Was ist ein Klassiker für Dich?

  • Beitrag von Freizeitvernichter ()

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  • Dann haben wir auch einfach etwas andere Vorstellungen dazu, was ein Klassiker ist.

    Ok, was ist denn nun ein Klassiker?

    Für mich, ganz abseits der spielerischen Qualitäten (die ich sehr wichtig finde, aber schwerer auszumachen sind):


    Klassiker sind zeitlos und werden immer gern gespielt, gelesen, geschaut.

    Das heißt für mich: Damit ein Spiel ein Klassiker ist, muss es auch beständig verfügbar sein. Denn das bedeutet, die Menschen kaufen und spielen es.


    Unter den "Klassiker"-Begriff fallen dadurch vorwiegend ältere Spiele: Monopoly, Kniffel, MäDn, usw.

    Aber es gibt auch neue Klassiker: 7 Wonders, Just One, Catan..


    Ich finde es schwieriger, wenn ein Spiel zwar immer wieder aufgelegt wird, aber nie wirklich beständig da ist. Denn das heißt ja eher, dass es immer wieder einen neuen Verlag gibt, der das Spiel herausbringt, aber das Spiel bleibt nie "kleben", sondern meist bleibt es bei einer Auflage. Das ist für mich nicht unbedingt ein Klassiker..

  • Ein Klassiker ist ein Spiel, das kommende Spiele beeinflusst und maßgeblich geprägt hat. Eines, das neue Mechaniken eingeführt hat und heute noch dafür bekannt ist.

    Eines, das in jedem Haushalt zu finden ist, auch bei den Wenig- oder gar Nichtspielern.

  • Ein Klassiker hat ein entsprechendes Alter und ist immer wieder "in print" und verkauft sich immer noch gut.

    Schach, Monopoly, Clue sind für mich die Klassiker unter den Klassikern.

    Siedler von Catan, El Grande, Carcassonne würde ich als "moderne" Klassiker einstufen.

    Und die, die immer noch da sind, und das seit > 40 Jahren wie Third Reich, ASL, Britannia, Dungeons & Dragons, etc.

  • Auf jeden Fall mit einem hohen Bekanntheitsgrad versehen und im klassischen Sinn lange am Markt, also Titel wie Mädn, Schach…

    In unserer schnelllebigen und vergänglichen Zeit hingegen etablieren sich mit der Zeit aber auch moderne Klassiker, Titel die immer wieder gespielt werden und auch fast jedem bekannt sind. Das wären dann Titel wie Catan, Agricola, Twilight Struggle, Terraforming Mars

    Dann noch die Kategorie der persönlichen Klassiker, bei mir z.B. Outpost, Vinci, Merchant of Venus, Railroad Tycoon…

    Ob sie im Handel verfügbar sein sollen, spielt keine Rolle. Der Bekanntheitsgrad ist der entscheidende Faktor, Brettspiele haben da ja eher einen kurzen Lebenszyklus und wer sich da über Jahre einen gewissen Status „erarbeitet“ hat, wird mit der Zeit zum Klassiker.

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  • An einer Definition will ich mich gar nicht erst versuchen, da wird jeder ohnehin seine eigenen Vorstellungen haben, wie man schon jetzt in diesem Thread lesen kann.


    Abgesehen von Spielen aus der Kinder- und Jugendzeit, sehr, sehr lange ist das her, sind für mich Klassiker:


    Acquire

    Catan

    Zug um Zug.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • Ich glaube unsere "Definition" ist sehr eng gefasst. In jedem zweiten Testvideo- oder Bericht werden Klassiker genannt, die wesentlich jünger und unbekannter sind, als was wir hier anführen.

    Da müssen nur mal ein paar Nachfolger oder Erweiterungen von bekannten Spielen kommen, dann ist das schon ein Klassiker (z.B. Azul).

  • Wenn man sich ein bisschen mit Kulturgeschichte befasst wird man schnell feststellen, dass wenige Dinge so rapiden Wechseln unterliegen wie populäre Kulturgüter und -artefakte. Und dazu würde ich jetzt Gesellschaftsspiele auch mal zählen. Unser "Schach" hat ja nur noch eine eher rudimentäre Ähnlichkeit mit den Varianten, die im Mittelalter oder davor gespielt wurden, und in Zeiten vorrangig oraler Überlieferung gab es wahrscheinlich soviele Regelvarianten wie es Bretter und Figuren gab. Wenn ich den Begriff "Klassiker" also nicht rein umgangssprachlich verwenden will, muss ich mir überlegen wie ich ihn qualitativ oder qnatitativ bzw. normativ oder deskriptiv aufladen will.


