Beiträge von watterson337 im Thema „Nutzung von KI in Spielen (und deren erzwungene Offenlegung)“

    Wirklich brauchbare KIs brauchen enorme Rechenleistung und deswegen verdient sich auch grade wieder Nvidia an an entsprechenden Karten und Systemen eine goldene Nase. Die Freeware-Sachen sind Spielzeug im Vergleich zu den wirklich leistungsfähigen Systemen... Allerdings skalieren sie eher schlecht, d.h. jede Verbesserung geht massiv ins Geld/System. Was du von ChatGPT und Co bekommst ist massiv subventioniert und wird zudem noch von jeder menge Clickworker bearbeitet. Wenn die echten Kosten verlangt würden, dann wäre es sehr teuer.

    Das ist mir zu pauschal. Mit Stable Diffusion kannst du bereits jetzt tolle Ergebnisse erzielen, und du kannst die KI nach deinen Bedürfnissen trainieren. Nur weil es noch leistungsfähigere Systeme gibt, heißt das nicht, dass Freeware nicht brauchbar wäre.

    Und dein Kostenansatz ist nach wie vor wenig aussagekräftig. Sehr teuer im Verhältnis wozu? Wovon genau redest du, wenn du "echte Kosten" sagst?

    Eine andere Möglichkeit, die Nutzung von AI einzudämmen, zeigt Backerkit https://www.backerkit.com/blog/backerkit-ai-policy/

    Zumindest die erstmalige Erstellung von AI ist auf der Plattform ab morgen verboten, eine Nachbearbeitung ist ok.

    Außerdem kann auf Wunsch hochgeladener Content vor Scrapern verborgen werden.

    Das klingt alles nett, aber wie genau soll das denn nachgehalten werden? Davon steht da nämlich nicht ein Wort?! :/

    Und das Beispiel mit dem generierten Vogel ist natürlich schön plakativ, entspricht aber auch schon lange nicht mehr der wirklichen Qualität der generierten Assets ;)

    Die Regelung ist außerdem völlig willkürlich. Einerseits wird beklagt, dass die armen Creators nicht fair entlohnt werden für ihre Arbeit (wie exakt stellt man sich das vor, wenn eine KI mit abertausenden von Bildern trainiert wird? Und was wäre in dem Zusammenhang ein "fairer" Preis?), und deshalb sind reine KI Werke auf Backerkit ab sofort tabu, gleichzeitig darf aber zur Bearbeitung sehr wohl KI eingesetzt werden (als ob das ohne Training der KI möglich wäre).

    Weil die KI dahinter nur aktuell so günstig ist. Hängst du erst einmal am Haken, dann werden dir die echten Kosten der Teile abverlangt und die sind recht happig.

    Worauf genau stützt du deine Behauptung? Es gibt aktuell eine nicht gerade kleine Auswahl an Modellen, die sind Freeware, sowohl für Text als auch Bild KI. Kannst du lokal nutzen und bist 100% unabhängig vom Markt.

    Und selbst wenn ich dafür bezahlen müsste, Programmierung mit KI bspw. funktioniert super, da müsste es schon sehr teuer werden, bevor es sich nicht lohnt und ich lieber nen Programmierer einkaufe (was ich privat ja sowieso nie machen würde).

    Ist es verwerflich, wenn ein Anbieter von KI für seine Leistung entlohnt wird?

    Yep.

    Nö. Der Grundgedanke, wenn man so will die Seele des Fairplay, ist, den Versuchungen des Kapitalismus zu widerstehen. Es ist die Befähigung, den Gegner trotz des dadurch entgangenen Profits bzw. Erfolgs, zu achten. Einen vermeintlichen Vorteil nicht auszunutzen. Also, die Truppen wieder zurückzuziehen, und KI-Tools nicht zu nutzen, selbst wenn man das problemlos und ungestraft könnte. Einen Fehler ganz einfach einzugestehen, und um im sportlichen Vergleich zu bleiben, zuzugeben, dass man gefoult hat, obwohl es der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Wenn die Menschheit und jedes einzelne Individuum die Fähigkeit zu fairem Verhalten – auch und gerade zum eigenen finanziellen Nachteil – verloren hat, dem hilft dann auch kein Schiedsrichter oder Gesetzgeber mehr weiter.

