Hatte ich mich damals schon gefragt, als die ersten A+ und A++ Geräte kamen. Warum hat man nicht einfach bei 1 anfangen und je höher die Zahl wird, desto besser? War wohl irgendwie nicht vorhersehbar, dass sich die Technik im Laufe der Jahre verbessert...
OT-Fundstück der Woche
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Warum hat man nicht einfach bei 1 anfangen und je höher die Zahl wird, desto besser?
Wenn man eine beliebig skalierbare Zahl angeben möchte, kann man doch einfach den durchschnittlichen Stromverbrauch auf das Gerät schreiben. (Steht vielleicht sowieso schon irgendwo drauf.) Sinn und Zweck einer solchen Skala ist doch vor allem, dass der Kunde im Laden sehr schnell eine Einstufung über die Energieeffizienz bekommt. Das ist mit einer nach oben offenen Skala nicht gegeben. Wenn ich mir alle 15 Jahre einen neuen Fernseher kaufe und dann ein Angebot über ein Gerät mit "Energieeffizienzklasse 27" erhalte, kann ich ja nichts damit anfangen wenn ich nicht weiß, was für eine Energieeffizienzklasse denn derzeit üblich oder erstrebenswert ist. Vielleicht haben ja die aktuellen effizienten Geräte Klasse 45?
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Das sehe ich auch so. Man hätte bei der Einführung der Skala im Jahre 1998 A als das schlechteste definieren müssen und G als das beste.
Hatte ich mich damals schon gefragt, als die ersten A+ und A++ Geräte kamen. Warum hat man nicht einfach bei 1 anfangen und je höher die Zahl wird, desto besser?
Beides hätte keinen Sinn ergeben, weil es unintuitiv gewesen wäre. Dass A besser als C ist, ist über Jahrzehnte hinweg weltweit in vielen Bereichen etabliert.
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Das ist mit einer nach oben offenen Skala nicht gegeben. Wenn ich mir alle 15 Jahre einen neuen Fernseher kaufe und dann ein Angebot über ein Gerät mit "Energieeffizienzklasse 27" erhalte, kann ich ja nichts damit anfangen wenn ich nicht weiß, was für eine Energieeffizienzklasse denn derzeit üblich oder erstrebenswert ist. Vielleicht haben ja die aktuellen effizienten Geräte Klasse 45?
Das ist dann möglich wenn man einen Referenzwert hat. 0°C ist ja auch "nur" definiert. Dass 40°C warm und -15°C kalt sind versteht sich von selbst. Und auch ohne es selbst zu erfahren habe ich eine grobe Vorstellung davon, dass 6000°C auf der Sonnenoberfläche wohl eher nicht vorteilhaft für meinen Teint wären.
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Das ist mit einer nach oben offenen Skala nicht gegeben. Wenn ich mir alle 15 Jahre einen neuen Fernseher kaufe und dann ein Angebot über ein Gerät mit "Energieeffizienzklasse 27" erhalte, kann ich ja nichts damit anfangen wenn ich nicht weiß, was für eine Energieeffizienzklasse denn derzeit üblich oder erstrebenswert ist. Vielleicht haben ja die aktuellen effizienten Geräte Klasse 45?
Das ist dann möglich wenn man einen Referenzwert hat. 0°C ist ja auch "nur" definiert. Dass 40°C warm und -15°C kalt sind versteht sich von selbst. Und auch ohne es selbst zu erfahren habe ich eine grobe Vorstellung davon, dass 6000°C auf der Sonnenoberfläche wohl eher nicht vorteilhaft für meinen Teint wären.
Ja, aber der Referenzwert für Effizienz kann ja nur sein, was marktüblich möglich ist. Was in der einen Geräteklasse effizient ist, kann in einer anderen Ineffizienz bedeuten. Deshalb ist das ja für jede Kategorie in eine Skala übersetzt, bei der A (mit Ausnahme von evtl. einigen Plus-Zeichen dahinter) die intuitiv verständliche Spitze bildet. Gestaltet man die Skala so, dass sie nach oben offen ist, dann fällt die Möglichkeit zur einfachen Einordnung weg.
Das Beispiel mit der Temperatur funktioniert deshalb nicht, weil das etwas ist was universell gültig und für den Menschen direkt erfahrbar ist. Technischer Fortschritt hin oder her: 40° Umgebungstemperatur sind für einen Menschen immer heiß. Und da ist ja auch der Referenzrahmen klar: nämlich Wohlbefinden eines Menschen. Aber jetzt stell dir mal vor, dass der Kühlungsbedarf eines Grafikchips in „Temperatur unter Durchschnittslast“ angegeben wird. Was ist da ein guter Wert für einen modernen Chip? 60°? 80°? 120°? Ich hab keine Ahnung! Weil mir komplett der Referenzrahmen fehlt, auch wenn es in einer mir bekannten Einheit angegeben ist.
