Beiträge von MetalPirate im Thema „Der Schwerkraft-Verlag ist...?“

    Der Hauptunterschied bei der Second Edition von The Ancient World ist für mich, dass man tatsächlich gegen die Titanen kämpft, mit ungewissem Ausgang beim Würfeln, anstatt einfach nur wie in er ersten Ausgabe für X Stärke die Karte zu bekommen, so wie Auftragskarten in anderen Spielen. Das Kämpfen mit Würfeln ist viel, viel thematischer! Für mich und meine Frau einer der beliebtesten schnellen Euros (amerikanischer Bauart). Ziemlich viel Spiel in kurzer Zeit.

    Shem hat damals beim Erscheinen von Chaos Order sogar extra ein Video aufgenommen, um die Garphill Fans -- seine Fans! -- davon zu überzeugen, dem Spiel eine Chance zu geben und wo er ausführlich begründet, warum er das in seinem Verlag veröffentlicht hat:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Vor allem geht mir hier ein bisschen auf den Keks, das selbst der Verlagsleiter nicht verstanden hat, dass Shem kein Designer von Chaos-Ordnung ist.

    Das behauptet der Schwerkraft-Verlag auch nicht. Chaos Order ist in Shems Verlag erschienen. Das "Vielleicht haben Shems Fans etwas anderes erwartet" aus dem Newsletter ist damit absolut kompatibel.

    On Topic: Dass Chaos Order: Harbingers kommt, finde ich auch überraschend. Hätte ich nicht erwartet, zumal ich die englische Version so lange nach Veröffentlichung auch schon mit großem Rabatt im Sale gesehen habe. Könnte ein Flash Sale bei Philibert gewesen sein.

    Ich denke, dass auch nicht alle hier wissen, dass Harbingers "nur" eine Mini-Erweiterung ist in einer Faltschachtel aus Pappe in Spielkarten-Größe mit einer handvoll Plättchen, Standee-Füßen und Karten drin. Da darf man sich von einer Cover-Grafik nicht täuschen lassen und denken, dass das eine normale-große Schachtel wäre. Das ist wirklich ganz wenig Material. So viel kann das in der Herstellung nicht gekostet haben.

    Ich denke mit „schwächsten“ meinen sie den am wenigsten verkauften.

    Gut möglich. Aber das macht die Formulierung nicht weniger unglücklich.

    Gab schon Fälle, wo solche unbedachten Äußerungen übersetzt wurden in in anderen Ländern dann für Wirbel gesorgt haben. Man denke an die Äußerungen des Bundeskanzlers nach der Rückkehr vom Klimagipfel in Belém. Der war wohl auch eher froh, nach dem Kurztrip einmal um die halbe Welt und zurück wieder zuhause zu sein als dass er Brasilien beleidigen wollte. Ähnliches könnte Schwerkraft hier passieren, wenn jemand im Clank Catacombs Forum auf BGG einen Thread der Sorte "German localization partner calls Catacombs weakest game of Clank series" starten würde. Sowas lässt sich vermeiden.

    Interessant, dass sie Klong Katakomben als den schwächsten aller Titel der Reihe bezeichnen. Diese Meinung darf man natürlich vertreten, auch wenn ich persönlich das anders sehe. Aber ob man als Lokalisierungsverlag einen aktuellen Titel des Lizenzgebers/Partners öffentlich so abwatschen muss...

    Hat noch niemand Spielregeln gemacht, die mit Bilder auskommen wie die Aufbauanleitung eines Schranks?

    Doch. Mit Ravensburger sogar ein bekannter Spieleverlag. Nämlich bei "GraviTrax The Game".

    Das ist zwar eher Logikpuzzle (bzw. eine Serie von Logikpuzzlen) als Spiel in dem Sinne, wie es hier bei Unknowns üblicherweise diskutiert wird, aber wenn Solo-Spiele als Spiele durchgehen, dann das auch.


    EDIT, zur Klarstellung, weil's wohl eher unbekannt ist und sonst leicht falsch verstanden werden kann: GraviTrax The Game ist nicht das normale GraviTrax (Kugelbahn-System), sondern ein Logikpuzzle mit GraviTrax Material.