    Zum Thema „zwanghafte Offenlegung von KI“ auf Kickstarter hat sich u. a. W Eric Martin mit Stephen Buonocore (Gründer von Stronghold im Ruhestand) in der BoardGameGeek-Show unterhalten. Der Tenor ist grundsätzlich einhellig, dass vom unreflektierten und ungehemmten Einsatz eine große Gefahr ausgeht. Und es nicht die „Kreativen“ (die namentlich zuständig für Spieldesign, Text, Illustration und Grafik) sind, die die neuen Möglichkeiten gebrauchen, und dadurch auf der Strecke bleiben. Sondern letzten Endes nur die bisherigen Auftraggeber durch den Einsatz und die Existenz dieser neuen Werkzeuge profitieren, und die das eben schon sehr bald mit leichter Hand komplett selbst erledigen können. Und dafür auch gar nicht mehr sonderlich kreativ sein müssen. Die Entwicklung und die Möglichkeiten sind beängstigend.

    Was bleibt, wenn man die „Bombe“ erst mal gebaut hat? Genau, die unbedingte Einsicht, sie zum Wohle aller nicht einzusetzen.

    Was genau ist so schlimm daran, dass ich selber das Artwork kreieren kann, das ich will, und nicht gezwungen bin, viel Geld dafür auszugeben? Warum sollten wir Ressourcen verschwenden? Wäre es wirklich klug, Fortschritt zu verbieten, um künstlich nen Arbeitsbereich am Leben zu erhalten?

    Es ist schon interessant, mit welch hanebüchenen Behauptungen da teilweise argumentiert wird. Wenn KI tatsächlich automatisch minderwertige Qualität bedeutet, Beaverlicious, müssen sich die Illustratoren dieser Welt ja keine Sorgen machen. ;)

    Im Kapitalismus auf "Fairplay" oder "Ehrlichkeit"zu setzen, wird nicht funktionieren. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen. Wo der fehlt, ist Wilder Westen.

    Yep. Mit einer Ergänzung: Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, den Gesetzgeber zum Setzen dieser rechtlichen Rahmenbedingungen zu drängen und es nicht zu akzeptieren, dass die Politiker und Parteien sich zum Erfüllungsgehilfen von Lobbyinteressen weniger Großkonzerne machen. Bzw. "es wäre die Aufgabe [...]", denn es passiert zu wenig.

    Mit dem Tempo hält keine Gesetzgebung mit. ChatGPT hat jetzt neu Bilderkennung und wie es aussieht, ist die Leistungsfähigkeit gigantisch (Link zu Twitter mit einigen Beispielen). Und wir stehen da erst ganz am Anfang! Ich finde das faszinierend, aber auch beängstigend. Mit Blick auf die Möglichkeiten glaube ich nicht, dass eine prinzipielle Verweigerungshaltung sinnvoll oder überhaupt dauerhaft durchhaltbar ist.

    Wir reden in dem Thread ja über Bilder. Und hier eine Urheberrechtsverletzung nachzuweisen halte ich für äußerst schwierig. Es würde vermutlich nicht ausreichen, dass einzelne Details oder eine Perspektive reproduziert werden. Wie du aber sagst, es müsste sowieso erst mal jemand drauf aufmerksam werden und bereit sein, eine Klage zu führen.

    Bei Bildern ist es aus meiner Sicht sogar einfacher als bei Texten. Es muss nur ein für das Foto wesentliches Detail genutzt sein und erkennbar sein. Und das ist sehr relevant. Quizspiele sind zum Beispiel ein prima Gegenstand für so etwas.

    Doch, wir reden hier auch über andere Bereiche. Oder glaubst du, Hintergrundgeschichte, Kartentexte, vielleicht irgendwann Regeln werden nicht auch schon jetzt oder in Kürze teilweis emit KI erzeugt? Und selbst die Spieleentwicklung kann ganz schnell darauf basieren. Dann bekommen auch Plagiatsdiskussionen eine völlig neue Wendung. Ich würde fast wetten, dass spätestens 2025 das erste Spiel auf KI-Basis irgendwo erscheint. Und wenn es ein Kleinverlag ist. Und ich wette weiter, dass es sogar gut funktionieren wird.

    Solange ausreichend Unterschiede zum Original vorhanden sind, ist die Verwendung einer Vorlage rechtlich unbedenklich. Das wäre aber eine Frage, die im Einzelfall ein Gericht beurteilen müsste.

