FIFA Fussball WM 2026

  • Warum werden solche Verlängerungen eigentlich nicht nach einem Turnier und erfolgter Analyse gemacht?

    Weil einTrainer Planungssicherheit benötigt wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

    Wenn mir ein AG sagen würde „wir schauen mal nach Abschluss Deines Projektes ob wir Deinen Zeitvertrag verlängern“, dann hätte ich schon lange woanders einen Anschlussvertrag.

    Ein Exit nach dem Turnier wird im Vertrag schon geregelt sein.

    Ist es. DFB und Nagelsmann können den Vertrag jeweils nach dem Turnier beenden.

    Info von Tobi Escher, nicht gegengeprüft.

  • Wir brauchen Klopp und keinen anderen.

    Klopp hat sich mit seinem Spruch disqualifiziert.

    Es war ja kein alleinstehender Spruch, sondern ein Satz im Kontext des Gesprächsverlaufs.

    Aber auch der Guardian unterstellt Klopp, am Job interessiert zu sein.

    Zitat

    Jürgen Klopp has spent the current tournament cheerfully judging Nagelsmann from the TV studio, apologising for judging him, and generally trying to pretend he wouldn’t actively love to have a go in the job. That chance might just be around the corner. Be careful what you wish for Jürgen.

  • Wir brauchen Klopp und keinen anderen.

    Ein Selbstdarsteller ist in dieser Situation sicherlich nicht die richtige Wahl. Viel wichtiger sind mündige Spieler, die auch in der Lage sind selbst auf dem Platz die entsprechend passende Löäsung zu finden. Möglicherweise ist man mit den NLZ und ihrer Ausgestaltung der Ausbildung über das notwendige Maß hinaus geschossen.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

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  • Das ist schon klar, aber ist Anton als IV da wirklich die beste Wahl gewesen? Man hätte ja z.B. Brown auch auf rechts stellen können und dafür Raum auf links.

    Brown und Raum sind beides Linksfüße und reine Linksverteidiger. Von rechts können die nicht vernünftig flanken und höchstens Direktpässe spielen übers Zentrum oder Doppelpässe mit dem Flügelpendant, was mit dem linken Fuß aber auch suboptimal ist, weil bei gegnerischem Pressing vom Zentrum her nicht mehr der Körper dazwischen steht.

    Aber Anton als IV ist doch auch keiner der gute Flanken schlagen kann. Das sah doch alles etwas wild aus. Und da kann man ihm ja keinen Vorwurf machen, ist nicht seine Position.

    Brown als RV wurde aber doch zumindest als Option mehrfach diskutiert weil er das wohl auch im Verein schon gespielt hätte.

  • Naja, wir sind 2026 in guter Gesellschaft, die Niederländer fliegen auch raus ... ebenfalls 1:1, und bei 3 (!) eigenen verschossenen Elfmetern ... :rolleyes:

    (Allerdings hatten die Niederländer ja Marokko, den Geheimfavoriten ... und wir halt einen anderen "Fußballriesen")

    Das was ich vom Spiel gesehen habe (PAR-GER), war von PAR eher sehr dürftig - auf den EINEN Moment gewartet und zugeschlagen. - Ich hätte mir dann schon auch mal gerne GER vs. FRA oder SWE angesehen - da wäre GER vermutlich überrannt worden - war sehr einfallslos was GER da abgeliefert hat.

    Hab das Spiel der Niederländer nicht gesehen, aber rein von den Stat's her, sind die verdient rausgeflogen.

    Ich denke, dass wir gegen Frankreich spielerisch deutlich besser ausgeschaut hätten. Ich rede hier nicht von gewinnen, aber ein offener Schlagabtausch konnte ich mir gut vorstellen.

    Gegen tiefstehende, sehr körperlich spielende Mannschaften, die auf Konter warten, haben wir uns schon immer schwer getan, während nach vorn mitspielende Gegner uns liegen.

  • Wir brauchen Klopp und keinen anderen.

    Ein Selbstdarsteller ist in dieser Situation sicherlich nicht die richtige Wahl. Viel wichtiger sind mündige Spieler, die auch in der Lage sind selbst auf dem Platz die entsprechend passende Löäsung zu finden. Möglicherweise ist man mit den NLZ und ihrer Ausgestaltung der Ausbildung über das notwendige Maß hinaus geschossen.

    Schau dir mal an, was Klopp aus so heruntergekommenen Truppen heraus holt.

    Mainz, Dortmund und Liverpool standen alle furchtbar da als er kam und er hat sie zu top teams gemacht (Mainz im Rahmen der Möglichkeiten) und vor allen hat er alle Teams auch in einem top Zustand hinterlassen.

    Das schafft so kein anderer.


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  • Vor ein paar Jahren hätte ich mir Klopp gut als Nationaltrainer vorstellen können. Er wirkte auf mich immer wie der große Motivator, was bei Nationalmannschaften mangels Zeit zum Einstudieren ausgefeilter Taktiken noch ein größerer Faktor ist als im Verein.

    Zum einen gings bei Liverpool vor seinem Ausstieg ja eher wieder bergab und er ist seitdem als Trainer auch schon ein paar Jahre raus.

    Zum anderen war ich auch überrascht, wie sehr er im Vergleich z. B. zu früheren Pressekonferenzen verbal abgebaut hat. Das Genuschel, dass er Müller ständig ins Wort gefallen ist und auch inhaltlich nur selten vernünftiges beigetragen hat, hätte ich so nicht erwartet. Ob der als Coach noch so gut finktioniert wie vor 10-15 Jahren, da hab ich meine Zweifel.