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Der Referenzrahmen müsste eben genau so "erlernt" werden. Ich gehe jedenfalls davon aus, man hätte vor Jahren ein sinnigeres System als A bis F erdenken können. Wenn es vor drei Jahren Kühlschränke mit dem Effizienzwert zwischen 45 und 55 gegeben hätte und heute lägen sie zwischen 55 und 65 könnte man sehr wohl seine Schlussfolgerungen daraus ziehen. Zumal ich auch direkt einen Vergleich zu älteren Geräten hätte. Wenn mein neuer Kühlschrank Klassse A hat, genau wie mein alter, kann ich daraus jedenfalls nicht direkt ableiten in wie weit da Gerät an sich effizienter geworden ist. Ich denke daher schon, dass das System funktionieren könnte, da man auch ständig damit konfrontiert wäre und so schon abschätzen kann was gut ist und was nicht (zumal man sich mittlerweile leicht informieren kann). Ohne Frage, eine Kategorisierung von A bis F noch schön mit bunten Farben unterlegt zeigt auch dem letzten Kunden, der von nichts ne Ahnung hat wo das Gerät einzuordnen ist. Aber wenn die Geräte jedes Jahr neu eingeordnet aber nicht konsequent ausgezeichnet werden, halte ich das für eher kundenunfreundlich und nicht transparent.
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Wenn mein neuer Kühlschrank Klassse A hat, genau wie mein alter, kann ich daraus jedenfalls nicht direkt ableiten in wie weit da Gerät an sich effizienter geworden ist.
Das stimmt, ist aber vermutlich auch nicht der Zweck dieser Skala. Es geht vielmehr darum, beim Kauf ein effizientes Gerät auswählen zu können – gemessen an dem, was gerade so auf dem Markt ist.
Wenn es vor drei Jahren Kühlschränke mit dem Effizienzwert zwischen 45 und 55 gegeben hätte und heute lägen sie zwischen 55 und 65 könnte man sehr wohl seine Schlussfolgerungen daraus ziehen.
Aber für diese Schlussfolgerung braucht es den Überblick, was gerade so auf dem Markt ist. Sprich: es erfordert Einarbeitung und eigene Recherche.
Ohne Frage, eine Kategorisierung von A bis F noch schön mit bunten Farben unterlegt zeigt auch dem letzten Kunden, der von nichts ne Ahnung hat wo das Gerät einzuordnen ist.
Ganz genau! Und das soll es auch. Denn manche Leute haben eben keine Lust, sich in ein Thema einzuarbeiten nur weil die Waschmaschine den Geist aufgegeben hat.
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Aber für diese Schlussfolgerung braucht es den Überblick, was gerade so auf dem Markt ist. Sprich: es erfordert Einarbeitung und eigene Recherche.
Genau, das habe ich ja auch angemerkt.
Denn manche Leute haben eben keine Lust, sich in ein Thema einzuarbeiten nur weil die Waschmaschine den Geist aufgegeben hat.
Ich denke, sollte das auch nur einen geringen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben, wird sich der Kunde informieren. Und sei es, dass der den rotgewandeten Elektronikfachangestellten fragt: "Ist das gut?" Interessiert er sich nicht dafür, hätte er wohl auch vorher ein Gerät der Klasse E gekauft wenn es dafür dreimarkneunzig günstiger ist.
Das stimmt, ist aber vermutlich auch nicht der Zweck dieser Skala. Es geht vielmehr darum, beim Kauf ein effizientes Gerät auswählen zu können – gemessen an dem, was gerade so auf dem Markt ist.
Lässt sich abschließend sagen, dass dann meine Vorstellung vielleicht einfach eine andere ist. Ich fände es schon interessant, wenn man die Entwicklung, was Energieeffizienz angeht, so transparent halten würde. Genauso gehe ich davon aus, dass sich ein gewisser Referenzrahmen bei den Menschen mit der Zeit einprägen würde; wir wären ja nicht heute bei 25, morgen bei 543 und nächsten Monat bei 89.000. Es entwickelt sich in einer Geschwindigkeit, dass die meisten Kunden da durchaus noch mitkommen könnten und sich so irgendwann ein Gefühl dafür entwickelt welcher Wert gut ist und welcher nicht. So zumindest mein Empfinden, ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Korrektheit.
All das wäre wohl auch besser in einem anderen Thread aufgehoben, von daher würde ich das auch jetzt nicht weiter ausführen wollen.
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Beides hätte keinen Sinn ergeben, weil es unintuitiv gewesen wäre
Ich halte eine Skala, bei der A das schlechteste darstellt immer noch für deutlich intuitiver als krampfhaft im Laufe der Jahre immer mehr Pluszeichen dran zu hängen, bis man irgendwann die Skala neu erstellt und wieder von vorne anfängt.
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Neben der Bewertung durch Buchstaben stejen ja auch noch absolute Zahlen (Energie, Wasser). Damit können die Personen dann arbeiten, die sich ausführlicher damit beschäftigen wollen.