    Bisher hat SK doch Wort gehalten und (irgendwann) alle Erweiterungen gebracht. Ich könnte mich jetzt an kein negatives Gegenbeispiel erinnern.

    Wie oft willst du eigentlich das noch in diesem Thread behaupten und dann alle Gegenbeispiele, die dir genannt werden, konsequent ignorieren, nur um dann drei Monate später das Ganze wieder zu behaupten?

    Siehe dein drei Monate alten Beitrag hier und die darauf folgenden Antworten. Innovation, Among The Stars, Acht Minuten Imperium; dazu die ganzen seit Ewigkeiten überfälligen nur als Ankündigung existierenden Erweiterungen. Das braucht man nicht alles nochmal schreiben. Link reicht. Hatten wir schon x Mal.

    Und auch wenn ich kein Schwerkraft-Fan bin: Das werfe ich denen nicht mal vor. Das ist normal. Kein Verlag der Welt kann alles lokalisieren. Sowas wie die Erweiterung zu Zirkadianer: Chaos Ordnung rechnet sich einfach nicht, wenn das Grundspiel nur mäßig erfolgreich in Deutschland war. Wenn ich da etwas kritisieren, dann eher noch, dass eine seit Ewigkeiten unveränderte Produktankündigung mit

    Zitat

    Der Artikel erscheint im 2. Halbjahr 2023. Bitte nutzen sie die Benachrichtigungsfunktion.

    irgendwann immer peinlicher wird. Noch peinlicher als es das Eingeständnis wäre, das Ding doch nicht zu bringen.

    Mich hat der Schwerkraft-Verlag schon vor vielen Jahren als Kunden verloren, vor allen durch zwei Sachen: Erstens weil sie für Korrekturkarten der TFM-Erstauflage (nach eigenen Fehlern!) nochmal Geld haben wollten und zweitens durch die miserabel schlechte Übersetzungsqualität incl. weglassen wichtiger Passagen bei Oben und Unten (hatte ich auch in der Erstauflage; vielleicht haben sie auch da inzwischen nachgebessert). Qualität und Service passen einfach nicht zum aufgerufenen Premium-Preis. Dazu ist der Verlagschef nicht gerade für seine Freundlichkeit bekannt.

    Aber allgemein scheint ihnen dieses Verhalten bisher eher wenig geschadet zu haben. Sie haben überzeugte Fans, die nun wirklich jeden Mist schön reden können, und was man dem Verlag absolut lassen muss: in der Auswahl dessen, was sie lokalisieren wollen, sind sie sehr, sehr gut. Wer regelmäßig mit Leuten spielt, die nicht so problemlos auf englisch wechseln können, der kommt dann an dem Verlag nicht so leicht vorbei. Viele gute Spiele erscheinen auf deutsch eben dort.

    Ich würde allerdings denken, dass der Schwerkraft-Verlag auch ganz schnell Probleme bekommt, wenn er mal ein paar Jahre lang keine neuen Spiele findet, deren hohe Grundqualität derzeit noch sehr effektiv die ganzen Probleme wie schlechte Übersetzungen von Ferdidand K. oder umständlichere Abwicklung bei Reklamationen kaschiert.

    SK betont seit Jahren, dass sie immer alle Erweiterungen zuverlässig bringen.

    ... außer wenn die die Erweiterungen doch nicht bringen (Innvovation, Acht Minuten Imperium, Among the Stars, ...) bzw. auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.

    Kein Verlag kann defintiv alles bringen, schon gar nicht in einer Zeit, in der immer mehr überflüssige Erweiterungen erscheinen. Irgendwann rechnet sich die Lokalisierung einfach nicht mehr. Da finde ich dann ein klares "machen wir nicht" auch ehrlicher als eine Ankündigung mit unbestimmtem Zeitpunkt, die über viele Jahre im Ungewissen bleibt, bis die Kunden das Spiel vergessen haben und man es dann heimlich killt.

    Zu Innovation kam bei Schwerkraft auch nur das Grundspiel. Und bei Circadians: Chaos Order ist die Erweiterung auch schon seit einer halben Ewigkeit im "angekündigt"-Status. Bei allem über einem Jahr Wartezeit gegenüber dem englischen Original kann man dann auch diskutieren, ob man das noch voll mitzählen möchte.

