Beiträge von Schachtelmeer im Thema „Der Schwerkraft-Verlag ist...?“

    Huutini Ab und zu hilft es, sich Kafka ins Gedächtnis zu rufen:

    Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: „Von mir willst du den Weg erfahren?“ „Ja“, sagte ich, „da ich ihn selbst nicht finden kann.“ „Gibs auf, gibs auf“, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.

    Der eine wie gesagt ja, der andere wartet immer noch auf Innovation Ultimate und wird zunehmend enttäuschter.

    Ich selbst bin mal gespannt, wann Die Anarchie endlich kommt. Schon absurd, wenn KS-Projekte aus dem gleichen Verlag wie Assyria, das in Deutschland von Garphill noch gar nicht ausgeliefert ist, bei Schwerkraft schon erhältlich sind, aber man auf Die Anarchie und Skara Brae immer noch warten muss. Aber gut, dass das hier nur sehr begrenzt Gesetzen der Logik folgt haben wir ja schon oft genug festgestellt.

    ...aus Marketingsicht ist dann aber doof, wenn sie es am Ende nicht machen; gleiches gilt für ewige Wartezeiten auf Erweiterungen. SK-Fans sind ja schon eine sehr eigene Gemeinde, der Verlag lebt von seinen Fans, und die stößt man ja damit vor den Kopf. Ein Bekannter kauft nichts mehr bei Schwerkraft, weil sie die letzte Petrichor-Erweiterung nicht mehr gemacht haben, der war eh schon sauer wegen Innovation (was ja damals noch groß als Ausnahme verkündet wurde). Und ein anderer Bekannter hat wegen der SK-Ankündigung nicht bei Innovation Ultimate mitgemacht und geht aktuell bei jeder Messeveranstaltung zu deren Stand, um sich danach zu erkundigen. Und die ist im Vergleich noch gar nicht so furchtbar lange überfällig.

    Momo95 war so nett nachzufragen: Assyria ist nur zur Vorführung da und wird nicht verkauft.

    Soll nichts heißen. Von der dritten Erweiterung zur War Chest war auch letztes Jahr mind. ein Exemplar verfügbar (das bekam ein Podcaster geschenkt) und bis heute ist es nicht im Handel. Ich vermute, dass SK wartet, bis der Originalverlag wieder nachdruckt. Und kann er natürlich auch nur spekulieren, wann es genau passiert.

    Mir ging es ja eher im Umkehrschluss darum ob er es heute verkauft. Wäre mein erster direkter Schwerkraft-Kauf aller Zeiten geworden, weil ich das Spiel sehr liebe.

    Das beste sicher nicht, aber ein gutes händchen wird ihnen niemand streitig machen. Man übersieht halt aber auch sehr schnell wieviele Gurken es von Schwerkraft gibt, wenn selbst die guten Spiele (zu) wenig Öffentlichkeit bekommen. Ich kann deine Liste mit guten spielen beliebig erweitern (Embarcadero, Drei Schwestern etc), im Gegenzug aber auch genauso viele Spiele nennen die m.E. Murks waren.

    Wie gesagt es ist gar nicht kritisch oder abschätzig gemeint. Aber ich hab bei jedem anderen Verlag ein klareres Bild, wie man an Informationen zu den Spielen kommt und auf welchen Kanälen man über sie erfährt. Bei Schwerkraft ist das bei mir ein großes schwarzes Loch, aus dem ab und zu Spiele rausfallen, die ich dann verwundert in die Hand nehme - meistens Jahre nachdem sie erschienen sind. Mich interessiert einfach nur welche kanäle es sind die die bedienen.

    und ist dann auch bereit, den Mehrpreis plus Versand direkt beim Verlag zu bezahlen

    von welchen Mehrpreis redest du?
    wer produziert den die selben Spiele in Deutsch wie Schwerkraft.
    Wenn mich beispielsweise Teotihuacan in Deutsch interessiert muss ich wohl das Spiel mit Schwerkraftaufkleber kaufen. Oder gibt es andere Verlage die es in Deutsch produzieren?

