Befürworter des Kapitalismus und mir besteht wohl lediglich darin, dass ich mich dafür schäme, was da passiert.

  • Mir scheint es zumindest so, das sowohl der Kapitalismus als auch die Demokratie aussterbende Konzepte sind.

    Ersteres kann mit dem Konzept des „mehr, mehr, mehr“ in der aktuellen Situation - Stichwort Klimawandel, echte Nachhaltigkeit und nicht nur Greenwashing - nicht mehr guten Gewissens in Einklang gebracht werden.

    Und Demokratien sind nicht in der Lage, die daraus entstehenden Auswüchse zu verhindern. Alles was an Beschlüssen/Regularien/Gesetze erlassen wird, ist sehr oft aufgrund zu vieler Kompromisse verwässert und lässt entsprechende Schlupflöcher zurück.

    Vermutlich wird das nur mit einer Weltregierung und entsprechenden Befugnissen funktionieren.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Jede. Stimme. Zählt.

    Nein. Ich hab 2 Jahre fleischlos gegessen und in meinem REWE gab es weder mehr vegetarische Angebote noch weniger Fleisch. Ich boykottiere seit 6 Jahren Nestlé und deren Aktie ist seitdem (mit Ausnahme der letzten 2 Jahre) kontinuierlich gestiegen. Müller kauf ich auch nicht mehr - aber das ändert halt auch nichts.

    ich finde gerade beim Fleischkonsum zeigt sich, dass das Komsumentenverhalten etwas bewirken kann - seit 2018 (61 Kilo pro Kopf) auf 51 Kilo pro Kopf 2022. In meiner Wahrnehmung ist auch das Angebot an veganen/vegetarischen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel deutlich gestiegen.

  • Nein. Ich hab 2 Jahre fleischlos gegessen und in meinem REWE gab es weder mehr vegetarische Angebote noch weniger Fleisch. Ich boykottiere seit 6 Jahren Nestlé und deren Aktie ist seitdem (mit Ausnahme der letzten 2 Jahre) kontinuierlich gestiegen. Müller kauf ich auch nicht mehr - aber das ändert halt auch nichts.

    ich finde gerade beim Fleischkonsum zeigt sich, dass das Komsumentenverhalten etwas bewirken kann - seit 2018 (61 Tonnen) auf 51 Tonnen 2022. In meiner Wahrnehmung ist auch das Angebot an veganen/vegetarischen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel deutlich gestiegen.

    In den Supermärkten definitiv, in Restaurants geht's so. Meine Freundin findet meist immernoch nur so 1-2 Gerichte oft. Ich vermute übrigens, dass das mit dem Rückgang des Fleischkonsums zu teilen auch an den doch stark gestiegenen Preisen liegt.

  • Tip: Es ist viel Raum zwischen "Nach mir die Sintflut, es hilft ja eh nichts" und "Ich opfere mich, um die Welt zu retten". Wenn sich jeder nur ein wenig zur positiven Seite orientieren wuerde, statt immer nur zur negativen, waere schon viel getan.

    Ich kaufe nicht alle Spiele im Laden. Aber wenn ich mal in einem Laden bin und das geniesse, dann nehme ich auch eins mit, auch zum UVP. Ich kaufe auch nicht alles Bio. Und lasse auch nicht immer das Auto stehen. Und ich gruesse auch nicht immer. Aber wenn ich das oefter mache als der Durchschnitt, gehoere ich schon zu der Haelfte der Menschheit, die die Welt verbessert. Sooooo einfach ist das. Und das ohne Sekundenkleber!

  • Ich hab 2 Jahre fleischlos gegessen und in meinem REWE gab es weder mehr vegetarische Angebote noch weniger Fleisch.

    Ja und? Es geht doch vom Kontext her ums große Ganze!?

    (Und so nebenbei: In den 3 Rewe-Märkten hier im Ort nimmt das Angebot von vegetarischen und veganen Gerichten von Jahr zu Jahr immer mehr zu.)

    Wir sollten aber bitte beim Thema Spiele bleiben, bevor der Thread in den RSP-Bereich wandert, an dessen Grenze er permanent wabert.

  • Ich hab 2 Jahre fleischlos gegessen und in meinem REWE gab es weder mehr vegetarische Angebote noch weniger Fleisch.

    Ja und? Es geht doch vom Kontext her ums große Ganze!?

    (Und so nebenbei: In den 3 Rewe-Märkten hier im Ort nimmt das Angebot von vegetarischen und veganen Gerichten von Jahr zu Jahr immer mehr zu.)

    Wir sollten aber bitte beim Thema Spiele bleiben, bevor der Thread in den RSP-Bereich wandert, an dessen Grenze er permanent wabert.

