• Bei uns gab es am Mittwoch einen kleinen Spieleabend.

    #memoarrr!

    Zu dritt

    Diese Memory-Variante wurde sich explizit gewünscht aber bei mir war der Spielreiz (nach ca. 20 Partien mit meinen Kindern im letzten Jahr) nicht mehr so da.

    Im Gegensatz zu den Partien mit meinen Kindern haben wir mit den Sonderfähigkeiten der Tiere gespielt.

    Das Spiel war kurzweilig und nett im guten Sinne. Für mich die beste Memory-Variante und vielleicht kann ich ja die Sonderfähigkeiten bei meinen Kids jetzt auch bald dazunehmen.


    #Artischocken

    Zu dritt

    Kleines Deckbau-/Deckabbau -Spiel von Amigo.

    Das war dagegen dann eher nett im schlechteren Sinne.

    Bei unserer Mitspielerin lief es rund und sie hatte relativ schnell nur noch 5 Aktionskarten auf der Hand und damit gewonnen. Wir anderen hatten jetzt nicht das Gefühl dass wir groß was hätten machen können um ihren Sieg zu verhindern. Da fehlten uns ein paar Karten um ihr Steine in den Weg legen zu können.

    Es war meine Zweitpartie und die erste hatte mir noch gut gefallen. Aber diese Runde gefiel mir nicht und war belanglos.


    #DieQuacksalbervonQuedlinburg

    Zu zweit

    Nach längerer Zeit kam dann zum Abschluss mal wieder Quacksalber in der Grundversion aber mit gemischten Zutaten-Büchern auf den Tisch.

    Ich find das Spiel eigentlich richtig, richtig gut. Die Mischung aus Push-your-luck und Bagbuilding macht einfach Spaß und durch die Zutaten-Bücher kommt viel Abwechslung rein.

    Aber das Spiel hat leider ein großes Runaway-Leader-Problem. Wenn es bei einer Person läuft, dann ist sie quasi nicht mehr einzuholen und dafür dauert eine Partie dann zu lang.

    Bei uns stand vor der achten der neun Runden fest, dass ich gewinnen werde, solange ich nicht explodiere.

    So konnte ich die letzten beiden Runden dann sehr sicherheitsorientiert spielen und, da mein Bag ja vorher gut funtionierte, den Sieg nach Hause schaukeln.

  • Sage mir, Muse, warum meine Hand so lange ruhte
    und warum der Bericht der Spiele verstummte,
    die doch längst geschlagen, verloren und gewonnen sind.
    Nicht Mangel an Willen hielt mich fern,
    nicht Trägheit des Geistes –
    sondern jenes törichte Zögern, das den Menschen befällt,
    wenn er weiß, dass er früher hätte sprechen sollen.

    Wie einst der Listenreiche sein Wort bereute
    und im Rat der Könige den Abbruch des endlosen Kampfes begehrte,
    so schäme auch ich mich heute
    der Tage, die ungenutzt verstrichen.

    Denn kein Gott hielt mich fest auf einer Insel,
    kein Poseidon zürnte mir –
    und doch blieb die Stimme stumm,
    wo sie längst hätte erzählen sollen.

    Sage mir, Muse, welche Spiele meine Hand berührte,
    und fang einfach irgendwo an.


    Nun denn. Auch ohne homerisches Gelächter bleibt es eine gewisse Imponderabilie, die letzten zwei Wochen spielerisch aufzuarbeiten. Es waren Wochen, in denen ich mit hoher Arbeitslast, meinem Geburtstag und einem als Erholung gedachten, dann aber rechtschaffen missratenen Kurzurlaub in Bayern geschlagen war. Entsprechend folgt das Ganze ohne jeden Anspruch auf historisch korrekte Abfolge. Dies sind der gespielten Titel erster Teil:

    #Tend

    Wie schon von RAW_aus_D und Momo95 geschrieben, kam das große Flip’n’X’n’Write von IV Studios in der Fünferrunde alles andere als gut an. Mittelprächtig von mir erklärt, wurden Komplexität und Spielspaß von den meisten als deutlicher Mismatch wahrgenommen, und auch die solitäre Natur der Veranstaltung stieß ihnen übel auf. Hinzu kam, dass ich die Regel überlesen hatte, nach der man unpassende Nachbarschaftskarten zu Beginn der Runde austauschen darf; eine Regel, mit der ich die Position auf dem Siegertreppchen mit großer Sicherheit mit Momo95 getauscht hätte.

    Eine Ausnahme gab es allerdings, und die war – wieder einmal – ich selbst. Aus erstaunlichen Gründen: Tend ist ein Spiel, in dem mich die hoffnungslose Überproduktion nahezu aller Spielelemente ausnahmsweise vollständig abholt. Ich mag es, jeden Spieler mit sechs Stiften auszustatten, die im Spielverlauf teilweise nur zwei- oder dreimal benutzt werden. Die zu stempelnden Symbole direkt auf die Stifte zu drucken ist völlig absurd, aber zugleich ungemein charmant, ebenso wie das Aufkratzen der Rubbelkarten mit speziellen Metallmarkern. Auch dass der Tisch am Ende so voll ist wie sonst höchstens bei Babettes Fest ist hier ein klarer Pluspunkt.

    Dass das Spiel zu zweit mit meiner Freundin funktionierte, war keine große Überraschung. Die Erklärung saß nunmehr, X’n’Write ist ihr Lieblingsgenre, und solitäres Nebeneinander ihre bevorzugte Spielform. So kam es, wie es kommen musste: Tend sprang von null auf Platz eins ihrer Lieblingsspiele außerhalb des Rollenspielkontexts. Auch ich habe das Gefühl, dass die 200 Blätter und Scratchbögen entweder nicht ausreichen werden oder die Stifte aufgeben, bevor dieses Spiel dauerhaft im Regal verschwindet. Am besten gefällt mir dabei die Art und Weise, wie man nach der ersten Partie die Abhängigkeiten der einzelnen Spielbereiche erkennt. Nach Partie eins war ich fest überzeugt, dass die Aktion „Tend“ mit Anpflanzen und Bewässern die schwächste der vier Hauptaktionen sei, nur um in der zweiten Partie überrascht festzustellen, wie effektiv man gerade damit punkten kann, wenn man sich konsequent darauf konzentriert.

    Ein kleines Caveat Emptor gab es dann aber doch. Ich hatte die bislang genutzten Rubbelkarten vollständig freigeräumt, um mir die Symbolverteilung anzusehen, und stieß dabei auf gleich zwei Karten, auf denen sich Geoden ausschließlich in den äußersten Randbereichen befanden. Da diese potenziell sehr mächtig sind und man einige für die Endwertung wichtige Ressourcen am einfachsten über sie erhält, ist das eine ausgesprochen ungünstige Verteilung, die den Pfad über Mine und Holzhacken deutlich erschwert. Damit wird dieser ohnehin glückslastige Weg zu einem echten Vabanquespiel.

    #Flip7
    Lieber Leser, bitte nicht schlagen: Ich wusste vorher, dass das kein Spiel für die Expertenrunde wird. Diesmal war es ein motivierter Mitspieler, der es als Absacker nach Tend vorschlug. Dass ein Spiel mit der Tiefe von 32 heb auf in dieser Runde nicht gut ankommen würde, war absehbar. Flip7 ist eines jener Spiele, bei denen ich beginne, über den Unterschied zwischen Spiel und Aktivität zu philosophieren. Jede/r Spieler/in, der oder die sich seinerzeit über Lama echauffierte, kann hier erleben, wie man eine sehr einfache Variante von Black Jack zu einem Partyspiel ohne nennenswerte Steuerungsmöglichkeit erhebt. Den Aufdruck „bestes Kartenspiel“ kann ich nur als milde Ironie des Verlags lesen. In der richtigen Runde von Nichtspielern stelle ich es mir durchaus amüsant vor, hier war es klar verlorene Liebesmüh.

    #BlueMoon
    Ein weiterer Versuch, nacheinander Sohn und Freundin für diesen Knizia zu begeistern, der die Magie von Magic durch Arithmomanie ersetzt. Was beim Sohnemann mit Vulca und Hoax vor allem ein Schulterzucken und ein knappes „Pokémon ist besser“ hervorrief, stieß bei meiner Freundin mit Aqua und Mimik zumindest auf mildes Interesse, wenn auch nicht auf spontane Selbstentzündung.

    Die Aqua sind ein seltsames Völkchen. Auch nach zwanzig Jahren habe ich keine gute Idee, wie man sie wirklich spielen soll, da sie mit Abstand die wenigsten Charakterkarten besitzen. Ist ein Kampf gewonnen, hält man oft nur noch Verstärkungen und Unterstützungen auf der Hand. Die Mimik hingegen sind einfach zu spielen und gehören mit ihren Doppelcharakteren wohl zu den stärksten Völkern im Spiel, müssen allerdings aufpassen, dass ihnen die Karten nicht zu früh ausgehen.

    Unsere Partie verlief entsprechend ungleichgewichtet: Meine Freundin konnte das Spiel früh durch Kartenmangel beenden und hatte zu keinem Zeitpunkt weniger als einen Drachen auf ihrer Seite. Ich mag Blue Moon nach wie vor sehr und wünschte, ich hätte zu seinen Hochzeiten ein paar professionellere Spieler kennengelernt – wobei ich vermutlich ohnehin keine Schnitte gehabt hätte. Leider läuft die auf BGG bereitgestellte KI nicht mehr unter Windows 11.

    #QuestsandCannons
    Quests and Cannons gab es bei Philibert im Winter Sale für wenig Geld. Der opulente Kasten mit Playmat, der dann hier auftauchte, überraschte mich dennoch. Optisch hätte man statt wilder Fantasyhasen wohl besser bei Piraten bleiben sollen, denn spielerisch erwartet die geneigten Familienspieler nichts anderes als eine Einsteigerversion von Korsaren der Karibik.

