Against the Storm: The Board Game / Mindclash Games (2027)

  • Mindclash hauen ihren nächsten Heavy Euro (diesmal kooperativ) raus, eine Videospiel-Adaption.

    "Build together, specialize apart, and weather the Storm - Against the Storm: The Board Game is a cooperative, asymmetric city-building game based on the acclaimed roguelite strategy video game by Eremite Games."

    Genug Zeit zur Vorfreude - die Kampagne startet im Mai 2027.

    Against the Storm: The Board Game by Mindclash Games - Gamefound
    Build together, specialize apart, and weather the Storm - Against the Storm: The Board Game is a cooperative, asymmetric city-building game based on the…
    gamefound.com
  • Das Videospiel Against the Storm kann ich sehr empfehlen. Für mich ist es das mit Abstand beste Videospiel der letzten Jahre, wenn einem mal die Mitspieler für analoge Spiele fehlen und man (wie ich) nicht so wirklich der Solo-Brettspieler ist. Endlich mal ein Video-Strategiespiel mit bedeutsamen Spielentscheidung in vernünftiger Spielzeit. Die meisten Strategiespiele im Videobereich, gerade aus der 4X-Ecke, ziehen sich für meinen Geschmack wie Kaugummi und bieten dabei kaum echte Spielentscheidungen, weil sich die hunderte Gebäuden/Einheiten/Sonstwas, die man haben kann, nur durch ein paar Prozent Bonus hier oder dort unterscheiden. Viel zu wenig Streamlining auf den spielerischen Kern und am Ende fühlt sich jedes Spiel dann quasi gleich an. Against the Storm ist da eine willkommene Ausnahme.

    An einer Brettspielumsetzung habe ich trotzdem erstmal wenig Interesse. Jedes Medium hat eigene Designziele und deshalb stehe ich solchen Umsetzungen grundsätzlich eher skeptisch gegenüber. Aber vielleicht ist meine begeisterte Videospiel-Empfehlung ja für den einen oder andere Leser hier interessant. Das Videospiel könnte IMHO auch anderen Spielern aus der Brettspiel-Ecke gut gefallen.

    Einmal editiert, zuletzt von MetalPirate (23. September 2026 um 15:17)

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  • Ich hab’s mir gestern mal auf Steam gegönnt und das Tutorial gespielt. Provokante Frage: Ist das nicht einfach nur ein hübscheres „Fantasy-Anno“?

    Als Brettspiel würde mir sowas noch fehlen. Aber auf Videospiel neben Anno?!

  • Ich hab’s mir gestern mal auf Steam gegönnt und das Tutorial gespielt. Provokante Frage: Ist das nicht einfach nur ein hübscheres „Fantasy-Anno“?

    Als Brettspiel würde mir sowas noch fehlen. Aber auf Videospiel neben Anno?!

    Die zur Verfügung stehenden Gebäude und Ressourcen variieren in jedem Versuch und fordern von Beginn des Durchlaufs Problemlösungen und Abwägungen, wie ich es in Anno noch nie gefühlt habe.

    Außerdem ist in den Durchläufen ordentlich Zug, was eine mir höchstwillkommene harte Verkürzung der Spielzeit bedeutet.

  • Ich hab die meisten Mindclashspiele bisher gespielt.
    Die Spielgefühl selbst finde ich immer ganz gut, aber nicht im Verhältnis zum Aufwand es auf den Tisch zu kriegen. Letztlich greife ich dann bei Lust auf Expertenspiele immer zu anderen mit weniger Auffrisch- und Aufbau-Aufwand und die Mindclashs versauern im Schrank.
    Gründe sind die überbordenden Symboliken und endlosen Anleitungen die immer das Gefühl entstehen lassen, dass man mit viel weniger (Symbolen, Material, Seiten Anleitung, Schnörkeln) eigentlich dasselbe Spielgefühl erreicht hätte. Die Spiele werden dann meist 1-2x gespielt und dann meist ein Bogen darum gemacht, weil man nicht wieder eine Stunde mit Auffrischen verbringen möchte, sondern in der Zeit lieber spielen möchte.
    Für mich ist mittlerweile deshalb Mindclash = Pass und alle Mindclashs sind ausgezogen oder auf der Auszugsliste.

    Einmal editiert, zuletzt von kyrilin (24. September 2026 um 20:14)

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  • Ist das nicht einfach nur ein hübscheres „Fantasy-Anno“?

    Du hast gemerkt, dass das ein rougelike ist? ;) Ich glaube das einzige was beide Spiele gemeinsam haben ist das Platzieren der Gebäude. Die stehen ja in jedem Run nur wenige Gebäude zur Verfügung und das Ziel ist ja auch völlig anders. Du baust ja keine mehrstufigen Produktionen oder ähnliches auf... Anno ist Aufbaustrategie, AtS eher RTS mit zufälligen Gebäuden.