    Den Mehrpreis im Vergleich zu gleichwertig ausgestatteten anderen Spielen in anderen Verlagen, der vielleicht nicht im UVP, aber spätestens im Handelspreis dann auffällig wird.

    Klar wenn ich genau dieses eine Spiel auf deutsch will muss ich bei Schwerkraft kaufen. Aber ganz offensichtlich produzieren die eine Vielzahl von Titeln die nur echte Fans überhaupt kennen (also nicht Teo, Garphill, Klong & Co.), und die ja auch jemand kaufen muss. Mich interessiert einfach wer da das Publikum ist und wie das Adressieren dieses Publikums funktioniert. Bei Frosted sieht man das mit der SM-Arbeit die sie leisten. Vergleichbares sehe ich bei Schwerkraft nicht, oder es erreicht mich nur nicht. Würde gerne wissen wie das funktioniert, ganz ohne negative Intention.

    Auch wenn ich so meine Probleme mit dem SK-Verlag habe finde ich, dass es der Falsche Ansatz ist seine Daseinsberechtigung im Veröffentlichen von Bestsellern zu suchen. Die Vielfalt ist etwas was mir an der Brettspielwelt gut gefällt und da gehören Nischenprodukte auf jeden Fall dazu.

    Ich will nicht die Daseinsberechtigung infrage stellen. Mein Vater war lange sehr glücklich mit den hunderten Büchern und Musikkassetten, die er bei Time Life bezogen hat. Ich frage mich dabei nur nach dem Geschäftsmodell. Gibt es Menschen, die quasi wie in einem Abo die Neuheiten bei Schwerkraft kaufen? Bzw. wie kommt man an Infos zu Schwerkraftveröffentlichungen, und ist dann auch bereit, den Mehrpreis plus Versand direkt beim Verlag zu bezahlen? Irgendwie überlebt der Verlag ja trotz (in meinen Augen) geringer Präsenz in den von mir heimgesuchten Brettspielcommunities. Gleiches gilt mit Abstrichen übrigens auch für Queen, wobei die deutlich mehr in Pressearbeit und Youtuber investieren. Trotzdem sehe ich so gut wie nie Titel abseits der SFCC in der "freien Wildbahn".

    Mal eine andere Frage: Was waren denn die letzten Bestseller von Schwerkraft? Die haben ja jahrelang von TfM gezehrt, Klong hat sich wahrscheinlich gut verkauft. Beim Ringkrieg und bei Robo Rallye bin ich nicht sicher, ob da nicht vorher schon Marktsättigung herrschte, und die Garphill-Spiele dürften solide laufen (wobei die Überzahl an Südtigris-Exemplaren bei Thalia da auch ein Fragezeichen dransetzt). Bei Eldervale dürften die meisten eher bei Andromeda's Edge zugeschlagen haben.

    Ansonsten wundere ich mich immer wieder, wie oft ich nach Jahren ein Spiel von Schwerkraft lese oder sehe, von denen ich noch nie etwas gehört habe (zuletzt Petrichor). Sicher, das kann mir bei Pegasus oder Kosmos auch passieren, aber das sind ja große Verlage, wo auch mal was am Wegesrand liegenbleibt. Aber bei Schwerkraft scheint mir das sehr oft das Modell "werfen wir Pudding an die Wand und hoffen das was klebenbleibt" zu sein. Mag auch sein, dass ich nicht von deren Kanälen bespielt werde, aber auch hier im Forum und auf Spieletreffs finden sich nur selten Beispiele für Schwerkrafttitel außer den großen genannten. Ist das ein subjektiv falscher Eindruck, oder ist das bei Schwerkraft so ein bißchen das Modell "Buchclub/Time Life/Reader's Digest", wer drin ist, kauft sich das Zeug, und alle anderen stehen davor und wundern sich?

    Klingt nach einem Paradies für Verlage, die ausschließlich lokalisieren.

    Da fragt man sich dann schon, warum sich z.B. Feuerland so Sachen wie Arche Nova, Terry Mystica oder die Rosenberg-Titel überhaupt noch antut, wenn man mit Lokalisierungen so viel günstiger wegkommt: Keine Arbeit und dann auch noch weniger Kosten.

