Was soll ich behalten? Nemesis, Nemesis Lockdown oder Nemesis Retaliation?

  • Ich würde...

    ... das Original behalten, weil es so stimmungsvoll und bedrohlich ist, und es gut mit Leuten funktioniert, die das Spiel noch nicht kennen.

    ... Lockdown nehmen, weil man durch die erweiterten Mechaniken mehr Möglichkeiten als im Original hat

    ... bei Retaliation bleiben, da hier endlich mal "Angriff ist die beste Verteidigung" als Maxime gilt - und in deinen Fall der geringste Platzbedarf im Regal besteht

    Einmal editiert, zuletzt von Henry McMiller (25. September 2026 um 08:16)

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  • Willst du mehr Action? Nimm Retaliation.

    Willst du mehr bedrohliche Survival-Stimmung? Nimm Nemesis.

    Willst du die Stimmung und Mechanik von Nemesis mit zusätzlichen Mechanismen? Nimm Lockdown.

    Für mich persönlich ist Lockdown der schwächste Titel, da er Nemesis an Stellen ergänzt, wo es eigentlich nicht nötig, sondern fast schon eher hinderlich ist. Das macht es nicht zwangsläufig schlecht, aber eben schwächer als Nemesis. Retaliation dagegen geht das Thema ganz anders an, da du nicht auf der Flucht vor den Alien bist, sondern die Viecher jagst, was automatisch eine komplett andere Grundstimmung erzeugt.

    Wir haben beim letzten Spielewochenende zuerst zwei Partien Retaliation und anschließend Nemesis gespielt. Das war total verstörend, da wir zunächst mal damit überfordert waren, dass man plötzlich fast gar nichts mehr gegen die Biester in der Hand hat. Das sorgt für eine völlig andere Stimmung. Mehr Spannung, dafür aber weniger Action.

    Ich bin Frosted-Games-Fan und Community-Helferlein, aber kein Mitarbeiter.

    Einmal editiert, zuletzt von Kurbalin (25. September 2026 um 08:34)

  • Ich möchte die Bezeichnung "mehr Action" nochmal näher (aus meiner Sicht) definieren. Retaliation wird dadurch, dass man mehr gegen die Aliens ausrichten kann, nicht automatisch zu einem Actionspiel. Dafür ist das Regelgerüst immer noch zu umfangreich und kleinteilig.

    Und als Ausgleich, für dass mehr an Waffenpower, wird das Spielfeld einfach mit Aliens geflutet und deren Bewegungsregel auf die Flure erweitert. Kämpfe sind in meinen Augen auch nur dann wirklich effektiv, wenn man in die Flure holzt, aber sobald Aliens im gleichen Raum sind, dann sind die Kämpfe häufig genauso ineffektiv wie im Ur-Nemesis.

    Wenn man also wirklich "Action" möchte und Horden von Aliens abschießen, dann muss man Project Elite spielen.

    Meinungen sind keine Fakten.

  • Kurbalin : Ich habe gestern zum ersten Mal nämlich Nemesis Retaliation gespielt. Es hat mir gut gefallen, aber mir fehlte es an Spannung. Das Gefühl einer subtilen Bedrohung hat mir gefehlt. Ich habe ohne Probleme die Rettungskapsel erreicht, hatte mein Missionsziel erreicht und war nicht infiziert. Nach der Partie dachte ich mir, ok, das war’s schon?

    Ich werde mir heute die Anleitung nochmal durchlesen, um zu prüfen, ob wir etwas falsch gespielt haben.

    Es hat eine tolle Tischpräsenz, es ist schnell erklärt, die Partie war kurzweilig und wenn man es häufiger gespielt hat, kann man die Spielenden bestimmt besser lesen. Grundsätzlich mag ich diese Art von Spielen sehr, ich dachte aber es würde spannender sein. Ich habe es mit dem Spiel „The Thing“ verglichen und das fand ich unheimlicher.

  • Ich habe die Action jetzt tatsächlich nur daran festgemacht:

    • es erscheinen (deutlich) mehr Aliens
    • die Bedrohung durch ein einzelnes Alien ist (deutlich) geringer
    • man hat den Aliens (deutlich) mehr bzw. überhaupt etwas entgegenzusetzen

    Der Unterschied, ob ein Alien im Raum oder im Flur ist, ist tatsächlich wichtig. Das hat sich anfangs für uns auch etwas seltsam angefühlt: Im Flur ballerst du uU drei Viecher gleichzeitig weg und sobald eines bei dir im Raum ist, kann es sein, du das nicht plattgeschossen bekommst. Ist andererseits, wenn man darüber nachdenkt - total immersiv, da es es deutlich schwerer ist, denen (insbesonder mit Distanzwaffen) Schaden zuzufügen, wenn die um dich herumspringen und an dir knabbern.