    Beim Lokalisieren von Erweiterungen gibt es nicht schwarz und weiß, sondern nur unterschiedliche Stufen von grau, und so unterschiedlich sind diese Graustufen gar nicht zwischen den einzelnen Verlagen, denn letztendlich muss jeder Verlag mit seinen Produkten Geld verdient. Wenn sich's rechnet, kommen die Sachen. Wenn nicht, dann nicht.

    Der Titel hat hier ja wohl keine Wellen geschlagen - ich kann jedenfalls nichts finden, trotz der doch zahlreichen Martin-Wallace-Fans hier. Bin nach den wenigen Stimmen bei BGG durchaus einem Blindkauf zugeneigt. Meinungen willkommen :)

    Meine persönliche Meinung zu Martin Wallace ist, dass er kreativen und originellen Autoren-Input liefert, aber für wirklich gute Spiele einen fähigen Redakteur braucht, der seine Spiele rundschleift, damit es auch robust funktioniert und nicht nur unter optimalen Randbedingungen. Bei Wallace schaue ich verstärkt auf den Verlag.

    Hier ist der Originalverlag Ergo Ludo Editions aus Italien. Die haben bisher überwiegend Sachen lokalisiert und noch nicht viel Eigenes geliefert. Von daher wäre ich eher skeptisch und würde mir die Spielregel [1] gründlich durchlesen, bevor ich da etwas vorbestellen würde.


    [1] : Spielregel gibt's bei den italienischen Landsleuten von Ares Games, mit denen sie wohl irgendwie zusammenhängen (Vertrieb?):

    Aeterna: rulebook now available for download - Ares Games
    The complete rules of Aeterna, a new game by Martin Wallace set in Ancient Rome, are now online. Players take the role of a Roman “Gens”, trying to increase…
    www.aresgames.eu

    Die erste Erweiterung für Clank Catacombs finde ich auch nur so teils/teils. Ein paar schöne neue Karten, die Idee mit den bevorzugt zu nehmenden Pfaden beim Entdecken ist richtig gut, aber die namensgebenden Lairs und Lost Chambers blähen das Ganze nur unnötig auf. Komplizierter, glückslastiger, und dafür zu wenig spielerischer Mehrwert. Den Kickstarter für die zweite Erweiterung habe ich ausgelassen. Zu teuer für das Gebotene. Kaufe ich vielleicht irgendwann mal über Fantasywelt; da habe ich auch die erste Erweiterung her. Gibt's garantiert auch Retail, dann kostet es weniger und man weiß bis daher besser, ob man es überhaupt haben will.


    Zum Beispiel die Klong! Katakomben Erweiterung die jetzt schon 10 Monate angekündigt ist.

    Das ist doch noch gar nichts! Stichwort Circadians - Chaos Order: Harbingers bzw. Zirkadianer - Chaos-Ordnung: Vorboten-Erweiterung auf deutsch. Da sind die Schwerkraft-Kunden schon Jahre hinter der englischen Version. Für ein kleines Schächtelchen mit ein paar Karten und ein paar Plättchen.

    Die meisten Brettspiel-Verlage sind kulant und versuchen zu helfen. Fast alle. Aber Schwerkraft ist da die bekannte Ausnahme. Über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus ist der Service, den man da erwarten kann exakt null. Nada. Nichts.

    Wenn man das möchte, darf man das gerne angemessen bei seinen zukünftigen Käufen berücksichtigen, aber viel Grund für Beschwerden hat man trotzdem nicht. Schwerkraft macht, was sie machen müssen, halt nur nicht mehr als das (anders als Queen Games, wo man auf Reklamationen bei dort gekauften Sachen gar keine Antworten bekommt und überhaupt nichts passiert). Außerdem: wer bei seinen Käufen Fristen für Garantieleistungen verbummelt, muss sich in erster Linie an die eigene Nase fassen.

