Beiträge von yzemaze im Thema „Schaumkernplatten – Inlays aus Foam-Core“

    Wie viel Platten muss man pro "Standard Euro" Spiel ca. rechnen?

    Kommt auf die Gestaltung und Schachtelgröße an, vielleicht so 2 oder 3 DIN A3 Platten, denke ich.

    Die Schätzung ist ganz ok. Ich hatte anfangs grob mit einer 50*65 cm² Platte pro Spiel kalkuliert (entspricht gut 2,5 DINA3-Platten), den tatsächlichen Verbrauch aber nie erfasst. Es kommt halt stark darauf an, wie groß die Schachtel ist, was genau und wie detailliert man gestaltet.

    Ein Beispiel: Wenn das Inlay einfach nur in neun Kästchen eingeteilt werden soll, ohne das irgendetwas herausnehmbar wäre, bräuchte man auf beiden Achsen je 2 Außenwände und 2 Trennwände, also etwa 1 * Grundfläche des Kartons + 2 * Seitenflächen des Kartons. Bei einer ca. 30*30*7-Standardschachtel also ca. 30² + 2 * 4 * 30 * 7 cm² = 0,258 m²

    [DINA3 = 0,126 m², 50*65 cm² = 0,325 m²]

    Du hast das Porto vergessen

    Nein. Ignoriert. Ich meinte den reinen Quadratmeterpreis ohne Versandkosten (12,53 € vs. 6,78 €; geht das noch als „ca. doppelt“ durch? ;) ). Mit Versandkosten wären’s bei jeweils einer 5 mm Packung m²-Preise von 17,22 € vs. 10,35 €. Allerdings gibt’s bei Ebeling einen Mindermengenzuschlag „Bei Bestellungen unter 22 € Warenwert wird ein Zuschlag von 5,00 € erhoben“. 23 € inkl. Versand wird da wohl nix. Aber mit ein paar Platten kommt man ja eh nicht weit ;)

    Hier gibt's auch schwarzes:

    CLAIREFONTAINE Leichtschaumplatten | online Kaufen - Bastelshop kreativ.de

    Klar, aber eben nicht zum „I love art“-Preis.

    Ist es am Anfang (oder generell) aus eurer Erfahrung immer besser, den Schachtelgrundriss komplett als Boden zu nehmen? Da ich ja plane, nur für Teile des Materials was aus Foamcore zu machen, dachte ich erstmal an eine Modulare Lösung, z.B. ein Kartentray.

    Einfacher kann es sein, es ist aber weder zwangsläufig besser noch bei vertikaler Lagerung zwingend notwendig (Beispiel). Fang einfach an und schau mal, was für dich passt :) Und probier’s ruhig erstmal ohne Stecknadeln. Ich verzichte seit dem 2. Inlay nahezu komplett darauf und setze sie nur noch äußerst sporadisch bei sehr kritischen Verbindungen ein. Allerdings nutze ich momentan auch noch Ponal Express, der tatsächlich recht zügig trocknet, und packe fertige Rahmen (Platte + Wände) für ein paar Minuten zwischen Fußboden und eine schwere Holzplatte.

    Bezüglich 3mm. Hast du du Stabilitätsunterschiede zu 5mm irgendwie gemerkt?

    Ich habe in letzter Zeit (s. o.) etliche 3 mm Platten verarbeitet. Bedenken bzgl. Stabilität habe ich keine. Einzig etwas exakterer Leimeinsatz ist vonnöten.

    Insbesondere als Boden täte es sogar noch deutlich weniger, man muss ja nicht gleich dickes Papier nehmen ;) 1 mm (Grau-) Karton oder Wellpappe reicht auch wunderbar. Letztere ist halt geringfügig druckempfindlicher als Foamcore. Es gibt nicht umsonst Leute, die ihre Inlays grundsätzlich aus Graupappe bauen und auch bei Spielekartons hat sich das Material als zweckmäßig erwiesen ;)

    Staub vom Feilen

    … ist der Hauptgrund, warum ich das nicht machen werde ;) Ich habe weder Lust auf den Staub noch auf eine (passend dimensionierte) Absaugung. Obendrein sehe ich abseits der netten Optik auch keine gravierenden Gründe, die Kanten zu entgraten.

    Also huyice benutzt im Grunde Zellgummi also eine dichtere Version von Mossgummi ohne Papier an den Seiten

    Woher stammt die Info?

