Spiel des Monats Januar 2026

  • Tja, der Januar war eher überschaubar. Und wenn ich mir meinen Beitrag im letzten Wochenthread so ansehe, dann bleibt als logische Wahl nur

    #Kanal

    übrig. Und das auch zurecht; es hat mich nicht nur zeitlich am Meisten beschäftigt (Anleitungen in zwei Sprachen lesen, verstehen und vergleichen --> siehe Wochenthread "02.02.26-08.02.26"), sondern auch emotional ziemlich abgeholt; soweit man das bei einem dermaßen nüchternen Industriethema behaupten kann. ^^ Sagen wir einfach: #Kanal hat mich im Januar mehr als andere Spiele positiv fasziniert.

  • Wenig Brettspiele, nur 5 mit wenig mehr Partien. Andere Hobbys gibt's ja auch noch, vor allem Klemmbausteine und Modelleisenbahn Spur z.

    Trotzdem gibt's diesmal wieder ein Spiel des Monats:

    Whistle Stop (mit der Rocky-Mountains-Erweiterung.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen

    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • Nach längerer Zeit mal wieder eine Partie Rebellion gezockt, die großartig war. Auf den letzten Drücker klaute R8tzi der Rebellion den Sieg! :cursing::*

    Kurz vor Ende des Monats kam endlich FCM an und das Spiel ist trotz ansprechenderer Komponenten immer noch super. Wer hätte das gedacht!? xD
    Muss auf jeden Fall mehr gespielt werden! Einziger Wermutstropfen ist die riesige Spielbox. Da müssen ein paar andere Spiele Platz machen.

    SdM ist allerdings #Speakeasy, das ich noch mehrmals spielen konnte. Ich mache mit jeder Partie einen leichten Fortschritt und konnte zuletzt die 500$ Marke überschreiten. Bisher nur solo, zu zweit und zu dritt gespielt, aber hat mir in jeder Konstellation sehr gut gefallen. Für seine Komplexität finde ich das Spiel sehr leichtgängig. Ich kann fast immer das Tun, was ich möchte - die Belohnung fällt nur unterschiedlich aus. Dadurch fühlt es sich für mich nicht so mangelig oder zwanghaft an, wie zB ein Seti.
    Und es sieht mMn einfach bombastisch auf dem Tisch aus. Bei Spielende „lebt“ Manhatten förmlich aufgrund der ganzen Gebäude, Trucks und Cops auf dem Spielfeld.


    Mein SdM #Speakeasy!

  • Spiel des Monats Januar könnten mehrere werden - ein Blood on the Clocktower (ist aber schon mein SdJ), ein Ezra und Nehemiah, ein Dwellings of Eldervale, ein Civolution.......

    Es wird aber diesmal:

    #Luthier

    Die erste Partie zu zweit war nicht so dolle - zu dritt glänzt es richtig und ich hoffe auf eine schöne 4er-Partie. Optisch auch ein absoluter Augenschmeichler.

  • Keine Ahnung warum, aber im Januar wird normalerweise vieles gespielt, das schon länger nicht mehr auf dem Tisch war (ob das an der relativ leeren Jahresstatistik bei BG Stats liegt? Keine Ahnung) - häufig aber auch ein Neuling (weil über die Weihnachts-/Jahreswechselzeit doch im allgemeinen viel gespielt wird und der "Nachholbedarf" ganz gut erfüllt und somit Zeit und Luft für was neues ist).

    Bei all der Konkurrenz kommt für mich nur ein Spiel, nämlich unser erste Neuling 2026, für den Titel Spiel des Monats in Frage. Ein Spiel, das mich sozusagen von Anfang an begeistert hat - und das fängt schon bei der Spielregel an: Es hat einfach richtig Spaß gemacht, diese zu lesen. Es war alles wunderbar verständlich. Es gab gute und direkt nachvollziehbare Beispiele. Und dann gibt es da auch noch die entsprechenden Einordnungen, wie das ein oder das andere "in dieRealität" zu "übersetzen" ist ("Nachtarbeit" o. ä.), sowie kurze Beschreibungen der im Spiel vorkommenden Persönlichkeiten. Sowas liebe ich ja - vorbildlich fand ich hier immer Arler Erde oder ein Fest für Odin, das hier reiht sich nahtlos ein.