    Entscheidend ist allerdings, dass du in Nemesis beim Auftauchen eines oder mehrere Aliens die Beine in Hand nimmst und auf der Flucht davor bist, während du in Retaliation durchaus eher auf der Jagb nach den Biestern bist.

    Ich bin Frosted-Games-Fan und Community-Helferlein, aber kein Mitarbeiter.

  • Am ehesten evtl. mit den Filmen vergleichen:

    Nemesis original: Alien. Reiner Survival Modus, die Gegner anzugreifen ist - fast - immer die schlechteste Option. Brutales Lucksystem.

    Nemesis Lockdown: Alien 3. Man hat etwas mehr Optionen gegen die Gegner (Licht-Schatten Mechanik) und coole Charaktäre aber im Kern Alien/Nemesis.

    Nemesis Retaliation: Aliens. Aggressives Vorgehen möglich. Im Gegensatz zu den beiden anderen Teilen ist man bis zu den Zähnen bewaffnet. Dadurch nicht der langsame Spannungsaufbau der anderen Teile.

    Meine Einschätzung:

    Vorab, ich habe alle 3 Versionen in der KS Variante und bemalt.

    Nemesis 1 habe ich sicher 20x gespielt aber Lockdown hingegen noch nie. Dort habe ich lediglich das Regelbuch gelesen und meinen Mitspielern war der Mehraufwand den Mehrwert nich wert.

    Retaliation habe ich mittlerweile 10x und seither kein Nemesis mehr. Hat also klar diesen Teil in meinüer Gruppe verdrängt.

    Neben der zusätzlichen Action gefällt mir vor allem, dass zumindest anfangs Kooperation wichtig ist. Dann schmerzt der Backstabb umso heftiger.

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  • Kurbalin : Ich habe gestern zum ersten Mal nämlich Nemesis Retaliation gespielt. Es hat mir gut gefallen, aber mir fehlte es an Spannung. Das Gefühl einer subtilen Bedrohung hat mir gefehlt. Ich habe ohne Probleme die Rettungskapsel erreicht, hatte mein Missionsziel erreicht und war nicht infiziert. Nach der Partie dachte ich mir, ok, das war’s schon?

    Ich werde mir heute die Anleitung nochmal durchlesen, um zu prüfen, ob wir etwas falsch gespielt haben.

    Es hat eine tolle Tischpräsenz, es ist schnell erklärt, die Partie war kurzweilig und wenn man es häufiger gespielt hat, kann man die Spielenden bestimmt besser lesen. Grundsätzlich mag ich diese Art von Spielen sehr, ich dachte aber es würde spannender sein. Ich habe es mit dem Spiel „The Thing“ verglichen und das fand ich unheimlicher.

    Das schreit doch danach, das erste Nemesis zu behalten.

    Ich selbst habe mich aus eben diesen Gründen auch für das erste Nemesis entschieden.

    Ist natürlich gut für mich, dass Retaliation in der Spielegruppe auch verfügbar ist.

  • Kurbalin : Ich habe gestern zum ersten Mal nämlich Nemesis Retaliation gespielt. Es hat mir gut gefallen, aber mir fehlte es an Spannung. Das Gefühl einer subtilen Bedrohung hat mir gefehlt. Ich habe ohne Probleme die Rettungskapsel erreicht, hatte mein Missionsziel erreicht und war nicht infiziert. Nach der Partie dachte ich mir, ok, das war’s schon?

    Ich werde mir heute die Anleitung nochmal durchlesen, um zu prüfen, ob wir etwas falsch gespielt haben.

    Es hat eine tolle Tischpräsenz, es ist schnell erklärt, die Partie war kurzweilig und wenn man es häufiger gespielt hat, kann man die Spielenden bestimmt besser lesen. Grundsätzlich mag ich diese Art von Spielen sehr, ich dachte aber es würde spannender sein. Ich habe es mit dem Spiel „The Thing“ verglichen und das fand ich unheimlicher.

