Welche Bedeutung hat das Spiel des Jahres für euch persönlich?

  • Jedes Jahr wird wieder über Sinn und Zweck des Spiel des Jahres diskutiert, alle spekulieren über die heißen Kandidaten.

    Was bedeutet das SdJ für euch persönlich? Bei mir hat sich das mit der Zeit verändert.

    Früher habe ich ein Spiel des Jahres oft ungetestet gekauft, gerne auch alte SdJ-Titel auf dem Flohmarkt, hatte dabei einige Erfolge (bei mir stehen noch 6 SdJ und ein Kennerspiel im Schrank), aber auch einige Reinfälle, die ich wieder abgestoßen habe, und Spiele, die zwar gut waren, aber etwas gealtert sind und durch andere Spiele ersetzt wurden.

    Inzwischen mache ich das nicht mehr, sondern schaue mir eher die Empfehlungsliste an, und überlege mir, was davon ich gerne testen möchte. Über die Empfehlungsliste habe ich einige sehr gute Familien- und Partyspiele gefunden, auf die ich ohne die SdJ-Diskussionen vielleicht nicht gekommen wäre, in letzter Zeit z.B. Captain Flip und Krakel Orakel.

    Beim Kennerspiel bin ich noch zurückhaltender. Ich spiele zwar grundsätzlich gerne Kennerspiele, habe aber schon mehr davon, als ich in meiner Familie gespielt bekomme. Endeauvor zum Beispiel würde mich schon interessieren, aber wenn ich kaum Mitspieler für Weiße Burg und Arnak finde, lohnt es sich wohl eher nicht, dass ich mir das in den Schrank stelle.

    Wie ist euer Umgang mit SdJ, nominierten Spielen und Empfehlungsliste? Nicht interessant, da zu leicht? Geschenkideen für die Familie? Alles kaufen?

    Edit: Kurze Zusammenfassung der Antworten:

    Es scheint hier im Forum hauptsächlich drei Gruppen zu geben:

    1. Die interessierten, die sich die Rosinen rauspicken
    2. Die gut informierten, die einen Überblick über alle interessanten Neuheiten haben und sie schon vor der Nominierung testen
    3. Die Liebhaber komplexer Spiele, die kein Interesse an Familien- und Partyspielen haben

    Was es anscheinend nicht/wenig gibt:

    • Blindkäufer - wir sind hier ein Forum, in dem man sich über Brettspiele informiert, wir informieren uns meist gut über Spiele, die uns interessieren.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

    Einmal editiert, zuletzt von Makkuroi (5. Mai 2026 um 08:30)

  • Ich mag das Spiel des Jahres insgesamt sehr, da die Spiele so einen größeren Anklang bei der breiten Masse auch außerhalb der Bubble finden. Ob das dann genau die Spiele sind, die ich gut finde oder nicht, ist ja erstmal egal.

    Für mich bedeutet die Auszeichnung Spiel des Jahres nicht unbedingt "das ist ein Spiel, das ich gut finde". Dabei sind mittlerweile auch die Empfehlungslisten insgesamt interessant für mich. Da schau ich mir gerne alles durch und freu mich über Spiele, die ich noch nicht auf dem Schirm hatte.

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  • keine

    Dito, keine. Wir alle hier sind da ja auch nicht die Zielgruppe. Die mediale Fehlinterpretation und damit der Irrglaube der Nicht-/Wenig-Spieler (SdJ = Bestes Spiel) regt mich nur immer wieder mal auf ... :rolleyes:

  • Was bedeutet das SdJ für euch persönlich? Bei mir hat sich das mit der Zeit verändert.

    Wenig. Die meisten SdJ Titel in meiner Sammlung haben noch gar keinen Pöppel, weil ich die schon weit vor der Wahl zum SdJ kaufe, sofern die mich interessieren.

    Beim Uni-Spieleabend gab es einen Herrn (kein Student mehr), der sammelte alle SdJ-Titel nur ohne Pöppel-Aufdruck. Er hatte natürlich auch jede Menge andere Spiele, aber das war so seine Sammlung, die er komplett haben wollte.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

  • Mein Umgang mit dem SdJ: ich freue mich, wenn Spiele ausgezeichnet werden, die mich interessieren, denn dann kann ich sie danach ein ganzes Stück günstiger erwerben. Ich kaufe Spiele nie direkt nach Release, meistens nicht mal im folgenden Jahr.