    Mein Vorschlag im entsprechenden Thread war ja, dass "Fürsten von Florenz" ein Klassiker ist, weil es

    a. immer wieder in den Handel kommt und so neue Spielende erreicht (alternativ wäre durchgehende Verfügbarkeit natürlich genauso gut)

    b. es Mechanismen nutzt, die sich bei Erscheinen neu anfühlen und die dann von vielen anderen Spielen aufgegriffen und variiert werden (also Einfluss auf andere Spiele als deterministische Kategorie)

    c. es bei Erscheinen, aber auch danach auf großes Interesse und Echo bei Spielenden getroffen ist (man findet zu wenigen anderen Spielen von 200x derart viele Youtube-Videos mit Regelerklärungen und Bewertungen)


    Tatsächlich liest man aber hier im Forum eher selten Spieleberichte (wobei man ja insgesamt wenige Berichte von alten Spielen liest). Es scheint also nicht in der regelmäßigen Rotation vieler Spieler zu sein, wie das bei ZuZ, Alhambra, Carcassonne oder gar Catan definitiv noch der Fall ist. Gehe ich also nach "wird es noch oft und regelmäßig gespielt?", dann mag man ihm den Klassikerstatus auch gerne absprechen. Dies gilt übrigens weniger für BGG, da es aufgrund der Neuausgabe bei WizKids dort wieder häufiger auf Geeklists auftaucht.


    Abzugrenzen davon wäre eine radikal subjektive Verwendung: Natürlich hab auch ich meine "Klassiker", aber wenn ich dann "Auf der Reeperbahn nachts um halb zwei" raushole, werden da wohl eher wenige zustimmen.

  • Monopoly.

    Weil egal wie scheiße das ist, für mich (und viele andere meiner Generation) war es der Einstieg in eine etwas komplexere Brettspiel-Welt nach Kinderspielen Mädn, Fang den Hut, Obstgarten oder UNO.

  • Das ist eine Frage des Alters.

    "Richtige" Klassiker sind für mich Spiele, die mehr als 50 Jahre auf dem Buckel haben und immer noch weit verbreitet sind und gespielt werden.

    "Moderne" Klassiker sollten schon mindestens seit ca. 20 Jahre populär sein.

    Die Masse ist nach 2 Jahren grundsätzlich vergessen und überlebt allenfalls in einem ureigenem Klassikerbiotop der jeweiligen Spieleregalkuratoren.

  • Unser "Schach" hat ja nur noch eine eher rudimentäre Ähnlichkeit mit den Varianten, die im Mittelalter oder davor gespielt wurden, und in Zeiten vorrangig oraler Überlieferung gab es wahrscheinlich soviele Regelvarianten wie es Bretter und Figuren gab.

    kurzer Einschub dazu: So etwa ab 1500 sind die Regeln in etwa so, wie wir sie heute kennen.

  • Unser "Schach" hat ja nur noch eine eher rudimentäre Ähnlichkeit mit den Varianten, die im Mittelalter oder davor gespielt wurden, und in Zeiten vorrangig oraler Überlieferung gab es wahrscheinlich soviele Regelvarianten wie es Bretter und Figuren gab.

    kurzer Einschub dazu: So etwa ab 1500 sind die Regeln in etwa so, wie wir sie heute kennen.

    Und selbst da kam mein ich nur die en passante Regel dazu, den Rest gibts noch länger.

  • Klassiker für mich sind Spiele die schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben aber über die man immer noch spricht oder auch spielt. Ganz klar sind die Standard Spiele die jeder kennt (Mensch Ärgere dich nicht, Spiel des Lebens, Monopoly usw.) Aber auch sowas wie Dominion zum Beispiel. Schlichtweg ein Klassiker für mich. :)

  • Abzugrenzen davon wäre eine radikal subjektive Verwendung: Natürlich hab auch ich meine "Klassiker", aber wenn ich dann "Auf der Reeperbahn nachts um halb zwei" raushole, werden da wohl eher wenige zustimmen.

    Klar, wer außer mir (und meine Mitspieler) würde Le Havre als "Absacker" bezeichnen (durchschnittliche Startzeit der letzen Partien deutlich jenseits von 24 Uhr...)


    Klassiker im Sinne der Frage von Sankt Peter wären für mich Spiele, welche mindestens 25 Jahre auf dem Buckel haben und immer noch gespielt werden

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Würdet ihr sagen, dass alle Spiele eines gewissen Alters Klassiker sind oder nur solche, die auch eine gewisse Qualität mitbringen?

