Mit Sicherheit nicht. Man begeht allerdings dabei den Fehler nicht, wie auf nationaler Ebene, die Politik zu kritisieren. Sondern man verhaftet und verdammt gleich die Institution ansich.
Gefördert wird das ganze natürlich dadurch, dass europäische Politik in den nationalen Medien nicht stattfindet. Wenn es hoch kommt wird Entscheidungen oder Bewertungen der Kommission oder des Rates berichtet, was andere, beispielsweise die verschiedenen Fraktionen des EP dazu sagen wird selten gezeigt. Das führt natürlich dazu, dass man "die EU" als monolithischen Block wahrnimmt und nicht als die normale pluralistische Institution die es eigentlich ist.
Ich kann hier übrigens die Leute, die den Briten jetzt möglichst Schlechtes wünschen nicht verstehen. Wir haben ein elementares Interesse daran, dass es den Briten gut geht. Da würde ich dringend davon abraten die beleidigte Leberwurst zu spielen. Ich halte es für wichtiger die EU jetzt so zu reformieren, dass die Briten und andere wieder reinwollen.