    Seine frühere Sympathie bei den Fans hat er zuletzt mit seinem Engagement bei RB und jetzt mit seinen Äußerungen im TV vermutlich auch zu großen Teilen verspielt.

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  • Brown und Raum sind beides Linksfüße und reine Linksverteidiger. Von rechts können die nicht vernünftig flanken und höchstens Direktpässe spielen übers Zentrum oder Doppelpässe mit dem Flügelpendant, was mit dem linken Fuß aber auch suboptimal ist, weil bei gegnerischem Pressing vom Zentrum her nicht mehr der Körper dazwischen steht.

    Aber Anton als IV ist doch auch keiner der gute Flanken schlagen kann. Das sah doch alles etwas wild aus. Und da kann man ihm ja keinen Vorwurf machen, ist nicht seine Position.

    Brown als RV wurde aber doch zumindest als Option mehrfach diskutiert weil er das wohl auch im Verein schon gespielt hätte.

    Im Verein spielt der fast ausschließlich links. Als inverser Außenverteidiger könnte man ihn auf rechts bringen mit Zug nach innen und zum Tor. Sonderlich torgefährlich ist Brown aber nicht, trotz seines Treffers gegen Curacao. Der Zug nach innen hätte das Spiel noch weniger breit gemacht als mit Anton. Der kann mit seinem starken Fuß vermutlich auch immer noch besser flanken als Brown mit dem untrainierten Schwachen.

    Im Endeffekt sind beides keine guten Lösungen.

    2 Mal editiert, zuletzt von danom (30. Juni 2026 um 10:07)

  • Wir brauchen Klopp und keinen anderen.

    Naja, wir haben mit Hansi Flick und Julian Nagelsmann nach der Ära Löw zwei erfahrene und durchaus erfolgreiche Vereinstrainer mit Rekordgehältern (und wahrscheinlich guten Abstandszahlungen an den FC Bayern) auf der Position gehabt. Die Erfahrungen mit den beiden Herren als Bundestrainer waren bzw. sind ernüchternd. Die unstrittig guten Leistungen ihrer Vereinskarriere konnten sie nicht wiederholen. Die Arbeit mit einer Auswahlmannschaft alle paar Wochen/Monate ist nun einmal was anderes als die tägliche Arbeit im Klub.

    Warum nun ausgerechnet der nächste erfolgreiche ehemalige Vereinstrainer das Problem lösen soll, erschließt sich mir nicht. Das Grundproblem und der wesentliche Unterschied zur Vereinsarbeit ist nun einmal der stark eingeschränkte Spielerstamm. Auch Klopp war in Dortmund und Liverpool letztlich nur deswegen so erfolgreich, weil er sich (in Dortmund nach einigen Jahren) gegen gutes Geld die für ihn passende (!) Mannschaft zusammenstellen konnte. Das kann ein Bundestrainer nicht, deshalb wäre meiner Meinung nach jemand besser geeignet, der diesen Luxus nicht gewohnt ist, der vielleicht aus seiner Karriere die Situation kennt, mit den Spielern klar zu kommen, die nun einmal zufällig da sind.

    Parallel dazu muss der DFB gemeinsam mit den Vereinen nach Wegen suchen, deutsche Talente wieder in Position zu bringen, damit der Pool an Spielern besser wird. Da helfen nicht nur NLZs, sondern es braucht auch eine Durchlässigkeit in den Profibereich. Man sieht ja, wie zufällig die Wege sind. Leuten wie Woltemade reicht ein richtig gutes halbes Jahr vor anderthalb Jahren, um WM-Spieler zu werden, obwohl er davor und danach bestenfalls ein mittelmäßiger Kicker war. Solche Zufälligkeiten und ihr dauerhaftes Nachwirken müssen eliminiert werden. Das sind viel wichtigere Aufgaben, in die man auch gutes Geld investieren muss. Da kann man lieber am Trainergehalt sparen und irgendeinen Mittelklassemann holen.

  • Schau dir mal an, was Klopp aus so heruntergekommenen Truppen heraus holt.

    Mainz, Dortmund und Liverpool standen alle furchtbar da als er kam und er hat sie zu top teams gemacht (Mainz im Rahmen der Möglichkeiten) und vor allen hat er alle Teams auch in einem top Zustand hinterlassen.

    Das schafft so kein anderer.

    sowohl Dortmund als auch Liverpool waren nach dem Abgang von Klopp erst mal ausgelaugt. Das Vorgehen im Klubfußball muss sich auch deutlich vom Verbandfußball unterscheiden, da Du nicht die Möglichkeit hast die passenden Spieler zu verpflichten. In den 6 Wochen (?) welche Du die Nationalspieler bei Maßnahmen und zu Länderspielen versammelst hast Du bei weitem nicht die Möglichkeit derart ausgefeilte Spielsysteme einzuüben. Die meisten erfolgreichen europäischen Nationalteams pflegen ja eher einen defensiven Ansatz; das wollte/konnte Nagelsmann nicht und auch Klopp würde das nicht machen wollen.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Schau dir mal an, was Klopp aus so heruntergekommenen Truppen heraus holt.

    Mainz, Dortmund und Liverpool standen alle furchtbar da als er kam und er hat sie zu top teams gemacht (Mainz im Rahmen der Möglichkeiten) und vor allen hat er alle Teams auch in einem top Zustand hinterlassen.