    (Vorsicht, Sarkasmus)

    Ich möchte argumentativ auf gleicher Ebene weiter machen: Welche Verlage sind denn in den letzten Jahren pleite gegangen ... die Verlage, die nur lokalisieren, oder die Verlage, die eigene Spiele auf den Markt werfen?

    Ich kann mich quasi nur an lokalisierende Verlage erinnern :/ /s

    Ich bin argumentativ bei dir, aber welche Verlage hast du im Kopf?

    Ansonsten: wenn ein Nichtlizenzspiel erfolgreich ist, verdiene ich auch an den Lizenzen. Siehe Hans im Glück, siehe Feuerland, Amigo, Lookout etc.

    Ein Spiel das ich selbst entwickle kann potentiell mehr Geld einnehmen als eine Lizenznahme - gerade weil hier Lizenzen und/oder prozentuale Anteile am Gewinn wegfallen. Aber das unternehmerische Risiko ist ungleich größer, weil ich die vollständigen Entwicklungskosten, die Werkzeuge zur Produktion, Materialdesign,Marketing etc etc selbst trage und mich hier nicht an den Originalverlag dranhängen kann - das wurde ja schon mehrfach genannt.

    Wenn Spiele nicht nach Deutschland kommen, liegt das ja oft daran, dass die Originalverlage a. übertriebene Preisvorstellungen haben (Lords of Waterdeep war so ein Beispiel), oder/und b. den deutschen Markt total überschätzen.

    Bei Lords of Waterdeep gab es keine übertriebene Preisvorstellung (zumindest nicht direkt). Es gab nämlich überhaupt keine Preisvorstellung. Es gab nur die Aussage, dass sich die Kosten für einen Anwalt, um einen Lizenzvertrag aufzusetzen, bei Auflagen unterhalb von 10.000 Exemplaren nicht rechnen würden und dass sie deshalb erst ab einer Anfrage von min. 10.000 Stück überhaupt anfangen, über die Anfrage nachzudenken ... (Okay, das ist indirekt vielleicht doch eine Preisvorstellung ...)

    Ja, genau die Geschichte hatte ich dunkel im Kopf. Lustigerweise damals von einem anderen Verlag gehört...

    Als lokalisierender Verlag erhalte ich teilweise sehr viel Leistung zum Fixpreis der Lizenzkosten. Das beinhaltet halt die Erstellung der Anleitung die sicherlich mehr Arbeit macht als die profane Übersetzung, die Grafiken/Artwork, die redaktionelle Arbeit dahinter (einschließlich der Kosten für abgelehnte Spiele die der Verlag hatte), Werbung und manchmal schon quasi fertige Lösungen für die Produktion wo der Lizenzgeber das komplett abwickelt.

    Da wüsste ich nicht, warum zwangsläufig jede Übersetzung bedeuten soll, dass es ja teurer für den lokalisierender Verlag sei und daher mehr kosten müsse. :/ Das Investitionsrisiko ist auch deutlich geringer wenn man nur die Übersetzung und eine kleinere Auflage verbrennt als alles weiter oben genanntes und eine größere Auflage.

    Na der Übersetzende Verlag muss ja auch noch Lizenz gebühren an den Original Verlag abführen. Lass es bei selben Produktionskosten 2-5 €je Spiel sein, zack ist das deutsche Spiel in der Herstellung , 2-5 € teurer. der Verlag schlägt seine Marge drauf, der Großhandel, der Fachhandel, und so sind aus den 2-5€ 5-10€ Mehrpreis geworden.

