First Class Strategien

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  • Hallo,



    First Class ist ein Spiel, dass bei den meisten in meiner Spielrunde gut angekommen ist. Leiderhaben wir das Problem, dass eine Strategie bei uns das Spiel beherrscht, in dem sie deutliche Siege erringt.



    Ich habe heute meine Rezension veröffentlicht und die oben genannte Strategie beschrieben.



    Ich hoffe weiterhin, den Erfolg dieser Strategie eindämmen zu können. Vielleicht könnt ihr eure Erfahrungen posten und mir Tipps geben. Danke



    Wolfgang

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  • Hm,


    Die Startspielerkarte mit den 2 Münzen, war bei uns immer die Karte, die nie einer nahm. Um daurch verstärkt an Münzen zu kommen, scheint mir sehr mühsam. dafür ist das Spiel zu kurz.
    Und ob dann auch immer genügend Investorkarten liegen, ist ja auch nicht immer gesagt.
    Ja, der schaffner generiert viele Punkte, wenn ich aber mit der Lok als Bonusaktion mit der Postkarte einer Strecke z.B. doppelt gewertet kriege ist das auch nicht zu vernachlässigen.
    Womit wir dann schon bei der nächsten Frage wären: Ist das mit allen Modulen bei euch so gewesen?


    Unterm Strich bin ich skeptisch, ob diese Strategie immer gewinnt. Möglich ja, aber nicht generell.



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Hallo @Golbin,


    kannst du etwas über die Gesamtpunktzahl sagen? Bitte mit Spielanzahl-Angabe. Eine Information bezüglich "mit 50 Punkten mehr" - damit kann man nichts anfangen. Woher soll ich bsw. wissen, ob die Mitspieler des Schaffnerspielers nicht einfach zu doof waren?


    Grundsätzlich glaube ich, dass in diesem Spiel auch sehr wichtig ist, was die anderen Spieler zulassen. Wenn der Schaffnerspieler alles bekommt, was er für seine Strategie braucht, dann gewinnt er. Das kann aber auch bei anderen Strategien so sein.


    Meine Frau hat mich kürzlich mit einer Passagier-Strategie abgeledert, die in Punktzahlen gekommen ist, die mich eher an Russian Railroads denken lassen. Das war zwar auch eine "Schaffner-Strategie" aber eben nur mit einem Zug. Obwohl sie sich die 20 Punkte für den zweiten Schaffner auf der Lok auch geholt hatte... Das war mein Fehler das zuzulassen, war aber am Ende nicht ausschlaggebend. Und darüber hinaus haben wir zu zweit gespielt. Da sind meiner Meinung eh höhere Punktzahlen möglich, weil es weniger Einmischung anderer Spieler gibt.


    Zweite grundsätzliche Bemerkung: Ich habe so langsam das Gefühl, dass auch bei First Class, ähnlich wie bei Russian Railroads (->RRR), nur Extreme gewinnen können und man mit Mischstrategien nicht weit kommt. Allerdings habe ich bisher den Eindruck, dass auch First Class (genau wie RRR) extrem gut ausbalanciert ist. Aber ich kann mich auch täuschen.

  • Das alles sehe ich genauso-


    Allerdings wird auch Golbin so im Thema sein, dass er das alles mit berechnet hat.


    Letztendlich kommt es auf die Mitspieler und auf die Module an.



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Hallo zusammen,


    danke für die Antworten.


    Hier die Dinge, die ich zu euren Fragen und Annahmen sagen kann. Ichgehöre, in diesem Fall leider, nicht zu den Spielern, die jede Partie exakt notieren. Für fast alle Rezensionen sind die Spielstände zum Beispiel unerheblich. Die Spielerzahl ist wichtig, um zu schauen, wie sich ein Spiel in unterschiedlicher Spielerzahl spelt.