    Das schafft so kein anderer.

    sowohl Dortmund als auch Liverpool waren nach dem Abgang von Klopp erst mal ausgelaugt. Das Vorgehen im Klubfußball muss sich auch deutlich vom Verbandfußball unterscheiden, da Du nicht die Möglichkeit hast die passenden Spieler zu verpflichten. In den 6 Wochen (?) welche Du die Nationalspieler bei Maßnahmen und zu Länderspielen versammelst hast Du bei weitem nicht die Möglichkeit derart ausgefeilte Spielsysteme einzuüben. Die meisten erfolgreichen europäischen Nationalteams pflegen ja eher einen defensiven Ansatz; das wollte/konnte Nagelsmann nicht und auch Klopp würde das nicht machen wollen.

    Nö das ist falsch, beide hatten ne kleine delle bevor er gegangen ist. Beide male hat er die Saison noch gerettet und die Mannschaft in sehr gutem Zustand hinterlassen.

    Schau das verlinkte Video.

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  • Leuten wie Woltemade reicht ein richtig gutes halbes Jahr vor anderthalb Jahren, um WM-Spieler zu werden, obwohl er davor und danach bestenfalls ein mittelmäßiger Kicker war. Solche Zufälligkeiten und ihr dauerhaftes Nachwirken müssen eliminiert werden.

    Das hörte sich letzten Sommer aber alles ganz anders an. Da war ja kein Preis hoch genug und was Woltemade für eine Ausnahmekicker ist. Zudem kann man aktuell an vielen Stellen lesen El Mala und Karl hätten den Unterschied gemacht. Die haben ja auch noch nicht so viel vorzuweisen.

    Denke eher wir müssen uns die Frage stellen, ob die Spieler wirklich nicht so gut sind wie es ihrer Marktwerte hergeben bzw. ob sie an ihrer Seite die ausländischen Spieler brauchen um zu glänzen. Oder ob es primär am System liegt und das man krampfhaft versucht alle Stars in eine Startelf zu quetschen obwohl das nicht wirklich zusammen passt.

  • Ohne System und ohne taktische Variabilität geht halt nix ... da ändern auch gute Vereinstrainer nichts und erst recht keine utopischen Marktwerte. Letztlich ist das Auftreten der Mannschaft im Sechzehntelfinale auch ein Abbild der BuLi und des deutschen Fußballs generell. Irgendwie überschätzt.

  • Ich habe nichts anderes behauptet. Aber immer nur den Trainer einbeziehen ist etwas einfach oder? Man muss hier ganz offen über Qualität und Einsatz der Spieler sprechen. Es ist nicht das erste Turnier mit derartiger Leistung auch unter anderen Trainern lief es nicht besser.

    natürlich tragen auch die Spieler Verantwortung. Aber Du hattest ursprünglich auf einen Beitrag von mir genatwortet, mit dem ich auf einen Beitrag geantwortet habe, der geschrieben hatte, dass es keinen Grund gäbe, einen neuen Bundestrainer zu installieren.


    Nagelsmann hat die Spieler nominiert.
    Nagelsmann hat die Spieler aufgestellt.
    Nagelsmann hat die Taktik entschieden usw.

    Am Ende ist er der Trainer und trägt die Verantwortung.

    Ja, auch andere Bundestrainer haben nicht geliefert und was ist passiert? Sie durften bleiben. Löw bekam noch die EM2020. Und Flick musste erst gehen, als er nach der WM in einem Freundschaftsspiel abgeschossen wurde.
    Und das verstehe ich nicht. Warum gilt in der Nationalmannschaft nicht das Leistungsprinzip?


    Aber ich denke, wir sind nicht so weit auseinander. Ich gebe Dir recht, die Spieler sind mit verantwortlich, aber am Ende ist der Trainer der Boss. Er wird für die Verantwortung, die er trägt fürstlich vom DFB entlohnt und muss dann aber aus meiner Sicht auch die Konsequenzen tragen, wenn es in die Hose geht.

    2014 wurde auch nicht nur gewonnen, weil der Jogi grandiose Reden geschwungen hat. Da waren auch noch Typen auf dem Platz.

    2014 hatten wir eine deutlich stärkere Mannschaft.
    Neuer, Hummels, Boateng, Lahm, Kroos, Müller, Schweinsteiger,... waren alle weltklasse. Das haben wir aktuell nicht. Ich habe auch nicht den Titel erwartet, aber nicht mal das 1/8 Finale erreichen. Bei allem Respekt vor Paraguay, die waren jetzt wahrlich keine Übermannschaft.

    Einmal editiert, zuletzt von SmileyBone (30. Juni 2026 um 11:02)

  • Mein persönlicher Eindruck ist der, dass Nagelsmann ein Moneyball System zu etablieren versucht und keiner in der Mannschaft das versteht, bzw. umsetzen will.
    Kann mir auch vorstellen, dass der kurzfristige Keepertausch für das Team schwierig war.
    Zudem habe ich das Gefühl, dass Verbandsturniere für viele Spieler eher eine lausige Pflichtveranstaltung vor dem Sommerurlaub sind und es nicht gut genug bezahlt wird um etwas zu riskieren. Wirkt ein bisschen wie die Zeit zwischen 1996 und 2002, und Nagelsmann ist das Pendant zu Erich Ribbeck. Unverstanden und keinen Rückhalt beiden Fans.

