Schaumkernplatten – Inlays aus Foam-Core

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  • Nur um mal kurz die Diskussion über unbewusste Markenassoziationsmechanismen zu unterbrechen:


    Ich bin beim Inlay basteln immer zu doof einen rechten Winkel nur mit dem Lineal hinzubekommen. Hat daher jemand Empfehlungen für einen Winkel oder auch T-Winkel, der sich gut anlegen lässt? Vielen lieben Dank.

  • Ich bin beim Inlay basteln immer zu doof einen rechten Winkel nur mit dem Lineal hinzubekommen. Hat daher jemand Empfehlungen für einen Winkel oder auch T-Winkel, der sich gut anlegen lässt?

    Zum Anzeichnen rechter Winkel gibt’s ja auch das Geodreick ;) Falls du direkt schneiden willst, kannst du z. B. einen „Schlosserwinkel“ (flach, ohne Anschlag) nehmen. Zur Rutschhemmung kann man eine Seite mit Gummiresten bekleben.

  • Nur um mal kurz die Diskussion über unbewusste Markenassoziationsmechanismen zu unterbrechen:


    Ich bin beim Inlay basteln immer zu doof einen rechten Winkel nur mit dem Lineal hinzubekommen. Hat daher jemand Empfehlungen für einen Winkel oder auch T-Winkel, der sich gut anlegen lässt? Vielen lieben Dank.

    Dieses Lineal hier vielleicht?

    Das mag vielleicht etwas overengineered wirken, aber zusammen mit einem gut winkligen Schneidebrett ist es perfekt. Was man allerdings benötigt, ist eine Anschlagkante an zwei Seiten. Weil das Foamcore auf dem Brett ja 3-5mm erhöht aufliegt, würde die Reißschiene keine Führung haben. Deswegen braucht es einen Anschlagrand, der ein klein wenig niedriger, als das Foamcore ist.

    Spülen kennt kein Alter.

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  • Im großen und ganzen find ich das Carson City Inlay nicht schlecht. Trotzdem nicht ganz durchdacht wie mir scheint.


    Irgendwie viele Cowboys gemischt liegend, Geld nicht gut sortiert (ein Fach für alles), ein Fach wo viele unterschiedliche Holzteile drin sind (Berg,Haus, Cowboys, Pferd, vll Ersatzteile?)


    Das wirkt für mich als wurde bei der Planung nicht ganz richtig zugeordnet/gedacht.

    Zum wegräumen okay, aber um es als Tray zum Aufbau und während des Spiels zu nutzen nicht gut geeignet.


    Ich Inlays die sowohl als auch funktionieren.

  • Servus,


    vielleicht habe ich mir doch mehr Gedanken darüber gemacht als Du denkst ;)


    Kennst Du das Spiel?


    Cowboys gemischt liegend: ist der allgemeine Vorrat von dem man im Spiel am Rundenende welche dazu bekommt. Deswegen haben sie nichts in der Farbschachtel zu suchen.


    Geld zusammen: Das kannst Du nicht wissen. Aber da ich die #Kings&Queens Pokerchips verwende, bleibt das Geld in der Schachtel und ist nicht relevant fürs Spiel.


    das Fach für unterschiedliche Holzteile: Quinted Games war so nett und hat einen Beutel voll Ersatzteile spendiert. Respekt dafür. Diese haben jedoch nichts im Grundspiel zu suchen, außer man verliert etwas.


    Also alles in Allem wurden jetzt über 20 Tüten aufgelöst und der Auf- und Abbau in nem Bruchteil der bisher benötigten Zeit gehen....

  • Ich hab es selbst in der Bigbox KS Version.

    Das mit den Cowboys finde ich nicht so praktisch, aber das mit dem Geld ist natürlich verständlich.

    Ich bin mir nicht bewusst das meine Version auch zuviel Teile hat, müsste ich Mal prüfen, hab's jetzt länger nicht gespielt ||.


    Das sollte aber alles auch nur kleine Kritik sein und kein "gemotze". Ich freu mich immer wenn jemand sowas macht und Spaß dran hat.


    Hast du trotzdem gut gemacht und für deine Bedürfnisse angepasst und eben nicht für meine :thumbsup:

  • Letzte Woche habe ich mir ein Inlay für Klong! und die beiden Erweiterungen "Fluch der Mumie" und "Versunkene Schätze" gebastelt. Es passten zwar auch in das Tiefziehteil alle Karten und Marker, aber auf Grund der Spielbretter stand der Deckel über und das hat mich auf dauer genervt. Ich lagere meine Spiele stehend, daher ist es nicht schlimm das bei den Markern ca. 1/3 nicht gefüllt ist. Dafür passt dort der Beutel und die Marktplättchen gut hin. War auch dem geschuldet das ich nicht mehr viel Foamcore hatte, ist bis auf ca. 10x15 cm Rest gerade so aufgegangen. Deckel schließt jetzt auch wieder Bündig ab, alles ist gut verstaut und aufbau geht auch noch schneller :thumbsup: Was eher dem Zufall geschuldet ist: Die 4 Stapel der Starthände passen genau in ein Fach, genauso wie die Standardauslage mit Söldner, Zauberbuch etc. Die ganzen anderen Karten sind in den letzten 3 Fächern.

