Detailliertes Feedback zu Minaturen

  • Hallo, auf den Vorschlag eines Users, habe ich dieses Thema für detailliertes Feedback zu bemalten Minaturen(fertige oder WIP). Ich werde es erstmal nutzen um meinen eigenen Fortschritt zu teilen, andere sind aber auch eingeladen hier zu teilen, damit andere User Tipps, Tricks und Feedback geben können.

    Mal sehen ob das was wird😄

  • superzed Erstmal würde ich dir raten, dir beim malen keinen Erfolgsdruck zu machen. Versuch nicht, dich an irgendwelchen YouTubern oder anderen zu orientieren, die das schon jahr(zehnte)lang machen. Solange du dich freust, ist alles in Ordnung, mit der Zeit wird man ganz automatisch besser.
    Und - alles ist besser als grau!

    Zu deiner Figur: auf den ersten Blick scheint es mir so, als würdest du die Farbe relativ dick auftragen. Das macht es dann schwieriger, Übergänge zwischen den Farben hinzubekommen. Ich meine das zB an den Bauchmuskeln zu sehen.
    Wie (mit Wasser oder Alternativen) und in welchem Umfang verdünnst du deine Farbe aktuell?

    Zu dem Thema (und eigentlich zu allem anderen rund ums Mini-bemalen auch) hier eine Video-Empfehlung von Vince Venturella:

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    Dann - welche Grundierung hast du genommen? Alles in schwarz? Oder "zenithal", dh erstmal alles schwarz, dann von schräg oben grau/weiß und ggf. noch mal weiß von oben?
    Diese Technik gibt einem schon mal eine gute Orientierung, wo Licht und Schatten hinfallen.

    Die Sprünge zwischen den Farben, gerade an der Hand oder Brust, sind relativ stark. Du gehst von einem dunkelgrün zu einem gelb-grün. Hier vielleicht mit eins, zwei Zwischenschichten arbeiten. Diese mischst du dir dann aus der dunkleren Grundfarbe und nach und nach mehr von dem hellen Farbton zusammen. Dauert dann eben ein wenig länger, hier nicht zu sehr versuchen zu perfektionieren.
    Der Trick ist auch hier, die Farben entsprechend zu verdünnen.

    Für die Übergänge zwischen den Farben empfehlen sich sog. Glazes, also stark verdünnte Farben, die du genau auf den Übergängen aufträgst.

    Schau mal hier in dem Video von Vince so ab 5:40, wie er die recht harschen Übergänge mit Glazes viel harmonischer wirken lässt - zufälligerweise wird auch da grüne Haut bemalt. ;)

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  • Super danke!

    Zu Punkt 1: Ich verdünne mit Wasser und/oder thinner medium, oft aber nicht super viel, hier werde ich versuchen etwas stärker zu verdünnen. Bei dieser Figur ist es auch ein Sonderfall, da ich eine bereits bemalte Figur "übermale", da ich teile der Farbe als Grundlage nehmen konnte, das klärt auch die Grundierung.

    Zu Punkt 2: die hände habe ich mich nicht richtig gemacht, das hätte ich dazu schreiben sollen, ich arbeite bereits mit glazes, habe aber irgendwie noch nicht das richtige Gewicht zwischen glazes und layering gefunden, meine layer sind wahrscheinlich noch zu unterschiedlich und erschweren mir das Glazing wenn ich dein Feedback so lese😅

    Ich schaue die Videos gleich mal an, danke dir😄

  • Hab vorhin wohl vergessen die Antwort auch abzusenden, daher leichte Überschneidungen zum Vorredner

    Hast Du mal versucht die Stellen, an denen Dir die Kanten zu hart erscheinen, mit einem sehr sehr dünnen Wash aus einem Mittelton (entweder dritte Zwischenfarbe oder ein Mix aus den beiden benutzten Farben) zu übermalen? Sehr dünn bedeutet dabei, dass Du während des Auftrags keine oder fast keine Farbe siehst, und es daher mehrfach machen musst. Dreimal ist bei den meisten Farben mein Minimum, hängt aber sehr von Farbe/Verdünnungsgrad ab. Dabei jedesmal richtig durchtrockenen lassen, sonst machst Du mit dem nächsten Pinselstrich kaputt, was Du davor aufgetragen hast. Und immer nur in eine Richtung malen, nicht übermalen, es muss hauchdünn aufgetragen werden, dann trockenen, dann nochmal drüber, mit jedem mal weniger Fläche abdecken.

