Ich denke das kann man reduzieren auf "wir haben unterschiedliche Definitionen für Kennerspiel". Aber wirklich, 3,2 findest du zu hoch, wenn ein Village bei 3 und TfM bei 3,3 liegt? Also zumindest mein Hirn raucht bei Phoenix da mehr, auch nach der fünften Partie. Dafür ist mir hier einfach zuviel parallel los, was alles dann auch wieder Einfluss auf alles andere hat.
Ich denke das Rating ist auch sehr stark davon abhängig, wann ein Spiel erschienen ist und welche Zielgruppe es anspricht. Ich mach das eher daran fest wie leicht ich ein Spiel vermitteln kann und wieviel es im eigentlich Spiel noch zusätzlich zu berücksichtigen gilt und natürlich wie gut eine Symbolsprache integriert wurde, die sich dann auch aus dem Kontext leicht erschließen lässt.
Terraforming Mars halt ich mit 3,3 für viel zu hoch und sollte definitiv unter Phoenix liegen, da man in dem Spiel nix macht außer ein paar Karten runter zu spielen und ein bisschen Set Kollektion betreibt, das ist in keiner Welt dieses Universums komplizierter als White Castle. Aber das Spiel hat halt auch schon fast 10 Jahre auf dem Buckel und vielleicht war sowas damals kompliziert. Auf der anderen Seite ist Chaos in the old World mit einer 3,2 bewertet, 20 Jahre alt und deutlich Anspruchsvoller als ein TfM. Das hat dann vermutlich aber sowieso mehr die Warhammer Leute angesprochen die komplexeres sowieso schon gewohnt waren.
Ähnlich bizarre Storys finden sich beliebig wieder, was eher darauf hindeutet, dass der Indikator zu Oberflächlich ist.
Ende des Exkurses.
Wer Workerplacer wie Yokohama, Bitoku oder Darwin's Journey regelmäßig auf den Tisch bringt, findet hier ein Spiel das spannend aber dennoch entspannter ist als die zuvor genannten. Wem Viticulture (+Erweiterung) eine Challenge war und es inzwischen gemeistert hat, findet hier neue Herausforderungen.