Entropy (Simone Luciani, Nestore Mangone und Tommaso Battista) von Board&Dice

  • Das italienische Dreigestirn wird bei Board&Dice ein neues Spiel namens Entropy veröffentlichen. Die News sind so frisch, das ich aktuell noch keinen BGG-Eintrag dazu finde.

    "You are the guiding force of an advanced civilization — a species evolved beyond borders, ready to cross the void and leave its mark upon the cosmos. Armed with ancient knowledge and futuristic ambition, you embark on a daring race across the universe, seeking to unlock the mysteries of distant galaxies.

    In Entropy, players take the role of advanced civilizations capable of forming new solar systems, planets, and ecosystems, and populating them with various forms of life. The game features a variable number of rounds. Moving across two rings (rondel style), you choose actions, collect resources, and gather the symbols required to create life. You can acquire new planets and evolve stars, racing your opponents to fulfill personal and Endgame Missions.

    To win, you must build an efficient engine, upgrading your tableau as well as your set of special abilities."

    Die Beschreibung und das Autoren-Trio dahinter lassen mein Euro-Herz gleich höher schlagen!

  • Ich hoffe sehr auf ein wieder komplexeres Euro. Die letzten Veröffentlichungen von Luciani waren eher mäßig... Etherstone hat insgesamt ganz gute Kritiken bekommen. Der letzte "Hit" von ihm war 2023 Nukleum - dazwischen gab es eine Menge Spiele, wo ich mir ehrlich nicht so richtig sicher war, wie viel er als Autor beigesteuert hat oder ob man seinen Namen nur auf die Packung gedruckt hat und das war eigentlich von jemand anderem (sowas wie Sea Dragons).

    Battista hat neben Wasserkraft und DEI nicht viel gemacht - aber das sind zwei Spiele, die ich durchaus sehr mag. Hier scheint Interaktion einen hohen Stellenwert zu haben.

    Von Mangone war ich zuletzt etwas enttäuscht: Stupor Mundi sieht zwar schön aus, aber konnte nicht so recht überzeugen - Autobahn wurde auch irgendwann verramscht - aber: In Kooperation mit anderen kamen sehr coole Titel raus. (Newton, Shackleton Base).

    Bin also gespannt, was die drei da zustande bringen.

  • Die Beschreibung und das Autoren-Trio dahinter lassen mein Euro-Herz gleich höher schlagen!

    Der "Verlag" eher nicht, die haben einen echt hohen Output mittlerweile wo sich mir vor allem bei den zahlreichen Erweiterungen die Frage stellt: "Braucht man das Alles wirklich?". Dazu die Tatsache, dass viele der Spiele mittlerweile YASE sind und mich einfach überhaupt nicht abholen. Mechanisch, thematisch und optisch... Es hilft nur warten auf Bewertungen und dann entscheiden ob das was ist. Blind kauf ich da nix mehr, zu banal war häufig die Spielerfahrung.

  • Die Beschreibung und das Autoren-Trio dahinter lassen mein Euro-Herz gleich höher schlagen!

    Der "Verlag" eher nicht, die haben einen echt hohen Output mittlerweile wo sich mir vor allem bei den zahlreichen Erweiterungen die Frage stellt: "Braucht man das Alles wirklich?". Dazu die Tatsache, dass viele der Spiele mittlerweile YASE sind und mich einfach überhaupt nicht abholen. Mechanisch, thematisch und optisch... Es hilft nur warten auf Bewertungen und dann entscheiden ob das was ist. Blind kauf ich da nix mehr, zu banal war häufig die Spielerfahrung.

    Die Logik verstehe ich nicht. Für mich ist nicht die Quantität an Veröffentlichungen zur Beurteilung eines Verlags relevant, sondern die Qualität (Material, Support, gut geschriebene Regeln, etc.). Mich zwingt ja auch niemand Erweiterungen zu kaufen, die ich als überflüssig erachte. Wäre nur dann ein Problem, wenn ein Verlag seine ganzen Ressourcen dafür verbraucht, neuen Output zu bringen, und der Kundensupport bzw. Support für ältere Spiele darunter leiden würde. Aber das ist mir bei B&D jetzt nicht aufgefallen?

    Außerdem, ob es sich um ein sogenanntes "YASE" handelt oder nicht, hängt doch maßgeblich von den Autoren und den Haupt-Spielmechanismen ab. Wenn jetzt das hier genannte Autoren-Trio mit ihrem Prototyp zu einem anderen Verlag gegangen wären, wäre dann wohl kaum ein thematischeres Spiel draus geworden. Man weiß ja in etwa, was man bei Luciani & Co. bekommt.