    Passt schon. Wenn du nicht oben „Schleifpapier“ geschrieben hättest, hätte ich gar nicht nachgefragt ;) Die Info Nagelfeile (feine = meist K 180/240) hatte huyice ja schon selbst gegeben. Ich wollte mir nur den Weg in den Keller ersparen ;) Flinker Test bestätigte, dass 180/240 tatsächlich gut funktioniert, Schleifpapier aber trotzdem nur bedingt geeignet ist, weil man es auf ein Werkzeug aufbringen müsste, um damit komfortabel arbeiten zu können. => Nagelfeile und ab dafür.

    #1862

    Weil es mit der Höhe doch recht knapp zu werden versprach, entschied ich mich diesmal für 250 g/m² Papier als Basismaterial. In Verbindung mit ausreichend Stabilität verleihenden 5 mm Außenwänden funktioniert das selbst bei voll beladenen Trays recht gut – wenn man nicht gerade ruppig damit umgeht.

    Als ich neulich erneut über das 1861/1867 Inlay stolperte, triggerte das ein wenig Grübelei und in der Folge diese Variante für Hex-Plättchen, welche ich wohl ab sofort grundsätzlich einsetzen werde, um den verfügbaren Platz besser zu nutzen als mit den bisher verwendeten „Setzkästen“:

    Diesmal ohne Gravitrax-Reste, weil die 2,5 mm starken Tiles auch ohne Hilfsmittel problemlos anzuheben sind.

    Unter einer langen Seite der Kartenstapel verbirgt sich jeweils ein kleines Stück Restmaterial, um sie heraushebeln zu können:


    Damit blieben dann noch ziemlich genau 11 mm Höhe für Layer 5, den ich aber erst später erstellen werde, weil ich die Tokens von Rails on Boards noch nicht mal bestellt habe.

    #18MEX

    Fast alles wie gehabt (s. o.), nur der share layer musste etwas tiefer sein, als für den Inhalt eigentlich nötig, um die Kiste ordentlich zu füllen. Das ermöglichte aber immerhin noch eine herausnehmbare Ablage für tokens.


    Reste als Auflager, um Material herauszuhebeln:


    Weil kein 3 mm foamcore mehr in ausreichender Größe vorhanden war, habe ich als Basis der token-Ablage einen Teil des originalen Pappinlays verwendet. So stabil wie das ist, spricht wenig dagegen, das zukünftig grundsätzlich so zu halten.

    Wenn man’s denn braucht und „Einsortieren“ mag, ist das ja leicht zu realisieren. Auf die Spezialteile zugeschnittene Aufnahmen/Vertiefungen implementieren ja schon einige. Passgenaue Fächer oder auf dem Boden markierte Umrisse oder angeschriebene Mengenangaben sind ebenfalls kein Hexenwerk. Allerdings bauen die meisten wohl Inlays, um Aufbau, Spiel oder Aufräumen zu vereinfachen ;)

    Falls einem die Info „es fehlt was“ reichen sollte, könnte auch eine Feinwaage hilfreich sein.

    #1817

    Geplant hatte ich 5 Inlays, beim Bauen fand sich aber noch Optimierungspotential, so dass 4 reichten. Da Inlays, Spielplan, Ablagen und Anleitung aufgrund vertikaler Lagerung zwingend die gesamte Höhe der Schachtel einnehmen müssen, kamen statt des 5. Inlays noch ein paar leere Countersheets hinzu.

    Im Praxistest zeigte sich dass das Herausnehmen der Tokens aufgrund des geringen Spielraums nerviger als erwartet war, so dass ich mir etwas einfallen lassen musste. Herausnehmbare Setzkästen waren mir zu lästig. Selbst mit einer offenen Seite wären das doppelt so viele Teile und deutlich mehr Verbindungen als bei den simplen Winkeln, die ich letztlich genutzt habe. Auf Dauer müsste für solche Tätigkeiten ein gescheites Setup für wiederholgenaue parallele Schnitte her, vielleicht eine Dekupiersäge oder ein Styroporschneider mit Parallelanschlag. Das klingt aber irgendwie nach Overkill ;) Ob die stumpfe Verbindung der Winkel aus 3 mm Material halten werden und wie groß das Problem rollender Tokens sein wird, wird sich zeigen – hoffe ich ;) Dank der eingangs erwähnten Fehlplanung war immerhin genug Luft, um die „Griffe“ ausreichend zu dimensionieren (2 cm). Positiver Nebeneffekt: Das alternative Füllmaterial flog wieder raus :)

    Unter den Shares, Trains und Charters verbergen sich wie bei Chessie oben Reste als Auflager, damit die Stapel herausgehebelt werden können.

