Men of Iron Series von GMT Games Schlachten im Mittelalter

  • Ich habe aus der Men of Iron Serie meine Ausgabe von #NormanConquest hervorgeholt und das 2. Szenario Fulford aufgebaut. Da ich mir vorgenommen habe, mir erst dann die Anschaffung des bald erscheinenenden Men of Iron Tri Packs zu bewilligen, wenn ich sämtliche bislang ungespielte Szenarien von NC in Angriff genommen habe, d.h. 6 von 7 Szenarien :loudlycrying:, ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt dieser langlebigen Serie einen eigenen Thread zu gönnen. Ich werde versuchen zu jedem Szenario, das ich spiele, einen kleinen Spielebericht zu schreiben. Mal sehen wie weit ich komme.

    Da meine erste und bislang einzige Solopartie ungefähr 2 Jahre zurückliegt muss ich mir aber nochmals die Regel durchlesen. Nur noch combat results, rally und specials und dann gehts los. Die Regeln sind, so wie ich es Erinnerung hatte, recht zugänglich. Nur bei charge und countercharge wurde es für mich ein wenig haarig. Da bei Fulford aber nur Infantrie aufeinander trifft, habe ich noch ein wenig Zeit die Feinheiten der entsprechenden Regelabschnitte in Ruhe zu verdauen.

    Einmal editiert, zuletzt von VoSch (28. Januar 2026 um 21:35)

  • Das erste Rätsel von Fulford ist die Frage, warum nicht genügend Schildwallplättchen vorhanden sind, damit sämliche Pike-Einheiten der Sachsen und Norweger auch entsprechend der Szenariobeschreibung ein shield wall counter zu Spielbeginn erhalten. So läuft es erst einmal auf shield sharing hinaus.

    Verhindert der Shieldwall nicht die Bewegung? Dann wird das jetzt ein Death-Stare-Contest😉

    Bin gespannt, wie es bei dir weiter geht - bei uns hat König Heald zuletzt ordentlich einen vor den Koffer bekommen.

  • Harald der Glückliche hat sich den Death-Stare-Contest zu Herzen genommen, summte den alten Markus Hit "Ich gib Gas, ich will Spass" und liess den Verräter Tostig mit der ersten Aktivierung schwungvoll angreifen. Ein paar gute Angriffwürfe und 2 erfolgreiche Continuation Würfe später standen die Sachsen schon sofort unter Druck. Das wurde nicht besser, da den Norwegern danach auch weiterhin mehr Continuation Würfe als den glücklose Sachsen gelangen. Tossigs Battle aus Northumbria eliminierten schlussendlich 4 Pike Infantrien aus Mercia. Einziger Trost für die Mannen aus Mercia unter Edwin war der Schlachtentod von Tossig.

    König Harald und Morkere mit seinen Sachsen, ebenfalls aus Northumbria, verloren je 2 Infantrieeinheiten, dieser Teil der Schlacht gestaltete sich ausgeglichen. 2 retired Norweger und 3 retired Sachsen ergaben 15: 8 Flight Points zu Lasten der Sachsen. Mit seiner free activation wählten die Sachsen eine Standardaktion, damit stand es 13:8 . Der nachfolge loss check Würfelwurf von 6, halbiert durch 2 aufgrund der Szenarioregeln, hievte die Sachsen jedoch über die für die Niederlage notwenigen 15 Flight Points. Game over.

    Einmal editiert, zuletzt von VoSch (30. Januar 2026 um 00:15)

  • Hervorragende Idee.

    Purgatorio steht ja grad auch in den Startlöchern zur Auslieferung. Freu mich schon.


    Bei mir soll bald Arquebus auf den Tisch kommen und weil ich nicht alles mitschleppen will, musste ich umsortieren. Hatte nämlich Arquebus mit in das Tri-Pack gepackt. Der ganze Kerl ein Depp... :rolleyes::rolleyes:

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    geekeriki.tv

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  • Ich habe eine 2. Solopartie Fulford gespielt. Diese endete diesmal mit einer klaren norwegischen Niederlage.

