Braucht es einen deutschen Expertenspielpreis?

  • Ich hab mit der Suchfunktion kein passendes Thema gefunden. Daher hab ich mal ein Neues erstellt. Ausgelagert aus "Abstimmung deutscher Spielepreis"

    Panda23
    2. September 2026 um 09:36
    Zitat von Panda23

    Die Mehrheit entscheidet halt. In Deutschland gibt es leider keinen reinen Expertenpreis. Aber solche Preise gibt es ja in anderen Ländern oder auch bei BGG.

    Zitat von Dark_Mirror

    nd gerade dass die bereits bestehenden Expertenpreisen kaum jemanden interessieren zeigt doch, dass es meiner Meinung nach keinen deutschen Expertenpreis braucht.

    Expertenspieler informieren sich viel selbst und brauchen daher weniger Orientierung eines Juri-Preises.


    Ich finde den DSP mit seinen Nominierungs - und Abstimmungsregeln gut.

    Zitat von Panda23

    Die Begründung kann ich vom Spiel des Jahres Jury verstehen, weil die halt einen gewissen Auftrag haben. Bzw sich gesetzt haben. Aber mit der Begründung braucht man auch keine Oscars verleihen. Die Anspruchsvollen Filme finden Filmfans auch selbst wenn sie sich informieren. Es geht ja auch darum die Autoren zu ehren für gute Expertenspiele. Und natürlich kaufen dann trotzdem manche Leute den Sieger eines solchen Preises und werden durch die Auszeichnung überzeugt dem Spiel eine Chance zugeben.

    Also ich schaue immer was bei den BGG Awards so gewinnt. Das interessiert in DE vielleicht keinen, aber international vielleicht schon. Und auch beim As d'Or schaue ich welches Spiel den Expertenpreis gewonnen hat. Wäre das hier ein französisches Forum würden wir bestimmt auch hier Posts zu As d'Or finden.


    Ich finde das Beispiel mit den Oscars unterstützt eher die "kein Expertenpreis"-Postion. Immerhin entsprechen die Oscars eher der Spiel/Kennerspiel-Verleihung. Sie sollten das Medium Film für die Allgemeinheit fördern. Daher werden vor allem Filme für den Massenmarkt ausgezeichnet. Es gibt bestimmt irgendwelche nieschigen "Expertenfilm"-Verleihungen, von denen kaum jemand von uns je gehört hat.

    BGG Awards sind schon nett. Aber im Verhältnis zur Spielerzahl insgesamt haben nur wenige einen BGG Account und selbst von denen beachten nur ein (kleiner) Teil die BGG Awards. Du bist also in der Niesche der Niesche.

    Und Unknowns (oder ein französischens Äquivalent) ist auch eine Niesche. Dann würden hier halt 30 Leute über den As d'Or Expertenspielpreis diskutieren, fantastisch.

    Die Preisträger des Expertenpreieses von As d'Or haben das meines Wissens nach nichtmal auf der Box stehen.

    Auch wenn ich super gerne Expertenspiele spiele, teile ich daher die Einschätzung vom Spiel des Jahres e.V.

    Einen extra Expertenspielpreis braucht es nicht, da die Zielgruppe zu klein und überwiegend auch zu uninteressiert ist.

    Arche Nova z.B. hat ca. 10 Auszeuchnungen gewonnen? Ich glaube Mathias braucht jetzt nicht noch einen extra deutschen Expertenpreis um seine Arbeit zu würdigen.

  • Ich hab mit der Suchfunktion kein passendes Thema gefunden.

    Bitte sehr:

    Bateyes
    1. August 2020 um 15:56


    Ansonsten findest du diese Diskusion so ziemlich jedes Jahr im jeweiligen SdJ-Thread.