    Der Vergleich hinkt: Lizenzkosten sind nahezu immer deutlich geringer als Entwicklungskosten. Sprich: Der Verlag spart im Vergleich zu Verlagen, die eigene Spiele konzipieren, einen Riesenhaufen Geld, wenn er "nur" übersetzt. Wenn Spiele nicht nach Deutschland kommen, liegt das ja oft daran, dass die Originalverlage a. übertriebene Preisvorstellungen haben (Lords of Waterdeep war so ein Beispiel), oder/und b. den deutschen Markt total überschätzen. Guck einfach mal, wieviele Verlage in den letzten 10 Jahren bei dem Versuch, ihre Spiele einfach selbst in Deutschland auf den Markt zu bringen, gescheitert sind - da waren durchaus große US-Verlage dahinter, die völlig falsche Ideen davon hatten, wieviele Exemplare der deutschsprachige Markt so abnimmt. Mal davon abgesehen, dass sie sich genau wie Schwerkraft nicht um ein vernünftiges Distributionsnetzwerk gekümmert haben (und jetzt offenbar auch noch Thalia verärgert haben).

    Zu #Aeterna hab ich grad was im Wochenbericht geschrieben, nachdem ich es heute eher zufällig spielen konnte. Spielerisch ist das rund, es ist wie so oft bei Wallace genau auf 4 Spieler hin ausgelegt (zu dritt waren die Gebiete nicht allzu umkämpft). Ansonsten sehr standardisierte Eurokost sehr alter Schule, ich hab mich in einzelnen Details an Wallace-Titel aus den 2000ern wie Der weiße Lotus, Way out west und Tinner's Trail erinnert gefühlt. Harte, indirekte Interaktion, eher taktisches Spiel durch die Karten (was, da gedraftet wird, bei mehr Spielerfahrung eher strategische Züge annehmen könnte), und die drei Runden sind mir zu gleichförmig. Auch wirkt das Spiel so, als wäre die Erweiterung schon fertig in der Schublade, da fehlt regelrecht was in den Subroutinen. Material und Aufmachung sind ok, aber nix besonderes, und 60 Euro seh ich dafür auch nicht, aber das ist ja der Schwerkraft-Standardpreis jetzt.

    Ist doch richtig!

    Entflieh der Schwerkraft
    =
    Entflieh der Schwerkraftbremse

    Anstatt immer gegen Schwerkraft zu sein, könnten wir natürlich auch Schwerkraft helfen sich gegen die verbalen Angriffe von außen zu wehren. Gibt es tolle Sprüche, die Carsten für sich nutzen kann? Sowas wie "Schwerkraft riecht nicht" oder so. Oder verstößt das gegen die Grundprinzipien des Threads? ;)

    Sowas wie das gute alte HB-Männchen?

    Ausdrucken, danebenlegen und mit einem x-beliebigen Marker markieren. :)

    Tatsächlich nochmal danke für diesen Hinweis. Auf BGG findet sich sowohl eine wunderbare Vorlage für dieses Tableau wie auch für die im Kickstarter von Motor City mitversandte "Rock Garden"-Erweiterung. Auf Pappe geklebt ist das jetzt genauso gut wie gekauft. Als Wolke konnte ich ein Holzteil aus Petrichor verwenden, hat jemand eine Idee für einen niedlichen Trekker-Meeple?

    Ich hätte gerne langsam die seit 2 Jahren angekündigte deutsche Version der "Belagerung von Valeria"-Erweiterung mit der Solokampagne. Da tut sich nix.

    Die englische ist vor zwei Jahren erschienen, wenn Schwerkraft da auf einen zweiten Printrun wartet, kann das bei den aktuellen Besitzzahlen und Kommentaren auf BGG wahrscheinlich noch seeeehr lange dauern. Auf der HP steht sie allerdings noch.

    #KlongimAllPulsarcade fand ich superenttäuschend, es sind 6 Module die man optional dazunehmen kann, nur eines davon ändert wirklich grundlegend etwas am Spiel (die titelgebende Arcade Machine), und das ist für mich dann uninteressanter als das normale KlongimAll, weil jetzt alle nach den gleichen Artefakten suchen. Die anderen Module reichen von uninteressant bis idiotisch (der RaceTrack belohnt in 90% der Fälle den Startspieler mit zusätzlichen Dungeonkarten - wirkt völlig unausgereift). Für mich mit großem Abstand die schlechteste Klong-Erweiterung, und ich fand schon Station 11 doof.