    Auch diesmal war der Kampf zwischen den gegnerischen northumbrischen Schlachtabteilungen besonders verlustreich, jetzt jedoch zum Verhängnis der Norweger.

    Der Kampf verlief zunächst ausgeglichen. Obwohl König Harald Hardrada seine Truppen verhalten einsetzte, war ihm das Schlachtenglück nicht hold, denn er Biss bei einem unscheinbaren Angriff in Folge eines disorders mit nachfolgendem Anführercheck frühzeitig ins Grass. Nicht besser erging es Tostig, diesmal durch einen verirrten Pfeil, der seiner Einheit ein Disorder einbrachte, ihm jedoch per Anführercheck den Einzug nach Walhalla. Zu diesem Zeitpunkt wankte seine Abteilung bereits erheblich.

    Am Ende steht es 12 (4 eliminierte Norweger + 2 tote Anführer) :4 (2 eliminierte Sachsen) Eine gewürfelte norwegische 7 beim loss check beschleunigte die nicht mehr abwendbar erscheinende norwegische Niederlage.

    Ich habe jetzt nicht auf die Uhr geachtet, aber das Spiel müsste ca. 60 Minuten gedauert haben.

    Weiter geht es mit Stamford Bridge.

    Einmal editiert, zuletzt von VoSch (30. Januar 2026 um 00:14)

  • #NormanConquest Battle of Stamford Bridge:

    Endstand Sachsen unter Köng Harold II gg Norwegen unter König Harald III und seinen sächsischen Verbündeten aus Nothumbria 12:2. Die norwegischen Flight Points von 13 wurden nach dem norwegischen loss check überschritten. Oben rechts sieht man die Verluste beider Seiten (6:1).

    Die von Eystein Orre herangeführten Verstärkungen erreichten zu spät das Schlachtfeld um das Glück für König Hardrada noch zu erzwingen. Tostigs Godwinsons Männer aus Northumbria waren zu diesem Zeitpunkt unter den vereinten Angriffen der Männer König Harold und den Truppen unter Gyrth Godwinsons, Earl of East Anglia, nur noch begrenzt kampffähig. Die Norweger unter König Harald Hardrada konnten sich zwar den Angriffen der sächsischen Truppen unter Leofwine Godwinson, Earl of Kent, erwehren, die katastrophale Flight Point Rate wurde dadurch aber nicht verbessert.

    Eventuell haben die Norweger eine Chance falls ihre Verstärkungen bereits in der 2 norwegischen free activation ins Spiel kommen. Die Truppenqualität der Sachsen ist der der Norweger aber so weit überlegen, so dass mir nur bei Hinzuziehung aller Glücksgötter ein norwegischer Sieg möglich erscheint.

  • Die Normannen sind favorisiert, kein Wunder verfügen sie über erhebliche Anzahl von mounted men of arms im Gegensatz zu den Angelsachsen, die dafür einen Hügel besetzt halten.

    Bin gespannt, wie es bei dir ausgeht. In unserer letzten Partie haben die Normannen die Geländetopographie geschickt nutzen können und den Vorteil der berittenen Einheiten dadurch egalisiert...

  • Die Schlacht von Hastings wird eröffnet durch die Pike Einheiten des linken normannischen Flügels unter Richmond gegen den rechten angelsächsischen Schildwall. Dieser Angriff erwies sich als recht erfolglos. Lediglich eine englische Einheit geriet in disorder und zog sich zurück. Die Initiative wechselte sofort, so dass der Earl of East Anglia den Schildwall auflösen liess um in den Gegenangriff zu gehen. Eine normannische Einheit wurde dadurch elimiert, eine andere ist retired. Auf beiden Seiten sind etliche Fusstruppen disordered.