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  • Hallo,

    tolle Basteleien! Ich habe kürzlich zwei Platten á 3mm gekauft und die ersten beiden Versuche - Cuba + Erweiterung / Agricola ohne Erweiterung - gebaut. Für einen ersten Versuch ok, jetzt habe ich mir doch auf 5mm Platten angeschafft. Cuba bekommt doch noch einmal ein neues, bevor ich mich an schwierigere Projekte wage.

    Im Internet fand ich folgende Seite ziemlich hilfreich: Pubmeeple. Die Jungs haben gute Ideen und stellen ihre Pläne zur Verfügung.

    Nutzt jemand von Euch zur Planung/Umsetzung Sketchup? Muss man sich so einen Aufwand machen?

    VG
    Gerrit

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


    Zum Spieleblog


  • Nutzt jemand von Euch zur Planung/Umsetzung Sketchup? Muss man sich so einen Aufwand machen?

    "Muss" sicher nicht. Mir reicht Papier und Bleistift, falls das Design mal etwas komplizierter wird oder gerechnet werden muss. Aber jeder wie er möchte und wie es ihm am leichtesten fällt.

  • Valparaiso

    Jetzt habt Ihr mich! Habe gestern mein erstes eigenes Werk vollendet. 5 mm weißer Foamcore von Gerstaecker, gefällt mir irgendwie besser als die vielen grauschwarzen Varianten und ist auch noch preiswerter (kreativ.de). Eine halbe Platte vom Format 50x65 cm hat genügt. Die viele Luft unten im Karton habe ich mit etwas Styropor verfüllt (eine Lage 18 mm, rechte Hälfte weitere 12 mm obenauf), dieses zusätzlich mit Papier kaschiert (mit etwas Fotokleber fixiert), damit es nicht oberflächlich krümelt. Wandhöhe der Spielermaterial-Trays 25 mm, Spielerpläne obenauf, der Rest rechts hat nur 22 mm Wandhöhe - man will ja (Geld, Rohstoffe) noch gut reingreifen können. So schließt der Deckel sauber ab, kann nichts verrutschen.

    Anteilige Materialkosten für Foamcore und Leim etwa 2 Euro plus Zeit und Bastelspaß. Habe nach initialem Einkauf nun noch gaaaanz viel Foamcore auf Lager, mal schauen, was als nächstes kommt. Muss schon was sein, was dem Aufbau und Gebrauch im Spiel dienlich ist, so wie hier. Z.B. für ein Yukon Airways (eine Handvoll Würfel und Karten) brauche ich das nicht wirklich, ersetze das Spielgeld dort eh mit den K&Q Chips.

    #Valparaiso

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

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  • Crystal Palace

    Nach der ersten Fingerübung habe ich mich an was "Richtiges" gewagt und Ordnung in mein Crystal Palace gebracht. Ging schon deutlich besser von der Hand und hat (nach Abschluss der Planung) nicht wirklich mehr Zeit beansprucht als ein Folded-Space Inlay zusammen zu bauen. Was man dort zum Sichten und Sortieren an Zeit braucht, reicht auch zum Schneiden. Wobei ich mich immer wieder zwischendurch ans Leimen mache, sobald die Einzelteile für ein Tray geschnitten sind. So sitzt man nicht auf einmal vor einem riesigen Berg von Einzelteilen und hat schon früh erste Erfolgserlebnisse :) Außerdem kann man Maß nehmen und schauen, ob die Rechnung für den Rest noch passt.

    Zum Spiel auf dem Tisch verbleiben folgende Teile (also nicht der Karton, der nur zum Vergleich im Bild ist:

    Die Trays für die Spielkarten (in einfachen Sleeves) sind einseitig offen und bieten darüber Platz für die den Karten zugeordneten Forschungsplättchen. Die Ablagen für Forschungsplättchen und Kredite sind bewusst flach gehalten, dass die Plättchen bei Lagerung nicht auf die falsche Seite drehen können, alles gleich spielbereit ist.

    Die Spieler-Materialien ruhen natürlich in den jeweiligen Schatztruhen und diese in einem Tray am Grund der Schachtel. Dieser ist nicht ganz so breit wie der Karton, so dass ich gegen Verrutschen einen kleinen Schaumstoffblock mit hineingetan habe. Unter jeder Schatztruhe habe ich mit einem Locheisen (20 mm) ein Loch gemacht, um von unten per Finger die Teile liften und leichter greifen zu können - wär aber nicht nötig gewesen.

    Achtung! Locheisen auf Foamcore nicht schlagen (das sah nicht gut aus im Test) sondern nur von Hand langsam durchdrücken, dabei leicht drehen. Dies auch nicht auf der Schneidematte, sondern extra Pappe o.a. unterlegen, die Schneidematte würde vom Locheisen beschädigt werden.

    Daneben ist Platz für eine Box mit (fast) allen Pappteilen, außer den Ortsplänen 1, 5 und 6. Auch passt der dicke Rundenanzeiger hier noch gut mit hinein.

