Kennerspiel des Jahres 2016 (grauer Pöppel)

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  • Welches Spiel gewinnt den grauen Pöppel 2016? 132

    1. Isle of Skye (33) 25%
    2. Pandemic Legacy (25) 19%
    3. T.I.M.E. Stories (24) 18%
    4. Mombasa (14) 11%
    5. Dynasties (6) 5%
    6. Quadropolis (6) 5%
    7. Viticulture (4) 3%
    8. Steam Time (3) 2%
    9. Triumph & Tragedy (3) 2%
    10. La Granja (3) 2%

    Und hier die Umfrage für den grauen Star!


    [mod] Bekanntgabe der Nominierungs- und Empfehlungslisten erfolgt am 23.05.2016

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

    3 Mal editiert, zuletzt von yzemaze () aus folgendem Grund: Datum der Bekanntgabe ergänzt

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  • Mein Tip ist Isle of Skye als Gewinner, mit Chancen auch für Quadropolis, Celestia, Grand Austria Hotel und Steam Time. Nicht dass ich diese Spiele für besonders toll halten würde (von den genannten mag ich nur Steam Time), aber das könnte ins Suchraster der Jury passen. Wünschen würde ich mir eine Berücksichtigung von Haspelknecht oder von Oben und Unten, aber glauben kann ich das nicht so recht, dafür ist der dahinter stehende Verlag zu klein. Außerdem Mombasa mit guten Chancen auf die Empfehlungsliste, aber das ist schon zu komplex für eine Nominierung.

  • Tja, ich denke, dass Mega-Civilization leider nicht in Frage kommt, da die Spieldauer ist einfach zu lang ist und so große Runden, in denen das Spiel seine volle Stärke entfalten kann, selten zu stande kommen (großartiges Spiel !!!). Und ich gebe @MetalPirate vollkommen recht: Mombasa dürfte schon etwas zu komplex sein und deshalb werfe ich einfach mal das ebenfalls von ihm schon erwähnte Steam Time in den Ring (obwohl ich das Thema nicht so gerne mag). In diesem Spiel steckt mehr, als man zunächst vermutet und obwohl sicher einige das Handling nervt, geht meine Stimme an Steam Time. ;)

    Gruß aus Frankfurt, Helmut

  • Wünschen würde ich mir eine Berücksichtigung von Haspelknecht oder von Oben und Unten

    Wenn Oben und Unten doch nur ordentlich Lektoriert worden wäre und das Konzept der Geschichten konsequenzt zu Ende geführt worden wäre =/

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  • 1x Isle of Skye entfernt.
    Optionen so gesetzt, dass Stimmen geändert werden können.

  • Mega Civi kommt aus einem sehr einfachen Grund nicht in Frage: Das Spiel ist nicht auf deutsch erschienen. Den Pöppel können nur deutschsprachige Versionen von Spielen gewinnen.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Ich würde Quadropolis eher auf der "normalen" Liste verorten... Oder?

    Mit 8 Seiten Spielregeln? Nö. Für den roten Pöppel muss in diesem Jahrhundert das sicherere Beherrschen des Zahlenraums von 1 bis 100 sowie etwas Übung im Umgang mit einem Würfel reichen. Schau dir an, wieviel Kritik wegen "viel zu schwer" Colt Express mit seinen 6 Seiten Anleitung abbekommen hat...


  • Mit 8 Seiten Spielregeln? Nö. Für den roten Pöppel muss in diesem Jahrhundert das sicherere Beherrschen des Zahlenraums von 1 bis 100 sowie etwas Übung im Umgang mit einem Würfel reichen. Schau dir an, wieviel Kritik wegen "viel zu schwer" Colt Express mit seinen 6 Seiten Anleitung abbekommen hat...

    Leider scheint @MetalPirate damit Recht zu haben - oh Herr, lass Hirn regnen!

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Mit 8 Seiten Spielregeln? Nö. Für den roten Pöppel muss in diesem Jahrhundert das sicherere Beherrschen des Zahlenraums von 1 bis 100 sowie etwas Übung im Umgang mit einem Würfel reichen. Schau dir an, wieviel Kritik wegen "viel zu schwer" Colt Express mit seinen 6 Seiten Anleitung abbekommen hat...

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    Frodo zog aus' Rezension von KOSMOS Star Wars - Angriff der Klonkrieger...


    Meine aktuelle Lieblingsrezi zu dem Thema. Und wir sprechen von einem Spiel, das selbst mein 7 jähriger Sohn mit links beherrscht. ;)

  • Dieses Jahr ist es wie verhext (nein, keine Andeutung) - der ganze Jahrgang hat bisher kein Spiel hervorgebracht, dass mich beim Probespielen überzeugt hätte und von dem ich annehme, es könnte ins Auswahlraster zum grauen Pöppel passen.