    Zum Verdünnen bieten sich hier entsprechene Mittelchen wie Glazemedium an, denn wenn Du nur Wasser nimmst, dann könnte/wird Dir die Farbe aufbrechen. Das bezeichnet das Herauslösen der Farbpigmente aus den strukturgebenen Teilen ("Binder"), so dass die Farbe dann aufbricht, so dass an einigen Stellen viele Pigmente sind, während an anderen gar keine sind, die Farbe ungleichmässig und fleckig wird.

    Bei nur 2 Farben, hier Dein grün/gelb: Du kannst auch von gelb nach grün glazen, dabei den Bereich in dem das Gelb in das Grün reinreicht immer etwas kürzer werden lassen. Oder andersrum, dann mit grün von Grün nach Gelb, und die Bereiche, in denen Du ins Gelb malst, immer kürzer werden lassen.

    Bei dritter Farbe oder Mischton als Glaze kann man es auch in beide Richtungen auslaufen lassen.

    Je mehr Farbenabstufungen/Farbübergänge Du hast, desto weicher sieht es am Ende aus, wieviel Arbeit man sich mit solchen Details machen will, muss jeder selbst wissen. Manche Minis machen auch mehr Spass als andere, da ist drei Tage lang Glazen die reinste Freude, bei anderen will man das nicht einmal machen müssen.

    Wenn Du Lernzeit reinstecken willst: einfach mal eine glatte Fläche (Plastikkarton) hernehmen und ein paar Farbbalken als Trockenübungen malen: von gelb nach grün, von grün nach gelb, mit Mischfarbe, mit anderem Farbton, mit zusätzlichen Farbabstufungen wie 3 Farben oder 5 Farben oder gar 7; Wasser/Thinner/Glazemedium Anteile im Glaze ändern: ganz dünnes Glaze, noch viel dünneres Glaze, Glaze wirklich fast ohne Farbe drin; oder mal nen ganz anderer Farbton im Glaze, orange/rot/lila/blau; einfach alles was Dir ausprobierenswert erscheint. Dann siehst Du die Auswirkungen und Unterschiede und findest so auch das Rezept raus, was Dir persönlich am Besten gefällt.

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    wäre auch eine Empfehlung zu dem Thema Glaze (nicht durch den NMM Titel verwirren lassen, die erste Viertelstunde kannst wahrscheinlich skippen, ich fand das Video aber auch im Ganzen recht lehrreich, denn er erklärt auch Lichtrichtungen und so)

    Apropos Lichtrichtung: von wo kommt Dein Licht? Oben überhalb der Axt? Das suggeriert die Reflektion auf der Schulter. Dann sollte der Hautteil vom Arm noch viel mehr im Schatten sein; kommt die Sonne jedoch mehr von oben, das suggerieren Teile vom Lendenschurz, dann passen einige der anderen Reflektionen nicht. Achte mal drauf, von wo das Licht kommen müste, wenn Du dir nur den Kopf ansiehst, oder wenn Du nur die kleine Axt oder wenn Du nur die andere Waffe oder nur die Rückseite ansiehst. Eigentlich sollte bei jedem der gleiche Ursprug rauskommen, tut es aber nicht ganz. Bei den Reflektionen auf der Rückseite an den Beinen zum Beispiel würde ich annehmen, dass die Sonne eher mittig und sehr viel tiefer steht, als auf der Vorderseite zum Beispiel am Kopf. Leg beim nächsten Mal also genau einen Punkt fest, an dem die Sonne ist, und achte drauf, den nicht mehr zu ändern.