    Nicht unbedingt erforderlich, aber zuvor noch in Zip-Tüten hatte ich die Schatztruhen jeweils mit Schaumstoff abgedeckt, den habe ich weiter verwendet, klappert alles etwas weniger. Unten werden die 5 Spielertableaus und der mittelgroße Ortsplan 6 quer im Karton gestapelt.

    Nächste Lage: die im ersten Bild gezeigten fünf Trays für Spielmaterialien.

    Obenauf kommen die beiden Trays für Geld und alle übrigen (nur beim Aufbau des Spiels benötigten) Materialien: Aktien, Wurfzettelmarker, Ticketmarker, Taschenuhr. Auf eine weitere Unterteilung für diese paar Teile habe ich verzichtet, lohnt m.E. nicht.

    Zum Höhenausgleich in der unteren Hälfte eine 5 mm Platte (ich hatte hier noch Hartschaum ohne Papierbeschichtung, aber man kann natürlich auch Foamcore nehmen).

    Auf alledem ist Platz für noch eine 5-mm-Trennplatte, worauf dann Regel, Appendix, Verwaltungsplan und die Ortspläne 1 und 5 ruhen. Das alles schließt bündig mit der Oberkante des Innenkartons ab.

    Wer es nachbauen möchte, findet in nachfolgendem Spoiler die genauen Maße. Ich hoffe, ich habe beim Übertragen der Daten von meinem Notizzettel nicht gepfuscht, beim Bau nochmal prüfen schadet sicher nicht. Viel Erfolg!

    #CrystalPalace

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  • Unter jeder Schatztruhe habe ich mit einem Locheisen (20 mm) ein Loch gemacht, um von unten per Finger die Teile liften und leichter greifen zu können - wär aber nicht nötig gewesen.

    … aber die Idee ist dennoch für andere Einsatzbereiche brauchbar. Danke :)

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  • Orleans - mit Fankit Erweiterung

    Gestern abend, nächster Streich - hab halt was nachzuholen :) Diesmal auf dem Programm: Orleans mit der Fan-Kit-Erweiterung, also den großen Holzfiguren und 5-Spieler-Erweiterung.

    Hier geht es im Karton ordentlich eng zu, da muss man schon zweimal überlegen, wie man das anstellt. Das Spiel ist ja nicht ganz neu, also habe ich mir die Foamcore-Entwürfe für Orleans auf BGG angesehen. So recht passen und gefallen wollten die aber alle nicht, also habe ich lieber meinen inzwischen geübten Entwurfsfähigkeiten vertraut. Unterm Strich gefällt mir das Ergebnis, allerdings mit leichtem Verbesserungspotential. Diesmal habe ich deutlich weniger Material als bei Crystal Palace benötigt, dafür waren es sehr viel mehr Einzelteile. Beide Spiele wurden von einem ziemlich großen Batzen Zip-Tüten befreit. Der Verschnitt an den 50x65-cm-Platten dürfte sich unter zwei Prozent bewegen, das ist alles schon sehr effizient nutzbar. Für die bisherigen drei Inserts habe ich zwei Platten verwendet (und noch einen kleinen Rest).

    Wie passt das nun in den Karton? Unten finden die Trays mit den Spieler-Materialien platz, daneben ein halboffener Tray für die Stundenglas-Plättchen und Bürger / Startspielerstein. Die Trays für Waren und Geld habe ich quadratisch 108x108 mm gemacht. Hier würde ich Nachbauern empfehlen, doch besser auf nur 99x108 (Geld) und 117x108 (Waren) zu gehen, um den Waren mehr Platz zu geben. Die Innenmaße von 98 mm sind für die Warenplättchen nicht ideal (passen nur 4 nebeneinander mit viel Luft nach den Seiten). Mit den veränderten Maßen fluchten die Trays dann im Karton mit den Spielermaterial-Trays (für die Schönheit).

    In die Mitte packt man den dicken Stapel von Plänen und Regel. Auf die oberste Etage kommen flache Trays (Seitenwände nur 10 mm) für alle Figuren und Technikplättchen. Jeder der drei Figuren-Trays hat 6 Slots, die jeweils 6 Figuren Platz bieten. Die Zahnräder jeweils zu zweit längs in eine Schiene zu packen, bot sich von den Maßen her an. Allerdings fehlten wenige mm für eine Seitenbegrenzung, ich habe unter die Räder dort einen kleinen Keil eingeklebt, fällt auch nichts raus. Der verbliebene Platz reicht eben noch für ein offenes Tray für die Ortskarten und eine Restlücke für den Notizblock und die fünf Beutel.

    #Orleans

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  • Ich habe auch mal wieder was gebastelt, dieses Mal musste #BoraBora dran glauben.


    Beim letzten Projekt hatte ich etwas probiert, das mir erfolgversprechend genug erschien, weiterzumachen. Die Wände der Container habe ich „endlos“ geschnitten, also in einem Streifen. Diese dann winklig geritzt und mit Gehrungen versehen. Letztere in einem Rutsch mit angeritzt und dann allerdings von Hand ausgeschnitten. Hierbei musste ich immer aufpassen, nicht durchzuschneiden. Für den letzten Millimeter habe ich ein Falzmesser benutzt. Hierzu habe ich mir noch ein Entgratmesser besorgt und die Klinge gezielt unscharf gemacht. Falzt perfekt, ohne zu schneiden.