    Dann die Aufmachung - einfach hübsch! Wahnsinnig hübsch. Ich liebe es, wenn auf Karten nicht überall ein "Platzhalter" aufgeführt ist, sondern der jeweilige Gegenstand oder die Person tatsächlich dargestellt ist. Referenz ist hier für mich "Endless Winter", aber da mag ich einfach den Stil von The Mico nicht, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.

    Und schließlich das Spiel selbst. Einfache, klare Regeln, aus denen sich aber eine unglaubliche Tiefe entwickelt. Ich hätte nie gedacht (selbst, nachdem ich hier im Forum schon sowas gelesen hatte), dass sich aus dem verdeckten Einsetzen der Arbeiter/Familienmitgliedern und deren unterschiedlichen Stärken, so ein vertracktes "Wenn ich den hier einsetze, bekomme ich zwar den Bonus, bin aber - wenn mein Gegenüber auch (beispielsweise) zur Gilde geht - nicht mein (kostenloses) Wunschinstrument, müsste hierfür also gegebenenfalls bezahlen, wenn er aber dann zuerst die Gilde aktiviert, habe ich noch nicht genügend Geld um mir ein anderes als das kostenlose Instrument zu nehmen...). Es ist einfach herrlich!

    Und das, obwohl wir es bisher (und vermutlich auch für die nächste Zeit, da zu komplex für die meisten "außerfamiliären" Mitspieler) nur zu zweit gespielt haben. Und ich vermute, zu dritt ist es, wie FischerZ heute schon geschrieben hat, noch einmal ein Stückchen besser... (den Automa-Mitspieler haben wir in unsere 4 bisherigen Partien noch nicht integriert, ich bin bisher zu sehr mit meiner eigenen Familie beschäftigt.

    Von daher mein Spiel de Monats Januar: #Luthier (und schon jetzt ein heißer Kandidat für mein Spiel des Jahres 2026 hier im Forum). Ich wundere mich allerdings sehr, dass man hier bisher recht wenig davon liest...

  • Im Januar ist mein Spiel des Monats ganz klar: #Thesauros

    Habe es zweihändig, solo und in einer 4er-Runde gespielt. Optisch und thematisch finde ich es großartig. Selbst in der 4er-Runde mit zwei Personen, die sonst nicht so komplexe (BGG Weight: 3,72/5) Spiele spielen, hat es super funktionert und für Begeisterung gesorgt.

  • Im Januar gab es tatsächlich mal ein wahres Potpourri an Spielen: 3x Aeon's End, 2x Spirit Island, Robinson Crusoe, Eldritch Horror, Marco Polo, Zug um Zug Märklin, Orléans Invasion, Pandemie, Flatline, Civolution und Nemesis. Dazu ein bisschen Kleinkram: Rebel Princess, Flip 7, Port Royal.

    Spiel des Monats ist für mich Aeon's End. Nach längerer Abstinenz auf den Tisch gekommen und gleich wieder voll eingeschlagen.

    Historie

    12/25 Rokoko

    11/25 Civolution

    10/25 Brass Birmingham

    09/25 Civolution

    08/25 Civolution

    07/25 Aufbruch nach Newdale

    06/25 The Gallerist

    05/25 Skull Queen

    04/25 Spirit Island

    03/25 Teotihuacan

    02/25 Civolution

    01/25 Heat

    12/24 Civolution

    11/24 Endeavor: Die Tiefsee

    10/24 Inferno

    09/24 Endeavor: Die Tiefsee

    08/24 Dune: Imperium

    07/24 Spirit Island

    06/24 Die Alchemisten

    05/24 Deus

    04/24 Brass Birmingham

    03/24 Sky Team

    02/24 Great Western Trail

    01/24 Orléans - Die Invasion

    12/23 Scythe

    11/23 Teotihuacan

    10/23 Iki

    09/23 Great Western Trail: Neuseeland

    08/23 Nemesis

    07/23 Spirit Island

    06/23 Aeon's End

    05/23 Railways of the World

    04/23 Heat

    03/23 Aeon's End

    02/23 Aeon's End

    01/23 Scythe

    12/22 Exit Adventskalender

    11/22 Mysterium

    10/22 Carnegie

    09/22 Carnegie

    08/22 Golem

    07/22 Aeon's End

    06/22 Legendary Encounters: Alien

    05/22 Railways of the World

    04/22 Las Vegas

    03/22 Eldritch Horror

    02/22 Nemesis

    01/22 Scythe

    12/21 Monster Slaughter

    11/21 Iki

    10/21 Pandemie

    09/21 Spirit Island

    08/21 Aeon's End

  • Mein Spiel des Monats ist Tea Garden.