    Wie so oft bei Kickstarter ist die Produktionsqualität teilweise sensationell gut. Die Metallmünzen gehören zu den schönsten „dreckigen“ Münzen, die ich bislang gesehen habe, die Spielertableaus sind massive Double-Layer-Schiffe. Demgegenüber stehen einfache Pappmarker für sämtliche Ressourcen und Anzeiger – vermutlich auch deshalb, weil das Projekt auf Kickstarter nicht ganz den erhofften Erfolg hatte. Von Teil zwei und drei dürfte man sich entsprechend verabschieden.

    Das Insert ist nur nach manueller Nachbearbeitung brauchbar (siehe BGG), und die Karten besitzen eine äußerst seltsame Farbgebung: schwarz mit dunklen Neonfarben, eher Darkroom für Furries als Familienspiel. Hier ist auf dem Weg von Grafik zum Druck offenkundig etwas mit den Farbwerten passiert; im Kickstarter selbst sah das noch ganz anders aus.

    Spielerisch sind alle drei Hauptaktionen deutlich Korsaren der Karibik entlehnt. Der Aufbau dauert seine Zeit, bietet dafür aber eine hohe Variabilität. Quests and Cannons ist dem Titel entsprechend alles andere als ein reinrassiger Euro, der Kampf ist hier so würfellastig, als hätte man eine große MB-Box aus den 1980ern geöffnet. Durch nichts im Spiel erhält man mehr Punkte als durch das Abschießen der Mitspieler. Entsprechend ist Attack die gefährlichste Aktion, und das eigene Aufrüsten zu vernachlässigen bedeutet den sicheren Tod.

    Durch die Vielzahl an Würfeln ist der Glücksfaktor jedoch so hoch, dass es zumindest nicht zum permanenten Hornberger Schießen auf den Schwächsten kommt. Interessanterweise kollidiert der Kampfanteil nicht übermäßig mit dem ansonsten eher klassischen Pickup-and-Deliver, mit dem man sich seine Upgrades verdient, und dem Abfahren der Inseln zur Quest-Erfüllung. Die Balance zwischen Euro und Ameritrash halte ich für überraschend gelungen. Die Gefahr des Kämpfens wirkt zugleich als Motivator und Bremse und verhindert, dass man sich zu sehr auf das bloße Anhäufen von Ruhmespunkten konzentriert, die sonst auch spontan das Spielende auslösen können. Da Ressourcen zufällig verteilt werden, ist gutes Management entscheidend.

    Für seine wenigen Regeln bietet das Spiel erstaunlich viel strategische Tiefe und einen gelungenen Sandkastencharme. Auch die asymmetrischen Heldenfähigkeiten sorgen für erhebliche Varianz. Will sagen: Hier lauert ein nettes Piraten-Familienspiel, das zudem relativ zügig gespielt ist, sofern man genug Mitspieler hat. Zu zweit dürfte es recht solitär verlaufen, getestet habe ich das allerdings noch nicht. In Vollbesetzung zu sechst wird es vermutlich reines Hauen und Stechen. Wirklich schade ist nur, dass das Spiel für erfahrenere Spieler wie ein Gerippe wirkt, an das man gern noch mehrere Module oder Erweiterungen gehängt hätte. Dazu wird es nun nicht mehr kommen. So wie es ist, kann man es guten Gewissens Familien empfehlen; alle anderen dürften sich nach wenigen Partien schnell sattgespielt fühlen, und dafür ist es außerhalb von Angebotspreisen schlicht zu teuer.

    #SuspectsMörderischerMarathon
    Wurde auf einer Zugreise zu zweit gespielt. Wie bei den anderen Suspects-Fällen, die ich bislang kenne, auch hier ein netter kleiner Fall: völlig unspektakulär und in deutlich unter einer Stunde gelöst. Mechanisch stark an ein vereinfachtes Sherlock Holmes Criminal Cabinet angelehnt, diesmal vielleicht etwas zu offensichtlich in der Auflösung. Die Umsetzung zeitlicher Veränderungen war in anderen Boxen eleganter. Nettes Setting, halbwegs spannender Plot – für die sieben Euro im Abverkauf macht man als Deduktionsfan nichts falsch.

    #ExitDerToteimOrientExpress
    Ich wollte der Reihe noch einmal eine Chance geben, mit einem der angeblich besten Fälle, nachdem wir vorletztes Jahr vom wirklich miserablen Herr-der-Ringe-Fall so enttäuscht waren. Und tatsächlich hat uns Der Tote im Orientexpress gut gefallen, besser als alle bisher getesteten Exit-Spiele. Die Rätsel waren angenehm knifflig, und die Idee eines übergeordneten zentralen Rätsels fand ich sehr stark. Gibt es das bei mehreren der neueren Fälle? Über entsprechende Tipps wäre ich dankbar.

    An Reiseklassikern kamen außerdem noch #LostCities, #Dizzle (alle 8 Level), #DoppeltsoClever (Grundspiel und Challenge), #Gold (das von Michael Schacht, dauerhaft im Reiseköfferchen), #Shipwreck Arcana, #PiratenKapern, #Claim, #SchottenTotten, #MysteryRummyAlCapone und #NextStationParis auf den Tisch, allesamt sehr gute Mitnehmespiele bei wenig Platz. Wobei man im Zug ohne Vierertisch mittlerweile schon das Glück eines ICE 4 braucht; alle anderen Züge verfügen über derart winzige Klapptische, dass selbst Lost Cities daran scheitert und an viele andere Spiele gar nicht zu denken ist.

    Was mich zu meiner enttäuschendsten Beobachtung in unserer bayerischen Zielstadt bringt: Es gibt kaum noch kleine Cafés, in denen man sich gemütlich hinsetzen und etwas spielen kann. Zumindest ist es uns nicht gelungen, im Innenstadtbereich eines zu finden, in dem man nicht binnen weniger Minuten böse Blicke erntete, weil man einen ansonsten leeren Tisch blockierte. Alles scheint auf schnellen Konsum ausgerichtet. Wo ist sie hin, die Kaffeehaustradition, die man in der Region früher so oft fand?

    Und noch etwas: Boxspringbetten sind die Pest. Nicht nur rollte ich wegen der Unwucht regelmäßig im Schlaf zur Seite, auch zum Spielen ist so eine Bettfläche völlig ungeeignet. Da lobe ich mir mein heimisches Pappbett von Stange Design, da liegt alles ruhig, die Spiele und ich.

    Gestern dann, nach übermüdeter Rückkehr, ein absoluter Expertenkracher zu viert: #Thesauros.
    Vorab: Ich verstehe die Aufregung. Das Abschlachten von Haien im großen Stil hätte man im Jahr 2025 auch anders darstellen können, und die Haihälften auf dem Spielerboard setzen dem Fass tatsächlich die Krone auf. Damit seien der Haiworte aber auch genug gewechselt; ignorieren wir das fürderhin und widmen uns diesem Experteneuro mit erstaunlich viel Interaktion durch Wegnahme.

    Das BGG-Weight sinkt seit Erscheinen stetig, und das ist angemessen. Hat man die Regeln mit ihren zehn Aktionsbereichen, die in fester Reihenfolge abgehandelt werden, erst einmal verstanden, spielt sich Thesauros erstaunlich fluffig. AP-Anfälligkeit sollte man allerdings nicht mitbringen, denn zum überlangen Nachdenken lädt es ein wie sonst nur ein Essay von Kierkegaard, und die Budgetierung in fünf verschiedenen Konten ist ein weiteres Feld, in dem man sich leicht verschätzen kann.

    Ich spielte in der Erstpartie, wie so oft, antizyklisch – zunächst gezwungenermaßen durch meine Position als Vierter in der Spielreihenfolge, später absichtsvoll, weil es sich in bestimmten Aktionsbereichen (Technologie! Hafen!) arg drängte. Die Mitspieler ließen das Marketing links liegen, auch im Museum konnte ich ungehindert die lukrativste Reihe eröffnen, sodass ich mir ein solides Punktepolster aufbaute, zunächst allerdings mit wenig Aussicht auf Endwertungspunkte. Entsprechend knapp ging die Partie dann am Ende aus.

    Die Insel mit dem Metalldetektor ist nicht zu unterschätzen. Hier liegen bereits Schätze vergraben, die man sonst mühsam aus dem Meer bergen müsste, und auch die übrigen Fundstücke sind sehr nützlich, wenn auch nicht immer ausgewogen. In Runde sieben war es schließlich so weit: Das Museum war gefüllt, und das Spiel fand nach fast vier Stunden reiner Spielzeit ein glückliches Ende. Mir hat es hervorragend gefallen, dem Rest der Runde offenkundig auch. Die Spielzeit liegt für einen Wochentag am oberen Ende des Erträglichen, aber zumindest zu viert wird das Museum deutlich vor Erreichen der neunten Runde voll sein.

    Mich hat Thesauros sehr stark an andere Experteneuros der letzten Jahre erinnert, thematisch natürlich an Endeavor Tiefsee, mechanisch noch eher an Luthier (ohne den verdeckten Bietaspekt) und das gute alte Lords of Xidit. Wirklich originell ist hier also nichts, aber es ist sehr hübsch zusammenkomponiert worden. Die limitierten verbesserten Arbeiter stehen in schönem Kontrast zum Zwang, dann die Aktion auch sinnvoll zweimal machen zu müssen, was zu Beginn nicht immer leicht einzuplanen ist. Auch gut gefällt mir die Budgetplanung, wobei dieser Aspekt sich leichter spielt als ursprünglich angenommen, da man relativ einfach auch in der Runde wieder an Geld kommt - die zusätzlichen Arbeiter sind ihr Geld in jedem Fall wert. Insgesamt minimal zu lang, und die Haie sind ärgerlich, da sie verhindern, dass das Spiel hier jemals mit der Freundin auf den Tisch kommen kann. Aber definitiv eine Anschaffung in naher Zukunft, wenn es mal ins Angebot rutscht.