    18xx’ schreien ja grundsätzlich nach Inlays. #18Chesapeake ist da keine Ausnahme:


    Basen: 285*235 mm², 3 mm stark.

    Wände: 5 mm stark. Die Wände der Company Layer sind 11mm hoch, die des gelben 9 mm (5 tiles), grün/braun 7 mm (3 tiles). In Summe 4*3+2*11+9+7 = 50 und damit exakt passend, wenn man Spielplan, Anleitung und Spielhilfen obenauf legt. Beim grün/braunen Layer könnte man gut und gerne noch ein wenig kürzen, um etwas Spielraum zu generieren.


    Um die Charters und Shares leichter entnehmen zu können, habe ich noch ein paar Reste eingeklebt:

    Das zählt ab sofort zu meinen best practices, weil das Ergebnis wie gewünscht ist:

    Ich bin beim Inlay basteln immer zu doof einen rechten Winkel nur mit dem Lineal hinzubekommen. Hat daher jemand Empfehlungen für einen Winkel oder auch T-Winkel, der sich gut anlegen lässt?

    Zum Anzeichnen rechter Winkel gibt’s ja auch das Geodreick ;) Falls du direkt schneiden willst, kannst du z. B. einen „Schlosserwinkel“ (flach, ohne Anschlag) nehmen. Zur Rutschhemmung kann man eine Seite mit Gummiresten bekleben.

    hast du zur Inspiration davon vielleicht schon ein Foto?

    Bis jetzt noch nicht. Gib mir ein paar Minuten … Warteschleifenmusik




    Mir war wichtig, die (noch billigen) Chips aus ihrem Plastikgehäuse in eine zwei passende(re) Umgebungen zu verfrachten. [Ja, es sind im Regelfall deutlich zu viele und die 25er und 100er braucht man normalerweise auch nicht. Es ist halt eine multi-purpose Bank auch für andere Spiele.]

    Außerdem musste die Höhe 4,5 cm betragen, damit der Deckel oben abschließt und die tiles im Inlay hält. Unten drunter liegen Rust Belt, Skandinavien/Korea, Frankreich/Italien und 1 oder 2 laminierte Pläne iirc.

    Für die Scheiben eine Aufbewahrung zu basteln, hielt ich nicht für notwendig, weil es keinen Benefit brächte und nun wirklich kein Problem ist, beim Spielaufbau jeden Spieler eine Tüte öffnen zu lassen.

    Bei den Tiles war mir wichtig, wenigstens halbwegs sehen zu können, welche es sind und unterschiedliche voneinander zu trennen. (Bis auf 4 complex coexisting passt das wunderbar.) Die Trenner bei den rechten beiden Reihen sind noch nicht fixiert, weil ich dafür das Handling erst noch einem Praxistest unterziehen mag. Ich schwankte länger zwischen der jetzigen Version und vertikaler Lagerung der Tiles (vgl. 1846-Inlay). Ma’ kuck’n :)

    welche Lösung nutzen hier die Experten?

    Wie aus einem Guss sieht’s aus, wenn du statt Pappe Foamcore nimmst und an zwei gegenüberliegenden Kanten längs im passenden Winkel abschneidest (2 * 45° ist selbstverständlich am einfachsten), so dass du eine schiefe Ebene als (Teil-) Boden hast und das Spielmaterial nach oben herausschieben kannst.

    Deutlich einfacher zu realisieren und im Spiel zu handhaben ist es imho, mit Deckeln zu arbeiten und jeweils eine Seite des Bodenteils komplett offen zu lassen, (ohne Deckel) klappbar zu gestalten oder anderweitig fehlende oder herausnehmbare Seitenwände vorzusehen. Auch Plastiklaschen, um die Kleinteile anzuheben, wären möglich.


    Für weitere Anregungen schau mal bei 28green vorbei: Collection of Foam Board Inserts. Dort sind auch die Masterliste und weitere Könner verlinkt.

    theSealion

    Am "besten" gehst du in einen Künstlerfachmarkt. Die freuen sich immer über neue Kundschaft und sind sicher auch in der Lage, dich bei Bedarf zu beraten.

    Wenn du weißt, was genau du willst, und es möglichst günstig sein soll, s. Beitrag 47. Auch 2 Jahre später ist mir kein günstigerer Anbieter mit einem ähnlichen Portfolio bekannt.

