Beiträge von Player im Thema „[Brettspieltag.de] Ziffernwald: Kompaktes Roll & Write im Taschenformat (17. Juni)“

    Boy, niemand hat behauptet dass Picaso schlechter Künstler war. Bist bereits der zweite der hier darauf kommt, dass ich es irgendwie für sowas halte. Neben unseren Akademiker hier der Kunst studiert hat.

    Das kommt daraus, wenn man absolut keine praktische Erfahrung mit Kunst hat und auch keine Theoretische. Ihr versteht absolut nicht was mit Verhältnis zwischen zwei Objekten gemeint ist. Ihr geht wohl davon aus, dass ich irgendwie nur geometrische Figuren meine. Daher bringt ihr wohl Picaso als Gegenargument :D

    Regeln sind nicht dazu da um Kunst zu zuordnen, sondern um Kunst zu erschaffen. Aber das versteht ihr einfach nicht. Absolut 0 Ahnung.

    Auch die Disharmonie muss man gekonnt einsetzen. Dafür muss man die Regeln um so mehr beherrschen. Im Grund ist es auch nichts weiter als Harmonie. Disharmonie bringt Spannung, aber hält natürlich die Harmonie trotzdem bei. Und das nicht nur in bildlicher Kunst, sondern auch in der Musik. Aber ihr denkt auch sicher, dass in der Musik auch keine Regeln gibt :D

    Du sagt um Epochen bei den Kunstwerken zu trennen-ist das einzige Grund weshalb man Regeln für Kunst hat.

    Und komm mir nicht wieder, dass ich kein einzigen sachlichen Argument geliefert habe..Ich verstehe diese Persistenz nicht. Keine Ahnunh vom Thema aber der Wille zum Widersprechen. Das muss doch aus Prinzip sein. Habe wohl Gefühle verletzt weil ich über den Illustrator eines Idols drüber gefahren bin. Aber hey, so ist das Leben. Von einem erwachsenen Menschen ist zu erwarten, dass er Kritik verkraften muss.

    Zum ersten: Nein so habe ich das nicht gesagt.

    Zum zweiten: der einzige der hier Pertinenz bietet und sich kindisch verhält bist du. Zudem zeigen deine gerade aufgeführten Punkte mehr als deutlich auf, das du wirklich absolut nicht verstanden hast um was es bei Kunst geht, oder was Kunst überhaupt ist. Alleine die Aussage, dass in der Kunst "die Größenverhältnisse stimmen müssen" ist halt absoluter Humbug. Es kann gerade Kunst sein, wenn diese total abstrahiert zueinander stehen. Picasso wäre bei dir dann vermutlich ein schlechter Künstler? Wenn du das meinst, dann mein das gerne

    Soviel geschrieben und kein einziger sachlicher Gegensrgument z-z-z-z -_-

    Aber halt laut Parollen schreien.

    Warum soll ich es mir googeln? Warum ist es deiner Meinung nach kompetent?


    Ist das gleiche wenn ein 5 Sterne Koch dir was sagt und du dem widersprichst und als Argument nennst du ein Titel eines Buches „Meine 10 tollsten Rezepte“ eines B-Promis.

    Die Debatte finde ich auch sehr lustig. Ihr wolltet darüber reden und in Frage stellen, aber bis jetzt kein einziger Argument geliefert. :D

    Wie gesagt, ihr könnt ruhig genau argumentieren. Was ihr Konkret in einem Art harmonisch oder disharmonisch findet und welches Element eined Art eine disharmonie in die Art bringt. :)

    Ich habe eigentlich in meinen Augen recht klare Argumente geliefert, wozu der Begriff der "Regeln der Kunst" eigentlich dient und wozu nicht.

    Du sagt um Epochen bei den Kunstwerken zu trennen-ist das einzige Grund weshalb man Regeln für Kunst hat.

    Das sagt allerdings nochmals dass du absolut keine Ahnung hast vom Thema. Du mischst alles zusammen in eine Suppe was du bischen da und da gehört hast.

    1) Epochen Trennt man mittels des Stils. Farbpalette, Linienführung, Objektgestaltung. Mit Farbpalette sind Farben gemeint, die verwendet werden. An sich besteht die Farbpalette immer aus Farben, die miteinander harmonieren(Regeln). Ein großen Teil des Stils macht auch das Thema aus. Also on Fantasy, Winterlandschaft, Stilleben, depressive Stimmung usw….