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (6. Februar 2026 um 11:46)

  • Imponderabilie…

    Caveat Emptor…

    Tut mir leid, aber der Realschüler in mir ist damit schlicht überfordert! xD

    Mal im Ernst, heißt jetzt was genau? Klar kann ich es auch googeln, aber lege auch gern mal den Finger in die Wunde…:saint:8o

    Pardon, da ist mein Fremdwort-Gaul mit mir durchgegangen. Imponderabilie = Unwägbarkeit, nicht vorhersehbarer Faktor; Caveat emptor: Eine Warnung an den Käufer, in diesem Fall an die am Spiel Interessierten. Beides Begriffe, die Jurist:innen gerne und oft verwenden, ich bin zwar keiner, aber arbeite in ihrem Windschatten, da treffen diese Begriffe oft wie Fallobst auf die ungeschützte Denkerstirn.

  • …und hier noch rasch Teil 2 in kondensierter Form, um wieder auf Stand zu sein:

    #LeviathanWilds
    Thematisch hätte ich dieses Spiel lieben wollen. Shadow of the Colossus war seinerzeit ein gern gesehener Titel, die Grundidee von Attack on Titan besitzt bis heute ihre suggestive Wucht, und die visuelle Anmutung dieses Titels ist derart Miyazaki-getränkt, dass man beinahe von einem intertextuellen Übergriff sprechen möchte. Und doch: es wollte nicht zünden. Ich sehe durchaus, dass man an dem System seine helle Freude haben kann (solitär vermag ich mir das sogar recht gut vorzustellen), doch zu dritt geriet es zu einer repetitiven Kletterexerzitie, bei der man mit stoischer Konsequenz Würfel und Kristalle in serieller Abfolge beseitigt. Wir begannen mit einem Monster mittlerer Schwierigkeit, dennoch stellte sich kein nennenswerter Eindruck von Dringlichkeit oder Herausforderung ein. In jüngerer Zeit standen schlicht zu viele andere, formal wie ludisch abwechslungsreichere Koop- und Solospiele auf dem Tisch (The Loop, DMD, Tesseract), sodass mir Leviathan Wilds letztlich als zu langatmig und monoton erschien, um es für mich selbst in Erwägung zu ziehen. Für so etwas bin ich der Möglichkeit des Ausprobierens immer sehr dankbar.

    #AtlasLost
    Dieses Spiel verdanke ich einzig der freundlichen Intervention von Momo95, wofür mein Dank bis heute anhält. Vom selben Autor wie Sweet Lands, jedoch von deutlich geringerer Komplexität, evoziert es ein erstaunlich ähnliches Spielgefühl. Jede Partie generiert sich aus einer neuen Kombination von Fraktionen (drei aus fünf); diesmal wurde der Versuch unternommen, Militär und Religion zu koppeln — wie im wirklichen Leben erwies sich dies als eher unheilvolle Allianz.
    Militär ist überaus dominant und ermöglicht eine harte, negative Interaktion. Eine früh gezogene Kartenkonstellation katapultierte mich in eine quasi uneinholbare Position und demolierte zugleich die Spielökonomie der Mitspieler, denen ich wiederholt Karten entwenden konnte, bis sie sich am Ende selbst beschränkten und gänzlich auf weiteres Kartenziehen verzichteten.
    Ungeachtet dessen bleibt Atlas Lost für mich ein hervorragendes Spiel, womöglich noch stärker das ultimative Tech-Tree-Erlebnis als Beyond the Sun. Doch Religion und Militär würde ich künftig nicht mehr amalgamieren, und das Militär bedarf zwingend eines effektiven Gegengewichts, um allzu perfide Spielverläufe zu vermeiden.

    #USCReach
    Eine ausladende Schachtel für einen vergleichsweise kleinen Kickstarter-Deckbuilder, in dem wir binnen einer guten Stunde Crew und Ausrüstung für ein Wettrennen ins All zusammentragen. Es ist ein pfiffiges Rennspiel und zugleich ein beinahe klassischer Deckbuilder einfacher Provenienz, der mich stark an Ascension (oder vielleicht noch mehr an Ascension Tactics) erinnerte. Wir optimieren unsere Decks, um Missionen zu erfüllen, die uns ihrerseits dem eigentlichen Spielziel näherbringen: der Besiedelung eines neuen Planeten. Unglücklicherweise geriet die Auslieferung in die Zeit der Trump’schen Zollmisere; sie verzögerte sich um zwei Jahre, für US-Backer gar um ein weiteres, was dem Spiel auf BGG eine Reihe geharnischter Bewertungen eintrug, die es inhaltlich kaum verdient hat.
    Stattdessen präsentiert sich USC Reach als schlichte, aber vergnügliche Kost, zu zweit flott gespielt (30–45 Minuten) und seinen ausgesprochen niedrigen Preis im Philibert-Winter-Sale allemal wert.

    #Algomancy
    Heiliger Herrgott — hier wusste ich beim Kauf wahrlich nicht, worauf ich mich einließ. Algomancy formalisiert eine populäre Magic-the-Gathering-Spielart, den sogenannten Cube Draft, und gießt sie in ein festes Set von 320 unterschiedlichen Karten. Meine eigenen Erfahrungen mit MtG sind überschaubar; wie viel hier entlehnt wurde, vermag ich nicht präzise zu taxieren, vermute jedoch: so ziemlich alles. Hinzu kommen unverkennbare Anleihen bei klassischen Deckbuildern.
    Optisch ist das Spiel ein Ereignis. Sämtliche Karten sind KI-generiert, was der Autor transparent kommuniziert; sein begleitendes Video ist bemerkenswert und zeigt, wie viel menschliche Kuratierung tatsächlich in die Erzeugung der gewünschten Effekte geflossen ist. Vielleicht ist es das Science-Fiction-Setting einer künstlichen Welt, das diese Ästhetik für mich so stimmig macht: Die Karten erinnern an Tron und scheinen förmlich von innen heraus zu lumineszieren.
    Spielerisch setzt die Anleitung jahrelange Magic-Routine voraus; ich war zunächst hoffnungslos überfordert. Erst nach einigen Videos erschloss sich mir das Regelgefüge, und wir konnten ein paar Partien spielen — wenn auch auf sehr niedrigem Kompetenzniveau. Algomancy richtet sich klar an TCG-Veteranen, die ein hochkomplexes Kartenspiel „in a box“ suchen; die erste Erweiterung steht bereits bei Kickstarter in den Startlöchern. Mich hat das Spiel gleichermaßen fasziniert wie abgestoßen: Dies hier könnte eine Lebensaufgabe werden, und so viel Zeit investiere ich nur ungern in ein einzelnes Spiel. Erschwerend kommt hinzu, dass für weitere Spielmodi gleich zwei Grundsets erforderlich sind. Rubrik spannender Fehlkauf.

    #Luddite
    Ein narratives Roll-&-Write-Kampagnenspiel, kooperativ oder kompetitiv spielbar. Man liest einen Comic und spielt parallel ein klassisches R&W mit drei Würfeln, während man — den Vorgaben der jeweiligen Comicseite folgend — einen Weg durch ein Labyrinth sucht. Diesen legt man besser bereits zu Spielbeginn fest, um sich nicht vollständig zu verzetteln. In der Gruppe erinnert das Spiel entfernt an Klong!, ich selbst habe es solo gespielt, was ebenfalls gut funktioniert. Die Regeln sind angenehm schlicht gehalten, was angesichts der hohen Symbolvarianz ein wahrer Segen ist.
    Leider gibt es auch hier Abzüge: Die Geschichte ist ordentlich gezeichnet, aber inhaltlich von bemerkenswerter Einfallslosigkeit. Besonders unerquicklich ist eine Stelle, an der man mehrere Seiten zurückspringen muss — ein Kunstgriff, der sämtlichen Spielfluss erstickt (man kann und muss das ignorieren, aber in der Wertung bleibt es hängen).
    Unterm Strich: eine großartige Grundidee, eine nur mittelmäßige Umsetzung — und dennoch der Wunsch nach mehr Spielen dieser Art. Als Spielbuch-Hybrid ist das beinahe ein ideales Konzept.

    Ein paar Titel sind noch offen; dazu dann in den kommenden Tagen mehr.

  • Aber das Spiel hat leider ein großes Runaway-Leader-Problem. Wenn es bei einer Person läuft, dann ist sie quasi nicht mehr einzuholen und dafür dauert eine Partie dann zu lang.

    Das Problem kennen wir und haben als Hausregel eingeführt, dass der Hintenliegende würfeln darf, man muss ja den in Führung liegenden Spieler nicht noch weiter fördern 😊.

  • rechtschaffen missratenen Kurzurlaub in Bayern

    eindeutig am falschen Ort hier gewesen ;)

    Leider läuft die auf BGG bereitgestellte KI nicht mehr unter Windows 11.