    2 Mal editiert, zuletzt von gelöscht_15022026 (20. Januar 2026 um 10:32)

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  • Die Logik verstehe ich nicht. Für mich ist nicht die Quantität an Veröffentlichungen zur Beurteilung eines Verlags relevant, sondern die Qualität (Material, Support, gut geschriebene Regeln, etc.).

    5 so mäßig getestete Spiele oder Erweiterungen die unter Zeitdruck fertig sein müssen. Wenn du eine bestimmte Anzahl an Veröffentlichungen brauchst um rentabel zu sein oder Verträge existieren die ein bestimmtes Pensum vorraussetzen dann kann die Qualität unter der Quantität schon leiden... Ob das bei B&D der Fall ist? Eher nicht, hab ich das Gefühl die hauen ohne Ende Content raus? Auf jeden Fall. Aber klar, ich warte auf weitere Informationen bin jedoch erstmal vorsichtig wo ich früher vielleicht einen Blindkauf getätigt habe.

  • Fruchtfliege Für mich ist B&D derzeit einer der besten Verlage - die Dinge, die da erscheinen haben idR Hand und Fuß. Minos & Blumenstraße machen Spaß, Nucleum ist super - Reef Project und das Bücherspiel fand ich okeeee. Die Erweiterungen: Da kann man selbst entscheiden - in letzter Instanz machen sie die Spiele ja komplexer, was man ja nicht immer will. Die machen für mich gerade sehr vieles richtig.

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  • Sieht für mich sehr langweilig, beliebig und wenig interaktiv aus. Mich sprechen aber auch alle gezeigten Neuheiten nicht an. Da hat Frosted leider mal wieder kein gutes Händchen gehabt. Schade!

    Ist doch subjektiv, aber was heißt denn das "mal wieder"? Galileo Galilei, Endeavor Tiefsee, Das Unbewusste .. gehören zu den bei mir meistgespielten Spiele der beiden letzten Jahre. Auf die neuen habe ich noch nicht geschaut, aber wenn für meinen Geschmack mal kein Toptitel darunter ist, ist das kein Weltuntergang - nicht für mich und (hoffentlich) auch nicht für Frosted, die sicher nicht nur für mich eine gute Adresse sind.

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

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  • Sieht für mich sehr langweilig, beliebig und wenig interaktiv aus. Mich sprechen aber auch alle gezeigten Neuheiten nicht an. Da hat Frosted leider mal wieder kein gutes Händchen gehabt. Schade!

    Man kann den Verlag, meiner Meinung nach, für vieles kritisieren. Vieles davon wird in diesem Forum ja auch immer mal wieder angesprochen, wie zum Beispiel Deadlines, Logistik, das Shopsystem und “untypische” Übersetzungen. Objektiv betrachtet hat Frosted in den letzten Jahren jedoch ein sehr vielfältiges und, meiner bescheidenen Meinung nach, auch wirklich gutes Händchen bei der Spieleauswahl bewiesen. Das sage ich, obwohl ich die meisten Spiele selbst nicht unbedingt überragend gut finde. Im Gesamtpaket überzeugt das Portfolio von Familie+ bis Experte, von Mehrspielertiteln bis Solo, und man kann guten Gewissens sagen, dass Frosted mittlerweile ein gestandener und von der Varietät ein “kompletter” Verlag ist.

    Your Mileage May Vary, obviously.

    Einmal editiert, zuletzt von sNice24 (29. März 2026 um 12:28)

  • Seit den Frosted Days läuft nun auch eine Vorbestellaktion, bei der es bis zum 27.04.2026 zwei Promos dazu gibt. Geplante Lieferung ist Q3 2026.

    Entropy - Frosted Games
    Entropy ist ein anspruchsvolles Kennerspiel von Simone Luciani, Nestore Mangone und Tommaso Battista für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren. In 90 bis 120 Minuten…
    frostedgames.de

    Einmal editiert, zuletzt von Nukleid (1. April 2026 um 15:47)

  • Sieht für MICH sehr langweilig, beliebig und wenig interaktiv aus. MICH sprechen aber auch alle gezeigten Neuheiten nicht an. Da hat Frosted leider mal wieder kein gutes Händchen gehabt. Schade!