    Daher: Spiele direkt nach Kauf auspöppeln und auf Vollständigkeit kontrollieren. Sonst drohen Probleme nicht nur bei grundsätzlich Service-unwilligen Verlagen wie Schwerkraft, sondern auch dann, wenn das Spiel schlicht out of print ist. Dann kann normalerweise auch der wohlmeinendste Verlag nicht mehr helfen. Das Gegenargument kenne ich natürlich auch: OVP ist der mögliche Verkaufspreis vielleicht höher. Aber dem entgegne ich: Ich kaufe meine Spiele zum Spielen und nicht als Geldanlage (was eh nicht planbar funktioniert, weil man in mindestens 95% der Fälle beim Verkauf weniger kriegen wird als man selbst gezahlt hat).

    MasterPats Ich würde mal versuchen auf Englisch den Original Verlag anzuschreiben. Die sind oft deutlich hilfsbereiter. Soweit ich mich erinnere sind die Karten bei dem Spiel ja auch größtenteils sprachneutral?

    Nein, bei Red Raven Games sind üblicherweise viele Karteneffekte mit Text und das ist bei Near and Far ganz genauso.

    Abgesehen davon halte ich nichts davon, die Hilfsbereitschaft des amerikanischen Original-Verlags auszunutzen, wenn man beim deutschen Lokalisierungspartner gekauft hat. Dann ist der zuständig und wenn man Fristen für Garantie/Gewährleistung verpasst hat, dann ist man schlicht und einfach selbst schuld. Abhaken und daraus lernen.

    Auf der Spielemesse gab es auch ein „Teotihuacan: Luxus-Edition - Beauty-Pack“ zum Verkauf.

    Weiß jemand was das ist?

    Falls es der englischen Kampagne entspricht, dann ist das ausgewähltes Material der Deluxe-Ausgabe, insbesondere große Schachtel und die bedruckten Spielsteine. Gedacht für Leute, die das Spiel bereits komplett in der alten Version besitzen. Alte Ausgabe plus Beauty-Pack entspricht jedoch nicht der kompletten Deluxe-Version, so dass ich angesichts des Preises das Angebot nicht so wirklich attraktiv finde. (Ich sage nicht, dass das übertrieben teuer wäre! Upgrade-Packs sind nun mal wirtschaftlich schwierig umsetzbar, und genau deshalb gibt's die ja auch nicht standardmäßig bei Neuauflagen.)

    Edding hilft. ärgerlich, aber kein Weltuntergang. [...] Da sind andere Verlage besser (aber halt auch größer)

    Das ist für meinen Geschmack etwas zu viel Schönreden. Bei sympathischen Kleinverlagen wäre ich grundsätzlich bereit, sehr viel Verständnis für deren Belange aufzubringen. Aber die Kombination aus überdurchschnittlichen Preisen bei klar unterdurchschnittlichem Service und quasi nicht vorhandener Kommunikation macht das beim Schwerkraft-Verlag ... sehr schwierig.

    Aber irgendwie witzig, dass da immer noch die quasi gleichen Fehler passieren wie Anno Dazumal bei der deutschen Erstausgabe von Terraforming Mars. Ich war Vorbesteller des Spiels als noch absolut niemand ahnen konnte, wie das durch die Decke gehen würde. Die Tatsache, dass die Übersetzungsqualität eher mäßig war und dann notwendige Korrekturkarten nochmal extra Geld kosten sollten, haben mich damals dazu gebracht, die deutsche Version zu verkaufen und sie durch die englische Version zu ersetzen. Seitdem habe ich alles von TFM auf Englisch. Bereue ich überhaupt nicht. (Bei Barrage/Wasserkraft ärgere ich mich dagegen immer mal wieder, den umgekehrten Weg von Cranio Creations zu Feuerland, also englisch zu deutsch, nicht rechtzeitig gemacht zu haben und so immer noch den Cranio Creations Saftladen zu unterstützen.)

    Falls du die Karten möchtest: Warum nicht die englische Version kaufen? Deren Sprachabhängigkeit ist sehr, sehr überschaubar.

    Und wenn du es nicht weißt: Einige der neueren Erweiterungen verlangen/bevorzugen die Nutzung diverserer Erweiterungen. Falls man die Erweiterungen Venus/Colonies/Turmoil zu diesem großartigen Spiel für tendenziell überflüssig hält (so wie ich und viele andere auch), dann sind auch Präludium 2 oder einige der neuen Karten nur begrenzt interessant.