    Dieses Jahr interessieren mich Cozy Stickerville, HdR:SdG, Take Time und evtl. Hot Streak, und damit bin ich wahrscheinlich für ein Schnäppchen nach der Wahl recht gut aufgestellt.

    Hierfür werde ich zu 100% gebannt.

  • Da das Spiel des Jahres eigentlich sehr in mein Beuteschema fällt (schnell erklärt, schnell gespielt, auch mit nicht-Spielern gut spielbar), habe ich das SdJ normalerweise bereits bevor es zur Empfehlungsliste kommt :)
    Für meine Kaufentscheidung ist es also nicht wirklich relevant.

    Ich freue mich eher über gute Spiele des Jahres weil es tendentiell bedeutet, dass dafür noch Erweiterungen kommen und die Akzeptanz im nicht-spieler-Bereich doch etwas höher ist wenn man sagt: "Das Spiel ist super, das wurde sogar Spiel des Jahres!"

    :?: x 7

  • Ich spiele zwar gerne komplexere Spiele, kann aber auch Familien- und Partyspielen durchaus was abgewinnen. Vor allem wenn sie "elegant" sind. Also einen cleveren Mechanismus besitzten und/oder viel Spaß in kurzer Spielzeit bringen.

    Daher schaue ich mir die SdJ-Nominierten an, versuche sie zu testen und kaufe sie (ohne SdJ-Aufdruck), wenn sie gut sind.

    Außerdem habe ich verschiedene Brettspielaktionen an meiner Schule und dafür auch einen Blick auf die Preisträger und Nominierten. Was bei den Schülern gut ankommt, wird über die Schule (mehrfach) gekauft.

    Seit 2017 bin ich richtig im Brettspielhobby. Seither verhält es sich mit den Preisträgern so bei mir:

    2017

    Gewinner

    King DominoGekauftFür die Schule angeschafft


    Magic MazeGetestetFür die Schule angeschafft


    Wettlauf nach El DoradoGetestetFür die Schule angeschafft
    2018

    Gewinner

    AzulGekauftFür die Schule angeschafft
    Luxor
    The Mindselbst gebastelt (Mittelalterversion)
    2019

    Gewinner

    Just OneGekauftViele für die Schule angeschafft
    LamaGekauftViele für die Schule angeschafft
    WerwörterGetestet
    2020

    Gewinner

    PicturesGekauft
    My City
    Nova LunaGekauft und inzwischen verkauft
    2021

    Gewinner

    MicroMacro: Crime CityGekauftFür die Schule angeschafft
    Die Abenteuer des Robin Hood
    Zombie Teenz Evolution
    2022

    Gewinner

    CascadiaGekauftFür die Schule angeschafft
    ScoutGekauft
    Top TenGekauftViele für die Schule angeschafft
    2023

    Gewinner

    Dorfromantik – Das BrettspielGetestet
    Fun Facts
    Next Station: LondonGetestet
    2024

    Gewinner

    Sky TeamGekauft
    Captain FlipGetestet
    Auf den Wegen von Darwin
    2025

    Gewinner

    Bomb BustersGekauftFür die Schule angeschafft
    Flip 7GekauftViele für die Schule angeschafft
    Krakel OrakelGekauftFür die Schule angeschafft


    Von den älteren (nominierten) SdJ spielen Codenames, Camel Up, Concept, Splendor, Colt Express und (Las) Vegas bei unseren Schüler-Brettspielabenden eine Rolle.

    Einmal editiert, zuletzt von Dark_Mirror (4. Mai 2026 um 12:27)

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  • Der Blick auf die Listen, insbesondere auch auf das, was jenseits der drei nominierten Titel in der Empfehlungsliste kommt, lohnt sich absolut für mich.

    Natürlich ist die Unknowns-Vielspieler-Leserschaft nicht die primäre Zielgruppe der SdJ-Jury, aber auch der erfahrene Vielspieler kann da interessante Spiele finden, die man sich mal näher anschauen sollte, insbesondere auch von kleineren Verlagen mit wenig Social Media Präsenz. Und damit meine ich keineswegs nur kleine Absacker. Auf der Empfehlungsliste für Grau finden sich auch die "dicken Brocken" wie Underwater Cities, Wasserkraft oder Arche Nova, die dann für eine Nominierung zu anspruchsvoll waren, aber trotzdem so gut, dass die Jury sie irgendwie auszeichnen wollte.