    Kann funktionieren, wird es in der Regel aber nicht. Das ausliegende Missionsziel ist für alle zunächst einmal nicht nur sichtbar, sondern wenn mehrere versuchen, es zu erreichen, fällt schneller auf, dass du eine eigene Agenda verfolgst. Das ausliegende Missionsziel kann jedoch auch in die eigenen Karten spielen - wenn beispielsweise das Nest entdeckt werden muss und du dich irgendwann abseilst, um in der Rettungskapsel zu entkommen. Bist du auf dich alleine gestellt, gehst du natürlich das Risiko ein, keine Unterstützung durch die anderen zu erhalten. Bei uns war es dann immer so, dass die flüchtende Person von Aliens verfolgt und mindestens verletzt wurde und dadurch auch Kontamination erhielt. Bisher habe ich erlebt, dass eine einzelne Person so vorgegangen und erfolgreich damit war.

    Kommen wir also zum nächsten Problem - welche Aufgaben erlauben es, sofort in der Kapsel zu verschwinden? Das sind häufig die Missionen, bei der der Wunsch besteht, dass ein bestimmter Spieler nicht überlebt. Wird die Gruppe so vor Probleme gestellt, passiert es eher, dass die übriggebliebenen Spieler stärker zusammenhalten. Letztendlich ist die Überlebenschance so einfach höher und das Missionsziel wird realistischer erreicht. Gestern hatte ich beispielsweise die Mission, bei der ich mit einem Ei entkommen muss. Das Missionsziel war, dass 2 Eier erfolgreich entwendet werden mussten. Ich hätte mich also in dem Moment abseilen können, als wir 2 Eier geholt hatten. Sinniger war für mich aber, bei der Gruppe zu bleiben, um gemeinsam mit dem Lander zu entkommen, da wir uns dann einfach besser verteidigen konnten. Im schlimmsten Fall wäre die Idee also gewesen, alleine wegzufliegen. Zur Kapsel zu gehen, hätte dafür gesorgt, dass ich von den Aliens alleinig gejagt worden wäre und hätte so meine Siegchancen deutlich reduziert.

    Oder anders ausgedrückt, es kann funktionieren, dass ein einzelner Spieler in der Kapsel entkommt und das relativ zügig und erfolgreich, jedoch wirst du häufiger erleben, dass sich das nicht lohnt, sehr schwer umzusetzen sein wird oder der Versuch einfach scheitert. Vor allem in der Zeit, in der jemand als Einzelperson agiert, lenkt diese ja ebenso Aufmerksamkeit der Aliens von der Gruppe ab.

    Also wären aus meiner Sicht folgende Fragen interessant: welches Missionsziel hattest du? War die Gruppe insgesamt eher unerfahren (das trägt nämlich dazu bei, dass die Leute versuchen ein eigenes Ziel zu erreichen, wodurch sie draufgehen) ? Habt ihr wirklich alle Regeln korrekt abgehandelt?

  • Kuro-Okami : Für zwei Spielende die erste Partie und ein Spieler hat es 2x gespielt, also eher Anfängergruppe. Regelfehler schließe ich nicht aus. Der Missionsauftrag war, zwei Eier zu besorgen. Eins meinerZiele war, das der Missionsauftrag nicht erfüllt werden darf. Ich bin auf der Suche des Nests auf die Rettungskapsel gestoßen und habe die Gelegenheit ergriffen zu fliehen. Der Test hat ergeben, dass ich nicht infiziert war.

  • Kuro-Okami : Für zwei Spielende die erste Partie und ein Spieler hat es 2x gespielt, also eher Anfängergruppe. Regelfehler schließe ich nicht aus. Der Missionsauftrag war, zwei Eier zu besorgen. Eins meinerZiele war, das der Missionsauftrag nicht erfüllt werden darf. Ich bin auf der Suche des Nests auf die Rettungskapsel gestoßen und habe die Gelegenheit ergriffen zu fliehen. Der Test hat ergeben, dass ich nicht infiziert war.

    D.h. aber, du bist das Risiko eingegangen, dass die Mitspieler das Missionsziel erfüllen, wodurch du verloren hättest. Auch hattest du Kontamination bei dir, wodurch du im Nachhinein noch hättest sterben können (bei einer Kontamination gehe ich das Risiko aber i.d.R. auch ein).

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  • Beitrag von meeple (25. September 2026 um 09:51)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (25. September 2026 um 09:52).
  • Kuro-Okami : Ja, genau. Die beiden Risiken bin ich eingegangen. Ich hatte aber ein Serum um eine Kontamination von der Hand abzuwerfen und die anderen waren von Aliens umzingelt 😂

    Ich dachte mir ok, wenn nicht jetzt, wann dann. Da es meine erste Partie war, wusste ich auch nicht, dass da echt viele infiziert Karten im Stapel waren.

