29.07. - 04.08.2013

  • Hallo,

    was wurde denn diese Woche bisher so gespielt?

    Wir haben endlich Steam Noir: Revolution ausprobieren können und zwar in 3er Besetzung. Der Ersteindruck war in unserer Gruppe zunächst sehr gut. Die erste Partie dient aber auf jeden Fall dem Kennenlernen der Mechanismen, wobei ich mir einbilde, dass wir unsere Ziele schon recht gut steuern konnten, zumindest herrschte eine rege Kommunikation und Manipulation. :)
    Ein Spieler konnte ziemlich häufig einen der Mitspieler für seine Wunschfraktion begeistern und hat so im Laufe des Spiels viele Revolutionspunkte abgefasst. So ab der Hälfte war mir aber fast klar, dass er wohl über das Ziel hinausschießen würde. So unterstützte ich ihn regelmäßig in seinen Vorhaben, nahm aber meist nur 1P mit. Im Ergebnis hatte er dann nach der Schlusswertung auch 27P Vorsprung auf den glücklichen Zweiten (meine Wenigkeit). Auffällig war, dass sich eigentlich in jeder Woche 2 Spieler einig waren mit einer Fraktion und der 3. es nicht schaffte, mit seiner Verräterkarte den Kaiser genügend zu stärken. Obwohl ich sogar ausversehen die +5 - Karte für den Kaiser im Spiel hatte, spielte dieser am Ende keine Rolle. Er gewann lediglich 1 von 12 Wochen und war an einem Gleichstand beteiligt. Ich vermute mal, dass das an der Grundeinstellung der Spieler lag, lieber eine Fraktion siegen zu lassen. Auf der anderen Seite war der 3. Spieler aber oft machtlos und konnte den Kaiser nicht so stärken, dass er mit seiner abgeschlagenen Arbeiterklasse den Sieg für schlechteste Fraktion erringen konnte. Wir freuen uns sehr auf die nächste Partie, das Spiel scheint gut in unsere sehr kommunikative Spielegruppe zu passen.

  • Zitat

    Original von Marcel P.
    Hallo,

    was wurde denn diese Woche bisher so gespielt?

    Hallo zurück,

    bei mir gab es Freitag abend eine 2er Partie Herr der Ringe - Das (lcg) Kartenspiel.

    Wir versuchten uns jetzt bereits zum dritten mal an Szenario - Auf der Jagd nach Gollum.
    Und sind zum dritten mal gescheitert :butcher:

    Beim ersten Versuch kannten wir einfach das ganze Szenario nicht und sind doch deutlich gescheitert.
    Beim HdR muss ja dann doch das Deck dem Szenario anpassen. Ok, wurde gemacht.
    Beim zweiten mal war es schon besser, mein Führungs-Deck (3 lila Helden) funktionierte Einwandfrei, bei meinem Kollegen passte es noch nicht so ganz mit Wissen und Taktik.

    Dieses mal ist mein Mitstreiter dann auf Wissen und Geist gewechselt und lange Zeit sah es auch sehr gut aus. Allerdings haben wir diese vermaledeiten Orte wieder nicht so schnell weg bekommen, wie es hätte sein müssen. Daher wurde es dann irgendwann leider kaum mehr möglich das Abenteuer zu bestehen. Mein Führungsdeck funktionierte leider zu gut, sprich ich hatte massig Ressourcen zur Verfügung, aber keine Karten mehr auf der Hand.
    Also ist da auch noch Optimierungsbedarf.
    Langsam wird es aber peinlich, wobei wir ja so stumpf sind, wir probieren das weiter.

    Im Anschluß gab es noch eine Partie Agricola - die Bauern und das liebe Vieh.
    Für meinen Kompagnon war es die erste Kennenlernpartie, dementsprechend habe ich deutlich gewonnen.
    Aber das Spiel hat wieder einen Anhänger gewonnen. Ich kann mich da nur wiederholen: Für ein "relativ" kleines 2er, ein großer Wurf. Das kann ich immer wieder spielen. Die neuen Gebäude werde ich ab jetzt dann auch mal integrieren. Für mich könnte Herr Rosenberg jetzt eine etwas größere Erweiterung mit Ackerbau auf dem Markt werfen.
    Dann wäre noch ein wenig mehr vom großen Agricola dabei ohne die ganze Komplexität mitzunehmen.

    Samstag gab es noch eine 3er Partie Castle Panic, welche wir recht deutlich verloren haben. Na toll. Bleibt ein nettes Spiel mit niedrigster Einstiegshürde.

    Einmal editiert, zuletzt von Nupsi (5. August 2013 um 12:12)

  • Letzte Woche in wechselnden, entspannten Dreierrunden gespielt:

    Yay! : Der Mischung als Würfel-Geschicklichkeit und Würfel-Glück mitsamt konfrontativer Mitspieler-Interaktion fehlt leider der richtige Spannungsbogen, merke ich in jeder Partie neu. Weil der eigene Einfluss tendiert eher gegen Null und die Partie dauert dafür zu lang und die Abläufe wiederholen sich zu oft. Schade, hatte mir nach einer handvoll Partien in unterschiedlichen Spielrunden mehr davon versprochen nach der eher guten spielbox-Kritik. Da bieten die Amigo & Co Kartenspiele in selber Zeit mehr Spielspass und einen grösseren Yay-Faktor!

