Beiträge von Jubelperser im Thema „[2018] Der Unterhändler“

    Sorry Ben, ich würde mir das gerne durchlesen, aber das ist mir viel zu aggressiv und unfreundlich. Ich wollte dich nicht ärgern, sondern nur meine subjektiven Eindrücke vermitteln.

    Nichts für ungut, durch dich und deinen großartigen 4-Teiler zu Arkham Horror Second Ed., bin ich erst zum Vielspieler geworden. Also Schwamm drüber.

    Meine Würfel sind aus Plastik. Hab die englische Version. Karten sind n Hüllen und ich spiele mit der Weg schönen Playmat.

    Hab nun nach 2 weiteren Siegen gegen den Terroristen die Lehrerin ausgepackt. Die ist ja ziemlich easy und mit einer ganz anderen Strategie zu packen. Eine knappe Niederlage und drei Siege bisher. Fühlt sich wirklich anders an mit ihr. Das Spiel macht Laune und ich hab mit dem all in der letzten KS nicht du so viel vor mir.

    Ja die Lehrerin ist tatsächlich nicht schwer. Wie gesagt - aber immer vor dem Hintergrund, dass ich prinzipiell erst das Grundspiel durch habe - greift hier das Prinzip "Man verliert mit Pech" vor dem Prinzip "Man gewinnt mit Glück".

    Ist immer ein schönes Gefühl zu hören, wenn man auf andere positiv einwirkt :)

    Tatsächlich komme ich gerade von einer 12-Stunden-Schicht Mage Knight und konnte davor nur noch ein weiteres Spiel machen, nämlich gegen Josefina Hernandez. Auch dieses habe ich auf Anhieb gewonnen, aber es war denkbar knapp. Worüber ich sehr glücklich war, weil hier doch (auch für mich) gute Herausforderungen dabei sind. Ich konnte erst im letzten Moment, also beim Wendepunkt, mit einer gut vorbereiteten Hand, deren Idee ich erst in der drittletzten Runde hatte und damit noch gerade so Zeit hatte diese vorzubereiten, gewinnen. Dabei ist es wichtig (und das habe ich früher gemerkt), die Geiselnehmerin so schnell wie möglich zu erschießen. Bei ihren Sonderregeln bietet sich das an. Ich gewann anschließend mit:

    2 x Was ich damit sagen wollte

    2 x Lass uns plaudern

    2 x Ich bin ganz Ohr

    Mit dieser Kombo habe ich folgende Karten nachgekauft und den Komplizen damit zur Aufgabe gezwungen:

    1 x Das ist noch nicht zu Ende

    2 x Es gibt eine Hintertür

    Also trotz meiner Frustration über das Material spiele ich das Spiel sehr gerne, weil einfach gut gelungen.

    Solche Kommentare liebe ich ja.

    Und ich liebe es ja, wenn eine Antwort direkt mit so einem Satz beginnt. Da hat man ja gleich viel mehr Lust weiterzulesen. Vielleicht das nächste Mal erst mal ruhig nachfragen? Aber trotz deiner Polemik versuche ich mal deine inhaltlichen Fragen/Probleme aus dem Weg zu räumen:

    1.

    Wenn sich deine Karten und deine Tableaus "wellen" (ich weiß nicht mal, wie das gehen soll)

    Das liegt möglicherweise daran, dass du mit der Beschreibung "wellen", die falschen Bilder vor Augen hast. Gemeint ist, dass sowohl Karten als auch Brett im Profil gebogen sind. Ich hatte ja auch schon erwähnt, dass das bei den Karten zum sogenannten Knack-Frosch-Effekt führt. Mit dieser Beschreibung hätte es eigentlich nicht passieren dürfen, dass man sich unter der Beschreibung "wellen" ein Profil wie eine Sinuskurve vorstellt, oder was auch immer du für ein Bild vor Augen hattest. Denn der Knack-Frosch-Effekt ist i.d.R. bei Karten vorhanden, die einmal nach oben oder unten gebogen sind.

    2.

    Es entzieht sich mir absolut jedes Verständnis, wie man da - OHNE BESCHWERDE - auf die Qualität schließt.

    Ich gestehe, diese Aussage ist syntaktisch nur schwer nachzuvollziehen. Denn natürlich kann ich bei meinen Spielen, die ich vor mir habe, auf die Qualität schließen. In welchem Zusammenhang steht das zu einer Beschwerde, die ich - wenn ich das denn möchte - immer noch machen kann.

    Meine Vermutung ist daher, dass du hier ein wichtiges Wort vergessen hast, nämlich "allgemeine". Sprich, wolltest du schreiben: "Es entzieht sich meinem Verständnis, wie man da - ohne Beschwerde - auf die allgemeine Qualität schließt"?

    Falls ja, erschließt sich mir auch der Zusammenhang, weil es dir um alle produzierten Karten ging. Da lautet die Antwort: Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das ein Einzelfall ist. So wie meine Karten aussehen, habe ich tatsächlich den Eindruck, dass ein Austausch keine Besserung bringt. Denn die Wellung ist - das denke ich zumindest - dem billigen Papier geschuldet. Wenn du dir aber sicher sein solltest, dass das nicht so ist und die Karten normalerweise schön eben und flach sind dann können wir es mit einem Austausch (wenigstens ein Mal) gerne versuchen.