    Einmal editiert, zuletzt von Matze (2. September 2026 um 10:51)

  • Ich finde das Beispiel mit den Oscars unterstützt eher die "kein Expertenpreis"-Postion. Immerhin entsprechen die Oscars eher der Spiel/Kennerspiel-Verleihung. Sie sollten das Medium Film für die Allgemeinheit fördern. Daher werden vor allem Filme für den Massenmarkt ausgezeichnet. Es gibt bestimmt irgendwelche nieschigen "Expertenfilm"-Verleihungen, von denen kaum jemand von uns je gehört hat.

    Daniel Day-Lewis mit 3 Oscars für seine Schauspielerische Leistung bekam die nicht weil seine Performance gut für den Massenmarkt war. Man kann über die Oscars und deren Präferenzen viel sagen. Aber es ist schon dass Ziel die Besten der Besten aus Sicht der Jury auszuzeichnen. Und nicht das auszuzeichnen, was am ehsten dem Massenmarkt entspricht (Ausnahmen gibt es immer). Preisverleihungen für den Massenmarkt wäre eher so etwas wie der MTV Movie Award. Da kann man auch mal Spider Man No Way Home oder Scream VI nominiert werden.

    Ich wollte mit dem Oscarvergleich keine Diskussion über die Oscarverleihung anstoßen, sondern nur daran erinnern, dass es solche Expertenpreise in ganz vielen anderen Medien gibt (Film, Musik, Bücher, Videospiele ect.) die keine oder wenig Rücksicht auf den Massenmarkt nehmen und die keinen Auftrag haben, ihr Medium bei Leuten zu verbreiten, die das Medium nicht nutzen. Das der Verein Spiel des Jahres so einen Auftrag hat, ist schon etwas besonderes.

    4 Mal editiert, zuletzt von Panda23 (2. September 2026 um 10:58)

  • Ich finde das Beispiel mit den Oscars unterstützt eher die "kein Expertenpreis"-Postion. Immerhin entsprechen die Oscars eher der Spiel/Kennerspiel-Verleihung. Sie sollten das Medium Film für die Allgemeinheit fördern. Daher werden vor allem Filme für den Massenmarkt ausgezeichnet. Es gibt bestimmt irgendwelche nieschigen "Expertenfilm"-Verleihungen, von denen kaum jemand von uns je gehört hat.

    Daniel Day-Lewis mit 3 Oscars für seine Schauspielerische Leistung bekam die nicht weil seine Performance gut für den Massenmarkt war. Man kann über die Oscars und deren Präferenzen viel sagen. Aber es ist schon dass Ziel die Besten der Besten aus Sicht der Jury auszuzeichnen. Und nicht das auszuzeichnen, was am ehsten dem Massenmarkt entspricht (Ausnahmen gibt es immer). Preisverleihungen für den Massenmarkt wäre eher so etwas wie der MTV Movie Award. Da kann man auch mal Spider Man No Way Home oder Scream VI nominiert werden.

    Wobei es schon sehr oft Schwachsinn ist, was bei den Oscars verliehen wird oder dann halt nachträglich verliehen wird, weil man merkt: ups haben wir verpasst, verleihen wir halt jetzt nachträglich, auch wenn es eigentlich keinen Sinn ergibt.

    Scorsese für Departed und DiCaprio für Revenant ist doch beides an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Beide hätten zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Oscars haben müssen. Und wieso DiCaprio für eine der besten Leistungen die ich je gesehen habe (Once upon a time in Hollywood) keinen bekommen hat, werde ich nie verstehen.

    Sorry für den Exkurs, das musste mal raus :D

    Expertenspielpreis fänd ich cool. Let's go!

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  • Ein Preis für Expertenspiele hätte für mich etwas von "Inzucht". Wer soll den vergeben, wer sich dafür interessieren?

    Ich persönlich kann Expertenspiele spielen, mag sie aber nicht sonderlich. Sie sind für mich eher mathematische Puzzle, um es sehr freundlich auszudrücken (ich mag Mathe), eher Arbeit als Spiel. Wer sich für solche Spiele interessiert, wird ohnehin wissen, was aus seiner Sicht gut ist und was nicht. Wozu braucht der einen speziellen Preis für Expertenspiele?