    City of Remnants : Meine Zweitpartie umgeben von Erstspielern zu dritt. Es lagen nur teure Gebäude aus und als Startspieler hatte ich den Vorteil, einen Gebäude-Verbilligerer anheuern zu können. Dieser Startvorteil zog sich durchs ganze Spiel weiter und verstärkte sich. Wohl auch, weil eine Partie Spielerfahrung bei City of Remnants schon gehörig was ausmachen kann. So liessen mich meine Mitspieler zu lange unbehelligt bauen und Ruhmes-Punkte besetzen auf den Plan, so dass nach 2/3 der Partie scheinbar der Sieger feststand. Allerdings zeigte ein Angriff in letzter Runde, dass meine Mitspieler mit aggressiverer Spielweise mich durchaus hätten stoppen und überholen können. Für mich immer noch ein schönes Spiel, allerdings mit erkennbarer Lernkurve und der Gefahr, dass Erstspieler überrollt werden.

    City Tycoon : In der deutschen Pegasus-Version gespielt. War eine vollständige Erstpartie und damit ein Blindflug. Schnell zeigte sich, dass man Geld nie unterschätzen sollte und wer keines hat und auch zu wenig generiert mit seinen Gebäuden, der hat es schwerz im Folge. Allerdings will man ja auch Siegpunkte machen und in diesem Spannungsfeld spannt sich das Spielgeschehen auf und wird interessant. Dank eines frühen Gebäudes mit Nachbar-Siegpunkt-Effekt konnte ich trotz Geldmangels erst in Siegpunkten davonziehen und knapp mein Vorsprung halten. Interessantes Städtebauspiel, das allerdings ab Runde 3 von 4 arg unübersichtlich bunt auf dem Spielplan wird. Da ist es schon eine Herausforderung für sich, den Überblick zu behalten. Kein Überflieger, aber gutes Mittelmass mit Tendenz nach oben. Mit "Einfach genial" Ablagebänken spielt es sich entspannter, weil man die Hände frei hat. Schade, dass Pegasus da gespart hat.

    Naufragos : In Dreierrunde sind wird auf der Insel verreckt, weil wir zu wenig Rettungsgüter gesammelt hatten und zudem die Spielzeit ausging, bevor wir den Gipfel der Insel erreichen konnten. Das "wir spielen die Decks leer, weil zu wenig Füsse im Spiel sind"-Problem zeigte sich erneut, so dass man als Gruppe eigentlich effektiver spielt, wenn immer der selbe Spieler bei allen Expeditionen dabei sein sollte, um die Gewinnchancen als Gruppe zu maximieren. Nur so kommt man zum Gipfel ohne alle Karten spielen zu müssen die meist eher gefährlich sind als persönlich gewinnbringend. Ein privates Tintenfass hat uns zudem noch das Genick gebrochen und Zeit gekostet, um diesen Effekt wieder aufheben zu können. Weiter interessant, spielt sich gefühlt wesentlich kürzer als die 3 bis 4 Stunden Spielzeit vermuten lassen. Mit redaktionellem Feinschliff in den Kartentexten und den Fuss-Icons der Karten wäre es allerdings noch besser. Inzwischen kenne ich nach vier Partien allerdings alle Storyanfänge und auch etliche Abenteuerverläufe. Ist die Frage, ob der Spielreiz weiterhin erhalten bleibt, wenn man dann irgendwann in x weiteren Partien alles schon kennt.

    Cu / Ralf

    PS: Danach noch ein Ausflug ins virtuelle Kino, in den Weltall, in die Toskana und auf eine Achterbahn mit Höhenangst-Garantie. Oculus Rift macht es möglich und immer wieder (für mich) faszinierend mitzuerleben, wie überrascht bis begeistert Erstnutzer davon sein können. Biete dazu weiterhin Demo-Sessions an auf Anfrage.

    Content-Nachschlag gefällig? Brettspieltag.de – Das Tagebuch der entspannten Brettspiele

    Einmal editiert, zuletzt von ravn (5. August 2013 um 13:00)

  • Zitat

    Original von Nupsi
    Im Anschluß gab es noch eine Partie Agricola - die Bauern und das liebe Vieh.
    Für meinen Kompagnon war es die erste Kennenlernpartie, dementsprechend habe ich deutlich gewonnen.
    Aber das Spiel hat wieder einen Anhänger gewonnen. Ich kann mich da nur wiederholen: Für ein "relativ" kleines 2er, ein großer Wurf. Das kann ich immer wieder spielen. Die neuen Gebäude werde ich ab jetzt dann auch mal integrieren. Für mich könnte Herr Rosenberg jetzt eine etwas größere Erweiterung mit Ackerbau auf dem Markt werfen.
    Dann wäre noch ein wenig mehr vom großen Agricola dabei ohne die ganze Komplexität mitzunehmen.

    Nachdem ich Ende letzte Woche die 2. Erweiterung vom Verlag bekommen habe (Noch mehr Ställe für das liebe Vieh), stand das Spiel bei uns auch einige Male auf dem Programm.
    Ein wirklich schöner und flotter 2er, den ich aber ohne Erweiterung(en) nicht mehr spielen möchte - da wurde es auf Dauer doch zu eintönig.

  • Letzte Woche gab es 3 x hintereinander Android Netrunner mit Grundsets.

    Geniales Living Card Game, macht wirklich süchtig.
    Die ganzen Möglichkeiten, die sich einem bieten, sind wirklich fordernd, das Thema toll und stimmungsvoll.
    Bei uns hat jedes mal der Runner gewonnen, in der ersten Partie aber nur wegen eines Spielfehlers des Spielers, der was falsch gerechnet hatte und
    es ist uns beiden zu spät aufgefallen.
    Die Woche gibt es dann hoffentlich weitere Sessions mit zusammengestellten Sets aus den ersten Packs.