Sankt Petersburg Neuauflage ab 21.03.2014

  • Und vielleicht passt man das Spielbrett und die Karten mehr an die Erstauflage an. Befinden wir uns doch in Russland zur Zeit des Zaren Peter I., Beginn bis Mitte 18. Jahrhundert und eben nicht im kaugummifarbenen Takatukaland. Vorschlag zwei.

    Aber das ist leider nicht das was das kaufende Volk möchte, die holst Du mit einem "altbackenem" Doris Matthäus Stil leider hinter dem Ofen hervor. Oder Du garantierst persönlich die Abnahme eines nicht geringen Anteils der Auflage, dann bekommst Du auch die Grafik welche Du gerne hättest... Wobei ich übrigens auch bei der 2014er Auflage keinerlei kaugummifarben erkennen konnte...

    Leider, denn der Doris Matthäus-Stil ist treffend für El Grande. Und sicher würde das eine andere Käuferschicht sehr wohl anlocken, aber lassen wir das… Nur durch dessen quietschbuntes Wiederbeleben droht das gleiche Schicksal nun auch dem hier genannten Klassiker… und Lillifee ist nicht mehr weit. Der Verlag wird ja nun seine etwas eigene Ausrichtung ungern ändern.

    Man muss es ja nicht verstehen und sich auch nicht kaufen. Es gibt schließlich genug Alternativen im Hobby. Zum Glück.

    Stilp. Altbackvorrat.

    habe die Ehre *hutzieh*

  • Wenn Du keine/wenige Spiele aus der Zeit kennen solltest, würde ich mir die Preisträgerlisten und BGG Jahresrankings Ende der 90er bis Ende Nuller mal näher anschauen. In dieser Zeit sind aus meiner Sicht viele sehr gute Spiele wie St. Petersburg erschienen, die mit wenig Regeln viel Spieltiefe erschufen. Für mich als "alten Hasen" ist es immer wieder erstaunlich, dass viele (damalige) Top-Spiele augenscheinlich völlig in Vergessenheit geraten sind.

    Grundsätzlich absolut richtig. Wobei manche Spiele besser gealtert sind und andere schlechter. St. Petersburg zähle ich zur zweiten Gruppe. Kann ich heute nicht mehr weiter empfehlen.

    Gutes Spielen reduziert sich im wesentlichen darauf, den richtigen Zeitpunkt zu finden für das harte Umsteuern von Engine Building auf Siegpunkt-Generierung. Und das ist für die heutige Zeit dann doch ein bisschen dünn.

  • Gutes Spielen reduziert sich im wesentlichen darauf, den richtigen Zeitpunkt zu finden für das harte Umsteuern von Engine Building auf Siegpunkt-Generierung.

    und die Antizipation was die Mitspieler machen und so weiter und so fort...

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Grundsätzlich absolut richtig. Wobei manche Spiele besser gealtert sind und andere schlechter. St. Petersburg zähle ich zur zweiten Gruppe. Kann ich heute nicht mehr weiter empfehlen.

    Gutes Spielen reduziert sich im wesentlichen darauf, den richtigen Zeitpunkt zu finden für das harte Umsteuern von Engine Building auf Siegpunkt-Generierung. Und das ist für die heutige Zeit dann doch ein bisschen dünn.

    Ich habe Sankt Petersburg vor etwa einem Jahr zum ersten Mal auf BGA gespielt und finde eigentlich, dass es recht gut gealtert ist.

    Wenn man mal einige Partien gespielt hat, merkt man, dass doch einiges mehr dazu gehört gut und erfolgreich zu spielen.

    Dadurch dass es recht interaktiv ist, muss man z.B. immer im Auge behalten, was die Mitspieler machen. Wieviel Geld hat wer noch ungefähr, an welche Karten kommt ein anderer ggf. günstiger ran, wieviele Karten kommen nächste Runde ins Spiel, setze ich den Schwerpunk auf Gebäude oder auf Set Collection bei den Adligen ...