    Jüngstes Beispiel: Bier Pioniere. Das hatte ich vorher schon auf meiner Beobachtungsliste, weil ich ein paar positive Spielberichte gelesen hatte. Aber erst dessen Auftauchen in der Empfehlungsliste war dann bei mir der direkte Auslöser zum Kauf. Ich habe es nicht bereut. Und ich behaupte mal: Ohne die KSdJ-Empfehlung hätte es ein kleiner Verlag wie Spielefaible deutlich schwerer gehabt, für Bier Pioniere die verdiente Aufmerksamkeit zu kriegen.

    Was die SdJ-Jury macht, ist schon gut. Deren Auswahlprozess hat Substanz, die finden auch verstecktere Perlen, während umgekehrt die Youtuber-Fraktion sich oft nur im schnellen Hinterherlaufen hinter den größten Hype-Titeln überbietet. "Wir" sind halt nicht die direkte Zielgruppe für SdJ. Anschauen lohnt sich trotzdem. Bewerten und Einordnen muss dann jeder selbst.

  • Wir alle hier sind da ja auch nicht die Zielgruppe.

    Schließt dieses "wir" mich mit ein? Wenn ja, würde ich widersprechen. Warum sollte es hier auf unknowns nicht ganz viele Menschen geben, die genau zur Zielgruppe gehören? Zum Beispiel weil sie eine Familie haben und mit denen eben Spiele auf Spiel-des-Jahres-Niveau spielen? Oder Wenigspieler im Freundeskreis?

    Ich schaue entsprechend auf Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und sogar Kinderspiel des Jahres. Weil für all diese Spiele habe ich eine Spielgruppe. Im Gegensatz zum DSP mit seinen häufigen Expertentiteln, für die ich keine Spielgruppe habe (und solche Spiele dennoch ab und zu mal spiele, weil ich die Komplexitätsstufe mag).

    Mit schauen meine ich aber wirklich nur schauen und nicht gleich kaufen. Ich kaufe (im Normalfall) nur, was ich auch getestet habe. Die meisten Titel der Nominierungs- und Empfehlungsliste kenne ich ja auch bereits. Wenn sie mich interessieren, habe ich sie ggf. schon gespielt oder zumindest darüber gelesen. Interessanter sind oft die Titel, die ich gar nicht kenne. Die schaue ich mir dann nach der Verkündung näher an. Ich nutze also die Auszeichnung vor allem als Anregung, was es noch Interessantes auf dem Markt gibt, das ich noch nicht kenne.

    Gruß Dee

  • Für mich hat es eine große Bedeutung, nämlich dass ich die Spiele garantiert NICHT kaufe, weil sie unter dem Niveau sind, welches ich gerne spiele.

    Beim Kennerspiel des Jahres wird es natürlich interessanter.

  • Für mich hat die SdJ-Liste kaum noch Relevanz. Mal draufschauen, ja, das mache ich gerne. Danach richten, nein, das nicht.

    Früher war das gewiss anders, so ab ca. 1990 mit Spielen wie Tikal, El Grande, SvC, Torres, Puerto Rico, Carcassonne, ZuZ, St.Petersburg, Raja, Alhambra, Stone Age, Yspahan, Fresko, Dominion (Gewinner bzw. nominierte Spiele).

    Ab ca. 2010 kam dann nicht mehr viel, was mich interessiert hätte. Ggf. ist der Preis um die Zeit herum etwas in eine andere Richtung gedriftet und/oder ich (in die entgegengesetzte).

    Ausnahme bestätigen die Regel, aber da ist die Auszeichnung nicht der Anlass, sondern das Kennenlernen irgendwo, was zu einem späteren Kauf führte (Pictures, Krakel Orakel, Cascadia, Sky Team, Codenames).

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  • Ich finde den Preis bzw. viel mehr die Bekanntmachung der Short-/Longlist und das Orakeln im Vorfeld ganz unterhaltsam.