    Denn solche Unstimmigkeiten nimmt man unbewusst als "irgendwas stimmt da nicht" wahr, ohne genau zu wissen, was einem komisch vorkommt, und dann fängt ein Teil des Gehirns an sich fragen zu stellen und damit wirkt sowas viel störender, als ein paar Glazeschritte zu wenig (die das Gehirn liebend gerne beim Betrachten selbst hinfügt - wie jeder weiß, der in seiner Kindheit mal einen 8-Bit Computer oder NES/Sega Videospiel hatte).

    Ich nehme an, die super harten Schatten (z.b. Kopf/Hals) kommen nur durch "echtes Licht" und dem Winkel der Mini im Foto. Für die Schatten im Hautbereich kannst Du bei grünem Grundton mal ein dunkles Lila ausprobieren, das wirkt wahrscheinlich interessanter als grau/schwarz.

    Ich hoffe, das konnte Dir ein wenig weiterhelfen. Und wie Tommesbx schrieb: blos keinen Erfolgsdruck machen! Einige der Übergänge sehen doch schon richtig gut aus (Nacken im Foto von oben, Arm mit der kleinen Axt im Foto von vorne), orrientier dich mehr an den Bereichen, die du selbst schon gut findest.

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  • Super danke, ich werde nochmal wegen dem Licht gucken, die Haut ist ja nicht nicht fertig😄. Der Tipp mit dem Karton ist super. Es sind tatsächlich 3 Farben(oder sogar 4), dunkles lila, dunkles grün, grüngelb und gelb. Die harten schatten sind tatsächlich noch Bereiche, in denen nur das lila zu sehen ist, ich weiß aber nicht ob's das so bleibt in dem Ausmaß.

    Danke für deinen Input 🙂

  • Ich stehe genau vor dem gleichen Problem und habe zwei Nächte darüber geschlafen, dann habe ich die Farben in meiner Nasspalette durch Thinner Medium reaktiviert und von neuem gestartet. Nach noch einer Nacht und erneuter Verdünnung bin ich zufrieden.

    Man sieht in Bild 1 die harten Übergänge, obwohl sie in Wirklichkeit gar nicht so hart aussahen. Aber die neue Deckschicht, die gar nicht deckend war, hat die Übergänge gut egalisiert. Die Fotos selbst sind mit dem Handy aufgenommen, also nicht von großartiger Qualität. Dennoch sehe ich einen Fortschritt. Vielleicht könnte ich mehr Kontrast vertragen.

    Ich habe der Farbe lediglich einen Tupfer weiß gegönnt und dann auf der Palette gemischt.

  • Solange du dich freust, ist alles in Ordnung, mit der Zeit wird man ganz automatisch besser.


    Der erste Teil des Satzes ist korrekt (und zwar so korrekt, dass ich ihn nicht genug unterstreichen kann. Den zweiten Teil des Satzes allerdings hört man im Grunde immer von sehr erfahrenen Malern und der stimmt leider eben nicht pauschal. Ja, es gibt da draußen sicher Maler, die einfach mit der Zeit ihre eigenen Methoden entwickeln oder rein durch experimentieren bessere Ergebnisse erzielen - das sind allerdings imho eher Ausnahmetalente ... aber Otto Normalbemaler wird definitiv nicht einfach besser, durch immer und immer und immer weiter malen.

    Wenn man kein wirklich talentierter Maler ist und wirklich besser werden will, wird man um das Studium von Tutorials und viel Übung nicht herumkommen. Und selbst die bringen einen nur bis zu einem gewissen Punkt. Für viele Leute wird es irgendwann einfach nur weitergehen, wenn man tatsächlich neben jemandem sitzt, der einem den Kram dann wie ein Lehrer näherbringt. Und auch dann muss man, wie früher in der Schule, danach zu Hause lernen. Sonst vergisst man das alles wieder.