    Das Ganze mit dem Endlosbrett und den Gehrungen hat erstaunlich gut funktioniert, spart ein bisschen Zeit und erlaubt auch ein etwas genaueres Arbeiten. Die Bretter kann man natürlich nur in einem Stück schneiden, wenn die abgewickelte Länge kleiner, als die lange Seite des A3-Brettes ist. Ansonsten müsste man stückeln.


    Die Wände setze ich dann in Aussparungen in Brettdicke, hier muss ich mir noch eine geschicktere Lösung zur Herstellung der Ausklinkungen ausdenken, da die Passfähigkeit des Bodenbretts stark von der Tiefe der Aussparungen abhängt.

    Trotz Lineal und dem Glauben, immer 5mm eingehalten zu haben, sitzen die Bodenbretter mit zuviel Luft in den Wänden (was aber völlig Wurscht ist, da das ganze Konstrukt, einmal mit Ponal Express verleimt, bombenfest hält. Und solange nicht so ein kleines Pöppelschen durch die Ritze rutscht..)


    Um festzustellen, welche Abmaße die Container für geometrisch unbestimmtes Spielmaterial (Pöppel und Co.) bekommen sollten, habe ich das Prinzip Messbecher verwendet. Einfach das notwendige Volumen (locker geschüttet nehmen die Teile ein gewisses Volumen ein) bestimmt und dann in Länge, Breite und Höhe umgerechnet. Ich hatte allerdings keinen Messbecher zur Hand, sondern habe mir einen Papiercontainer mit bestimmten Maßen zusammengeklebt, Pöppel und Co. da hinein geschüttet und geschaut, welche Höhe jene ausgefüllt haben. Kann man auch machen, um zu prüfen, ob Maße eines fertigen Containers ausreichen würden, z.B. am CAD.


    Tja, dann wollte ich auch mal mein Arbeitsmaterial zeigen, das sich aus Schneidbrett, Anschlagwinkel, Entgratmesser nebst Wechselklingen und Skalpell rekrutiert.


    Das selbstgebastelte Schneidbrett mit winkligen Führungen und Anschlagwinkel aus China.


    Die chinesische Mauer...


    Das Ergebnis: Mit Hilfe Chinas wurde die Südsee befriedet!


    Für meinen Entwurf habe ich mich von einem BGG-User inspirieren lassen, der eine ähnliche Aufteilung umgesetzt hatte.

    Spülen kennt kein Alter.

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  • Gehrungen, es sind Gehrungen :mauer::mauer:

  • Ich habe auch mal wieder was gebastelt, dieses Mal musste #BoraBora dran glauben.


    Beim letzten Projekt hatte ich etwas probiert, das mir erfolgversprechend genug erschien, weiterzumachen. Die Wände der Container habe ich „endlos“ geschnitten, also in einem Streifen. Diese dann winklig geritzt und mit Gärungen versehen. ...


    Gehrungen, es sind Gehrungen :mauer::mauer:

    Du bist wohl kein Bäcker, was? Immer diese Handwerker....

    Spülen kennt kein Alter.

  • Teotihuacan

    Hatte bislang ein Abend zum Basteln genügt, so hat mein neues Projekt doch den Rahmen deutlich gesprengt. Sowohl die Planung als auch die schrittweise Realisierung für Teotihuacan gestaltete sich als recht aufwändig. Wenn ich schon damit beginne, will ich aber auch keine halben Sachen machen. So sehen meine Einzelteile nun aus:

    Wieder erst einmal bei BGG vorbeigeschaut, fand ich diesen Foamcore-Entwurf für Teotihuacan von BlackPanther19 sehr ansprechend. Übernommen habe ich die Idee, Boden und zwei Seitenwände auszukleiden und so den oben aufliegenden Plan vor Verrutschen zu sichern. Was mir nicht gefiel, war der Zugriff auf Pyramidenteile (ggf. einsehbar) und Entdeckungsplättchen (geschüttet, müssen vor dem Spiel geordnet werden). Das wollte ich doch beides fertig gestapelt in einseitig offenen Trays haben. So belegen die Teile minimalen Raum (was die Planung für den Rest erleichtert) und sind direkt spielbereit. Nachdem ich beide Trays auf ein gemeinsames Längenmaß entworfen hatte, begann ich hier mit dem Bau. Die grundsätzliche Entscheidung über die Höhe (70 mm Kartonhöhe, 5 mm Boden ausgekleidet, 20 mm für Plan und Regel => 45 mm für Trays) wurde nebenbei natürlich ebenfalls fixiert, sonst hat man rasch ein Problem.

    Hatte ich mich zunächst mit dem Entwurf von Trays für die Materialien eines Spielers beschäftigt, reifte irgendwann die Einsicht, dass dies keinen rechten Sinn macht. Die Hälfte der Holzscheiben kommt bei Spielbeginn nebst allerlei Plättchen auf den Plan, der Rest wird an genau einem Ort zum Markieren erreichter Technologien benötigt. Also zwei kleine Trays hierfür gemacht, wovon eines im Spiel dann eben dort verweilen kann. Diese fanden oben auf dem Tray der Entdeckerplättchen ihren Platz und füllten nun die Gesamthöhe von 45 mm perfekt aus.