  • Umzingelt zu sein ist in dem Spiel tatsächlich nicht das größte Problem, wenn die Spieler entsprechend ausgerüstet sind. Vor allem mit Granaten bekommt man Korridore unglaublich schnell gesäubert. Klingt also eher nach Unerfahrenheit, da man zumindest gut genug bewaffnet sein sollte, um einzelne Korridore säubern zu können. Insbesondere dann ist das Missionsziel "Missionsziel darf nicht erfüllt sein" sehr einfach.

  • Ah, ok. Die Aktion zwei Karten abwerfen um Rüstung zu finden kann also sehr wichtig sein.

    Kann es aber auch sein, dass es wichtig ist, mit seinen Karten zu haushalten um möglichst spät zu passen? Den das passen erhöht ja auch die Gefahr und der Rundenmarker wird nach vorne gezogen. Ich habe versucht mich schnell zu bewegen um Räume zu finden.

  • Kuro-Okami : Ja, genau. Die beiden Risiken bin ich eingegangen. Ich hatte aber ein Serum um eine Kontamination von der Hand abzuwerfen und die anderen waren von Aliens umzingelt 😂

    Ich dachte mir ok, wenn nicht jetzt, wann dann. Da es meine erste Partie war, wusste ich auch nicht, dass da echt viele infiziert Karten im Stapel waren.

    Ich habe auch mal bei einer Partie relativ früh alles auf eine Karte gesetzt und bin in die Kapsel, da die Aussicht ganz gut war, dass mein Ziel erfüllt wird. Wir haben zu viert gespielt und mein Ziel war es, als einziger einen Datenmarker (oder wie die heißen) zu haben. Bis dahin hatte sich niemand dafür interessiert und der Raum, wo man den Marker bekommen konnte, stand auch in Flammen. Also bin ich von dannen gezogen. Die anderen drei Spieler sind nacheinander gefallen, wie die Fliegen. Am Ende war nur noch einer übrig, der sich plötzlich auch noch einen Datenmarker in diesem Raum geholt hat. Da ging das Zittern für mich los, allerdings ist dann unmittelbar danach das gesamte Schiff in die Luft gegangen. Also war nur noch ich übrig - mit einer Kontaminationskarte. Und Überraschung: Die war infiziert. Die abschließende Probe ist auch noch gescheitert und ich war auch tot. Kein Gewinner. Aber eine echt epische Story, selbst von mir, der beinahe die halbe Partie nicht mehr aktiv mitgespielt hat.

    Ich bin Frosted-Games-Fan und Community-Helferlein, aber kein Mitarbeiter.

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  • Ah, ok. Die Aktion zwei Karten abwerfen um Rüstung zu finden kann also sehr wichtig sein.

    Kann es aber auch sein, dass es wichtig ist, mit seinen Karten zu haushalten um möglichst spät zu passen? Den das passen erhöht ja auch die Gefahr und der Rundenmarker wird nach vorne gezogen. Ich habe versucht mich schnell zu bewegen um Räume zu finden.

    Welche Aktion erlaubt dir das? Du meinst entweder eine spezifische Karte oder einen bestimmten Raum, wodurch das geht. Die Aktion "Suchen" ist in Retaliation jedenfalls sehr wertvoll, weil es diese Karte, anders als im Ur-Nemesis, nur einfach im Deck gibt. Items sind verdammt nützlich, wodurch ich immer versuche, Suchen zu spielen, wenn ich sie ziehe. Eine allgemeine Aktion "Wirf zwei Karten ab, finde Rüstung" gibt es jedenfalls nicht.

    Situativ, denn sich zu bewegen ist in diesem Spiel gefährlicher als in einem gesicherten Raum zu verweilen und zu passen. Im schlimmsten Fall bekommst du dann einen Gast, der dir dann keinen Schaden macht (außer es ist die Queen, dann wird es gefährlicher). Mit den Karten Haushalten macht insbesondere dann Sinn, wenn du dir nicht sicher bist, was der Mitspieler vorhat. Ziehen die Spieler am selben Strang, ist das eher weniger wichtig. Dann lieber mehr Karten investieren und dafür sicher unterwegs sein.

  • Neben der zusätzlichen Action gefällt mir vor allem, dass zumindest anfangs Kooperation wichtig ist. Dann schmerzt der Backstabb umso heftiger.

    Ich habe Retaliation ein paarmal gespielt und bei uns lief es immer bis zum Schluss als koop ab. Ich für mich würde eh erst vom gemeinsamen Ziel abweichen, wenn ich der Meinung wäre, dass es nicht mehr zu erreichen sei. Und die paar Male erschien mir das alternative Ziel schwerer zu erreichen. Wie ist das so bei euch? Kommt es häufiger vor das jemand alleine gewinnt bzw. es versucht?

