Beiträge von HCeline im Thema „Nutzung von KI in Spielen (und deren erzwungene Offenlegung)“

    Oder hab ich hier zu kurz gedacht?

    Ich glaube ja. Graphische Gestaltung (Ikonographie, semantische Platzierung) ist in meinen Augen die größte Leistung eines Brettspiel-Graphikers (sowie Autoren und Redakteuren und wer sonst noch seine Finger da drin hat). Diese sind Teil der schützbaren Gestaltung und entstammen auch nicht einer KI. Ich denke nicht, dass wir da einen Sturm von "legalen Plagiaten" erwarten müssen.


    Zum Thema: Ich beäuge die Urheberrechts-Diskussion ebenfalls etwas skeptisch und sehr interessiert. Ich selbst versuche gerade zu einer Entscheidung zu kommen, ob es in Ordnung ist generative AI durch unsere Teams einsetzen zu lassen (Softwareentwicklung, kommerzielle, nicht-quelloffene Software). Ich selbst sehe das relativ pragmatisch: Wenn mein Code benutzt würde um ein ML-Modell zu trainieren würde das nicht rückwirkend meine Leistung entwerten. Viele (technologische) Weiterentwicklungen waren nur möglich, indem sie auf vorhandenem aufgebaut, Dinge vereinfacht oder automatisiert haben - das ist an sich erstmal nicht schlecht. Ich verstehe, dass das im künstlerischen Bereich vielleicht nochmal andere Problematiken hat, aber das reine Schützen der Arbeit(splätze) ist für mich kein gutes Argument. Ich fand es auch schon immer absurd, dass wir weiterhin Braunkohle fördern und verbrennen müssen, weil ja sonst die Arbeitsplätze verloren gehen. Leider würde es jetzt zu sehr ins RSP abrutschen, wenn ich hier über die zu Grunde liegenden Wohlstandsverteilungsproblematiken sprechen würde ;)