Warum kauft ihr Erweiterungen?

  • Also ich kaufe Erweiterungen eigentlich nur in folgenden Fällen:

    1. Wenn sie direkt gleichzeitig mit dem Grundspiel zusammen veröffentlicht werden und quasi aus Marketinggründen herausgeschnitten wurden, obwohl sie eigentlich quasi zum Produkt dazugehören (siehe Sankt Peters Post).

    2. Wenn sie mir mehr Varianz des Gleichen geben und der spezifische Titel häufig genug auf den Tisch kommt - z.B. neue Fraktionen für ein Area Control Spiel wie Scythe würde ich sofort kaufen.

    3. Wenn sich die Reviews überschlagen und quasi die gesamte Fachpresse plus Community dafür ausspricht, dass diese spezielle Erweiterung nun der heilige Gral ist und das Grundspiel sozusagen um Welten besser macht + ich das Grundspiel schon besitze + es oft genug auf den Tisch kommt, als dass sich sowas lohnen würde.

    4. Wenn die Erweiterung einen eklatanten Designfehler im Grundspiel ausbessert um z.B. einen Loop auszubessern oder die Balance zu fixen o.Ä.!

    Noch erhöhter ist die Wahrscheinlichkeit jeweils, wenn die Erweiterung preiswert ist. Also 5 bis 10€ wie die Mischwald-Teile im Sale laden natürlich eher mal dazu ein in den Warenkorb zu gehen, als eine Gambler's Chest für KDM für 400€+.

    Fairerweise muss man aber sagen, dass die Frequenz, in der ich Erweiterungen kaufe, extrem stark zurückgegangen ist. Oft spielt man dann doch nur das Grundspiel, vor allem bei Neulingen die erstmal den Titel kennenlernen möchten, und daher lohnt es sich in der Regel nicht. Außer wie gesagt in den vier Fällen von oben - speziell bei Nummer 2, 3 und 4 geht es in der Regel in Ordnung für mich.
    Lg

  • Ich kaufe ( gelegentlich) Erweiterungen, weil

    • sie das Spiel erst richtig spielbar machen ( Catan Seefahrer)
    • sie das Spiel deutlich interessanter machen, ohne für mich komplizierter zu werden ( Catan Städte & Ritter)
    • sie für mehr Abwechslung sorgen ( Dominion / Agricola / Arche Nova)
    • sie solo spielbar werden (Mischwald)
    • sie Ausstattungskomponenten haben, die mir sinnvoll/notwendig erscheinen ( Underwater Cities Double Layer Boards)
    • sie die Spielzeit verkürzen ( Terraforming Mars Präludium)
    • sie kooperativ spielbar werden ( Orleans / Viticulture)

      Erweiterungen, die mich eher genervt haben waren die für Flügelschlag - die wurden ganz schnell wieder aussortiert, weil sie das Spiel meinem Empfinden nach nur aufgebläht haben. Erfreulicherweise kann ich gut damit leben, Spiele nur in der Grundversion zu haben bzw. mit nur wenigen essenziellen Erweiterungen 😊!

      So in der Rückschau betrachtet sind für mich die wichtigsten Erweiterungen Catan Seefahrer und Orleans Handel und Intrige ( der kooperative Anteil), denn ohne diese Erweiterungen kamen/kommen diese Spiele erst gar nicht auf den Tisch…
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  • Ich brauche Erweiterungen meist für den fünften (oder sechsten, siebten, etc. ) Mitspieler (...)

    Solche "Erweiterungen" zähle ich erst gar nicht dazu.

    Bei Catan hießen die „Ergänzungen“ (und die waren eigentlich überflüssig, immerhin hat man zu viert mehr Farben zur Auswahl)

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Erweiterungen sind bei mir (bei uns) nicht gerne gesehene Gäste auf dem Spieletisch...i.d.R.

    Ein Spiel passt oder es passt nicht...ohne Erweiterung.

    Erweiterungen bringen u.E. nur eine unnötige Verkomplizierung, mehr Material, noch mehr Regeldetails, eine ggf. noch höhere Hürde, ein Spiel nach Monaten wieder auf den Tisch zu bringen (inkl. erneuter Regelkunde).

    I.d.R., wie oben geschrieben.

    Für Legenden von Andor haben wir "Der Sternenschild", also neue Kampagnen nachdem das "alte" Spiel ausgespielt war.