    Deine These war halt, dass Jede Stimme zählt. Und dem habe ich halt insofern widersprochen, als dass ich einen Gegenbeweis habe. Nicht meine Stimme ist relevant für die Änderung des Marktangebotes, sondern die Stimme von hunderttausenden. Bei vegetarischer Ernährung ist das vermutlich noch einfacher (denn da hat man ja keinen Nachteil) - aber wenn wir darüber reden, konsequent 20% oder mehr für seine Spiele MEHR auszugeben, damit irgendein Hobbyladen in der Umgebung hoffentlich nicht schließen muss, erschließt sich der Sinn für mich nicht so recht. Davon hat man ja nichts (außer einer bestimmten moralischen Genugtuung). Also: Fürs Große und Ganze ist es völlig irrelevant, ob ich nun 2 Jahre dies oder jenes gemacht habe - auch ohne mich hätte es diese Entwicklung gegeben.

  • Ja und? Es geht doch vom Kontext her ums große Ganze!?

    (Und so nebenbei: In den 3 Rewe-Märkten hier im Ort nimmt das Angebot von vegetarischen und veganen Gerichten von Jahr zu Jahr immer mehr zu.)

    Wir sollten aber bitte beim Thema Spiele bleiben, bevor der Thread in den RSP-Bereich wandert, an dessen Grenze er permanent wabert.

    ). Also: Fürs Große und Ganze ist es völlig irrelevant, ob ich nun 2 Jahre dies oder jenes gemacht habe - auch ohne mich hätte es diese Entwicklung gegeben.

    und wenn jeder so denkt, dann gibt es am Ende keine große Menge

  • Ohne mich an der Diskussion beteiligen zu wollen, möchte ich hier zum besseren Verständnis darauf hinweisen, dass es einen grundsätzlichen Unterschied gibt zwischen:

    "Jede Stimme zählt"

    und

    "Du kannst ganz allein mit deinem Verhalten die Welt verändern, auch wenn niemand anderes etwas tut."

    Leider wird Ersteres immer noch viel zu oft als Zweiteres missverstanden, wie auch in diesem Fall.

  • Deine These war halt, dass Jede Stimme zählt. Und dem habe ich halt insofern widersprochen, als dass ich einen Gegenbeweis habe.

    Nein, du hast keinen Gegenbeweis. Du hast die Aussage offenbar nicht verstanden, siehe Beitrag von Huutini .

  • Bei vegetarischer Ernährung ist das vermutlich noch einfacher (denn da hat man ja keinen Nachteil) - aber wenn wir darüber reden, konsequent 20% oder mehr für seine Spiele MEHR auszugeben, damit irgendein Hobbyladen in der Umgebung hoffentlich nicht schließen muss, erschließt sich der Sinn für mich nicht so recht.

    ???

    Also ich wohne in Österreich, und bei uns sind ALLE vegetarische/vegane Produkte im Vergleich zu den anderen locker um 20% teurer.

    Weiß natürlich nicht, ob es bei euch in D. der Unterschied auch so ist.

  • Bei vegetarischer Ernährung ist das vermutlich noch einfacher (denn da hat man ja keinen Nachteil) - aber wenn wir darüber reden, konsequent 20% oder mehr für seine Spiele MEHR auszugeben, damit irgendein Hobbyladen in der Umgebung hoffentlich nicht schließen muss, erschließt sich der Sinn für mich nicht so recht.

    ???

    Also ich wohne in Österreich, und bei uns sind ALLE vegetarische/vegane Produkte im Vergleich zu den anderen locker um 20% teurer.

    Weiß natürlich nicht, ob es bei euch in D. der Unterschied auch so ist.

    Bei uns hat zum Beispiel Lidl angefangen vegane und Fleisch-Produkte preislich auf ein Level zu bringen (so zumindest das Marketing) und in diversen Restaurants geht es damit los, dass zu Beispiel bei Burgern für Fleischpatties im Vergleich zum veganen Aufpreis gezahlt werden muss.

    Wobei an dieser Stelle natürlich der (zeitweise) Preisanstieg bei Fleisch ne gute Rolle spielt und solche Moves einfach gemacht hat

  • Bei vegetarischer Ernährung ist das vermutlich noch einfacher (denn da hat man ja keinen Nachteil) - aber wenn wir darüber reden, konsequent 20% oder mehr für seine Spiele MEHR auszugeben, damit irgendein Hobbyladen in der Umgebung hoffentlich nicht schließen muss, erschließt sich der Sinn für mich nicht so recht.

    ???

    Also ich wohne in Österreich, und bei uns sind ALLE vegetarische/vegane Produkte im Vergleich zu den anderen locker um 20% teurer.

    Weiß natürlich nicht, ob es bei euch in D. der Unterschied auch so ist.

