Schaumkernplatten – Inlays aus Foam-Core

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  • Dann kommen wir mal zu Florenza (Stefano Groppi, Placentia Games). genauer: die zweite Auflage (mit dem Spielplan - die erste hatte einen Puzzle-Plan) in der Kickstarter-Edition (große Spielfiguren, Extra-Würfel und Ressourcen)

    Wie üblich die Übersicht über alle Teile:

    Die Planung begann mit den Spielermaterialien - 15 große Wappen-Plättchen, 8 große Figuren und ein 16-mm-Würfel plus winzige Pappchips... kann man nicht gerade praktisch stapeln. So kam es zum Entwurf: drei Wappen-Stapel, Figuren obenauf, Rest an Stirnseite daneben:

    Gleich in Serie noch ein Tray mehr (für Materialien-Würfel) und noch eines mit gleichem Grundriss und Trennwänden für Gebäudeplättchen dachte ich, das könne man prima in zwei Ebenen stapeln und hätte das Gröbste weg. Sieben Trays in Serie gebaut (dafür brauchte ich keine Stunde mehr) und getestet merkte ich, dass mir in der Höhe doch zwei mm fehlen sollten. Hm, links und rechts bliebe eh viel Luft, obenauf sperrt der Deckel - das geht nicht.

    Dann eben nicht stapeln und alles andere nochmal neu bedenken. Letztlich blieben diese zwei fertigen Trays auf der Strecke, die lassen sich bestimmt mal anderswo recyceln:

    Auch die übrige Luft wollte neu verteilt werden. Also schön in die Fläche gehen, da wird nachher der Boden unten angehoben. Kürzen wir ab und kommen zum Ergebnis: Ganz unten in die Schachtel wandern die fremdsprachigen Regelhefte (EN, IT). Dann folgt das hübsch bedruckte Original-Papp-Insert. Neu ist der Foamcore-Boden, der unten 17 mm abteilt, bevor eingeräumt wird:

    Für die Spielkarten habe ich zwei Trays gebaut. Eines nimmt die Personenkarten auf, das andere die übrigen Karten und darunter den Stapel der dünnen Ruhmespunkt-Zertifikate in drei Werten. Wollte ich damit spielen, hätte ich vielleicht drei flache Trays extra gebaut, eines für jeden Wert. So aber sollten diese hier einfach nur verschwinden. So dünn wie die Zettel sind, kann man das besser aufschreiben, mit anderem Material ersetzen oder - in meinem Fall - zu den K&Q-Chips für die Siegpunktabrechnung greifen.

    Oben im Bild ein flaches Tray für die Materialien-Würfel, daneben eine hohe Box mit dem Stoffbeutel samt Personenplättchen, rechts daneben das Tray mit den vorsortierten Gebäudeplättchen, darunter eine Blindbox, die den restlichen Raum ausfüllt. Darin versteckt die Standard-Teile, die im ersten Bild (Übersicht) rechts oben mit abgelichtet sind und im Spiel mit den KS-Upgrades nicht benötigt werden.

    Für Rundenzählstein und 8 namenlose-Personen-Plättchen habe ich nichts extra gebaut, kann man mit zum Geld tun oder an den Boden der Box, die den Stoffbeutel enthält. Zweite Lage: Tray mit Münzen und auf einen 3mm-Boden die Stadtviertel und Übersichten:

    Da passt nun noch genau der Spielplan und die Regel drauf:

    #Florenza

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

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    3 Mal editiert, zuletzt von Hartmut Th. () aus folgendem Grund: Typos

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  • Mach doch mal bitte eins für Terra Mystica, alle Erweiterungen in der Grundbox - bevor ich hier wieder ohne langes Messen und überlegen drauflosschneide. 😅

    Hab bis jetzt ein paar auf BGG gesehen mit guten Ideen, aber die sind noch ohne Händler. Da TM so viel Material hat, wird das eins meiner größten Projekte, die ich mal für irgendwann geplant hatte.

    Also in die normale Box wirst du definitiv nicht beide Erweiterungen und alle Boards mit reinbekommen. Das war mit der Big Box bei mir schon relativ knapp.

    Meine Top 15 (in loser Reihenfolge):

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Great Western Trail - Clans of Caledonia - Underwater Cities - Arche Nova - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Scythe - Tzolk'in - Heaven & Ale - Wasserkraft/Barrage - Food Chain Magnate - Auf den Spuren von Marco Polo - The Gallerist

  • Mini-Quiz 2

    Ist das zu offtopic oder darf ich nachlegen? So Euch die Rätseleinlage hier gefällt, hinterlasst doch bitte ein kleines "Like", auch wenn Ihr die Lösung nicht herausfinden könnt.

    Wieder sollt Ihr ermitteln, welchem Spiel ich als nächstes ein selbstgebautes Insert verpassen werde. Hatte ich neulich zu Trickerion geschrieben, das sei "mein erster Kickstarter" gewesen, so muss ich nun dementieren. Bin halt Ü50, da passiert sowas schon einmal 8o Trickerion war meine erste KS-Teilnahme im Rahmen einer Sammelbestellung. Mein erster eigener Kickstarter war das gesuchte Spiel, das ich bereits anderthalb Jahre vor Trickerion erhielt und genauso wie Florenza als Pick-Up auf der SPIEL '14 abgeholt habe.

    Leider muss ich gestehen, dass dieses Spiel bislang sehr wenig Spielzeit bei mir erhielt, aber mit einer so liebevollen Widmung wird es die Sammlung nie verlassen:

    Die käuflich nicht erhältliche Großausgabe dieses Titels dagegen habe ich schon sehr oft gespielt 8-))

    Welches Spiel ist gesucht? Schreibt am besten in einen Spoiler, damit andere nicht gleich über die Antwort stolpern. Es geht um nichts, auch keine zersägten Pokale. Auflösung dann spätestens beim Vorstellen des Inserts, eiliger muss ich es ja auch nicht haben,

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    2 Mal editiert, zuletzt von Hartmut Th. ()

  • Ich habe das komplette Material im Moment gerade so in der Grundbox drin. Deshalb hab ich mich gefragt, ob das nicht auch mit Inlay noch geht.

  • Das gesuchte Spiel war natürlich Essen: The Game - SPIEL '13 . Hat Puma nach sieben Minuten treffsicher herausgefunden. Dabei noch den Link zu BGG zu setzen hat vermutlich die meiste Zeit davon beansprucht ;) Euch kann man fragen, von welcher Jacke der Knopf in einem Bild ist, dann kommt spontan die Antwort. Ja selbst die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest wurde bei unknowns schon ...

    Es war wohl das Thema, dass ich dieses Spiel unbedingt haben wollte und so meinen ersten Kickstarter platzierte. Schließlich besuche ich die SPIEL seit 1987, möglichst immer an allen Tagen, und kann das somit fast mitspielen, ohne vorher die Regeln zu lesen. Das Spiel thematisiert die Essener SPIEL-Messe im Vorjahr seines Erscheinens, also 2013. 60 Spiele des Jahrgangs sind vertreten, darunter so junge Klassiker wie Russian Railroads, Nations oder Lewis & Clark. Es gilt zielsicher einzukaufen, Schnäppchen zu machen und das ganze besser als die "Konkurrenz" zu erledigen. Leider wird man unbeweglicher, je mehr Spiele man mit sich herumträgt (kann ich bestätigen!). Ab und zu mal zum Parkplatz und den Kofferraum auffüllen schafft Abhilfe, kostet aber Zeit. Ist also alles eine gute Simulation des SPIEL-Geschehens, oder? Naja, ganz so nerdig, wie es die Regeln vermuten lassen, bewege ich mich dort dann hoffentlich doch nicht, aber abwegig ist es auch nicht, da laufen ja noch ganz andere herum und auch ich hatte so meine Phasen... ^^

    Aber ich gleite offtopic ab, wir wollen doch hier nicht über Spiele reden 8o, sondern wie sie verpackt werden. Der Exkurs war aber nötig, um meine persönliche emotionale Bindung zu Spiel und Thema deutlich zu machen.

