Beiträge von Stilp im Thema „[2018] Der Unterhändler“

    @Ben2

    Auch wenn die Übersetzungsarbeit mitunter zeitlich anstrengend ist, so sind wir bei zwei Grundsets zu je 29 Euro und elf Erweiterungen zu je 9 Euro bei 157 Euro. Wenn ich da den Umfang des Spielmaterials bei anderen Spielen daneben lege und den Wiederspielreiz abschätze, dann muss ich die 157 Euro schon hinterfragen. Dass da ein Großteil pro Schachtel bei Van Ryder Games hängen bleibt ist mir klar, kaschiert aber das Problem nicht.

    Wenn ich die Monumental Version von Clash of Cultures danebenlege oder das für mich heiß ersehnte Frostpunk, dann müssten jeder einzelnen Schachtel vom Unterhändler rote Ohren wachsen, wenn ich den Inhalt bzw. den Lokalisierungsaufwand gegenüberstelle. Szenariopacks verkauft man lieber einzeln und dadurch teuer, statt wie gewohnt als große Erweiterungen. Und das finde ich für das Spiel bedauerlich (vorsichtig ausgedrückt).

    Ansonsten macht Ihr aus meiner Froschperspektive eine saubere Arbeit und Ihr seid eine Bereicherung für die deutsche Brettspielerszene und habt mit eurem Fokus für Solospieler/ Zweipersonenspiele eine sichere Zukunft vor Euch, auch wenn Ihr noch nicht die Absatzzahlen habt, die Ihr „braucht“.

    Auch wenn das Material als made in Germany oder Europe qualifiziert ist, kann es noch immer miserabel sein (wobei ich in meinem Beitrag keine qualitativen Mängel angesprochen habe). Dass mit sog. Kleinstauflagen die Margen auf dem Markt überschaubar sind, wurde nicht bestritten und ist nicht nur ein Problem in der Brettspielwelt.

    Stilp. Rechen- und Schneeschieber in der Frostpunkwarteschlange.

    Nach der elften Erweiterung/Szenario bringt man jetzt (schon) das zweite Grundset raus. Reschpeckt. :tease:

    Sorry. Zweimal 29 Euro für die Startsets bzw. für die elf Handvoll Dollar Karten der jeweiligen Erweiterungen zum ersten Grundset mal so nebenher 9 Euro ist schon mal ne Ansage. Auch wenn ich nicht bekennender Solospieler bin, so war ich anfangs recht angetan von dem Spiel. Wirkt für mich nur so, als dass man hier bewusst die Szenarien in der Schublade zurückbehalten hat, um die Kuh möglichst lange zu melken. Keine Unterstellung an Frosted Games, bitte nicht falsch verstehen, die hängen sich auch nur dran und bedienen so längerfristig die Fans, so wie von Van Ryder Games vorgegeben und bringen augenscheinlich auch jede Erweiterung ohne Rücksicht auf Verluste. Wenigstens konsequent im Vgl. zu anderen „Größen“ der Branche, bei denen nach dem Grundspiel nach wirtschaftlicher Auswertung die Klappe fällt. Hostage Negotiator resp. Unterhändler wirkt für mich wie ein Zeitschriftenabo, dass die Gefahr birgt, es irgendwann satt zu haben. Man ist so jeden Monat gezwungen, mal wieder drauf zu schauen bzw. das neu angebotene Szenario zu begutachten und wenn nicht, plagt einen das Gewissen.

    Kleckerweise neuer Content, um die Kundschaft bei Laune zu halten, statt Szenariopacks in größeren Abständen. Kann man für gut heißen, muss man aber nicht...

    Stilp. Dauernörgler mit etatmäßiger Winterbereifung.