    Nach Wiedererlangung der Initiative liess Richmond seine Berittenen angreifen während sich seine disordered Pike Einheiten zurückzogen. Da 2 continued Versuche erfolgreich waren konnte der rechte normannische Flügel unter Boulogne zunächst vorrücken, eine angelsächsische Pike wurde disordered und anschliessend retired mit Bogenschützen und nachfolgendem Shock Angriff. Danach übernahm wieder der linke normannische Flügel und setzte seine Angriffe fort. Im Endergebnis sind 4 sächsische Pike eliminiert.in der anschliessenden englischen Aktivierung konnten die Mannen aus East Anglia eine normannische Reitereinheiten zum Rückzug zwingen.

    Anschliessend benutze Richmond seine free activation um seine retired units zumindest auf einen disorder zu sammeln. Danach wechselte sofort die Initiative und die rechte englische formierte sich, zudem gelang es den von Richmond geführten zunächst die Pferde wegzuschiessen um im nachfolgendem shock die Einheit komplett davon zu jagen. Richmond nahm die Beine in die Hände und schloss sich seinen Bogenschützen an. Die Normannen nutzen einen seizure marker, aktivierten Richmond der seine Truppen nochmals sammelte. Danach aktivierte William, der (noch nicht)Eroberer erfolgreich seine rechte Flanke, die weiterhin behutsam vorrückte und mit einer weiteren glücklichen Archer/Pike Kombi eine englische Pike eliminierte.

    Einige Aktivierungen später:

    Der linke englische Flügel wird augerollt, auf dem Gegenflügel beharken sich beide Seiten gleichmässig. In der Mitte schauen sich der amtierende König und der Ursupator grimmig in die Augen und bewegen ihre Truppen keinen Meter.

    Harold - William 17:14 Flight Points. Die Normannen haben keine mögliche Schlachtpause bei 12 Flight Points eingelegt.

    Plötzliches Ende bei 16:14 Flight Points und einer englischen 7 beim loss check. Zuvor sammlten beide Seiten fleissig ihre zerspregten Einheiten, die englische linke Flanke hatte sich konsolidiert, dafür war die rechte Flanke leider ein Trümmerhaufen. Gerade überlegte sich König Harold noch, ob er seine eigenen Truppen in Bewegung - wohin auch immer - setzten sollte, schon wars um sein Königreich geschehen.

    Das war das bislang interessanteste Szenario. An sich fühlte es sich knapp an. Allerdings verliert der Normanne erst bei 28 Flight Points, der Angelsachse schon bei 20.

    Die ganzen 1066er Szenarien waren timed engagement, jedoch sah ich als Gegenspieler nie die realistische Option in meiner free activation zu passen um so Zeit von der Uhr zu nehmen. Allerdings greife ich auch immer mit der ersten Aktivierung an, nicht all in, aber schon an den Flanken mit Bogenschützen und mit mindestens einem shock. Danach gibt eine Aktivierung die andere und beide Seiten reagieren aufeinander. Da tut eine Rally Aktion für retired units, die auch nur in der ersten free activation erfolgen kann, schon weh. Wie soll der Sachse 15x in der schlacht von Hasting den Timer aktivieren können, er gibt damit direkt an den Normannen wieder ab. Oder spiel ich das komplett falsch ?

  • Wie soll der Sachse 15x in der schlacht von Hasting den Timer aktivieren können, er gibt damit direkt an den Normannen wieder ab. Oder spiel ich das komplett falsch ?

    Den Timer kann man als strategisches Werkzeug komplett vergessen, der Sinn hat sich mir auch nicht erschlossen.

    An deinem Bericht fand ich spannend, dass unsere Partie ähnlich verlaufen ist. Auch da erfolgte die erste Offensivaktion über die Flanke von Richmont. Im Gegensatz zu dir habe ich damals meine englischen Fusstruppen hinter den Fluss verlegt und dadurch die Angriffe der vorpreschenden Mounted Men ins Leere laufen lassen. Im Zentrum ist bei uns auch bis zum großen Finale nix passiert. Dann aber konnten die Engländer die ausgefaserten gegnerischen Truppen frontal angreifen und den Sieg über den Flight Point Check erzwingen.