    Ich habe es erstmalig gespielt und es hat mir sehr gut gefallen. Genau mein Ding. Diese Entscheidungen, die zu treffen sind: Eigentlich möchte ich eine Nebenaktion machen, aber bevor mir jemand eine Aktionskarte vor der Nase wegschnappt muss dann doch das passende Teekannen Symbol ausgelegt werden.

    Unser Exemplar war ausgeliehen, ich habe es mir am nächsten Tag bestellt.

  • #Pampero

    Pampero war für mich die große Überraschung im Januar. Nach langer Zeit kam es endlich mal wieder richtig auf den Tisch – und ehrlich gesagt hatte ich vorher nur die Hoffnung, dass es „ganz okay“ sein würde.

    Im direkten Vergleich zu Galactic Cruise, das im Januar ebenfalls öfter gespielt wurde, gefällt mir Pampero sogar etwas besser. Für mich wirkt Pampero deutlich underrated, während Galactic Cruise im Gegenzug eher overhyped erscheint.

  • Der Januar war bei mir mehr als sonst auch vom solo spielen geprägt. Auch wenn ich z.B. ein Railway Boom kennengelernt habe, das mir in meiner ersten Partie sehr gut gefallen hat, möchte ich daher ein Spiel auszeichnen, das mich den gesamten Monat begleitet hat und das war Fliptown zusammen mit der Lone Gun Erweiterung.

    Hier habe ich im Laufe des Monats die gesamte Solo-Kampagne mit 12 Kapitel durchgespielt und das war wirklich eine feine Sache. Ich fand hier ja schon den normalen Solomodus interessant mit sieben verschiedenen Varianten und Bots, aber diese Kampagne hat jetzt wirklich nochmal mehr Spaß gemacht. Nicht wegen der zu vernachlässigenden Story, aber wegen der vielen interessanten Ideen und Vorgaben, die einen in bestimmte Richtungen lenken und auch mal Extremstrategien ausprobieren lassen.


    #Fliptown

    Meine Top 15:

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Arche Nova - Underwater Cities - Great Western Trail - Clans of Caledonia - The Gallerist- Shackleton Base - Scythe - Wasserkraft/Barrage - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Oranienburger Kanal - Civolution - Agricola

  • Meine Januar-Stimme geht an ein älteres Spiel und zwar an Fantastische Reiche.

    Vor längerer Zeit recht häufig gespielt, dann ist es ausgezogen. Jetzt wurde eszu einem Spieleabend mitgebracht und ich war überrascht, wie viel Spaß es doch wieder gemacht.

    Nicht das beste Spiel des Monats, aber trotzdem das Spiel des Monats.

  • Drei Spiele kämen zur Auswahl:

    ... SOLO mit viel Freude und Drive, #WasfüreinewundervolleWelt reaktiviert, und nun mal die Solo-Kampagne aus dem Basisspiel in angriff genommen, toller Titel, Engine-Building wie ich es mag!!!

    ... #GelehrtedesSüdTigris mit der "Bücher" Erweiterung, auch das war TOP, zwar nur eine (Lern/Auffrischungs-) Partie zu zweit, aber das war echt toll, und "Gelehrte" wird sehr sich der nächste Heavy-Euro sein den wir dann zusammen spielen werden, wenn es dann passt!!!

    ... #Dominion mehrere Partien zu zweit, nach meine Umstellung des Settings 3 alte Boxen Raus dafür drei Neue Boxen rein, also 3 von 8 getauscht, und das "Neue Setting" ist wirklich, wirklich, smarter, frischer, runder quasi TOP!

    Viel Hirnschmalz da reingesteckt in diesen Überlegungen und daher ums froher das es funzt!!!


    SOMIT mein Spiel des Monats:


    #Dominion!!!