    Witzig finde ich, dass Nagelsmann in allen die Interviews die gleiche Wortwahl bis hin zu identischen Sätzen nutzt. Wenigstens die PR Abteilung funktioniert 😃

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  • Bei dem Kader und dem Anspruch an die Spieler und ihren Marktwert war/wäre das Viertelfinale schon Pflicht - trotz der Hürde Frankreich (oder Norwegen, das war ja schon Expertenthema genug). Selbst 1998 oder 2002 hat man sich teilweise durchgegurkt - und das waren im Zeitraum 1998 bis 2006 schon dunkle Jahre was Qualität und Ideen anging [ironischerweise war damals die BuLi auch deutlich stärker und Bayern drehte nicht alleine Solomeisterschaften am Stück, aber das hat nur am Rande mit dem aktuellen Stand der NM zu tun].

    Wobei das Wehklagen nach der WM auch etwas too much ist, 2 ordentliche Spiele und 2 schwache Spiele sind halt auch mal übersetzt in Ergebnisse 2 Niederlagen (und keine "dreckigen" Siege).

  • Zudem habe ich das Gefühl, dass Verbandsturniere für viele Spieler eher eine lausige Pflichtveranstaltung vor dem Sommerurlaub sind und es nicht gut genug bezahlt wird um etwas zu riskieren.

    Die Quali ja, aber bei den Endrunden glaube ich schon dass die Spieler dabei sein wollen. Ist ja immer noch die ganz große Bühne um sich zu präsentieren.

  • Ich kann mit Nagelsmann auch nichts anfangen aber wenn man ehrlich ist sollte man Im Fussball mal öfter die Spieler einbeziehen. Hier hat keiner ansatzweise Leistung gebracht, die eine Nominierung rechtfertigt. Alle spielen aber in Internationalen top Clubs. Da sollte man eventuell auch mal ansetzen.

    Wenn sehr gute Spieler alle ihre mögliche Leistung nicht abrufen, wer sonst soll dafür verantwortlich sein, wenn nicht der Trainer?

    Ja, der Sieg gegen die Stadtauswahl von Cuxhaven war natürlich richtig gut. ^^
    Sorry, es war natürlich nur Curacao; - aber die haben praktisch auch nicht mehr Einwohner.
    Gewinnt man bei einer WM gegen einen Dorfverein, ja dann wird man natürlcih Weltmeister;
    zumindest aus der Sicht des deutschen Journalismus und des DFB.

    Bei Curacao hat keiner deren Einwohner mitgespielt. Nur 1 Spieler aus dem Kader ist zumindest auf der Insel geboren worden, die anderen haben nie dort gelebt, sondern nur ihre Wurzeln dort.

    Das verdammte Siegestor? Anton war noch zum Torwart orientiert, wo alle - alle! - anderen sich schon Richtung fliegender Ball orientierten. DAS macht den Unterschied, ob es als Behinderung der Torwarts gesehen werden kann.

    Ein Torwart hat keinen anderen Schutz als jeder andere Feldspieler. Anton hat nichts, wirklich gar nicht gemacht, was man als Foul werten könnte. Das war eine minimale Berührung. Wäre das statt des Torwarts ein Feldspieler gewesen, dann wäre das niemals als Foul gewertet worden. Und deshalb ist es eine klare Fehlentscheidung, weil der Torhüter schon seit Jahren keinen besonderern Schutzstatus mehr hat.

    Was ich aber noch weniger verstehe ist die Vertragsverlängerung von Nagelsmann im Januar 2025 bis zur EM 2028. Warum werden solche Verlängerungen eigentlich nicht nach einem Turnier und erfolgter Analyse gemacht?

    Beide Seiten haben jetzt nach dem Turnier eine Ausstiegsklausel.

    Auch die Einwechselungen waren für mich etwas seltsam. Wieso soll/muss ein Anton das Spiel ankurbeln?

    Das ist schon klar, aber ist Anton als IV da wirklich die beste Wahl gewesen?

    Anton hat das doch viel besser gemacht als Kimmich. Er ist nicht nach innen gezogen, sondern hat rechts für mehr Tiefe gesorgt und Räume geschaffen bzw. genutzt.

    Leider hat Anton dann aber nicht die dringend benötigte Breite ins Spiel gebracht, was man ihm als gelernter Innenverteidiger auch nicht wirklich vorwerfen kann.

    Du musst ein anderes Spiel gesehen haben als ich.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

  • Ein Torwart hat keinen anderen Schutz als jeder andere Feldspieler. Anton hat nichts, wirklich gar nicht gemacht, was man als Foul werten könnte. Das war eine minimale Berührung. Wäre das statt des Torwarts ein Feldspieler gewesen, dann wäre das niemals als Foul gewertet worden. Und deshalb ist es eine klare Fehlentscheidung, weil der Torhüter schon seit Jahren keinen besonderern Schutzstatus mehr hat.

    Offenbar und rein faktisch hat der Schiedsrichter ja was gefunden, was man als Foul werten konnte. ;) Ich habe mir das gerade noch einmal angesehen. Ich möchte das nicht als Schiedsrichter entscheiden müssen. Anton spielt da ein wenig American Football, seine einzige Intention in der Szene ist es, den Torwart aus der Szene rauszuhalten und wegzublocken. Klar fällt der gute Mann auch sehr leicht, aber ein wenig plump ist das von Anton schon. Das ist schon mehr als nur "den Körper reinstellen", weil er sich auch aktiv zum Gegner (egal, ob Torwart oder nicht) hinbewegt. Ob das, auch im Hinblick auf die bei dieser WM relativ lange Leine hinsichtlich Körpereinsatz, unbedingt als Foul zu werten ist, darf man sicherlich trefflich debattieren. Ich finde es schwieriger, als hier viele sehen wollen. Wie es der Schiedsrichter entscheidet, ist es falsch. Wahrscheinlich werden die Schiriexperten aus Paraguay uns ganz genau erklären können, warum es ein glasklares Foul war.