    Ist doch subjektiv, aber was heißt denn das "mal wieder"? Galileo Galilei, Endeavor Tiefsee, Das Unbewusste .. gehören zu den bei mir meistgespielten Spiele der beiden letzten Jahre. Auf die neuen habe ich noch nicht geschaut, aber wenn für meinen Geschmack mal kein Toptitel darunter ist, ist das kein Weltuntergang - nicht für mich und (hoffentlich) auch nicht für Frosted, die sicher nicht nur für mich eine gute Adresse sind.

    Man kann den Verlag, meiner Meinung nach, für vieles kritisieren. Vieles davon wird in diesem Forum ja auch immer mal wieder angesprochen, wie zum Beispiel Deadlines, Logistik, das Shopsystem und “untypische” Übersetzungen. Objektiv betrachtet hat Frosted in den letzten Jahren jedoch ein sehr vielfältiges und, meiner bescheidenen Meinung nach, auch wirklich gutes Händchen bei der Spieleauswahl bewiesen. Das sage ich, obwohl ich die meisten Spiele selbst nicht unbedingt überragend gut finde. Im Gesamtpaket überzeugt das Portfolio von Familie+ bis Experte, von Mehrspielertiteln bis Solo, und man kann guten Gewissens sagen, dass Frosted mittlerweile ein gestandener und von der Varietät ein “kompletter” Verlag ist.

    Your Mileage May Vary, obviously.


    Es ist doch mehr als offensichtlich, dass für IHN nichts dabei ist. Da braucht man nichts hinterfragen oder gegensteuern, das ist halt seine Meinung, die auch völlig ok ist. Wenn es dem Verlag gut geht, macht er alles richtig, aber das hat ja nichts mit dem obigen Zitat am Hut.

    Bei mir sieht das übrigens genau so aus. Es ist einer (von vielen) Verlagen, die keine Spiele rausbringen, die mich interessieren. Alle oben genannten Titel sind interaktionsarme Spiele, die auch ich mir nicht weiter angucken brauche. Geschmack und so.

  • Es wurde ja lediglich der letzte Teil kommentiert, dass „mal wieder“ kein gutes Händchen bewiesen wurde was dann zB mit dem Kennerspiel des Jahres widerlegt werden sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von Cleinlish (1. April 2026 um 18:53)

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  • Es ist doch mehr als offensichtlich, dass für IHN nichts dabei ist. Da braucht man nichts hinterfragen oder gegensteuern, das ist halt seine Meinung, die auch völlig ok ist. Wenn es dem Verlag gut geht, macht er alles richtig, aber das hat ja nichts mit dem obigen Zitat am Hut.

    Bei mir sieht das übrigens genau so aus. Es ist einer (von vielen) Verlagen, die keine Spiele rausbringen, die mich interessieren. Alle oben genannten Titel sind interaktionsarme Spiele, die auch ich mir nicht weiter angucken brauche. Geschmack und so.

    Wenn wir auf diese Art von Diskussionskultur runterkommen, dann brauchen wir kein Forum mehr. Wenn kein Diskurs mehr entsteht und Meinungen mit "ist halt seine Meinung" indiskutabel bleiben, dann hat ein Forum keinen Mehrwert. Dann kann ich mir meine Echokammer auf einem beliebigen Medium zusammenbauen, in dem Leute ihre universellen Wahrheiten rausposaunen.

  • Es wurde ja lediglich der letzte Teil kommentiert, dass „mal wieder“ kein gutes Händchen bewiesen wurde was dann zB mit dem Kennerspiel des Jahres widerlegt werden sollte.

    Ja und dennoch bleibt es super offensichtlich, dass er es für sich so sieht. Wenn man natürlich jeden Satz komplett vom restlichen Kontext trennt, dann passiert sowas.


    Wenn wir auf diese Art von Diskussionskultur runterkommen, dann brauchen wir kein Forum mehr. Wenn kein Diskurs mehr entsteht und Meinungen mit "ist halt seine Meinung" indiskutabel bleiben, dann hat ein Forum keinen Mehrwert. Dann kann ich mir meine Echokammer auf einem beliebigen Medium zusammenbauen, in dem Leute ihre universellen Wahrheiten rausposaunen.

    Du nimmst es als Totschlagargument auf und argumentierst mit einem Totschlagargument...

    Nein, darum geht es nicht. Der Punkt ist, dass er nirgends eine allgemeine Aussage getroffen hat, sondern er für sich keine passenden Spiele in ihrem Programm findet. Darauf dann mit allgemeinen Aussagen zu antworten ist halt völlig am Thema vorbei und bringt rein gar nichts. Das hat nicht viel mit "ist halt seine Meinung" zu tun, sondern mit dem Kontext der wirklich vorhanden ist (oder in diesem Fall eben NICHT vorhanden ist).