    Da bei diesem Spiel nahezu alles Material beim Aufbau auf dem Plan verteilt wird, ist das Beistellen kleinerer Material-Trays nicht wirklich erforderlich, bestenfalls mit Ausnahme für die Spielkarten. Das hier sind dann auch schon alle Trays, die ich gebaut habe:

    Die eigentliche Bastelei war ein Insert am Stück, das praktisch einem angepassten Tiefziehteil gleichkommt, also den ganzen Karton ausfüllt. Und so sieht das in diesem Fall aus:

    Das sieht nur auf den ersten Blick kompliziert aus. Die Planung hierfür ist bei einem solchen Spiel mit relativ wenig Materialien im Grunde eher einfach. Man schneidet eine Platte im Schachtelquerschnitt zurecht und breitet einmal alles Material auf der Fläche aus, gerade so wie man es verteilt entnehmen wollte. Die Kleinteile haben ein Tray bekommen, damit man sie leichter entnehmen kann. Dieses ist dabei noch nicht einmal groß vermessen, mehr eine Universallösung für die verschiedenen Teile eben. In der Höhe habe ich ganze 15 mm für das Material reserviert, die zwischen Oberfläche der Platte und aufliegendem Spielplan bleiben (Leisten zum Ausfüllen der Resthöhe werden erst zum Schluss unter die Platte geleimt). Entsprechend sind genügend Leisten dieser Höhe verteilt aufzuleimen (bzw. Trays passender Höhe einzulegen), die einerseits Fächer bilden, andererseits Auflage für den Spielplan und Regel bieten. Wo 15 mm nicht genügen, wird eben durch Ausschnitte und Verkleidungen der Raum nach unten erweitert. Im Fall des Kartentrays (Höhe 20 mm) genügt ein passendes Loch im 5-mm-Boden, das man dann darunter neu mit einer Platte schließt. Für den Stapel der großen Spiele-Plättchen schafft man ein geeignetes Fach. das Kleinteile-Tray sichert man gegen Verrutschen mit kleinen Bodenleisten. Hab ich so alles schon einmal bei Teotihuacan und Die Alchemisten angewendet.

    Eine Leiste hier, ein Schnitt da - die Details werden erst beim Bauen selbst festgelegt und so liefer ich diesmal wirklich keine besonderen Maße mit, da es eben buchstäblich alles nach und nach entsteht, wie es eben passt und zu gefallen weiß. Ein Insert für ein Spiel mit viel Material aus einer Vielzahl passender Trays, die gemeinsam eine Schachtel ausfüllen, ist dagegen deutlich aufwändiger zu planen (nicht unbedingt zu bauen).

    Eingeräumt sieht das so aus:

    nun noch die beiden anderen Trays einlegen. Die dicken Holzmeeple waren auch nicht für das Kleinteile-Tray vorgesehen, liegen mit in dem großen Fach mit dem zweiten Kartentray und der Promo-Karte darunter:

    Plan und Regel passgenau aufgelegt und Deckel drauf. Den Typ im Vordergrund habt Ihr schon einmal gesehen, der ziert bekanntlich meinen Schachtel-Innendeckel :)

    Wie erwähnt hab ich das Spiel nicht groß gespielt. Werde ich demnächst ändern. Obendrein ist doch recht ungewiss, ob die Maxi-Ausgabe in diesem Jahr eine Option ist - leider.

    #Essen #EssenTheGame

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  • Smuntz

    Auch dieses Insert ist wieder super, ich glaube, das muss ich direkt nachbauen.

    Essen the Game war auch mein erstes gebackenes Spiel und ich war sehr überrascht, als ich eines schönes Tages eine Email bekam, dass ich ausgelost worden sei, einen der Spielerchips zu zieren und doch ein Foto einschicken möchte. Die Person, die auf dem obersten Spielechip in Deinem Tray zu sehen ist, bin tatsächlich ich. Ich war damals total aufgeregt, weil diese Email im Spam-Filter hing und ich sie erst kurz vor Einsendeschluss gefunden hatte. Es war ein Essen-Pick-Up und als ich dieses Spiel in Händen hielt, fand ich es unglaublich, dass mein Bild auf dem Chip war. Ich glaube, es waren nur zwei deutsche dabei. Ich habe das das Spiel mehrfach und mit großer Begeisterung gespielt und mit dem gleichen Vergnügen, das Hartmut oben beschreibt.


    Entschuldet den Off-Topic Ausflug, aber das musste ich gerade mal los werden.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

    2 Mal editiert, zuletzt von Spielteufel ()

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  • Entschuldet den Off-Topic Ausflug, aber das musste ich gerade mal los werden.

    Da gibt es rein gar nichts zu entschuldigen (also nicht im Sinne von "wie kannst Du nur...?" sondern "alles paletti") Auch ich möchte sowas lesen (und schreiben). Hab nicht ohne Grund den irren Smiley (als Ironie-Indikator) bei meinem eigenen Satz verwendet:

    Aber ich gleite offtopic ab, wir wollen doch hier nicht über Spiele reden 8o

    Erinnert mich an ein Spiele-Turnier-Event, bei dem ein Teilnehmer die etwas alberne Runde an unserem Tisch anmahnte, man wolle "hier doch ernsthaft spielen". Wir lachen da heute noch drüber, ist ein geflügeltes Wort geworden.

    Wie viele hier nur mitlesen, weiß ich nicht. Wer schreibt, tut dies nebst der Vermittlung von Information oft auch mit dem Ziel, ein wenig Unterhaltung zu bieten. Da gehören solche Anekdoten einfach dazu - für mich bitte gerne, oft, mehr davon :)

    Also um es zu übertragen... wir wollen uns hier doch ernsthaft zu Spielen austauschen :lachwein: - tun wir, ist also alles ontopic. Offtopic wird es bei Felgenwachs ...

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  • Hast du eigentlich ein Insert für Tzolkin gebastelt? Das stelle ich mir auch kompliziert vor, da die einzelnen Spielplanteile ja die Räder beinhalten und deshalb so immer blöd in der Schachtel hin und her rutschen.

    Nein, bisher nicht - aber jetzt. Ja, Du hast Recht, das ist mit seinen dicken Zahnrädern und unförmigen Planteilen noch mehr tricky, als es der Insertbau für Die Glasstraße bereits war. Und ich habe auch wieder ein paar Besonderheiten zu berichten - lasst Euch überraschen 8-)) Oder fällt Euch beim Blick auf die gebauten Trays schon was auf?

    Genauer geht es hier um Tzolk'in in seiner ersten Auflage mit der Erweiterung "Stämme und Prophezeiungen". Auf Bildern bei BGG habe ich gesehen, dass spätere Auflagen einen anders aufgeteilten Spielplan haben, z.B. Puzzle-Verbindungen wo ich noch eine Faltkante habe. Soweit sich die Materialstärke nicht verändert hat, sollte aber alles hier auch auf spätere Ausgaben übertragbar sein. Und so dreht sich die erste Hälfte des Projektes erst einmal nur ums Verstauen des Planes. Hierfür kam nur 5-mm-Material zum Einsatz - die Trays (dazu später) habe ich aber wie inzwischen gewohnt mit 3-mm-Foamcore gebaut.,

    Als erstes habe ich festgelegt, wie ich die einzelnen Teile übereinander schichten möchte. Wenn möglich sollten Zahnräder gegeneinander in einer Ebene verschwinden, geeignete Auflagen mit Zwischenplatten geschaffen werden. "Rutschsicher" war nur insofern Anspruch, als natürlich nicht alles so herumpurzeln darf, dass man den Deckel nicht wieder einfach verschließen kann. Erstes Arbeitsergebnis war somit die Planteile-Stapelhöhe von 35 mm.

    Das einfache Papp-Insert des Originals habe ich von seinen Seitenteilen befreit - unten durfte die dünne weiße Pappe bleiben, sieht besser aus als der graue Karton. Dann habe ich an drei der vier Seiten 35 mm hohe Streifen eingeklebt. Die vierte Seite (in den Bildern unten nicht sichtbar) blieb frei, da eines der Teile sonst nur schwer hinein gepasst hätte.

    Daneben stellte ich fest, dass die größeren Papptafeln (Stammesplättchen, Spielertafeln, Schnellaktionstafel) auch vertikal in den Karton passten und ein paar mm obenauf bleiben - genug für die Regeln. Also habe ich einer Ecke ein entsprechendes Fach in den Rahmen eingearbeitet. Wie sich später zeigen sollte, hätte ich nicht so geizig mit dem Raum umgehen müssen, am Ende habe ich einmal mehr Luft verkleidet. Andererseits finde ich so kompaktes Wegstauen von Teilen, für die man kein Tray im Spiel bereitstellen muss, nicht unelegant.

    Und so sieht das ohne / mit Spielmaterial bis hierher aus. Das 10 mm hohe Fach rechts habe ich abgeteilt, um darin meine obsoleten Goldwürfel der ersten Auflage unterzubringen, die sind mit (andersfarbigen gelben) Würfeln aus der Erweiterung ersetzt worden.

     

    Ganz unten sollte die zentrale Scheibe verschwinden, gesichert durch einen an die Form angepassten zweilagigen Rahmen. Zum Abnehmen der erforderlichen Ausschnitte habe ich ein Stück Butterbrotpapier und Bleistift zum Skizzieren verwendet. Die skizzierten Linien kann man aufs Material mit Nadelstichen übertragen, dort nachzeichnen und schneiden. Muss ja nicht millimetergenau sein, erspart aber viel Kopfzerbrechen, wie man die unregelmäßige Form richtig ausgeschnitten bekommt.

     

    Kopfüber folgt das Teil mit zwei kleinen Zahnrädern, so dass nun drei Zahnräder in derselben Ebene liegen und füreinander Auflagen zu den Planteilen bilden - da wackelt nichts!