    - Was ist noch sagen kann: Ich meine die Gesmatpunktzahl des Schaffners lag bei uns in der Regel zwischen 200 und 250 Punkte. Nur bei dem Spiel mit 2 PunkteVorsprung weiß ich noch, dass es 204 zu 202 waren. In dem Spiel spielten zwei Spieler auf den Schaffnerstrategie.Da beide Spieler nebeneinandersaßen,gewann der, der vor dem anderensaß (der wurde Dritter).Ichhabeesmeistens zuviert gespielt. Mit weniger Spieler werden die Punkte generell höher.


    - Die Module ändern sehr wenig, weil fast allebenötigten Karten im X-Deck sind. Esschwankt durch die Geldvergabe (wenn Geld schwerer zu erlangen ist,lassen sich die Endewertungskarte schwerer kaufen).Ich habe nicht alle 10Kombisgespielt. Vorschläge sind gern willkommen


    - DIe Startausgabe der Wertungskartenspielt eine Rolle.Ohne Schaffner war es ausgeglichener,aber das hatte ich nur einmal in Viererspielen. Bei zweien oder weiteren gibt es etwas Konkurrenz und es fehlen Schaffnerkarten - die Wahrscheinlichkeit für neu aufgedeckte sinkt. Mit genau einer KartewarderVorsprung immer am höchsten.


    - Erfahrung: Ich habe Neulingen (Freiwillige) die Taktik erklärt und selbst versucht,dagegenzuspielen (ohne sie zu kopieren) - gescheitert.


    Das Blöde an meiner Situation ist es, dass sich bei meinen Mitspielern die Strategie herumgesprochen hat und deswegen das Spiel gemieden wird. Deswegen wendei ich mich hier an erfahrene Spieler.Mehr als ein oder zwei Spiele für den Gegenbeweis bekomme ich vermutlich nicht. Am einfachsten wäre für mich eine Modulkombi, bei der die Schaffnerstrategie Schwierigkeiten bekommt.


    Wolfgang

  • Die Module ändern sehr wenig, weil fast allebenötigten Karten im X-Deck sind. Esschwankt durch die Geldvergabe (wenn Geld schwerer zu erlangen ist,lassen sich die Endewertungskarte schwerer kaufen).

    Hier widersprichst du dir meiner Vermutung nach ein wenig. Die Passagiere ermöglichen eine krasse Geldstrategie. Multiplikator 10 am Ende war in der einen Partie bei uns fast wenig... Allerdings muss man für Passagierkarten auch auf die entsprechenden Karten verzichten, die man dann am Ende multiplizieren kann. Aber 220 Punkte waren es mit der Passagier-Strategie bei uns auch.


    - Erfahrung: Ich habe Neulingen (Freiwillige) die Taktik erklärt und selbst versucht,dagegenzuspielen (ohne sie zu kopieren) - gescheitert.

    Hast du den Leuten denn auch die wichtigen Karten weggenommen? Bsw. auch durch beenden einer Reihe. Dann musst du sie ja auch nicht selber nehmen. Wenn nein hast du ja auch nicht dagegen angespielt...


    Also, ich will nicht allzu kritisch sein. Punktzahlen von 200-250 halte ich für sehr hoch. Allerdings komme ich eben auch bisher nur auf 5 Partien. Entweder zu viert oder zu zweit gespielt bisher. Mag sein, dass du Recht hast. Aber tendenziell ist die HiG-Crew mit eine der Besten, wenn es um das Punktebalancing geht. Ausschließen will ich also nicht, nur einen kleinen Vertrauensvorschuss geben.


    Was meint denn unser HiG-Experte @Klaus_Knechtskern?

    Einmal editiert, zuletzt von ode. ()

  • Hallo zusammen,


    wir haben #FirstClass bisher dreimal zu viert gespielt. Die beiden ersten Male habe ich mich auf die Lokomotiven und den Verdoppler gestürzt (A/B). Dabei einmal zweiter und einmal gewonnen( so um die 200 Punkte). Beim dirtten Mal habe ich die Schaffner genommen und versucht die Multiplikatoren zu bekommen (A/D). Dabei habe ich mit ca. 20 Punkten Vorsprung mit 223 Punkten gewonnen. Das mit den Multiplikatoren ( 10 bei 5 Schaffnerkarten) für Schaffner scheint mir doch recht stark zu sein. Wenn die Verdoppler (B) im Spiel sind, ist der Schaffner nicht ganz so stark, da man durch Aufwerten auf 12 und Verdopplen locker diese Punktzahl bei der Multiplikation übertreffen kann. Zudem sollte man die Aufträge nicht vernachlässigen. Es gibt viele, die mit gleichen/ähnlichen Bedingungen zu erfüllen sind und sehr viele Vorteile bringen.