    Für mich scheitert diese ganze Debatte schon eine Definition von „Schulenglisch“. Welche Schule? Wie lange hatte ich Englisch? Wie sehr hat mich das interessiert? Wie gut war ich darin? Und hört es schon auf, Schulenglisch zu sein, wenn ich neben der Schule vielleicht ab und zu mal englische Filme schauen? Oder erst dann, wenn ich längere Zeit im Ausland gelebt habe?

    Nur Mal als Beobachtung aus der Praxis: Mit Schulenglisch im Kontext der Hochschulzugangsberechtigung wird im Hochschulkontext B2 erwartet. Also flüssiges Verstehen und Sprechen im allgemeinen Sprachgebrauch, ohne Fachvokabular. Realiter erfüllen 75% der Abiturienten diese Voraussetzung nicht.

    Aber das ist doch Normalbetrieb für Schwerkraft? Vor Essen und vor Weihnachten Herdenauftrieb und dazwischen nur was wenn gerade mal wieder ein oder mehrere Spiele ankommen. Letztes Jahr gab es ja auch nur etwas "Aufruhr", als Klong Katakomben rauskam.

    Ansonsten stelle ich immer wieder fest, dass ich kleinere Veröffentlichungen von Schwerkraft erst mit erheblicher Verzögerung mitbekomme, selbst wenn sie wie "Drei Schwestern" klare Kaufkandidaten wären. Aber wer sich gerade einen Brocken wie Dwellings ans Bein gebunden hat, um den kann es ja eigentlich so schlecht nicht stehen.

    Was man bei solchen Preisvergleichen nicht vergessen darf ist, dass in diesem Preis 19% Mwst enthalten sind, die Schwerkraft abführen muss. Bei den Amis ist die Steuer von Ort zu Ort verschieden und wird wenn überhaupt separat berechnet. Außerdem ist die Übersetzung eingepreist.

    Ein üblicher Fehler, wenn man Original Preise vergleicht - die nicht ausgewiesene Mwst. unterschlagen.

    ...und genau deshalb habe ich ja deutsche Retailpreise für die englische Version herangezogen... das ist für mich als Käufer ja wie gesagt das einzige, was eine relevante Information darstellt: Wieviel zahle ich im Handel für die englische und wieviel für die deutsche (es sei denn, ich könnte es billiger im Ausland bestellen, aber die Zeiten sind ja wohl endgültig vorbei).

    Weiß man denn schon ob Schwerkraft auch die ganzen Deluxe-Extras und Minis bringt?

    Wenn du so rechnest, vergleiche ich gerne den bestpreis der englischen Version (64 Euro bei fantasywelt in der Weihnachtszeit 2023) mit dem Thaliapreis. Ändert die Differenz nur geringfügig.

    Aber nochmal: mir geht es beim Ringkrieg nur um ein Beispiel, wie Schwerkraft bei einem in meinen Augen vergleichbaren Titel agiert hat. Kontert mir doch lieber mit den Beispielen, wo Schwerkraft näher am englischen Preis geblieben ist, die gibt es ja auch (z.b. Klong). Ich bin jedenfalls gespannt, wie viel es wird.

    Ich Guck da einfach aus Kundensicht drauf: ich zahle aktuell entweder 80 Euro für den englischen oder 125 Euro für den deutschen Ringkrieg. Und die identische letzte deutsche Auflage hatte einen UVP von 60 Euro.

    Ergo befürchte ich, dass Dwellings ebenfalls auf deutsch deutlich teurer sein wird und schlage dann doch lieber bei der englischen Version zu. Wenn Schwerkraft hier überraschend im vergleichbaren Preisniveaus bleibt freue ich mich und kaufe wahrscheinlich aller Kötherisierung zum Trotz die deutsche.

    vergleichst du da nicht Äpfel mit Birnen, wenn du den Straßenpreis mit dem Händlerpreis, also der UVP vergleichst? Der Preis vom Ringkrieg bei Ares ist 99 USD zzgl. Tax, also umgerechnet rund 110€. Damit liegt das doch in der Region vom Blaubeerental, womit man durchaus mit 125€ oder etwas mehr rechnen kann.