    History

    2 Mal editiert, zuletzt von blakktom (5. Februar 2026 um 21:20)

  • Rats of Wistar

    Zufällig auf BGA angespielt. Ein sehr schönes Spiel. Thematisch spielt man ein Gruppe ausgebüxter Laborratten und versucht möglichst erfolgreich zu sein. Neue Räume im Rattenbau anzulegen, Betten für zusätzliche Ratten oder Gäste zu bauen. Aber auch cooles Zeug zu erfinden, z.B. ein Skateboard das einen geschickter macht oder einen Quantencomputer. Mit den Erfindungen kann man dann das Menschenhaus erkunden und dort Abenteuer bestehen. Klingt niedlich, ist aber durchaus vertrackt zu spielen...

    Im Grunde ein Worker Placement Spiel. Gibt 5 Runden a 3 Aktionen. Jede Aktion besteht aus einer Haupt- und einer Nebenaktion, die über ein Rondell gepaart werden. Man setzt einen seiner 3 Rattenanführer ein. Die 6 Hauptaktionen sind in 3 Bereichen aufgeteilt. Wie stark die Hauptaktion ist, das hängt davon ab wie viele normale Ratten man dem Bereich hat. Am Anfang hat man nur 2, die dannimmer zur richtigen Zeit im richtigen Bereich zu haben... knifflig.

    Was mir aktuell sehr gut gefällt, dass ist das Dilemma, das einem das Spiel gibt. Es gibt viele Wege seine Aktionen zu verbessern:

    - baue ich Räume und Betten, dann habe ich mehr Ratten, was meine Hauptaktion verstärkt.

    - ich kann aber auch Rattengäste in die Räume einziehen lassen, die geben Punkte oder verstärken Aktionen oder machen Erfindungen billiger... Aber sie belegen ein Raum, weniger Platz für Ratten.

    - ich versuche im Haus Abenteuer zu bestehen, dafür kann ich Boni freischalten, z.B. Räume für 1 Metall statt 2 graben zu können.

    Zentral im Spiel sind dann noch die Erfindungen, die benötigt man zum einen für die Abenteuer, aber hier kann man sich Kombos basteln. Kosten aber auch wieder die Ressourcen mit denen man Räume und Betten bauen will.

    Ich werde dem Spiel hier nicht gerecht, aber ich finde es ist einen Blick wert.

  • Mein Spiel des Monats ist #Flotilla

    Kam endlich nach gut fünf Jahren wieder auf den Tisch und hat super Spaß gemacht.

    Immer wieder spannend ist es, den richtigen Zeitpunkt zum Wechsel vom Sinksider zum Skysider zu finden. Sinksider tauchen nach Rohstoffen, verkaufen sie teuer oder sammeln sie, um dann rechtzeitig ihre Schiffe für viel Geld zu verkaufen und mit den gesammelten und (hoffentlich) günstig eingekauften Ressourcen Siegpunkte mit dem Bau von Siedlungen auf dem Wasser als Skysider zu scheffeln.

    Cooler Mechanismus beim Rohstoffhandel mit Preisentwicklungen nach oben oder unten, je nach Kauf oder Verkauf. Cooler Aufbau eines immer besseren Kartendecks durch Erwerb immer besserer Karten, unterschiedliche Aktionen je nach Zugehörigkeit. Spannendes Plättchenlegen, spannendes Würfeln beim Tauchen und beim Forschen, coole Einflussnahme bei den verschiedenen Gilden mit Mehrheiten Wertung am Schluss. Zu fünft eine epische Partie, die lang war, aber Riesenspaß machte. Gut, dass das noch mal auf dem Tisch war.

  • #TheGang ist zu meinem Spiel des Monats geworden, weil die Überraschung so groß war.


    Kooperativ pokern?? Was soll daran reizvoll sein?
    Die ersten Runden: ich fühle mich bestätigt.

    Wir bleiben dran….

    Die letzten Runden: Emotionen pur. Jeder geknackte Safe wird gefeiert. Nach jedem Alarm hitzig diskutiert.
    Als der Sieg kommt, jubelt die ganze Gruppe.
    Sowas hab ich lange am Spieltisch nicht erlebt. Klare Empfehlung!