    Für mich ist Terraforming Mars eines von nur fünf 10/10-Punkte-Spielen. Aber was da an Geldmacherei mit überflüssigen Erweiterungen getrieben wird, geht langsam auf keine Kuhhaut mehr.

    :cashcow:

    Ich habe immer noch keinen Beleg irgendwo dafür gesehen, dass Klebepunkte mit nicht recyclebarem Kleber, geliefert auf nicht recyclebaren Komposit-Material-Rollen, wirklich umweltfreundlicher wären als eine relativ gut recyclebare (und das Produkt wesentlich besser schützende!) Polyethylen-Schrumpffolie...

    Verschiedene Stoffe zusammenzumatschen, ist eigentlich immer das Blödeste, was man in Sachen Recycling machen kann.

    Der Ring Krieg gab es früher von den Heidelbären, nun hat es schwerkraft im Programm, da ist ausschließlich falsch.....

    Auch die Ringkrieg-Ausgabe der Heidelbären basiert auf einer internationalen (d.h. englischen) Originalversion; "ursprünglich im englischsprachigen Raum erschienen" bleibt da trotzdem richtig.

    Wenn man unbedingt pingelig sein will, dann eher noch bei SK-Frühwerken mit Kickstarter-Finanzierung, die zeitgleich mit englischen Originalen erschienen sind (und eben nicht danach).


    BTW: Hat SK den Heidelbären eigentlich ihre Ringkrieg-Übersetzung offiziell abgekauft bzw. diese lizensiert? Oder haben sie das zumindest auf dem Papier komplett neu gemacht, ohne sich von der vorhandenen Übersetzungen beeinflussen zu lassen.

    Typisch KI. Klingt 100% plausibel, ist aber bestensfalls 90% richtig. Wenn überhaupt.


    insbesondere solche, die ursprünglich im englischsprachigen Raum erschienen sind.

    Nicht "insbesondere", sondern "ausschließlich".


    indem er diese übersetzt und kulturell anpasst.

    Hat jemand Beispiele von kulturellen Anpassungen von SK? Gute Lokalisierungen könnten sowas schon enthalten, aber das liefert der Schwerkraft-Verlag nicht. Das sind Quick&Dirty Übersetzungen minderer Qualität. Stichwort F.K.


    Viele Forenmitglieder loben die hohe Qualität der Übersetzungen,

    :hahaha: Sie freuen sich bestenfalls, dass es überhaupt Übersetzungen gibt. Was jedem, der keine englischen Spiele spielen mag (oder solche Personen in seiner Spielerunde hat), absolut gegönnt sei. Und dann hat man halt wenig Auswahl, wenn die Lokalisierungsrechte nun mal bei einem bestimmten Verlag liegen. Aber Lob für hohe Qualität?!


    Kundenservice: Einige Mitglieder heben den guten Kundenservice hervor, der bei Fragen und Problemen hilfreich und zuvorkommend ist.

    :hahaha::hahaha: So hilfreichen Service wie "abonniert unsere Social Media Kanäle" auf allerlei Anfragen? Oder so zuvorkommende Sachen wie: "Wir nehmen keine Reklamationen an, wenn du das Spiel nicht nachweislich direkt bei uns gekauft hast, sonst wende dich an deinen Händler!" Und nochmal: Man zeige mir hier im Thread das Lob von hilfreichem und zuverkommenden Service, der über das normal-übliche Maß hinausgeht.

    Manches kriegt der Schwerkraft-Verlag gut hin (insbesondere die Spieleauswahl), manches weniger gut, es gibt unterschiedlichste Meinungen, auch positive, aber Lob von deren Service gehört zu den Sachen, die auch unter den Schwerkraft-Fans eher Seltenheitswert haben.


    Verfügbarkeit: Es wird bemängelt, dass einige Spiele schwer zu finden sind oder schnell vergriffen sind, was die Verfügbarkeit einschränkt.

    Nochmal typischer KI-Blödsinn mit viel Herumfabulieren um einen wahren Kern. Kritik an Verfügbarkeit bezieht sich im wesentlichen auf eingeschränkte Vertriebswege mit Fokus auf Direktvertrieb. Schwer zu finden ist da gar nix, Schwerkraft hat schließlich einen Online-Shop, wo es alles gibt, was lieferbar ist.