    Dass ist so als würde man ein "gefällt mir nicht" (am besten noch ein thumbs down) ausdiskutieren müssen. Wenn du das in einem Forum als nötig erachtest, dann gute Nacht...

  • Beitrag von Puma (2. April 2026 um 09:25)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (2. April 2026 um 09:26).
  • Im ersten Teil ist es offensichtlich, der zweite ist schon allgemein und nicht auf die eigene Meinung geschrieben; daher nicht schlüssig im Vergleich zum Anfang zu lesen.

    Bei jedem anderen Teil schreibt er extra „für mich“ dazu und lässt es da weg. Da ist es absolut legitim anzunehmen, dass er es allgemein sagen möchte.

    Daher auch in Ordnung, es getrennt zu betrachten und dementsprechend kommentieren.

  • Ich hab die Regeln mal überflogen, weil das Thema ja schon spannend klingt, aber spielerisch bin ich noch nicht überzeugt. Wenn ich es korrekt überblicke läuft man auf dem Rondell entlang und führt die darauf abgebildeten Aktionen aus. Jeder Action Thread hat einen inneren und einen äußeren Pfad, wobei man den inneren mit den stärkeren (?) Aktionen wohl nur nutzen kann wenn man den passenden Cube auf seinem Board hat. Man muss dann noch strafen bezahlen wenn man aufs gleiche Feld wie andere Wissenschaftler erreicht.

    Mit den Aktionen, kauft man sich Sterne, an die legt man Planeten, da sammelt man Gewürm um ein Biotop dran zu legen und dann kommen noch Lebensformen dazu. Am Ende gibt es Punkte für die gespielten Kombinationen und irgendwelche Ziele.

    Der Aktionsauswahlmechanismus ist ein wenig anders, aber da weiß ich noch nicht welche Spielerische Auswirkung das schafft, die Bonis richten sich danach wie schnell ich auf das Feld gelaufen bin, desto langsamer, desto größer der Bonus. Abgesehen von der Strafe die man zahlen muss und dem wegschnappen von Teilen hab ich jetzt nicht groß mehr interaktive Elemente gesehen, also so auf dem Niveau von Galactic Cruise.

    Was mir aktuell fehlt ist so ein wenig der Unique Selling Point, damit will ich das Spiel nicht abwerten, aber ich hab da jetzt nichts wirklich neues gesehen und verspüre ganz starke Men-Nefer Vibes. Auch ein solides Spiel das funktioniert, aber halt auch nur Just-Another-Euro.

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  • Das Autoren-Trio hat mich eigentlich neugierig gemacht, aber ich ich finde die Umsetzung des Themas (und das ist eigentlich schon zu viel versprochen) selbst eines Euros unwürdig.
    Der erste Satz der Beschreibung sagt ja im Prinzip schon: Entropie=fundamentales Naturgesetz, aber Schluss mit dem nervigen Schnick-Schnack, das ist jetzt neu form-/umkehrbar...
    Warum dann das Thema Entropie, wenn man direkt alles über Bord wirft, was damit zu tun hat?

    Ich fände Entropie als Thema super spannend für ein Spiel, aber da schwebt mir eher etwas à la #Bus von Splotter vor: Du hast ein Entropiekontingent und jede Aktion sorgt für ein bisschen Entropie. Es ist deine Entscheidung, ob du alle Aktionen am Anfrang machst und die Entropie sofort entsteht oder, ob du es dir einteilst. Der Netzwerk-Aspekt von Bus müsste dann durch etwas Neues/Anderes ersetzt werden.

  • Entropy finde ich thematisch sehr interessant. Simone Luciani hat ebenfalls mitgewirkt und das ist für mich ein großes Plus. Ich habe es dennoch nicht vorbestellt.

    Mir persönlich gefällt die Umsetzung nicht. Das Spielmaterial wird leider nur lieblos auf den Tisch platziert. Damit meine ich, dass beispielsweise Tiere nicht auf dem viel zu kleinen Planeten platziert werden, sondern darüber und somit stehen diese einfach stumpf auf dem Tisch bzw. “schweben” sie im All. Ebenso werden Karten simpel angelegt. Irgendwie gefällt es mir nicht, dass ein Mix von Plättchen, Holz und Karten nur auf den Tisch platziert wird. Das wirkt auf mich total unstimmig, ungeordnet und sieht wild aus. Hätte mir hier für etwas mehr Immersion einen größeren Planeten gewünscht auf dem alles was man darauf platzieren kann auch darauf platziert wird. Sicherlich würde das den fairen Preis deutlich erhöhen.