    Will sagen: Wenn man mit einer großen Überzeugung hinter dem steht, was man tut, nimmt man Einschränkungen gern in Kauf. Bei Fleisch habe ich das getan, bei Nestlé und Müller mache ich das auch gern. Bei Einzelhandel halt nicht.

  • Beitrag von NerdyTom ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Muss nicht immer das letzte Wort haben. ().
  • und das Brettspiel von chinesischen Arbeitern produziert, die vermutlich nicht unter den besten Konditionen arbeiten. Das ist aber nichts, was ich in meiner Lebenszeit ändern könnte.

    Einfach nur noch von Verlagen kaufen die in Europa produzieren

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Einfach nur noch von Verlagen kaufen die in Europa produzieren

    Du hast auf alle meine Beiträge hier im Thread mit :?:reagiert, daher habe ich keine große Hoffnung, dass irgendwas hiervon Gehör findet, aber ich versuche es trotzdem (warum auch immer):

    Genau das ist das Problem. Statt auf eine Vermeidung zu pochen, dass minderwertige, teilweise moralisch unter fragwürdigen Umständen produzierte, ggf. sogar gesundheitsschädliche Produkte in den Markt gespült werden, wird an den Konsumenten appeliert, es nicht zu kaufen. Für mich der völlig falsche Ansatz, denn es löst kein einziges Problem und es wird immer auf den Schultern der ärmeren Bevölkerung ausgetragen, die das Konsumverhalten aufgrund fehlender Mittel gar nicht anpassen kann.


    Ja, keiner muss Brettspiele kaufen, weder günstig, noch teuer, aber ich muss als Konsument nicht mitverantworten, dass ich durch den Kauf z.B. menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unterstütze. Das muss an anderer Stelle verhindert werden. Falls das nun immer noch missverständlich ist, erkläre dich bitte, Klaus_Knechtskern.

    :?: =/= ich bin anderer Meinung. Danke.

    Hierfür werde ich zu 100% gebannt.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr. K ()

  • Genau das ist das Problem. Statt auf eine Vermeidung zu pochen, dass minderwertige, teilweise moralisch unter fragwürdigen Umständen produzierte, ggf. sogar gesundheitsschädliche Produkte in den Markt gespült werden, wird an den Konsumenten appeliert, es nicht zu kaufen. Für mich der völlig falsche Ansatz, denn es löst kein einziges Problem und es wird immer auf den Schultern der ärmeren Bevölkerung ausgetragen, die das Konsumverhalten aufgrund fehlender Mittel gar nicht anpassen kann.

    Das Problem ist, dass der Kapitalismus als System immanent dieses Reich-/ Armgefälle hat. Wie Du bin ich dafür, dass durch Regularien eingegriffen wird, aber abseits davon sollte man auch Eigeninitiative zeigen.


    Die Montranz "Wachstum" wird auch über 50 Jahre nach "Grenzen des Wachstums" leider immer noch von der Mehrheit der Gesellschaft getragen (und da kommen wir weit ins RSP)

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Genau das ist das Problem. Statt auf eine Vermeidung zu pochen, dass minderwertige, teilweise moralisch unter fragwürdigen Umständen produzierte, ggf. sogar gesundheitsschädliche Produkte in den Markt gespült werden, wird an den Konsumenten appeliert, es nicht zu kaufen. Für mich der völlig falsche Ansatz, denn es löst kein einziges Problem und es wird immer auf den Schultern der ärmeren Bevölkerung ausgetragen, die das Konsumverhalten aufgrund fehlender Mittel gar nicht anpassen kann.

    Das stimmt in dieser Pauschalität ganz sicher nicht, aber diese Diskussion lässt sich nicht austragen, ohne in den RSP-Bereich zu kommen.

  • Huutini

    Das :?: setzte ich deshalb unter dein letztes Posting, weil ich hier in diesem Thread zum wiederholten Male bei deinen Beiträgen den Eindruck habe, daß du sie nur aufgrund eines kindischen Nachtretens gegenüber einem anderen User schreibst bezüglich eines zurückliegenden Konflikts aus einem anderen Thread. Damit provozierst du aber aus meiner Sicht die Schließung dieses Gesprächsfadens, was ich als unfair gegenüber den bisher Schreibenden empfinde. Bitte übe deine Vergangenheitsbewältigung mit EDel auf einem anderen Weg aus und verzichte hier auf Postings, welche nichts konstruktives zum eigentlichen Thema beitragen.

  • Huutini

    Das :?: setzte ich deshalb unter dein letztes Posting, weil ich hier in diesem Thread zum wiederholten Male bei deinen Beiträgen den Eindruck habe, daß du sie nur aufgrund eines kindischen Nachtretens gegenüber einem anderen User schreibst bezüglich eines zurückliegenden Konflikts aus einem anderen Thread. Damit provozierst du aber aus meiner Sicht die Schließung dieses Gesprächsfadens, was ich als unfair gegenüber den bisher Schreibenden empfinde. Bitte übe deine Vergangenheitsbewältigung mit EDel auf einem anderen Weg aus und verzichte hier auf Postings, welche nichts konstruktives zum eigentlichen Thema beitragen.

