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Beiträge von selbuorT im Thema „Kooperative Spiele“
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Da pflichte ich Sternenfahrer bei: Grundlegend liegt es an den Spielern selbst, wie "harmonisch" und spaßbringend das Spiel abläuft.
Es geht ja grds. um Teamplay. Und wenn wir mal den Hintergrund KoopSpiele ausblenden. Dann ist das auf jede beliebige Begebenheit anwendbar, die durch Teamplay funktioniert.Einzelkämpfer, die quasi darauf beharren, als soche zu agieren, und mögen sie noch so fähig sein, tragen dazu bei, dass die Sache nicht rund läuft.
Vielleicht wird das Ziel erreicht und alles passt, aber da wir von Empfindungen sprechen, fühlen sich die Teammitglieder dabei eben nicht gut.
Umgemünzt: Das KoopSpiel ist theoretisch super. Beste Kritiken und wird hochgelobt. Mit den "falschen" Mitspielern, kann das aber schnell verfliegen und der einzelne Spieler sich sogar herumkommandiert fühlt?Bei Legenden von Andor kann das grds. genauso passieren. Aufgaben werden verteilt - ähnlich wie bei SüC.
Wer verteilt? Das Team oder nur ein "Leader"?Wie geht man damit um? Sich ergeben?
Gegenfrage: Wie geht ihr damit im Berufsleben um? Bei Projekten? Kann man aus seinem Alltag da nicht aus den vollen schöpfen?Gehört das eben auch zum Spie lund muss gemeistert werden, das normale Gruppenverhalten?
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Zitat
Original von Plau
Kann man, man muss nur einen der Mitspieler oder sonst wen mit einer Stoppuhr und einer Missionskarte neben das Spiel setzen, der/die kann dann die Ereignisse ansagen.Grüße
PaulJa, an sowas wie Sanduhr hatte ich auch schon gedacht. Und einer übernimmt das Ansagen ... hm.
Der Zeitdruck ist eine guter Motivator. Die Auflösung, die Abhandlung der einzelnen Karten hat absolutes Spaßpotenzial, wenn man es nicht zu verbissen sieht. Manchmal hat man dann den Eindruck, es laufen ein paar bekloppte im Raumschiff herum.
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Legenden Von Andor habe ich nur einmal gespielt. War zuerst skeptisch. Allerdings verspreche ich mir da auch einiges. Werde das demnächst näher testen.
Battlestar Galactica profitiert auch davon - finde ich - dass dieses "wer ist der Borg(Verräter) Ding" das ganze spannend macht. Ist für mich bei SüC auch das Highlight.
Hingegen das laute Krächzen und nervige Gerausche bei Space Alert, vergeigt mir den Spielspaß enorm. Liegt auch daran, dass ich sehr ungerne Spiele spiele, die mit einer CD oder einem elektronischen Element ausgestattet sind. Schade, dass Space Alert da nicht anders spielbar ist.
Es legt ja jeder den Fokus bei der Beurteilung auf diese Spiele etwas anders. Ich für meinen Teil betrachte auch immer genauer, wie die Mitspieler das Spiel anfangs, währenddessen und am Ende aufnehmen und wie sie das Spiel in diesen Phase beurteilen. Nicht immer durch direkte Aussagen.
Da reichen die Erfahrungen von Abbruch bereist während des Erklärens bis helle Begeisterung während des Spielens und skurile Reaktionen, wenn bei einem Spieler der Groschen gefallen ist oder eine Erleuchtung aufflammt. Mein Eindruck ist auch, dass Koop. Spiele viel kommunikativer sind. Nicht weil man sich abstimmen muss - aus dem Spiel heraus. Auch das drumherum ist lebendiger im Vergleich zu den "Konkurrenzspielen."
Das kommt auch bei Frauen sehr gut an. Und bemerke, dass die Mädels bei Koop Spielen weniger oft die Stirn runzeln als bei Konkurrenzspielen. -
Ein paar gute Gedanken dazu.
Semi-Koop / reine Koop. So differenziert habe ich das bisher nicht. Dann habe ich mich auf SK Spiele bezogen.
Gehört da dann Tichu auch dazu? Ja. Kartenspiele, muss ich mal mit in den Fokus legen.Es stimmt natürlich, dass be höherer Spielfrequenz dann etwas die Farbe abblättert.