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  • Um wieder meine Laien-Sicht in den Ring zu werfen, mir wurde ja nach dem Spiel gegen Ecuador gesagt, man könne diese Leistung nicht als Maßstab nehmen, da es hier um nichts mehr ging... naja, soviel dazu.

    Und um die WM nochmal aus meiner Dulli-Perspektive zu beschreiben; ich gucke Fußball eigentlich nur zur EM/WM. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden 2018 und 2022 aus der WM, sowie den mäßigen EM Ergebnissen 2020 und 2024 ist für mich die deutsche Herren Nationalmannschaft sukzessive in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Schon bei der letzten WM hatte ich nichts mehr erwartet, von der WM dieses Jahr habe ich mitbekommen, da liefen die ersten Spiele schon. Interesse war quasi nicht vorhanden. Der 7:1 Sieg gegen Curacao hat dann aber doch wieder Hoffnungen geweckt, das 2:1 gegen die Elfenbeinküste habe ich unter "ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss" verbucht. Dazu muss man dann aber auch wieder meine laienhafte Betrachtung sehen. Weder Curacao noch die Elfenbeinküste oder Ecuador sind für mich Namen, die ich mit top Fußball auf der Weltbühne in Verbindung bringe. Die mögen alle Fußball spielen können, schließlich haben sie es zur WM geschafft. Aber wenn mich jemand gefragt hätte welcher der schwerste Gruppengegner sei, hätte ich gelacht und gesagt, dass wir jeden von denen locker weghauen. Das Spiel gegen Ecuador habe ich mir also angeschaut, eigentlich in der Erwartung, guten Fußball zu sehen, aber wenn selbst ich schon erkenne, dass ein Spiel grottig ist, dann heißt das schon was. Gut, wenn die meist genutzten Worte des Kommentators "Fehlpass", "Ballverlust" und "... verliert den Ball" sind ist das zugegebenermaßen auch nicht so schwer. Für mich zeigte aber das Spiel gegen Ecuador, traurigerweise, genau das wie ich die deutsche Mannschaft vor der WM noch in Erinnerung hatte: Nicht weltklasse... und nicht nur knapp nicht sondern viel nicht. Es wurden mir auch bei den Spielen gegen Ecuador und die Elfenbeinküste viel zu viele Ausreden gesucht warum es denn so lief wie es lief... Der Gegner war zu physisch, das Spiel ist eh egal, gegen so eine defensive Aufstellung ist es immer schwer... in meinem Kopf schwirrte allerdings nur der Gedanke "Hallo? Elfenbeinküste? Müsste man die nicht 3:0 besiegen?" oder "Ecuador, habe ich jetzt noch in keinem Spiel als Weltmeisterkandidat wahrgenommen".
    Das Spiel gegen Paraguay hat also leider genau das gezeigt, was ich von der deutschen Mannschaft erwartet und befürchtet hatte. Ich habe es auch nur stellenweise gesehen, aber das Ergebnis in der Nacht war keine riesen Überraschung, auch wenn das Ergebnis natürlich bitter ist und ich es, speziell für die Fans (also die echten, nicht die wie mich) bedauere.

    Alle Beiträge sind frei von tierischen Nebenprodukten und enthalten ausschließlich meine eigenen, selbst in Form gebrachte, Gedanken. Kann Spurenelemente von Bullshit enthalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Player2 (30. Juni 2026 um 14:42)

  • Das Tor war regulär, trotzdem gefällt mir dieses Blocken des Torwarts nicht. Mannschaften wie Arsenal haben es wohl im Zuge der Regeländerung perfektioniert, aber für mich ist das eine dreckige Spielweise. Er geht eben null zum Ball sondern nur gegen den Torwart - bei Feldspielern ist das für mich eine ganz andere Sache. Man hat auch schon in einigen Szenen davor gesehen, dass das eindeutig eine Trainervorgabe war und es gab auch davor immer wieder Ärger vor den Ecken. Nagelsmann wollte es wohl so. Wie auch immer, ich hätte auch einen dreckigen Sieg genommen, aber Mitleid habe ich eben genau aus dem Grund gar nicht.

    Nicht falsch verstehen: Ich will nicht zur alten Regelung zurück. Der Torwart muss nicht wie ein rohes Ei behandelt werden, aber ein aktives Vorgehen gegen den Torwart ohne Absicht den Ball zu spielen sehe ich kritisch.

  • Um wieder meine Laien-Sicht in den Ring zu werfen, mir wurde ja nach dem Spiel gegen Ecuador gesagt, man könne diese Leistung nicht als Maßstab nehmen, da es hier um nichts mehr ging... naja, soviel dazu.