    Durch den Preis landen Spiele auf meinem Radar, die entweder vorher durch mein Raster gefallen sind oder ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Die Empfehlung stimmt mich auch eher gesonnen, mal etwas auszuprobieren, was ich sonst vermutlich links liegen gelassen hätte.

  • […]Jüngstes Beispiel: Bier Pioniere. […]

    Das durfte ich zufälligerweise letzten Freitag kennenlernen und hat mir echt gut gefallen - Viticulture mit Bierthema und eine kleine Prise zusätzlicher Komplexität.

    Sind tatsächlich einige der Kennerspielnominierungen bzw. Empfehlungen in meiner Sammlung gelandet. GWT reiht sich auch in die Liste ein. Also bietet die Empfehlungsliste sehr wohl auch was für Vielspieler.

  • Wir alle hier sind da ja auch nicht die Zielgruppe.

    Schließt dieses "wir" mich mit ein? Wenn ja, würde ich widersprechen. Warum sollte es hier auf unknowns nicht ganz viele Menschen geben, die genau zur Zielgruppe gehören? Zum Beispiel weil sie eine Familie haben und mit denen eben Spiele auf Spiel-des-Jahres-Niveau spielen? Oder Wenigspieler im Freundeskreis?

    Ich glaube hier ist eher Zielgruppe für den Preis und nicht Zielgruppe für die Spiele des Jahres gemeint.

  • Früher war das gewiss anders, so ab ca. 1990 mit Spielen wie Tikal, El Grande, SvC, Torres, Puerto Rico, Carcassonne, ZuZ, St.Petersburg, Raja, Alhambra, Stone Age, Yspahan, Fresko, Dominion (Gewinner bzw. nominierte Spiele).

    Ab ca. 2010 kam dann nicht mehr viel, was mich interessiert hätte. Ggf. ist der Preis um die Zeit herum etwas in eine andere Richtung gedriftet und/oder ich (in die entgegengesetzte).

    Das könnte evtl. auch daran liegen, dass es ab 2011 das Kennerspiel des Jahres gab. Und da findet man dann unter anderem mit 7 Wonders, Flügelschlag, Endeavor: Die Tiefsee (alles Gewinner), Orléans, Concordia, Dune Imperium, Die verlorenen Ruinen von Arnak, Terraforming Mars (alle nominiert), Terra Mystica, Tzolk'in, Russian Railroads, Auf den Spuren von Marco Polo, Blood Rage, Great Western Trail, Pandemic Legacy, Underwater Cities, Wasserkraft, Arche Nova oder Bier Pioniere (alle auf der Empfehlungsliste) dann doch eine ganze Menge Sachen, die auch hier bei Unknowns "gelegentlich" diskutiert werden.

    Im Übrigen sollte man auch die Rot-Pöppel-Spiele nicht komplett unterschätzen. Dass die Regelmenge geringer ist, heißt nicht notwendigerweise, dass die Spieltiefe fehlt. Ja, beim roten Pöppel sind auch eher belanglose Partyspiele oder so Stumpfsinn wie "The Mind" dabei, aber eben nicht nur. Der Übergang zu grau ist fließend und das eine oder andere gute Spiel hätte auch dort einsortiert werden können, etwa Wettlauf nach El Dorado oder im letzten Jahr Bomb Busters. Die Vielspieler, denen das BGG-Weight nicht hoch genug sein kann, sollten außerdem auch nicht denken, dass sie sowas wie Cascadia oder Azul (beides Rot-Pöppel-Gewinner) gegen geübte Spieler leicht und locker gewinnen würden.

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  • Ich bin selten am Spiel des Jahres interessiert, weil ich eher Kennerspiele, und gelegentlich mal ein Expertenspiel spiele. Allerdings habe ich Cozy Stickerville schon mit meiner Frau gespielt, und wenn ich die Kriterien richtig verstanden habe, ist das ein Favorit für den Preis. Schon weil es anders als andere Spiele ist, und damit gleichzeitig zugänglich und innovativ.

  • Was bedeutet das SdJ für euch persönlich?