    Freilich ist KI auch zur Texterstellung interessant. Meiner Einschätzung nach wohl kaum für Spielregeln, aber alles was Story und Flavourtexte angeht auf jeden Fall. Auch für Brainstorming, Konzepterstellung usw. wird die Nutzung von KI Standard werden (falls sie das nicht bereits ist).

    Ich bin da offener. Wenn das Ergebnis stimmt, ist es doch egal.

    Das ist leider in Teilen der Gesellschaft eine weit verbreitete Einstellung, die ich für brandgefährlich halte. Denn dadurch legitimierst du praktisch alle Mittel, die auf dem Weg zum gewünschten Ergebnis eingesetzt werden (können). Fairplay? Braucht keiner mehr, wenn am Ende nur der Sieg steht. Harte Arbeit? Will keiner mehr machen, wenn das auch auf Knopfdruck funktioniert. Und dazu noch blitzschnell und nahezu umsonst. Alles weitere, was ich dazu zu sagen habe, ist jedoch RSP. Darum lasse ich es und ignorier dich ab jetzt lieber. Ansonsten ignoriere ich auch Spieleautor*innen, die sich selbst und ihrer Kreation auf BGG eine „10“ geben. Und ich ignoriere Verlage, egal ob klein oder groß, die überall nur noch Einsparungspotenzial wittern und deswegen billige K.I.llustrationen einsetzen.

    Was da kommt, ist ein Tornado, der große Teile des Lebens beeinflussen wird.

    Aufgemacht wurde dieser Thread ja mit der erzwungenen Offenlegung von KI auf Kickstarter. Im Grunde ist damit Redlichkeit gemeint. Ehrlich zu sein, gegenüber sich selbst und den Unterstützer*innen. Schließlich möchte man von diesen Geld haben. Beim „Tornado“ gebe ich dir recht, der ist nicht mehr aufzuhalten – und wird die realen Stürme des Klimawandels noch weiter anfachen …

    Im Kapitalismus auf "Fairplay" oder "Ehrlichkeit"zu setzen, wird nicht funktionieren. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen. Wo der fehlt, ist Wilder Westen.

    Wenn ein Verlag die Verwendung von KI nicht angibt, wird es dir im Zweifelsfall nicht mal auffallen, ob solche Tools eingesetzt wurden.

    Die Vorstellung, mit KI drückt man nur auf nen Knopf und dann kommt direkt ein professionell verwertbares Ergebnis raus, entspricht übrigens nicht der Realität. Deshalb wird es auch weiterhin Jobs für Künstler geben. Allerdings wird sich deren Arbeitsweise wohl massiv verändern (müssen).

    Weiß nicht ob das so heiß gegessen wie gekocht wird. Wie groß ist die Gefahr denn tatsächlich? Dazu müsste die KI ja ein Bild ausgespuckt haben, das einem urheberrechtlich geschützten Bild entspricht. Spätestens bei sehr spezifischen Prompts oder wenn ich eine Skizze vorgebe, halte ich das für unwahrscheinlich. Und vermutlich durchläuft das Bild (beim professionellen Einsatz) noch einen Iterationsprozess. Kann mir nicht vorstellen, unter welchen Umständen dieser theoretisch mögliche Fall relevant werden sollte.

    Auch wenn ein einzelnes Bild nicht geschützt werden kann, kann es m.W. bereits jetzt als Teil eines Werks geschützt werden, oder nicht? Das wird spannend, wie da künftig Schöpfungshöhe definiert werden wird.

    Bei Bildern ist das potenziell schwieriger. Aber: Schon kleine Details können zum Problem werden. Ein beleuchteter Eiffelturm? Ein Foto mit besonderer Perspektive, das sich in einem Gesmatkontekt wiederfindet? Diese Details SIND angreifbar. Aber auch hier: Dall-E hat in einer meiner Nischen Fotos produziert, die Details meiner eigenen Fotos gezegt haben (besondere Landschaft hier um die Ecke). Es ist unwahrscheinlich, dass es Zufall war oder ein anderer Urheber ein sehr, sehr ähnliches Foto hatte. Ich habe keine Ahnung, wie die an die Trainingsdaten gekommen sind. Evtl. hat auch ein User etwas estellen lassen und ein geschütztes Foto hochgeladen. Soll heißen: Das geht alles.

