Von den Hürden, ein englisches Spiel als fanmade Projekt zu lokalisieren

  • Ich eröffne diesen Thread für den User Neo86TV , welcher große Ambitionen zeigt, Oathsworn und auch Kingdoms Forlorn zu lokalisieren und dafür Unterstützung sucht. Hier gerne darüber diskutieren, was es für eine Lokalisierung benötigt, wer Interesse hat, an den Projekten mitzuwirken, etc.

    Somit bleiben die eigentlichen Threads frei von Diskussionen zu diesem Thema.

    Ursprung im KF-Thread: RE: Kingdoms Forlorn

    Ursprung im Oathsworn Thread: RE: [SB] Oathsworn - Druck deutscher Spielkarten

    Einmal editiert, zuletzt von Kitsune (3. Oktober 2026 um 14:33)

  • Guten Morgen, ich dachte ich schreibe mal meinen Beitrag dazu, danke an Kitsune, dass Sie diesen Beitrag eröffnet hat.


    also ich suche Leute, die Lust haben mit mir Kingdoms Forlorn für den privaten gebrauch zu übersetzen (deutsche). Wir würden uns die Arbeit aufteilen, damit es schneller geht und danach alles nochmal zusammen kontrollieren, damit sich keine Fehler einschleichen. Ich besitze einen Discord Server wo die Kommunikation einfacher machen würde und ich einen extra Bereich dafür einrichte. Dafür suche ich Leute die Lust hätten und auch für die Zukunft dieses Spiel in Ihrer Muttersprache genießen und spielen können.


    Ich weiß das dies ein Mammutprojekt werden wird, aber gemeinsam schaffen wir das.


    Wer hätte Lust ?


    Discord Server würde ich dann schicken wenn die helfenden Hände beisammen wären. Ich freue mich drauf.


    Liebe Grüße


    Sascha-Neo

    3 Mal editiert, zuletzt von Neo86TV (4. Oktober 2026 um 08:57)

  • Vorab ein paar Fragen dazu

    Hat sich ITU schon gemeldet, die Erlaubnis gegeben und Designs und Texte zur Verfügung gestellt?
    Sollten sie es zwar erlauben, aber nichts bereit stellen, wie ist hier das weitere Vorgehen gedacht?
    Nach welchen Kriterien / Arbeitspaketen soll das Ganze aufgeteilt werden?

    Wuschel wartet aktuell noch auf folgende Kickstarter: Death may Die season 5&6, Andromedas Edge expansion, Return to Dark Tower - Expeditions :saint:

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  • Für den privaten gebrauch ist es in Ordnung es auf deutsch zu übersetzen, nur weiterverbreiten ist nicht erlaubt, aber die was daran mitarbeiten, können das Spiel für sich in Ihrer Heimatsprache voll und ganz genießen. Das weitere Vorgehen besprechen wir im Discord, was wer macht bzw. einem mehr liegt.

  • Nur um sicher zu gehen:

    Ist das nun eine offizielle Antwort, die Du schriftlich von ITU erhalten hast?
    Oder gehst Du persönlich davon aus, dass es sich so verhält?

    Bekommst Du von ITU Layout-Daten zur Verfügung gestellt?
    Welche Auflagen hat ITU gemacht hinsichtlich der Verbreitung, nachdem die Übersetzung fertig ist?
    Dürfen die digitalen Daten geteilt werden (kostenfrei im privaten)? Sind Sammelbestellungen über eine Druckerei erlaubt? Welche Modalitäten gibt es hier?

    Als Tipp: Wenn Du hier erst einmal im Forum das Fundament für das Projekt legst hast Du viel mehr Leute die mitlesen und gegebenenfalls noch ihre Unterstützung anbieten können.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kitsune (5. Oktober 2026 um 15:45)

  • Neo86TV Ich würde dir weiterhin nahelegen erst mal das Oathsworn Projekt abzuarbeiten wenn das noch aktuell ist. Auch da steht Zusage von Rechteinhaber, alle Dateien erhalten, redigieren (du wolltest ja nacharbeiten) , Druck planen, Geld einsammeln, Versand planen...etc an. Ich hab das in einem anderen Bereich gemacht mit weniger Aufwand insg. und falls du mir das abnehmen kannst: Es ist weit mehr Arbeit als man erwartet , irgendwas geht immer schief und man kann schnell in Überforderung abgleiten. Kannst dazu ja auch mal die Leute von der Oathsworn SB kontaktieren die waren recht sicher gut am arbeiten das alles funktioniert.