    Ein großer Nachteil aus heutiger Sicht ist wahrscheinlich, dass sich ein unerfahrener Spieler selbst schnell ins Abseits befördern kann, wenn er am Anfang die Geldproduktion nicht ins laufen bringt. Das kann dann recht frustrierend sein, da man dann früh merkt, dass man nur noch hinterher rennt. Da eine Partie zumindest online recht schnell gespielt ist, finde ich es hier nicht ganz so schlimm.


    Ich werde mir die neue Version auf jeden Fall mal näher ansehen.

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  • hier ein großartiger Artikel wie man bei St. Petersburg erfolgreich spielen kann (und welche Tiefe das Spiel doch zu bieten hat)

    How to Lose at St. Petersburg | Saint Petersburg
    This is the first in a set of articles on intermediate and advanced strategy at St. Petersburg, similar to my ‘How to Lose at Power Grid’ articles. Beginners…
    boardgamegeek.com

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Ich besitze immer noch die Orginalversion. :)
    Warum?
    Gegenfrage: warum sollen gute Spiele ausziehen? Ja, aus Platzmangel natürlich.
    Aber da müssen bei mir zunächst die schwächsten Titel weichen ;) und die Titel,
    die es aus verschiedensten Gründen auch perspektivisch wohl nicht mehr auf den Tisch schaffen werden. :?:

    Aus meiner Sicht ist St. Petersburg gut gealtert und bleibt ein wirklich gutes Spiel und ist zudem in einer angenehmen Zeit zu spielen.

    Gut für alle Newcommer, das St. Petersburg neu aufgelegt wird. :thumbsup:

    Ich bleibe allerdings bei meiner Orginalversion aus dem Mai 2004.

    Einmal editiert, zuletzt von Valadir2 (7. Mai 2026 um 12:46) aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler

  • Das Original war bereits sehr gut, die Neuauflage hat es durch den Markt noch weiter nach oben katapultiert. Absolut großartiges Spiel, auch heute noch. Wird bei uns im Club immer mal wieder gespielt und so ziemlich jeder der es kennengelernt hat, fand es mindestens gut.

    Für mich geht es viel zu oft viel zu viel in die Richtung der Behauptungen, bzw. "ich glaube das...". Solange die heutigen Spieler die alten Spiele nie gespielt haben, kann niemand ernsthaft sagen, dass es schlecht gealtert sei. Ich habe sehr viele Spieler an ältere Titel herangeführt und der Großteil gab immer eine positive Rückmeldung. Auch oft mit den Worten "so viel Spiel bei so wenig Regeln / Material".

    Gleiches gilt allerdings auch für die Grafik. Who knows, vielleicht würde sie auch voll einschlagen, gerade weil sie anders ist. Wir wissen es schlicht nicht. Es kommt regelmäßig vor, dass irgendein Titel plötzlich super ankommt (mit völlig merkwürdigem Thema und oder Grafik), aber keiner kennt die Gründe.

    Ich bin gespannt was dabei rumkommt. Ich finde die Neuauflage zwar auch nicht sonderlich schön, aber auch nicht super hässlich. Das Spiel hingegen ist allein wegen des Marktes aber nochmal deutlich besser. Daher besitze ich auch nur noch die Neuauflage, Grafik hin oder her.

  • Ich finde auch, dass das Spiel gut gealtert ist. Sankt Petersburg war die absolute Nummer 1 bei meinem Brettspieltreff, ganz wichtig in der dt. Ausgabe und nicht Saint Petersburg von Rio Grande. Für mich ist das eines Spiele mit der deutlichsten Lernkurve. Ich bringe meine 2nd Edition regelmäßig zum Spieletreff und bislang kam das auch gut an.

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  • Gibt es den Markt für die alte Doris Matthäus Edition? (Ich habe die alte Ausgabe)

    Verkaufsstatistik BGG Markt

    Preise sind natürlich mit Vorsicht zu betrachten, manchmal werden noch mehr Dinge mit verkauft. Meine alte Ausgabe bleibt genauso hier wie die spätere Neuauflage. Und angesichts der Ankündigung einer Neuauflage dürften manche hohen Preise so auch nicht mehr unbedingt erzielbar sein.