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen

    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

    Einmal editiert, zuletzt von Ernst Juergen Ridder (2. September 2026 um 11:18)

  • Auch wenn ich einen Experten-Spielepreis schön finden würde, verstehe ich warum es ihn nicht gibt:

    Ein ordentlicher Anteil der Zielgruppe für Expertenspiele betreiben das Hobby einfach "intensiver". Was damit einhergeht, ist natürlich die Recherche in Form von BGG Liste, YT Videos et. und natürlich regelmäßigem Spielen. Das führt dann einfach dazu, dass viele schon informiert sind und auch wissen, was sie individuell mögen und was nicht.

    Dadurch wäre der Mehrwehrt für die Zielgruppe natürlich für viele eher überschaubar.

    Der Spielepreis ist einfach für den "Mainstream" um sich im Laden oder Online vor einem Fehlkauf zu schützen

  • In größerem Rahmen eine Ehrung des "besten" Expertenspiels zu zelebrieren, so dass es die "große Öffentlichkeit" mitbekommt, empfinde ich als vollkommen unnötig. Solche Spiele müssten, um geehrt zu werden, schon erschienen sein, und dann haben sie zu sehr großem Teil die Nische der Expertenspieleafficionados schon erreicht (die sie besitzen, oder zumindest darüber informiert sind). Als marktweisend oder zielgruppenorientierend sehe ich den Preis nicht.
    Der Rest ist Beweihräucherung. Und, wie immer bei solchen Preisen, eine sehr subjektive ebensolche. Insbesondere, da sich Spieleautoren und Verlage unter normalen Umständen nicht "im Rahmen des Bereiches Spiel " in irgend einer Form "verdient gemacht" haben.

    Aber ich finde im selben Rahmen Ehrung der Besten in beliebigen Bereichen ziemlich unnötig.

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    Bitte sehr:

    Bateyes
    1. August 2020 um 15:56

    Ansonsten findest du diese Diskusion so ziemlich jedes Jahr im jeweiligen SdJ-Thread.

    Wie damals bin ich immer noch der Meinung, dass ein solcher Preis sinnvoll und schön wäre.

    Unter anderem nützlich für solche, die Kennerspiele mögen und einen Einblick ins Expertenlevel suchen. Klar kann man argumentieren, dass die dann irgendwas auf BGG oder ähnliches suchen können, aber so ein Preis würde die Schwelle mit einem guten Spiel reinzuschnuppern senken. Um mit einem guten Spiel entscheiden zu können, ob man das Spiel-Level mag oder nicht.

    Schön fände ich es auch deswegen, weil ich persönlich so Rankings mag und ich keinen Grund dafür sehe, gewisse Spielen jegliche Möglichkeit einer Preisvergabe von Anfang an auszuschließen, weil manche keine Lust auf einen Nerd-/Nischen-/Experten-Preis haben.

    Aber schaut euch auch den Link von vor 6 Jahren an, da wurde damals viel hin und her diskutiert, und auch die Kontra-Argumente sind gut begründet und nachvollziehbar, auch wenn für mich persönlich die Pro-Argumente überwiegen. :)

    2 Mal editiert, zuletzt von Bateyes (2. September 2026 um 12:27)

  • Ich finde schon die Fragestellung im Threadtitel sehr unklar: "Braucht es einen deutschen Expertenspielpreis?" Wer oder was ist "es"? Die Branche? Die Verlage? Spieler*innen? Journalist*innen und Influencer*innen etc.? Wer ist hier gemeint?

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

  • Spannend auch wie der ermittelt werden würde. Wenns da ne Jury geben sollte dann viel Spaß beim Testen der zig Expertentitel. Aber bitte beim Testen auch in allen Spieleranzahlen und in ausreichender Anzahl an Partien. Viel Spaß und viel Zeit.