    Man könnte sicherlich Win 10 in einer VM-Umgebung laufen lassen, damit die KI funktional bleibt #BlueMoon

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • rechtschaffen missratenen Kurzurlaub in Bayern

    eindeutig am falschen Ort hier gewesen ;)

    Ja, ich musste leider nebenbei noch Verwandtschaft in Österreich besuchen - wobei die am Ende da ebenso wenig Lust drauf hatten wie ich. Ich melde mich, wenn es endlich mal wieder München wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (8. Februar 2026 um 15:15)

  • In der Familie, zu zweit mit meiner spielebegeisterten Tochter und mit der Büro-Spielerunde wurden in der Woche insgesamt 5 Spiele gespielt:

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    Mandala (Lookout Games, 2019, 2 Spieler, ab 10 Jahre, 20 min, bgg-weight: 1.78)

    Nachdem wir in der letzten Woche mal wieder nach langer Zeit #Mandala gespielt haben, haben wir das Spiel diese Woche nochmal auf den Tisch gebracht. Uns gefällt das abstrakte 2-Personenspiel um das Taktieren mit Karten-/Farb-Mehrheiten sowie dem Sammeln wertvoller Farbkarten wirklich gut. Eine schöne und fix gespielte Kombination aus etwas Glück mit taktischer Tiefe sowie hoher Interaktion. Das ist jetzt ein fester Bestandteil unserer 2-Personenspiel-Rotation. :)

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    Imhotep: Das Duell (Kosmos, 2018, 2 Spieler, ab 10 Jahre, 30 min, bgg-weight: 1.97)

    Mit #ImhotepDasDuell gab es noch ein weiteres 2-Personen-Spiel mit meiner Tochter. Hierbei handelt es sich um den kleinen Duell-Ableger des großen Imhotep, das eine wirklich gute Figur macht und uns beiden gut gefällt.

    In dem Spiel versuchen wir mit dem Bau von Tempeln, der Errichtung des höchsten Obelisken und prächtiger Pyramiden sowie der Ausstattung von Grabkammern den anderen Pharao zu übertrumpfen. Dabei dreht sich alles um ein 9x9-Raster in das wir abwechselnd unsere 4 Arbeiter einsetzen, um so die zu jeder Reihe und Spalte gehörigen Lastschiffe mit je 3 Waren (Tempel-, Obelisken- und Pyramidenteile sowie Grrabkammerbeigaben und Sonderaktionsplättchen) zu entladen und für unsere Bauprojekte etc. einsetzen zu können. Sobald mind. 2 der 3 Rasterplätze einer Reihe oder Spalte mit irgendwelchen Arbeitern besetzt sind, kann ein anliegendes Lastschiff gemäß der Position der Arbeiter entladen und die entsprechenden Arbeiter in den jeweiligen Vorrat zurüclgenommen werden. Neben dem Einsetzen und Entladen gibt es als 3. Aktonsmöglichkeit noch das Ausspielen von Sonderaktionen, die oft Kombinationsaktionen (Einsetzen + Entladen) oder Änderungen der Warenreihenfolge ermöglichen.

    Schön taktisch und interaktiv und ständig mit kleinen Zwängen - spannendes, kleines Spielchen, das auch fix gespielt ist.

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    Wundersame Wesen (Strohmann Games, 2025, 1-4 Spieler, ab 12 Jahre, 40-90 min, bgg-weight: 3.03)

    Der angebliche "Everdell-Killer" wurde bereits im letzten Monat in der Büro-Spielerunde gespielt und sollte auf vielfachen Wunsch auch diesen Monat nochmal gespielt werden, damit es auch alle kennenlernen konnten und weil die anderen sich schon auf eine zweite Partie gefreut haben. Das gehobene Kennerspiel kam nach einer Spieldauer von 2,5h mit 4 Personen bei den Kollegen*innen gut an und darf auch gerne wieder mitgebracht werden. Tja, ich bin aber auch nach der vierten Partie noch nicht sicher, ob ich #WundersameWesen wirklich behalten möchte. Es ist mechanisch gut, glänzt mit einer guten Produktion und sieht entsprechend gut aus. Also alles gut? Nee, eher nur ganz gut, weil sich die Interaktion in Grenzen hält (Wettrennen um begrenzte und unterschiedlich siegpunkteträchtige Ziele) und weil es sich für mich etwas zu lange und zu langweilig zwischen den Zügen anfühlt. Wobei die Downtime bestimmt auch damit zu tun hat, dass es bisher eigentlich immer Erstpartien für (einen Teil) der Mitspieler*innen waren. Aber weil ich das Spiel ganz okay bis ganz gut finde und es allen so gut gefällt, werde ich es wohl noch länger im Bestand lassen. Zumindest so lange bis ich das mit der Familie noch 1-2x gespielt habe und wir uns ein abschließendes Urteil gebildet haben.

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    Kitchen Rush (Pegasus Spiele, 2019, 1-4 Spieler, ab 12 Jahre, 30-45 min, bgg-weight: 2.18)

    Das unterhaltsame #KitchenRush brachte eine Kollegin zur Büro-Spielerunde mit und wir stürzten uns nach der Arbeit in die wuselige Hektik eines Restaurantbetriebes. Kitchen Rush ist ein kooperatives Kampagnenspiel bei dem wir gemeinsam ein Restaurant führen und unter Zeitdruck die Bestellungen unseres Gäste erfüllen (quasi Overcooked als gemäßigte Brettspielumsetzung).

    Hierfür müssen diese in Empfang genommen und deren Bestellungen aufgenommen werden, dann fix die Zutaten der verschiedenen Gerichte aus den Speisekammern zusammensuchen und ab damit auf den Herd, um die verschiedenen Gerichte nach der unterschiedlich langen Kochzeit unseren zahlenden Gästen auf den passenden Tellergrößen zu kredenzen. Unsere Workerfiguren sind farbige Sanduhren (ca. 20-30 Sekunden), die wir für die verschiedenen Aktionen auf begrenzte Standplätze bei den entsprechenden Stationen im Restaurant stellen, um die Aktionen ausführen zu dürfen. Sobald wir eine Sanduhr auf einen frieen Aktionsplatz stellen und die Zeit läuft, führen wir die Aktion aus. Erst nach Ablauf der Sanduhr, können wir diese für eine neue Aktion nutzen. Ein Spiel, bei dem die Downtime im Mittelpunkt steht ;) Damit dann auch alles innerhalb der Zeitspanne klappt (Timer der Familienversion 5 Minuten, für Fortgeschrittene nur 4:30 min) bedarf es der Absprache zwischen den Beteiligten, einem guten Zeitmanagement und einer möglichst optimalen Abfolge der verschiedenen Aktionen. Und Achtung, dass man sich auf dem Spielplan nicht ins Gehege kommt und neben den begrenzten Akionsplätzen noch anrempelt oder gar die Sanduhren umwirft...

    Im Laufe der Kampagne bauen wir das Restaurant weiter aus, was uns neue Aktionsmöglichkeiten beschert (Gewächshaus für frische Kräuter, Spüle für die Geschirrwäsche, ...), die Gerichte werden anspruchsvoller, die Speisekammern mit neuen Zutaten immer voller, die Gäste anspruchsvoller, mehr Personal bringt weitere Sanduhren, Geld eröffnet weitere Aktionsmöglichkeiten (z.B. Einkauf fehlender Zutaten), ...

    Fazit: Ganz lustig. Wir haben zwar erst 3 der relativ kurzen Kapitel gespielt (je 4:30 min, wobei der Auf- und Abbau z.T. länger als das Kapitel dauert), aber die haben uns Lust auf mehr gemacht. Die restlichen Szenarien (insgesamt 8) wollen wir jetzt in den nächsten Runden immer als Absacker nach dem Hauptspiel angehen. Danach hat es sich dann wahrscheinlich ausgespielt, aber bis dahin verspricht Kitchen Rusch ein paar vergnügliche Runden. Sehr schön! Für zu Hause brauche ich das aber nicht, da spielen wir dann lieber auf der Switch Overcooked und schnauzen/schreien uns voller Adrenalin an, wenn es zeitlich eng wird, jmd. im Weg steht oder das Essen auf dem Herd brennt. Dagegen war die Runde mit den Kollegen konzentriert ruhig. Mal abwarten, ob da nicht bald auch noch mehr geht, wenn die weiteren Szenarien mehr Druck reinbringen :S

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    Project L (Boardcubator, 2024, 1-4 Spieler, ab 8 Jahre, 20-40 min, bgg-weight: 1.56)

    Am Wochenende gab es dann noch fix eine Runde #ProjectL nach dem Frühstück. 25 min zu viert, das passte ganz gut.

    In Project L müssen kleine Puzzle-Aufgaben mit Tetris-artigen Spielsteinen erfüllt werden, um so als Belohnung nach und nach weitere und neue Tetris-Steine für den eigenen Vorrat zu erspielen und Punkte für die Endwertung anzusammeln. Alle starten mit einem 1'er und einem 2x1'er Stein mit denen man die ersten Puzzleaufgaben manchmal schon in 1-2 Schritten puzzlen kann, um so schnell weitere der 9 verschiedenartigen Steine für anspruchsvollere und wertvollere Puzzleaufgaben zu erhalten.

    Spielt sich als kleiner Absacker ganz gut. Ich bin gespannt, wie der Langzeitspaß so wird, weil man nach einem Spiel so ziemlich alles gesehen hat. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man mit dem Wissen, um die möglichen Puzzleaufgaben und Aktionsmöglichkeiten, anders an künftige Partien herangeht und so weiterhin Spannung im Spiel hat. Und wenn nicht, dann nutzen wir halt eine bereits vorhandene Erweiterung.

    FOTO

    2 Mal editiert, zuletzt von RAW_aus_D (9. Februar 2026 um 07:28)

  • Fazit: Ganz lustig. Wir haben zwar erst 3 der relativ kurzen Kapitel gespielt (je 4:30 min, wobei der Auf- und Abbau z.T. länger als das Kapitel dauert), aber die haben uns Lust auf mehr gemacht. Die restlichen Szenarien (insgesamt 8) wollen wir jetzt in den nächsten Runden immer als Absacker nach dem Hauptspiel angehen. Danach hat es sich dann wahrscheinlich ausgespielt, aber bis dahin verspricht Kitchen Rusch ein paar vergnügliche Runden.

    Aus meiner Sicht ist es nach Szenario 8 nicht ausgespielt, sondern dann geht es erst richtig los! Das ist wie mit Bomb Busters, das erst ab Misison 8 richtig losgeht, oder wie mit Space Alert, nachdem man alle Einführungsszenarios gespielt und geschafft hat: Jetzt hat man den Status erreicht, das volle Spiel zu spielen. Alles davor ist "nur" Einführung.