    Ciao
    Nora

  • Mich interessiert das Spiel sehr und würde deshalb gerne wissen wie es mit der beschriebenen Problematik weiter geht.
    Leider ist die Diskussion hier etwas eingeschlafen. Hast du das Problem schon auf Boardgamegeek beschrieben?

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  • Die hier geschilderten Punktzahlen (200 - 250) sind mit allen Strategien zu erreichen. So eine Extremstrategie ist ja
    eigentlich immer anfälliger als ein etwas breiter gefächerter Ansatz

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Also aus meinen Runden muss ich leider auch berichten, dass die Schaffnerstrategie übermächtig erscheint :(


    Das ist sehr schade weil es ein eigentlich schönes Spiel dadurch "kaputt" macht ...


    Zumindest hat es dazu geführt, dass es nun kaum noch einer spielen möchte.

  • Im Spiel zu zweit habe ich vor einigen Wochen ein als sicher verloren geglaubtes Spiel mit 5 Schaffner-Karten doch noch für mich entschieden. Erst durch diesen Beitrag hier, wird mir klar, dass man sein ganzes Vorgehen darauf aufbauen kann.
    Aber wie ist das im Spiel zu viert, wenn mehrere Spieler die Schaffner-Strategie spielen möchten. Behindern sie sich nicht gegenseitig, so dass sich der Spieler freut, der sich alleine auf etwas anderes konzentriert?

  • Vielen Dank an @Golbin für den hervorragenden Beitrag in der Pöppelkiste zur Schaffnerstrategie. Solche Artikel gibt es viel zu selten. Es macht Spaß sich mit den Strategien in Euros auseinander zusetzen. Mich hat der Beitrag motiviert mich mit den Möglichkeiten in #First Class auseinander zusetzen.

  • #First Class hat als 1. Spiel den "Beeple Award" erhalten. D. h. viele Blogger haben das Spiel getestet, keinem ist aufgefallen, dass eine Strategie die anderen (haushoch) aussticht. Was sagt uns das?

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  • D. h. viele Blogger haben das Spiel getestet, keinem ist aufgefallen, dass eine Strategie die anderen (haushoch) aussticht. Was sagt uns das?

    Vielleicht dass die These, eine Strategie wäre übermächtig, eventuell doch nicht stimmt?


    Ich persönlich finde First Class jetzt nicht soooo toll. Alles offene Information mit zuviel Siegpunktrechnerei, das ist nicht so ganz mein Fall. Aber wenn ich bei einem Verlag recht hohes Vertrauen habe, dass sie ihre Spiel vor der Veröffentlichung vernünftig getestet und ausbalanciert haben, dann bei Hans im Glück.

  • #First Class hat als 1. Spiel den "Beeple Award" erhalten. D. h. viele Blogger haben das Spiel getestet, keinem ist aufgefallen, dass eine Strategie die anderen (haushoch) aussticht. Was sagt uns das?

    Auch in der Spielbox Rezi war es kein Thema.
    Ausserdem habe ich die Schaffnerstrategie probiert: funktioniert bei mir nicht. Mir fehlte z.b. Geld, um die Schaffner-Multiplikatoren zu kaufen.


    Aber dann hat mir jemand gezeigt, wie es geht und die Strategie knallhart durchgezogen. Und in meinen 9 Partien hat bisher immer der gewonnen, der die Schaffnerstrategie bewusst oder unbewusst "gefahren" hat.