    Na und 16 Spieler-Würfel begründen auch nicht wirklich Sortierarbeit und fanden schneller ihren Platz, als ich dachte. Vier der obersten acht 8 mm starken Pyramidensteine auf ihre Nachbarsteine gestapelt boten hier genug Raum, die 16-mm-Würfel zu lagern und nebenbei die perfekte Gesamthöhe ohne Füllmaterial zu erreichen. Ein kleiner 5mm-Streifen kann zusätzlich neben die Würfel eingelegt werden, dann rutscht auch hier rein garnichts. Das sollte wohl so sein. Bis jetzt war alles sehr kompakt in einem Quader in der Ecke des Kartons untergebracht. Aber nun sollte das eigentliche Problem kommen...

    In Teotihuacan sind etliche Plättchen im Spiel. Von den bereits behandelten Entdeckerplättchen abgesehen, braucht man alle anderen nur zum Spielaufbau. Erst einmal gut, können ruhig alle in ein gemeinsames Tray, das dann auch nicht auf dem Tisch herumstehen muss. Leider unterscheiden die Plättchen sich in Anzahl und insgesamt acht (!) verschiedenen Größen unterschiedlichster Länge und Breite. Eine Idee ließ mich nicht los. Anstatt die Plättchen in nur mäßig angepassten Schachteln zu stapeln, warum nicht jeden Stapel einzeln in einer gemeinsamen Box versenken? Muss halt nur jeweils das passende Loch rein.

    So entstand der Entwurf für eine geeignete Maske von Rechtecken, in die die Stapel jeweils hinein und nachher gleichbleibend etwa einen Zentimeter herausschauen sollten. Was dafür unter dieser "Maske" gebaut werden muss - kleine rechteckige Kästchen unterschiedlichster Abmaße - ist demnach auch klar, damit allein hatte ich wenigstens so viel Arbeit, wie sonst für den Ausbau eines ganzen Spiels wie Crystal Palace. Der umlaufende Rand der Box insgesamt wurde bewusst rund 5 mm höher ausgelegt, damit der später aufliegende Plan nicht auf die Plättchenstapel Druck ausübt und damit die Unterkonstruktion beschädigt. Ggf. kann man diesen Raum (wie später im Bild zu sehen) wieder mit einem weichen Material ausfüttern, muss aber nicht. Die Innenkonstruktion steckt nur lose von oben in der umgebenden Box und kann bei Reparaturbedarf vorsichtig herausgezogen werden.

    Ist das Voodoo? Unterseite der Plättchen-Box im Bau:

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen, leer und bestückt:

     

    Nach dieser Spezialität will ich zum Rest nicht viele Worte verlieren. Bleibt nur noch zu zeigen, wie alles seinen Platz findet. Zunächst der leere Karton mit verstärkten Seitenwänden, in dem noch eine "Blindbox" zum Ausfüllen verbliebenen Raums ruht. Um volle 50 mm Höhe zu haben, wurde der Platz für die Plättchen-Box im Boden ausgespart:

    Hinzugefügt die Trays für die Rohstoffe, Kakao, die große Plättchen-Box, Trays für Pyramidensteine und Entdeckerplättchen:

    Wie beschrieben vier Pyramidensteine nach links legen und den Raum mit den Würfeln füllen, daneben die beiden kleinen Trays mit den Holzscheiben. Das große flache Tray für Aktionstafeln und Gebäude / Kalendersteinen hat am linken Rand mittig unter den Aktionstafeln wieder ein "Fingerloch" (Locheisen 20 mm) zum leichteren Entnehmen. Die Plättchen-Box ist mit 5 mm Schaumstoff abgedeckt.

    Plan und Regel obenauf - ZACK fertig!

    Interessant ist, wie "fest" die Spielekartons mit diesen Inserts werden. Man spürt es schon, wenn man den Karton nur in die Hand nimmt, dass da so ein Einsatz drin ruht, da der Karton sehr steif anmutet, weder Deckel noch Boden wie sonst üblich wenigstens geringfügig nachgeben.

    Eine hinreichend detaillierte Beschreibung zum Nachbau wieder im folgenden Spoiler. Solltet Ihr mal was nachbauen, würde ich mich über eine PN von Euch freuen. :)

    #Teotihuacan

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  • Eine hinreichend detaillierte Beschreibung zum Nachbau wieder im folgenden Spoiler. Den Inhalt per Editor in eine CSV-Datei abspeichern. Solltet Ihr mal was nachbauen, würde ich mich über eine PN von Euch freuen. :)

    Ich habe zwar das Spiel nicht, aber das ist schon allererste Sahne, wie ordentlich und durchdacht du das Inlay hier gebaut hast. Dann noch die Information für die Community zur Verfügung zu stellen ist die Kirsche auf der Sahne. Sollte ich mich eines Tages tatsächlich an so ein Schwergewicht von Spiel herantrauen und dann auch noch ein Inlay dazu bauen, lasse ichs dich auf jeden Fall wissen. Ich hab mich allein schon am Lesen und an den Bildern erfreut :)