    Die Zahnräder auf beiden Seiten des gefalteten Planteiles erhalten jeweils eine Maske. Am unteren Rand habe ich Namen der Stadt und Farbe notiert, damit man beim Einräumen nicht rätseln muss, wofür das alles gut sein soll ;)

     

    Erstmals im Bild (links oben) ein kleines Tray mit den Ernteplättchen, das den freien Raum ausfüllt. Da diese beim Aufbau auf dem Plan verteilt werden, musste ihre Unterbringung nicht besonders schmuck sein. Auch blieben eben nur diese Plättchen und die Kristallschädel am Ende der Bauplanung übrig - dafür extra noch ein Mini-Tray bauen? Ich entschied mich dagegen, so dass ich die Kristallschädel einfach zu den Maismarkern gegeben habe. Wer das nicht mag, kann im Spiel ja das Tray der Ernteplättchen hierfür verwenden oder einfach noch was Eigenes bauen - Platz genug ist ja vorhanden.

    Bleibt noch ein Planteil ohne Zahnräder, an dessen Seite prima die Prophezeiungstafel passt.



    Der Stapel schließt bündig mit den Rahmenleisten im Karton ab, die ja als Auflage für den Zwischenboden (5 mm) dienen sollen. Fertig sah dieser - zusammen mit einer Füll-Box für den ungenutzten Raum - nachher so aus:

     

    Ab hier wird es schon fast normal, aber - Ihr habt es längst bemerkt - da ist was Achteckiges dazwischen geraten...

    Im Spiel breitet man die Maismarker auf dem zentralen Zahnrad aus. Da liegen sie eigentlich auch gut, kommt jeder leicht ran. Nun bau ich keine Trays, um das Material auszuschütten, ob auf den Tisch oder auf ein dickes Zahnrad. Aber ein quadratisches Tray auf einem runden Zahnrad - wie sieht das denn aus? Gut, für "kreisrund" muss man Wände biegen, das dürfte mit dem Hartschaum in den Platten schwer machbar sein. Aber ein Achteck ist doch ein schöner Kompromiss, Die Größe habe ich so festgelegt, dass ich aus einem Quadrat mit 110 mm Kanten ein Achteck mit 46 mm Seitenlänge schneide. Braucht man eben mal ein bisschen Schulmathematik nach Pythagoras, deren Details ich Euch hier vorenthalte. Die abgeschnittenen Ecken habe ich nicht weggeworfen. Sie sind auf dem um 5 mm erhöhten Zwischenboden aufgeleimt, da soll das Tray gegen Verrutschen gesichert werden.

    Ja und die (18 mm hohen) Seitenwände? Gehrungsschnitte mit präzisen Winkeln in 3 mm Material? Nein, mit sowas fange ich nicht an. Das Material ist dünn genug, um einfach nur gefalzt zu werden, dann ist die Ecke eben ein ganz klein wenig rund, was auch hübsch aussieht. Entsprechend verbindet man den Ring auch auf Stoß mittig an einer Seite, nicht etwa in einer (dann sehr unschönen) Ecke. Damit man sich mit den Maßen nicht quälen muss, bin ich wie folgt vorgegangen.

    Das fertig zugeschnittene Achteck habe ich entlang des vorbereiteten Streifens abgewickelt. Wann immer eine Ecke des Achtecks auf den Streifen zeigt, habe ich dort eine kleine Marke (Bleistift) angezeichnet. Das macht man genau achtmal, und hat dabei eine (die erste) Ecke auf Achteck und Streifen gesondert markiert. Ist alles Handarbeit, vielleicht sind die Seiten ja doch nicht alle perfekt gleichlang, also darauf achten, dass die richtige Marke nachher auf die richtige Ecke kommt. Das ließe sich so auch auf unregelmäßigere Polygon-Formen als ein Achteck anwenden (mal schauen, was ich noch bauen werde). Dann legt man den Streifen unter seinen Anschlagwinkel jeweils an die Marke und greift zum... nein, nicht zum Cutter - sondern zum Käsehobel! ^^

    Jawohl! Das ist das ideale Werkzeug, um mit seiner gerundeten Stahlkante einen Falz in das Material zu drücken. Natürlich schön am Winkel entlang, denn der Falz muss schon halbwegs rechtwinklig zur Kante sein. Schlussendlich muss der Streifen noch mit sauberen Stoßkanten geeignet abgelängt werden. Wer keinen Käsehobel hat, kann auch einen Messerrücken oder Ähnliches verwenden. Auf der Suche nach geeignetem Werkzeug sprang mich der Käsehobel aber geradezu an.

    Aufgeleimt habe ich beginnend in der Mitte des Streifens immer nur jede zweite Kante, so dass am Ende auch die Kante mit der Verbindung auf Stoß darunter ist. So kann man sich die Form bei der zweiten Seite nach Bedarf zurechtrücken und verschmiert nicht unnötig Leim aufs Material, das nicht von alleine die gewünschte Form annehmen will. Da der Streifen Spannung erzeugt, müssen die Nadeln hier fest seitlich in den Boden gestochen werden und dürfen auch nicht zu früh wieder entfernt werden, den Leim ruhig mal ein Stündchen härten lassen. Wer mag, kann mit dem Finger von außen noch etwas Leim an die unbehandelten Seiten angeben., nötig ist das aber nicht.

    Für die übrigen Trays habe ich in der Höhe 26 mm vorgesehen. Diese haben somit eine Wandhöhe von 23 mm oder, wenn halbhoch gebaut, jeweils 10 mm (nach Abzug von 3 mm für den Boden). Das sollte für alle Zwecke gut sein.

    Die Rohstoffe verschwinden in einem halbhohen Tray in drei separierte Fächer. Hier mit den Maismarkern / Kristallschädeln im Karton eingeräumt:

    Darauf passen fünf kleine einzelne Trays mit den Spielermaterialien. Die Gebäude der beiden Zeitalter haben jeweils ein eigenes Tray bekommen (links im Bild). Die restlichen Dinge Startvermögen-Plättchen und Startspielermarker, Monumente, Prophezeiungen, Schnellaktionsplättchen) wandern in ein hohes Tray mit vier Fächern, von denen die drei größeren einen seitlichen Eingriff erhalten haben. Die vertikal eingeräumten Schnellaktionsplättchen brauchen das nicht, haben auch keine einfach rechteckige Form, die gestapeltes Lagern erleichtern würde.

    Das war's dann. Optional noch eine dünne Lage Karton (oder bei mir ein alter Stanzbogen) drauf, dann die dünnen Regelhefte. Passt!

     

    #Tzolkin

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  • Schon vor ein oder zwei Wochen hatte ich mich an Marco Polo II gewagt und bin mit meiner Lösung ziemlich zufrieden.

    Der Behälter für die Gildenplättchen hat noch ein leeres Fach. Brauch ich nicht, ich musste aber den Raum füllen. Daher ist auch bei den Karten noch einiges an Luft. Für Leute mit MP 1 evtl. ganz nützlich. Zudem ist noch eine kleine Ecke leer wo evtl. noch Material von kleinen Erweiterungen untergebracht werden kann.

    Lediglich die Behälter für die Münzen, Jade, kleine und große Warenmarker werden gestapelt, alles andere ist nur eine Ebene.

    Der Startspielermarker ist schön in der Ecke und alles bleibt bei der stehenden Lagerung in seinen Fächern.

    Obenauf Anleitung, Karte und Spielerpläne.

    Karton schließt bündig ab :thumbsup:

    Leider hatte ich mich um 2 oder 3 mm vermessen oder verschnitten, daher musste ich bei den Behältern für die Gildenplättchen und Karten die hintere Wand halbieren. Mit einem scharfen Cuttermesser ging das erstaunlich gut. Alternativ hätte man auch 3 mm Platten nehmen können. Wenn man sie denn hätte... Da die vier großen Behälter für Münzen etc. etwas eng saßen habe ich dort ebenfalls an zwei Behältern eine Wand halbiert.

    Alle Abmaße anbei zum download. Ich habe die Behälter etwas kleiner gezeichnet bzw. eine 3 mm Wand benutzt. Ihr könnt also nach den Zeichnungen bauen.

  • Nachdem dieser Thread u.a. von „Hartmut on fire“ Smuntz gerockt wurde und mir fast die Luft wegblieb ob der Geschwindigkeit, mit der er seine Brocken rausgehauen hat, habe ich mir jetzt ein Herz und all meinen Mut zusammengefasst und auch wieder ein bisschen was gebastelt. Auf die Gefahr hin, vom Overlord des Inlaybauens lediglich ein sardonisches Grinsen zu ernten.:evil:


    Es ist ein Inlay für #Maracaibo, für das ich mich hart von dem Beitrag weiter oben von hedisch (Danke dafür) inspirieren ließ. Mir gefiel die Idee von der Auslage der Legacy-Plättchen sofort, auch deswegen, weil ich diese in ähnlicher Form auch schon in Antiquity verwendet hatte. Ebenfalls super fand ich die Idee mit den Nationenmarkern, die ich auch ähnlich übernommen habe.