    Just my 2 cents.

    #KitchenRush

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (9. Februar 2026 um 12:53)

  • Project L (Boardcubator, 2024, 1-4 Spieler, ab 8 Jahre, 20-40 min, bgg-weight: 1.56)

    Spielt sich als kleiner Absacker ganz gut. Ich bin gespannt, wie der Langzeitspaß so wird, weil man nach einem Spiel so ziemlich alles gesehen hat.

    Ich wollte kurz nochmal betonen, dass Project L wohl zu den langlebigsten Absackern überhaupt bei uns gehört. Das Spiel macht einfach immer und dauerhaft Spaß, und die Erweiterungen sind alle auch nochmal richtig gut (wobei man dann auch länger spielt, ein Absacker bleibt es aber trotzdem).

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (9. Februar 2026 um 12:57)

  • Wir haben am Wochenende nicht so viel gespielt, der Sohn hatte zwei Volleyballspiele und die jüngste hatte ein Handballspiel... drei Partien "The Game" zu zweit (1x mit der kleinen, verloren, und 2x mit dem großen, gewonnen, der kann das schon besser), drei oder vier Partien "The Gang" mit Mama und Tochter und natürlich ging es bei "Carp City" weiter. Das läuft inzwischen auch flüssiger, wo meine Tochter das Prinzip verstanden hat.

    "Neuland" aus der Bibliothek haben wir angetestet, aber das war keine vollwertige Partie, ich hatte am Anfang etwas übersehen und am Ende hatte meine Tochter keine Lust mehr, weil ich ihr ein Haus "weggenommen" habe. The Gang als kooperatives Spiel läuft da besser.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Faraway

  • Am Wochenende die Spielstil-Winterspiele in Memhölz im Allgäu verbracht, wie immer großartig organisiert von Christian (Spielstil.net) und seiner Familie. koala-goalie, Algathrac, Pau und Gead waren neben vielen anderen auch dabei, auch wenn ich leider mit keinem von ihnen spielen konnte dieses Mal.

    Spielerische Highlights (new to me):

    • #KanbanEV stand schon lange auf meiner Want-to-Play-Liste und hat mich mit der bösen Sandra vollauf begeistert. Klar, ein vom Anspruch ganz schön heftiges Teil, aber trotzdem. Die Aktionswahl kreiert schwierige Entscheidungssituationen, und man muss teils rundenlang vorbereiten, dass man im letzten Zug noch bestimmte Sachen sicher machen kann. Hat bei mir voll eingeschlagen und steht ganz weit oben auf der Wishlist.
    • #AdasDream wusste spielerisch zu überzeugen - allerdings finde ich die redaktionellen Schwächen der englischen Version so ausgeprägt, dass ich auf jeden Fall die deutsche Version abwarten würde, ehe ich über eine mögliche Anschaffung entscheide. Sehr kleine Symbolik auf einem großen Spielplan, bei dem noch dazu aus manchen Blickachsen bestimmte Informationen durch gestapelte Plättchen verstellt werden, Material, das nicht zur Illustration passt (Goldbarren und Messing-Zylinder haben wenig gemeinsam), vor allem aber regeltechnische Unklarheiten, die so einfach durch einen Halbsatz zu klären gewesen wären. Da hoffe ich sehr, dass Strohmann hier verbessern wird.
    • #JägerderNacht ist ein am Tisch spielbares Social Deduction Spiel, das Ähnlichkeiten zu Werwölfe hat. Ich hatte nachts um 2 Uhr wenig Lust darauf, wurde aber positiv überrascht - das hat wirklich Spaß gemacht und lief schnell und flüssig. Würde ich zu geeigneter Stunde wieder mitspielen.

    Bekanntermaßen gut:

    • #Ink zog letzte Woche als verfrühtes Valentinstagsgeschenk bei uns ein. Das wunderschöne Material und der Twist des Nova Luna durchaus ähnlichen Legespiels, mit überdeckenden X-Plättchen sowie Boni fürs Erfüllen größerer Aufträge Leben ins Spiel zu bringen, überzeugen immer wieder.
    • #Artengarten ist einfach ein Wohlfühlspiel. Ich schaue beim Spielen nicht auf die Uhr, aber gefühlt brauchen wir nur noch eine reichliche Stunde pro Partie.
    • #Exhibition20thCentury von Cwali packen wir auf Spielereisen gerne aus, wenn ein schneller, aber nicht trivialer Filler für bis zu fünf Spieler gesucht wird. Der Mechanismus, dass die in der aktuellen Aktionsspalte gewählte Karte die nächste Aktionsspalte bestimmt, ist großartig.
    • #PickAPenSchatzkammern ist ein schnelles Roll and Write (oder eher Roll and Ausmal) von Knizia - natürlich viel Glück mit dabei, aber trotzdem schnell und hübsch.
    • #MatchMeIfYouCan (heuer 2x zu acht) bleibt unser Go-To-Spiel für größere Gruppen später am Abend. Gelächter ist garantiert.
    • #Kavango hat den Zufallsfaktor eines Drafting-Spiels, bei dem nicht alle Karten in den Draft kommen und damit manche Aufträge unerreichbar bleiben. Trotzdem wunderschön, wie man sich die afrikanische Savanne vollbesiedelt.
    • #Forestry behält die gelegentliche Downtime-Problematik, aber verliert seinen Reiz nicht. Vermutlich wird es Zeit, doch mal die Spezialfähigkeiten der Charaktere zu spielen. Wenn diese reizvoll sind, muss es vielleicht doch noch bei uns einziehen.
    • #13Wörter sorgte als das Assoziationsspiel, das wirklich jeder mitspielen kann, für gute Laune in unserer Sechserrunde, aus der heraus mehrere Anschaffungsambitionen geäußert wurden. Sollte viel bekannter sein als es ist.
    • #FactoryFun kam nach Jahren mal wieder auf den Tisch, und auch die Zehnjährige konnte schon mitspielen. Gekonnt puzzeln und vorausschauend Eventualitäten mit berücksichtigen führt zum Erfolg.

    Ordentlich (new to me):

    • #Flossenschlag schreckte viele potentielle Mitspieler ab, die Flügelschlag nicht mögen. Es spielt sich aber deutlich leichter als das Vogelspiel, da die Ernährungsthematik größtenteils wegfällt. Stattdessen kommt die räumliche Komponente (wo lasse ich Eier legen / Jungfische schlüpfen und wo daraus Schwärme werden) deutlich stärker ins Spiel. Allerdings ist man bis auf vereinzelte Effekte, die einem mal ein Ei oder ein Schlüpfen bringen doch arg solitär unterwegs. Gefällt mir trotzdem recht gut, definitiv besser als das zu zähe Schwingenschlag und letztlich auch besser als das Original.
    • #Rebirth auf der Schottland-Seite bringt das Play what you draw von Kingdom Builder wieder zurück, ist in Summe aber reizvoller. Leider ist es stark zufallsabhängig, welche Chance man hat, die via Kathedralen gezogenen Aufträge zu erfüllen oder nicht. Würde ich nochmal spielen, um zu schauen, wie es über längere Zeit trägt.

    Ordentlich (bekannt):

    • #TheDruidsOfEdora kam zu seiner Zweitpartie, die ich zu meiner eigenen Überraschung ohne jegliche Menhire oder Stelen und mit einem ersten Sichelschritt erst sehr spät in der Partie bei einem Würfelwurf voller niedriger Zahlen und ohne eine einzige 6 gewinnen konnte. In der Gebietswertung holte ich ganze 8 Punkte. Letztlich ein Wettrennen um die Verbindungen zwischen den Dolmen (konnte 3 Verbindungen werten, davon 2 sehr lange, und 2 der 3 Zusatzdolmen holen) und die Lagerfeuerboni. Ich vermute, meine Spielerfahrung aus einer Vorpartie (anders als die Mitspieler) kam mir zugute, wobei wir damals einen wesentlichen Regelfehler drin hatten und mehr als einen gleichfarbigen Würfel pro Kultstätte zugelassen haben. Ich glaube nach wie vor, dass ein niedrigerer Würfelwurf alles in allem schwerer erfolgreich zu spielen ist als ein hoher, wenn alle Spieler das gleiche Erfahrungslevel mitbringen. Und übersichtlich ist das Spiel beim besten Willen nicht.

    Nicht so toll (new to me):

    • #Kauri zu dritt. Vielleicht ist es zu viert anders, aber zu dritt ohne die Maori im Spiel gab es gefühlt nichts, was den Engländern im Weg stand. Vielleicht ist das aber auch nur nicht meine Art Spiel, Root und Spirit Island waren auch schon nicht meins.
    • #Formidabel ist ein Warentauschspiel von Friedemann Friese. Egal was Du erwirtschaftest, Du kannst es alles ausgeben für unterstützende Aktionen, Hauptsache, du spielst als erster Deinen Auftragsstapel leer. Die Symbolik ist in Teilen leider weniger gelungen und vor allem in der Regel nicht immer detailliert erläutert. Und das blanke hin und her tauschen produziert nicht wirklich einen interessanten Spannungsbogen. Wollte ich mögen, erzeugte am Ende aber nur ein Schulterzucken.

    Reinfall (new to me):

    • #Twinkle lässt uns Würfel zu Sternbildern zusammenfügen. Komplett zufällig, völlig verzichtbar. Finger weg.


    Meine Frau und ein paar weitere Fanatiker schlugen sich die komplette verbleibende Nacht von Freitag auf Samstag mit #DieCrewMissionTiefsee um die Ohren, während ich nach dem gemeinsamen Jäger der Nacht frühzeitig um 4.45 Uhr schlafen ging (und dann nach 3 Stunden Schlaf Kanban EV spielte). Frühstück übrigens von 8 bis 9 Uhr ... Demgegenüber war der Samstag nach Forestry bis halb drei wirklich zeitig schlafen gehen angesagt.