    Zeimlich begeistert haben mich Signorie und Mombasa, doch die sind sicher zu lang und komplex für den Pöppel. Orléans Invasion ist wirklich geil, aber eine Erweiterung kann den Pöppel nicht bekommen. Könnte La Granja als Neuauflage den Preis erhalten? Aber auch das wäre wohl schon zu lang umd komplex.


    Pandemie Legacy ist bei mir (wie auch schon Pandemie) durchgefallen und T.I.M.E. Stories kenne ich nicht. Ich würde aber auch niemals ein Spiel kaufen, das man "verbraucht" und das man am besten in immer gleicher Runde spielen sollten. Denn genau das tue ich möglichst nicht.


    Irgendwie fehlen für mich die echten Highlights. Wobei - letztes Jahr sah es für meinen Geschmack auch nicht viel besser aus...


    Ciao
    Stefan

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  • Ich bin meine Liste der gespielten Spiele noch einmal durchgegangen und habe noch einen möglichen Kandidaten gefunden: Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel. Warum sollte nicht mal ein Kartenspiel den grauen Pöppel gewinnen? Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass alea zweimal hintereinander den Preis bekommen würde...


    Ciao
    Stefan

  • Ok. Ich hatte mich nach den ersten (ungespielten) Eindrücken ohnehin schon gewundert, ob man diese Geschichten überhaupt vorliest, oder nur kurz auf die Belohnung schielt.
    Aber ich dachte, da sind Entscheidungen drin, im Sinne von "Hilf der Oma (neue Arbeiterin) oder hau sie kaputt (3 Gold)"?
    Stattdessen ist das einfach nur Fluff? Dann brauch ich das nicht haben.

    Mein Blog (Illustrationen, Brettspieldesign, Angespielte Spiele)

  • der ganze Jahrgang hat bisher kein Spiel hervorgebracht, dass mich beim Probespielen überzeugt hätte und von dem ich annehme, es könnte ins Auswahlraster zum grauen Pöppel passen.

    Bei den beiden Bedingungen "gefällt mir" und "passt zum grauen Pöppel" gibt's bei mir auch nur Steam Time als einziges Spiel, das beides erfüllt. Kein Überhammer, aber ein grundsolides, gutes Spiel und definitiv KSdJ-würdig. Kennst du das? Ansonsten gebe ich dir recht: die letzten beiden Jahrgängen waren nicht so reich an Highlights. (Und zwei der besten Spiele in dieser Zeit, nämlich Scoville und Steam Works, gibt's gar nicht erst auf deutsch.)



    Wenn Oben und Unten doch nur ordentlich Lektoriert worden wäre und das Konzept der Geschichten konsequenzt zu Ende geführt worden wäre

    Nach mittlerweile 7 Spielen (alles 2er mit meiner Frau) kann ich sagen, dass es diese holprigen Sätze gibt. Ja, auch zu viele davon -- kein Wunder, der Übersetzer ist der berühmt-berüchtigte Ferdinand Köther. Arghh. Wieso darf dieser Dilettant immer wieder Übersetzungen verhunzen?! Liebe Verlage, holt euch Übersetzer, die's auch wirklich können und nicht nur so ungefähr! Aber sooo dramatisch finde ich das alles in diesem speziellen Falle auch wieder nicht. Es ist kein Gesetzestext, wo's auf jedes Wort ankommt. Warum z.B. die Erfolgsbedingung "explore 3" (Laternen = "explore"-Symbol) mit "Erfolg 3" übersetzt wurde, bleibt vermutlich für immer Ferdinands Geheimnis. Aber man gewöhnt sich recht schnell dran, ein vorgelesenes "Erfolg X" als "ich brauche X Laternen" zu verstehen. Außerdem: Bei sowas Geschichten-Lastigem ist eh Phantasie gefragt, die Bilder zu den Geschichten müssen im eigenen Kopf entstehen, das ist wichtiger als die Übersetzung, auch wenn eine bessere Übersetzung dabei sicher manchmal helfen würde.