    Generell interessieren mich irgendwelche Auszeichnungen überhaupt nicht. Was nicht heißen soll, das sich da doch manch gutes Spiel tummelt. Allerdings hat es auch ohne irgendwelche Preise mein Interesse geweckt, Azul bsw. für die Holde.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

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  • Das SdJ hat für mich nur noch nostalgische Bedeutung. In den 80er und 90er bot mir der Titel grundsätzlich wichtige Orientierung. Von den Titelträgern bis 2000 hatte ich 16, von denen noch 10 in der Sammlung sind. Von 2001 bis heute hatten wir 7 Titelträger, davon sind 5 verblieben. Azul von 2018 ist unser aktuellstes SdJ.

    Von den Spielen der ab 2000 geführten weiteren Auswahllisten, die häufig eher komplexer im Vergleich zum Titelträger waren, hatten wir in der Anfangszeit bis 2009 12, jetzt noch 7. Danach gelang mit Machi Koro nur noch ein Spiel der Auswahlliste über unsere Türschwelle.

    Aus den letzte 7 Jahrgängen des SdJ hat mich nichts mehr interessiert. Das heisst nicht, dass ich mich weigern würde diese Spiele bei Gelegenheit auszuprobieren.

    Beim Kennerspiel hatte für mich eher die Gesamtliste eine Bedeutung, bzw. werfe ich immer noch gerne darauf einen Blick. Mit 2 Titelträgern sind wir da dünn besetzt, von den übrigen Listenspielen haben wir 13 Spiele, die aktuellsten sind Bier Pioniere und Zug um Zug Legacy aus 2024. Von der 2025 Liste hat es Kauri auf meine "Irgendwann mal wenns passt Liste" geschafft.

    Mir persönlich ist es völlig egal ob Spiele, die mir gefallen, einen Preis gewinnen. Mein Spielegeschmack/-schwerpunkt hat sich aber im Laufe der Jahre aber vom SdJ entfernt.

  • Völlig irrelevant für mich.

    Mit Tikal besitze ich genau 1 SdJ, während mich alles nach Tikal überhaupt nicht mehr anspricht, da die Komplexität immer weiter abgenommen hat. Zwar gibt es da durchaus Titel die ich weiter empfehlen würde, aber für mich ist nicht viel dabei.

    Nichts desto trotz finde ich es gut, dass es den Preis gibt um das Hobby zu pushen. Ohne diesen Preis würden die meisten Kenner- und vor allem Expertenspiele gar nicht existieren, da nicht lukrativ genug für den Verlag.

  • Ich selber verfolge immer gerne den SdJ und die zugehörigen Listen. Da sind immer Spiele drauf, die reizvoll für uns als Familie sind, auch wenn ich nicht mit allen Nominierten oder Preisträgern konform bin. Doch finde ich, dass wunderbar auf die Listen als Entscheidungshilfe hingewiesen werden kann, wenn Personen neu zum Hobby kommen. Habe ich schon häufig getan, bei der Frage nach einem schönen Spiel und immer positive Antworten erhalten.

    Letting your mind play is the best way to solve problems. (Bill Watterson)

    Bin auch immer mal in der FAIRPLAY zu lesen.

  • Ich wollte eigentlich schreiben: Das SDJ hat für mich keine Relevanz.
    Aber das stimmt so nicht. Von den letzten 10 SDJ besitze ich 5 Spiele (Bomb Busters, Cascadia, Dorfromantik, MikroMacroCrimeCity, Just One);
    von den Nominierungs- und Empfehlungslisten zusammen nochmals 5. Die Listen der Jury schaue ich mir schon recht genau an.

    Beim KDJ besitze ich ebenfalls 5 Siegertitel aus den letzten 10 Jahren; dazu aber noch unfassbare 24 Titel von der Empfehlungsliste.
    Die Jury SDJ macht aus meiner Sicht insgesamt einen wirklich sehr "guten Job". :thumbsup::danke:

    Ich selber verfolge immer gerne den SdJ und die zugehörigen Listen. Da sind immer Spiele drauf, die reizvoll für uns als Familie sind, auch wenn ich nicht mit allen Nominierten oder Preisträgern konform bin. Doch finde ich, dass wunderbar auf die Listen als Entscheidungshilfe hingewiesen werden kann, wenn Personen neu zum Hobby kommen. Habe ich schon häufig getan, bei der Frage nach einem schönen Spiel und immer positive Antworten erhalten.