    2) Also die Regeln in Kunst hat man erfunden nicht um Epochen zu trennen, sondern um das zu Gestalten was man möchte und die Regeln als Hilfmittel verwendet. Das hat man vor 300 Jahren gemacht und das macht man auch heute genau so.

    3) Dass Regeln erfunden wurden um Epochen zu trennen wiederspricht auch komplett der Logik. Also wenn man Kunstwerke der Epochen miteinander trennen kann, heißt es doch im Umkehrschluss, dass sie alle die selben Regeln befolgt haben????? :D Wozu haben die es denn gemacht?? Damit die Menschen in der Zukunft es leichter haben sie den Epochen zuzuordnen? :D

    3) Farbkontraste sind ein fester Bestandteil einer Farbpalette. Weil die Farben auch vom Kontrast her harmonieren müssen miteinander.

    4) Damit zwei Objekte mit einander hormonieren, hat man goldenen Schnitt erfunden. Die Größenverhältnisse müssen stimmen. Die Profis dagegen können es bereits intuitiv.

    Sogar super abstrakte Art wie der berühmte Schwarze Quadrat von Malewitsch unterliegt den Regeln. Auch hier wird zb. goldener Schnitt verwendet.

    Wenn man die Regeln nicht beachtet, wird dein Art immer so aussehen wie auf der Wand die Bilder der 5 Klasse. Du kannst natürlich es als Kunst bezeichnen, aber dann bleibt es beim subjektiven Meinung. Und jemand muss es geil finden und es kaufen wollen. Ein subjektiver Eindruck bringt in dem Fall auch nicht viel.

    Und komm mir nicht wieder, dass ich kein einzigen sachlichen Argument geliefert habe..Ich verstehe diese Persistenz nicht. Keine Ahnunh vom Thema aber der Wille zum Widersprechen. Das muss doch aus Prinzip sein. Habe wohl Gefühle verletzt weil ich über den Illustrator eines Idols drüber gefahren bin. Aber hey, so ist das Leben. Von einem erwachsenen Menschen ist zu erwarten, dass er Kritik verkraften muss.

    Die Debatte um den Kunstbegriff anhand von kunsthandwerklicher Gebrauchsgrafik führen: genau mein Humor 😂🤣

    Player

    Google mal bitte den 'institutionellen Kunstbegriff' da ist dann nix mehr mit deiner Farbenlehre... Aber die Beschäftigung mit der Frage "Was ist Kunst?" füllt nicht umsonst ganze Bücherregale.

    Warum soll ich es mir googeln? Warum ist es deiner Meinung nach kompetent?


    Ist das gleiche wenn ein 5 Sterne Koch dir was sagt und du dem widersprichst und als Argument nennst du ein Titel eines Buches „Meine 10 tollsten Rezepte“ eines B-Promis.

    Die Debatte finde ich auch sehr lustig. Ihr wolltet darüber reden und in Frage stellen, aber bis jetzt kein einziger Argument geliefert. :D

    Wie gesagt, ihr könnt ruhig genau argumentieren. Was ihr Konkret in einem Art harmonisch oder disharmonisch findet und welches Element gekonnt eined Art eine disharmonie in die Art bringt. :)

    Mich turnd das Artwork des Fate nicht weil es mir aus subjektiver Sicht nicht gefällt, sondern weil es kaum eine Regel angehalten wurde und aus dem Grund disharmonisch aussieht.

    Nicht jeder möchte Harmonie

    Ok, hier haben wir wohl also einen Fachmann. :) Dann führe bitte konkrete Beispiele wo „keine Harmonie“ gut gestaltet ist. Mit welchem Element in einem Art die Disharmonie zum Schein kommt und was es ist interessant macht. Bin gespannt :)

    Vielleicht trifft das Design auch einfach zu 100% den Geschmack des Autors? Über "gut" oder "schlecht" lässt sich bei Kunst ohnehin nicht diskutieren

    Kollege, ich und noch anderer User haben hier doch ausführlich erklärt, dass es Regeln in der Kunst gibt, die befolgt werden müssen mit genauen Beispielen. Wieso und warum.

    Du kommst jetzt mit „randomen nichtssagenden Argument „Kunst hat keine Regeln“. Wenn du keine Lust hast zu lesen was andere schreiben ist OK. Aber sich dann trotzdem ins Gespräch einmischen ist richtig random.