    Der Sprung vom "Forenclown" zur Witzfigur ist halt manchmal schnell geschafft (um mal das angekreidete "Niveau" mal wenig deeskalierend aufzugreifen - das Wortspiel musste aber kurz mal raus) Beruhigend, dass nicht nur ich diesen Eindruck hatte. Danke für deinen Beitrag.

  • Ja, keiner muss Brettspiele kaufen, weder günstig, noch teuer, aber ich muss als Konsument nicht mitverantworten, dass ich durch den Kauf z.B. menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unterstütze. Das muss an anderer Stelle verhindert werden. Falls das nun immer noch missverständlich ist, erkläre dich bitte, Klaus_Knechtskern.

    Damit macht man es sich schon sehr einfach. Das klingt hart nach "Ich muss mich um nichts kümmern und bin unverantwortlich". Mich würde hier interessieren - warum muss das denn an anderer Stelle verhindert werden?


    Zum Threadthema:

    Ich halte das Thema "Selbstregulierung" durchaus für Wunschdenken. Wir sind mittlerweile längst in einer Zeit, in der die Regeln, welche eine Selbstregulation sinnvoll gestalten würden, längst in großem Bogen umgangen werden - sowohl unter Zuhilfenahme von legalen als auch illegalen Mitteln. Abgesehen davon sollte man sich sehr genau anschauen, was man unter "Selbstregulierung" und vor allem auch in welche Richtung versteht. Klassisch ist damit nur gemeint, dass Firmen sich nicht zu sehr von den Anforderungen/Wünschen/der Nachfrage des Konsumenten entfernt, da sonst eine neue Firma den Platz einnehmen kann. Das gilt jedoch nur, solange Firmen sich innerhalb der Regeln bewegen. Wir sind leider längst an einem Punkt, an dem die Regeln mehrere Jahre dem aktuellen Fortschritt und Geschäftsgebaren hinterherhinken. Zudem investieren Firmen heutezutage sehr viel Geld in Meinungsmache/Manipulation/Nudging etc.


    Ich sehe es persönlich so (und bitte denkt daran - das ist an keinen adressiert - ich sehe es einfach nur so):

    Wer heutzutage als Konsument nicht selbst-verantwortlich handelt (im Sinne seiner Werte), ist kaum mehr als bewirtschaftetes Vieh.


    Admin: ka, ob das zu offensiv ist - gerne einen Ping, wenn das too much ist ;)

  • Mir scheint es zumindest so, das sowohl der Kapitalismus als auch die Demokratie aussterbende Konzepte sind.

    Ersteres kann mit dem Konzept des „mehr, mehr, mehr“ in der aktuellen Situation - Stichwort Klimawandel, echte Nachhaltigkeit und nicht nur Greenwashing - nicht mehr guten Gewissens in Einklang gebracht werden.

    Und Demokratien sind nicht in der Lage, die daraus entstehenden Auswüchse zu verhindern. Alles was an Beschlüssen/Regularien/Gesetze erlassen wird, ist sehr oft aufgrund zu vieler Kompromisse verwässert und lässt entsprechende Schlupflöcher zurück.

    Vermutlich wird das nur mit einer Weltregierung und entsprechenden Befugnissen funktionieren.

    Ich denke auch, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form und die Notwendigkeiten die eine grüne Ausrichtung erfordert ziemlich gegensätzlich sind.

    Der Haken ist, dass der Kapitalismus schon zig mal "totgesagt" wurde... zig Finanzkrisen angefangen bei den Tulpen über Staatsbankrotte, der Hyperinflation, Dotcom, Lehman, Eurokrise und daneben andere Systeme die in die Knie gingen. Alle überstanden und überdauert.

    Ich denke es muss eher in die Richtung einer Erneuerung gehen, eine Politur des Konzeptes zum Kapital.


    ZBsp wenn Ressourcenverbrauch richtig bepreist werden würde,

    Bedingungsloses Grundeinkommen, eine Reform des Zinskonzeptes.


    Demokratien sehe ich ebenfalls in der Notwendigkeit sich einer Politur zu unterziehen. Durch die weitreichende Vielfalt der Individualitäten in unserer Gesellschaft, ist es schlicht unmöglich alle Strömungen einzufangen, zu berücksichtigen und somit mehr und mehr die sich nicht mehr angesprochen und abgeholt fühlen. Evtl ein wenig zurück zu den Wurzeln, mehr Gesandte, ggf Themenbezogen, weniger Berufspolitiker.

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