    Definitiv überzogen ist jedoch deine Kritik an den nicht zuende geführten Geschichten. Einfache Rechnung: es gibt 25 Höhlenkarten, auf jeder sind 6 Geschichten-Einsprungpunkte, die man per D6 erwürfelt. Macht 6*25=150 Geschichten (unter der naheliegenden Annahme, dass nichts doppelt vorkommt, sonst weniger).
    Es gibt im "Buch der Begegnungen" 223 Geschichten-Fragmente. Das heißt, dass ein nennenswerter Anteil sich über mehrere Fragmente erstreckt. Meist in Form von "Wenn du dich für Auswahl A entscheidest, lies weiter bei Geschichte Nummer X.", wobei da selten zweiteilige Sachen kommen. Wenn's mehrteilig ist, dann meist stärker verzweigt, was dann natürlich umgekehrt auch heißt, dass einteilige Sachen die überwiegende Regel sind.


    [Halb-Spoiler, weil eigentlich nicht überraschend, trotzdem entsprechend gesetzt:]

  • Definitiv überzogen ist jedoch deine Kritik an den nicht zuende geführten Geschichten.

    Ich weiß nicht ob ich mich umständlich ausgedrückt habe. Mir und meiner Gruppe - da waren wir uns einig - geht es darum, dass die Erfolge nicht weiter in die Geschichte eingebunden werden. Kein kurzer Satz wie "Du hast das Monster erfolgreich vertrieben, doch bei seiner Flucht verlor es einen Edelstein" oder "Deine Gruppe hat das Monster in einem heldenhaften Kampf besiegt und eure Beute ist...". Bei solch einem einfachen Beispiel spielt die Fantasie noch mit.


    Wenn ich aber Musikinstrumente finde und eines davon wählen muss und am Ende einen Erz für das Spielen eines dieser Instrumente bekomme, dann kann ich mir da auch keine Geschichte mehr zu ausdenken und das hat uns gestört, teilweise sogar massiv gestört.


    Ich zitiere meine Freundin: "Was soll der Mist, das ist doch einfach nicht zu Ende gedacht bzw. geschrieben!". Ich versteh sie da vollkommen.


    Geschichten über mehrere Fragmente hatten wir bis jetzt eine. Diese streckte sich dann aber auch über 4 Fragmente und war der Höhepunkt der Partien.


    Edit: Zum Glück sind Geschmäcker aber verschieden und was den einen stört, findet der andere toll.

  • Könnte La Granja als Neuauflage den Preis erhalten?

    :love::love::love::love::love:


    Ist echt lieb von dir, aber das will ich nicht so wirklich glauben... Zumindest: Die Bretterwisser hatten es auch auf ihrer Liste. Aber ich glaube, dass bsw. Istanbul das Ende der Fahnenstange nach oben hin ist. Und ich halte LG für komplexer. Aber die Spiele von PD bekommen immer Aufmerksamkeit. War Navegador nicht auch nominiert? Oder Empfehlungsliste?

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  • Aber die Spiele von PD bekommen immer Aufmerksamkeit. War Navegador nicht auch nominiert? Oder Empfehlungsliste?

    Eines weiß ich genau: Concordia war 2014 zusammen mit unserem Rokoko nominiert. Gewonnen hat dann allerdings Istanbul.



    Ist echt lieb von dir, aber das will ich nicht so wirklich glauben...

    Ich will Dich ja nicht allzu sehr enttäuschen, aber die Frage war eher technischer Natur, also ob eine Neuauflage überhaupt den Preis bekommen könnte. Obwohl, wenn ich es richtig sehe, was die PD-Ausgabe ja die erste deutsche Ausgabe, insofern ja wohl schon. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gewinnt, dürfte aufgrund der Komplexität aber eher minmial sein...


    Fällt mir ein, ich muss es dringend mal wieder spielen!


    Ciao
    Stefan

  • aber die Frage war eher technischer Natur

    Die Auflage vonn Spielworxx war deutsch/englisch. Wird wohl als "internationale Auflage" bezeichnet. Ich kenne die Kriterien der Jury nicht. Hatte aber auch nie die Vermutung, dass das mal wichtig werden könnte...

  • @HDScurox: Ich verstehe, was du meinst, zum Teil gebe ich dir dabei auch recht, aber es ist bei Oben und Unten sicher auch ein Kompromiss, um das Geschichtenerzählen (und damit die Gesamtspielzeit) kurz zu halten. Ich kenne Spieler aus der Hardcore-Optimier-Fraktion, die würden vermutlich nach der zweiten oder dritten vorgelesenen Geschichte sagen: "Lass das Bla-bla weg, sag mir direkt, welche Optionen ich habe und wieviele Laternen ich dafür brauche. Oder einfacher noch: Ich sag dir, wieviele Laternen ich ausgeben will und du sagst mir, was ich dafür kriege." :S


    BTW: Das Grundsystem von Oben und Unten lädt doch geradezu ein, eigene Geschichtenbücher zu verfassen. Früher oder später dürfte es Fan-Erweiterungen geben und dabei würde ich dann davon ausgehen, dass etwas weniger Kompromisse gemacht werden und der Fokus mehr Richtung Geschichtenerzählen verschoben wird.