    Der Fokus soll allerdings gar nicht auf dem Inlay liegen (... gähn.. schon wieder Maracaibo...), sondern auf der Art und Weise, WIE ich meine Inlays erzeuge und außerdem wollte ich, weil immer mal nachgefragt, auch mein Werkzeug vorstellen.

    Deswegen die Bilder mit der fertigen Lösung eher kurz und bündig:

    Statt die Skat-Behälter zu verwenden, habe ich Spielertrays gebastelt:

    Die Kartenbehälter habe ich ebenfalls so gestaltet, dass die Karten daraus nachgezogen werden können (s.oberes Bild).


    Hier der Nationenmarkerbehälter in seinem Bett aus Foamcore/Karton, von dem aus die faulen Nationenwürfel-Säcke direkt aus den Pfühlen in des Krieges Mühlen geschoben werden können.



    Fertig.


    Erstaunlich war, wieviel Luft noch im Karton war, ich musste deswegen nicht knapp planen. Ich hatte eher Mühe, das überzählige Volumen in die Inlays zu integrieren.


    Wie man an meinen bisherigen Projekten sehen kann, bin ich Fan davon, die Trays zu verzapfen (die Handwerksmeister der Anti-Gärungsliga mögen mir verzeihen, wenn ich möglicherweise den falschen Fachbegriff verwendet habe:*). Diese Nut-Feder-Verbindungen haben zwei Vorteile:

    • sie erhöhen die Stabilität
    • sie erlauben, die Seitenwände in den Abmaßen der Gesamtbreite und -höhe zuzuschneiden, ohne groß herumrechnen und die Bodendicke oder die Breite der anderen Bretter abziehen zu müssen


    In einem der letzten Beiträge hatte ich allerdings geschrieben, daß ich ein kleines Problemchen mit der Präzision dieser Nut-Feder-Verbindung hatte. Von der richtigen Tiefe und Position hängt es stark ab, ob die Außenmaße passen, oder nicht. Ich habe mir hier ein kleines Helferlein zurechtgefeilt, mit dem ich überaus zufrieden bin:


    QaD-Anreißlehre aus einem Reststück Alu-Winkelprofil aus dem Baumarkt (war, glaube ich 10x10x1). Die Anschlagkante ist knapp 3mm hoch, damit ich auch 3mm Foamcore schneiden kann, die Anreißflächen haben genau den Abstand 3mm bzw. 5mm zur Außenkante der Platten. Des Weiteren ist eine Stirnseite im 90°-Winkel normal zur Anschlagfläche ausgeführt, was gerade Schnitte ermöglicht.


    Hier kann ich recht präzise Ausklinkungen an den Außenkanten durch Anlegen und direktes Schneiden machen, ohne diese aufwändig anzeichnen zu müssen. Ich setze das Messer auf die Bleistiftmarkierung, schiebe das Helferlein mit dem Daumen dorthin und schneide. Oder schiebe das Helferlein einfach weiter, damit der Schnitt verlängert werden kann. Falls Fragen kommen: die inneren Aussparungen habe ich konventionell ausgeschnitten, dazu taugt das Helferlein nicht.


    Die Positionen der Aussparungen müssen zueinander passen. Dazu lege ich alle Teile vorher auf Kante zusammen und markiere mit diesem Lineal, besser Anreißhilfe

    die Position mit einem kleinen Strich, ausgehend vom Rand, oder ich zeichne die Linien kurz vor dem Vereinzeln aus dem großen Bogen ein, wenn alle Teile noch akkurat nebeneinander liegen.


    Zum Schneiden verwende ich dann ein Kunststoff-Entgratmesser, oder ein Skalpell mit wechselbaren Klingen, die Links dazu gibt es weiter unten. Es gibt zwar von Foamwerks auch sog. „Geradschneider“, die sind aber in der Handhabung ein bisschen sperrig und außerdem sackteuer. Vielleicht baue ich mir demnächst QaD noch einen solchen Geradschneider, zwar habe ich eine Idee, wie das Ding aussehen müsste, allerdings hatte ich noch keine Lust. Da wäre dann die letzte Fehlerquelle für unpräzises Schneiden beseitigt.

    Sollte ich Falzaufgaben haben, habe ich die Klinge eines weiteren Entgratmessers so stumpf gemacht, daß es nicht mehr schneidet, sondern nur noch falzt. Funktioniert perfekt. Dazu gibt es natürlich keinen Link.


    Für die Abschätzung des Volumens von Schüttgut, z.B. Meeple habe ich mir quick and dirty einen kleinen Messbecher aus Fotokarton gebastelt, auf dem ich direkt das Volumen ablesen kann. Letzteres notiere ich mir und überprüfe später damit die Auslegung der realen Trays (Länge x Breite x Höhe) Dazu wird der kleinere Quader in den größeren geschoben, das Schüttgut dabei bis auf eine normale Schüttdichte zusammen“gequetscht“.

    Zusammen mit Ponal Express, welcher extrem kurze Trockenzeiten ermöglicht, gelingt es mir schnell und relativ präzise, die Inlays zusammenzuhauen. Das funktioniert auch ohne Fixierung durch Stecknadeln (ha...nimm das, Overlord...:wikinger:). Die meiste Arbeit steckt ergo in der Berechnung der Abmaße der Trays, hier sollten keine Fehler passieren, sonst passt alles nicht zusammen. Ich weiß, hier wäre durch Verwendung geeigneter Softwaren etliches zu holen... Will aber nich!


    Zwischen den Trays sollte man ca. 1mm Luft einkalkulieren, mit höherer Präzision wird dies sicher weniger.


    Was ich das letzte Mal schon gezeigt hatte, war mein winkliges Schneidebrett und mein Anschlagwinkel aus Fernost. Beides unabdingbar, um winklige Boden- und Seitenbretter hinzubekommen.


    Dann noch mein quick and dirty- V-Schneider für Gehrungen (nicht Gärungen, Leute, ihr seid doch keine Bäcker;)), nicht schön, aber wirkungsvoll. Hier kann ich, ohne extra vorher anzuzeichnen, V-Schnitte für 90°-Winkel setzen.


    Ich habe hierzu ein Holzbrettchen mit 45°-Schlitzen versehen, dort Ersatzklingen für das Martor-Messer im Winkel eingespannt und mit zwei Schräubchen fixiert.


    Einziges Problem ist, daß es kurz vor dem Ende einen größeren Brocken aus der Nut rausreißt. Dort ist die Haftkraft durch das Restmaterial kleiner, als die Kraft, die zum Schneiden notwendig ist. Das kann man ein bisschen dadurch ausgleichen, daß man die Klingen in Zugrichtung leicht versetzt anordnet. Ist allerdings eher ein optischer Makel, den man dann durch Platzierung auf der Bodenfläche kaschiert.



    Den V-Schneider benötige ich deswegen, weil ich manchmal die Seitenbretter nicht einzeln zurechtschneide, sondern ein einziges schneide, welches ich dann im richtigen Abstand mit Gehrungen und Ausklinkungen versehe. Das schafft noch mal extra Stabilität und ermöglicht sehr ebene Deck- und Bodenflächen (man kann das Brett in einem Rutsch und gleichmäßig hoch schneiden).


    Um die richtige Position zu finden, nutze ich das Anreißlineal, mache einen nicht ganz so tiefen Schnitt an der richtigen Stelle und falze dort dann die untere Papierlage mit meinem Falzmesser. Dann knickt die Wand an der richtigen Stelle, auch wenn die Gehrung nicht so perfekt platziert wurde.


    Für Winkel kleiner 90°, die zum Glück nicht so häufig vorkommen (z.B. 60° für Sechseckformen), bastelt man sich entweder einen separaten V-Schneider, oder behilft sich mit dem manuellen Anreißen und Schneiden.


    Links:

    Martor Messer: MARTOR: Entgratemesser TRIMMEX SIMPLASTO NR. 35134

    Martor Ersatzklingen: MARTOR: Klinge GRAFIKKLINGE NR. 34

    Bayha Skalpellgriff: Skalpell / Klingen und Griffe von Bayha - Skalpellgriff Nr. 5

    Bayha Klinge Nr. 11: Skalpell / Klingen und Griffe von Bayha - Skalpellklinge Nr. 11

    Incra Anreißhilfen: Incra-Rules - when accuracy counts

    Anschlagwinkel: Anschlagwinkel

    Dazu noch einen selbstgefeilten Alu-Winkel und ein stählernes Schneidelineal aus dem Baumarkt.

    That’s it.

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

    Spülen kennt kein Alter.