  • Ich habe Retaliation ein paarmal gespielt und bei uns lief es immer bis zum Schluss als koop ab. Ich für mich würde eh erst vom gemeinsamen Ziel abweichen, wenn ich der Meinung wäre, dass es nicht mehr zu erreichen sei. Und die paar Male erschien mir das alternative Ziel schwerer zu erreichen. Wie ist das so bei euch? Kommt es häufiger vor das jemand alleine gewinnt bzw. es versucht?

    Ich bin der Meinung, dass die Varianz der persönlichen Ziele das beinahe erzwingt. Das gemeinsame Ziel hat ja überhaupt erst dann eine Relevanz, wenn dein persönliches Ziel sich darauf bezieht: Entweder musst du dann dafür sorgen, dass es erreicht wird oder das es nicht erreicht wird. In allen anderen Fällen ist es ja völlig irrelevant. Es kann daher durchaus sein, dass das gemeinsame Ziel für niemanden relevant ist, sondern jeder irgendetwas anderes im Sinn hat, was in der Regel durchaus miteinander konkurriert.

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  • Neben der zusätzlichen Action gefällt mir vor allem, dass zumindest anfangs Kooperation wichtig ist. Dann schmerzt der Backstabb umso heftiger.

    Ich habe Retaliation ein paarmal gespielt und bei uns lief es immer bis zum Schluss als koop ab. Ich für mich würde eh erst vom gemeinsamen Ziel abweichen, wenn ich der Meinung wäre, dass es nicht mehr zu erreichen sei. Und die paar Male erschien mir das alternative Ziel schwerer zu erreichen. Wie ist das so bei euch? Kommt es häufiger vor das jemand alleine gewinnt bzw. es versucht?

    Ja, aber nicht initial. Zunächst wird eigentlich immer das gemeinsame Ziel anvisiert. Bis zu einem gewissen Grad zu kooperieren macht immer Sinn und die eigenen Absichten lassen sich gut verschleiern, wenn man vermeintlich am selben Strang zieht. In der Regel kapselt sich mindestens eine Person dann irgendwann ab, um die eigene Mission zu realisieren. Das Missionsziel ist auch eigentlich immer schwerer zu erreichen, was auch Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass potenziell mehrere Personen es gemeinsam zu erreichen versuchen. Ich wüsste jedenfalls kein Missionsziel, das leichter wäre als ein persönliches.

  • Willst du mehr Action? Nimm Retaliation.

    Willst du mehr bedrohliche Survival-Stimmung? Nimm Nemesis.

    Willst du die Stimmung und Mechanik von Nemesis mit zusätzlichen Mechanismen? Nimm Lockdown.

    Für mich persönlich ist Lockdown der schwächste Titel, da er Nemesis an Stellen ergänzt, wo es eigentlich nicht nötig, sondern fast schon eher hinderlich ist. Das macht es nicht zwangsläufig schlecht, aber eben schwächer als Nemesis. Retaliation dagegen geht das Thema ganz anders an, da du nicht auf der Flucht vor den Alien bist, sondern die Viecher jagst, was automatisch eine komplett andere Grundstimmung erzeugt.

    Wir haben beim letzten Spielewochenende zuerst zwei Partien Retaliation und anschließend Nemesis gespielt. Das war total verstörend, da wir zunächst mal damit überfordert waren, dass man plötzlich fast gar nichts mehr gegen die Biester in der Hand hat. Das sorgt für eine völlig andere Stimmung. Mehr Spannung, dafür aber weniger Action.

    Das trifft es eigentlich sehr gut! Ich hätte es so ausgedrückt:

    • Nemesis = Alien (1)
    • Nemesis Lockdown = Vielleicht etwas wie Doom 3 (Mars, Dunkelheit, Strom), aber weniger Horror.
    • Nemesis Retaliation = Aliens (2)

    Nemesis ist (sowohl Koop als auch Komp) ein sehr gutes Survival-Horror-Spiel. Retaliation ist im Vergleich ein Ballerspiel wie ein Zombicide+ in demselben Setting. Ganz unterschiedliche Spiele.