    Wir reden in dem Thread ja über Bilder. Und hier eine Urheberrechtsverletzung nachzuweisen halte ich für äußerst schwierig. Es würde vermutlich nicht ausreichen, dass einzelne Details oder eine Perspektive reproduziert werden. Wie du aber sagst, es müsste sowieso erst mal jemand drauf aufmerksam werden und bereit sein, eine Klage zu führen.

    Davon ab sind urheberrechtliche Aspekte nicht zu unterschätzen. Viele meinen, sie könnten KI-Erzeugnisse ohne Probleme nutzen, weil es ja nicht von ihnen kommt. Die Wahrheit ist: Sie nutzen ein Erzeugnis, das gegen das Urheberrecht verstoßen kann, für das sie selbst aber kein Urheberrecht geltend machen können. Nutzer von KI-Systemen sind in dem Punkt doppelt gefährdet. Denn ihnen kann man einfach alles klauen ohne Angst vor Strafen. Sie hingegen können juristisch belangt werden.

    Weiß nicht ob das so heiß gegessen wie gekocht wird. Wie groß ist die Gefahr denn tatsächlich? Dazu müsste die KI ja ein Bild ausgespuckt haben, das einem urheberrechtlich geschützten Bild entspricht. Spätestens bei sehr spezifischen Prompts oder wenn ich eine Skizze vorgebe, halte ich das für unwahrscheinlich. Und vermutlich durchläuft das Bild (beim professionellen Einsatz) noch einen Iterationsprozess. Kann mir nicht vorstellen, unter welchen Umständen dieser theoretisch mögliche Fall relevant werden sollte.

    Auch wenn ein einzelnes Bild nicht geschützt werden kann, kann es m.W. bereits jetzt als Teil eines Werks geschützt werden, oder nicht? Das wird spannend, wie da künftig Schöpfungshöhe definiert werden wird.

    Was das Urheberrecht angeht, ist tatsächlich die Frage offen, wie eine Verwendung für KI einzuschätzen ist. Der Algorithmus erstellt keine Kopien in dem Sinn, sondern es werden Verknüpfungen erzeugt entsprechend der erkannten Muster.

    Fuer meinen moralischen Kompass ist das durchaus eine Nutzung. Aber das ist kein einfaches Thema, da wird ja bei Suchmaschinen schon diskutiert ob und in welcher Form sie Inhalte unerlaubt nutzen, wenn sie Suchergebnisse praesentieren.

    Niemand bestreitet, dass dabei eine Nutzung vorliegt. Nur ist die eben rechtlich zulässig, solange die Verwendung vom Urheber eines Bild nicht untersagt ist. Diese Verweigerung muss in "maschinenlesbarrer Form" vorliegen (= Opt-Out). In dem Fall darf ein Crawler entsprechende Daten nicht abgreifen.

    Als Künstler habe ich lange davon profitiert, mein Portfolio praktisch weltweit präsentieren zu können, und das praktisch ohne dass mir dafür Kosten entstehen. Wenn dann umgekehrt auch ein Algorithmus sich mein Portfolio anschauen kann, kann ich mich m.E. nicht beschweren.

    Gegen diese Nutzung kann ich aber als Rechteinhaber aber widersprechen, muss das dann nur so hinterlegen, dass der Dataminer das auslesen kann (wobei ich nicht wüsste, wie das überprüft werden soll).

    Oder ich mine einfach nur Daten, bei denen mir die Einverständiserklärung vorliegt?

    Worin besteht das Argument für ein Opt-Out verfahren wie von dir beschrieben, wenn ein Opt-In Verfahren doch rechtssicherheit bietet? Warum wird die Verantwortung den Künstler*innen zugeschoben ihre Kunst zu schützen und nicht den Programiereren, die die Kunst nutzen wollen?

    Was du öffentlich ins Internet stellst, ist eben öffentlich, würde ich argumentieren. Aber keine Ahnung, was tatsächlich der Grund für die Rechtslage mit Opt-Out ist.

    Was das Urheberrecht angeht, ist tatsächlich die Frage offen, wie eine Verwendung für KI einzuschätzen ist. Der Algorithmus erstellt keine Kopien in dem Sinn, sondern es werden Verknüpfungen erzeugt entsprechend der erkannten Muster.

    StaggerLee Nein, das hast du ganz richtig verstanden. Es gilt Opt-Out.