Das es immer einen Leader geben wird. Gesundes Rudelverhalten. Warum nicht?
Solange es nicht zu einseitig wird in der Gruppe, sich ein Teil zurücklehnt und geistig aussteigt. Der andere Teil sich vielleicht sogar bis zu einem Konkurrenzkampf um die Führungsposition hochschaukelt - um's mal extrem darzustellen - solange ist es eine runde Sache.Wie beurteilst Du denn Pandemie zu zweit? Habe ich noch nicht probiert. Ist das gut spielbar und hält den Spielspaß?
Der nicht menschliche Gegenpart wird zumindest bei Spielen wie Decent oder Villen des Wahnsinns durch einen Spielleiter aufgeweicht. Ich finde hier allerdings, dass die Qualität des Spielleiters, die er in den Ermessensspielräumen beweisen muss, über den Spielspaß ordentlich mitentscheidet. Ist bei Rollenspielen (P&P) sogar noch wesentlich wichtiger. Diese zähle ich zu den SK auch mal dazu.
Bei Spielen wie Game of Thrones Brettspiel ist erstmal der Charakter des Koop. nicht gegeben.
Jeder für sich, jeder gegen jeden, oder? Irgendwie finde ich hier aber gerade gut, dass der Freiraum besteht, unter der Hand mit Gegenspielern Verhandlungen zu führen und Abkommen zu schließen. Man ist also eine gewisse Zeit lang ein Team und spielt sich zu. Kann sich natürlich schlagartig ändern. Ich schließe jetzt einen Pakt, nur um drei Runden später auf die Zwölf von meinem Bündnispartner zu bekommen. -
Bei unserem letzten größern Spieletag kam Schatten über Camelot auf den Tisch. Das Spiel ist ja einmal sehr schön anzusehen. Es ist auch nicht wirklich sehr schwer in das Spiel zu finden. Wir hatten ein paar Spieleneulinge dabei und der Einstieg hatte gut funktioniert.
Am Ende des Spiels stellte sich heraus, dass einer der Neulinge den Verräter spielen musste. War Zufall und vielleicht nicht optimal. Aber alle hatten viel Spaß und waren begeistert.Ähnliches Ergebnis konnte ich bei Battlestar Galactica feststellen. Bei Herr der Ringe (KOSMOS-Ausgabe) war das schon etwas zäher.
Was ist so besonders an dieser kooperativen Spielweise? Ich meine, grundsätzlich tritt man mit Beginn eines jeden Spiels sofort in einen "Konkurrenzkampf". Das ist bei Koop-Spielen ja ähnlich, nur dass man als Gruppe in Konkurrenz zu Mechanismen seht. Ggf. eine oder zwei Rollen dem entgegenstehen und versuchen die Gruppe zu behindern.
Vielleicht sind Koop-Spiele ja auch das Genre, auf das Frauen eher anspringen? Es heißt ja immer, dass Männer und Frauen in diesen Dingen unterschiedlich aggieren: Männer - Konkurrenzkampf bevorzugen, Frauen eher in einer Gemeinschaft aggrieren wollen.
Mich würde auch mal interessieren, wie ihr Kooperative Spiele seht? Klasse oder Flopp?
Welches ist denn Euer Favourite? Und was genau gefällt Euch daran? Was für Erfahrungen beim Spielen habt ihr da gemacht?Nun, ich persönlich hänge schon an Schatten über Camelot. Weil ich da durchaus gute Erfahrungen mit den Mitspieler gemacht habe. Bei diesem Spiel ist oft die 2. Partie dann sehr genial. Die Spieler wissen alle, wie der Hase läuft und wenn dann der Verräter ungesehen im Zugstapel der Gesinnungskarten steckt und dann keiner weiß: Ist er verteilt worden oder blieb er übrig? Während des Spiels entstehen immer heiße Diskussionen und Verdächtigungen. Einfach genial.
PS:
Wir haben im übrigen bei der Spielfritte.de zur Zeit eine Podcast-Reihe zu dem Thema Kooperative Spiele, in der Kaddy und Funfairist sich damit mal genauer beschäftigen und einigen Fragen nachgehen.