Was ist es, was das Spiel für dich zu einem guten Spiel macht?
Tjaaa, History of War... Das was mir am liebsten an dem Spiel war, war der Umstand, dass ich es mit einem guten Freund gespielt habe. Damals mochte ich gerne Deckbau betreiben. Also sich mit dem Spiel beschäftigen, wären man es nicht spielt und sich dabei Strategien überlegen. Das Spiel ist reich an möglichen Strategien und Kartenkombinationen. Auch sind die (grob) zwei Parteien doch recht unterschiedlich in ihren Ausrichtungen. Ich wage auch zu behaupten, dass man mit beiden Seiten eine balancierte Gewinnchance hat. Thematisch finde ich das Spiel überwiegend korrekt. Der Schlüssel zum Sieg bei dem Spiel ist, wenn man verstanden hat, dass Vorbereitung alles ist und der, der auf ein Angriff vorbereitet reagieren kann, den lokalen Konflikt meistens für sich entscheidet. Clever finde ich, dass ein lokaler Sieg in einer Region den Sieger etwas schwächt, weil er eine Garnison unterhalten muss.
Als dann der Freund weg gezogen ist, musste ich feststellen, dass relativ wenige Leute gerne Panzer hin und her schieben mögen. Auch wenn man Mitspielern ein wohlgesonnenes Deck vorbereitet hat, haben diese das Spiel meist schlecht gespielt, da sie den Spirit des Decks nicht kennen und sich meist in zu schnellen Angriffen verzetteln. Ganz Plump würde ich es mit einer guten Schachpartie vergleichen wollen. Ist nicht für jeden was.
Ich mag das Spiel aus oben genannten Gründen, aber ich habe keinen Nährboden mehr dafür. Auch mangelt es mir zusehends an Zeit mich mit Deckbau beschäftigen zu wollen. In all der Kombination spiele ich dann aber leider lieber eine Partie Dominion als HoW, weil mir Zeit mit Mitmenschen lieber ist, die wären der Partie auch Freude haben. Es gibt ja Pessimisten, die behaupten: "Bei Kompromissen verlieren alle Beteiligten!"
Notiz an mich selber: "Ich möchte nie Pessimist werden!"