    Naja nur weil Schwerkraft den Handel und seine Rabatte umgeht heißt das ja nicht dass die englische deshalb in Deutschland teurer ist. Ich hatte ja extra die Handlerpreise der englischen Version von Ringkrieg in Deutschland herangezogen, und da sind es nunmal aktuell 80 zu 125 Euro. Setze ich den gleichen maßstab an bin ich bei Dwellings auch bei 150 für die deutsche Retail.

    Jetzt mal realistisch: Was wird Schwerkraft dafür wohl nehmen? Die englische Retail-Zweitauflage liegt zwischen 100 und 120 Euro. Der Preisunterschied beim Ringkrieg betrug 80 (englisch) zu jetzt 125 Euro (mal davon abgesehen, dass die letzte deutsche Ausgabe vor fünf Jahren noch bei 60 Euro lag). Bin gespannt, wo Dwellings landet.

    Nunja, wie gut der Verlag sich seinen deutschen Partner ausgesucht hat, sieht man ja auch am fundamentalen Wissen übers SdJ...

    Solange jeder nach der Info giert, geht ja auch nichts unter. Euer Interesse daran ist der beste unbezahlte Hype, den man generieren kann. Wenn euer anliegen ist, dass sich das ändert, verhaltet ihr euch definitiv falsch. Und wenn was kommt, ploppen hier sicher 3 Threads dazu auf. Das muss ein anderer mit seinem Newsletter erst mal schaffen. Passt doch alles.

    Funktioniert bei mir allerdings Null. Ich kriege gar nicht mit, was bei Schwerkraft erscheint, außer den ganz großen Titeln. Drei Schwestern etwa hab ich gebraucht gekauft, nachdem genau eine Person hier im Forum darüber geschrieben hat. Das wäre sonst ein Sofortkauf gewesen, so war es reiner Zufall.

    Ich kenne keinen einzigen Verlag, bei dem ich blind kaufen würde.

    Nicht mal Chip Theory Games ...

    Splotter, Ystari und Pearl Games haben kein einziges Spiel rausgebracht, dessen Erwerb ich bereut hätte. Irongames ist als Verlag von Bernd Eisenstein auch eine gute Garantie dafür dass mir die spiele gefallen. Zu verschiedenen Zeiten hatten auch Alea, Goldsieber, Hans im Glück, Queen Games, Lookout und Feuerland diesen Status bei mir. Solch ein Ruf hilft bei mir zumindest sehr dabei, ein Spiel auch ohne Testpartie zu kaufen. Bei Pegasus, Kosmos und Ravensburger würde ich auch davon ausgehen, zumindest keinen totalen Klunker vorgesetzt zu bekommen (,weswegen zumindest mich die seltene Ausnahme dann doch sehr ärgert). Da wird Schwerkraft nie hinkommen, weil sie keine eigene Redaktionsleistung bieten, sondern immer auf die Arbeit anderer angewiesen sind.

    Alle Verlage haben auch viel Durchschnitt im Sortiment, da macht Schwerkraft keine Ausnahme. Mir fällt eher auf, dass ich hier im Forum nur sehr selten von Schwerkraft-Neuheiten lese, die Spieleläden der Umgebung führen maximal TfM und Klong!, und ich sehe sie auch nie auf Spieletreffs, außer es sind die ganz großen Titel (zuletzt Bitoku, und da war es zumeist die englische Version). Dadurch kriege ich auch nur selten mit, was alles so bei Schwerkraft erscheint, und einige Dinge, die ich mir bei anderen Verlagen schon zigmal gekauft hätte, rutschen mir so durch. Ozeane etwa habe ich mir nach der Erstpartie, zwei Jahre nach Erscheinen des Spiels, sofort besorgt, und auf Drei Schwestern bin ich erst durch einen Wochenbericht von Lighthammel aufmerksam geworden. Auch gebraucht kriegt man Schwerkraft-Titel eher selten. Insgesamt frage ich mich daher immer, wie und ob die genug verkaufen um am Leben zu bleiben (offenkundig ja, denn es gibt sie ja noch). Das ist bei Strohmann, Skellig und Co. ganz anders, zumindest in meiner Wahrnehmung.

