Beiträge von Mangoldt im Thema „Schaumkernplatten – Inlays aus Foam-Core“

    Ich hab schon mehrfach überlegt aber es sprachen zwei Dinge dagegen. 1. Hallertau ist mein einziges Spiel, bei dem ich effektiv nur einen Spieler ausgepöppelt habe (für mich als Auspöppler sehr befremdlich) und 2. Der Karton ist überdimensioniert und ich hatte zumindest die leise Hoffung, dass hier u.U. eine Erweiterung anstehen könnte. Ich fand auch, dass sich so die Aufbauzeit eher weniger reduzieren lässt aber hey vielleicht bastle ich die Tage mal doch los.

    Es kommt ein bisschen auch darauf an, wie du lagerst und transportierst. Sprich ich lagere hochkant und schleppe diese Dinger dauernd durch die Gegend, also darf möglichst wenig Spiel zwischen den einzelnen Elementen sein.


    Es ist daher meist einfacher einfach den Grundriss als Basis zu nehmen und dann den etwaigen Teil einfach rauszuschneiden/anzupassen. Aber z.B. bei meinem Barrage-Insert habe ich das etwas anders gemacht. Es geht also Beides. So wie dir das gefällt und es spricht nichts dagegen auch erstmal mit 5mm anzufangen bspw. bei einem Spiel, bei dem du wirklich etwas Platz hast, also nicht gleich Agricola rauskramen, Glasstraße oder Antiquity. Wobei Agricola ging.


    Das was mich bei 5mm nur immer enorm genervt hat war, dass die Schnittkanten sehr unterschiedlich clean waren, bei anderen sah das aber immer supi aus, nur ich bin da offenstichtlich zu doof für.

    nur Punkt 7 ist mir nicht ganz klar

    Ich glaube ich habe den nur erwähnt, weil ich ein paar mal irgendwo gelesen habe, dass das Manche machen. Ich selber stecke das schön brav mit Stecknadeln und wie du schon sagtest, also schepp ist da nichts. Wenn ich allerdings absolute Perfektion haben möchte, dann ist da sicherlich ein "interner" Winkel hilfreich.

    Achso die Stecknadeln sind schon alleine deshalb sinnvoll, weil nicht alle Schnittkanten absolut gerade werden, sprich, manchmal steht die "Wand" nicht absolut plan auf dem jeweiligen Boden -> Stecknadel, Problem gelöst.

    Das Tutorial ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert:


    Aber doch ein bisschen Senf von mir, der ebenfalls allerhöchstens im gehobenen Anfängerbereich vor sich hinstümpert:


    1. Nimm 3mm Foamcore, einfacher zu verarbeiten, mehr Platz fürs Spielmaterial.

    2. On-the-fly macht mir am meisten Freude, sprich wie im Video, erstmal die Grundplatte und dann schön das Spielmaterial hin und her sortieren. Wenn deutlich wird, dass es eng wird, genau abmessen.

    3. Hol dir einen Winkel fürs schneiden, es hilft ungemein, man verschneidet sich doch mal schnell um 1mm.

    4. Nimm nur das Spielmaterial, was du hast, für eine Erweiterung zu planen ist nur dann sinnvoll, wenn es wirklich keine Umstände bereitet (wie einfach nur mehr Karten)

    5. Du kannst dein Insert so zusammen schustern, wie dir das gefällt, sprich Frobis-Boxen mit zu benutzen ist super, wenn du das super findest.

    6. Andere Inserts sind für mich eher Inspiration (du findest zahlreiche in dieser BGG-Liste) oder zeigen schon mal auf, wie fummelig der Spaß wird.

    7. Für Rechtwinkliges zusammenkleben ist ein rechtwinkliges Holzstück hilfreich, du kannst dir aber auch einfach einen perfekten Winkel selber aus Foamcore basteln und daran alles weitere ausrichten. Aber ehrlich gesagt, bei symmetrischen Längen so doll schepp wird das auch nicht.

    8. Leb mit dem Unperfekten, nicht alles wird so straight aussehen wie ein Folded-Space-Insert. Aber naja, dass ist sicherlich Ansichtssache.

    Bezüglich 3mm. Hast du du Stabilitätsunterschiede zu 5mm irgendwie gemerkt? Habe auch immer mit dem gedanken gespielt eher 3mm mal auszuprobieren hatte aber die Befürchtung das mir das Inlay beim Auspacken dann durchbrichen kann.

    Das sehe ich genauso wie yzemaze die Graupappe müsste bei mir allerdings dann schon zum verwendeten Foamcore passen. Nur mit Graupappe wäre mir allerdings zu friemelig, denn das muss man schon sagen bei 3mm muss doch etwas präziser arbeiten. Nur finde ich für mich als Grobmotoriker ist das schon okay geworden.


    Hat jemand Erfahrungen mit Färben der Inserts, was verwende ich da, ich habe mal nach Papierlacksprays geguckt, da ich aber gerne verschiedene Farben hätte ist mir der Preispunkt zu hoch. Gibt es da Alternativen?

    Nachdem ich etwas länger um ein 60€ teures #Inlay für #Barrage rumtanze, habe ich mir dann doch ein Herz gefasst und selber mal wieder eines gebastelt (was in den vergangen Monaten zeitlich einfach nie hinhaut). Das folded space insert kam, dadurch das ich den Kickstarter habe, leider nicht in Frage, sonst sind das meine Inserts der Wahl.


    Das erste mal mit 3mm und ich hätte jetzt ehrlich gesagt nicht genau gewusst, wie das mit 5mm hinhauen könnte. Kann ich nur empfehlen, meiner Meinung nach schneller und fehlerfreier zu verarbeiten. Gerade die Schnittkanten sehen bei meinen alten 5mm-Inlays tlw. grauenhaft aus.


    à point


    hier wäre theoretisch sogar noch Platz, so wird das Geldsäckchen da reingestopft.



    In das weiße Ausgleichsrechteck hat mein Sohn liebevoll einen Kugelschreiber gedrückt. Das knackt aber auch wirklich schön, sind die einzig verbauten 5mm.



    Nächstes Stockwerk



    und da wären wir dann im Erdgeschoss angelangt oder im Keller, die Playerteile hätte ich eigentlich gerne sortiert, aber es war dann doch sportlich eng.


    Der Panoramashot, man kann schön beim Übergang vom Bildhintergrund nach Vorne die Steigerung der doch anfangs etwas eingeschlafene n Fingerfertigkeit sehen. Naja da geht noch mehr, Asche auf mein Haupt.

    Nur um mal kurz die Diskussion über unbewusste Markenassoziationsmechanismen zu unterbrechen:


    Ich bin beim Inlay basteln immer zu doof einen rechten Winkel nur mit dem Lineal hinzubekommen. Hat daher jemand Empfehlungen für einen Winkel oder auch T-Winkel, der sich gut anlegen lässt? Vielen lieben Dank.