    Für Noch mal! und die Spiele der Clever-Reihe jeweils neue Blocks/Challenges (wobei dies weniger Erweiterungen im klassischen Sinne sind, m.E.).

    Für Viticulture Besuch aus dem Rheingau und Tuscany, aber gespielt wird eigentlich nur das Original ohne was "dazu".

    Und dann gibt es tatsächlich die eine große Ausnahme von "keine Erweiterungen":

    Orleans

    Die Erweiterung Invasion ist bei uns noch beliebter als das Original, unser liebstes kooperative Spiel.

    Ebenso haben wir zu Orleans die Pest - eine ebenfalls sehr schöne Erweiterung.

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  • Wenn sie [die Erweiterungen] direkt gleichzeitig mit dem Grundspiel zusammen veröffentlicht werden und quasi aus Marketinggründen herausgeschnitten wurden, obwohl sie eigentlich quasi zum Produkt dazugehören (siehe Sankt Peters Post).

    Ja, das kann der Fall sein. Meiner Erfahrung nach sind direkt mitveröffentlichte Erweiterungen aber mindestens genauso oft auch ein Zeichen für fehlendes Streamlining, d.h. die Macher haben es nicht geschafft, das Spiel auf die interessantesten Teile einzudampfen. Man konnte sich nicht von liebgewonnenen, aber letztendlich unnötigen Teilen trennen und produziert dann aufgeblähte Spiele, die einfach nicht gut sind. Insbesondere im Crowdfunding-Bereich braucht's gefühlt auch viel Material, um hohe Preise zu rechtfertigen. Weniger wäre da oft mehr. Unnötige Verkomplizierung ohne spielerischen Mehrwert brauche ich nicht und will ich nicht.

  • Erweiterungen, die mich eher genervt haben waren die für Flügelschlag - die wurden ganz schnell wieder aussortiert, weil sie das Spiel meinem Empfinden nach nur aufgebläht haben.

    Das ist, soweit ich sehe, absolut korrekt. ALLERDINGS war die erste Europaerweiterung ein Pflichtkauf (ein Wort, das ich so überhaupt nicht mag und in meinem Kaufverhalten praktisch nicht vorkommt). Zwar ist meine Familie dem Alter von Nachhilfe im zoologischen Bereich entwachsen, aber da ich selbst gerne - wenn ich mich schon für FS entschieden habe, und das habe ich bewusst - auch etwas über mir benachbarte Kreaturen erfahren möchte, wollte ich die unbedingt haben und behalten. Die weiteren und alle, die noch folgen (Antarktis?, Stratosphäre?, Mars?) habe ich sehr bewusst ausgelassen.

  • Wenn sie [die Erweiterungen] direkt gleichzeitig mit dem Grundspiel zusammen veröffentlicht werden und quasi aus Marketinggründen herausgeschnitten wurden, obwohl sie eigentlich quasi zum Produkt dazugehören (siehe Sankt Peters Post).

    Ja, das kann der Fall sein. Meiner Erfahrung nach sind direkt mitveröffentlichte Erweiterungen aber mindestens genauso oft auch ein Zeichen für fehlendes Streamlining, d.h. die Macher haben es nicht geschafft, das Spiel auf die interessantesten Teile einzudampfen. Man konnte sich nicht von liebgewonnenen, aber letztendlich unnötigen Teilen trennen und produziert dann aufgeblähte Spiele, die einfach nicht gut sind. Insbesondere im Crowdfunding-Bereich braucht's gefühlt auch viel Material, um hohe Preise zu rechtfertigen. Weniger wäre da oft mehr. Unnötige Verkomplizierung ohne spielerischen Mehrwert brauche ich nicht und will ich nicht.

    Absolut, da bin ich voll bei dir. Manchmal braucht man sie nicht und sie sind nur aufgeblähtes Beiwerk, damit über die Kampagne noch mehr Geld gemacht werden konnte. Oft fand ich sie aber tatsächlich auch schon toll (Blood Rage fällt mir da zum Beispiel direkt ein).

    Lg

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  • Solche "Erweiterungen" zähle ich erst gar nicht dazu.