    Lockdown ist vergleichbarer mit Nemesis, aber durch mehr Mechanismen (logischer Weise) mechanischer. Lockdown kann man also am ehesten aussortieren. Bei den beiden anderen entscheidet, was dir gefällt. Aber es wären sicherlich Nemesis und Retalition beide in der Sammlung möglich. Man entscheidet sich ja auch nicht zwischen Zombicide und Dawn of the Zeds ;)

  • Ich habe Retaliation ein paarmal gespielt und bei uns lief es immer bis zum Schluss als koop ab. Ich für mich würde eh erst vom gemeinsamen Ziel abweichen, wenn ich der Meinung wäre, dass es nicht mehr zu erreichen sei. Und die paar Male erschien mir das alternative Ziel schwerer zu erreichen. Wie ist das so bei euch? Kommt es häufiger vor das jemand alleine gewinnt bzw. es versucht?

    Ja, aber nicht initial. Zunächst wird eigentlich immer das gemeinsame Ziel anvisiert. Bis zu einem gewissen Grad zu kooperieren macht immer Sinn und die eigenen Absichten lassen sich gut verschleiern, wenn man vermeintlich am selben Strang zieht. In der Regel kapselt sich mindestens eine Person dann irgendwann ab, um die eigene Mission zu realisieren. Das Missionsziel ist auch eigentlich immer schwerer zu erreichen, was auch Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass potenziell mehrere Personen es gemeinsam zu erreichen versuchen. Ich wüsste jedenfalls kein Missionsziel, das leichter wäre als ein persönliches.

    Das klingt dann aber schon so, dass ihr quasi schon zu Beginn beschließt, es mit dem persönlichen Ziel zu versuchen und dann "nur" koop mitspielt um das zu verschleiern? Aus Spaß an der Freude oder aus Spaß daran den Mitspielern das Messer in den Rücken zu rammen? (soll keine Kritik an einem solchen Vorgehen sein). Ich fand es bisher auch thematisch passender, die Hauptmission gezielt zu versuchen und falls das schwierig wird u.U. umzuschwenken, was für mich bisher aber nicht sinnvoll erschien.

  • Es war bei uns im Spiel auch schon so, dass die gemeinsame Mission der roten Faden war. Das hat aber nur den Rahmen gegeben, weil man schon auch andere Dinge tun kann/muss: Für Sauerstoff sorgen, den Roboter aktivieren. Das macht es ja so spannend, die Mitspieler zu beobachten und zu versuchen, aus dem, was sie tun, Schlüsse zu ziehen. Und das macht den Tabletalk auch so spannend: Besteht jemand permanent darauf, dass doch das gemeinsame Ziel verfolgt werden sollte, ist das vielleicht sein persönliches Ziel. Oder will er mit umgekehrter Psychologie genau das Gegenteil erreichen. Ich finde, dieses kooperative, aber gleichzeitig eben nicht kooperative Spiele, macht kein Spiel so gut, wie die Nemesis-Reihe. Und damit fängt es genau die Stimmung der (ersten) Filme so perfekt ein.

    Ich bin Frosted-Games-Fan und Community-Helferlein, aber kein Mitarbeiter.

  • Das klingt dann aber schon so, dass ihr quasi schon zu Beginn beschließt, es mit dem persönlichen Ziel zu versuchen und dann "nur" koop mitspielt um das zu verschleiern? Aus Spaß an der Freude oder aus Spaß daran den Mitspielern das Messer in den Rücken zu rammen? (soll keine Kritik an einem solchen Vorgehen sein). Ich fand es bisher auch thematisch passender, die Hauptmission gezielt zu versuchen und falls das schwierig wird u.U. umzuschwenken, was für mich bisher aber nicht sinnvoll erschien.

    Nein, wir versuchen eigentlich immer zunächst, das Missionsziel zu erreichen. Das stellt sicher, dass zumindest bis zu einem gewissen Grad alle am selben Strang ziehen. Oftmals lassen sich ja beide Ziele bis zu einem gewissen Grad gemeinsam erfüllen. I.d.R. möchte man beispielsweise die Sauerstoffzufuhr in Sektor A und B sicherstellen usw. Bis zu dem Punkt legen sich die meisten denke ich noch gar nicht fest, außer sie müssen es. Ich schließe aber nicht aus, dass es auch Spieler gibt, die von Anfang an Spieler X killen möchten, wenn sie dieses Ziel zugeteilt bekommen.

    Welche Ziele du bekommst, beeinflusst diese Entscheidung natürlich auch. Wenn man „Missionsziel nicht erfüllen“ und „Spieler 3 soll nicht überleben“ erhält, muss man irgendwann zumindest gegen eine Person vorgehen. Ich persönlich versuche mir deshalb beide Optionen so lange wie möglich offenzuhalten. Von Anfang an zu beschließen, dass ich mein persönliches Ziel erfüllen will, macht für mich oftmals keinen Sinn, da ich noch gar nicht weiß, wie die anderen vorgehen und wie sich die Map entwickeln wird. Kann aber auch sein, dass man eines der beiden Ziele früh abwerfen muss, um sich aus einer misslichen Lage zu befreien.