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  • Spannend auch wie der ermittelt werden würde. Wenns da ne Jury geben sollte dann viel Spaß beim Testen der zig Expertentitel. Aber bitte beim Testen auch in allen Spieleranzahlen und in ausreichender Anzahl an Partien. Viel Spaß und viel Zeit.

    Der Titel wird dann, wie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft oder Olympia, nur alle 4 Jahre verliehen. 😉

  • Spannend auch wie der ermittelt werden würde. Wenns da ne Jury geben sollte dann viel Spaß beim Testen der zig Expertentitel. Aber bitte beim Testen auch in allen Spieleranzahlen und in ausreichender Anzahl an Partien. Viel Spaß und viel Zeit.

    Daran würde es kaum scheitern, da gibt es viele Möglichkeiten, dass nicht jeder alle Spiele spielen muss. Z.B. könnten die Spiele auf Gruppen von beispielsweise jeweils 5 Testern aufgeteilt werden, welche dann entscheiden, welche von deren Spiele es wert werden, und nur diese Auswahl an Spielen wird dann final von allen intensiv gespielt.

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  • Die Behauptung mit den Oscars, ist ja mal wild ! Jedes Jahr werden bei den Oscars Filme ausgezeichnet die “kaum jemand” schaut und mainstream blockbuster wie die Marvel Filme gehen leer aus. Ich denke Experten Spiele sollten selbstverständlich ausgezeichnet werden, eine Auszeichnung dient doch nicht nur als ein Mittel um den Verkauf anzukurbeln oder Spiele der Masse zugänglicher machen (Spiel des Jahres).

    Ein Preis, sollte den Autoren, den Verlag und alle Beteiligten honorieren, die ein herausragendes Spiel auf die Beine gestellt haben. Wieso müssen Verlage und Autoren die Experten Spiele produzieren auf eine Anerkennung oder auf das Scheinwerferlicht verzichten?

  • Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Film/Serien-Bereich der einzige ist, bei dem das zuverlässig auch so funktioniert. Bei allen anderen Unterhaltungsmedien gibt es bei weitem nicht die groß-angesehenen Auszeichungen. Bei Musik gibt es eigentlich nur die Grammys, und die beschränken sich sehr stark auf den amerikanischen Raum. Die Game Awrds bei den Videospielen interessieren keine Sau, irgendwelche Buchpreise gehen auch meist unter. Sowas wie die Oscars, also "den Einen" großen Preis, gibt es eigentlich in diesem Ausmaß in keiner anderen Unterhaltungsbranche

  • Die Behauptung mit den Oscars, ist ja mal wild ! Jedes Jahr werden bei den Oscars Filme ausgezeichnet die “kaum jemand” schaut und mainstream blockbuster wie die Marvel Filme gehen leer aus. Ich denke Experten Spiele sollten selbstverständlich ausgezeichnet werden, eine Auszeichnung dient doch nicht nur als ein Mittel um den Verkauf anzukurbeln oder Spiele der Masse zugänglicher machen (Spiel des Jahres).

    Ein Preis, sollte den Autoren, den Verlag und alle Beteiligten honorieren, die ein herausragendes Spiel auf die Beine gestellt haben. Wieso müssen Verlage und Autoren die Experten Spiele produzieren auf eine Anerkennung oder auf das Scheinwerferlicht verzichten?

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Film/Serien-Bereich der einzige ist, bei dem das zuverlässig auch so funktioniert. Bei allen anderen Unterhaltungsmedien gibt es bei weitem nicht die groß-angesehenen Auszeichungen. Bei Musik gibt es eigentlich nur die Grammys, und die beschränken sich sehr stark auf den amerikanischen Raum. Die Game Awrds bei den Videospielen interessieren keine Sau, irgendwelche Buchpreise gehen auch meist unter. Sowas wie die Oscars, also "den Einen" großen Preis, gibt es eigentlich in diesem Ausmaß in keiner anderen Unterhaltungsbranche

    Nobelpreis für Literatur? Pulitzer ?