    Bei Catan hießen die „Ergänzungen“ (und die waren eigentlich überflüssig, immerhin hat man zu viert mehr Farben zur Auswahl)

    ...aber allein um mehr Farbauswahl für die Mitspieler zu haben, braucht man sich doch diese "Ergänzungen" nicht zuzulegen...die Spielfiguren für Catan gibt's doch als Sets in vielen weiteren Farben auch alleine zu kaufen, ich habe, wenn ich mich recht erinnere, 12 vers. Farb-Sets für Catan (jeweils inkl. Seefahrer u. Städte _ Ritter)...8-))

  • Ich habe in den letzten Tagen per Zufall in zwei Threads gelesen, dass man die eines Spiels Erweiterung kaufen will, was gar nicht (mehr) oder noch nie auf den Tisch kam. Und daher interessiert mich: Aus welchem Grund kauft Ihr Erweiterungen?

    Mir sind vorab folgende Antworten eingefallen:

    • Ich bin Komplettionist und will alles von einem Spiel haben – egal, ob ich es spiele oder nicht.
    • Ich spiele ein Spiel so oft, dass ich mir jetzt Abwechslung wünsche.
    • Ich spielte ein Spiel so oft, dass es irgendwann durch war, und durch die Erweiterung lebt es hoffentlich noch einmal auf.
    • Ich nutze Erweiterungen, um ein Spiel endlich mal wieder auf den Tisch zu bekommen.
    • Ich nutze Erweiterungen, um ein Spiel überhaupt einmal auf den Tisch zu bekommen.

    Ich würde Eure weiteren Antworten abwarten und dann nach einiger Zeit eine Umfrage erstellen, um ein übergeordnetes Bild zu bekommen.

    Gruß Dee

    zuerst mal: schlicht Portokosten.

    dann ist mir aufgefallen, dass viele Erweiterungen die komplett neue Mechaniken einführen bei uns in der Gruppe das Ende des Spiels eingeleitet haben. Ich glaube, dass liegt jetzt nicht nur daran, dass eine Erweiterung schlecht war, sondern eher, dass sie es dann auch nicht mehr rausreisst, wenn das Grundspiel keinen Spass mehr macht. Daher finde ich der beste Kaufzeitpunkt für Erweiterungen ist schon im ersten Drittel eines Spielezyklusses, wenn es am meisten Spass macht und man noch motiviert ist viel zu spielen.

    Bisschen was anderes ist es mit "more of the same" Wenn ich denke ein Spiel wie AH LCG oder Bloodborne macht mir Spass, dann kaufe ich halt von Beginn 2-3 Expansions dazu. Selten, dass die komplett liegenbleiben. Aber man lernt halt auch dazu.

    3 Mal editiert, zuletzt von roman777 (16. Mai 2026 um 07:27)

  • Ich kaufe ( gelegentlich) Erweiterungen, weil

    • sie das Spiel erst richtig spielbar machen ( Catan Seefahrer)
    • sie das Spiel deutlich interessanter machen, ohne für mich komplizierter zu werden ( Catan Städte & Ritter)
    • sie für mehr Abwechslung sorgen ( Dominion / Agricola / Arche Nova)
    • sie solo spielbar werden (Mischwald)
    • sie Ausstattungskomponenten haben, die mir sinnvoll/notwendig erscheinen ( Underwater Cities Double Layer Boards)
    • sie die Spielzeit verkürzen ( Terraforming Mars Präludium)
    • sie kooperativ spielbar werden ( Orleans / Viticulture)

      Erweiterungen, die mich eher genervt haben waren die für Flügelschlag - die wurden ganz schnell wieder aussortiert, weil sie das Spiel meinem Empfinden nach nur aufgebläht haben. Erfreulicherweise kann ich gut damit leben, Spiele nur in der Grundversion zu haben bzw. mit nur wenigen essenziellen Erweiterungen 😊!

      So in der Rückschau betrachtet sind für mich die wichtigsten Erweiterungen Catan Seefahrer und Orleans Handel und Intrige ( der kooperative Anteil), denn ohne diese Erweiterungen kamen/kommen diese Spiele erst gar nicht auf den Tisch…

    + 1 für Seefahrer und guter Punkt mit Orleans. Ich suche immer gute Coop Spiele fur die Familie, bisher war das bei mir als Nicht-Coop durchgerutscht.

    Einmal editiert, zuletzt von roman777 (16. Mai 2026 um 13:51)