Beiträge von Thygra im Thema „Nutzung von KI in Spielen (und deren erzwungene Offenlegung)“

    Und das es seit 60 Jahren keine Veränderung der Arbeitszeit gab, zeigt doch auch, dass technischer Fortschritt nicht dafür sorgt, dass wir Menschen diesen nutzen um weniger zu arbeiten.

    "Keine Veränderung" stimmt ja nicht ganz, es gibt ja Branchen mit 38 oder 37,5 Stunden pro Woche. Und das Thema 4-Tage-Woche poppt ja auch immer öfter mal auf.

    Technischer Fortschritt führt nicht dazu, dass wir Menschen es nutzen um unser Leben leichter zu machen, sondern dazu, mehr in kürzer Zeit abzuarbeiten.

    Das dürfte an der freien Marktwirtschaft und dem damit verbundenen Wettbewerb liegen. Wenn eine Firma A aufgrund der technischen Errungenschaften für ihre Mitarbeiter eine 30-Stunden-Woche einführt und ein Wettbewerber B bei der 40-Stunden-Woche bleibt, ist B produktiver.

    Der Technische Fortschritt hat aber irgendwie in der Menschheitsgeschichte nie dazu geführt, dass wir weniger arbeiten.

    Das hängt sehr davon ab, wie weit du in der Geschichte zurückgehst. In den letzten 50 Jahren hat sich hier nur marginal mal etwas geändert, aber vor 150 Jahren haben die Menschen noch fast doppelt so viele Stunden gearbeitet wie heute. 60-70 Stunden die Woche bei 50 Arbeitswochen im Jahr waren damals nicht ungewöhnlich. Vor 120 Jahren galt im Deutschen Reich noch eine gesetzliche 60-Stunden-Woche, vor 100 Jahren wurde das auf ca. 50 Stunden reduziert. Seit ca. 60 Jahren ist es eine 40-Stunden-Woche.

    Insofern würde ich allgemein schon sagen, dass der technische Fortschritt mit einer geringeren Arbeitszeit einhergeht.

    Die einfachste Lösung wäre übrigens, am anderen Ende anzsuetzen. D.h. dass du als Künstler dafür sorgst, dass deine Bilder nicht online stehen bzw. in irgendwelchen Datenbanken auftauchen.

    Neue Auftraggeber zu finden, ohne irgendwo ein Portfolio online zu haben, ist in der heutigen Zeit für nicht wenige Künstler beruflicher Selbstmord, etwas übertrieben gesagt.

    Unabhängig davon kann es ja auch nicht sein, dass man sagt: Wenn du nicht kopiert werden willst, dann behalte deine Kunst für dich ...

    Was ist das denn für eine krude Aussage?
    Wenn es den selben Stellenwert wie die Tasse im Souvenirshop hätte, würde es nicht hinter Glas hängen, 1000000€ kosten und Menschen dazu bringen ganze Reisen auf sich zu nehmen nur um einmal das Original zu sehen.

    Ich glaube, hier verwechselst du "persönlicher Stellenwert von Goldfuzzys Eltern" mit "geschätzter Geldwert aufgrund von Angebot und Nachfrage".

    Wenn du viel Zeit brauchst um dasselbe Ergebnis zu liefern, das du mit KI viel schneller produziert hättest, solltest du vielleicht die Konsequenz ziehen und künftig mit KI arbeiten. ;) Anders gesagt: Nur weil jemand viel Zeit in etwas steckt, ist es noch nicht automatisch viel wert.

    Der letzte Satz ist natürlich richtig. Allerdings gilt auch: Nur weil etwas in weniger Zeit produziert werden kann, ist das Ergebnis nicht automatisch mehr wert. ;)