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  • Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Film/Serien-Bereich der einzige ist, bei dem das zuverlässig auch so funktioniert. Bei allen anderen Unterhaltungsmedien gibt es bei weitem nicht die groß-angesehenen Auszeichungen. Bei Musik gibt es eigentlich nur die Grammys, und die beschränken sich sehr stark auf den amerikanischen Raum. Die Game Awrds bei den Videospielen interessieren keine Sau, irgendwelche Buchpreise gehen auch meist unter. Sowas wie die Oscars, also "den Einen" großen Preis, gibt es eigentlich in diesem Ausmaß in keiner anderen Unterhaltungsbranche

    Nobelpreis für Literatur? Pulitzer ?

    Das sind doch irgendwie keine passenden Beispiele. Der Nobelpreis zeichnet vieles aus, aber ganz sicher nicht "das Beste" buch eines Jahrgangs. Und der Pulitzer Preis hat damit genauso wenig was zu tun, zumal er auch wieder sehr "amerika-zentiert" ist. Da geht es mehr um "Dienst an der Öffentlichkeit" als um irgendwas anderes

  • Nobelpreis für Literatur? Pulitzer ?

    Das sind doch irgendwie keine passenden Beispiele. Der Nobelpreis zeichnet vieles aus, aber ganz sicher nicht "das Beste" buch eines Jahrgangs. Und der Pulitzer Preis hat damit genauso wenig was zu tun, zumal er auch wieder sehr "amerika-zentiert" ist. Da geht es mehr um "Dienst an der Öffentlichkeit" als um irgendwas anderes

    Ok

  • Ich halte sämtliche Preise. Also alle. Für nutzlos.

    Echt?

    Ich denke schon, dass so ein Roter Pöppel mit "SPIEL DES JAHRES" auf der Schachtel einige Nichtspieler mal dazu bewegen könnte ein Spiel zu kaufen und dann auch mal zu spielen.

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  • Ich denke schon, dass so ein Roter Pöppel mit "SPIEL DES JAHRES" auf der Schachtel einige Nichtspieler mal dazu bewegen könnte ein Spiel zu kaufen und dann auch mal zu spielen.

    Was aber auch dazu führen kann, das andere „gleichwertige“ Titel übersehen werden. Ich finde diese Auszeichnungen auch überflüssig, sorgt vermutlich nur für mehr Umsatz des Titels in entsprechenden Läden, frei nach dem Motto “nehmen sie das hier, wurde ja schließlich ausgezeichnet“. Ob das jetzt für den Kunden das richtige wäre, sei mal dahingestellt.

    „Nichtspieler“ sind übrigens Leute die eben genau das nicht tun, spielen, auch keine „Pöppelspiele“…:saint:

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

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  • Zitat

    Braucht es einen deutschen Expertenspielpreis?

    Nö, man "braucht" eigentlich überhaupt keinen Preis. Egal für was. Einen entsprechenden für die jeweilige Kategorie zu haben ist im Grunde jedoch ganz nett; und je größer die potentielle Zielgruppe ist, desto eher ist man gewillt Zeit und Energie in die Ausgelobung eines solchen Preises zu stecken.

    Wer sich also im Expertenbereich aufgrund einer fehlenden Preisverleihung nicht vertreten sieht kann doch einfach selber einen Verein gründen, der eine entsprechende Auszeichnung verleiht. Eine Anforderung an die Jury des SdJ o.ä. zur Verleihung eines "ExpSdJ" empfinde ich jedoch aufgrund des dahinter stehenden Aufwands als fehl am Platz.

  • ... irgendwelche Buchpreise gehen auch meist unter. ...

    Ok, das liegt dann aber an Dir. Deutscher Buchpreis, Booker Prize und Prix Goncourt gehen sicher nicht unter, wenn man sich halb dafür interessiert und werden auch zur Werbung für die Bücher eingesetzt. Das sind für den jeweiligen Sprachraum schon Leitpreise, die unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Film und Belletristik (gerade in Bezug auf die Dominanz US-amerikanischer Filmproduktion) den Relevanz-Vergleich mit den Oscars nicht scheuen müssen.