    Und um das Ganze nochmal aus meiner Dulli-Perspektive zu beschreiben; ich gucke Fußball eigentlich nur zur EM/WM. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden 2018 und 2022 aus der WM, sowie den mäßigen EM Ergebnissen 2020 und 2024 ist für mich die deutsche Herren Nationalmannschaft sukzessive in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Schon bei der letzten WM hatte ich nichts mehr erwartet, von der WM dieses Jahr habe ich mitbekommen, da liefen die ersten Spiele schon. Interesse war quasi nicht vorhanden. Der 7:1 Sieg gegen Curacao hat dann aber doch wieder Hoffnungen geweckt, das 2:1 gegen die Elfenbeinküste habe ich unter "ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss" verbucht. Dazu muss man dann aber auch wieder meine laienhafte Betrachtung sehen. Weder Curacao noch die Elfenbeinküste oder Ecuador sind für mich Namen, die ich mit top Fußball auf der Weltbühne in Verbindung bringe. Die mögen alle Fußball spielen können, schließlich haben sie es zur WM geschafft. Aber wenn mich jemand gefragt hätte welcher der schwerste Gruppengegner sei, hätte ich gelacht und gesagt, dass wir jeden von denen locker weghauen. Das Spiel gegen Ecuador habe ich mir also angeschaut, eigentlich in der Erwartung, guten Fußball zu sehen, aber wenn selbst ich schon erkenne, dass ein Spiel grottig ist, dann heißt das schon was. Gut, wenn die meist genutzten Worte des Kommentators "Fehlpass", "Ballverlust" und "... verliert den Ball" sind ist das zugegebenermaßen auch nicht so schwer. Für mich zeigte aber das Spiel gegen Ecuador, traurigerweise, genau das wie ich die deutsche Mannschaft vor der WM noch in Erinnerung hatte: Nicht weltklasse... und nicht nur knapp nicht sondern viel nicht. Es wurden mir auch bei den Spielen gegen Ecuador und die Elfenbeinküste viel zu viele Ausreden gesucht warum es denn so lief wie es lief... Der Gegner war zu physisch, das Spiel ist eh egal, gegen so eine defensive Aufstellung ist es immer schwer... in meinem Kopf schwirrte allerdings nur der Gedanke "Hallo? Elfenbeinküste? Müsste man die nicht 3:0 besiegen?" oder "Ecuador, habe ich jetzt noch in keinem Spiel als Weltmeisterkandidat wahrgenommen".
    Das Spiel gegen Paraguay hat also leider genau das gezeigt, was ich von der deutschen Mannschaft erwartet und befürchtet hatte. Ich habe es auch nur stellenweise gesehen, aber das Ergebnis in der Nacht war keine riesen Überraschung, auch wenn das Ergebnis natürlich bitter ist und ich es, speziell für die Fans (also die echten, nicht die wie mich) bedauere.

    Sicher war Deutschland mit der Mannschaft kein großer Favorit, aber man muss auch sagen, dass das fast jeder "größeren" Mannschaft so passieren kann. Wenn sich ein solider Gegner leidenschaftlich hintenrein stellt, wird es schwer. Für komplette Einzelaktionen musst du fast mehr als weltklasse sein oder Glück haben - da ist spätestens nach dem 3. Mann Schluss. Es geht nur, wenn du Überraschungsmomente schaffst und dann eine gewisse Unordnung beim Gegner entsteht, sprich mal 1 Mann aussteigen lassen aber dann sofort den genialen Pass spielen. Aber genau das hat die deutsche Mannschaft nicht gezeigt, sondern war halt eher standardmäßig bemüht in Sinne von "irgendwann wird's schon klappen". Spätestens Frankreich hätte uns gezeigt wie das geht ;)

  • Das Tor war regulär, trotzdem gefällt mir dieses Blocken des Torwarts nicht. Mannschaften wie Arsenal haben es wohl im Zuge der Regeländerung perfektioniert, aber für mich ist das eine dreckige Spielweise. Er geht eben null zum Ball sondern nur gegen den Torwart - bei Feldspielern ist das für mich eine ganz andere Sache. Man hat auch schon in einigen Szenen davor gesehen, dass das eindeutig eine Trainervorgabe war und es gab auch davor immer wieder Ärger vor den Ecken. Nagelsmann wollte es wohl so. Wie auch immer, ich hätte auch einen dreckigen Sieg genommen, aber Mitleid habe ich eben genau aus dem Grund gar nicht.

    Nicht falsch verstehen: Ich will nicht zur alten Regelung zurück. Der Torwart muss nicht wie ein rohes Ei behandelt werden, aber ein aktives Vorgehen gegen den Torwart ohne Absicht den Ball zu spielen sehe ich kritisch.

    Soweit ich weiß, ist es schon seit einiger Zeit eine Standardtaktik, bei Ecken einen Feldspieler zur Ablenkung und Behinderung des Torwarts abzustellen, genauso wie man Feldspieler zum Blocken der Laufwege kopfballstarker Gegenspieler einsetzt. Das muss natürlich regelkonform passieren, also ohne Foulspiel und ohne Sichtbehinderung bei passivem Abseits, was bei Anton beides nicht der Fall war.

    Selbst beim FM23/24 am PC kann man das Blocken des Keepers bei den Taktikeinstellungen zur Ecke als Aufgabe verteilen.

    Man kann davon halten, was man will, der Schiri macht in der Situation (und auch in vielen anderen) unabhängig von der damit nicht zu entschuldigenden Leistung der Deutschen jedenfalls keine gute Figur und wenn solche taktischen Kniffe zukünftig nicht erwünscht sein sollen, müsste das Regelwerk entsprechend angepasst werden.

