Jedes Jahr wird wieder über Sinn und Zweck des Spiel des Jahres diskutiert, alle spekulieren über die heißen Kandidaten.
Was bedeutet das SdJ für euch persönlich? Bei mir hat sich das mit der Zeit verändert.
Früher habe ich ein Spiel des Jahres oft ungetestet gekauft, gerne auch alte SdJ-Titel auf dem Flohmarkt, hatte dabei einige Erfolge (bei mir stehen noch 6 SdJ und ein Kennerspiel im Schrank), aber auch einige Reinfälle, die ich wieder abgestoßen habe, und Spiele, die zwar gut waren, aber etwas gealtert sind und durch andere Spiele ersetzt wurden.
Inzwischen mache ich das nicht mehr, sondern schaue mir eher die Empfehlungsliste an, und überlege mir, was davon ich gerne testen möchte. Über die Empfehlungsliste habe ich einige sehr gute Familien- und Partyspiele gefunden, auf die ich ohne die SdJ-Diskussionen vielleicht nicht gekommen wäre, in letzter Zeit z.B. Captain Flip und Krakel Orakel.
Beim Kennerspiel bin ich noch zurückhaltender. Ich spiele zwar grundsätzlich gerne Kennerspiele, habe aber schon mehr davon, als ich in meiner Familie gespielt bekomme. Endeauvor zum Beispiel würde mich schon interessieren, aber wenn ich kaum Mitspieler für Weiße Burg und Arnak finde, lohnt es sich wohl eher nicht, dass ich mir das in den Schrank stelle.
Wie ist euer Umgang mit SdJ, nominierten Spielen und Empfehlungsliste? Nicht interessant, da zu leicht? Geschenkideen für die Familie? Alles kaufen?
Edit: Kurze Zusammenfassung der Antworten:
Es scheint hier im Forum hauptsächlich drei Gruppen zu geben:
- Die interessierten, die sich die Rosinen rauspicken
- Die gut informierten, die einen Überblick über alle interessanten Neuheiten haben und sie schon vor der Nominierung testen
- Die Liebhaber komplexer Spiele, die kein Interesse an Familien- und Partyspielen haben
Was es anscheinend nicht/wenig gibt:
- Blindkäufer - wir sind hier ein Forum, in dem man sich über Brettspiele informiert, wir informieren uns meist gut über Spiele, die uns interessieren.