    Expertenpreise für Spiele gibt es schon, As d'Or genügt mir da.

  • ... irgendwelche Buchpreise gehen auch meist unter. ...

    Ok, das liegt dann aber an Dir. Deutscher Buchpreis, Booker Prize und Prix Goncourt gehen sicher nicht unter, wenn man sich halb dafür interessiert und werden auch zur Werbung für die Bücher eingesetzt. Das sind für den jeweiligen Sprachraum schon Leitpreise, die unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Film und Belletristik (gerade in Bezug auf die Dominanz US-amerikanischer Filmproduktion) den Relevanz-Vergleich mit den Oscars nicht scheuen müssen.

    Expertenpreise für Spiele gibt es schon, As d'Or genügt mir da.

    Ich denke nicht das das an mir liegt, nein. Ich lese sehr viel und kenne kaum irgendwelche Buchpreisträger. Etwas was mit der Strahlkraft der Oscars vergleichbar wäre, gibt es da nicht. Selbst sowas analog zum "Spiel des Jahres" gibt es nicht. Es gibt nicht "den einen Buchpreis", wo Leute jetzt noch alte Preisträger kennen oder aus dem Stehgreif nennen können. Es geht ja nicht um Preise innerhalb eines sehr kleinen Expertenkreises, sondern um Preise die auch die Öffentlichkeit erreichen.

  • Ok, das liegt dann aber an Dir. Deutscher Buchpreis, Booker Prize und Prix Goncourt gehen sicher nicht unter, wenn man sich halb dafür interessiert und werden auch zur Werbung für die Bücher eingesetzt. Das sind für den jeweiligen Sprachraum schon Leitpreise, die unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Film und Belletristik (gerade in Bezug auf die Dominanz US-amerikanischer Filmproduktion) den Relevanz-Vergleich mit den Oscars nicht scheuen müssen.

    Expertenpreise für Spiele gibt es schon, As d'Or genügt mir da.

    Ich denke nicht das das an mir liegt, nein. Ich lese sehr viel und kenne kaum irgendwelche Buchpreisträger. Etwas was mit der Strahlkraft der Oscars vergleichbar wäre, gibt es da nicht. Selbst sowas analog zum "Spiel des Jahres" gibt es nicht. Es gibt nicht "den einen Buchpreis", wo Leute jetzt noch alte Preisträger kennen oder aus dem Stehgreif nennen können. Es geht ja nicht um Preise innerhalb eines sehr kleinen Expertenkreises, sondern um Preise die auch die Öffentlichkeit erreichen.

    Auch in Ordnung, dann liegt es an mir. Also auch weil mir gerade auffiel, dass ich kaum Oscarpreisträger der letzten Jahre kenne, mehr oder weniger seitdem ich Nachrichten a la carte bevorzuge und nicht die tägliche Heute-Tagesschau-Tagesthemen-Trias schaue (Lebensumstände und so).

  • Ich denke nicht das das an mir liegt, nein. Ich lese sehr viel und kenne kaum irgendwelche Buchpreisträger. Etwas was mit der Strahlkraft der Oscars vergleichbar wäre, gibt es da nicht. Selbst sowas analog zum "Spiel des Jahres" gibt es nicht. Es gibt nicht "den einen Buchpreis", wo Leute jetzt noch alte Preisträger kennen oder aus dem Stehgreif nennen können. Es geht ja nicht um Preise innerhalb eines sehr kleinen Expertenkreises, sondern um Preise die auch die Öffentlichkeit erreichen.

    Auch in Ordnung, dann liegt es an mir. Also auch weil mir gerade auffiel, dass ich kaum Oscarpreisträger der letzten Jahre kenne, mehr oder weniger seitdem ich Nachrichten a la carte bevorzuge und nicht die tägliche Heute-Tagesschau-Tagesthemen-Trias schaue (Lebensumstände und so).