    Einmal editiert, zuletzt von yzemaze () aus folgendem Grund: Schriftgröße

  • Kurtilus : "Overlord"? Nee, zuviel der Ehre. Wie ich schon mal schrieb, alles nur Plattenbauten... Dass ich da - nach sehr langer Schwangerschaft (ich wollte das immer schon mal machen) - jetzt Spaß mit den Kleinen habe, wird auch wieder verfliegen. Irgendwann habe ich alle Spiele durch ;)

    Sehr schöner Beitrag, viele Howto-Anregungen drin

    (ha...nimm das, Overlord... :wikinger: )

    Na, einen Konter muss ich dann doch setzen :fechten:

    Dann noch mein quick and dirty- V-Schneider für Gehrungen (nicht Gärungen, Leute, ihr seid doch keine Bäcker ;) )

    Da hast Du ja so recht. Nur wer hat das denn je falsch verwendet?

    Wie man an meinen bisherigen Projekten sehen kann, bin ich Fan davon, die Trays zu verzapfen (die Handwerksmeister der Anti-Gärungsliga mögen mir verzeihen

    Ach, das warst ja Du ^^^^^^ Na denn...

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    2 Mal editiert, zuletzt von Hartmut Th. ()

  • Hab mir die Fotos von Kurtilus nochmal genauer angeschaut. Hut ab, das ist ganz große Baukunst im Detail, toll ausgefertigte Ecken, sehr präzise Schnittkanten. Das ist Manufaktur auf Rolls-Royce-Level! Dagegen fertige ich eher auf VW-Level: pragmatisch und effizient in Serie gebaut, funktioniert trotzdem, ab und zu ein wenig Schmu dabei ;)

    Hier kommt dann auch was Neues: Great Western Trail mit Erweiterung "Rails to the North" . Da finden sich genügend Bau-Beispiele, hier zuletzt das von @richy81. Hab mich aber nicht viel umgesehen und die grundlegenden Bauplanungen einfach bei mir selbst abgeschaut.

    In meinem Spiel hatte ich einst die leeren Stanzbögen sowie die englische Regel unter die Insert-Pappe getan, damit war ein guter Höhenausgleich für den Spielplan bis zum Deckel gegeben. Die Seitentaschen des recht dünnen Papp-Inserts hatte ich mit Klebeband etwas in Form gebracht, damit es nicht in sich zusammenknickt. Da hier bekanntermaßen viel Luft im Karton übrig bleibt, habe ich wie schon bei Nations am Urzustand nicht viel geändert, lediglich die seitlichen Laschen der Pappe im mittleren Fach abgetrennt, da diese doch recht schräg nach oben liefen und unnötig Raum kosteten.

    Viermal Spielermaterial mit individuellen Kartensätzen? Das hatte ich auch schon und somit wie bei Trickerion einen Träger für die einzelnen Trays gebaut, in dem die Spielkarten im Boden Platz finden. Die Trays müssen hier nicht besonders organisiert sein, alles Material kann bei Spielbeginn ausgeschüttet und verteilt bzw. ausgebreitet werden. Die sperrigen Zusatzablagen fanden ihren Platz als "Trennwand" im Träger, das sollte alles so sein.

    Den mittleren Bodenstreifen zwischen zwei Trays habe ich mit dem Cutter oberflächlich aufgeschnitten und in den Spalt einen Kartonstreifen eingeschoben (ohne Leim). Dieser gibt zusätzlichen Seitenhalt und verhindert, dass die oberen Spielkarten wandern.

     

    Der übrige Raum im Karton wurde halbiert: eine Seite mit drei flachen Trays für diverse Plättchen, die andere für die Münzen (gleichgoßer Wertungsblock obenauf, daneben eine kleine Füllbox) und zwei Trays für die Spielkarten.

     

    Eine dünne Lage Karton dient als Deckel, darüber passen der Erweiterungsplan, die Spielertableaus, der Spielplan und die Regel

     

    #GreatWesternTrail

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    3 Mal editiert, zuletzt von Hartmut Th. () aus folgendem Grund: Typo

  • Danke für die Blümschn, lieber Smuntz , aber lass ma die Kirsche im Cocktail...:peinlich:

    Da ich für meine Spiele nicht ausschließlich Eigenlösungen umsetze, sondern auch das eine oder andere Fertigprodukt von Folded Space und den Game Doctors benutze und mit deren Lösungen durchaus zufrieden bin, dachte ich mir, ich probiere mal eine andere Firma.

    Für Great Western Trail habe ich mir daher über den Pegasus-Deal das, wie ich jetzt weiß, unglaublich klapprige, hässliche und unpraktische Inlay von e-RAPTOR besorgt. Ich könnte k...zen, dafür Geld rausgeschmissen zu haben und habe überhaupt keine Lust, zumindest der Klapprigkeit mittels Leim zu Leibe zu rücken.

    Wer hier überlegt - Finger weg!


    Hier werde ich irgendwann auch für Abhilfe schaffen und das Ding fliegt wieder raus. Gut, für diesen Moment dann Ideen parat zu haben.

    Ganz sicher war das mein erstes und letztes Inlay von denen.

    Spülen kennt kein Alter.

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  • Statt die Skat-Behälter zu verwenden, habe ich Spielertrays gebastelt:

    Die Komplimente galten u.a. diesem Bild. Ist doch Eigenbau, oder?

    Das mit den verzahnten Kanten (wie bei Folded Space) ist schön, hat aber neben den erwähnten Vorteilen auch die sichtbaren Nachteile: Riesenaufwand (eine Kante - viele Schnitte), erhöhter Materialeinsatz (Stärke Bodenplatte von Wandhöhe abziehen ist noch keine Mathematik), Präzisionsanspruch (man sieht schnell, wenn es nicht so recht passen wollte - "halten" tun andere auch nicht schlechter).

    In einem Punkt sind wir aber ungeteilter Meinung: "unpraktisch" sind die fertigen irgendwo immer ein wenig (oder ein wenig mehr) - nach eigenen Vorstellungen bekommt man es immer besser hin.

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    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut Th. () aus folgendem Grund: korrigerter Text

  • Ja, die Trays sind Eigenbau.

    Was die Festigkeit der Verbindungen angeht, so setzt das Verkleben der Bretter ohne Nut/Feder eine rel. hohe Präzision voraus, damit eine größtmögliche Klebefläche an allen 3 Seiten entsteht. Selbst wenn die Länge und Breite stimmen sollte, könnte ein schiefer Schnitt die Klebefläche dramatisch reduzieren.

    Dann muss man viel Leim dranmachen oder nimmt geringere Kräfte in Kauf. Einmal zu fest zugedrückt und der Behälter ist kaputt. Ich trau dem Braten aus eigener Erfahrung da halt nicht mehr. Die ineinandergesteckten Teile haben per se schon eine höhere Tragfähigkeit und sind auch fehlerverzeihend. Den zusätzlichen Materialeinsatz finde ich jetzt nicht so schlimm, ohne ihn allerdings mal durchgerechnet zu haben (Hier lasse ich Milde bei mir walten...)


    Womit Du Recht hast, ist der zeitliche Mehraufwand durch die vielen Extra-Schnitte, aber wie gesagt, habe ich mit meinem Helferlein hier nicht mehr groß zu überlegen, dass die Schnitte auch gerade werden - ich schneide halt einfach drauflos und die Teile passen zusammen. Ich drücke die Teile auch nach dem Kleben nur kurz zusammen, dank Ponal Express hält das sofort. Ich muss nicht darauf achten, ob eine Wand jetzt schief steht, oder nicht, oder ob sie bündig mit der Außenkante abschließt, wenn alles halbwegs gerade und die Ecken sauber ausgeschnitten sind, tut sie das einfach. Ich spare mir damit auch den Arbeitsgang Fixieren.


    Aber hier kann ja jeder seine eigenen Erfahrungen machen und gerne auch posten, dafür ist der Thread hier ja da. Ich bin da überhaupt nicht methodenorthodox, sondern freue mich über jede Idee, die mich weiterbringt.



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  • Mini-Quiz 3

    Liebe Ratefreunde unter den Bastlern, ich hab da mal wieder was für Euch.

    Gleiche Aufgabe wie gehabt... die Frage ist, welches meiner Spiele als nächstes ein Insert bekommt. Diesmal will ich es ein wenig schwerer machen. Zwei Bilder zeigen, was ich bisher gebaut habe. Eines als Spoiler, da Ihr versuchen sollt, es nur mit dem ersten Bild herauszufinden. Sowas bezeichnet man wohl als "Gimmick" - manche halten es für komplett überflüssig, andere finden es praktisch. Ich selbst liege irgendwo dazwischen, hatte aber Spaß, das zu bauen. Bei welchem Spiel könnte man das wohl gebrauchen?

    Lösungsideen bitte wieder per Spoiler schreiben, um anderen den Rätselspaß nicht zu nehmen. Auflösung demnächst bei Vorstellung des Inserts.

    Über ein "Like", wenn's gefallen hat, freue ich mich :)

    Nachtrag :24 Stunden um und kein Lösungsvorschlag? So kenne ich unknowns gar nicht...