  • Ich hab heute mit einer locker runtergespielten Strategie ohne Schaffner auch knapp unter 200 Punkte geholt. Ohne mich groß anzustrengen. Meine Waggons hatten Punkte im Wert von 13 zum Ende hin. Das hätte ich auch noch alles durchoptimieren können. Geld für weitere Mulitiplikatorenkarten war auch noch da, wenn meine Sorte gekommen wäre (habe auf die Zugstrecke gespielt).


    Ich denke, Extremstrategien in diesem Spiel sind stark davon abhängig, was die Mitspieler liegen lassen und was weg kommt. Wenn ich meine Aktionskarten und meine Multiplikatoren kriege, dann sind sie super stark. Wenn nicht, dann nicht.


    Ein Aspekt an dem Spiel, genau wie bei RRR, dass die Extreme so krass sind und das Spiel dahin ziehen... Schade. Ich mags lieber, wenn man auch vielseitige Strategien fahren kann. Ich werds weiterhin ausprobieren. Hoffentlich bald mit neuen Modulen. 5 sind toll. Aber, obwohl ich kein großer Freund von Erweiterungen bin, reizt es mich bei dem Spiel total, was da noch kommen könnte.

  • Also auch wenn ich hier noch zig mal lese, dass man mit anderen Strategien solche Punktzahlen erreichen kann, was ich hier vermisse ist ein Erfahrungsbericht der schildert wie jemand gegen einen Spieler, der die Schaffnerstrategie fährt, gewonnen hat!


    Nur dies würde mir die Hoffnung geben, dass diese Strategie nicht übermächtig ist.


    Daher die direkte Frage: Hat hier schon mal jemand GEGEN diese Strategie gewonnen?


    Und natürlich kann man jetzt sagen "Das macht mir keinen Spaß diese Strategie nachzuspielen". Aber dann kann man auch nicht behaupten andere Strategien würden dagegen ankommen.


    Auch ich will nicht glauben, dass weder der Verlag noch all die Preisverleiher und/oder Rezensenten dies nicht berücksichtigt haben. Aber gerade bei der Vielzahl an neuen Spielen drängt sich in mir der Verdacht auf, dass hier tatsächlich nicht gründlich genug getestet wurde. Oftmals sind solche Extremstrategien ja auch recht abstrakt und würden mir nie von selbst auffallen. Aber bei First Class finde ich diese sehr naheliegend. Vor allem da die Bonuskarten nur bei den Schaffnern einen Faktor von 4 haben und somit automatisch in den Fokus rücken. Genau das im Zusammenspiel mit den Bonuspunkten für das schnelle Erreichen der Lok haben mich bei der ersten Partie automatisch diese Strategie anwenden lassen.

  • Aber gerade bei der Vielzahl an neuen Spielen drängt sich in mir der Verdacht auf, dass hier tatsächlich nicht gründlich genug getestet wurde.

    Also, das Argument zieht eigentlich gerade bei HiG nicht. Wenn es eine Spieleredaktion gibt, die sich damit rühmen kann Spiele zu balancen, dann HiG. Daher vertraue ich da eigentlich eher der Redaktion als jemand, der da mal den Bart abbekommen hat und darüber im Internet-Forum schreibt. Und das meine ich grundsätzlich, nicht auf @Golbin bezogen. Mag ja sein, dass er Recht hat. Ich sehe das noch nicht.


    Sollte sich der Verlag nicht dazu äußern, dann müssen wir wohl warten, dass es irgendwann mal Turnierspiel wird. Dann erfahren wir es...

  • Zweite grundsätzliche Bemerkung: Ich habe so langsam das Gefühl, dass auch bei First Class, ähnlich wie bei Russian Railroads (->RRR), nur Extreme gewinnen können und man mit Mischstrategien nicht weit kommt. Allerdings habe ich bisher den Eindruck, dass auch First Class (genau wie RRR) extrem gut ausbalanciert ist. Aber ich kann mich auch täuschen.

