Beiträge von Riesenfrosch im Thema „Phantom Epoch“

    Bin also sehr gespannt auf eure Erfahrungsberichte.

    Wir (zwei Spieler*innen) haben bislang fünf Missionen (inklusive Tutorial) gespielt. Unser Team besteht aus einem Grallok-Krieger und einer Slink-Bogenschützin.

    Um es vorweg zu nehmen, uns unterhält das Spiel aktuell ausreichend genug, um es weiterzuspielen.

    Eine detaillierte Beschreibung der Spielmechaniken möchte ich mir hier sparen, würde aber ein paar Punkte rauspicken, die uns beim Spielen – neben dem bereits genannten Währungsgrind – besonders aufgefallen sind.

    Ich habe versucht Spoiler zu vermeiden, weswegen hier einige Punkte auf jeden Fall fehlen.


    Kartensystem für Held*innen

    Von der Spielerfahrung her würde ich es am ehesten mit Gloomhaven vergleichen. Auch hier werden die Helden*innen über Karten gesteuert, von denen allerdings mehr als zwei pro Runde gespielt werden können.

    Die Karten haben Aktionspunktwerte und jeder Charakter hat entsprechend seiner Spezies unterschiedliche Aktionspunkte pro Runde zur Verfügung.

    Die Summe der Aktionspunktewerte der gespielten Karten dürfen die zur Verfügung stehenden Aktionspunkt nicht überschreiten.

    Ausgespielte Karten können über eine Rast-Aktion zurück auf die Hand genommen werden. Anders als bei Gloomhaven muss dabei keine Karte dauerhaft abgelegt werden für die restliche Mission.

    1. möglicher Kritikpunkt hier (neutral): Es gibt also kein Zeitlimit über die Karten.

    2. Kritikpunkt hier (negativ): Die Aktionen der jeweiligen Karten fühlen sich recht simple an und bieten den üblichen Standard, wie Bewegen, Springen oder Angriff. Bislang wirkt da nichts sonderlich originell – die Klasse aus der Erweiterung scheint sich aber etwas abzuheben und deren "Feuer"-Thema kommt durchaus rüber. (vom ersten groben überblicken der Aktionen).


    Gegneraktivierungen

    Gegner werden ebenfalls über Karten aktiviert. Dabei gibt es immer ein Set bestehend aus einer Karte für die Spezies und einer für die Klasse des Gegners.

    Auf der Karte für die Klasse sind verschiedene Aktionen aufgeführt, die Gegner in Abhängigkeit ihrer Base machen, sodass Gegner des gleichen Typs aber unterschiedlicher Base (Farbe) andere Aktionen ausführen.

    Vermutlich sollen sich Gegner dadurch nicht immer gleich anfühlen.

    Kritikpunkt hier (negativ): Wie schon bei Gloomhaven (scheint mehr einfach an vielen Stellen als Vorlage gedient zu haben) führt es aber einfach dazu, dass teilweise völlig sinnfreie Aktionen ausgeführt werden – heilen, obwohl es nichts zu heilen gibt, Bewegung zu ungünstigeren Positionen als der Ausgangsposition etc.


    Initiative

    Auch den gegnerischen Aktionen sind "Aktionspunkte" zugewiesen. Diese Aktionspunkte (sowie die von den Charakteren über ihre gewählten Karten ausgegebenen) bestimmen die Initiative. Wer weniger Aktionspunkte verbraucht, ist eher dran. Bei Gleichstand zwischen Gegnern und Helden*innen aktiveren letzte zuerst.

    Kritikpunk (positiv/ neutral): Das Initiativsystem ist nicht fix. Es ist nie genau vorhersehbar, wer wann dran ist. Mit mehr Kenntnis einer gegnerischen Spezies kann man sicher besser vorhersagen, wie schnell oder langsam diese vermutlich sein wird, um sich darauf einzustellen.


    Eventsystem

    In jeder Spielrunde wird ein Event gezogen und absolviert. Das Eventdeck besteht dabei (bislang) immer aus zwei Teilen.

    Für die ersten 5 Runden werden aus einem entsprechenden Stapel fünf zufällige Karte gewählt, die dann auf den immer gleichen (aber vor jeder Mission gemischten) zweiten Stapel gelegt werden.


    Kritikpunk (negativ): Gerade die 1. fünfEvents sind super langweilig. Meistens passiert einfach nichts "Quit – nothing happens".

    In diesem "Runde 1-5" Stapel gibt es – glaube ich – auch nur ein oder zwei Karten, die einen direkten Bezug zur Mission herstellen können und dort etwas Missionsspezifisches auslösen. Es könnte also passieren, dass die Events in den ersten Runden überhaupt keinen Einfluss auf den Spielverlauf haben.


    Aufleveln

    Am Ende von Missionen gibt es als Belohnung u.a. Skillpoints. Mit diesen können (bislang ausschließlich) neue Aktionskarten gekauft werden. In jede Mission können aber nur 10 Karten mitgenommen werden (Charaktere starten mit 10 Karten), sodass auch hier beim Erwerben neuer Karten lediglich der Pool verfügbarer Karten vergrößert wird aus denen gewählt werden kann.

    Erlernbare Karten gibt es von Beginn der Kampagne an ganze vier pro Klasse. Ob da noch mehr kommen, wird sich zeigen.

    Darüber hinaus gibt es (bislang) keine Level. An den jeweiligen HPs, dem ausgeteilten Schaden, den zur Verfügung stehenden Aktionspunkten etc. verändert sich nichts.


    Die Progression scheint vor allem über Items und Attachments zu kommen (wofür dann wieder die Nova Cells super wichtig werden).


    Das soll an dieser Stelle für den Ersteindruck reichen.


    Grüße