    Sankt Peter : Tritt diese KI lieber heute als morgen in die Tonne. Tut dem Forum nicht gut, wenn hier Menschen mit Menschen diskutieren sollen.

    Wenn man nur das Standardspiel TfM hat, welche Erweiterungen würdet ihr empfehlen?

    Hellas & Elysium. Wenn du dir den Start vereinfachen willst, weil du oft Probleme hast, "in Gang zu kommen", dann auch Präludium. Den Rest kann man sich IMHO schenken. Bläht nur das Spiel unnötig auf und macht alles nur zufälliger.

    Ansonsten findest du mehr als genug unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema im passenden TfM-Thread.

    Weiß nich ob das hier richtig aufgehoben ist, aber auf BGG hat Ryan Laukat (Author von Schlafende Götter, Nah und Fern und mehr) gesagt, dass er und Malorie Laukat jeden Tag für ein paar Stunden am Schwerkraft Stand sein werden. Uhrzeit weiß er wohl selbst noch nicht so wirklich.

    Quelle: Any chance of seeing Red Raven at Essen?

    Das klingt doch sehr nach einer Veröffentlichung von "Jetzt oder Nie"!

    Nö, nicht zwingend. Wenn (!) Red Raven Titel auf deutsch erscheinen, dann schon immer bei Schwerkraft (es ist so rund die Hälfte). Die arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Ich habe Ryan Laukat auch schon vor ziemlich genau 10 Jahren am Schwerkraft-Stand in Essen gesehen. Das weiß ich noch, weil da "Die vergessene Welt" (The Ancient World, 1st edition) erschien, was ich bei der Messe abgeholt habe. Damals hat Schwerkraft noch Kickstarter direkt mitgemacht. Und The Ancient World 2nd Edition wäre auch ein Beispiel eines tollen Spiels von Red Raven Games, das Schwerkraft leider nie auf deutsch rausgebracht hat. Die 1st Edition war schon gut, aber die 2nd Edition ist nochmal eine Nummer besser.

    Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte, sie ist nämlich nicht schwarz oder weiß, sondern grau. Einige Menschen können mit Schulenglisch auch englische Spiele verstehen, andere können es nicht.

    Sehe ich exakt genauso.

    Das kann zum Beispiel daran liegen, dass manche englischen Spiele einfache Regeln haben und andere dagegen sehr komplex sind oder ein besonderes Vokabular verwenden.

    Dieses Argument für den Kauf deutscher Versionen wird allerdings etwas davon entwertet, dass bei komplexeren Regeln auch die Übersetzung anfälliger für Fehler und Missverständliches wird. Das sind wir dann wieder back on topic: Der Schwerkraft-Verlag gehört für mich nicht zu den Verlagen, denen ich zutraue, anspruchsvollere und/oder textlastigere Spiele gut zu übersetzen. Ich habe schon Schwerkraft-Spiele später verkauft und durch das englische Original ersetzt, und spätestens in diesem Moment ist der Verlag bei mir unten durch.

    Die Qualität der Übersetzungen kommt mir bei solchen Diskussionen oft zu kurz. Für mich gilt: Deutsche Versionen gerne, aber nur bei bestimmten Verlagen, die's auch wirklich können. Je komplexere, desto kritischer. Ansonsten gilt für mich und meine Mitspieler: englisch geht immer.

    Weil Dwellings of Eldervale (engl.) schon relativ teuer ist und der Originalverlag auch eine Strategie des Preis-hoch-Haltens durch Produktverknappung fährt, würde ich tendenziell von einem eher kleineren Schwerkraft-Preisaufschlag für die deutsche Version ausgehen, selbst bei fast gleichem Preis wäre ich nicht wirklich überrascht. Bei einem etablierten Miniaturenspiel sind auch so gute Margen drin. Die Kunden zahlen da freiwillig viel Geld für die übergroßen Minis, deren Herstellung Centbeträge kostet, nachdem erstmal die sauteure Gussform finanziert ist.