    Das würde ich so bestätigen! Vielleicht ist die Schaffner-Strategie nur am einfachsten? Meine Frau hat mich damit auch schon besiegt. Ich halte den Streckenausbau für etwas zu schwach, man investiert schon einiges und First Class ist ja ein eher schnelles Spiel. Bevor es da richtig ertragreich wird, sind andere schon davon geeilt. ZUmindest ist so meine Erfahrung.


    Grundsätzlich würde ich sagen das die Endwertungskarten im allgemeinen sehr stark sind. Die passenden Karten zu bekommen ist ja auch immer mit etwas Glück verbunden, aber wer das schafft, kann im Prinzip ein verlorenes Spiel noch rumreißen. Ich würde also weniger die Schaffnerproblematik kritisieren, sondern eher die zu hohen Multiplikatoren. Wenn aber alle darum wissen, man bei der Kartenauslage auch etwas kompettiver spielt, dann wird dieser Effekt geschmälert.


    Es liegt vielleicht auch immer etwas an den Mitspielern/Spielgruppe, ich persönlich habe extrem viel Spaß mit First Class.

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  • Ich würde gerne die ursprüngliche Aussage des Threads wieder aufnehmen und gerne einen Vorschlag machen, wie man die dominante Schaffnerstrategie eventuell ein wenig abmildern oder sogar eliminieren kann.
    Denn es scheint ja die überwiegende Meinung zu sein, dass diese vorhanden ist. Ich habe es auch selbst erlebt und würde es auch bestätigen. Und es ist - meiner Meinung nach - keine befriedigende Lösung zu sagen, dass dann halt die Mitspieler das verhindern müssen, das würde in diesem Spiel den Spielspaß ganz schön trüben.


    Also meine Idee wäre:
    Von den 21 Spielendekarten entfernt man vor dem Spiel alle (oder einen Teil) der 4-Punkte-Schaffnerkarten.
    Es würden immer noch ein paar der Schaffner-Spielendekarten mit 3 Punkten übrig bleiben.
    Also das wäre doch mal ein Test wert, oder?
    Wie gesagt, es müssen ja nicht alle Schaffner-Spielendekarten mit 4 Punkten sein, vielleicht behält man eine oder 2.
    Was meint ihr?

  • Was meint ihr?

    Ohne weitere Partien und diesen Umstand entsprechend ausgetestet zu haben, bin ich der Ansicht, dass die Redaktion von HiG über weit mehr Erfahrung verfügt als ein paar Stimmen im Internet, deren Spielerfahrung mit hoher Wahrscheinlichkeit nur wenige Partien beträgt. Zusätzlich hat HiG den Ruf, ganz hervorragende Arbeit zu leisten, was die Spielbalance ihrer Spiele betrifft (obwohl sie natürlich auch nur Menschen sind - siehe bsw. Pantheon). Daher würde ich die Prämisse, dass es eine zu starke Strategie gibt, die abgemildert werden müsste, so nicht bedingungslos akzeptieren.


    Aber das kann ja jeder so sehen, wie er/sie will...

    Von den 21 Spielendekarten entfernt man vor dem Spiel alle (oder einen Teil) der 4-Punkte-Schaffnerkarten.
    Es würden immer noch ein paar der Schaffner-Spielendekarten mit 3 Punkten übrig bleiben.
    Also das wäre doch mal ein Test wert, oder?
    Wie gesagt, es müssen ja nicht alle Schaffner-Spielendekarten mit 4 Punkten sein, vielleicht behält man eine oder 2

    Zu der Idee würde ich sagen, dass du entweder alle 4 Punkte Karten raus nimmst oder gar keine. Wenn du nur einen Teil raus nimmst, erhöhst du nur den Zufallsfaktor, dass ein Spieler doch die Karten bekommt und die Strategie, die du für zu stark hältst, doch durchkommt. Wenngleich natürlich die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie nicht zum Tragen kommt. Aber du verringerst nur die Wahrscheinlichkeit und nicht ihre Existenz.


    Das sind einfach nur logische Schlussolgerungen und soll keine Wertung sein.