    Ich bin dann schlussendlich die Regeln überflogen, um zu sehen, ob mich diese überzeugen können und habe mir ein Video von FG angesehen. Nach meinem Ersteindruck ist mir das Spiel zu mechanisch. Mich könnte nur noch eine Testpartie überzeugen, für die ich nicht abgeneigt bin. Selbst haben muss ich es nach meinen bisherigen Erkenntnissen (noch) nicht.

    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

    Einmal editiert, zuletzt von velvre (9. April 2026 um 11:20)

  • Verstehe die Kritik. Am Ende des Tages ist der Originalverlag ja Board & Dice und die sind nicht gerade für die thematischsten Umsetzungen in Euros bekannt. Dort geht's immer primär um die Mechanik. Eine Abweichung bei Entropy hätte mich zugegebenermaßen auch gewundert.

  • Verstehe die Kritik. Am Ende des Tages ist der Originalverlag ja Board & Dice und die sind nicht gerade für die thematischsten Umsetzungen in Euros bekannt. Dort geht's immer primär um die Mechanik. Eine Abweichung bei Entropy hätte mich zugegebenermaßen auch gewundert.

    Das stimmt. Nimmt man aber beispielsweise #Teotihuacan (das einzige von B&D in meinem Regal) als Vergleich, wird man dort auch keine Simulation vorfinden, aber immerhin basieren die Aspekte des Spiels auf der Region und dem entsprechenden Zeitalter.
    Teotihuacan im Sinne von Entropy hätte folgendes Thema: Ihr seid Adelsfamilien der Teotihuacanos. For reasons seid ihr in die Welt von Aarler Erde und E-Mission ausgewandert. Baut also Pyramiden, um ewigen Ruhm zu ernten. Vergesst jedoch den Deichbau nicht, damit eure Pyramiden nicht geflutet werden, und achtet auf eure CO2-Bilanz beim Bauen. Möge der beste Öko-Friesen-Teotihuacano gewinnen!

    P.S.: Schande über mich, dass ich den Verlag nicht auf dem Schirm hatte. Ansonsten hätte mein Satz im ersten Post den auf der Straße liegenden Kalauer natürlich mitgenommen: Warum dann das Thema Entropie, wenn man direkt alles über Bo(a)rd (& Dice) wirft, was damit zu tun hat? ^^

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  • Ich hätte bei dem Titel "Entropy" auch erwartet, dass ein zentraler Mechanismus des Spiels darin besteht, dass irgendwas grundsätzlich nur immer mehr wird. Irgendwelche irreversiblen Prozesse, mit denen man klar kommen muss und die einem das Leben als Spieler zunehmend schwerer machen; vielleicht irgendeine Art von Countdown. Denn Entropie kann immer nur anwachsen. Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik. Idealerweise wäre dieses Entropie-Irgendwas -- gerne mit Euro-typischer sehr freier Interpretation -- auch in der einen oder anderen Form mit zunehmender Unordnung gleichzusetzen. Die Idee, um das physikalische Konzept der Entropie ein Spiel herum zu bauen, klang total spannend.

    Stattdessen ist's einfach nur ein stinknormales Euro-Spiel, bei dem eine Ressource zufälligerweise "Entropie" getauft wurde.

    Nun ja. Dadurch wird das Spiel noch nicht schlechter. Aber falsche Hoffnungen hat der Titel bei mir schon geweckt. Irgendwie eine vergebene Chance. Und auch irgendwie etwas enttäuschend, wenn man nach den ersten Sätzen der Anleitung feststellt, dass die Macher anscheinend nicht den blassesten Schimmer haben, was Entropie überhaupt ist. Spätestens bei der Regel, 2 Entropie jederzeit gegen 1 Energie oder 1 Masse zu tauschen, oder bei inhaltsleerem Geblubber der Sorte "Nutze Entropie, um das Potential deiner Sterne zu entfesseln" rollen sich mir als naturwissenschaftlich ausgebildetem Menschen dann endgültig die Fußnägel hoch. Das Spiel ist nix für mich.

