Beiträge von Beaverlicious im Thema „Nutzung von KI in Spielen (und deren erzwungene Offenlegung)“

    Und dein Kostenansatz ist nach wie vor wenig aussagekräftig. Sehr teuer im Verhältnis wozu? Wovon genau redest du, wenn du "echte Kosten" sagst?


    "Das Unternehmen schätzt, dass der Betrieb von ChatGPT etwa 700.000 Dollar pro Tag erfordert.
    Das entspricht in etwa 36 Cent pro Anfrage, die an den Chatbot gerichtet werden."

    - https://winfuture.de/news,135812.html

    "Doch egal, wie der Wettkampf ausgeht, ein Verlierer steht bereits fest: die Umwelt. KI-gestützte Suchmaschinen erfordern einen drastischen Anstieg der Rechenleistung und sorgen damit auch für einen massiven Anstieg des Energiebedarfs von Technologieunternehmen.

    Fünfmal mehr Rechenleistung pro Suche benötigt

    Wie Experten gegenüber Wired erklärten, könnten die Einbeziehung von KI für Suchanfragen die von Unternehmen wie Google und Microsoft benötigte Rechenleistung um das bis zu Fünffache erhöhen. Und mit der Zunahme der Computer werden auch die Treibhausgasemissionen steigen.

    "Die Indizierung und Durchsuchung von Internetinhalten erfordert bereits enorme Ressourcen, aber die Einbeziehung von KI erfordert eine andere Art von Feuerkraft", erklärt Alan Woodward, Professor für Cybersicherheit an der University of Surrey in Großbritannien gegenüber Wired.

    - https://www.computerwoche.de/a/das-schmutzi…-und-co,3613835


    So wie heute also...

    Jo ... nur multipliziert mal X.

    https://www.theatlantic.com/technology/arc…-hustle/674415/

    Sobald AI ins Spiel kommt, gerät der Faktor Qualität ins Hintertreffen, da Quantität plötzlich viel greifbarer wird.
    Sieht man wunderschön bei Print on Demand - Produkten oder den Amazon Büchern.... haben wir die wirkllich gebraucht?

    Ich kann in kürzester Zeit das generieren, was sonst Planung, Arbeit, Comittment und nicht selten eigene finanzielle Vorleistung erfordert hat. Da kann einfach in der Masse der AI Produkte und das egal in welchem Segment (Boardgames, Music, Texte whatever) nicht die selbe Qualität stecken.

    Von daher ... ja....
    Es wird nur noch schlimmer und noch trashiger...
    Noch mehr Datenmüll, noch mehr mieses Zeug das sich tausendfach doppelt. Noch mehr schnelle Reskins, Clone, Plagiate ....

    Da wo der Markt nur noch mit Schrott geflutet wird.

    ... und genau das wird auch im Brettspielsegment passieren, beziehungsweise passiert gerade.

    Es wird eine unfassbare Menge Schrott geben, der zwar schick aussieht, aber mechanisch oberflächlich bleibt... oder schlimmer noch, einfach andere Spielmechaniken kopiert und minimal ändert.
    Toll zu beobachten im Kartenspiel-Bereich, wo es mittlerweile 1200 MTG Klone gibt.

    Ehrlich? Wow - von dem habe ich noch gar nichts mitbekommen. Hast Du da nen Beispiel, das ich mir mal anschauen kann? Hätte nicht gedacht, dass hier so schnell Schindluder getrieben wird. Wobei, on 2nd thought, das ja sehr naiv gedacht ist. Wo immer eine neue Möglichkeit hervorkommt, gut Schindluder zu treiben, ist die Menschheit in der Regel sehr schnell dabei, diese zu erkennen und erst einmal zu nutzen.

    Self-publishers must declare if content sold on Amazon’s site is AI-generated
    Retailer announces new rules for its Kindle Direct Publishing forum after complaints about AI-produced works being sold under human writers’ names
    www.theguardian.com

    Anwender XY sieht moralisch nicht unbedingt ein Dilemma darin, dass da ein trainiertes KI Modell zur Verfügung steht, mit dem er arbeiten kann. ;)

    Und warum sollte das für mich als Konsument relevant sein, ob Teile eines Spiel durch KI (bzw. KI Unterstützung) entstehen? Sonst wurde doch noch nie gefragt, welche Software und Hilfsmittel genutzt wurden. Ich verstehe die Aufregung (auf BGG) nicht. Meinetwegen darf das komplette Spiel aus der KI kommen, wenn das Ergebnis passt.

    Deine persönlichen moralischen Standards oder die von Anwender XY sind aber nicht ausschlaggebend sondern das Echo in der Gesamtgesellschaft. Dort gibt es eine nicht unwesentliche Menge von Leuten direkt betroffen sind oder auch nicht denen es nicht egal ist. Sonst würden wir diese Diskussion hier gar nicht führen..

    Und warum sollte das für mich als Konsument relevant sein, ob Teile eines Spiel durch KI (bzw. KI Unterstützung) entstehen? Sonst wurde doch noch nie gefragt, welche Software und Hilfsmittel genutzt wurden. Ich verstehe die Aufregung (auf BGG) nicht. Meinetwegen darf das komplette Spiel aus der KI kommen, wenn das Ergebnis passt.

    Weil Menschen unterschiedliche moralische Standards haben und sie sich daran anstoßen, dass Algorithmen die Werke von Künstlern nutzen um an diesen vorbei Profit zu erzeugen.
    Muss dich persönlich nicht stören, wie bei vielen anderen Dingen auch, aber die Gesamtdebatte in Frage zu stellen zeugt nicht unbedingt von Reflektiertheit.