    Ich selbst male seit 15 bis 20 Jahren ... habe Unmengen an Tutorials durchgeacktert ... habe mich mit Profi-Bemalern ausgetauscht und habe hunderte ... vermutlich inzwischen weit über 1000 Miniaturen bemalt. Und meinen Fähigkeitszenit habe ich nach 5 Jahren erreicht. Danach ist es nie besser geworden. Ich müsste inzwischen wirklich Lehrer anheuern um irgendwie besser zu werden.


    Ich sage das so explizit hier, weil ich sehr lange mit mir gestrugglet habe und mich gefragt habe, wieso ich einfach nicht besser werde (teilweise sogar eher Rückschritte machte), obwohl mir ja jeder Tabletopper immer sagte "Ach, mit der Zeit wird man besser." - ich musste erst mit sehr sehr sehr vielen anderen Leuten sprechen, denen es so ging wie mir, bis ich das so wirklich verstanden habe. Und dann hat das Ganze mir auch mal wieder Spaß gemacht. Meine Ergebnisse sind Käse. Nicht ausstellungswürdig. Aber zum Spielen reichts. Und das macht mir Freude.

  • Manchmal ist Feedback und Beispiele einfach auch besser als raumprobieren und man kommt schneller ans Ziel, deswegen ja auch dieses Thema😆

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  • So ich habe einige der Vorschläge jetzt erstmal an der Hand ausprobiert😆

    Auf Bild 1 hast du das Kreuz "erhoben", indem du einen helleren Farbton genommen hast. Wenn das so gewollt ist, ist das gut geworden. Bild 2 zeigt eine klare Höhenverteilung, indem in den tiefer liegenden Bereichen mit dunkleren und an den exponierten Bereichen (Knöchel) der hellere Farbton vorherrscht. Ich finde das besonders gelungen.

  • So ich habe einige der Vorschläge jetzt erstmal an der Hand ausprobiert😆

    Auf Bild 1 hast du das Kreuz "erhoben", indem du einen helleren Farbton genommen hast. Wenn das so gewollt ist, ist das gut geworden. Bild 2 zeigt eine klare Höhenverteilung, indem in den tiefer liegenden Bereichen mit dunkleren und an den exponierten Bereichen (Knöchel) der hellere Farbton vorherrscht. Ich finde das besonders gelungen.

    Ja, sind Adern auf der Miniatur die hervorstehen, sieht man besser wenn man sie in echt vor sich hat. Danke dir🙂

  • So ich habe einige der Vorschläge jetzt erstmal an der Hand ausprobiert😆

    Das zweite Bild gefällt mir richtig gut! Die Übergänge sehen toll aus, deutlicher Fortschritt:thumbsup:

    Wenn Du an dem ersten Bild noch weiter verbessern willst: Ich dachte erst, es sollten Muskeln auf dem Handrücken sein, dafür wirkte es (durch die scharfe Einbuchtung oben) aber noch nicht ganz passend. Wenn es Adern sind, dann würde ich versuchen, sie auf einer Seite nochmal mit einem dunkleren Ton feiner nachzuziehen; also nochmal einen ganz feinen dunklen Schatten dranmalen - mit kleinen dünneren Linien. Wobei "Seite" hier relativ ist, immer abhängig vom Licht. Da so eine Ader ja nicht komplett senkrecht oder brav parallel zum Licht verläuft, sondern hin und her, kann sich die "Seite" auch mal ändern, so dass Du nur partiell Teile nachziehen kannst. Lass Dich nicht davon stören, wenns aus der Nähe beim Malen erstmal etwas komisch aussieht, von weiterem weg wirkts dann richtiger, spätestens dann, wenn Du nochmal drüber glasierst.

    Schau Dir zum Vergleich nochmal nen paar Bodybuilding Bilder an, zB. in der Bildersuche der Suchmachine (Suchworte: muskeln faust bodybuilding), auch Anatomiebücher und Stockfotodatenbanken haben da meist was brauchbares. Bodybuildingbilder haben den Vorteil, dass sie gezielt die Strukturen besonders hervorherben sollen, die man sonst nur unter der Haut erahnen kann. Kannst da als spezielle Konstrastschattenfarbe bei grün stellenweise auch mal nen Mix aus dunklem Lila mit etwas braun drin versuchen.