    Am Rande: Wenn ich eine Flop10 der schlechtesten Spiele aufstellen müsste, die ich in den letzten Jahren gespielt habe, wäre Schwerkraft wohl dank einiger sehr unausgereifter Titel oft darauf vertreten, und das obwohl ich vergleichsweise wenig kenne. Blind würde ich ein Spiel des Verlags daher nie kaufen.

    Ich habe 3x Südtigris bestellt. Also ja, seitdem kam der Newsletter zu Klong -Katakomben und Heiße Hexenkessel.

    Aber als so richtig alt würde ich #ReisendedesSüdTigris noch nicht bezeichnen…

    Ich wollte damit auch nur einen möglichen Grund nennen, der vielleicht nicht allen bekannt ist. In Deinem Fall gilt wohl eher der "ein Spiel ist schnell verpackt"-Gedanke. Und dass man auf Bestellreihenfolge achtet kann ich mir bei Reuter auch nur schwer vorstellen.

    Häufig genannte Kritikpunkte waren:

    • miserabler Service: ist schon länger nicht mehr der Fall. Es gibt nur eine goldene Regel: Reklamation immer bei dem Händler, bei dem man das Spiel gekauft hat
    • lange Lieferdauer: ist auch nicht der Fall, da SK immer im angegebenen Zeitfenster liefert
    • schlechte Verpackung/aufgeschnittene Folie (bspw., um Promokarten reinzuschieben): macht er meines Wissens nach nicht mehr und Verpackung war auch immer gut die letzten Male
    • Produkte oft erst spät im Webshop: ja, die tauchen weiterhin sehr kurzfristig auf
    • Bezahlung nur per Überweisung: ist auch weiterhin so
    • Regeln nicht als pdf zum Download: ist so, vorher friert die Hölle zu (gaaaaanz wenige Ausnahmen, bestätigen die Regel)
    • bei Auflagenfehlern muss man Ersatz meist bezahlen: ist auch weiterhin so, allerdings nervt hier nur die Versandpauschale, das Ersatzmaterial selbst ist meist gratis oder sehr günstig

    Witzig, das wären gar nicht meine Probleme mit Schwerkraft, auch wenn ich die Regelung, dass Ersatz nur über den Händler läuft, für massiv kundenunfreundlich halte und sehr froh bin, dass fast alle anderen Verlage das anders handhaben.

    Mir geht folgendes ab:

    - Carsten Reuter: Habe selten jemand getroffen, der mir als Mensch so unsympathisch war, und der sich als Verkäufer derart unfreundlich verhalten hat. Kann man so machen, muss man aber auch nicht mögen. Auch die im Netz verfügbaren Interviews zeichnen da ein für mich klares Bild eines gewinnorientierten Unternehmers, dem die Spiele selbst ziemlich am Arsch vorbei gehen. Das mag bei anderen auch so sein, das kriege ich dann aber nicht so mit. Hinzu kommen diverse nicht für ein öffentliches Forum bestimmte Geschichten, die das Bild einfach nicht verbessern.

    - Anleitungsübersetzungen: Ich halte einen der häufig eingesetzten Übersetzer bei Schwerkraft für einen der schlechtesten Anleitungsübersetzer Deutschlands, zumindest liegt er mir überhaupt nicht, auch weil er sehr oft darauf beharrt, seine eigenen Idiome zu prägen. Bei dem würde ich mir immer parallel die englische Anleitung hinlegen, weil ich sichergehen will nichts zu verpassen. Seit er für Schwerkraft arbeitet, finde ich seinen Namen zumindest nicht mehr so oft bei anderen Verlagen, das sehe ich als Bonus.

    - Promos: Ja, sie sind alle verfügbar. Aber ja, sie kosten dann auch ein Schweinegeld. Ich bin Sammler, aber Schwerkraft hat mir im Alleingang beigebracht, dass ich nicht alle Promos brauche. "Danke".