    Die einfachste Lösung wäre übrigens, am anderen Ende anzsuetzen. D.h. dass du als Künstler dafür sorgst, dass deine Bilder nicht online stehen bzw. in irgendwelchen Datenbanken auftauchen.

    Neue Auftraggeber zu finden, ohne irgendwo ein Portfolio online zu haben, ist in der heutigen Zeit für nicht wenige Künstler beruflicher Selbstmord, etwas übertrieben gesagt.

    Unabhängig davon kann es ja auch nicht sein, dass man sagt: Wenn du nicht kopiert werden willst, dann behalte deine Kunst für dich ...

    Als Künstler habe ich lange davon profitiert, mein Portfolio praktisch weltweit präsentieren zu können, und das praktisch ohne dass mir dafür Kosten entstehen. Wenn dann umgekehrt auch ein Algorithmus sich mein Portfolio anschauen kann, kann ich mich m.E. nicht beschweren.

    Gegen diese Nutzung kann ich aber als Rechteinhaber aber widersprechen, muss das dann nur so hinterlegen, dass der Dataminer das auslesen kann (wobei ich nicht wüsste, wie das überprüft werden soll).

    Anwender XY sieht moralisch nicht unbedingt ein Dilemma darin, dass da ein trainiertes KI Modell zur Verfügung steht, mit dem er arbeiten kann. ;)

    Und warum sollte das für mich als Konsument relevant sein, ob Teile eines Spiel durch KI (bzw. KI Unterstützung) entstehen? Sonst wurde doch noch nie gefragt, welche Software und Hilfsmittel genutzt wurden. Ich verstehe die Aufregung (auf BGG) nicht. Meinetwegen darf das komplette Spiel aus der KI kommen, wenn das Ergebnis passt.

    Deine persönlichen moralischen Standards oder die von Anwender XY sind aber nicht ausschlaggebend sondern das Echo in der Gesamtgesellschaft. Dort gibt es eine nicht unwesentliche Menge von Leuten direkt betroffen sind oder auch nicht denen es nicht egal ist. Sonst würden wir diese Diskussion hier gar nicht führen..

    Und warum sollte das für mich als Konsument relevant sein, ob Teile eines Spiel durch KI (bzw. KI Unterstützung) entstehen? Sonst wurde doch noch nie gefragt, welche Software und Hilfsmittel genutzt wurden. Ich verstehe die Aufregung (auf BGG) nicht. Meinetwegen darf das komplette Spiel aus der KI kommen, wenn das Ergebnis passt.

    Weil Menschen unterschiedliche moralische Standards haben und sie sich daran anstoßen, dass Algorithmen die Werke von Künstlern nutzen um an diesen vorbei Profit zu erzeugen.
    Muss dich persönlich nicht stören, wie bei vielen anderen Dingen auch, aber die Gesamtdebatte in Frage zu stellen zeugt nicht unbedingt von Reflektiertheit.

    Klar kann man debattieren, aber KI = unmoralisch ist eben nicht gerade die reflektierteste Position. Wenn ein Künstler nicht möchte, dass ein Algorithmus "an ihm vorbei Profit erzeugt", müsste er verhindern, dass seine Bilder (od. Texte) für KI Training verwendet werden.

    Wenn sie erst mal raus ist, lässt sich die Zahnpasta aber nicht mehr in die Tube drücken.

    Photoshop lässt uns seit Jahren Flächen "inhaltsbasiert" Füllen. Da ist auch KI am Werk, nur eben Lokal auf dem Rechner....

    Post hoc, ergo propter hoc... du argumentierst am Kern der Sache vorbei und hängst dich am Begriff "KI" auf...

    Es macht schon einen Unterschied ob ich in Photoshop ein Bild "inhaltsbasiert Fülle" und so vllt den Rand verlängere oder ob ich es komplett generieren lasse. Es macht auch einen Unterschied ob die Kamera-App meines Handys die Beleuchtung und andere Parameter optimiert, oder ob sie mir Manga-Augen aufsetzt und die Brüste vergrössert.

    Keiner hat etwas dagegen das die Arbeit für Grafiker und Illustratoren einfacher wird, ich bin selbst einer. Wenn allerdings deren Leistung/Arbeit dazu herangezogen wird an ihnen vorbei Profit zu erwirtschaften, dann stehen wir vor einem konkreten moralischen Dilemma, dass es zu lösen gilt.