    Es ist typischer Änfänger Gedanke, dass Kunst frei von Regeln ist. So denken absolut alle, denen es an Wissen fehlt.

    Du kannst halt nicht wild Farben mit einander mischen. Das ist doch Wissen aus der 7 Klasse.

    Mich turnd das Artwork des Fate nicht weil es mir aus subjektiver Sicht nicht gefällt, sondern weil es kaum eine Regel angehalten wurde und aus dem Grund disharmonisch aussieht.

    Du kannst Fade selbstverständlich als stimmiger empfinden – ästhetische Vorlieben sind individuell und vollkommen legitim. Was Player meinte, war allerdings kein rein subjektives Urteil, sondern ein gestalterisch fundiertes.

    Farbharmonie lässt sich nämlich durchaus objektiv analysieren. Es gibt etablierte Modelle und Prinzipien – etwa den Itten-Farbkreis, Kontraste nach Sättigung, Temperatur oder Komplementarität – mit denen man die Wirkung und Qualität von Farbkombinationen bewerten kann. Und nach diesen Maßstäben schneidet Fade deutlich schwächer ab: Die Palette wirkt unausgewogen, Kontraste sind inkonsequent gesetzt, oft fehlt eine klare visuelle Struktur. Oath hingegen arbeitet sehr bewusst mit Farbdynamiken, was zu einer konsistenten und visuell starken Bildwirkung führt.

    Dass du dennoch Fade bevorzugst, ist natürlich dein gutes Recht – es ändert aber nichts daran, dass die Farbharmonie aus gestalterischer Sicht bei Oath objektiv stärker umgesetzt ist.

    Es geht halt nicht um "schön finden" sondern um handwerklich ordentlich gemacht und das ist keine Meinung oder Subjektiv.

    Ja ist mir schon bewusst, bin wie gesagt auch recht Kunst-affin. All diese Punkte die du aufführst sehe ich aber in der Form so nicht gegeben bzw empfinde sie anders. Das sind dann letztlich auch bisher nur subjektive Einschätzungen eben dieser Maßstäbe. Einen wissenschaftlichen Diskurs wirds darüber ja bisher kaum geben. Es ist letztlich aber auch egal, mir ging es letztendlich eigentlich auch nur darum, dass "mehr investieren" nicht unbedingt "besser aussehen" heißen muss. Nur weil man viel Geld ausgibt, muss das ganze nichr qualitativ besser sein

    Du kannst nicht Kunst Affin sein. Dir fehlt es an Basis Wissen. Esthetik unterliegt klaren Regeln. Nicht nur Farbharmonie. Auch Proportionen. Verhältnisse wie z.B goldener Schnitt. Das selbe auch in Design allgemein. Ob Grafikdesigner oder Architekt.

    Was? wieso? Habe ich etwa schon wieder Gefühle eines Nerds verletzt?

    Naja, du schüttest hier halt ziemlich viel Häme und Sarkasmus aus; gleichzeitig lässt mich deine Wortwahl vermuten, dass du nicht mal grundlegende Ahnung davon hast, wie ein Entwicklungsprozess bei einem Brettspiel abläuft. Das passt nicht ganz zusammen, finde ich.

    Wobei du hier, wohl eher zufällig, sogar einen halben Treffer gelandet hast. Fryxgames ist ein Familienunternehmen, Autoren und Betreiber des Verlages sind identisch. Eine der Illustratorinnen ist mit Naomi Fryxelius zudem eine der Schwestern im Familienverbund, so gesehen hat der Autor hier tatsächlich nicht besonders viel Geld ausgegeben.

    Aber meiner Meinung nach merkt man sehr wohl, dass man es bei ihr mit einer professionellen Illustratorin zu tun hat. Muss nicht der eigene Geschmack sein, aber Häme ist ziemlich unangebracht.

    professioneller Illustrator- ist jeder, sobald er ein Stift nimmt und damit was verdient. Es bedeutet aber nicht, dass dieser Illustrator automatisch gut ist. Mit dieser Art von Illustration kommt man nicht mal bis zum ersten Klo bei einem Game-Konzern. Das ist nicht meiner subjektiver Eindruck, sondern Realität. Wenn du mir nicht glaubst, erstelle ein Portfolio mit diesen Artworks bei so einem Konzern und schau was passiert. Du wirst ganz sicher nicht eingeladen, aber rein hypothetisch wenn du du doch zum Vorstellungsgespräch eingeladen würdest, würde man dich fragen ob es dein Ernst ist.