  • Ich hab die meisten Mindclashspiele bisher gespielt.
    Die Spielgefühl selbst finde ich immer ganz gut, aber nicht im Verhältnis zum Aufwand es auf den Tisch zu kriegen. Letztlich greife ich dann bei Lust auf Expertenspiele immer zu anderen mit weniger Auffrisch- und Aufbau-Aufwand und die Mindclashs versauern im Schrank.
    Gründe sind die überbordenden Symboliken und endlosen Anleitungen die immer das Gefühl entstehen lassen, dass man mit viel weniger (Symbolen, Material, Seiten Anleitung, Schnörkeln) eigentlich dasselbe Spielgefühl erreicht hätte. Die Spiele werden dann meist 1-2x gespielt und dann meist ein. Bogen darum gemacht, weil man nicht wieder eine Stunde mit Auffrischen verbringen möchte, sondern in der Zeit lieber spielen möchte.
    Für mich ist mittlerweile deshalb Mindclash = Pass und alle Mindclashs sind ausgezogen oder auf der Auszugsliste.

    Ist wahrscheinlich persönliche Vorliebe, bei mir ist es so das ich eben grad die Mindclash Spiele auch nach Jahren aus dem Schrank holen kann und die Regeln wenn überhaupt minimal auffrischen muss (wie viele Handkarten zum Start? etc.).

    Trickerion und Anachrony kann man mich um 3 Uhr Nachts wecken nachdem ich sie nen Jahr nicht gespielt hab und ich erklär sie noch inclusive 90% der Symbole. (Bei Trickerion muss ich die Prophezeiungen auch immer nachgucken)

    Einmal editiert, zuletzt von IamSalvation (24. September 2026 um 11:27)

  • Also das Videospiel mag ich sehr, dass hat einen schönen Flow aber ich habe Zweifel an der Brettspielumsetzung. Das Spiel hat so viele tolle Mechanismen und die werden nicht Alle ins Brettspiel passen.

    Alle Mechanismen werden sicher nicht umsetzbar sein, aber die wesentlichen Merkmale passen IMHO super für eine Transformation zu einem kooperativen Brettspiel. Wenn ich ein Videospiel zum Brettspiel umsetzen müsste, dann viel lieber Against the Storm als vieles andere, was es so gibt.

    Spielziel im Videospiel ist es, eine Siegpunktleiste ("reputation") auf Anschlag zu bringen, bevor eine Timer-Leiste ("impatience") auf Maximum kommt. Letztere geht automatisch kontinuierlich hoch (im Brettspiel: an jedem Rundenende) und außerdem durch Sondereffekte rauf oder runter. Lässt sich 1:1 umsetzen.

    Im Videospiel muss man das Ziel durch Kombination der unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Ansprüche von drei aus bis zu sieben Rassen (fünf ohne DLCs) erreichen und das wird dann kooperativ umgesetzt, indem jeder Spieler eine der Rassen spielt. (Ja, da muss man sich dann ein paar Gedanken zum Solo- und 2er-Spiel machen, aber das halte ich für lösbar.) Und die ganzen unterschiedlichen Effekte, Ereignisse & Co, die jede Siedlung im Videospiel einzigartig machen, lassen sich wunderbar mit Karten umsetzen.


    Ist das nicht einfach nur ein hübscheres „Fantasy-Anno“?

    Ich bin kein Anno-Experte, aber Against the Storm (AtS) hat einen starken Dark-Fantasy-Aspekt, den Anno so sicher nicht hat. AtS besteht aus Spieljahren mit drei Jahreszeiten, und die dritte Jahreszeit ist immer die, wo man kämpfen muss, dass nicht alles zusammenbricht. Da haut das Spiel mit bösen Strafen auf einen ein und man muss kämpfen, dass die eigenen Leute nicht abhauen oder sterben. Und das wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Außerdem ist AtS rogue-lite, sprich: kein Speichern außer beim Beenden. Alle Entscheidungen sind final. Passt für mich auch super für eine (mehr oder weniger im Heavy-Euro-Lager angesiedelte) Brettspiel-Adaption, denn da kann man auch nicht zu seinen Mitspielern sagen: "Ich habe mich gerade verzockt, lasst uns den Spielstand von zu Beginn der dritten Runde laden."

    Außerdem ist die Besonderheit von AtS die Abwechslung bei den Siedlungen. Man hat immer nur einen Bruchteil der Gebäude zur Verfügung, aber es gibt immer mehrere Wege, irgendwas zu erreichen. Dazu gibt es generelle Boni und Mali, die unterschiedliche Wege interessanter oder uninteressanter machen. Das macht jede einzelne Spielentscheidung spannend und absolut jedes Spiel (jede Siedlung) läuft anders.

  • Gefunden in den GameFound-Comments, von Mindclash selbst:

    Zitat

    As a rough point of reference, we’d currently put it somewhere around Anachrony territory, and below Voidfall in terms of overall complexity. 😊 The 4/5 is still an early estimate though, as the game is very much in development, so take it more as an indication of where we’re aiming rather than a final rating!

    Gut so. Voidfall-Kategorie wäre mir zu viel des Guten. Die "180 min" bei der Spieldauer finde ich trotzdem schon grenzwertig viel.

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