    Denke du unterschätzt immer noch wie viel Fokus das erfordert , von Kingdoms Forlorn noch gar nicht angefangen (halte das aus mehreren Gründen für nicht umsetzbar). Viel Erfolg

  • Ich kann auch klar davon abraten, hier mehrere Projekte gleichzeitig anzugehen – ganz besonders dann, wenn es sich um textlastige Projekte handelt.


    Es ist eine Sache, alle Karten zu übersetzen, es ist aber eine andere, alles kohärent zu machen. Das heißt, dass es beispielsweise eine Liste von Begriffen gibt, die jede übersetzende Person nutzt, damit am Ende nicht für Aktionen/Effekte unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet werden. So etwas ist schwierig und je mehr Leute mitarbeiten, desto aufwändiger wird es.

    Von den Leuten, die sich am Anfang melden und eine Kopie haben möchten, werden am Ende sehr wenige mitarbeiten und noch weniger bleiben nach den ersten Versuchen dabei. Im Regelfall kannst du davon ausgehen, dass du weniger als eine Handvoll Personen finden wirst, die dauerhaft dabeibleiben. Du musst eigentlich bereit sein, das Projekt selbst umzusetzen.


    Auch die Hierarchie muss geklärt sein. Es ist super, wenn es kreative Ideen und andere Ansichten gibt, aber am Ende muss eine Entscheidung getroffen werden. Die schmeckt nicht allen und hier muss man auch bereit sein, von der eigenen Meinung abzurücken. Das können nicht alle und sowas verkompliziert den Prozess extrem oder kann einem sogar die Lust am Projekt nehmen.


    Im Idealfall gibt es ein Template, das genutzt wird, und hier sollte, wie bereits angemerkt, auch das Original genutzt werden, damit am Ende die Karten identisch sind und der Druck gut aussieht. Wenn das nicht möglich ist und keine der Personen ein Grafikprogramm gut bedienen kann, dann erschwert dies das Projekt ungemein. Übersetzen ist das eine, den Text setzen das andere.


    Die Kontrollen der Karten sind ein weiterer sehr aufwändiger Schritt. Es muss quasi bei jeder Karte bedacht werden, wie die Effekte auf den anderen Karten wirken. Dies erfordert einen sehr guten Überblick über das Projekt und ein Verständnis für das Spiel. Das reine Entdecken von Rechtschreibfehlern ist relativ gut machbar, aber das ist eigentlich nicht das, was du bei einer Kontrolle der Karten erreichen möchtest.


    Der Druck ist eine zusätzliche Hürde. Mit den passenden Templates und vorgegebener Formatierung ist dies leichter, aber wenn alles angepasst werden muss, der Farbraum oder das Druckergebnis nicht stimmt, ist das ein langwieriger iterativer Prozess. Da ist es empfehlenswert, wenn die Probedrucke einem zugesandt werden, damit man all die Unstimmigkeiten nach und nach beheben kann.


    All das erfordert eine große Menge an Hingabe, denn hier haben wir noch nicht von Problemen gesprochen, die immer auftreten werden. Ihr müsst euch klar sein, worauf ihr euch einlasst und wie viele Stunden ihr versenken werdet. Das macht nur Sinn, wenn man es selbst wirklich will. Ansonsten kommt etwas Halbherziges heraus und man tut niemandem einen Gefallen.


    Überlegt es euch also gut, bevor ihr ein (!) solches Projekt startet. Zwei parallel würde ich auf keinen Fall empfehlen.

    Man kennt mich aus "Ein Absatz kommt selten allein" und "Hör mal wer da tippt". Die Rolle meines Lebens hatte ich wohl 1987 an der Seite von Michael Douglas in "Wall of Text".