  • Puerto Rico Jubiläumsausgabe

    Das Bastelfieber hat mich noch im Griff - ein Klassiker stand kurzfristig als MUSS auf der ToDo-Liste: Puerto Rico Jubiläumsausgabe. Das wurde gestern ein langer Abend, es ist aber fertig geworden. Hier zunächst der Blick auf die fertigen Teile:

    Ähnlich wie bei Teotihuacan habe ich nicht alles gleich geplant, sondern feststehende Dinge gebaut und dann weitergeschaut - da sind kleinere Grübelphasen vorprogrammiert. Als erstes wurden die Seitenteile des Original-Pappeinlegers an der Perforation entfernt. Der Boden durfte bleiben, die Seiten wurden mit Foamboard-Streifen bis Höhe 50 mm verstärkt (im Originalkarton mit Leim fixiert) - der Zentimeter darüber sollte für Pläne und Regel freibleiben. Erst viel später - ganz zum Schluss - entstand die Verblendung für den freibleibenden Raum, die hier beim Blick in die leere Schachtel zu sehen ist:

    Den Start machten die beiden Trays für die Gebäudeplättchen - eines für alle Gebäude des Grundspiels, eines für die der beiden Erweiterungen. Die großen Gebäude sollten liegen und da so ein Tray eben so quer in den Karton passte, blieb die kurze Seite neben den großen Gebäuden einfach offen. Die Seitenwände wurden mit 15 mm flach gehalten, um die senkrecht stehenden kleinen Gebäude (23 mm hoch) leichter entnehmen zu können. Später fiel mir ein, dass die flach liegenden großen Gebäude bei den flachen Seiten herauspurzeln können - das wurde beim Verpacken mit einem Stück Schaumstoff behoben.

    Ein weiteres Tray mit drei Fächern für Rollenkarten und Schiffen (und jeweils einem Fingerloch im Boden darunter) definierte die Abmaße für den daneben freibleibenden Raum für die Münzen, deren Tray so ganz gut auf den Gebäudeplan passt.

    Die Plantagenplättchen wollte ich in einem einseitig offenen Tray lagern, aus dem sie im Spiel gezogen werden können. So entfällt weitestgehend die Sicht auf die rundgestanzten Kanten, die auch verdeckt liegend die Farben der Plättchen bisweilen erahnen lassen. Am anderen Ende wurde eine Aussparung für den kleinen Stapel der Steinbrüche gelassen. Dieses Tray beansprucht die ganze Höhe von 50 mm und will vorsichtig bewegt werden - er ist ja offen! Die kleine Lücke daneben passte für eine kleine Box, die die roten Holzklötzchen (Adlige) aufnahm. Die genannten Teile fügen sich so in die Schachtel:

    Sofern die Variante mit den Adligen gespielt wird, schüttet man diese Klötzchen einfach mit hinein zu den braunen Holzsteinen (Kolonisten). Diese decken in einem etwas flacheren Tray (18 mm Seitenwand) den Raum über den hochragenden kleinen Gebäuden ab. Daneben kommt ein ansonsten gleich großes Tray (aber mit 20 mm Wänden) für die Warenkisten. Auf eine Sortierung der fünf Arten habe ich verzichtet, das macht wohl mehr Arbeit als dass es was nutzt. Mit der schon erwähnten Abdeckung der großen Gebäude und einem weiteren Schaumstoffteil in der Münzkiste (die schweren Münzen sollten in dem leichten geleimten Konstrukt nicht "arbeiten") sieht das für die Lagerung so aus:

    Die Lücke rechts bietet Raum für einen mittig geteiltes Tray für die Siegpunkt-Chips:

    Danach die Pläne und Regel obenauf ist die Schachtel wieder bis zum Rand restlos gefüllt:

    Wurden dieses Spiel bereits im Handel durch nicht ganz perfekte Stapelung beschädigt (und dann auch verramscht) - der nicht ganz dicke Karton drückte unter Last der Spiele locker ein - so kann dies meinem Exemplar nun nicht mehr passieren, das ist jetzt ein weiteres "Brikett" in der Sammlung ^^ Und hier noch der Service für Bastler:

    Einige meiner beliebtesten Ziptüten-Gräber sind nun versorgt. Sicher kommen noch weitere Spiele hinzu, liegt ja genug im Regal. Mit Sicherheit werde ich mir Underwater Cities anschauen, sobald ich die Erweiterung habe und - das fiel mir sofort ein - Yokohama, wo ich aber noch auf die Deluxe-Ressourcen aus der offenen Kickstarter-Kampagne warte.

    #PuertoRico

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  • Bora Bora

    Ob Bora Bora nun das beste aller Stefan-Feld-Spiele ist, wie man in diesem Forum bisweilen lesen kann... ich weiß es nicht. Ich kenne viele seiner Spiele und mag sie alle, aber mit Superlativen tue ich mich schwer. Liegt wohl auch daran, dass andere Feld-Spiele bei mir deutlich öfter auf dem Tisch lagen als Bora Bora. So war es ein wenig dem Entwurf von Kurtilus (hier im Thread ein wenig weiter oben) geschuldet, dass ich nun dieses Spiel als nächstes aus seinem Zip-Tüten-Schlaf befreite. Immerhin hat es auch Puerto Rico seit dem Umbau schon wieder auf den Tisch geschafft - es macht einfach deutlich mehr Spaß, so ein Spiel hervorzuholen, wenn man sich der Tüten-Grabbelei zu Beginn und am Ende des Spiels nicht stellen muss und der viele Kleinkram ohne weitere Schalen und Teller fürs Spiel praktisch präsentiert wird.