    Anwender XY sieht moralisch nicht unbedingt ein Dilemma darin, dass da ein trainiertes KI Modell zur Verfügung steht, mit dem er arbeiten kann. ;)

    Und warum sollte das für mich als Konsument relevant sein, ob Teile eines Spiel durch KI (bzw. KI Unterstützung) entstehen? Sonst wurde doch noch nie gefragt, welche Software und Hilfsmittel genutzt wurden. Ich verstehe die Aufregung (auf BGG) nicht. Meinetwegen darf das komplette Spiel aus der KI kommen, wenn das Ergebnis passt.

    Die einfachste Lösung wäre übrigens, am anderen Ende anzsuetzen. D.h. dass du als Künstler dafür sorgst, dass deine Bilder nicht online stehen bzw. in irgendwelchen Datenbanken auftauchen.

    Wenn du viel Zeit brauchst um dasselbe Ergebnis zu liefern, das du mit KI viel schneller produziert hättest, solltest du vielleicht die Konsequenz ziehen und künftig mit KI arbeiten. ;) Anders gesagt: Nur weil jemand viel Zeit in etwas steckt, ist es noch nicht automatisch viel wert.

    Der letzte Satz ist natürlich richtig. Allerdings gilt auch: Nur weil etwas in weniger Zeit produziert werden kann, ist das Ergebnis nicht automatisch mehr wert. ;)

    Das hat so ja auch niemand behauptet. Aber wie gesagt, wenn ich durch KI mein gewünschtes Ergebnis mit wesentlicher Zeitersparnis haben kann (= Kostenersparnis), müssen wir glaube ich nicht mehr groß diskutieren, ob das Standard werden wird.

    Auch wenn die Erstellung von AI-Bildern ein wenig Zeit kostet, was ja einige Leute als eine Verteidigung nutzen, ist es ja dennoch keineswegs Vergleichbar mit der Zeit, die ein Mensch in seine Arbeit steckt: Stunden und Tage für ein einziges Bild und Jahrzehnte, um das Handwerk dafür zu erlernen. Inwieweit es jetzt Talent ist, AI-Bilder zu erstellen – das ist bestimmt eine interessante Frage.

    Tatsache ist auch, dass es unzählige nicht so talentierte Künstler gibt, die ihre Werke ins Internet stellen und viele davon werden auch von Brettspielverlagen angeheuert, um Spiele zu illustrieren. Manche AI-Bilder sehen daher in der Tat besser aus. Sind die AI-Bilder aber wirklich gut? Ich finde, dass sie (noch?) ziemlich generisch aussehen. Frauen haben immer diese Püppchengesichter und in der Regel haben die Bilder auch einen sehr ähnlichen Stil.

    Für Prototypen, zur Inspiration oder private Zwecke hat die Technologie durchaus ihren Mehrwert, aber möchten die Befürworter wirklich eine Welt, in der 90 % der Kunst Computergeneriert ist? Erstens sind die Programme nicht wirklich kreativ und zudem auch ich nicht intelligent, was der Name ja leider suggeriert. Das heißt: Am Ende kopieren die Programme nur noch sich selbst, was zu Stagnation führen würde. Zweitens ist ja gerade der Dialog zwischen Künstler und Konsument das wirklich Interessante an Kunst, warum vor allem im Musik-Bereich die Persönlichkeiten der Künstler schon oftmals interessanter für manche Menschen sind als die Kunst selbst. Ist es wirklich erstrebenswert in einer Welt zu leben, in der nur noch blind konsumiert wird, weil es gar keinen Sinn mehr ergibt über die Hintergründe und Motive eines Werkes nachzudenken?

    Das spielt im Brettspielbereich in der Regel keine Rolle, auch wenn es lobenswert wäre, wenn hier mehr Augenmerk auf die Qualität von Narrativen und Illustrationen gelegt wird, anstatt nach immer billigeren und generischeren Alternativen zu suchen.

    Wenn du viel Zeit brauchst um dasselbe Ergebnis zu liefern, das du mit KI viel schneller produziert hättest, solltest du vielleicht die Konsequenz ziehen und künftig mit KI arbeiten. ;) Anders gesagt: Nur weil jemand viel Zeit in etwas steckt, ist es noch nicht automatisch viel wert.