    Es ist ein typischer Anfänger Problem zu denken "oh mai ich mal einfach so was ich kann und gebe es als eigenen Stil aus". Jeder, der Erfahrung mit Kust hat, durchschaut sowas direkt. Ich hab selbst ein geübtes Auge. Ich kann sehr leicht "eigenen Stil" von "ich habe von malen kein Plan, aber ich tue so, als ob es einfach mein Stil ist". qualitätvolles Artwork hat gut aufeinander ausbalancierte Farben in erster Linie, absolute Basics. Und diese Artworks von diesem Fate hat es nicht.

    Ein positiver Beispiel zur besseren Verdeutlichung. Der Künstler des Root und Oath. Da passen Farben aufeinander perfekt. Die Figuren sind zwar stark abstrakt (für einen der mit Kunst nicht anfangen kann, scheint es kindlich gemalt zu sein) , aber die Figuren haben Dynamik. (Der Körper Streckt sich nach vorne, die Position der Beine unterliegen der realen Anatamie und der Schwerkraft). Und nochmal, die Farben! Farbharmonie! Das alles macht Ästetik aus. Alles, was bei den Artworks diesen Fate fehlt. Es ist nicht eine trockene Analyse, sondern sowas nimmt man unterbewusst auf. Sowas fehlt sofort auf.

    Der Künstler von Root und Oath ist richtig gut. Der Adrian Smith (Zombicide Invader, Ankh, Hate, Chtulchu Death May Die) auch. Sie haben komplett unterschiedliche Stile. Aber eins haben sie trotzdem gemeinsam. Sie haben individuellen Stil, der durch das Mischen der Farben von anderen hervorhebt (gekonnt natürlich). Wer hier besser ist, ist tatsächlich reiner Geschmack. Paul Bonners Schwerpunkt ist dagegen leicht karikaturistisch aber auch anatomisch korrekt zugleich. Farben an sich nur zweitrangig.

    Bei diesem Satz juckt es mir dermaßen in den Fingern...

    oh nein...jetzt startet die nächste Diskussion. ravn du bist raus, nun gehts wohl auf Player . Spaß beiseite, verstehe schon, was du meinst Biberle

    Im Gegensatz zu Fußballforen ist das hier aber immer noch ein Garten Eden der Friedlichkeit

    Was? wieso? Habe ich etwa schon wieder Gefühle eines Nerds verletzt? :D Falls es so ist, bitte ich um Vergebung :) Das Artwork und Design der Karten des Spieles Fate ist so grandiös. Der Autor des Spieles hat sich soviel Mühe gegeben einen super guten Künstler zu finden. Sieht so super aus, echt! Der Künstler war bestimmt nicht günstig. Der Autor hat echt tief in die Tasche gegriffen um die Kunden auch visuell was anzubieten. Respekt!

    Player : Im konkreten Fall von "Fate: Die Verteidigung von Grimheim" sollten die Macher von Terraforming Mars aber wohl über ausreichend Kapital verfügen, um einen externen Grafiker zu beauftragen, der ihr Spiel vom grafischen Design und von den Illustrationen auf AAA-Niveau hätte anheben können. Fürs Cover wurde zwar jemand anders beschäftigt, aber dieses Körper-Gewusel, in denen sich Barbar und Zwerg in einem Farbsumpf miteinander vermischen und verdecken, während der Untergrund und Hintergrund nur matschig aussieht, finde ich nicht wirklich gelungen. Rein spielerisch überzeugt mich das Spiel umso mehr.

    Habs mir gerade das Artwork und das Kartendesign angeschaut. Sieht ja noch schlechter als ich dachte. Die Karten sehen so aus, als ob sie aus 1980 sind. Echt schrecklich. Der Autor des Spiels wollte halt so wenig wie möglich investieren um mehr am Ende zu bekommen. Er hat sich das billigste geholt was es nur gibt:D

    O´Toole fährt in meiner Wahrnehmung den technisch-kühlen-funktional-übersichtlichen Ansatz. Wie bei Black Angel bedient er sich dabei auch gerne mal einer eher untypischen Farbpalette für das jeweilige Genre. Handwerklich ist das für mich über jeden Zweifel erhaben.