    Wenn es aber wie gestern ist, dass das Missionsziel lautet „Entkommt mit 2 Eiern“ und mein persönliches Ziel „Entkomme selbst mit einem Ei“, dann weiß ich eigentlich von Beginn an, dass ich mein persönliches Ziel verfolgen werde. Das ergibt sich für mich dann einfach aus der Kombination der beiden Ziele.


    Zur Ausgangsfrage aber noch. Du hast von 2 Versionen den All-In. Wieso nicht den Zusatzkram abstoßen und dafür 2 oder 3 Grundspiele behalten?

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  • Kurbalin : Ich habe gestern zum ersten Mal nämlich Nemesis Retaliation gespielt. Es hat mir gut gefallen, aber mir fehlte es an Spannung. Das Gefühl einer subtilen Bedrohung hat mir gefehlt. Ich habe ohne Probleme die Rettungskapsel erreicht, hatte mein Missionsziel erreicht und war nicht infiziert. Nach der Partie dachte ich mir, ok, das war’s schon?

    Ich werde mir heute die Anleitung nochmal durchlesen, um zu prüfen, ob wir etwas falsch gespielt haben.

    Es hat eine tolle Tischpräsenz, es ist schnell erklärt, die Partie war kurzweilig und wenn man es häufiger gespielt hat, kann man die Spielenden bestimmt besser lesen. Grundsätzlich mag ich diese Art von Spielen sehr, ich dachte aber es würde spannender sein. Ich habe es mit dem Spiel „The Thing“ verglichen und das fand ich unheimlicher.

    Exakt so ging es mir auch. Erste Partie, ich hatte in Runde 4 meine Rettungskapsel gestartet, alles erreicht. Die andern beiden rissen die nächsten 3-4 Runden runter, haben alles geschafft. Die Aliens waren kaum bis keine Bedrohung, alles war easy.

    Dachten erst wir haben bestimmt was falsch gespielt. Aber haben alles separat die Anleitung nochmals durchgelesen. Alles korrekt.

    Ich konnte leider die Begeisterung nicht teilen, die viele für Nemesis 3 haben.

    Haben es nochmal gespielt. Da war es etwas schwerer aber auch nicht so der brüller.
    Ja man hat jetzt mehr Alien Kämpfe und die fühlen sich auch nicht mehr so unfair und übermächtig zu unsern Nachteil an. Aber da lag der Reiz. Man wollte nicht das die Aliens auftauchen, man wusste das es schlimm wird. Und wenn dann durch die Bewegung noch mehr kamen oder durch die Bewegung doch noch ein Kampf ausgelöst wurde, rutschte einem der Arsch auf Grundeis.

    Man war nie sicher. Bei Nemesis 3, einfach Durchballern.

    auch Nemesis 2, das ungeliebte Sandwich Kind, ist super, es ist fordernder, man muss mehr bedenken. Ich finde 1 und 2 teilen sich den ersten Platz, hängt halt von der Gruppe ab wie hoch der Anspruch sein darf.

    Nemesis 3 finde ich am zugänglichsten, einfachsten und am wenigsten unfair.
    Wäre aber das erste das meine Sammlung verlassen würde.

    Und das kommende Legacy reizt mich auch nur so semi….

  • ich habe ziemlich viel Retaliation auf BGA in der beta gespielt. nachdem ersten Flash ist da nicht viel geblieben. selbst wenn du ganz genau weisst, was der Verräter vorhat, hast du kaum Möglichkeiten, das zu torpedieren. ich fand es ein grosses Strohfeuer, am Anfang irre, sobald man den Dreh raushat überwiegen negative Spielelemente, man braucht sich gar nicht Mühe geben so zu tun als wäre man ein Team. ich kenne die anderen beiden nicht, was man so liest würde ich das Original behalten.

    Einmal editiert, zuletzt von roman777 (25. September 2026 um 16:01)

  • ich habe ziemlich viel Retaliation auf BGA in der beta gespielt. nachdem ersten Flash ist da nicht viel geblieben. selbst wenn du ganz genau weisst, was der Verräter vorhat, hast du kaum Möglichkeiten, das zu torpedieren. ich fand es ein grosses Strohfeuer, am Anfang irre, sobald man den Dreh raushat überwiegen negative Spielelemente, man braucht sich gar nicht Mühe geben so zu tun als wäre man ein Team. ich kenne die anderen beiden nicht, was man so liest würde ich das Original behalten.