    HRune hat das wunderbar zusammengefaßt. :thumbsup:
    Ich könnte es nicht besser ausdrücken und unterschreibe das so für mich. :)

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  • Für mich selbst hat dieser Preis keine Relevanz (mehr). Ganz zu Anfang, also vor rund 20 Jahren, war er für mich ein netter Hinweisgeber, was sich auszuprobieren lohnen könnte.

    Genau als das sehe ich ihn auch jetzt noch für die vielen Leute da draußen, die noch nicht in unserer Blase angekommen sind und angesichts der Masse an verfügbaren Spielen überwältigt sind. Ich erwarte von der Jury, dass sie jedes Jahr einige wenige Perlen herauspickt, die für das jeweilige Zielpublikum gut geeignet sind und über die Jahre alle Aspekte unseres schönen Hobbies zeigen. Und das gelingt ihnen meiner Meinung nach sehr gut.

    Entsprechend erwarte ich vom Spiel des Jahres nicht, dass es das "beste" Spiel eines Jahrgangs ist – das kann es objektiv nicht geben und auch logistisch wäre das kaum möglich bei der schieren Masse an Neuerscheinungen jedes Jahr. Aber wer alle Spiele des Jahres (und vielleicht auch noch alle Nominierten) ausprobiert, bekommt einen sehr guten Überblick über die Spielewelt und wird kein einziges wirklich schlechtes Spiel erleben. Höchstens mal für die jeweilige Gruppe / Familie unpassend.

  • Genau als das sehe ich ihn auch jetzt noch für die vielen Leute da draußen, die noch nicht in unserer Blase angekommen sind und angesichts der Masse an verfügbaren Spielen überwältigt sind. Ich erwarte von der Jury, dass sie jedes Jahr einige wenige Perlen herauspickt, die für das jeweilige Zielpublikum gut geeignet sind und über die Jahre alle Aspekte unseres schönen Hobbies zeigen. Und das gelingt ihnen meiner Meinung nach sehr gut.

    Unbestritten. Aber jetzt, wo ich das so weiß auf schwarz lese, kommt in mir der Gedanke auf, dass der Name des Preises dann ziemlich dick aufgetragen und auch schlicht nicht korrekt ist. Es ist nicht das Spiel des Jahres. Es ist ein möglichst gutes, möglichst einfaches Spiel. Das Unterscheidungsmerkmal "Kann Oma Emma kaufen, spielt man mit der ganzen Familie und ist am Weihnachtsabend in wenigen Minuten erlernbar" ist vielleicht nicht das offizielle Auswahlkriterium, aber wenn man sich die Preisträger in ihrer Gesamtheit mal ansieht, trifft das doch schon auf so gut wie alle zu.

    Erinnert mich an einen Dozenten an der Uni, der lapidar sagte: "Ein Produkt, dass einen Standard erfüllt, ist nicht automatisch gut. Ein Standard ist das niedrigste Maß an Qualität, auf das man sich geeinigt hat." - ob das nun stimmt oder nicht, ein ähnliches Gefühl habe ich auch beim "Spiel des Jahres".

    Der Titel suggeriert mir, es sei das beste Spiel des Jahres. In Wirklichkeit kann man das natürlich gar nicht bestimmen, weil dazu die Zielgruppen viel zu unterschiedlich sind. Trotzdem schon fast anmaßend.

    Beim Kennerspiel des Jahres sieht es dafür wieder anders aus. Da wundere ich mich manchmal schon über die Auswahl, aber dennoch kann man sich darauf einigen, dass die Kandidaten ein gewisses Maß an Anspruch innehaben müssen.

  • Der Titel suggeriert mir, es sei das beste Spiel des Jahres.

    Das tut er bei mir nicht (mehr). Und auch die Beschreibung vom "Sinn und Zweck" passt in meinen Augen. Da gehts nicht um das beste Spiel des Jahres. Aber Du hast Recht, das kann es natürlich suggerieren.

