Beim stöbern durch das Forum bin ich über einen Beitrag gestolpert der einen Vergleich zwischen Galactic Cruise und Seti herstellte. In dem Fall zu Gunsten von Seti und ich muss sagen ich bin kein riesen Fan des Spiels während ich Glactic Cruise ziemlich großartig empfinde. Bei dem Post ist mir aber aufgefallen, dass es doch einige Parallelen gibt.
Beide Spiele bewegen den Spieler ab einem gewissen Zeitpunkt auf Schienen, bei dem der Strategie Wechsel zwar möglich ist, aber doch nochmal stark überdacht werden muss, da er zum einen mit hohen Risiken verbunden ist und auf der anderen Seite in der Regel eher das Verfolgen einer Strategie belohnt wird. Manch einer nennt es auch auf Schienen fahren. Bei Seti werde ich nicht spontan den Schwenk auf Scannen machen wenn ich zuvor viel in Weltraum Sonden Technologie gesteckt habe, es sei denn ich verspreche mir davon kurzfristig einen größeren Bonus ebenso werde ich bei Galactic Cruise mein Abenteuer Raumschiff nicht spontan mit Familien Gästen bestücken. Zumindest aus dieser Schienen-fahren-Perspektive gibt es gewisse Parallelen.
Da beide Spiele ungefähr gleich lang in ihrer Dauer gehen, und ich nicht so recht darauf kam, warum mir das eine gefällt und das andere eher nicht, kam mir der Gedanker das aus dem Film bekannte Konzept des Pacings auf Spiele zu übertragen. Also quasi der richtige Rhytmus des Spiels bei dem Ruhe, Spannung, Druck und Ende sich zeitlich stimmig in Einklang bringen. Unter dem Gesichtspunkt ist mir aufgefallen, das zwar beide Spiele einen vergleichbaren Aufbau haben und quasi entspannt starten, mit einem moderaten Aufbau, dann langsam Spannung aufbauen und dort sogar Seti spannender als Galactic Cruise, aber dann wenn es um den Druck den Spieler empfinden sollen (weil beide Spiele einen gewissen Wettlauf Charakter haben), Seti kurz nach der Mitte schwächelt und dann sich zu viel Zeit lässt bis es zum Ende kommt. Ich fühl mich zu Beginn bei Seti unter Druck gesetzt, die Aliens zu entdecken, ich will möglichst zackig Punkte bekommen um mir die besseren Sieg Endpunkte zu schnappen, aber wenn das erstmal alles erreicht ist, kommt da nicht mehr so viel. Klar irgendwer schnappt sich noch den wertvollen Mond, aber davon gibt es reichlich mit ähnlichem Wert, auch bei den Aliens Fortschritte zu erreichen ist zwar noch belohnend, aber bin ich nicht der Erste werd ich als Zweiter immer noch gut belohnt. Bis das Ende dann erreicht ist, dümpelt die Spannung auf einem eher niedrigen Level dahin, weil schlicht der Druck fehlt.
Galactic Cruise erzeugt da auf mehr Ebenen Druck um die Spannung aufrecht zu halten, das zieht auch eher seicht an und steigert sich dann immer weiter bis das Ende schneller kommt als erwartet. Wie gesagt besonders zu Beginn ist das nicht so intensiv wie bei Seti, aber der Druck steigert sich kontinuierlich, wenn man auf einmal beobachtet wie die anderen die Unternehmensziele erreichen und es immer schwieriger wird selber diese zu erreichen, einem die Reiserouten weg geschnappt werden oder mit unnützen Passagieren zu gebucht werden, das Rennen auf dem Ansehenstrack, dass einem ordentlich Punkte bringt, aber opfert man dort Punkte kann man schneller seine Raketen starten. Und das wichtigste, bevor das Spiel droht langweilig zu werden, weil man ggf. schon alles erreicht hat, oder keine Schiffe mehr bauen kann, endet es einfach.
Übertragen auf andere Spiele sind mir solche Pacing Probleme spontan auch bei den Imperium Spielen aufgefallen, die stellenweise auch ganz schöne Hänger in der Spannung haben können, besonders im Mittelteil, zum Glück kriegen die meisten Partie gegen Ende dann nochmal die Kurve und können wieder anziehen, weshalb die meisten Partien doch sehr positiv im Gedächtnis bleiben.
Habt ihr auch mal auf das Pacing beim Spielen geachtet? Ist euch das weniger wichtig? Gibt es andere Spiele die eher so ein Semigutes Pacing haben?