    Unser #TorikiEineInselVollerAbenteuer schlug bei einer Erwachsenenrunde übrigens voll ein und wechselte dann auch den Besitzer, da wir es durchgespielt haben und es bei aller Begeisterung zum erneut Spielen leider nicht taugt. Wenn man (wie wir) auf Eintragungen in dem Heftlein mit den entdeckten Tieren verzichtet und stattdessen ein Blatt Papier oder das Handy nutzt, bleibt das Spiel auch neuwertig. Wir können es nur weiter empfehlen und hoffen sehr auf ein baldiges Sequel.

    Schön und viel zu kurz war es wieder in Memhölz. Und noch so lange bis zu den Sommerspielen im Juli. Seufz.

    Einmal editiert, zuletzt von LemuelG (9. Februar 2026 um 13:58)

  • Bei mir gab's in Memhölz gar nicht so viele Neuheiten. (Ich bin vielleicht gerade etwas Neuheiten-müde.)

    Mein großes Vorhaben für dieses Wochenende war

    #EraOfTribes (2nd Edition)

    Zu viert. Für einen Mitspieler und mich war es die zweite Partie, für die beiden anderen Mitspieler jeweils das erste Mal. An meine Erstpartie vor zwei Wochen hatte ich gemischte Erinnerungen, da wir uns da mit den Regeln (vor allem mit ein paar Unklarheiten und Fehlern bzw. Widersprüchen) schwer taten. Nachdem ich die etwas nach-recherchiert hatte lief es jetzt schon viel besser und eigentlich ziemlich flüssig.

    Im Spiel waren die Germanen, die Britonen, die Iberer und die Römer und wir spielten eine normale Partie auf einer der empfohlenen 4-Spieler-Karten. Zu Beginn sah es für die Britonen gut aus, aber Iberer und Römer konnten vorbei ziehen. Da die Römer sich schneller in Nordafrika (bei den Kathargern) ausbreiten und dich für dortigen Luxusgüter sichern konnten, machten die Römer am Ende auch das Rennen. Die Germanen kamen zu der Zeit gerade erst ins Rollen, für sie und die Britonen kam das Spielende aber dann doch etwas überraschend plötzlich.

    Mir gefällt Era of Tribes, jetzt mit der Erfahrung der flüssigen Partie, sehr gut. Dieses Dilemma zwischen Ausbreitung, Moral und Geld bzw. Forschung empfinde ich sehr spannend und fordernd. Es fühlt sich dabei direkter und offener an als viele Euros, gleichzeitig spielt der direkte Kampf zwischen den Spielern keine so große Rolle. Zumindest im normalen Spiel auf der eher großen Karte. Aber auch sonst gibt es mit dem Hebel und der Diplomatie auch Mechaniken die friedliches Nebeneinander gut belohnen. Mir gefällt es sehr gut. Was ich mir gerade noch schwer vorstellen kann, ist der "Verrat" Teil der Erweiterung aufgrund der zusätzlichen Komplexität. Oder auch die 4X Tiles: Vorher zu wissen wohin man sich ausbreiten will scheint mir durchaus wichtig für die Zielkarten. Habt ihr schon Erfahrung mit den 4X Tiles?


    Außerdem habe ich meine #BloodOnTheClocktower Bilanz des Mitspielens gegenüber des Leitens etwas aufbessern können. In zwei Runden Pies Banking with Oger und einer Runde Trouble Brewing versuchte ich jeweils den Dämonen zur Strecke zu bringen. Zweimal gelang dies, einmal lief wirklich alles schief und das Böse feierte quasi einen Erdrutsch-Sieg.


    Dann wurde ich nach einer Partie #DungeonPetz gefragt. Und da ich das Spiel nach wie vor großartig finde (thematisch wie mechanisch), ließ ich mich da nicht zweimal bitten. Aus heutiger Sicht bin ich mit bei Dungeon Petz nicht sicher, ob ich es eher als gehobenes Kennerspiel oder leichtes Expertenspiel einordnen soll (als es damals raus kam, galt es ja halbwegs unumstritten als Expertenspiel), weil es von der Komplexität her mittlerweile nicht mehr so heraus sticht. Andererseits erfordert es schon gute Planung für die Zukunft, einfach so drauf los spielen funktioniert hier einfach nicht. Und auch optisch sieht man den Spiel sein Alter mittlerweile an. In unserer Partie hab ich etwas zu arg gezockt und ein ausgewachsenes Viech hat sich leider noch auf und davon gezaubert, kurz bevor ich es an den Kunden hätte bringen können. Am Ende wurde es dann ein spannendes Rennen.


    Am Sonntag scheitere Druids of Edora leider an nicht verfügbaren Erklärbären und so spielten wir #Karvi, welches ich noch aus dem Stegreif relativ gut erklären konnte. Mir gefällt's immer noch, das Spiel fühlt sich meistens ziemlich belohnend an und ich finde den Rondell Mechanismus nach wie vor frisch und interessant. Und ich hoffe meinen Mitspielern hat es auch gefallen, auch wenn hier mein Erfahrungsvorsprung am Ende bei den Siegpunkten deutlich sichtbar war.


    Am kleineren Spielen konnte ich #PandaRoyale kennenlernen. Und auch wenn es natürlich cool ist, eine Riesenhand voller Würfel zu würfeln, so fehlt mir hier etwas der Twist. Wir draften zwar die Würfel und können sie uns auch später wieder weg nehmen, aber im Prinzip ist es halt ein komplizierteres "höchste Zahl würfeln". Hat bei mir leider nicht so wirklich gezündet, aber es ist trotzdem ein Spiel, auf welches sich irgendwie alle einigen können.

    Außerdem lernte ich #Froschreich kennen. Und das Spiel ist ausgesprochen hübsch illustriert. Für mich ist das auch der größte Pluspunkt des Spiels. Mechanisch ist es okay, man versucht halt eine Auflage von 15 Karten möglichst punkteträchtig zusammen zu stellen und dabei einerseits möglichst große Gruppen an Fröschen zusammen zu stellen, andererseits aber auch deren Wertungs-Bedingungen zu erfüllen und möglichst Punkte nebenher mitzunehmen. Und mechanisch ist es okay, sticht aber auch nicht aus der Vielzahl der Karten- oder Plättchen-Legespiele heraus.

    Etwas später kam auch #CastleCombo auf den Tisch, das finde ich immer noch richtig gut und mechanisch gelungener als Froschreich.

    Der Vollständigkeit halber möchte ich dann noch ein paar Runden von #DieCrewMissionTiefsee nicht unerwähnt lassen. Mag ich, ist meistens gut, war es auch diesmal.


    Edit: ich habe dich tatsächlich noch eine Vierer-Partie #Kauri vergessen. Ich finde es ja hübsch und interessant, nur irgendwie spielt es sich oft ein bisschen eindimensional. Diesmal steuerte ich die Maori und hatte so ein bisschen das Gefühl, dass das Spiel etwas an mir vorbei ging und ich mich von den anderen relativ ungestört zum Sieg bauen konnte.

    2 Mal editiert, zuletzt von koala-goalie (9. Februar 2026 um 16:14)

  • Nach dem der wöchentliche Spieleabend dem Schneechaos in Rhein-Main zum Opfer fiel, wider weniger gespielt als geplant:

    Mit 2 Partien #AVeryCivilWhist kam meine vorletzte Essen-Neuerwerbung auf den Tisch. Ein Spiel zum Englischen Bürgerkrieg von Fred Serval (Die Geschichten von Robin Hood) war ein Blindkauf in Essen. Dann die Ernüchterung: Ein Stichspiel. Ja es ist ein Stichspiel für 2 im Historischen Gewand. Aus einem klassischen Kartendeck wurden die Karten von 4-9 in den 4 Farben als Aktionskarten verteilt. 8 bekommt jeder Spieler. Danach werden 2 Ereignisse (Bube, Dame, Könige) ausgelöst, welche meist Boni für die Spieler bringen. In einer Vorbereitungsphase wird paarweise um die die restlichen 8 Aktionskarten gespielt. Dies erfolgt klassisch mit ausspielen einer Karte unter Farbzwang und Trumpf. Der Gewinner des Stichs wählt zuerst, der Verlierer bekommt die 2. Karte. Danach geht es in die Hauptphase des Spiels: Die Spieler versuchen durch Angriffe (Stiche) Ihre Positionen an den 4 Fronten des Krieges zu verbessern und auf das jeweilige Siegfeld zu kommen. Hierbei ist jeder Front eine bestimmte Kartenfarbe zugeordnet, wobei Anführer eingesetzt werden können um dies zu ändern, die Kartenwerte zu manipulieren oder den Trumpf auszuschließen. Alternativ kann man Karten spielen um auf der Unterstützungsskala nach vorne zu schreiten. Das erreichen verschiedener Felde bringen Bonuskarten (die 10er) oder weitere Anführer/Persönlichkeiten mit Sondereffekten. Es gewinn wer am Rundendende in seiner Unterstützungsskala das Siegfeld erreicht hat und in 2 Fronten ein Siegfeld besetzt. Alternativ gewinnt nach 4 Runden der Spieler mit den meisten Siegfelder. Ich finde das Spiel hatte schon einiges an Tiefe, das ich unter dem Begriff Stichspiel nicht erwartet hätte. Allerdings fehlt mir aktuell die Runde für dieses Spiel.