    Falls der Satzbau oben aber doch korrekt war, dann tut es mir leid, aber mein syntaktisches Verständnis kriegt die beiden Inhalte "sich beschweren" und "Qualität beurteilen" nicht zusammen. Sind für mich zwei Dinge, die unabhängig voneinander existieren. Im Übrigen auch moralisch, nur für den Fall, dass du mir vorwirfst mich zunächst hier zu äußern, ohne mich vorher an den Verlag zu wenden. Ich habe die Freiheit, hier meine Meinung zu äußern, auch wenn ich mich dazu entscheide nicht zu reklamieren. Das ist dann eine dritte Möglichkeit der Interpretation, die mir gerade beim Schreiben eingefallen ist :)

    Wie teuer diese "billigen" Würfel

    Sorry, aber diese Würfel SIND billig. Ich weiß auch nicht, was es da zu diskutieren gibt. Und dann wieder diese Polemik, ob man welche aus Blei liefern solle. Es mag Menschen geben (wie ein Mitmensch weiter oben), die damit keine Probleme haben, aber das bedeutet mitnichten, dass die Qualität hier grenzwertig und somit diskutabel ist. Die Dinger sind schlecht und PUNKT! Sie haben übrigens auch überall Dellen und Beschädigungen, die einem kein gutes Gefühl geben, was die stetige Gleichverteilung betrifft. Insgesamt kann ich nur sagen: Wenn hier Würfel aus Plastik und Karten aus Leinen verwendet worden wären, dann hätte ich hier ein wundervolles und besonders empfehlenswertes Spiel in meinem Besitz! Es ist wirklich schade. Im Übrigen bin auch ich ein Verfechter des Fair Trade. Was die Preisgestaltung betrifft gehe ich immer davon aus, dass ein Verlag hier nach gutem Gewissen entscheidet und nicht danach, ob der Chef sich seinen dritten Maserati kaufen kann ;)

    Boah, das ist schwer zu beschreiben. Ich überlege mir immer spontan, welche Karten ich spielen will. Ich versuche, wenn man das vielleicht als Vorgehen bezeichnen kann, so gut wie immer die beiden 1er Karten zu nehmen, da dies im Prinzip ein zusätzlicher Würfel ist. Außerdem hat es sich als effizient herausgestellt, wenn man in den ersten beiden Runden (am besten gleich in der ersten) die Forderungskarten aufdeckt und dann dafür sorgst, dass das Bedrohungslevel nicht über drei steigt. Ich spiele nach dem Motto "Bedrohung vor Punkte".

    Besonders den verzweifelten Vater fand ich sehr einfach. Sorge einfach für die Kombo "Ich will nur reden ..." + 2 x "Was ich damit sagen wollte..." + 2 x "Nur ein paar Minuten noch!" + 2 x "Lass uns plaudern!" während du bei Bedrohung 0-1 bist und schon hast du 12 Punkte um das Kind medizinisch versorgen zu lassen (es sei denn du hast extrem viel Würfelpech).

    Natürlich sind sechs Partien noch im Bereich zu weniger Stichproben, aber vielleicht habe ich auch ein Händchen für das Spiel. Bin mir da selbst noch unsicher. Ich werde heute noch (und demnächst) viele weitere Partien gespielt haben, dann kann ich ja nochmal rückmelden.

    So, nach mittlerweile sechs Partien kann ich ein erstes Fazit ziehen.

    Die gute Nachricht, es hat mich gefesselt. Sehr immersiv, gute Mechanik, Varianz ok und wird mit den Erweiterungen vermutlich auch besser.

    Die schlechten Nachrichten: Ich habe - bis auf das erste Spiel - alle anderen mit Leichtigkeit gewonnen. Einerseits hoffe ich, dass es Zufall ist, oder mit weiteren Spielen, noch schwerere Situationen kommen, andererseits fehlt bei dem Spiel ein variabler Schwierigkeitsgrad. Aber da kann ich mir möglicherweise selbst etwas überlegen.

    Dann: Das schlechteste Spielmaterial, aller meiner Spiele bisher. Alle Karten aus billigem Material und gewellt. Praktisch alle Karten haben diesen "Knack-Frosch-Effekt". Besonders vom zweiten Grundspiel. Kennt ihr das? Furchtbar, mich macht das total nervös. Von den Würfeln ganz zu schweigen; wurde ja auch schon weiter oben erwähnt und dem muss ich mich an dieser Stelle anschließen. Das Tableau auch schwer gewellt. Sieht im Profil aus wie ein "E", wenn ihr wisst, was ich mein.

    Fazit: Tolles Spiel, aber die Qualität lässt mich während des Spielens dermaßen abkotzen, dass mir ein Großteil des Spaßes flöten geht. Wirklich furchtbar; das hat die Hemmschwelle für einen weiteren Kauf bei Frosted Games auch deutlich angehoben.

    Hallo an alle Solo-Spiel-Interessierte.

    Bin auf die Rezension von Hunter gestoßen zu dem Spiel "Der Unterhändler". Ich würde gern einmal nach Erfahrungen fragen, um weitere Eindrücke zu gewinnen, ob das Spiel zu mir passt.

    Leider gab es bislang noch kein Spiel, dass mich dauerhaft solo gefesselt hat, ganz davon zu schweigen, dass es ohnehin erst drei Spiele gab, die mich zumindest wenigstens ein Mal dazu brachten es solo auszuprobieren (Terraforming Mars, Mage Knight und Agricola). Auch wenn alle drei Erfahrungen positiv waren (besonders MK), so musste ich doch feststellen, dass es mir mit Mitspielern mehr Spaß macht und so ist es immer bei einem Durchgang geblieben.

    Daher meine wichtigste Frage zuerst:

    Hat "Der Unterhändler" das Potenzial mich dauerhaft zu fesseln?

    Darüberhinaus würde ich gerne über die Erweiterungen reden, denn davon gibt es ja eine Menge:

    Sind alle empfehlenswert?

    Ergänzen sie das Spiel immer sinnvoll, entweder im Sinne "Neue Elemente" oder auch nur "more of the same"?

    Freue mich auf eure Eindrücke (auch über meine Fragen hinaus)!