    Anatomiefotos sind übrigens grundsätzlich nen super Hilfsmittel. Wenn man eine passende Pose mit halbwegs passender Beleuchtung findet umso besser, dann kannst Du das Bild in ein Bildbearbeitungsprogramm laden und dort über die Farb-Kurven/Tonwertkorrektur/levels die Abstufungen in den Lichtern und Schatter überdeutlich hervorheben. Wenn man kein Bild findet, tuts auch die eigene Hand: Foto machen und über Tonwertkorretur die Kontraste solange in den Abstufungen verändern, bis einem klar wird, wo die Schatten und Highlights hingehören.

    Ich bin schon auf die Fotos Deiner fertigen Mini gespannt, wird bestimmt super 8-))

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  • Danke für die Tipps, das mit dem leichten Schatten ist nicht schlecht, ich muss nur gucken ob ich den gezogen bekomme, die Hand ist nicht all zu groß😆

  • Irgendwie habe ich ein wenig den Eindruck das du einfach zuviel auf einmal willst. Zum anderen halte ich die Swords and sorcery Minis nicht gerade für die Besten, bzw. für mich wäre es die Mühe / Zeitinvest nicht wert. Deine Motivation ist mir auch noch nicht klar; willst du Minturen bemalen als Hobby mit dem Ziel perfekter Bemalung, oder doch eher "nur" bemalte Figuren für Brett und Tabletop.

  • Irgendwie habe ich ein wenig den Eindruck das du einfach zuviel auf einmal willst. Zum anderen halte ich die Swords and sorcery Minis nicht gerade für die Besten, bzw. für mich wäre es die Mühe / Zeitinvest nicht wert. Deine Motivation ist mir auch noch nicht klar; willst du Minturen bemalen als Hobby mit dem Ziel perfekter Bemalung, oder doch eher "nur" bemalte Figuren für Brett und Tabletop.

    Meine Motivation ist eigentlich 2. Ranging da es hier ja hauptsächlich um Tipps zu Techniken usw. gehen soll. Aber genau, es geht mir nicht darum möglichst viele Figuren möglichst schnell zu bemalen, sondern besser zu werden. Ich habe die S&S Minis deshalb ausgesucht, weil sie ein gewissen Detailgrad haben, ich sie Grade nicht brauche und sie als gutes "Übungsmaterial" was ich auch verwenden kann funktionieren🙂

    Ich Male hauptsächlich weil es mir Spaß macht und ich am Malen selbst Interesse habe, das ich dann auch noch ein toll aussehendes Spiel habe, ist ein schöner Bonus

    Einmal editiert, zuletzt von superzed (3. Juli 2026 um 22:55)

  • Also, ich habe etwas weiter gemacht, das Gesicht ist noch nicht fertig, ich habe übermalen noch nicht ausgebessert, die Rüstung ist noch nicht fertig. Bei der Haut würde ich gerne mit einem glaze die Übergänge noch etwas weicher gestalten an manchen Stellen, welche Farbe würdet ihr mir empfehlen? Eher einen mittleren Ton, einen dunklen oder sogar den hellsten?

    Kleiner Hinweis:

    Ich habe die Fotos mit Blitz gemacht, es ist übermäßig ausgeleuchtet deswegen auf den Fotos, in echt erkennt man weniger😆

  • Das kommt drauf an, in welche Richtung Du das Ganze ziehen willst, also welchen Gesamteindruck Du erzeugen willst. Mit dem Mittelton macht man meist wenig falsch, es wirkt im schlimmsten Fall etwas langweilig. Ich mag dunklere Farben lieber und würde daher meist wohl eher zum dunklen Ton greifen, vielleicht sogar etwas mit zusätzlicher Farbe, evtl. ein wenig in Richtung blau/lila, zumindest dort, wo Schatten sind. Grundsätzlich ist es aber wie immer persönliche Geschmackssache. Versuchs einfach mal an einer Stelle mit hell und an einer anderen mit dunkel, jenachdem was Du meinst dort angemessen ist. Du merkst schnell, ob Du richtig lagst, nochfalls nochmal anders drüber, das ist der Vorteil bei den sehr dünnen Glazes, wenn man merkt, dass es in die falsche Richtung geht, kann man noch gegensteuern.