    Danach gings mit einem kleinen Spiel zu den Rosenkriegen #CousinsWar weiter. Durch das spielen von Aktions- und Ereigniskarten versuchen wir unseren Einfluss in den 3 Regionen Englands oder die Anzahl unserer Truppen auf dem Schlachtfeld zu verbessern. Am Ende jeder Runde wird die Schlacht geschlagen, hier versucht der Angreifer mit 3 verdeckten Würfeln eine möglichst hohe Kombination zu erwürfeln - oder behauptet dies zumindest. Dies kann der Verteidiger bezweifeln oder glauben und muss denn besser Würfeln. Die Schlacht endet wenn ein Spieler kein Truppen mehr hat und die siegreichen Truppen kommen als Einfluss auf den Plan. Das Spiel endet wenn ein Spieler alle 3 Regionen kontrolliert oder nach 5 Runden für den der Mehr Regionen kontrolliert oder bei Gleichstand mehr Schlachten gewonnen hat. Ein kleine Schachtel mit viel Spiel, Insbesondere die Eventkarten, welche oft auch gegnerische Events auslösen geben die Spiel Tiefe.

  • #Kavango hat den Zufallsfaktor eines Drafting-Spiels, bei dem nicht alle Karten in den Draft kommen und damit manche Aufträge unerreichbar bleiben. Trotzdem wunderschön, wie man sich die afrikanische Savanne vollbesiedelt.

    Durch die Aktionskarte "Umsiedlung" kommst du ab Runde 2 an jede nicht gezogene Karte ran, da diese sofort auf den Ablagestapel wandern und damit von der Umsiedlung angesteuert werden können.

  • Nico Super um das erste (oder zweite) Set zu komplettieren. Wenn Du aber bspw. 4 Reptilien brauchst für einen der vier Aufträge der Runde, und Du hast aus Runde 1 nur 0 oder 1 mitgebracht, dann helfen Dir auch die ein oder zwei Aktionskarten nicht viel, wenn sie denn zu Dir durchkommen (zumindest wirst Du nicht auf dem höchsten Level werten können). Das trifft die Mitspieler natürlich ebenso, aber oft hat halt doch genau einer zufällig in Runde 1 genau das gesammelt, was dann in Runde 2 gewertet wird, und sind dann nicht hinreichend viele Tiere für die anderen Mitspieler in der Verteilung, dann schaut zwangsläufig irgendwer in die Röhre.

  • #CthulhuDeathMayDie kam zu viert auf den Tisch, gespielt wurde Szenario 4 aus dem ersten Grundspiel. Munter ging es im Museum zu und lange sah es so aus als sei das eine leichte Nummer gegen Hastur. Doch dann meinte plötzlich ein Mitspieler samt Artefakt den Raum mit Portal verlassen zu müssen und schon ging es steil bergab, denn es kam wie es kommen musste Hastur erwachte und wehren konnten wir uns noch nicht... Wie üblich blieb es spannend bis zum letzten Wurf, aber es wäre dann doch unverschämtes Glück notwendig gewesen, um ihn noch zu besiegen. Spiele ich immer wieder mal gerne, da mit jeden gut zu spielen und immer spannend.

    #CrossBronxExpressway spielten wir in Vollbesetzung, also zu dritt. Jeder versucht gemäß seiner Rolle das Beste für sich und die Bronx heraus zu holen und den Stadtteil im Lauf der Jahrzehnte zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu entwickeln. Hierbei gehen die Interessen des Kapitals, der Bewohner und der Politik mal mehr, mal weniger weit auseinander, aber in gewissen Punkten müssen eben alle zusammenarbeiten, um nicht gemeinsam krachend zu scheitern. Das semikooperative Element ist für mich hier wunderbar thematisch umgesetzt und auch spielerisch ergibt das hier Sinn und funktioniert. Das Spiel an sich wird durch ein Eventkartendeck gesteuert, das den Spielern unterschiedliche Möglichkeiten bietet zu partizipieren. Mein Ersteindruck ist durchaus positiv und ich würde das gerne zeitnah nochmals spielen, großer Pluspunkt ist hier die verhältnismäßig kurze Spielzeit. Unsere Partie endete im Übrigen in einer krachenden Niederlage, weil unsere Gefängnisse in der letzte Runde überquollen.

    #TwinStarValley spielten wir danach noch als Absacker. Hier versucht man aus seinen überschaubaren Aktionen das Beste herauszuholen. Auf einem gemeinsamen Aktionsboard setzt man seine Aktionstoken ein, um auf einem gemeinsamen Plan Routen zu bauen und Obst an einen passenden Markt zu verkaufen. Außerdem kann man durch Forschung noch Vorteile freischalten. Die Marktpreise passen sich hier nach jedem Verkauf an, sodass Timing enorm wichtig ist. Hinterließ einen positiven Ersteindruck und schreit nach einer Wiederholung.

  • Endlich konnte ich es auch kennenlernen, die Rede ist von Star Trek Captains Chair. Nicht bis zum Ende gespielt, aber für einen Ersteindruck reichts. Mit viel Vorschusslorbeeren versehen war ich gespannt auf die nächste Offenbarung im „Universum der Imperium Mechanik“. Natürlich stylisch unterstützt mit einer Space-Mat. Wie behauptete es sich nun? Ich bin momentan etwas unschlüssig - Nicht das es schlecht wäre, ganz und gar nicht! Nur weiß ich noch nicht, ob mir die Unterschiede den Preis von 65€ wert sind. Primär zieht natürlich das Thema, was mir sehr entgegenkommt, dazu die neue Möglichkeit der Interaktion bei den Planeten der neutralen Zone.

    Dagegen stehen einfach meine ebenfalls lieb gewonnenen Völker von Imperium Legends und Horizons. Eine breit gefächerte Vielfalt an Völkern mit ebenfalls differenziert zu spielenden Konzepten. Würde ich zukünftig eher STCC oder Imperium spielen? Können beide parallel bei mir um wertvollen Regalplatz buhlen? Ich weiß es noch nicht, beides sind hervorragende Spiele! Momentan zumindest bleibe ich vermutlich noch beim „Original“, was die Zukunft bringt, bleibt hingegen offen…

    . .


    Dann waren wir komplett zu viert es kam noch Millennia: Tracks of Time auf den Tisch auf den Tisch. Deklariert als Civ-Spiel über 8 Epochen der Menschheitsgeschichte. Ich nehm es vorweg - das Thema ist eher nebensächlich, zu keinem Zeitpunkt hatten wir des Gefühl eine Zivilisation durch die Zeiten zu führen. Was vermutlich auch daran liegen kann, das man gar keine Zivilisation wie gewohnt hat! Man draftet Technologie-/Gebäude-/Wunderkarten, die nur eine bestimmte Rundenzahl aktiv sind - erkennbar im Bild die kleinen runden Zahlen rechts unten.

    Des Weiteren stehen noch „nur“ 7 verschiedene Leisten zum erklimmen bereit. Diese bieten gewohnte Kost um irgendwo irgendwas zu verbessern oder bekommen, zusätzlich werden zufällige Bonusplättchen auf den Leisten zu Beginn verteilt. Damit ist eine kleine Individualisierung des Spiels gegeben und sorgt bei weiteren Partien für etwas !Abwechslung“. Auch dieses Spiel musste aus zeitlichen Gründen nach 6 Runden abgebrochen werden, reicht aber völlig aus für eine halbwegs fundierte Meinung.

    Mein Fazit dazu: Kein schlechtes Spiel, für den geneigten „Leistenkletterer“ eine Offenbarung. Der Kniff beim draften der Techkarten gepaart mit der Einkommensphase (je nach Reihe der Karte ist daran Einkommen gekoppelt) bietet manche „Nailbiting Momente“, auch gibt es die Möglichkeit den Startspieler- und den Baumeistertoken zu bekommen. Der eine draftet/kauft zuerst, der andere erwirbt Geäude als erster. Ein wie vorgeschlagenes gleichzeitiges durchführen der eigentlichen Actionsequenz hingegen rate ich dringend ab! Das führt zu Chaos und niemand kann am Ende nachvollziehen, wie und was bei jedem Mitspieler zustande kam. Fehler passieren immer wieder mal…

    . .

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

    2 Mal editiert, zuletzt von Torlok (10. Februar 2026 um 18:34)

  • Ich war am WE zum ersten Mal in Memhölz. Hat Spaß gemacht, wenn mir auch insgesamt die gespielten Spiele zu Workerplacement-lastig sind, das ist nicht so ganz mein Fall. Bis auf Christian (Spielstil.net) habe ich keinen der anderen unknowns-User erkannt, aber evtl. gespielt?

    Neu war für mich #HotStreak, ein lustiges chaotischen Renn-und-Wett-Spiel, dass ich einmal mit Bekannten (Kemptener Montags-Spieleabend), einmal mit neuen Leuten gespielt habe. Ist witzig, würde ich wohl immer wieder mal mitspielen.

    Ebenfalls neu war #BloodOnTheClocktower. War (viel) näher an #Werwölfe (das ich nicht mag) dran als gedacht, hat aber Spaß gemacht, nur der Einstieg in die erste Session war zäh. Beide Male "Pie Baking" gespielt, beim ersten Mal (Freitag nach dem Abendessen) als (ziemlich nutzloser!) Kannibale, beim zweiten Mal (Samstag nach dem Abendessen) als Koch. Erstes Spiel endete mit einem Erdrutschsieg der Bösen (evtl. mit koala-goalie gespielt?), das zweite mit einem deutlichen Sieg der Guten.

    Außerdem war auch noch #Forgefate neu, mit lauter für mich neuen Leuten. Wir haben zu viert in Teams gespielt, mein Team hat deutlich gewonnen. Wir hatten am Ende auf 4 Artefakte verkürzt, da es doch begann sich zu ziehen. Wir waren uns einig: irgendwie schon cool, aber die stratagische/taktische Tiefe kommt nicht mit der Ausstattung mit. Würde ich evtl. irgendwann nochmals spielen. Die Spielerunde war aber sehr nett, mit denen würde ich nächstes Jahr gern wieder spielen.