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    3 Mal editiert, zuletzt von Hartmut Th. ()

  • Der Thread ist angesteckend :D


    Ich habe mir ein paar Sachen zum Basteln ausgeliehen um mich auch mal zu versuchen.

    Nach einem ersten kleinen Versuch auf Basis von lealuna Beispiel für Kitchen Rush ging es mit einem Insert für Great Wester Trail inkl. Erweiterung weiter. Von den Ideen auf BGG und hier hat mir der Ansatz von richy81 Great Western Trail am Besten gefallen.

    Hartmuts Entwurf kam heute zu spät, da ich gestern angefangen hatte.


    Da ich die 1er, 2er und 3er Plättchen in Stoffbeuteln habe, wurde etwas abgewandelt.


    Die Bestandteile.

    In den Spieler Boxen sind die Innenwände etwas niedriger, dadurch kann ich die Erweiterungsplättchen drauf legen.


    Unten:


    2. Ebene


    Oben drauf kommen dann noch die Spielpläne. Hier nur der aus der Erweiterung über den Spielerboxen.


    Nach den ersten Versuchen bleiben einige Dinge auf alle Fälle hängen:

    - genauer messen/schneiden. Ich habe immer wieder Probleme mit 1 mm Abweichungen

    - besser planen. Links habe ich noch einiges an Platz nach oben. Wollte aber nicht einfach die Wände sinnloch "hochziehen". Mal sehen wie es hält. Da horizontal gelagert wird ist es hoffentlich kein wirkliches Problem.

    - üben üben üben. Noch dauert alles wirklich lange


    Eigenes Material zum Basteln werde ich mir mir wohl die nächsten Tage bestellen.

    Nächstes Projekt soll dann Spirit Island werden.


    Die ganzen Beispiele hier im Thread sind auf alle Fälle super als Anregung und Ideensammlung für alle die es selbst mal probieren wollen :thumbsup: :danke:

  • So ich hab mich auch mal an ein Inlay gesetzt.

    Das ganze habe ich nicht aus Schaumkernplatten gebaut sondern aus 2mm Graupappe. Irgendwie finde ich die schöner. Erstes projekt: #GaiaProjekt






    Vor dem Bau hab ich mich im Netz umgeschaut und mehr oder weniger ein Inlay kopiert.

    Das Resourcentray habe ich Rundgestaltet. Dazu habe ich die Zwischenwände mit einem Teller als schablone rund auslaufen lassen und dann 0.5mmm starke Pappe drunter geklebt. Zur Verstärkung dann noch ein paar 2mm Streben. Trotz der Enge der Kammern kann man die Resourcen so sehr gut entnehmen.

  • Na dann kommen wir mal zur Lösung des Rätsels. Wie schon zuvor Great Western Trail handelt es sich um ein Spiel von Alexander Pfister bei Pegasus, nämlich Mombasa.

    Und das Gimmick aus dem Rätsel ist die berühmte "Mombasa-Häuser-Harke", die den Aufbau der Kontore bei Spielbeginn ratzfatz und präzise erledigen hilft. Kontore im Tray leicht auseinander schieben, Häuser-Harke draufstecken, Tray übers Spielbrett platzieren...

     

    Tray unter der Harke herausziehen, Harke liften.... zack fertig!

      

    Schiebt man erst auf dem Brett ein wenig die Häuser in Position, tut es aber auch die Spar-Variante, der "Häuser-Kamm" ;)

    Nach soviel Erfindergeist, hier nun die Notizen zum Insert selbst. Die Trays habe ich eingangs gezeigt. Das Tray für die Bücher ist in Fächer unterteilt, so dass die Bücher im Tray nicht umfallen können. Die Rückseite ist erhöht (Sichtschutz). Hier der Igel (noch mit Nadeln) im Bau und fertig:

     

    Um die Teile im Karton unterzubringen, ist der erste Boden um 20 mm geliftet. Darin ruhen die großen Pappteile und direkt darauf der Spielplan, der mit den Randstreifen des Inserts bündig abschließt:

     

    Die Trays haben 26 mm (bzw. bei den Kontoren 2x 13 mm) und 21 mm Höhe. Ausgleich schafft ein Zwischenboden, der für die höheren Trays ausgespart ist.

    Im Karton mit den hohen Trays und den ersten Kontoren sieht das so aus:

    Restliche Kontore obenauf, mittig die vier Trays mit den Spielermaterialien. Oben von links Formular und Spielhilfen, Münzen im Tray, sonstige Aufbaumaterialien und Kleinteile (dafür kein Tray, einfach Fächer auf dem Zwischenboden). Passen eben noch die Regeln und der Deckel drauf.

     

    Und nein, Blackout Hongkong wird nicht das nächste Spiel, das habe ich nämlich gar nicht.

    #Mombasa

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  • Dass die Harke so eine Funktion haben musste, war mir klar, ich kannte nur nicht Mombasa. Top Job, alles sehr aufgeräumt und funktionell.


    Blackout Hongkong bräuchte auch nicht wirklich ein Inlay ....:), selbst wenn Du die Pfisterei vervollständigen wollen würdest.

    Das ist ja das Angenehme an dem Spiel, dass das Material sehr übersichtlich ist. Ich habe das alles noch in ZIP-Beuteln, nur für die Karten habe ich mir Behälter aus Karton gebastelt. Ich fühle bei diesem Spiel überhaupt nicht den Drang, ein Inlay bauen zu müssen.


    Obwohl - jetzt wo ich es schreibe....:tap1:

    Spülen kennt kein Alter.

  • Blackout Hongkong bräuchte auch nicht wirklich ein Inlay ....:), selbst wenn Du die Pfisterei vervollständigen wollen würdest.

    Das ist ja das Angenehme an dem Spiel, dass das Material sehr übersichtlich ist. Ich habe das alles noch in ZIP-Beuteln, nur für die Karten habe ich mir Behälter aus Karton gebastelt. Ich fühle bei diesem Spiel überhaupt nicht den Drang, ein Inlay bauen zu müssen.

    Obwohl - jetzt wo ich es schreibe....:tap1:

    Weiß jetzt nicht mehr, wie es im Inneren von Blackout Hongkong genau aussieht, hab's nur mal mitgespielt. Wenn es nur zwei drei Materialbeutel sind bin ich bei Dir. Ansonsten verhindern ZIP-Beutel ja nur noch größeres Chaos im Karton. Da wo Tütenberge drin sind, stellt sich die Frage nicht mehr. Das Foto zeigt den gesammelten Ausschuss der Spiele, für die ich seit Januar ein Insert gebaut habe. Etwa ein Pfund Beutel! Sowas brauche ich vorläufig nicht nachkaufen :)

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  • Mal eine dumme Frage, aber wie schafft ihr es, dass bei euch keine Papptoken an den Klebestellen anbacken? Habe es bisher immer auch nach langen Trockenphasen (mind. 2 Tage) gehabt, dass irgendwo doch noch was klebrig ist. Und nun nutze ich schon Ponal... Bei einem Uhu Kleber war es zuvor so stark, dass ich ein komplettes Inlay entsorgt habe.

    Ich finde es halt sehr schwierig die Stoßkanten sofort sauber zu wischen, wenn man noch mit Halten, Befestigen und Austarieren beschäftigt ist.

    Was sind eure Empfehlungen? Also außer weniger Kleber zu nehmen...

  • Mal eine dumme Frage, aber wie schafft ihr es, dass bei euch keine Papptoken an den Klebestellen anbacken? Habe es bisher immer auch nach langen Trockenphasen (mind. 2 Tage) gehabt, dass irgendwo doch noch was klebrig ist. Und nun nutze ich schon Ponal... Bei einem Uhu Kleber war es zuvor so stark, dass ich ein komplettes Inlay entsorgt habe.

    Ich finde es halt sehr schwierig die Stoßkanten sofort sauber zu wischen, wenn man noch mit Halten, Befestigen und Austarieren beschäftigt ist.

    Was sind eure Empfehlungen? Also außer weniger Kleber zu nehmen...

    also dass z.B. Ponal (oder sonstiger Weißleim, den ich je benutzt habe) so lange eine offen klebrige Wirkung hat, muss er schon recht dick in den Ecken stehen.

    Direkt wegwischen ist unverzichtbar, außen tut es der Finger, in Innenwinkeln ein Restabschnitt vom Material, mit dem man in die Winkel kommt (so man es auf der Fläche verteilt hat, dort nochmal mit Finger oder angefeuchtetem Tuch).

    Grundätzlich sollte nicht viel bis nichts hervorquellen, also in der Tat nicht mehr wie nötig Kleber nehmen, dünn, aber überall auftragen. Und befestigen sollte man die Teile auch (Stecknadeln). Hatte dafür anfangs auch kleine Tesa-Stückchen verwendet, das ist aber viel zu umständlich und reißt ggf. die Papieroberflächen an. Die winzigen Löcher von Nadeln nehme ich gar nicht mehr wahr. Sind auch "Zweckbauten", so what.