    Grundsätzlich würde ich dir zustimmen, bezogen auf BGA. Direkt am Tisch mit finde ich Retalliation aber doch deutlich anders. Wenn man miteinander reden "muss", versuchen seine Gegenüber zu lesen und durch die Interaktion miteinander Spannung entstehen kann, finde ich bleibt Retalliation auch spannend. Online, ohne die ganzen genannten Punkte... joa, dann ist die Luft schnell raus. Finde es bei Blood onbthe Clocktower ähnlich. Online (und da willich keinem zu nahe treten) finde ich das Spiel bislang nur dröge. Habe da pures Fakten sammeln und wenig "Spaß" am Spiel erlebt. Die Erfahrung live finde ich viel viel spannender und anhaltender.

    Einmal editiert, zuletzt von ASt (26. September 2026 um 12:05)

  • ich habe ziemlich viel Retaliation auf BGA in der beta gespielt. nachdem ersten Flash ist da nicht viel geblieben. selbst wenn du ganz genau weisst, was der Verräter vorhat, hast du kaum Möglichkeiten, das zu torpedieren. ich fand es ein grosses Strohfeuer, am Anfang irre, sobald man den Dreh raushat überwiegen negative Spielelemente, man braucht sich gar nicht Mühe geben so zu tun als wäre man ein Team. ich kenne die anderen beiden nicht, was man so liest würde ich das Original behalten.

    Grundsätzlich würde ich dir zustimmen, bezogen auf BGA. Direkt am Tisch mit finde ich Retalliation aber doch deutlich anders. Wenn man miteinander reden "muss", versuchen seine Gegenüber zu lesen und durch die Interaktion miteinander Spannung entstehen kann, finde ich bleibt Retalliation auch spannend. Online, ohne die ganzen genannten Punkte... joa, dann ist die Luft schnell raus. Finde es bei Blood onbthe Clocktower ähnlich. Online (und da willich keinem zu nahe treten) finde ich das Spiel bislang nur dröge. Habe da pures Fakten sammeln und wenig "Spaß" am Spiel erlebt. Die Erfahrung live finde ich viel viel spannender und anhaltender.

    du hast sicher komplett recht, richtige Mitspielern natürlich viel geiler (andererseits könnte ich mir fast nicht vorstellen die ganze Kleinteiligkeit, welcher Korridor was macht IRL überhaupt zu kapieren, das fluppt auf BGA natürlich). ich fand halt, dass es leider überhaupt nicht wichtig war deinen Mitspieler zu lesen. Als Verräter konntest du einfach am Ausgang rummümmeln und auf Fehler deiner Mitspieler warten, die ja nunmal nach C mussten. Jeder weiss dass du der Verräter bist, aber es ist vollkommen irrelevant, sowohl für Dich als für die anderen. Im Gegenteil, am Anfang so zu tun, als gehörst Du zur Gruppe und der Gruppe damit sogar zu helfen, ist vollkommen kontraproduktiv für den Verräter.

    Es gab auch zu wenig Interaktionsmöglichkeiten, ausser Du bist der Commander, was auch extrem NPE sein kann wenn Dich einer die ganze Zeit triezt. Ich hätte mir zB sowas gewünscht, dass Du die Flugabwehr wieder einschalten kannst, NACHDEM der Verräter ins Raumschiff steigt oä.

    Mag sein, dass der soziale Druck am Tisch grösser ist, auf BGA machst Du einfach, was dem Mechanismus entspricht. Dieses "krass, hätte ich nicht gedacht dass Du der Traitor warst", kommt eigentlich gar nicht vor - und davon sollte das Spiel doch eigentlich leben, oder? Und mit den 10 Leuten, mit denen wir uns regelmässige Sessions erarbeitet haben, haben wir eigentlich ziemlich viel gechattet. Da kam schnell so bisschen Community Feeling auf in der Beta.

    5 Mal editiert, zuletzt von roman777 (27. September 2026 um 00:20)

  • Ich habe Nemesis und Nemesis Lockdown als Allin und dies vor allem wegen der Kompatibilität untereinander. Wenn ich mich auf eins festlegen würde, wäre das Nemesis. Die anderen Teile weichen für mich persönlich den Fokus auf die entscheidenden Aspekte des Spielergebnis zu sehr auf und Nemesis ist halt das Ganze in purer Reinkultur. Nemesis Lockdown existiert bei mir mehr oder weniger "nur" als große Erweiterung des ursprünglichen Nemesis. :wech:

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