  • Wow, ich finde eure Gedanken zum Begriff "Entropie" und wie ihr den im Kontext eines Brettspiels sehen würdet, spannend.
    Ich kann euch leider nicht liefern, was ihr aufgrund des Titels für eine Erwartungshaltung an das Spiel hattet. :D
    Das Spiel will nicht wissenschaftlich fundiert sein. Die "Story" des Spiels ist, dass man in einer fiktiven Welt in einer Kammer schwebt mit einem Kontrollpult und als Abschlussprüfung Welten in einer Simulation erschaffen soll. Dieses Kontrollpult ist das Tableau vor dir, aber der Rest ist ein Eurogame.

    Unabhängig davon kann ich euch aber sagen, dass wir das Spiel und was man darin macht, sehr cool finden.
    Ja, es ist natürlich "nur" ein Eurogame und ich spoiler schon mal, dass die Person mit den meisten Siegpunkten gewinnt.
    Auf dem Weg dahin erstellt man Sonnensysteme, verdichtet Sterne, stellt Kombinationen aus Bedingungen zusammen, um Lebewesen auf Planeten anzusiedeln und baut seine Konsole für Sonderaktionen aus. Wie sehr thematisch, abstrakt oder mechanisch das ist, wird man sich wieder lange die Köpfe drüber zerbrechen können und das werden alle irgendwie anders sehen. Die Optik und Haptik des Spiels sind wirklich schön. Das kommt auf Bildern und Videos nicht ganz so gut rüber wie auf dem Tisch. Guckt mal gerne auf der Spiel Doch in Dortmund vorbei und nehmt mal einen der Obelisken in die Hand ;)
    Die Aktionen im Spiel sind ein cooles Dilemma. Man muss immer abwägen, ob man eher kleine Schritte macht mit starken Aktionen oder große Schritte macht, um schneller um das Rondell zu kommen, damit man seine Aktionsmarker eher zurück bekommt. Die Entscheidungen dahinter sind schon sehr relevant und das macht den Kern des Spiels aus.

    Aber: Wir haben das Spiel nicht für unser Sortiment gewählt, weil uns die thematische Darstellung des Begriffs "Entropie" ein Anliegen war.
    Vielleicht machen das noch mal andere Spiele in der Zukunft.

  • Beitrag von blakktom (9. April 2026 um 17:08)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (9. April 2026 um 17:12).
  • Ich fand die Gedanken, auch die kritische Grundhaltung der Teilnehmer, der Diskussion, zu dem Spiel an sich, gesittet, als auch konstruktiv und gut begründet, als auch angemessen, unter dem Umstand das jedes Jahr zig mittelschwere bis schwere Euro-Games herauskommen, und wenn man das Genre mag, einfach nicht alles haben kann und haben will, so wie das Thema und das Spiel besprochen wurde hier im Thread ist es für mich wünschenswert, FrostedGames ich verstehe nicht wirklich warum von eurer Seite schon wieder diese "Schärfe" in die Diskussion getragen wird...

    Ich glaube, die Schärfe liest du da rein. Ich fand auch alles gesittet und habe da niemanden kritisiert.
    Ich habe gesagt, dass ich die Gedanken die dazu geäußert wurden spannend finde und dass dieses Spiel nicht das ist, was die Vorredner dazu erwartet haben.
    Dann habe ich erklärt, was das Spiel macht und warum wir das herausbringen.
    Dann habe ich gesagt, dass vielleicht in Zukunft andere Spiele etwas mit dem Thema Entropie machen, was dann eher den Erwartungshaltungen der anderen entspricht.

    Wenn du mir sagst, wo ich was unangemessenes gesagt habe, editiere ich den Beitrag gerne noch mal und vermerke das transparent in der Editierspalte.

    EDIT: Die Ausführungen von Metal Pirate wären ja jetzt in erster Linie das, worauf sich mein Beitrag bezog. Wenn er/sie mit dem was ich geschrieben habe ein Problem hat, gerne einfach sagen. Ich würd ein Spiel mit einem Thema wie von Metal Pirate beschrieben auf jeden Fall auch spielen. Aber das ist nicht das Spiel hier :D

  • Danke für die Diskussion zum Thema Entropie, diese hat mich dann doch positiv getriggert, das ich mir unbedingt selbst ein Bild machen werden von diesen Titel, in den kommenden Tagen, grundsätzlich begrüße ich es das Euro´s der Kenner- Experten- Kategorie (kritisch) besprochen werden, es hilft ungemein, in diesen mittlerweiler hohen Veröffentlichungs-Taktung eine sinnvolle Auswahl für die eigenen Bedürfnisse zu treffen.

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