    Wenn die Teile nicht unter Spannung stehen (z.B. gefalzte Teile), entferne ich die Nadeln meist schon nach 15-20 Minuten, da ist der Leim natürlich nicht endfest, da rutscht aber auch nichts mehr. Spätestens dann sollte man Leimraupen entfernen, dürfte schon relativ fest sein (Cutter o.a. verwenden). Nach etwa einer Stunde sortiere ich die Pappcounter usw. ein und pack das Spiel weg, da klebt nichts mehr an. Und nein, ich verwende keinen Expressleim, der geht mir vermutlich viel zu schnell ;)

    Eventuell ist Dein Leim nicht mehr geeignet (mal länger zu warm gelagert?) und hat seine Eigenschaften verloren, da hilft dann nur wegwerfen und neu kaufen.


    PS: "UHU Kleber"... da gibt es Sachen, die kleben ewig, leider wirklich ungeeignet. Weißleim wird aber oberflächlich immer hart, daher ist es auch der richtige für den Zweck. Nach 2 Tagen noch klebrig? Kann eigentlich nicht sein, das sollte knochentrocken sein. Endfest lassen sich Leimreste auch nur noch vergleichsweise mühsam mit Cutter entfernen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut Th. ()

  • Bei mir ist bisher noch nichts kleben geblieben. Und das obwohl ich im Gegensatz zu Hartmut nicht so sorgfältig bin. Klebereste mache ich nur weg, wenn es wirklich viel wird, kleinere Reste lasse ich innen einfach trocknen. Nadeln verwende ich zudem nur, wenn es sehr hohe Kanten sind, kleinere bis 2 cm Höhe lasse ich ohne trocknen, da ich festgestellt habe, dass sie nach kurzem festhalten sich nicht mehr bewegen und die Mühe mit den Nadeln hier keinen Mehrwert bringen.

    Ich benutze den gleichen Kleber wie du, ScoundeL

  • Um das Niveau hier mal wieder reichlich auf Normalsterblichen-Level herunterziehen, hier meine einfache und in erster Linie sehr funktionale Lösung, Paper Tales + Erweiterung + Swan Panasia Premium Sleeves geordnet und ohne Ziptüten-Chaos in die Schachtel zu bekommen.



    Ich hätte Platz für weitere Erweiterungen 8-))

  • Im Format der Pegasus-Spiele werde ich noch weiter fündig in der Sammlung. Rokoko (ohne Erweiterung) schien mir recht übersichtlich zu sein. Wie bei Great Western Trail wähnte ich viel Luft im Karton und behielt Original-Pappinsert mit darunterliegenden Stanzbögen und englischer Spielregel bei.

    Die Aufteilung des mittleren Raums schien dann doch nicht trivial- Überall scheint bei diesem Spiel die Zahl Fünf durch: 5 Spielerfarben, 5 Münzwerte, 5 Werte der Ansehensmarker... Ich neige ja schon dazu, nicht so sehr zu sortieren, drei verschiedene Dinge bzw. Werte werfe ich schon mal zusammen, erst recht, wenn Farben im Spiel sind. Aber hier wollte ich doch etwas mehr sortieren.

    Nun kann man fünf so schlecht teilen, da kommt einem normalerweise nur ein langes Tray mit 5 Fächern in den Sinn. Aber das gleich mehrfach? Sieht irgendwie nicht aus. Auch machten mir hier separate Trays fürs Spielermaterial nicht so recht Sinn, hat jeder Spieler doch nur eine farbige Ablage (Pappstreifen) und 5 (!) Spielkarten am Start. Die Holzscheiben (Besitzmarker) dagegen kann aber muss man nicht unbedingt bei sich liegen haben, können nach Bedarf auch aus einem Pool entnommen werden. Also brauchte ich allein drei Trays für jeweils 5 verschiedene Ausprägungen der jeweiligen Teile. Und wenn diese nun nicht lange Streifenform haben sollten, dann eben mal was anderes...

     

    Diese Trays sehen doch recht gefällig aus und sind nicht wirklich schwerer zu bauen als andere. Bei 105 mm Seitenlänge wird das innere Quadrat aus einem Streifen im Abstand von 48 mm gefalzt, so dass nachher fünf halbwegs flächengleiche Bereiche entstehen. Das innere Quadrat wird zunächst allein durch Verleimen der Stoßkanten gebaut. Hierfür werden die kurzen Halbseiten mit je zwei Nadeln auf einem Restabschnitt fixiert, so dass der unter Spannung stehende Falzstreifen am Stoß gut fluchtet und der dünn angegebene Leim in Ruhe aushärten kann. Zwei diagonale Nadeln helfen, den Stoß zusammen zu halten und beinahe nahtlos zu verbinden.

    19 mm von der Mitte jedes Bodenrandes entfernt markiert man einen Punkt, dann baut man das wie jedes Tray mit den Seitenwänden auf. Nach etwa einer halben Stunde ist das separat verleimte Quadrat fest genug, um aufgeleimt zu werden - die zuvor markierten Punkte legen die Ecken fest. Die kurzen Zwischenstücke werden geeignet eingepasst, also direkt nach Bedarf von einem Streifen abgelängt und eingeleimt.

    Die Spielkarten kommen in zwei Trays mit einer offenen Seite. Ein drittes Tray mit gleichem Grundriss (aber vier Seiten und Trennwand) dient der Aufnahme von Holzsteinen für Garn und Spitze.

    Und so wird der Karton gefüllt. Unter die quadratischen Trays kommt noch ein Bodensockel (16 mm), im oberen Bereich werden 66 mm durch eine Füllbox abgeteilt, der Raum wird nicht benötigt. Dazwischen werden die Spielerablagan aufbewahrt,

    Links kommen in zwei Lagen die quadratischen Trays, rechts in einem Stapel die Kartentrays und das mit den Holzsteinen. Den übrigen Raum nimmt eine große Box ein, in die man den mit den Kleiderplättchen gefüllten Leinenbeutel wegstaut.

     

    Nicht im Bild Spielplan und Regel, die obenauf liegen, bevor der Deckel bündig schließt.

    #Rokoko

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    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut Th. ()

  • Da Anna2001 von "Normalsterblichen Niveau" gesprochen hat, versuche ich mich auch Mal. :)


    Auch für mich stand eine funktionale Lösung im Vordergrund, sodass alle Erweiterungen von Das Streben nach Glück in die Grundbox passen und der Deckel gut abschließt:



    Ich habe dafür 3 mm Foamcore verwendet und muss leider sagen, das Gewicht der Karten war zu viel für das dünne Material.

    Eine Seitenwand hat sich gleich nach etwas gelöst und ich musste, unschönerweise, mit Klebestreifen nachhelfen.


    Macht mir persönlich weniger aus, aber ich wollte es für die Ästheten des Forums erklärenderweise dazu sagen. ;)

  • So, ich habe mich auch mal ans Organisieren bei Wendake gemacht.

    Ziel war:

    Grundspiel + Promos unterbringen und nicht immer alles neu sortieren müssen.

    Die kleine KS Kiste, welche Ich nicht sonderlich schön finde musste auch draußen bleiben....

    Und....ich bin ja Fan der Kartenboxen, so wurde nicht sonderlich viel Gemessen und geschnitten...aber....es passt.

    Deckel schließt bündig ab.

    Regelhaft und historischer Hintergrund liegen obenauf.

    Die Wertungsleisten kommen als nächstes, gefolgt von den Spielertafeln und den Spielplanteilen.

    Die 5mm Platte danach dient dem Höhenausgleich.

    Dann die erste Ebene Material....

    Gefolgt von untersten Ebene.

    Bei den Spielerfarben habe ich Holz und Pappe getrennt...so kann man besser in die Boxen greifen...

    Sitzt, wackelt und hat Luft. 😊

    Einmal editiert, zuletzt von turbo ()

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  • Gestern abend wurde es wieder etwas später, aber bevor ich nicht fertig bin... Schließlich fiel mir dieser Tage die im Angebot erworbene, fehlende zweite Erweiterung zu Isle of Skye ins Haus. Das Material von Grundspiel und Wanderer ruhte schon in Zipptüten, die Druiden brauchten diesen Zwischenschritt nicht mehr durchmachen. Mit dem Ergebnis bin ich diesmal selbst sehr zufrieden (sonst fällt dem Künstler später immer was ein, was er hätte besser machen können).

    Gesetzt war, die Sichtschirme und Wertungsplättchen seitlich aufrecht am Rand der Schachtel zu platzieren. Schließlich will die Höhe genutzt werden, die später obenauf liegenden Wanderer-Spielpläne sind schmaler als die Schachtel. Die Wände der Trays wurden nur so hoch gebaut, das sie dem Inhalt Halt geben, aber leichten Zugriff auf die Teile erlauben.