  • Schön, dass das hier nochmal aufgegriffen wird. Ich finde das Spiel ansich super, aber so macht es keinen Spaß. Da hilft es auch nix, das HIG seine Spiele üblicherweise gut austestet. In diesem Fall hat sich HIG meines Wissens noch nicht dazu gemeldet und irgendeine Lösung oder den Gegenbeweis aufgezeigt.
    Und wenn ich manchmal lese, dass die Lok-strategie zu stark wäre, würde ich gerne mal gegen so jemanden spielen (z.b. Chris von Victoria parta spiele ).
    Ich habe einige Male gegen einen Dummy gespielt, der einfach immer die höchste Schaffner Karte nimmt. Wenn es keine gibt, die höchste Geld Karte. Wenn es die auch nicht gibt, irgendeine, um einen Wagen aufzuwerten. Sobald er vier Geld hat, kauft er die höchste Schaffner Spielende Karte. Falls es keine gibt, eine andere in der Hoffnung, dass dann eine nachgelegt wird.
    Am Ende hat er nur die beiden Start Waggons. Ob er gewinnt, hängt einzig davon ab, wieviele Schaffner Spielende Karten ins Spiel kommen. Also Zufall. Dagegen kann man nur dass gleiche machen und das ist unbefriedigend.
    Ich weiß allerdings nicht, ob es nun eine gute Idee ist, einfach einige Spiel Ende Karten zu entfernen. Das müsste HIG erstmal testen. :)
    Ich wünsche mir eine offizielle Aussage oder Änderung von HIG. Solange die nicht kommt, werde ich den Eindruck nicht los, die wissen um die Stärke und unausgewogenheit und schweigen das lieber tot.
    Meine Meinung! 8))

  • Ich wollte gar nicht sagen, dass es nicht so sein kann, dass die Schaffner-Strategie zu stark ist. Ich kann es nur nicht gut beurteilen. Dazu bräuchte ich mehr Partien. Und so lange würde ich HiG vertrauen. Und, dass die auch nur mit Wasser kochen, haben sie ja hinlänglich bewiesen. Ich erwähnte ja selber als Beispiel Pantheon. Trotzdem sicherlich die stärkste Redaktion in Deutschland, was so was angeht.


    Aber mal ne Nachfrage: War First Class nicht DM-Spiel? Ist da irgendwas aufgefallen? Die Turnierspieler finden häufig Schwachstellen, wenn es sie wirklich gibt.

    Solange die nicht kommt, werde ich den Eindruck nicht los, die wissen um die Stärke und unausgewogenheit und schweigen das lieber tot.

    Das ist aber wirklich negativ aufgefasst.


    Ich kann im Grunde nicht über HiG reden. Aber, wenn First Class mein Spiel wäre, und ich wüsste, dass die Kritik falsch ist, würde ich auch nichts sagen. Einfach weil es derzeit ja nur ein paar Leutchen sind, die im Netz drüber reden. Wieso sollte man da mitdiskutieren wollen? Dabei kann man als Verlag ja nur verlieren, wenn man sich dann auch noch gegen 3-5 Leute wehren muss, die dann nach einer Stellungnahme auf einen einreden...


    Aber auch hier: Ich möchte das gar nicht bewerten. Es kann gut sein, dass sie es totschweigen wollen. Wahrscheinlicher finde ich, dass sie es nicht wichtig genug finden, sich in eine solche Strategiediskussion einzumischen. Ich mein, hier diskutieren ja eh keine HiG-Mitarbeiter mit. Nur Premium-Tester Klaus mischt sich manchmal ein.

  • Ich wollte gar nicht sagen, dass es nicht so sein kann, dass die Schaffner-Strategie zu stark ist. Ich kann es nur nicht gut beurteilen. Dazu bräuchte ich mehr Partien.