  • Zur Wählbarkeit von La Granja in 2015/16:


    Die erste Auflage von La Granja dürfte wenigstens eines der folgenden Kriterien nicht erfüllt haben (zusätzlich war die Erstauflage limitiert):


    • Das Spiel muss zum Zeitpunkt der Bewertung im Mai im Einzelhandel erhältlich sein. Prototypen, Handmuster oder Kleinstauflagen bewertet die Jury nicht.
    • Es muss ein Vertrieb im deutschsprachigen Raum bestehen.

    Beides ist nun erst mit der Ausgabe von PD der Fall --> nach den öffentlich verfügbaren Informationen (FAQ) der Jury somit wählbar jetzt für 2015/16. (Mein Posting trifft keine Aussage über die inhaltlichen Kriterien oder zur Komplexität. Es beschäftigt sich ausschließlich mit den formalen Grundvoraussetzungen.)

  • Ich persönlich denke ja, dass TIME Stories nicht auf der Liste landet, weil es begrenzten Wiederspielwert hat - ebenso wie Pandemic Legacy.
    Ein Spiel, dass Du quasi in kurzer Zeit durchspielen solltest, damit Du die Geschichte nicht vergisst.


    Persönlich sehe ich es so, dass ein Spiel des Jahres / Kennerspiel des Jahres ja eine "Investition" in die Spielesammlung ist: Man legt es in den Schrank, und holt es immer wieder mal mit Freunden hervor, wenn man was Spielen möchte.
    Das passt nicht zum Legacy-Konzept - bzw. Das Legacy-Konzept passt nicht dazu.

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  • Hab eigentlich für Mombasa abgestimmt. Aber ne, das ist für das Kennerspiel, wie es im Jahr 2016 verstanden wird, einfach zu komplex. Zu Zeiten, in denen Kramer & Kiesling mit Tikal und Torres Erfolge gefeiert haben, sicher schon. Aber heute sehe ich dann eher ein "Dream Island" von Schmidt für den Kennerspielpreis - übrigens ein wirklich gutes Spiel, da bisher kaum Beachtung gefunden hat.

    "Wir verzichten gern auf Lichterketten - Auf Gerede was niemandem hilft - Denn ihr wisst ganz genau was hier passiert - Es hat euch trotzdem noch nie interessiert", ZSK, Joshi Roggentaler

  • Gäbe es "T.I.M.E Stories" und "Pandemic Legacy" nicht, wäre "Isle of Skye" ein sicherer Tipp. Und "7 Wonders Duell" würde zumindest nominiert. Aber so...

    sehe ich genau so.... Pandemic wird es wohl gewinnen :)

  • Ich persönlich denke ja, dass TIME Stories nicht auf der Liste landet, weil es begrenzten Wiederspielwert hat - ebenso wie Pandemic Legacy.
    Ein Spiel, dass Du quasi in kurzer Zeit durchspielen solltest, damit Du die Geschichte nicht vergisst.


    Persönlich sehe ich es so, dass ein Spiel des Jahres / Kennerspiel des Jahres ja eine "Investition" in die Spielesammlung ist: Man legt es in den Schrank, und holt es immer wieder mal mit Freunden hervor, wenn man was Spielen möchte.
    Das passt nicht zum Legacy-Konzept - bzw. Das Legacy-Konzept passt nicht dazu.


    Naja, allerdings würde das ja gerade für Time Stories sprechen. Durch die ständig euren Szenarien holt man das Basisspiel ja immer wieder aus dem Schrank und das Ganze wäre somit auch sehr lukrativ.
    Bei Pandemic Legacy bin ich aber einer Meinung mit deinen Gedankengänge.

  • Durch die ständig euren Szenarien holt man das Basisspiel

    Immer wieder Szenarien kaufen zu müssen widerspricht m.M.n. aber auch einem SdJ.

  • Ich persönlich denke ja, dass TIME Stories nicht auf der Liste landet, weil es begrenzten Wiederspielwert hat - ebenso wie Pandemic Legacy.

    Da gibt es aber schon einen Präzedenzfall. Zugegeben - ich musste 31 Jahre zurückgehen - also schon etwas länger her. Im Jahre 1985 wurde Sherlock Holmes Criminal Cabinet zum SdJ gekürt. Da lagen zwar mehr als nur ein Szenario bei, aber auch da war ein einmal gespieltes Szenario für ein paar Jahre 'verbrannt', bis die erinnerung dann wieder nachließ.