    Historie:

    Spoiler anzeigen

    01/26 The Gang
    12/25 Azul Duel
    11/25 How to Save a World
    10/25 Teotihuacan
    09/25 The Game Makers
    08/25 Everdell Duo
    07/25 Burgen von Burgund
    06/25 Wo ist Alice?
    05/25 YRO
    04/25 Slay the Spire
    03/25 Eila und das glitzernde Etwas
    02/25 Arler Erde
    01/25 Obsession
    12/24 Andromedas Edge
    11/24 Solstis
    10/24 Endeavor - Die Tiefsee
    09/24 Castle Combo

  • Mein Spiel des Monats ist #Onirim. So ein kleines, aber feines Spiel. Es geht fix, ist schnell auf dem Tisch und jede Partie ist spannend. Ist auch mein meistgespieltes Spiel im Januar. Ich habe dieses Jahr erst so richtig angefangen mit dem regelmäßigen Spielen und tracken und bin sehr gespannt, was das Jahr noch alles so bringt.

  • Mein Spiel des Monats ist:

    #BossFightersQR

    Wenn es ein Spiel schafft, (vermeintlich) bekennende Nicht-Spieler, nicht nur an den Tisch zu bekommen, sondern sie auch noch so beeindruckt, dass sie mit Freude am spielen sind und es danach auch noch aktiv nachfragen, dann hat es ein Spiel wirklich verdient hier genannt zu werden.

  • Nach der hektischen Weihnachtszeit hatte ich eigentlich auf einen ruhigen und erholsamen Januar gehofft. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 🙄 Auch dieser Monat stand leider wieder im Zeichen des Stresses. Wie schon die Monate davor, einfach über die nächsten drei Absätze überspringen, wenn ihr nur wegen der Spiele hier seid. 🤗 Heute schreibe ich über die spannenden Auswirkungen von Dauerstress, die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und… über den Terroranschlag in München, der vor genau einem Jahr stattgefunden hat.

    Aber der Reihe nach, den letzten Monat habe ich mich gedanklich viel damit beschäftigt, was Stress im Körper alles auslösen kann, sozusagen eine erweiterte Selbstdiagnose von Dingen, die ich eigentlich hätte sehen müssen. 🙄 Aber wenn man nicht offensichtliche Anzeichen hat wie spontane Heulkrämpfe oder Angstzustände oder ähnliches, dann sind es oft nur Symptome, die erst im Rückblick Sinn ergeben: erhöhte Infektanfälligkeit, hoher Blutdruck („Hatten Sie in letzter Zeit häufiger Stress?“ „Nein.“ 🫣 Das war der normale Dauerstress…), Hörsturz (Jupp, das kann auch vom Stress kommen; zum Glück alles wieder in Ordnung. 😮‍💨), Schlafprobleme, Verdauungsstörungen, Unverträglichkeiten (Plötzlich verträgt man z.B. scharfes Essen nicht mehr, obwohl es nie ein Problem war.) … und Fieber! Das war die neueste Erkenntnis für mich. Stress kann auch Fieber auslösen! Ich bin eher durch Zufall drauf gekommen, weil ich Stress hatte und im Anschluss plötzlich wieder Fieber. Bei der Recherche im Internet kam dann heraus, dass das nicht nur Einbildung war. Man kann Stress aber als Ursache nur darüber herausfinden, wenn man sonst keine Ursache gefunden hat. Und genau das ist mir mehrmals in den letzten 12 Monaten passiert. 😳