    Ich denke eher "es liegt an gar keinem". Das jeder seine eigenen Interessen und Themenfelder hat, ist ja normal

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  • Daran würde es kaum scheitern, da gibt es viele Möglichkeiten, dass nicht jeder alle Spiele spielen muss. Z.B. könnten die Spiele auf Gruppen von beispielsweise jeweils 5 Testern aufgeteilt werden, welche dann entscheiden, welche von deren Spiele es wert werden, und nur diese Auswahl an Spielen wird dann final von allen intensiv gespielt.

    Ich weiß nicht, ob Du Dich an den Aufschrei erinnern kannst, als einige Jurymitglieder verlautbaren haben lassen, dass bestimmte Spiele nur 1x oder andere Spiele nicht von der kompletten Jury getestet werden. Zeter und Mordio!

    Das ist auch gerade bei Expertenspielen wahrscheinlich deutlich problematischer. Denn hier ist der Reiz des Spiels in der mannigfaltigen Mechanismen und teilweise speziellen Nischen vermutlich deutlich öfter nur nach einigen Partien feststellbar. Ich könnte hier den Aufschrei, erst recht, wenn man das im Konzept schon direkt so vorsieht, viel mehr verstehen, als beim SdJ und dem zwölften Uno-Klon und dessen Preiswürdigkeit.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

  • Thygra

    Es gibt übrigens schon einen deutschen Expertenspielpreis.

    https://unknowns.de/lexicon/entry/….1-Uumlbersicht

    Auch wenn Thygra den Post sicherlich mit "einem Zwinkern" abgesetzt hat; eigentlich hat er durchaus Recht.
    Und ich denke der "Unknowns-Preis" für Expertenspiele ließe sich durchaus aufwerten.

    Da gäbe es natürlich noch einiges zu klären (z.B. mit der Jury, was sind überhaupt Expertenspiele, keine Nominierungen in 2 Jahrgängen ...)
    Beim wählen bin ich weiterhin dabei; bei einer Umsetzung fehlt mir schlicht die Zeit.

  • Daran würde es kaum scheitern, da gibt es viele Möglichkeiten, dass nicht jeder alle Spiele spielen muss. Z.B. könnten die Spiele auf Gruppen von beispielsweise jeweils 5 Testern aufgeteilt werden, welche dann entscheiden, welche von deren Spiele es wert werden, und nur diese Auswahl an Spielen wird dann final von allen intensiv gespielt.

    Ich weiß nicht, ob Du Dich an den Aufschrei erinnern kannst, als einige Jurymitglieder verlautbaren haben lassen, dass bestimmte Spiele nur 1x oder andere Spiele nicht von der kompletten Jury getestet werden. Zeter und Mordio!

    Das ist auch gerade bei Expertenspielen wahrscheinlich deutlich problematischer. Denn hier ist der Reiz des Spiels in der mannigfaltigen Mechanismen und teilweise speziellen Nischen vermutlich deutlich öfter nur nach einigen Partien feststellbar. Ich könnte hier den Aufschrei, erst recht, wenn man das im Konzept schon direkt so vorsieht, viel mehr verstehen, als beim SdJ und dem zwölften Uno-Klon und dessen Preiswürdigkeit.

    100% agree, wer soll DAS leisten, ehrenamtlich wird das wohl nur schwer ab zu decken sein ... aber wenn doch so ein Preis käme wäre die Existenzberechtigung dieses Forums; vervielfacht, um Umstände der Experten Preis Verleihung zu beleuchten .... Grundsätzlich bin ich der Meinung, als "Alles-Spieler" würde mir der SdJ und der SdJ Kinderspiel reichen... 8-))

    Einmal editiert, zuletzt von blakktom (3. September 2026 um 18:18)

  • ließe sich durchaus aufwerten - bei einer Umsetzung fehlt mir schlicht die Zeit.