    Schmuggler an Board zum Beispiel ist alt, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen (war nur eines meiner ersten Spiele)

  • Würdet ihr sagen, dass alle Spiele eines gewissen Alters Klassiker sind oder nur solche, die auch eine gewisse Qualität mitbringen?

    Schmuggler an Board zum Beispiel ist alt, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen (war nur eines meiner ersten Spiele)

    Die Frage haben weiter oben schon viele beantwortet, indem Alter und Beliebtheit häufig als wesentliche kumulative Kriterien genannt wurden. Jahrelange Beliebtheit im Sinne von "wird immer noch gespielt" setzt eine gewisse Qualität des Spiels voraus.

  • Schach, Dame, Backgammon, Monopoly, Risiko, Cluedo, Siedler von Catan, Mensch ärgere dich nicht, Scrabble, Trivial Pursuit, Mühle, Go, Halma, Pictionary, Tabu, Carcassonne, Stratego, Mastermind, Scotland Yard, Spiel des Lebens, Ludo, Die Werwölfe von Düsterwald, Diplomacy

  • Ich bin da nah bei @VoSch


    Es ist eine Frage des Alters, der Verfügbarkeit, der Verbreitung und der Popularität:

    "Richtige Klassiker": 50 Jahre und älter (4 Gewinnt, Skat, Schach, Doppelkopf, Cluedo, Risiko, Kniffel, Pachisi...)

    "Moderne Klassiker": mindestens 20 Jahre alt (Catan, Carcassonne, Das verrückte Labyrinth, Zug um Zug, Citadels, Bohnanza, El Grande, 6 Nimmt...)


    Davon abgrenzbar sind aus meiner Sicht die

    "Eigenen Klassiker": bei mir mindestens 10 Jahre alt (z.B. Agricola, Brass, Concordia, Mage Knight, Merchant of Venus, Rückkehr der Helden, Terra Mystica...)

    Wobei "Eigene Klassiker" häufig auch "All-Time-Favorites" sind (diese habenfür mich jedoch noch keine 10 jährige Marktpräsens, wie z.B. Terraforming Mars) .

    "Eigene Klassiker" kann jeder Spieler für sich zudem völlig frei und auch komplett anders definieren.

  • Ich hab mir die Frage auch schon mal vor einem Jahr oder so gestellt und für mich erstmal festgelegt:


    Ein Klassiker ist alt und ein Klassiker ist immer noch populär. Da bin ich dann drauf gekommen, dass es Spieleklassiker für nicht Spieler gibt,

    Risiko, Monopoly, UNO etc.


    Klassiker mit eigener Szene, Schach, GO, Backgammon, DOppelkopf aber dazu gehöhren irgendwie auch Sachen wie Magic, DnD und Warhmmer


    Und halt auch die Brettspieleklassiker für Vielspieler. Bei denen habe ich mal aus Spass festgelegt, die müssen a) älter als 10 Jahre sein und b) in der BGG 150 vertreten sein. Das ist natürlich etwas willkürlich aber Lustig.


    Valadir2 20 Jahre gehen natürlich auch was man auch sagen könnte ein "moderner" Klassiker kommt aus der Post Catan Ära?

    lorion42 üner die Qualität kann man natürlich streiten, dafür sind wir hier ja auch im Forum. Daher das BGG Rating. Da kann man natürlich auch über die Qualität streiten aber eine gewisse Popularität in Vielspielerkreisen ist gegeben =)


    Mit den Kriterien kommt auf knapp 40 Spiele die ein Jahrzehnt alt sind und immernoch bei den Beliebtesten Titeln dabei sind. Die Liste hat wenig mit meinen Lieblingen weig gemein wirkt aber irgendwie Plausibel auf michauch wenn es echte Überraschungen gibt und SPiele über die (vlt. in Deutschland) keiner mehr redet.


  • Ich habe mal deinen Ansatz modifiziert ausprobiert:


    Auf der TOP 150 Overall von BGG befinden sich nur 4 Spiele, die Jahrgang 2004 oder älter sind: El Grande, Euphrat & Tigris, Ra und Funkenschlag.


    Auf der TOP 150 Family befinden sich auch nur 9 Spiele mit höchstens Baujahr 2004. Darunter ist kein SdJ aus den Jahren vor Siedler von Catan (dieses fehlt auch auf den vorderen Plätzen) . Das hat mich überrascht, aber da trügt mich wohl die persönliche Nostalgie.


    Diese Spielerei sagt nichts darüber aus wie oft diese Spiele noch gespielt werden, mahnt jedoch nicht zu inflationär mit dem Begriff moderner Klassiker um sich zu werfen.