    Das bringt mich zum Februar letzten Jahres. Ich war gerade im Büro dabei einen Anruf noch zu erledigen, bevor ich Mittagessen gehen wollte, als draußen plötzlich ein lauter Knall war und irgendwie Unruhe. Mein Kollege und ich gingen Richtung Fenster und konnten von unserer Position aus sehen, dass einige Menschen auf der Straße lagen und mehrere Personen ein Auto umringten und es schräg gekippt war. Dann stürmte ein anderer Kollege ins Büro und schrie: „Weg von den Fenstern! Das ist ein Terroranschlag! Es wird geschossen!“ Bämm! Da schießt plötzlich das Adrenalin in den Körper. Und im Gegensatz zu dem, was in Filmen gerne gezeigt wird, war mein Kopf super klar. Wer ist wo? Der Zugang zum Gebäude ist nicht gesichert; man muss also mit weiteren bewaffneten Tätern rechnen. Weg von den Fenstern und (verglasten 🫣) Türen! Vorgesetzte verständigen, aber besser per Textnachricht als über ein Telefon, das von draußen gehört werden könnte, usw. Es waren mehrere Minuten höchster Anspannung, bis klar war, dass es ein Einzeltäter war und der Schuss von der Polizei kam. Danach mussten wir im Gebäude bleiben und warten, bis der Krisendienst und die Polizei wegen Zeugenaussagen kamen. Da saß man dann zwischen Kollegen, die alles - wirklich alles - ansehen mussten und auf verschiedene Weise traumatisiert waren, manche fast schon verstörend ruhig, die alles im Detail berichten können, so dass man beängstigendes Kopfkino kriegte, und andere, die einfach nur weinten. Draußen an den Fassaden spiegelten sich die blauen Lichter der Einsatzfahrzeuge und man hörte ununterbrochen die Sirenen von weiteren Fahrzeugen. Ich wusste damals nur eins: was immer ich mache, ich schaue nicht aus dem Fenster, denn ich habe schon genug gesehen. Und nach zwei Stunden konnte ich dann zum Glück nach Hause gehen, da ich weder viel als Zeuge helfen konnte noch akut traumatisiert war; mich belastete aber die Situation schon sehr, da ich ein sehr mitfühlender Mensch bin. An dem Tag habe ich auch gelernt, dass wir einen Seitenausgang haben. Ein Glück! Bloß nicht in Richtung der Straße schauen und ab nach Hause! Ich bin trotz allem am Ende wirklich gut durch alles durchgekommen; keine Albträume oder ähnliches. Ich habe mich damals auch konsequent von der ganzen Berichterstattung ferngehalten, was auch, wie ich inzwischen weiß, genau richtig war. Aber ganz ohne Schaden ging es rückblickend dann doch nicht aus, denn die nächsten fast sechs Wochen hatte ich Fieber, ohne dass eine Ursache gefunden werden konnte. Wahrscheinlich war der extreme Stress aus der Krisensituation heraus der Auslöser, der mein schönes Kartenhaus aus Durchhalteparolen ins Kippen brachte. Wie gesagt, hinterher ist man immer schlauer. 😔

    Und das bringt mich zum letzten Punkt, bevor es endlich ins spielerische geht: Vorsorgeuntersuchungen! Nehmt das ernst! Und wenn ihr die Option habt, immer alles mitnehmen, auch wenn es mehr kostet! Ich habe bei der Darmspiegelung auch gleich den Dünndarm und Magen mitmachen lassen. Und es kam tatsächlich ein problematischer Befund heraus. Zitat Arzt: „Das hat Ihnen das Leben gerettet.“ Jupp, genau das, was man gerne hört. 😬 Operation ist zum Glück gut gelaufen und die Nachuntersuchung am herausgeschnittenen Befund hat nichts weiteres ergeben. Meinem allgemeinen Stresslevel hat das natürlich nicht wirklich geholfen. 😅 Aber ich bin wirklich froh, dass es rechtzeitig entdeckt wurde.

    Tja, der Monat Januar war mit all dem, was ich gedanklich verarbeitet habe (und körperlich. Yeah, Nasennebenhöhlenentzündung 🤧), dann spielerisch extrem leicht. Vor allem kurze Spiele ohne viele Regeln waren angesagt.

    Aber ein Lichtblick sind derzeit die Sonntage. Mit den regelmäßigen Terminen läuft es richtig gut. Die Familie hat Lust, mit mir zusammen etwas zu spielen. Und da ich die Wahl des Spieles komplett offen lasse, habe ich auch die eine oder andere richtig schöne Überraschung gehabt. 🤗

    Fallout mit der kooperativen Erweiterung konnte ich nach zwei Jahren endlich wieder mit meinem Mann spielen. Dinosaur World konnte ich sogar mal mit beiden Kindern spielen; eigentlich ist es das Lieblingsspiel von meinem 10-Jährigen. (Der Aufbau fühlt sich schon fast wie Tetris an; man braucht wirklich viel Platz! 😁)

    Am meisten gefreut hat mich aber, dass ich endlich mal wieder, Slay the Spire mit meinem kleinen Sohn spielen konnte. 😎 Nachdem wir es Anfang letzten Jahres rauf und runter gespielt hatten, hatte ich schon die Befürchtung, dass wir damit jetzt komplett durch sind. Aber die Partie im Januar hat mir gezeigt, dass da noch viel mehr für uns drin steckt.

    Insofern mein Spiel des Monats Januar:

    #SlaytheSpire