    In jedem Fall freimachen muss man sich von dem Gedanken, die Landschaftsplättchen im Beutel in den Karton packen zu wollen - das geht nicht mehr. Es ist aber auch eine Sache von Sekunden, die Teile in ein halboffenes Tray wegzustapeln. Für die Druiden-Plättchen wurde bewusst ein Tray mit liegender Lagerung gewählt, da dieses im Spiel benötigt wird und ich lieber von horizontal liegenden Stapeln ziehen möchte. Beide Trays gemeinsam nahmen wieder die Länge der Schachtel in Anspruch, der Rest musste mit einem breiten Streifen dazwischen auskommen. Ein drittes Tray füllte später den restlichen Raum der Schachtel, mussten doch noch die Steintafeln (Druiden) und besondere Landschaftsplättchen (Wanderer) untergebracht werden - und ein Promo-Teil schwirrte auch noch herum.

    Für jeden der fünf Spieler gehört eine Vielzahl von Teilen zum Spiel. Dennoch habe ich keine einzelnen Trays dafür gebaut. Neben Platzgründen hat das auch praktische Gründe aus dem Spiel selbst. Die meisten Teile dienen der Wanderer-Variante und werden dort beim Aufbau auf den Plänen verteilt. Diese Teile haben ein eigenes Tray bekommen - den Bau dieser Form habe ich bei Rokoko im Detail vorgestellt.

    Die wenigen anderen Spielermaterialien - Burgplättchen, Spielsteine, Abwurfmarker usw. - finden in einem zweiten Tray Platz. So kann man, wenn man nicht mit den Wanderern spielen möchte, das meiste einfach im Karton lassen. Die überzähligen 50/100-SP-Plättchen aus einer der beiden Erweiterungen habe ich hier nicht mit untergebracht, wohl aber noch die Straßen der Wanderer, auf denen die Startspielermarke ruht.

    Die Münzen sind in einem Tray unsortiert zusammengeschüttet - aber doch mit einem kleinen, aber wichtigen Kniff. Die 10er Münzen habe ich gestapelt in die Ecke gepackt, so dass eben nur drei Werte - 1, 2 und 5 - unsortiert in der Box liegen. Schließlich werden die 10er seltener benötigt und würden wegen ihrer sperrigen Größe das Fingern nach den kleinen Münzen erschweren.

    Der große Leinenbeutel hat ein eigenes Tray bekommen, in das er - einmal längs, zweimal quer - gefaltet locker reinpasst. Ihn lose im Karton unterbringen wäre nur eine Option gewesen, wenn er z.B. seitlich irgendwo Platz gefunden hätte, Wenn aber vertikal was darauf gestapelt wird, muss das auch passen. wegen der dicken Kordel habe ich somit auch das Lagern obenauf mit Plan und Regel verworfen.

    Nachdem ich die Trays einzeln vorgestellt habe, erklären sich die Bilder zum Einräumen von selbst.

     

     

    Ein wunderbares Spiel hat somit eine würdige Lagerstätte gefunden, ich freu mich schon auf die nächsten Spiele.

    Vorläufig ist bei mir Bastelpause - mein Foamcore-Material ist verbraucht 8o

    #IsleofSkye #IsleOfSkyeWanderer #IsleofSkyeDruiden

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  • Hast Du schon mal mit Ponal Express gearbeitet und als ungeeignet empfunden? Ansonsten würde ich empfehlen, damit mal probehalber zu arbeiten.

    Lieb gemeint, danke, aber ich zehr noch lange von einem Liter Buchbinderleim, hier im Bild.

    Zuvor hatte ich einen Rest normales Ponal, den ich auch sonst immer (für ad hoc Reparaturen an Holz) im Haus habe, aber nicht die Express-Variante. Normaler Leim ist mir schnell genug, ich mag gerne noch kurze Zeit Korrekturen machen. So dünn wie der Leim bei den Schaumkern-Werkeleien aufgetragen wird, ist die Zeit eh nicht lang. Und während das eben geleimte Tray trocknet, klebe ich das nächste zusammen oder schneide die nächsten Teile - warten muss ich da auf nichts. Kurz: die Express-Variante ist sicher nicht schlechter (ganz gewiss nicht "ungeeignet"), aber auch nicht nötig.

    PS: falls die Anregung auf die Vermeidung von Nadeln im Bau abzielt... da würde ich auch mit der Expressvariante nicht drauf verzichten. Weißleim wird fest wie sonst kaum irgendein Kleber, aber er braucht beim Härten absolute Ruhe. Ob das Schraubzwingen im großen Maßstab oder Nadeln im kleinen sind - das Prinzip ist das gleiche. Wenn ich also ein Tray aus mehreren Teilen zusammensetze, will ich nicht das Ergebnis insgesamt gefährden, da rückt man nach wenigen Minuten eben nichts mehr zurecht, was sich nochmal verschoben hat, dann hält das nicht mehr so wie es sollte. Die kleinen Löcher stören niemanden. Wo immer möglich in die Stirnseiten der Platten - also den Schaumkern - gestochen sieht man davon überhaupt nichts.

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  • Nächste Runde: Scythe mit den ersten beiden Erweiterungen.

    Mir war wichtig das alles in eine Box passt und das hat auch funktioniert.



    Die schachtel mit den Münzen habe ich mit Schaumstoff ausgelegt so liegen die was höher und man kann sie leichter entnehmen.


    Für die Karten hatte ich noch Tuckerboxen die ich auch hier weiter verwendet habe. Mal schauen vielleicht bau ich noch was aus Pappe für die. In der Plastikbox sind die Encounterchips, die ich aber nicht verwende. Habe die durch Holzchip ersetzt (1.Bild).



    Bei den Boxen für die Figuren hab ich mich leider vertan: ein Mech muss jetzt zum Charakter. Naja halb so wild.

  • Ich bin euch noch meine recht simple Lösung für #UnderwaterCites ,die Erweierung sowie die aufgewerteten Ressourcen von etsy schuldig:



    Auf der Deckbox der Sonstigen Karten (Spezialkarten, Assistenten usw) liegen in einem Zipbeutel noch die Schnellstart-Plättchen und die Multiplikator-Plättchen. So passt dann alles in die Box des Grundspiels. Außer die Premiumhüllen, von denen ich mich schweren Herzens getrennt habe. Dünne Hüllen sind für mich keine Alternative, dann lieber keine. Auszurechnen, dass es mit den Hüllen wie ich es auch drehe und wende, nicht funktioniert, hat an der Lösung noch am längsten gedauert. Der Rest ging schnell von der Hand :)


    So, ich lasse mir dann jetzt mal wieder von dem Spiel den Hintern versohlen. 125 Punkte um zu gewinnen...:harry:

  • 18xx’ schreien ja grundsätzlich nach Inlays. #18Chesapeake ist da keine Ausnahme:


    Basen: 285*235 mm², 3 mm stark.

    Wände: 5 mm stark. Die Wände der Company Layer sind 11mm hoch, die des gelben 9 mm (5 tiles), grün/braun 7 mm (3 tiles). In Summe 4*3+2*11+9+7 = 50 und damit exakt passend, wenn man Spielplan, Anleitung und Spielhilfen obenauf legt. Beim grün/braunen Layer könnte man gut und gerne noch ein wenig kürzen, um etwas Spielraum zu generieren.


    Um die Charters und Shares leichter entnehmen zu können, habe ich noch ein paar Reste eingeklebt:

    Das zählt ab sofort zu meinen best practices, weil das Ergebnis wie gewünscht ist:

  • #1817

    Geplant hatte ich 5 Inlays, beim Bauen fand sich aber noch Optimierungspotential, so dass 4 reichten. Da Inlays, Spielplan, Ablagen und Anleitung aufgrund vertikaler Lagerung zwingend die gesamte Höhe der Schachtel einnehmen müssen, kamen statt des 5. Inlays noch ein paar leere Countersheets hinzu.

    Im Praxistest zeigte sich dass das Herausnehmen der Tokens aufgrund des geringen Spielraums nerviger als erwartet war, so dass ich mir etwas einfallen lassen musste. Herausnehmbare Setzkästen waren mir zu lästig. Selbst mit einer offenen Seite wären das doppelt so viele Teile und deutlich mehr Verbindungen als bei den simplen Winkeln, die ich letztlich genutzt habe. Auf Dauer müsste für solche Tätigkeiten ein gescheites Setup für wiederholgenaue parallele Schnitte her, vielleicht eine Dekupiersäge oder ein Styroporschneider mit Parallelanschlag. Das klingt aber irgendwie nach Overkill ;) Ob die stumpfe Verbindung der Winkel aus 3 mm Material halten werden und wie groß das Problem rollender Tokens sein wird, wird sich zeigen – hoffe ich ;) Dank der eingangs erwähnten Fehlplanung war immerhin genug Luft, um die „Griffe“ ausreichend zu dimensionieren (2 cm). Positiver Nebeneffekt: Das alternative Füllmaterial flog wieder raus :)

    Unter den Shares, Trains und Charters verbergen sich wie bei Chessie oben Reste als Auflager, damit die Stapel herausgehebelt werden können.