    Und genau da liegt das Problem. Es kommt gar nicht zu mehreren Partien da diese Strategie ziemlich schnell deutlich wird und dann alle sagen "Dagegen kann man ja gar nix machen!". Und leider wird es schwer etwas dagegen zu sagen bzw. alternative Möglichkeiten aufzuzeigen. Außer eben "Dann muss man dem Spieler diese Karten wegschnappen oder auch diese Strategie fahren."etc.
    Das ist aber äußerst unbefriedigend. Ich sehe aber die Chancen schlecht, dass HIG sich offiziell dazu äußern wird da es damit ja auch ein wenig das "Problem" anerkennen würde. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang damals an "Schatten über Camelot" von DOW wo es auch die These gab, dass man als Verräter ganz einfach gewinnen kann wenn man sich umgehend outet und immer nur Belagerungsmaschinen in seinem Zug aufstellt. Damals gab es meines Wissens auch das Angebot diesen "Vorwurf" auf der Messe in der Praxis zu demonstrieren. Aber natürlich ist auch da der Verlag nicht darauf eingegangen.


    Leider hat man das Gefühl die Verlage verlassen sich in solchen Fällen darauf, dass jemand dann auf das ausreichende Playtesting der großen Verlage verweist und das man einfach nur noch nicht die Gegenstrategie erkannt hat. Bei dem Zeitdruck heutzutage würde es mich nicht wundern wenn einige Extrem-Strategien einfach nicht bedacht werden und man es trotzdem auf den Markt wirft (soll kein Vorwurf jetzt speziell an HIG sein). Es ist eben einfach nur schade, dass dieses eigentlich tolle Spiel dadurch bei mir im Regal verstaubt und jeder der es mitspielt nach dieser ernüchternden Erkenntnis von einem Kauf absieht.

  • Und genau da liegt das Problem. Es kommt gar nicht zu mehreren Partien da diese Strategie ziemlich schnell deutlich wird und dann alle sagen "Dagegen kann man ja gar nix machen!". Und leider wird es schwer etwas dagegen zu sagen bzw. alternative Möglichkeiten aufzuzeigen.

    Wenn zwei Mitspieler diese Strategie verfolgen, dann dürfte sie doch eigentlich nicht mehr funktionieren, oder?

    Leider hat man das Gefühl die Verlage verlassen sich in solchen Fällen darauf, dass jemand dann auf das ausreichende Playtesting der großen Verlage verweist und das man einfach nur noch nicht die Gegenstrategie erkannt hat. Bei dem Zeitdruck heutzutage würde es mich nicht wundern wenn einige Extrem-Strategien einfach nicht bedacht werden und man es trotzdem auf den Markt wirft (soll kein Vorwurf jetzt speziell an HIG sein).

    Ich war vor vielen Jahren einige Male bei der HiG-Playtest-Gruppe um Wulfdieter Hornung dabei, da wurde sehr intensiv und kompetent getestet.
    Ob das heute auch noch so ist, weiß ich allerdings nicht ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Du hast nicht Unrecht, @Suko4780. Angeblich soll es ja auch bsw. bei Railroad Revolution Gegenstrategien zu den Telegrafen geben. Allein, es findet sie keiner. Denn die Telegrafen sind so offensichtlich gut und einfach zu spielen.


    Ich weiß bei First Class nicht, ob das auch vielleicht was mit den Modulen zu tun hat? Kann man mit Passagieren und Gepäck vielleicht noch höher punkten?


    Ich mein: Es ist so offensichtlich, dass die Schaffner-Bonus-Karten den höchsten Wert haben. Das wird irgendeinen Sinn haben.


    Hab gerade gesehen, dass First Class bei Yucata online ist. Wollen wir lostesten und Gegenstrategien finden? 8))

  • Ich war vor vielen Jahren einige Male bei der HiG-Playtest-Gruppe um Wulfdieter Hornung dabei, da wurde sehr intensiv und kompetent getestet.
    Ob das heute auch noch so ist, weiß ich allerdings nicht ...

    Das Playtesting ist heute noch genauso intensiv; bei den Spielen von Helmut Ohley eher noch intensiver. Die Kompetenz mögen andere beurteilen.


    @Odes Spielekiste Habe Deine Einladungen nicht ignoriert, war nur die letzte Woche auf dem Burgtreffen der BSW.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.