    Die günstigen Lineale und Skalpelle sind mehr oder minder austauschbar. Wenn man ein richtig gutes haben will, muss man etwas mehr bezahlen und sollte es sinnvollerweise vorher mal anfassen. Beim Leim kommt es hauptsächlich auf die Flasche an, nimm sie in die Hand und fühle ob’s passt. Die Marke des Weißleims und die Beanspruchungsklasse spielen eigentlich keine Rolle. (Mehr als D3 ist rausgeworfenes Geld!) Ich werde meine Ponal-Flasche bei Bedarf mit (vorhandenem) Soudal D3 auffüllen. Der ist günstig und gut.

    => Messer zu stumpf (Skalpell mit Ersatzklingen kostet nur ein paar Euro)
    => nimm Holzleim (Express zieht relativ flott an, erlaubt aber trotzdem noch Korrekturen, wenn man nicht Minuten wartet)


    Meine Grundausstattung:
    Stahllineal 50 cm 3,13 €
    transotype Schneidmatte 600*450 mm 9,69 €
    WEDO Skalpell 150 mm inkl. 13 Ersatzklingen 3,14 + 2,31 €
    Ponal Express 225 g ca. 6 €


    Einzig ein stabileres/schwereres Lineal steht auf der Liste. Mit allem anderen bin ich zufrieden.

    Solche selbstgebastelten Einsätze [...]

    Also wenn ich an FoamCore-Einsätze danke, dann an gescheite, bei denen die Wände selbstverständlich auf die Bodenplatte geklebt werden: youtube: Using Foamcore: Part 1 (einige Pläne gibt's von dem Herrn auch). Weitere Anregungen finden sich natürlich auch beim bgg.


    Eigentlich brauch man nur eine Schneidfeste Unterlage, Lineal und Cutter

    Schon klar. Ist auch alles hier vorhanden. Das Verbrauchsmaterial (Klingen!) natürlich auch. Das ist auch sicher eine überschaubare Investition, muss aber eben auch erstmal an den Start gebracht werden. (Mancher wird lieber ein Spiel dafür kaufen.)


    Ich bezog mich bzgl. des Materialverbrauchs i. ü. auf oben verlinkte Einsätze, bei denen dann pro Einsatz doch schon nennenswerte cm²-Mengen zusammen kommen (eine 70*50 Platte könnte da schon drauf gehen). Aber wenn man's genau ausrechnet, kommt man wohl mit 2-3 € Kosten für FoamCore pro Einsatz hin. Nimmst du 3mm-Platten?

    Das Schöne an selbstgebauten Einsätzen ist ja, dass man sie perfekt an die eigenen Vorstellungen respektive die durch das Spielmaterial vorgegebenen Notwendigkeiten anpassen kann. Preislich dürfte man bei #FoamCore allein wegen der Materialkosten in DE selbst ohne Arbeitszeit und Anschaffungskosten für das nötige Werkzeug [1] selten einen großen Vorteil gegenüber gekauften Lösungen herausschlagen können. Aber es passt dann eben alles genau so wie man es gerne hätte - inkl. Herausnahmehilfen.
    Viele #Sortierboxen sind ja leider innen nicht abgerundet, da verkeilt sich gerne mal was und mit dicken Fingern ist's eh kein Spaß. Falls jemand an dem Problem leiden sollte (und keinen Bock auf Pinzetten hat), kann ich i. ü. folgende Lösung empfehlen: dickere Plastikfolie (z. B. von alten oder viel zu großen Ziptüten) in ca. fachbreite Streifen schneiden. Am Kopfende festkleben und als "Teppich" ins Fach legen. Dann so abschneiden, dass nach Befüllung am Fußende noch ein "Fähnchen" zum Anheben übrig bleibt.


    [1] Jaja, der geneigte Spiele-Bastler hat eh ein gut sortiertes Arsenal daheim, schrieb jedenfalls ein weiser Spielekenner hier ;)

    Prima Thema. Das steht bei mir schon lange auf der todo-Liste für diverse Spiele...



    Ja, mach mal, das interessiert mich auch.

    +1


    Ich habe auch schon Schachtelunterteilungen gemacht, aber bisher immer nur mit dickem Karton.

    Nur Unterteilungen oder auch herausnehmbare Einsätze mit mehreren Fächern? Falls auch Einsätze: "dick" = 1,5 mm (E-Welle) oder doch mehr? Wie bist du dabei vorgegangen und womit hast du geklebt? (Kleber, Weißleim, /(Nass-) Klebeband, ...) Kannst du mal ein Beispielbild posten?