    Schließlich war mir #DerHochstapler noch unbekannt. Das haben wir am Sonntag vor dem Mittagessen zweimal gespielt. Jo, war ok, aber wir fanden es für den Hochstapler ziemlich schwierig. Wobei, ich als Hochstapler hätte FAST den Begriff erraten, nur eines der letzten genannten Begriffe hat mich leider (mangels Wissen) davon abgebracht.

    Selbst mitgebracht hatte ich #FeedTheKraken (Samstag nach #BotC), aber diesmal war einer der Autoren dabei, das war cool (auch seine Erklärung für die Neuen). War mein bisher bis zum Ende spannendstes Spiel (ich war Segler), allerdings war es mir teils zu aggressiv von der Argumentation. Trotzdem schön!

    Auch mitgebracht hatte ich #CaptainSonar, wir haben zwei Mal gespielt. Einmal war ich Kapitän, einmal Maschinist. Nachdem ich es beim allerersten Mal spielen sehr cool fand, ist es mir mittlerweile zu stressig. Ich habe es anschließend meinem Sohn geschenkt.

    Ich werden auf jeden Fall die nächsten Winterspiele wieder buchen, die Sommerspiele sind mir zeitlich zu nahe an der Burg (Spieletreffen der BSW).

  • Ebenfalls neu war #BloodOnTheClocktower. War (viel) näher an #Werwölfe (das ich nicht mag) dran als gedacht, hat aber Spaß gemacht, nur der Einstieg in die erste Session war zäh. […], beim zweiten Mal (Samstag nach dem Abendessen) als Koch.

    Der Oger, der Dich gleich als erstes nominiert hat, war ich. :winke:
    Wir haben dann im Anschluss lieber den Wahrsager anstelle des Kochs geopfert - Essen geht halt vor! xD

  • Ein weiterer Spieleabend, diesmal zu zweit, liegt hinter mir. Gestartet sind wir mit dem uns noch fehlendem Titel von Quartermaster General East Front. Genau wie bei der South Front agieren die beiden Kontrahenten über Karten, die bei den Deutschen ebenfalls die Aufteilung nach Germany und PACT aufweist. Da nur die jeweiligen Truppen über die dazu passenden Karten aktiviert werden können, hat der Deutsche schon mehr an taktischer Enge zu ertragen.

    Mal passen die Karten, mal eben nicht, insbesondere wenn ein Angriff (was eigentlich für den Deutschen jede Runde ideal wäre) nicht zur Verfügung steht. Zwar können durch Karternabwurf Aktionen erkauft werden, die sind dann aber erstmal weg und man zieht auch nur max. 3 nach bei einem Handlimit von 5. Auch das Balancing erscheint zumindest fragwürdig: Der Deutsche braucht schon in seiner Starthand bestimmte Karten zum vorwärts kommen, ansonsten wird der Russe mit fortschreitender Spieldauer immer stärker.

    So auch bei uns, in Runde 10 von 16 hatte ich als deutscher keine Chance mehr, es blieb nur die Kapitulation… (Bilder von BGG):

    .


    Gaaanz anders dann der Verlauf bei Artengarten, ein echter Dauerbrenner bei uns und immer wieder ein Erlebnis. Recht schnell alle 4 Artenschutzmarker legen können, was bei meinem Spielpüartner dann doch für leichte „Frustration“ führte. Punkte zählten wir dann nicht mehr. :saint:


    Dann hat sich für morgen spontan eine erneute - diesmal dann komplett - Partie Star Trek Captains Chair ergeben! Bin gespannt…*)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Jetzt setze ich mich auch mal hin und schreibe auf, was ich an unserem Spielewochenende so alles spielen durfte. Aber eines möchte ich zusammenfassend schon mal sagen. Es war mir wieder eine Freude so viele tolle Menschen auf einem Fleck zu treffen. Es gab keine Probleme, die nicht schnell gelöst werden konnten. Deswegen ein herzliches Dankeschön an alle, die dafür gesorgt haben, dass wir eine schöne Zeit miteinander verbringen konnten.

    Nachdem ich Freitag hoffentlich alle persönlich begrüßt hatte, habe ich mich erst einmal aufgewärmt.

    #PandaRoyale - Direkt zwei Runden. Meine erste Begeisterung nach der Partie auf dem Spielenachmittag vor ein paar Wochen ist in der Folgepartie verflogen. Blöd nur, dass ich meine Frau direkt davon überzeugt habe, dass wir das unbedingt spielen müssen, damit sie es liebt und ich es dann kaufe. :)

    #GreenTeamWins - Nicht meine Art Spiel. Fühlte sich doch etwas willkürlich an. Vielleicht war die Gruppe auch einfach nicht eingegroovt.

    Nach dem Abendessen habe ich dann erst einmal #AdasDream und #London erklärt, bevor es in die geliebte #FoodChainMagnate Runde ging. Leider hat meine schnelle Strategie nicht gefruchtet, weswegen ich kurz vor Zielerfüllung "Sei der erste mit 100 $" abgesoffen bin. Leider wurde meine geliebte familiengeführte Burgerbude (bei der jeder Burger noch einen Kuss vom Koch bekommt) von einem seelenlosen Mega Franchise, das vom Oberkapitalisten Pau geführt wurde, zerstört! Macht nichts, ich revanchiere mich das nächste Mal.

    Danach wollte ich mich eigentlich nur noch kurz etwas umsehen und wurde sofort zu einer Partie #HotStreak verhaftet. In unserem nächsten Video reden wir unter anderem darüber, aber ich war echt überrascht, wie herrlich Chaos sein kann. Wenn einem die Tränen vor Lachen herunterlaufen weiß man, dass man alles richtig gemacht hat!

    Mein Versuch mich ins Bett zu stehlen hat leider nicht geklappt. Deswegen habe ich noch kurz #FalscheSchlangen erklärt und mir die Partie angesehen. Ich muss sagen, das zusehen war weit interessanter, als es selbst zu spielen.

    Der nächste Tag begann damit, dass ich #Aquaria erklärt und dann #AmGoldenenFluss gespielt habe. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass es mir so richtig gefällt, aber ich spiele es immer wieder gerne mit. Aber diese #!"§!§%! Würfel regt mich nur auf! ;)

    Ich habe mich dann noch etwas umgesehen. Unter anderem habe ich dabei #HeroQuest entdeckt, was mein Herz direkt höher schlagen lies.

    Das nächste Spiel, an das ich mich erinnere, war #DarkRomance. Hier trat ich mit/gegen (?) meine Frau in drei Partien an. Im Kern verstehe ich, was das Spiel möchte und finde den Aspekt dann auch interessant. Aber ich bin sowas von weit weg von der Zielgruppe, dass mir die drei Partien dann auch gereicht haben. Ich bräuchte ein Reskin mit Horror-Thematik. Aber romantische Flüstereien schaffe ich einfach nicht.

    Danach durfte ich nochmals bei #PandaRoyale (es bleibt dabei, brauch ich nicht) und #HotStreak (hier bin ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich haben will, oder mich einfach bei Partien einklinke, wenn ich es irgendwo sehe).

    Mit ein paar Runden #Tichu habe ich dann noch die Zeit bis zum Abendessen überbrückt.

    Danach gab es eine kleine Runde #HitsterGuiltyPleasures, das das erste Mal nicht so richtig gezündet hat. Schade.

    Nach einer kleinen Pause wurde ich dann zu einer Partie #SecretIdentity überredet und habe das nicht bereut! Wie geil ist das denn? Irgendwann zwischen erster und zweiter Runde hat dann der Wahnsinn eingesetzt und ich einen Lachanfall bekommen. Ich möchte mich bei allen Mitspielenden hiermit offiziell entschuldigen.

    Sonntag ging es dann direkt mit #Heat los. Ich liebe dieses Spiel immer noch. Zwischendurch hatte ich befürchtet, dass ich meinen Motor zerblase, aber dann habe ich es doch auf den zweiten Platz geschafft. Wobei ich mich gerade frage, wie ich das überhaupt geschafft habe...

    Direkt im Anschluss gab es eine Partie #Bus. Einer unserer Neuen sah das Brett und meinte, dass er das mitspielen möchte, weil das so nett wie #ZugUmZug wirkt. Trotz gutem Zureden von Algathrac und mir lies er sich nicht von seinem Glauben abbringen, also musste er es auf die harte Tour lernen. Ich hoffe er hatte dennoch etwas Spaß damit. Auch wenn er erst dachte, dass wir ihn mit dem zeitreisen veräppeln wollen.

    Im Anschluss habe ich mich dann darum gekümmert die rosarote Brille zurecht zu rücken. LemuelG war so nett, sein #Acquire mitzubringen. Ich war ganz kurz davor es wieder zu kaufen, weil ich dachte, dass ich es unbedingt wieder haben möchte. Schließlich war es früher ja richtig toll! Zum Glück habe ich es gerade nochmals probiert und festgestellt, dass die Erinnerung trügt. Muss ich nicht wieder haben. Erinnert mich bitte in 20 Jahren wieder dran, wenn ich wieder damit liebäugle.

    Gerne hätte ich noch die Party #FactoryFun mit LemuelG und Familie gespielt, aber plötzlich war stress vom Hotel da, bzgl. Abbau. Das hatte ich so auch noch nie erlebt. Schade, sah sehr interessant aus!

    Total abgeschlagen bin ich dann Nachhause gekommen und habe Montag erst mal damit verbracht mich zu regenerieren. Ich glaube ich hätte eigentlich in der Therme Bad Wörishofen in den Jungbrunnen liegen sollen. Vielleicht hätte das geholfen. :)

    Neben der schönen Erinnerung bleibt dann aber die Vorfreude auf Juli, wenn es in die nächste Runde geht!