    Den "Savepunkt"-Trick mit dem Klarlack kennst Du? Wenn man an einen Punkt kommt, an dem man Sorge hat, etwas falsch zu machen, kann man einfach eine Schicht Klarlack auftragen. Falls die nächste Schicht Farbe dann nichts wird, kann man die neue Schicht wieder entfernen, ohne die anderen Farbschichten unter dem Klarlack zu beeinträchtigen.

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  • So pauschal würde ich das aber auch nicht sagen.. natürlich wird man durch reine Übung besser. Als ich damals mit 14 angefangen hab, meine ersten Warhammerfiguren zu bemalen, sahen die aus wie Scheiße, die Farbschichten waren viel zu dick, die Übergänge unsauber etc.

    Das muss ca. 2003 gewesen sein und auch ohne übermäßig talentiert zu sein habe ich mich in den folgenden 2 Jahren schon stark verbessert, ohne Tutorials wohlgemerkt, vlt. hab ich mal den einen oder anderen Artikel im White Dwarf gelesen aber Youtube z.B. gabs damals schlichtweg noch nicht.

    Talent ist natürlich ein Faktor aber der bestimmt in meinen Augen vor Allem, wie SCHNELL du Fortschritte machst und wie hoch dein CEILING liegt also der Punkt, an dem du ohne größere Mühe wirklich nicht mehr weiterkommst..

    Einen gewissen Raum für Verbesserungen hat also wirklich JEDER, dieser Beitrag ist maximal demotivierend und superzed, ich kann dir nur raten, dich davon nicht verunsichern zu lassen. Paint bravely und die Verbesserungen werden sich auf die eine oder andere Weise einstellen. :)

  • Einen gewissen Raum für Verbesserungen hat also wirklich JEDER, dieser Beitrag ist maximal demotivierend und superzed, ich kann dir nur raten, dich davon nicht verunsichern zu lassen. Paint bravely und die Verbesserungen werden sich auf die eine oder andere Weise einstellen. :)

    Daran zweifele ich auch nicht, sonst hätte ich dieses Thema ja nicht erstellt😆 Trotzdem danke🙂

    Das kommt drauf an, in welche Richtung Du das Ganze ziehen willst, also welchen Gesamteindruck Du erzeugen willst. Mit dem Mittelton macht man meist wenig falsch, es wirkt im schlimmsten Fall etwas langweilig. Ich mag dunklere Farben lieber und würde daher meist wohl eher zum dunklen Ton greifen, vielleicht sogar etwas mit zusätzlicher Farbe, evtl. ein wenig in Richtung blau/lila, zumindest dort, wo Schatten sind. Grundsätzlich ist es aber wie immer persönliche Geschmackssache. Versuchs einfach mal an einer Stelle mit hell und an einer anderen mit dunkel, jenachdem was Du meinst dort angemessen ist. Du merkst schnell, ob Du richtig lagst, nochfalls nochmal anders drüber, das ist der Vorteil bei den sehr dünnen Glazes, wenn man merkt, dass es in die falsche Richtung geht, kann man noch gegensteuern.

    Den "Savepunkt"-Trick mit dem Klarlack kennst Du? Wenn man an einen Punkt kommt, an dem man Sorge hat, etwas falsch zu machen, kann man einfach eine Schicht Klarlack auftragen. Falls die nächste Schicht Farbe dann nichts wird, kann man die neue Schicht wieder entfernen, ohne die anderen Farbschichten unter dem Klarlack zu beeinträchtigen.

