Beiträge von borg029un03 im Thema „[Brettspieltag.de] Durchs Partyradar gefallen: Match me if you can (06. September)“

    Ich finde Galactic Cruise auch ganz entspannt weil es eben nicht so krass ineinander verzahnt ist, das macht es zu einem sehr entspannten Experten Euro. Klar die Aktionen folgen einem groben Grundplan, aber wenn man mal nicht die ideale Aktion gemacht hat ist das auch kein Beinbruch. Bei einem Speakeasy kann dich ein suboptimale Runde evtl. den Sieg kosten. Auch lassen sich hier für Einsteiger erfolge feiern, man muss nicht krampfhaft um die Ecke denken und die Reihenfolge was man zuerst macht kann einem als Anfänger auch egal sein.

    Wenn man das Spiel aber dann doch noch zerdenkt und 5 Stunden dranhängt, da würde mir glaub ich auch die Lust dran vergehen.

    Wie genau kommt es denn zu einem Asteroiden-Einschlag? Durch einen Konzern, den ich noch nicht kenne?

    Genau. Für mich persönlich der einzige Konzern, den ich nie mit reinnehmen werde, da ich so ein starkes Zufallselement in einem Euro-Game echt nicht brauche.

    Der Konzern bietet alle Möglichkeiten das Zufallselement zu minimieren, nur wer den Konzern ignoriert wird evtl. dafür bestraft, alle anderen können den Problemlos handeln.

    Ich mochte euren Artikel auch :)

    Nur eine kurze Anmerkung: In meinen Augen ist es falsch, dass es "notwendig" ist, direkt am Anfang auf die gelben Scheiben zu gehen, auch wenn man das überall immer liest. Das ist definitiv nicht unwichtig und sollte im Verlauf den Spiels nicht vernachlässigt werden, aber es ist genau ein guter Start Anfangs auf Blau oder Grün zu gehen. Dadurch erhält man wiederum schneller Boni, die einem dann wieder bei den anderen Leisten weiterhelfen etc. Es gibt hier definitiv nicht "die eine klare Start-Gewinnstrategie". Probiert euch da einfach mal aus, sonst beschränkt ihr künstlich euren eigenen Spielstart, wenn ihr denkt, ihr müsstet immer auf Gelb gehen zu Beginn.

    Hab nur noch nie jemanden erlebt, der gewinnt wenn er eine andere Start-Strategie fährt, während irgendwer Gelb fährt.

    Ich denke das kann man reduzieren auf "wir haben unterschiedliche Definitionen für Kennerspiel". Aber wirklich, 3,2 findest du zu hoch, wenn ein Village bei 3 und TfM bei 3,3 liegt? Also zumindest mein Hirn raucht bei Phoenix da mehr, auch nach der fünften Partie. Dafür ist mir hier einfach zuviel parallel los, was alles dann auch wieder Einfluss auf alles andere hat.

    Ich denke das Rating ist auch sehr stark davon abhängig, wann ein Spiel erschienen ist und welche Zielgruppe es anspricht. Ich mach das eher daran fest wie leicht ich ein Spiel vermitteln kann und wieviel es im eigentlich Spiel noch zusätzlich zu berücksichtigen gilt und natürlich wie gut eine Symbolsprache integriert wurde, die sich dann auch aus dem Kontext leicht erschließen lässt.

    Terraforming Mars halt ich mit 3,3 für viel zu hoch und sollte definitiv unter Phoenix liegen, da man in dem Spiel nix macht außer ein paar Karten runter zu spielen und ein bisschen Set Kollektion betreibt, das ist in keiner Welt dieses Universums komplizierter als White Castle. Aber das Spiel hat halt auch schon fast 10 Jahre auf dem Buckel und vielleicht war sowas damals kompliziert. Auf der anderen Seite ist Chaos in the old World mit einer 3,2 bewertet, 20 Jahre alt und deutlich Anspruchsvoller als ein TfM. Das hat dann vermutlich aber sowieso mehr die Warhammer Leute angesprochen die komplexeres sowieso schon gewohnt waren.

    Ähnlich bizarre Storys finden sich beliebig wieder, was eher darauf hindeutet, dass der Indikator zu Oberflächlich ist.

    Ende des Exkurses.

    Wer Workerplacer wie Yokohama, Bitoku oder Darwin's Journey regelmäßig auf den Tisch bringt, findet hier ein Spiel das spannend aber dennoch entspannter ist als die zuvor genannten. Wem Viticulture (+Erweiterung) eine Challenge war und es inzwischen gemeistert hat, findet hier neue Herausforderungen.

    borg029un03 Ich halte das aktuelle Weight für zu niedrig, das Spiel ist für mich irgendwo auf der Schwelle zwischen Kenner- und Expertenspiel. Da wirklich alles mit allem zu tun hat, würde ich es Gelegenheitsspielern, die mit Flügelschlag und TfM glücklich werden, jedenfalls nicht um die Ohren hauen.

    Ich halte das Weight für viel zu hoch, aber vermute auch dass das an der eher etwas kruden Anleitung liegt, die den Einstieg nicht gerade einfach gestaltet. Aber im Spiel ist es zB deutlich einfacher und übersichtlicher als ein White Castle. Kenner Spiel passt da schon ganz gut, die Interaktion ist gegeben, aber diese ist jetzt auch nicht super verzahnt. Ich halte auch Flügelschlag für kein Kennerspiel sondern eher ein Family+ Spiel. Etwas anspruchsvoller als die meisten Spiele des Jahres, aber deutlich seichter als ein Planet Unknown.

    Ich schaue in meine Kristallkugel und prophezeie Euch: Wer Brass und Nukleum mag, der wird die 2024er-Neuheit des spanischen Verlages Moon Crab Games lieben lernen. Hier ist optimierte Aufbauarbeit und Übersicht gefragt, um die Postapokalypse auch in Sachen Siegpunkte positiv zu gestalten. Für mich glänzt das Expertenspiel aber vor allem als optische und thematische Einheit und kommt ohne ein einzig geschriebenen Wort im Spiel aus.

    https://brettspieltag.de/2025/03/16/pho…or-dem-aufbruch


    Expertenspiel? Selbst das Weight Rating bei BGG ist nur bei ner 3,26.

    Auch sehe ich keinerlei parallelen zu Brass oder Nukleum. Das einzige was die drei verbindet ist das es Euro Games sind.

    Wenn man einen Vergleich ziehen will am ehesten noch zu Darwins Journey, quasi die Lite Version davon in nicht beige.