    Sinn und Zweck
    Sinn und Zweck Neue Akzente für die Idee des Spiels in Familie und Gesellschaft: Mit dieser Absicht schlossen sich 1977 einige führende Spielekritiker des…
    www.spiel-des-jahres.de

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    Einmal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (5. Mai 2026 um 10:27)

  • Bevor hier die Hälfte der Leute konsequent aneinander vorbei redet, sollte man vielleicht mal klären, was mit der Frage im Titel eigentlich gemeint ist. "Spiel des Jahres" kann ja zweierlei, oder sogar dreierlei, heißen:

    1. Der Name des Vereins, der jährlich drei Hauptpreise (und gelegentlich Sonderpreise) vergibt, und dafür recht komplexe Prozesse und Verfahren entwickelt hat.
    2. In der weitesten Interpretation der Überbegriff für alle Spiele, die bei solchen Auszeichnungen in Long Lists (incl. Empfehlungen) oder Short Lists (nur die drei Nominierten pro Hauptpreis) auftauchen.
    3. In der allerengsten Definition nur der Siegertitel des bekannteste Hauptpreis, nämlich der mit dem berühmten roten SdJ-Pöppel.

    Und natürlich sind auch noch Abstufungen zwischen 2 und 3 möglich.

    Wenn man die Definitionen sehr eng zieht, dann ist für mich persönlich nur alle paar Jahre ein Rot-Gewinner wirklich interessant im Sinne von "spiele ich wirklich gerne". Azul oder Cascadia sind z.B. einfach gute Spiele, mit ausreichender Spieltiefe, auch für Vielspieler. Jederzeit gerne. Trotzdem habe ich noch ein paar mehr der SdJ-Gewinner zuhause im Regel, auch zum Spielen mit der Familie oder mit Gelegenheitsspielern. Und ja, absolut, das kann dann für Vielspieler, die normalerweise andere Gewichtsklassen bevorzugen, auch mal den Charakter bekommen von: "Jo, spiele ich halt der Gemeinschaft zuliebe mit halber geistiger Kraft mit."

    Bei der weiteren Definition incl. KSdJ-Empfehlungsliste umfasst "Spiel des Jahres" dann ein paar Titel mehr, bis hin zu Terraforming Mars, Arche Nova oder Wasserkraft. Da kann man dann nur wirklich nicht mehr behaupten, dass das alles nur belangloses Mainstream-Zeugs wäre. Das ist dann definitiv für "uns hier" on topic. Dann kann man höchstens noch diskutieren, ob man generell auf Spielepreise und ähnliche externe Empfehlungen wert legt oder nicht.

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  • Außerdem habe ich verschiedene Brettspielaktionen an meiner Schule und dafür auch einen Blick auf die Preisträger und Nominierten. Was bei den Schülern gut ankommt, wird über die Schule (mehrfach) gekauft.

    Auch ich gucke mir die Liste und die Preisträger sehr gerne an.
    Deine Kauf- und Getestetliste ist fast deckungsgleich mit meiner.
    Für unsere öffentlichen Spieletreffs und Spieletage suche ich immer Spiele die schnell erklärt und schnell zu lernen sind und da endtäuscht das Spiel des Jahres und die anderen empfohlenen Titel fast nie.
    Da fällt mir ein, dass mir Skyteam fehlt (ist halt nur für 2 Personen).
    Und auch Cozy Stickerville wird es für die Spieletreffs schwer haben, aber ist eventuell etwas für meine Frau ;)


    #Titel - Spiel des Jahres

    Trotzdem schon fast anmaßend.

    Der Titel heißt doch gar nicht "BESTES Spiel des Jahres", sondern nur "Spiel des Jahres".
    Ich würde es eher so bezeichnen, wie wenn ein Händler ein Produkt des Monats in diesem Monat besonders bewirbt.
    Nicht weil es das aller besteste Produkt in diesem Monat ist, dass er in seinem Sortiment hat, sondern weil er dem Produkt in diesem Monat besondere Aufmerksamkeit geben möchte.

    So möchte das "Spiel des Jahres" diesem Spiel in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit geben, weil die Juri dieses Spiel aus bestimmten Gründen für würdig hält. (Besondere Innovation, besonderes Thema, besondere Zugänglichkeit, besondere Mechanik, besondere ... )

    Anmaßend ist da nichts.

  • Der Titel suggeriert mir, es sei das beste Spiel des Jahres. In Wirklichkeit kann man das natürlich gar nicht bestimmen, weil dazu die Zielgruppen viel zu unterschiedlich sind. Trotzdem schon fast anmaßend.

    Dann ist der Oscar in der Kategorie "Bester Film" für dich auch anmaßend? Denn auf den trifft ja dasselbe zu ...

