Ja, die Augen werden mit der Zeit wirklich schlechter und eine "Brettspiel"-Brille hilft da wirklich sehr gut! Ich bin jedenfalls mit meiner PC-Arbeitsplatzbrille für den Sehbereich bis 1,5m sehr zufrieden und kann das nur empfehlen.
Aber die schlechte Lesbarkeit so mancher Spielkarte oder des sonstigen Spielmaterials ist öfters auch einfach hausgemacht, also vom Design verschuldet, weil ohne Not die Schriftgröße oder das Kartenformat verkleinert und/oder der Kontrast bei den Hintergrundfarben nicht genug beachtet wird. Ich ärgere mich dann trotz Brille darüber, dass es den Verantwortlichen für diese grafischen Entscheidungen anscheinend vorrangig um die Optik und weniger um die Funktionalität geht. Gutes Design vereinbart immer beide Aspekte. Da ist hier und da auf jeden Fall noch Luft nach oben. Hoffentlich verbessert sich das in Zukunft. Immerhin wird die Zielgruppe in vielen Teilen Europas und den USA immer älter und angesichts der vielen Spiele auf dem Markt und in den Regalen der Zielgruppe, könnte ein gutes Design dann auch wirtschaftlich interessant werden. Bei mir ist das jedenfalls seit ein paar Jahren so, dass ich mir gut überlege, ob ich ein Spiel kaufe, bei dem ich ein Fernglass brauche, um die Auslage meiner Mitspieler*innen am großen Tisch erkennen (und darauf reagieren) zu können. Das letzte Spiel, das ich auf einer Messe deswegen wieder weggelegt habe, war die Neuauflage von Yokohama.