    Nicht nur mangels Beuteln zum Ziehen der Plättchen im Spiel bleibe ich meinem (platzsparenden) Konzept treu, Plättchen (sofern rechteckig und hinreichend groß) wohlgeordnet in halboffenen Trays zu stapeln - hier geschehen mit den Plättchen der Männer und Frauen und den Aufgabenplättchen.

    Wohl unterschieden werden muss stets zwischen Trays für Materialien im Spiel - hier Ressourcen - und denen, die man nur zum Aufbau benötigt. Letztere gehören nicht nur in separate Trays, auch betreibe ich hier keinen besonderen Aufwand zur Ordnung und Trennung, so es sich nicht um größere Mengen handelt. Die nur beim Aufbau benötigten Schätze, Fische, hellgrüne Aufgaben, wenige Hauptgötter und Zugreihenfolgeplättchen sind so einfach gemeinsam in einer kleinen, mit 35 mm recht tiefen Box verschwunden, die man zum Aufbau ausschüttet und die Teile auf ihren Positionen verteilt. Ressourcen sind dagegen stets in flachen Trays, in die man im Spiel leicht hineinschauen und greifen kann.

    Auch das Spielermaterial wird in jeweils eine Box lose geschüttet, gleich noch ein Hauptgottplättchen und zwei Opfergaben mit hineingetan, wie es die Regel eh jedem Spieler zuspricht.

    Die sieben Aktionskarten aus sehr dickem Karton haben kein eigenes Fach bekommen. Fünf von ihnen - etwa 1 cm stark - ruhen als Höhenausgleich unter dem Tray für die Spielkarten, das mit seiner Wandhöhe von 25 mm meinem Gebrauch von dünnen Sleeves angepasst wurde - da ist also Spielraum, sollte man dickere Sleeves bevorzugen. Je eine der beiden übrigen Aktionskarten bedeckt zur Lagerung die Trays mit Männer- und Frauen-Plättchen und fixieren die flachen Plättchen so in ihrer Position.

      

    Den Papp-Einleger mit seiner hübschen Illustration habe ich im Karton belassen, er nimmt ja kaum Platz weg. Wieder waren einige restliche Räume zu verblenden. So gesehen auch noch Platz, sollte man die Trays für Ressourcen und Spielermaterialien mit höheren Wänden gestalten wollen - was ich persönlich nur nicht praktisch finde.

    Für den Spielplan, der gefaltet nur einen Teil des Kartons einnimmt, habe ich einen dreilagigen Rahmen aus Hartschaum gebaut (Foamboard selbst geht natürlich auch). So ist er gut geschützt, obenauf bleibt genau Platz für Spielertableaus und Regel.

       

    #Borabora

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  • Das Orakel von Delphi

    Wer meint, in Stefan-Feld-Spielen sei immer nur vielfältiges Siegpunkte-Sammeln ("Punktesalat") angesagt, dem sei Das Orakel von Delphi empfohlen, das es vor Weihnachten recht günstig im Handel gab. Dies ist ein reines Wettlaufspiel. Zwölfmal dem Göttervater huldigen (Zeus-Aufgaben erfüllen) und als erster ins Ziel kommen, da gibt es nicht viel zu zählen, aber dennoch viel Raum für taktische Entscheidungen und Spielspaß.

    Nach dem Umbau von Bora Bora habe ich mich nun diesem bei mir in den letzten Jahren öfters gespielten Feld zugewendet. Gleiches Schicksal: viel Kleinkram in noch mehr Tüten lose in der Kiste verstaut - klarer Fall für den nächsten Basteleinsatz.

    Fast alles Material wird beim Aufbau auf Spielfläche und Spielertableaus verteilt. Ausnahmen bilden nur vier Spielkartenstapel (drei davon bilden im Spiel eigene Ablagestapel) und eine Handvoll sog. Gunstplättchen. Ausgehend von dieser Überlegung brauchte es also Trays für die unterschiedlichen Stapel nebst Ablagemöglichkeit. Ein einziges Tray mit 8 Fächern in Anordnung 2 x 4 mit offenen Seiten bot sich an und passte auch für gesleevte Karten wunderbar quer in den Karton. Mit 20 mm Wandhöhe war für die Karten gesorgt und in den leeren Fächern war Platz für die Lagerung der wenigen kleineren Pappteile (Schiffs- und Inselplättchen).

    Erstmals hab ich die sich kreuzenden Trennwände lang ausgeführt und an der richtigen Stelle Einschnitte bis zur Mitte für die dann ineinander zu steckenden Teile gemacht - hat prima geklappt! Nur beim Aufleimen der gesamten Konstruktion auf die Grundplatte muss man darauf achten, dass die eingeleimten Stirnflächen auch wirklich dort hinkommen, wo sie hingehören: von der Kante schräg aufsetzen und gleich provisorisch die Enden mit Nadeln fixieren war hier sehr hilfreich.