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  • Das Tor war regulär, trotzdem gefällt mir dieses Blocken des Torwarts nicht. Mannschaften wie Arsenal haben es wohl im Zuge der Regeländerung perfektioniert, aber für mich ist das eine dreckige Spielweise. Er geht eben null zum Ball sondern nur gegen den Torwart - bei Feldspielern ist das für mich eine ganz andere Sache. Man hat auch schon in einigen Szenen davor gesehen, dass das eindeutig eine Trainervorgabe war und es gab auch davor immer wieder Ärger vor den Ecken. Nagelsmann wollte es wohl so. Wie auch immer, ich hätte auch einen dreckigen Sieg genommen, aber Mitleid habe ich eben genau aus dem Grund gar nicht.

    Nicht falsch verstehen: Ich will nicht zur alten Regelung zurück. Der Torwart muss nicht wie ein rohes Ei behandelt werden, aber ein aktives Vorgehen gegen den Torwart ohne Absicht den Ball zu spielen sehe ich kritisch.

    Soweit ich weiß, ist es schon seit einiger Zeit eine Standardtaktik, bei Ecken einen Feldspieler zur Ablenkung und Behinderung des Torwarts abzustellen, genauso wie man Feldspieler zum Blocken der Laufwege kopfballstarker Gegenspieler einsetzt. Das muss natürlich regelkonform passieren, also ohne Foulspiel und ohne Sichtbehinderung bei passivem Abseits, was bei Anton beides nicht der Fall war.

    Aber zumindest laut DFB-Regeln ist das doch ein Foul, oder? Also Gegenspieler oder Laufwege ohne Aussicht auf den Ball blockieren? Zumindest habe ich das aus meiner aktiven Zeit anno dazumal im Kopf, dass ein Sperren/Hindern ohne Ball immer Foul war. Ob das jetzt bei Anton vorliegt wage ich nicht zu beurteilen, zumindest sehe ich aber keine Bewegung von Anton zum Ball, wohl aber nimmt er dem Torwart die Chance sich zu bewegen, etwa Richtung zweiter Pfosten, um möglicherweise zu versuchen, die Ecke sogar abzufangen.

    Letztendlich fand ich die Entscheidung auch recht hart, besonders da die Szene doch sehr entscheidend war. Auf der einen Seite trägt das für mich einen sauren Beigeschmack, auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, mit der gestrigen Leistung war ein Weiterkommen auch einfach nicht verdient.

    Mit Japan und den Niederlanden sind da gestern noch zwei sympathische Nationen ausgeschieden, jetzt bleibt mir nur noch Norwegen die Daumen zu drücken.

  • Brown als RV wurde aber doch zumindest als Option mehrfach diskutiert weil er das wohl auch im Verein schon gespielt hätte.

    Ja, hat er. Aber er war da längst nicht so wirkungsvoll wie links. Brown als RV wäre eine Notlösung. Was Anton allerdings ganz genauso ist; das ist auch nicht besser.

    Im Übrigen würde ich danom nicht zustimmen, dass Brown nicht torgefährlich wäre. Wenn er vom Trainer mehr offensive Freiheiten bekommt und weiter vorne herumturnen darf (was als linker Schienenspieler, LM oder DM eher mal möglich ist als auf der reinen LV-Position), dann hat er durchaus auch schon ein paar Tore geschossen und vorbereitet. So schlecht ist sein Schuss nicht.


    Ich gebe Dir recht, die Spieler sind mit verantwortlich, aber am Ende ist der Trainer der Boss. Er wird für die Verantwortung, die er trägt fürstlich vom DFB entlohnt und muss dann aber aus meiner Sicht auch die Konsequenzen tragen, wenn es in die Hose geht.

    So isses. Er verdient einen Vertrauensvorschuss, wenn er sich entscheidet, formstarke Spieler wie El Mala nicht zu nominieren oder wenige Wochen vor dem Turnier die Nummer 1 zu wechseln. Er ist der Boss, er ist näher dran, er muss entscheiden, wie er das für richtig hält. Die Kehrseite von der Medaille ist dann aber auch, dass er am Ende für das Ergebnis den Kopf hinhalten muss. Und das Ergebnis war ziemlich offensichtlich nicht gut.

    In diesem Sinne: Bitte einen Neuanfang, nicht nur beim Trainer, sondern gerne auch beim Kapitän. Denn wenn eine Truppe derart phlegmatisch und emotionslos, teils auch überheblich, auftritt und sich darin gefällt, hunderte Pässe aneinander zu reihen, ohne dass dabei auch nur ein kleines bisschen Torgefahr entsteht, dann müsste ein guter Kapitän seinen Jungs auch mal in den Hintern treten und sie daran erinnern, dass es das Ziel beim Fußball ist, Tore zu schießen und Spiele zu gewinnen.

  • Aber zumindest laut DFB-Regeln ist das doch ein Foul, oder? Also Gegenspieler oder Laufwege ohne Aussicht auf den Ball blockieren?

    Ja, wenn man das plump und offensichtlich macht, definitiv. Aber so ein Rumgezuppel und gegenseitiges Gedrängel wie bei Anton und dem Keeper ist eigentlich nicht ahndungswürdig, zumindest habe ich noch keinen anderen Schiri Vergleichbares (insbesondere nach Betrachtung der Szene am Monitor) abpfeifen sehen.

    "Ohne Aussicht auf den Ball" ist bei so einer Ecke direkt vorm gegnerischen Tor generell schwer zu definieren. Wer könnte ihm denn widerlegen, dass er sich in Vorbereitung genau dort hinbewegen wollte, um eine Vorlage vom Mitspieler zu verwandeln? Es sind ja nicht alle Spieler per Regel verpflichtet immer zum Ball hin zu laufen.