    Hallo,
    epens! :)
    Ein Grund, warum die Auszeichnung Spiel des Jahres gut funktioniert - dem Händler und Hersteller ist das ein wirtschaftlicher Vorteil. Es ergeben sich damit "unabhängige" Synergien. Wenn so eine Auszeichnung wie der "Pöppel" keine solche "Wertschätzung" erhält - wird es einfach recht mühselig und bald kurzatmig. Der von der Jury betrieben PR-Aufwand für den "Produktabsatz" muss gegenfinanziert werden - von alleine und für lau passiert da gar nichts - der Pöppel kommt nur gegen Lizenz-Entrichtung.
    Die Auszeichnung "Spiele des Jahres" wird vermutlich oft falsch verstanden. Es geht nie darum, dass das Lieblingsspiel geehrt wird. Das kann man vielleicht beim Deutschen Spielepreis beeinflussen. Aber soweit ich weiß, ist mit dieser Auszeichnung kein "wirtschaftlicher" Mehrwert für den Handel zu erzielen. Der Orga-Aufwand für die Auszeichnung wird von der Messe betrieben und finanziert. Es ist eher eine PR-Maßnahme für die Veranstaltung - weil diese Liste für uns so interessant ist. Und eine viel größere Reichweite will der DPS vermutlich auch gar nicht haben.

    Versuche für Hobbyauszeichnungen gab es schon viele und schon bald verschwinden sie wieder. Die Idee für den Du-Ali hatte ich schon vor 15 Jahren. Ich bat in meinem Umfeld um Unterstützung - da wurde aber wegen Desinteresse abgewunken - also habe ich es auch sein lassen. Aber auch diese große "Organisation" ringt um die Aufmerksamkeit - sie steht im keinem Verhältnis zum #SdJ. Die Verleihung ist tatsächlich am Abend eine News in der Tagesschau und selbst in meiner Heimatzeitung aufgeführt. Aber der Aufwand für dieses Gelingen steht für sich. Der Verein hat dafür 2 1/2 Angestellte.

    Liebe Grüße
    Nils (nur Lokalheld)

    7 Mal editiert, zuletzt von widow_s_cruse (4. September 2026 um 08:05)

  • Auch wenn Thygra den Post sicherlich mit "einem Zwinkern" abgesetzt hat (...)

    Nö, habe ich nicht. Du hast schließlich keinen Zwinkersmiley in meinem Post gesehen. :)

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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  • Ich fände einen Expertenspielpreis toll. Alleine schon als Auszeichnung für die jeweiligen Entwickler, auch wenn das am Ende für die Bubble wenig Auswirkung hat. Aber als Grafiker, Entwickler oder Publisher freut man sich doch über die Art der Wertschätzung? Jeder Mensch mag Bestätigung.

    Ich bezweifle aber, dass damit die Expertenspiele mehr Aufmerksamkeit erhalten würden.

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

  • Hallo,

    es gibt doch die übergreifende Händleraktion Hoher Spielwert. Vielleicht tät es Sinn machen, mit denen eine Kooperation wegen einer Expertenauszeichnung einzugehen. Hier die Community, dort der vorteilnehmende Absatzmarkt.

    Hatte die Spielbox nicht mal ein Konzept, wo die Tip-Teilnehmer je nach Vorhersage an einer zufälligen Verlosung berücksichtigt wurden?

    Liebe Grüße

    Nils (hatte mal mit einer Quizverlosung zu viel internationale Aufmerksamkeit. 🫣)

    4 Mal editiert, zuletzt von widow_s_cruse (4. September 2026 um 13:16)

  • es gibt doch die übergreifende Händleraktion Hoher Spielwert. Vielleicht tät es Sinn machen, mit denen eine Kooperation wegen einem Expertenauszeichnung einzugehen. Lukas

    Hier die Community, dort der vorteilnehmende Absatzmarkt.

    In meiner Wahrnehmung sind in der Aktion Hoher Spielwert äußerst selten Expertenspiele enthalten.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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