    Auf gleicher Grundfläche, aber mit 30 mm Wandhöhe ergab sich eine Box als Stauraum für die unterschiedlich geformten, aber recht großen Spielplanteile (und ggf. auch die gesteckte Zeus-Pappfigur). Die 6 cm Nettohöhe und knapp halbe Schachtel waren fürs Gröbste genutzt - ein guter Anfang.

    Vier Trays für das jeweilige Spielermaterial sollten möglichst mit der Aktionsübersicht abgedeckt werden. Das so bestimmte Maß war für zwei nebeneinander bzw. übereinander angeordnete Trays gut. Mit 20 mm Wandhöhe, davon 16 mm nochmal abgeteilt mit einer Seitenverstärkung und kleiner Trennwand war dies schnell entschieden. Da letztere als Auflage für die die Aktionsübersicht dienen sollten, ergab sich ein kleines Extrafach für die 12 Zeusplättchen jedes Spielers. Die vier Trays wurden für die Gesamthöhe mit einem 10mm-Sockel im Karton unterfüttert.

    Lohnte es sich, das viele Holzmaterial - Monster, Tempel, Statuen, Opfergaben, 2 Würfel - überhaupt groß zu sortieren? Wird eh alles beim Spielaufbau auf der Spielfläche verteilt. Auch bisher fand sich bei mir alles in einer einzigen Ziptüte, also was soll's. Den freien Raum in der Schachtel für eine Box mit 30 mm Wandhöhe verplant blieb darunter noch Platz für Trays mit 20 mm Wandhöhe, z.B. eine quadratische für die Gunstplättchen. Soweit der Plan...

    Nachdem die Box für das Holz (sowie die beiden kleinen Trays darunter) gebaut und alles lose reingeschüttet war, wollte ich dem Geklapper doch etwas Einhalt gebieten und baute eine kleine Trennwand ein, hinter der die den meisten Raum beanspruchenden Monster - große quadratische Holzplättchen - gestapelt Platz fanden, nebst den beiden Sonderwürfeln. Der Rest des Holzmaterials verteilte sich nun locker am Boden der restlichen Fläche der Box und gerade mal die Tempel ragten 13 mm in die Höhe des 30 mm Raums. Hmm... da passt doch noch ein Tray mit 12 mm Wandhöhe rein! Gesagt, gebaut. in dieser kleinen quadratischen Schachtel waren die Gunstplättchen viel besser aufgehoben, verloren sich nicht so sehr wie in dem zuvor gebauten größeren Tray. Jener wird als Füllmaterial in der Schachtel weiterhin benötigt und kann im Spiel bestenfalls mit Keksen bestückt werden.

    Ein Tipp für alle, die nicht gleich basteln wollen: Soweit das Spielmaterial in meinen Spielen lose in Ziptüten ruht, bewahre ich immer einen leeren Stanzbogen auf. Dieser kommt oben auf die Materialien und darauf erst die Spielregel. So ist diese gleich griffbereit und wird nicht durch herumfliegendes Material verknittert. In diesem Fall hab ich den Stanzbogen weiterhin aufgehoben. Mit kaum 2 mm trägt er nicht sehr auf, schützt aber weiterhin das dünne Regelheft und erleichtert die Entnahme von Regeln und Spielertableaus obenauf im Karton. Muss man ja nicht gleich 5 mm Höhe für reservieren und teures Foamboard verschwenden.

    Blick in den leeren Karton: links der 10mm-Sockel für die Spielertrays, rechts die ungenutzten Trays, die man ggf. auch kopfstellen oder durch eine einzige Füllbox ersetzen kann.

    Unten die große Box mit den Spielplanteilen, links die ersten beiden Spielermaterial-Trays (ohne Aktionsübersicht), rechts die Box für Holzteile, Monster und Würfel abgeteilt.

    Unten Tray für Spielkarten eingesetzt, darin auch Schiffs- und Inselplättchen gelagert. Links zweite Lage Spielertrays, rechts Tray mit Gunstplättchen eingesetzt:

    Spielertrays mit Aktionstafeln, Monster- und Gunstplättchen mit etwas Schaumstoff abgedeckt. Auf einem alten (optionalen) Stanzbogen die dünnen Regelhefte, Spielertableaus und weitere selbstgebaute (laminierte) Spielhilfen:

    Und wie üblich die hoffentlich fehlerfrei übertragenen Notizen zum Nachbau:

    #DasOrakelVonDelphi

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

    5 Mal editiert, zuletzt von Smuntz ()

  • Smuntz

    Machst du auch Auftragsarbeiten ? 😂


    Auf jeden Fall Hut ab 👍🏼
    ich habe hier schon länger einen Karton foam core Platten liegen aber erst ein-zwei Projekte gestartet.....

    Muss mich da auch mal wieder dransetzen....🤔

  • Wenn die meinen Keller sehen würde....

    Probier’s mal mit Foamcore in groß: Trockenbauplatten ^^