    Ich käme nie auf die Idee zu glauben, der so prämierte Film wäre der "beste Film" des Jahres. Sondern ich glaube nur, dass der Film aus Sicht der Jurymitglieder der beste Film ist. Andere Jurymitglieder würden vermutlich einen anderen Film prämieren.

    So sehe ich das beim Spiel des Jahres auch. Für die SdJ-Jury ist es das Spiel des Jahres. Andere Jurymitglieder würden vermutlich ein anderes Spiel prämieren.

    Dieses Bewusstsein traue ich auch anderen Menschen zu. Deshalb finde ich den Titel kein bisschen anmaßend.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

  • Der Titel suggeriert mir, es sei das beste Spiel des Jahres. In Wirklichkeit kann man das natürlich gar nicht bestimmen, weil dazu die Zielgruppen viel zu unterschiedlich sind. Trotzdem schon fast anmaßend.

    Das liegt aber eher daran, dass wir oftmals nicht genau lesen / wahrnehmen. Es heißt nur "Spiel des Jahres" - also nicht "Bestes Spiel des Jahres" oder gar "Bestes Spiel des Jahres für alle". Für mich ist das genau so eine Auszeichnung wie "Vogel des Jahres" oder "Farbe des Jahres". Beides hat nicht den Anspruch, das jeweils "beste" oder "bedeutendste" zu sein. Es gibt lediglich eine Jury, die der Meinung ist, dass das ausgezeichnete Etwas aus welchem Grund auch immer Aufmerksamkeit verdient. Und das passt beim Spiel des Jahres ebenso.

  • Dann ist der Oscar in der Kategorie "Bester Film" für dich auch anmaßend? Denn auf den trifft ja dasselbe zu ...

    Ich käme nie auf die Idee zu glauben, der so prämierte Film wäre der "beste Film" des Jahres. Sondern ich glaube nur, dass der Film aus Sicht der Jurymitglieder der beste Film ist. Andere Jurymitglieder würden vermutlich einen anderen Film prämieren.

    So sehe ich das beim Spiel des Jahres auch. Für die SdJ-Jury ist es das Spiel des Jahres. Andere Jurymitglieder würden vermutlich ein anderes Spiel prämieren.

    Dieses Bewusstsein traue ich auch anderen Menschen zu. Deshalb finde ich den Titel kein bisschen anmaßend.

    Das sehe ich in der Tat anders - die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ist ein recht großer Branchenverband mit hunderten wahlberechtigten Mitgliedern (Praktikern aus der Branche). Ich gehe schon davon aus, dass sie den Film auszeichnen wollen, den die Mehrheit der Mitglieder als besten Film des Jahres sieht. Jedenfalls ist das kein Jurypreis, anders als etwa ein Berlinale-Sieger.

    Umgekehrt unterstelle ich, dass die Spiel des Jahres Jury keineswegs das Spiel wählt, das die einzelnen Jurymitglieder für ihr persönlich bestes Spiel des Jahres halten, denn dieses wird in vielen Fällen nicht für die Zielgruppe des Preises geeignet sein. Stattdessen wählen sie das Spiel aus dem aktuellen Jahrgang, mit dem aus ihrer Sicht am besten der Zweck des Preises, nämlich die Verbreitung des Kulturguts Spiel in der Gesellschaft, erfüllt werden kann. Das ist eine ganz andere Intention hinter dem Preis. Natürlich wird das in aller Regel trotzdem ein gutes Spiel sein. Aber es geht eben nicht um rein spielerische Meriten beim Spiel des Jahres.

  • Das sehe ich in der Tat anders - die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ist ein recht großer Branchenverband mit hunderten wahlberechtigten Mitgliedern (Praktikern aus der Branche).

    Aber auch mehrere hundert sind im Prinzip eine Art Jury.

    Worum es mir geht: Ich würde niemals davon ausgehen, dass der "Beste Film" mir deshalb automatisch gefallen muss. Ebenso wie ich bei einem Spiel des Jahres niemals davon ausgehe, dass es mir gefallen muss.

    Ansonsten hat es malzspiele gerade noch viel besser als ich formuliert und mit "Vogel des Jahres" etc. auch noch bessere Beispiele genannt als ich mit dem Oscar, das räume ich gerne ein.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (5. Mai 2026 um 11:16)

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