Also viel besser als Sternenfahrer hätte man das Leader-"Problem" nicht beschreiben können können. ![]()
Beiträge von Mat im Thema „Kooperative Spiele“
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Ich finde allerdings auch, dass Arkham Horror gerade fremdsteuern nicht gerade fördert. Natürlich kann iman jedes Spiel kaputt machen, indem man den anderen immer sagen muss, wo es lang geht. Aber bei Arkham weißt du doch gar nicht, was dir die jeweilige Begegnung nun bringt. Also kannst du eine allgemeine Strategie haben (und die sollte doch jeder Mitspieler mit seinem Charakter selber bestimmen können, allerdings ist natürlich ein gewisses Spielen auf Sieg notwendig), wie z.B. Hinweismarker sammeln oder Monster bekämpfen oder was halt gerade ansteht. Aber dass nun ein Spieler allen anderen sagt, in welchen Laden und bitte für soundsoviel das und das kaufen ist ja eher nicht förderlich. Es ist eher wie ein Rollenspiel, wo jeder versucht, seinen Teil zum Ziel der Gruppe beizutragen, und dabei natürlich die Aktionen der anderen im Blick zu behalten (wenn keiner auf Monsterjagd geht, kann das Spiel auch schnell enden).
Die Elder-Signs-Strategie ist spätestens mit Erweiterungen auch nicht mehr das A und O in Arkham ;).
Ähnlich gut gegen das Leader-Problem funktioniert für mich auch Robinson Crusoe. Ganz eliminieren wird man das Problem nie, aber wenn ich einem Mitspieler mehrere Male sage, dass ich gerne auch meine Entscheidungen treffen und nicht nur Spielfutter sein möchte, und dieser partout nicht hört, dann gehts halt nächstes Mal ohne ihn (oder mich) :).
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Ich habe nie verstanden, warum Spiele immer konkurrierend sein sollen. Es macht ohne Zweifel auch einen Riesenspaß, den anderen zu schlagen, Strategien auszuprobieren, mehr Glück zu haben als der Gegenüber usw. Aber bei uns ist auch oft die Situation, dass man einfach keine Lust auf Konfrontation hat (gibts oft im Job schon genug) sondern einfach zusammen ein paar schöne Stunden erleben möchte und dabei Abenteuer sucht. Es gibt für mich nichts schöneres, als zusammen zu jubeln, wenn mal wieder ein Zug oder Wurf geglückt ist. Bei Konfro jubelt man ja eher allein.
Größter Nachteil bei Coop-Spielen ist, dass das Spiel natürlich nicht die Klasse eines menschlichen Gegners hat. Es ist schon viel versucht und erreicht worden, aber irgendwo ist es doch teilweise chaotisch / geskripted oder was weiß ich. Das muss für einige kein Nachteil sein, aber manchmal fehlt halt doch die Herausforderung oder ist mit Absicht zu übermächtig oder sehr würfellastig.
Das Problem des "Spielführers", der alles bestimmen will, ist natürlich gegeben; es wäre Aufgabe der Spielegruppe, solches zu verhindern.