    Einmal editiert, zuletzt von danom (30. Juni 2026 um 12:50)

  • zumindest sehe ich aber keine Bewegung von Anton zum Ball, wohl aber nimmt er dem Torwart die Chance sich zu bewegen, etwa Richtung zweiter Pfosten, um möglicherweise zu versuchen, die Ecke sogar abzufangen.

    Letztendlich fand ich die Entscheidung auch recht hart,

    Selbstverständlich war sie hart, ist halt sowieso jetzt müssig über diese Situation zu hadern - auch wenn ich das verstehe. Leider war es nicht das aberkannte 3:1.

    Das bleibt sowieso das unlösbare Problem... eigentlich hätte Messi Rot sehen können - was hätte das ausgelöst?

    Mit Japan und den Niederlanden sind da gestern noch zwei sympathische Nationen ausgeschieden, jetzt bleibt mir nur noch Norwegen die Daumen zu drücken.

    Oooooohhhhhh...... :|

    Mit der Nase auf meinem smarten Device getippt.

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  • Sicher war Deutschland mit der Mannschaft kein großer Favorit, aber man muss auch sagen, dass das fast jeder "größeren" Mannschaft so passieren kann. Wenn sich ein solider Gegner leidenschaftlich hintenrein stellt, wird es schwer.

    Aber wenn ich doch weiß, dass sich der Gegner nur hintenrein stellt, dann muss ich doch auch nicht ohne Sinn und Verstand den Gegner hintenrein pressen. Ich weiß, die deutschen konnten Konterfußball noch nie, aber was bringt mir am Ende eine Ballbesitzquote und Passquote, wenn das Ergebnis nicht stimmt.
    Stellenweise sah mir das gestern wie Handball aus. Hin und her gepasse und ein suchen nach einer Lücke, die nie da war.
    Spätestens in der KO-Runde möchte doch auch der Gegner gewinnen und muss sich irgendwann öffnen.
    Wenn man schon mit 2 Spitzen spielt, dann muss man den Spitzen auch irgendwie Räume geben, das mache ich halt nicht in dem ich den Gegner leidenschaftlich hintenrein presse.

  • Das was ich vom Spiel gesehen habe (PAR-GER), war von PAR eher sehr dürftig - auf den EINEN Moment gewartet und zugeschlagen. - Ich hätte mir dann schon auch mal gerne GER vs. FRA oder SWE angesehen - da wäre GER vermutlich überrannt worden - war sehr einfallslos was GER da abgeliefert hat.

    Hab das Spiel der Niederländer nicht gesehen, aber rein von den Stat's her, sind die verdient rausgeflogen.

    Ich denke, dass wir gegen Frankreich spielerisch deutlich besser ausgeschaut hätten. Ich rede hier nicht von gewinnen, aber ein offener Schlagabtausch konnte ich mir gut vorstellen.

    Gegen tiefstehende, sehr körperlich spielende Mannschaften, die auf Konter warten, haben wir uns schon immer schwer getan, während nach vorn mitspielende Gegner uns liegen.

    Dabei würde man doch meinen die Deutschen sind nicht die Österreicher - genau das wird sonst auch immer wieder über die Österreicher gesagt. Man sollte doch denken, in Deutschland gibt es genug offensive Spielkreativität im Mittelfeld um eine solche Betonabwehr zu knacken und körperbetonte Mannschaften müssten doch den Deutschen eher liegen als flinke, Gegenspieler. Oder irre ich mich da komplett?

  • Sicher war Deutschland mit der Mannschaft kein großer Favorit, aber man muss auch sagen, dass das fast jeder "größeren" Mannschaft so passieren kann. Wenn sich ein solider Gegner leidenschaftlich hintenrein stellt, wird es schwer.

    Aber wenn ich doch weiß, dass sich der Gegner nur hintenrein stellt, dann muss ich doch auch nicht ohne Sinn und Verstand den Gegner hintenrein pressen. Ich weiß, die deutschen konnten Konterfußball noch nie, aber was bringt mir am Ende eine Ballbesitzquote und Passquote, wenn das Ergebnis nicht stimmt.
    Stellenweise sah mir das gestern wie Handball aus. Hin und her gepasse und ein suchen nach einer Lücke, die nie da war.
    Spätestens in der KO-Runde möchte doch auch der Gegner gewinnen und muss sich irgendwann öffnen.
    Wenn man schon mit 2 Spitzen spielt, dann muss man den Spitzen auch irgendwie Räume geben, das mache ich halt nicht in dem ich den Gegner leidenschaftlich hintenrein presse.

    Was willst du machen, wenn der Gegner den Ball gar nicht haben will? Ich hab gesagt, dass du es mit Verstand, Spritzigkeit oder irgendeiner Idee machen musst und nicht so. An Spiel auf Konter war jedenfalls nicht zu denken. Frankreich etc. wären an unserer Stelle genau in der derselben Situation gewesen und sie hätten gepresst, aber eben mit einer anderen Dynamik bzw. mit Aktionen, die trotz der vielen Gegner im Strafraum eine andere Durchschlagskraft gehabt hätten.

  • Spätestens in der KO-Runde möchte doch auch der Gegner gewinnen und muss sich irgendwann öffnen.

    eben nicht unbedingt. Safety first ist für die meisten die Devise und im Notfall eben die Elfmeter

    Das könnte ich ja spiegeln und selbst sagen "safety first" ... dann haben wir halt kein gescheites Fußballspiel mehr, aber meine Spieler müssten dann auch nicht ständig gegen eine Wand anrennen und sich verausgaben.

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