    Grundsätzlich aber wird der Aufwand für (gute) KI Bilder unterschätzt. Wenn KI Bilder generisch aussehen, liegt das am Künstler. Du kannst die Modelle sogar nach eigenen Wünschen und Erfordernissen trainieren; also letzten Endes kommt es auch in dem Bereich vor allem auf deine Fähigkeiten an.

    Ich verstehe, wenn ein Illustrator KI als Bedrohung ansieht, und darum jedes noch so schwache Argument dagegen bemüht. Dass automatisierte Prozesse Handarbeit und ganze Berufsbilder verdrängen, ist jetzt aber nix neues (und auch nix grundsätzlich Verwerfliches, wie ich finde).
    Die wahren Gefahren von KI liegen woanders, bspw. dass du künftig Fakes nicht mehr als solche erkennen kannst.

    Klar sind dabei einige auf der Strecke geblieben, die sich nicht anpassen wollten oder konnten.

    Nehmen wir an du bist Illustrator. K.I. ist eine Technologie, die deine Arbeit zum Teil ersetzt und entwertet. Gleichzeitig ist die K.I. auf deine Arbeit angewiesen, also wird deine Arbeit genutzt aber du wirst darüber nicht informiert und erst recht nicht entschädigt. Wie sollst du dich da anpassen?

    Ohne Kopieren funktioniert keine K.I. Ästhetik ist kein mathematisches Problem, das man nach bestimmten Regeln lösen kann. Das unterscheidet übrigens ein Programm wie Midjourney übrigens auch von solchen Dingen wir selbstfahrenden Autos. Ob eine Fahrt erfolgreich ist oder nicht kann man anhand von messbaren Parametern feststellen. Ob ein Bild ästhetisch ist nicht. Ohne menschengemachtes Ausgangsmaterial ist die K.I. nutzlos. Eine Bilderstellungs-K.I. die sich immer wieder selbst kopiert bringt irgendwann nur noch Rauschen hervor.

    Ab dem Moment, wo die KI Modelle bereits trainiert sind, ist es zu spät. Das ist natürlich blöd für die Künstler, dass es da nicht rechtzeitig entsprechende rechtliche Regelungen zu gab. Andererseits kann man es auch anders sehen: Ein Künstler wird auch nicht entschädigt, wenn ich durch seine Arbeit inspiriert werde oder denselben Stil entwickle.

    Ich rede schon von dem bild, das die KI ausspuckt. Du unterschlägst allerdings, dass das, was du "Kopieralorithmus" nennst, von einem Menschen bedient wird. Das ist - etwas abstrahiert - auch nix anderes als dein Pinsel, der nach einem gesteuerten Zufallsprinzip Farbpigmente auf einer Oberfläche verteilt. Was ich sagen will: Das bunte Stück Pappe an deiner Wohnzimmerwand hat am Ende nicht mehr oder weniger Seele ob da jemand händisch Farbe aufgetragen hat oder nicht.

    Das und KI Bilder wären seelenlos.

    Es sind ja auch beides valide Punkte. :)

    Zum einen bedienen sich die Bilder bei Vorlagen, in die jemand Zeit und Mühe investiert hat (was der Kopieralgorithmus ja nicht tut), zum anderen sind die Bilder per Definition seelenlos, weil der Kopieralgorithmus nunmal keine Seele hat, und a) nicht weiß, WAS er da malt, und b) nicht einmal weiß, DASS er malt, weil er nicht denkt und nicht fühlt und kognitiv nicht existiert. Die Anzeige meines Monitors ist ja auch seelenlos, genau wie das morgendliche Klingeln meines Weckers.
    Von daher sind die Bilder natürlich seelenlos, und jedes Gefühl von "Ohhh" oder "Ahhh", das uns beim Anblick des Ergebnisses eines Kopieralgorithmus' überkommt, ist nur ein Ausdruck unseres sehr natürlichen Hangs, Dinge zu anthropomorphisieren.

    Warum sollte es einen Unterschied machen, mit welcher Technik ein Bild entsteht? Es exisitiert genug "seelenlose" Kunst von Pinsel-und-Leinwand-Künstlern. Umgekehrt kann freilich auch KI Kunst eine "Seele" haben.

    KI ist ein Werkzeug, und um damit das gewünschte Ergebnis zu erzielen, musst du wissen, wie man es benutzt. Das ist die Kunst. ;)