    Und dann kommt Fate. Das Cover wirkt auf mich arg überladen und chaotisch. Die Helden verdecken sich gegenseitig und nehmen sich den Raum, um wirken zu können. Zudem kommen die mit einem merkwürdig verzweifelten Grinsen im Gesicht daher. Ok, wenn man die Hintergrundstory kennt, dass das überhaupt keine Helden sind, macht das wohl Sinn. Nur im Erstkontakt weiss das niemand, um es einordnen und wertschätzen zu können. Die Monster heben sich dann kaum vom dominant-verwaschenen Hintergrund ab, der aus irgendeinem Grund bläulich zu leuchten scheint. Die ganze perspektivische Darstellung wirkt flach und gequetscht, während die Figuren in der Szenerie halb zu schweben scheinen. Zumindest fehlt denen der feste Stand. Der Fate-Schriftzug wirkt erst auf dem dritten Blick schön dreidimensional schwebend, während die Subline flasch wirkt und die Szene verdeckt oder selbst verdeckt wird.

    Dieser Stilmix zieht sich dann auch durch die Karten und das komplette Artwork des Spiels. Da entdecke ich merkwürdige Posen und dynamische Bewegungen, die aber in der Zeit eingefroren wirken. Teils schweben die Akteure mal wieder über den Hintergrund, teils sind sie Teil davon, dann aber umrahmt von grossflächigen detailarmen Zeugs. Insgesamt haben wir es hier nicht mit schön-netten sympathischen Personen zu tun, sondern mit aus dem Leben gegriffenen Charakteren, die alle ihre optischen Besonderheiten haben und keinem Rollenvorbild entsprechen wollen. Einzige Ausnahme ist da die Bogenschützin auf der Schachtel, die mit ihrem blonden Haar und geschminktem Gesicht hell leuchtend hervorsticht.

    Es sieht bei Fate halt alles anders aus. Vergleichbar mit den Gearlocs bei Too Many Bones, die auch kaum jemand optisch mag. Oder eben Gloomhaven, das grafisch gewiss kein Franz Vohwinkel oder Michael Menzel ist. Gefällig ist eben anders und anders ist genau das, was bei Fate vom Artwork geboten wird. Für mich sieht das gewollt, aber dann doch nicht perfekt gekonnt aus. Das hat zwar einen gewissen Amateur-Charme, nur empfinde ich den bei Brettspielen eher negativ, weil der Rest dann eventuell auch nur von Amateuren und nicht erfahrenen Profis gemacht wurde, die ihr Handwerk vollumfänglich verstehen und anwenden können - wie Vohwinkel, Menzel und O'Toole & Co, um mal die erste Riege ohne Gewähr auf Vollständigkeit zu nennen.

    Ob man dann und deshalb Fate wie ich zunächst übersieht oder gerade deshalb neugierig wird, ist dann eine Anschlussfrage.

    Das Problem von schlechtem Design/Artwork ist bei Brettspielen dem Mangel an Startkapital des Autors geschuldet. Leute haben Ambitionen, eine coole Idee aber kein Geld und deswegen wird an Design gespart. Die Musterbeispiele sind dafür Aeons End und TMB. Sehr coole Spiele mit mäßigen Artwork/Design.

    Auf der anderen Seite haben wir Brettspielkonzerne, die mit Brettspielen Umsätze machen. Sie haben riesige Rechnungen, Aktionäre, die sie zufrieden stellen müssen mit den Umsätzen. Sie haben keine Zeit auf die Inspiration zu warten. Sie müssen Brettspiele am Fließband produzieren. Mit Werbung und guter Aufmachung Kunden locken. Sie kaufen sich Superstars Designer und Künstler. Aber die Spielmechanik bleibt mau. Ein Musterbeispiel ist dafür Trudvang Sage. Geiles Artwork welches dem Paul Bonner geschuldet ist. Aber auch nicht mehr.

    Ich finde das alles Schade. Wäre das TMB oder Aeons End von Paul Bonner gestaltet, wären die beiden Spiele doppelt so beliebt wie die heute sind. Sie wären sicher auf Top5 des BGG.


    Ich achte nicht auf das Artwork, weil es kein Kriterium für gutes Spiel ist.