    Danke für die Tipps, die Klarlack Sache habe ich schonmal gehört, bisher aber noch nicht angewandt, ich überlege mal ob ich das hier für Sinnvoll halte😄

  • Nicht zu viel nachdenken, einfach mutig drauf los malen. Wenn das Glazen mal gar nicht klappen sollte, kann man ja einfach nochmal drübermalen. Oder die Mini in den Schrank stellen und es bei der nächsten besser machen. Übung macht da wirklich den Meister.

    Ob Du eine Mini fünf mal neu anmalst oder in der gleichen Zeit 5 Minis fertig bekommst, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache man übt und merkt, wie man weiter kommt.

    Der Unterschied ist nur: am Ende hast Du eine oder fünf fertige Minis im Schrank stehen. 8-))


  • Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, wüsstest du, dass auch ich mich verbessert habe und ich nie behauptet habe, dass man sich gar nicht verbessert. Sondern das man schlicht irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr besser wird nur indem man malt und malt und malt.


    Das zu glauben ist naiv und sorgt davor, dass Leute Unmengen an Zeit verschwenden.


    Dein Beitrag ist demnach ziemlicher Unsinn - zumindest was die Kritik an meinem Beitrag betrifft.

    Einmal editiert, zuletzt von Quillbound (8. Juli 2026 um 23:58)

  • man schlicht irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr besser wird nur indem man malt und malt und malt.

    Ich denke Du irrst. Man muss natürlich den Mut haben, ab und an mal die eingetretenen Pfade zu verlassen und ganz spontan einfach mal was Neues auszuprobieren. Vorausgesetzt, dass Du ein wenig experimentierfreudig bist, entdeckst Du dabei ganz natürlich immer wieder neue kleine Abwandlungen und Verbesserungen Deiner Techniken. Und damit wirst Du, Stück für Stück, auch immer besser, ein Leben lang.

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  • Diesen Punkt hat zb auch Gobbertown in einem seiner Videos angesprochen. Er nennt es dabei 'Plateau'. Ab diesem Zeitpunkt gibt es subjektiv gesehen keinen Fortschritt mehr.

    Das trifft aber auf ziemlich alle Hobbies/Aktivitäten zu. Mit Standard Einsatz erreicht man eben ein gewisses Durchschnittlsevel, ab dann geht es nur noch mit Talent und Unterstützung weiter.

    Ist man jedoch mit dem eigenen Plateau zufrieden ist man dem inneren Seelenfrieden deutlich nöher gekommen. 😉

  • man schlicht irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr besser wird nur indem man malt und malt und malt.

    Ich denke Du irrst. Man muss natürlich den Mut haben, ab und an mal die eingetretenen Pfade zu verlassen und ganz spontan einfach mal was Neues auszuprobieren. Vorausgesetzt, dass Du ein wenig experimentierfreudig bist, entdeckst Du dabei ganz natürlich immer wieder neue kleine Abwandlungen und Verbesserungen Deiner Techniken. Und damit wirst Du, Stück für Stück, auch immer besser, ein Leben lang.


    Das ist leider ein Mythos. Siehe Beitrag von Banjo. Außerdem bin ich selbst ein lebendes Beispiel (siehe mein Beitrag oben) und ich habe inzwischen mit unzähligen Leuten gesprochen, die ihr "Plateau" erreicht haben. Ab da wird man einfach nicht mehr mit "einfach mal probieren" besser. Im Gegenteil: Man wird sogar manchmal wieder merklich "schlechter", wenn man mal ne Zeit lang nicht viel gemalt hat.


    Aber ich will am ende den Thread auch gar nicht kapern oder groß diskutieren. Ich wollte nur die andere Seite der Medaille nennen, nachdem der berühmte Satz Marke "Man wird immer und immer besser mit der Zeit" hier fiel. Und jetzt bin ich raus hier. Weil es hier um Feedback für Bemalungen geht. Wenn noch Diskussionsbedarf besteht, darf man mich gern anschreiben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Quillbound (9. Juli 2026 um 08:56)