Natürlich ist diese Skala nach unten nicht offen. Aber wer solle bei einer ansteigenden Skala denn angeben, ob diese exponentiell, quadratisch, linear, mit einer Wurzel oder logarithmisch steigt?
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Der Referenzrahmen müsste eben genau so "erlernt" werden.
Genau das ergibt halt keinen Sinn. Weshalb soll man was erlernen, wenn man etwas verwenden kann, was jeder intuitiv versteht? Hier hat sich halt ein System aus den USA weltweit durchgesetzt. Die Schulnote A (bzw. A+) ist in den USA top. Bei einer Bank ist das Rating A (bzw. AA und AAA) top. Auch der NutriScore wurde nicht ohne Grund mit diesem System eingeführt. Intuitivität ist besser als etwas neu erlernen zu müssen, das man sowieso nur selten benötigt und dass man wieder vergessen hat, bis man es zum nächsten Mal benötigt.
Wenn mein neuer Kühlschrank Klassse A hat, genau wie mein alter, kann ich daraus jedenfalls nicht direkt ableiten in wie weit da Gerät an sich effizienter geworden ist.
Mag sein, dass das für dich interessant ist, aber grob geschätzte 99% der Käufer eines Kühlschranks wollen sowas gar nicht wissen. Die wollen nur möglichst einfach erkennen können, welches der 5-10 Geräte vor ihrer Nase effizienter ist als die anderesn.
Ich denke daher schon, dass das System funktionieren könnte, da man auch ständig damit konfrontiert wäre und so schon abschätzen kann was gut ist und was nicht (zumal man sich mittlerweile leicht informieren kann).
Aber man wäre doch gar nicht ständig damit konfrontiert. Einen Kühlschrank kauft man doch nur alle 10-20 Jahre.
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Weshalb soll man was erlernen, wenn man etwas verwenden kann, was jeder intuitiv versteht?
Transparenz. Und wie ich bereits sagte, sowas etabliert sich mehr oder weniger von alleine. Lediglich zum Kauf eines Elektrogeräts könnte man sich informieren wo der Standard gerade liegt. Aber wenn du dir nicht gerade ein einziges Gerät ohne direkten Vergleich anschaust, siehst du das ja auch selber.
Mag sein, dass das für dich interessant ist, aber grob geschätzte 99% der Käufer eines Kühlschranks wollen sowas gar nicht wissen
Was kein Argument für oder gegen ein Bewertungssystem ist.
Die wollen nur möglichst einfach erkennen können, welches der 5-10 Geräte vor ihrer Nase effizienter ist als die anderesn.
Genau das können sie doch dann auch!?
Aber man wäre doch gar nicht ständig damit konfrontiert. Einen Kühlschrank kauft man doch nur alle 10-20 Jahr
Dir ist bewusst, dass die Energieeffizklasse nicht nur auf Kühlschränken zu finden ist. Der musste jetzt nur als Beispiel herhalten.
Und noch mal, ich denke nicht, dass das der Ort ist an dem über sowas diskutiert werden sollte.
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Also, es ist doch überhaupt nicht zielführend ein Haushaltsgerät das jetzt im Handel steht mit einem zu vergleichen das ich vor 10 Jahren gekauft habe. Die Geräteklassen sind dafür gedacht, dass ich Geräte untereinander vergleichen kann bei einer Neuanschaffung. Und dafür eignet sich eine Skala die einfach hin und wieder an den Stand der Technik angepasst wird ganz wunderbar.
Das wurde nur viel zu lange verschlafen so dass wir bei A+++ gelandet sind.
Wen es dann wirklich jemanden interessiert WIE VIEL effizienter das neue Gerät gegenüber dem alten ist kann man sich ja einfach die Verbrauchswerte anschauen.
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Und wie ich bereits sagte, sowas etabliert sich mehr oder weniger von alleine.
Das ist ein Irrglaube.
Was kein Argument für oder gegen ein Bewertungssystem ist.
Doch, natürlich ist es das. Ein Bewertungssystem, dass von den meisten Menschen ohne irgendeine Erklärung verstanden wird, ist deutlich sinnvoller als der Versuch, ein neues zu etablieren, das erst erlernt werden muss.
Und noch mal, ich denke nicht, dass das der Ort ist an dem über sowas diskutiert werden sollte.
Weshalb tust du es dann?
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Nur so nebenbei:
Auf den meisten Effizienzklasse-Aufklebern bei Großgeräten steht übrigens der Verbrauch in kWh ebenfalls als Zahl mit drauf. Daher bekommt ihr üblicherweise beide, was ihr Euch wünscht

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Endeavor Deep Sea in echt... spannend!
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Endeavor Deep Sea in echt... spannend!
SEHR cool - vielen Dank für den Link!
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Nachrichten auf Schwäbisch. Besonders sehenswert der Beitrag zur ISSS (International Swabian Spacestation). Folge 1 aus 2009. Der Rest ist natürlich auch sehens- und vor allem hörenswert. Deutschlands schönster Dialekt
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Close but no cigar.
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