    PS Autsch! Frage missverstanden 8o

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (7. Mai 2026 um 14:38)

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  • Nein, der Markt, primär eine Idee von Kalle Schmiel wurde erst mit der 2014er Version realisiert. Theoretisch könnte man sich sicherlich eine 2004 derartig aufbohren und Pimpen, aber das kostet einen dann am Ende sicherlich mehr Geld und Zeit als der Erwerb einer 2014er, wobei ja die Hauptidee des Marktes ja auch die uneingeschränkte 5-Spieler Tauglichkeit war. In bester Gesellschaft/Das Bankett war ja eher ein Stützrad, denn eine vollumfängliche 5-Spielertauglichkeit.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

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  • Naja, honi soit qui mal y pense. Der schwarze Peter ist zunächst einmal der Pik-Bube und in einem normalen Kartenblatt sollte das frei von jeglichen Anspielungen sein.

    Man muß ja nicht jede nachträgliche Umdeutung eines Begriffs durch eine rassistische Minderheit der Sprechenden übernehmen.

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • hier ein großartiger Artikel wie man bei St. Petersburg erfolgreich spielen kann (und welche Tiefe das Spiel doch zu bieten hat)

    https://boardgamegeek.com/thread/164696/…t-st-petersburg


    Zu Anfang - also vor ca. zwanzig Jahren - habe ich mich beim Einstieg in Sankt Petersburg an diesen Überlegungen hier orientiert.

    Westpark Gamers - Informationen und Rezensionen über Brettspiele und Kartenspiele

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    Einmal editiert, zuletzt von lanzi (7. Mai 2026 um 16:27)

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  • für Petersburg gibt es ja auch eine PC App die der Günther Rosenbaum damals programmiert hat

    Jupp, dass ist die, auf der ich 20.000 - 30.000 Partien gespielt habe (habe sie noch auf der Festplatte!). xD

    Die Optionen für die KI waren schon echt gut und grundsätzlich hat die KI auch ziemlich gut gespielt. Bei weitem nicht so dumm wie die KI der TfM App....

  • Der schwarze Peter ist zunächst einmal der Pik-Bube und in einem normalen Kartenblatt sollte das frei von jeglichen Anspielungen sein.

    Das "normale" Kartenblatt war zu keiner Zeit frei von Anspielungen.

    Hast Du da einen Lese- bzw. Linktip? Das ist mir neu, da würde ich mich gerne einlesen. Mir erscheint es eher abstrakt.

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  • Das "normale" Kartenblatt war zu keiner Zeit frei von Anspielungen.

    Hast Du da einen Lese- bzw. Linktip? Das ist mir neu, da würde ich mich gerne einlesen. Mir erscheint es eher abstrakt.

    Ich glaube das wäre ein eigener Thread. Aber allein die Stellung der Figuren in der Gesellschaft und im Spiel haben / bzw. hatten eine Bedeutung. Die Adligen im Standardblatt sind alle an bestimmte historische Personen angelehnt usw. Da steckt unglaublich viel drin.

    Der schwarze Peter ist so wie ich es ergoogeln konnte auf einen historischen Räuber zurück zu führen. Also auch eine echte Person. Ich fürchte aber die am meisten verbreitete Lesart ist als dunkelhäutiger Mann oder als Schornsteinfeger.

    So zurück zum Thema Sankt Petersburg 😃 bin sehr gespannt, was sie draus gemacht haben und tippe auf Franz-Georg Stämmele als Illustrator.

    Außerdem denke ich, dass es in der Botanicus / El Grande Neuauflage Schachtel kommen wird. Also quadratisch

    .

    Was meint ihr?

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  • Der schwarze Peter ist so wie ich es ergoogeln konnte auf einen historischen Räuber zurück zu führen. Also auch eine echte Person.

    Und zwar eine Person mit schwarzen Haaren.

    (Nur als Ergänzung, gerne back to topic.)

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (8. Mai 2026 um 10:46)