    Finde ich ja auch gut.
    Aber da das Thema so vielseitig ist: Wo fängt "KI-Werkzeuge" an? Und wer hält das nach? ;)

    Das ist im Zweifel natürlich eine schwierige Frage, vor allem bei Texten, aber im Case von Illustrationen und Grafiken sollte es relativ einfach sein ... gibt es jemanden der die Szenerie, den Charakter etc. gezeichnet hat oder nicht?

    Schöpfungshöhe generell ist ja keine Unbekannte, hier kann man sicher ansetzen...

    Wer sich einfach "NO TO AI" ins Portfolio klatscht wird leider wenig erreichen können. Die Illustratoren die die Tools für ihren Workflow nutzen haben dafür den doppelten Output in der Hälfte der Zeit.

    Genauso wie konventionelle Landwirtschaft im Vergleich zu ökologischer?

    Nur weil etwas weniger effizient ist, heisst es nicht das es kein solides Businessmodel sein kann. Gerade die Öko/Fairtrade-Entwicklung zeigt in meinen Augen ziemlich genau was wir auch im Bereich AI ebenfalls brauchen. Einen ethischen und sozialen Ansatz, der den Leuten klar vor Augen führt wer daran am Ende verdient und was daran im Zweifel "unethisch" ist.
    Entscheiden wird am Ende der Konsument, genau wie ich wenn ich Nestle-Produkte kaufe oder Klamotten von Primark... ich muss nur die Chance bekommen auch zu wissen was ich da kaufe und wenn ich das einfach verschweigen darf bekommen wir in meinen Augen ein Problem.

    Photoshop lässt uns seit Jahren Flächen "inhaltsbasiert" Füllen. Da ist auch KI am Werk, nur eben Lokal auf dem Rechner....

    Post hoc, ergo propter hoc... du argumentierst am Kern der Sache vorbei und hängst dich am Begriff "KI" auf...

    Es macht schon einen Unterschied ob ich in Photoshop ein Bild "inhaltsbasiert Fülle" und so vllt den Rand verlängere oder ob ich es komplett generieren lasse. Es macht auch einen Unterschied ob die Kamera-App meines Handys die Beleuchtung und andere Parameter optimiert, oder ob sie mir Manga-Augen aufsetzt und die Brüste vergrössert.

    Keiner hat etwas dagegen das die Arbeit für Grafiker und Illustratoren einfacher wird, ich bin selbst einer. Wenn allerdings deren Leistung/Arbeit dazu herangezogen wird an ihnen vorbei Profit zu erwirtschaften, dann stehen wir vor einem konkreten moralischen Dilemma, dass es zu lösen gilt.

    Querverweise zu inhaltlich anderen Sachverhalten helfen da wenig...



    So oder so driften wir eh von Thema ab. Ich finde es jedenfalls nicht unbedingt wichtig die KI Nutzung offenzulegen. Eben weil es bei vielen einfach noch negative Assoziationen weckt. Wird sich in ein paar Jahren gelegt haben.

    Ich halte eine Kennzeichnungspflicht für wichtig und richtig.
    Nur weil etwas möglich ist und sich zweifelsohne weiter verbreitet, sollte man nicht davon ausgehen das es den Leuten einfach egal und zur Normalität wird.

    Siehe hier:
    https://www.n-tv.de/panorama/Influ…le22618520.html
    In Norwegen müssen ge-photoshopte Bilder gekennzeichnet werden.
    Klar ist der ethische Beweggrund hier ein anderer, aber der "technische Fortschritt" mit seinen negativen Aspekten wird nicht einfach hingenommen.

    Bei den Brettspielen die ich kaufe würde ich dann schon gern wissen ob ich den Adobe Konzern Geld in den Rachen werfe, oder ob tatsächlich Zeichner XY seine Monatsmiete davon bezahlen konnte.
    Auch möchte ich wissen ob mein Strom ökologisch produziert wurde, mein Hühnchen im Freiland gehalten und meine Lebensmittel in Mogelverpackungen geliefert werden...


    Wenn ich mit meinen Eltern durchs Van Gogh Museum gehe, hat für die das mühevoll geschaffene Original hinter Glas genau den selben Stellenwert wie die billig digital bedruckte Tasse im Souvenirshop. Und die wiederum den selben schöpferischen Wert wie alle anderen bedruckten Tassen Im Küchenschrank

    Was ist das denn für eine krude Aussage?
    Wenn es den selben Stellenwert wie die Tasse im Souvenirshop hätte, würde es nicht hinter Glas hängen, 1000000€ kosten und Menschen dazu bringen ganze Reisen auf sich zu nehmen nur um einmal das Original zu sehen.

    Auch heute noch gibt es genug Menschen die sich für den Schaffensprozess, die Menschen hinter der Kunst und die gesellschaftlichen Einflüsse und Inspirationen interessieren.

    Van Gogh ist übrigens ein tolles Beispiel dafür das der Satz "Die Kunst bekommt erst beim Betrachten eine Seele" ziemlich am Thema vorbei geht.
    Der Dude hat kommerziell zu Lebzeiten keinen Erfolg gehabt und seine ganzen psychischen Probleme in diesen Bildern verarbeitet.

    Mehr Leid, mehr Story, mehr Seele geht kaum... das war auch schon so als sich noch niemand für seine Werke interessiert hat.