    Kann mir aber alles relativ egal sein, weil ich beim allerersten Kickstarter noch spät per Late Pledge eingestiegen bin und das Spiel schon zuhause habe.

    Deine Rezensionen sind mit Sicherheit nicht die Ursache - ich glaube nicht dass SK die Manpower und Muße hat online nach Rezis zu deren Spielen zu suchen und die Rezensenten dann zu identifizieren und mit der Kundendatenbank abzugleichen um sie zu sperren.

    Aktiv danach suchen wohl eher nicht, aber ich würde dem Laden und seinem Chef absolut zutrauen, dass sie bei irgendwelchen negativen Äußerungen, die ihnen zufällig begegnen, entsprechend reagieren.

    Denn, mal ehrlich, einem bestellwilligen Kunden ohne Nennung von Gründen zu schreiben: "Wir wollen derzeit keine Bestellungen von dir annehmen.", das ist ja normalerweise ein absolutes No-Go für jeden Geschäftstreibenden. Dabei unterstellen wir mal für den Moment, dass die Aussage von Kopernikus so stimmt. Wissen wir natürlich nicht. Aber dass das bisher niemand hier in Zweifel gezogen hat, weil es offensichtlich jeder hier für grundsätzlich plausibel und möglich gehalten hat, spricht ja auch schon Bände.

    Das Einzige, was mich immer wieder wundert, ist die Tatsache, dass viele Kunden auch bei miserablem Service und hohen Preisen (erst in der Mischung von beidem wird's zum großen Problem!) trotzdem noch freudig dort ihr Geld lassen. Wenn Deutschland international gesehen eine furchtbare Service-Wüste ist, dann liegt es eben nicht nur an der Geiz-ist-Geil-Mentalität (für guten Service nichts zahlen wollen), sondern manchmal eben auch daran, dass Kunden schlechten Service allzu oft einfach klaglos hinnehmen, ohne die naheliegenden Konsequenzen zu ziehen, und das manchmal sogar trotz hoher Preise.

    "Wir raten daher allen unseren Kunden, denen eine schnelle Bearbeitung ihrer Bestellung wichtig ist, die Überweisung NICHT als Echtzeit-Überweisung durchzuführen. Eine normale Überweisung ist derzeit schneller."

    Yup. Das ist Deutschland im Jahre 2023.

    EDIT: Das ist keine Kritik an einzelnen Verlagen, Banken oder sonstwem. Sondern einfach nur eine Feststellung, dass im Deutschland des Jahres 2023 Anspruch und Wirklichkeit gerne mal auseinanderklaffen. Und in diesem Falle trägt die langsame "Echtzeit"-Überweisung sogar noch eine zusätzliche unfreiwillige Komik in sich.

    Ja vernünftige Anleitungen sind natürlich zu erwarten ... aber mal ganz ehrlich wie viele Leute lernen mittlerweile ein Spiel nur noch über die Anleitung?

    Du übersiehst hier ein wenig, dass auch der Spielebesitzer, der sein neu gekauftes Spiel auf dem Spieletreff (mehr oder weniger korrekt) erklärt, oder der Verfasser der auf BGG hochgeladenen (mehr oder weniger korrekten) Kurzspielregel oder der Youtuber mit seinem (mehr oder weniger korrekten) Regelvideo seine Regelkenntnisse nicht durch göttliche Eingebung bezieht. Am Anfang der Kette steht IMMER die offizielle Spielregel; von dort startet das gegenseitige Kopieren all derjenigen, die sich das machmal harte Erarbeiten einer Spielregel lieber ersparen wollen.

    Die offizielle Spielregel ist, zumindest bei zu einer offiziellen Änderung/Ergänzung durch den Verlag, dabei immer die einzige wahre Referenz. Selbst dann noch, wenn ein Autor oder Verlagsmitarbeiter in einem Forum davon abweichende Regelinterpretationen verbreitet. Deshalb ist die Spielregel so wichtig, selbst wenn man sie nie selbst gelesen hat. Und je unklarer eine solche Anleitung, umso wahrscheinlicher wird es auch, dass alle alternative Regellernmethoden und -hilfen, die durch die weite Welt herumgeistern, Fehler enthalten, die sich dann teils munter weiterverbreiten.