Kinderspielesammlung - Wo stehts & wem gehörts?

  • Hey! Hier ein paar Fragen an die anwesenden Eltern (& ggf. Großeltern). (Wenn der Thread hier falsch ist, liebe Mods, verschiebt ihn gern. Ich bin noch recht neu hier.)

    Sind eure Kinderspielsammlungen ähnlich groß wie eure "eigene" Spielesammlung?

    Oder lässt sich das irgendwann gar nicht mehr auseinander halten?

    Bei Familienspielen: "Gehört" das Spiel einem bestimmten Kind oder der ganzen Familie? Wird im Kinderzimmer aufbewahrt oder bei eurer Sammlung?

    Und gibt es neue Kinderspiele wie bei "normalen" Leuten hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten oder auch "einfach so"?

    Zum Hintergrund: Meine Töchter sind 3 und 5 Jahre alt. Die große spielt mittlerweile das ein oder andere Brettspiel, aber ich will sie gern noch mehr für das Hobby begeistern. Daher will ich noch ein paar gute Kinderspiele oder einfache Familienspiele anschaffen. Allerdings hadern meine Frau und ich damit den Kindern ständig was zu schenken. Die Großeltern bringen eh schon andauernd irgendwas mit...

    Fast alle reinen Kinderspiele sind momentan bei den Kinderbüchern in den Kinderzimmern. Da ist aber eigentlich kein Platz für mehr. Meine Sammlung an Kenner- & Familienspielen ist dagegen im großen Keller untergebracht.

    Würde mich mal interessieren wie das so in verschiedenen Familien gehandhabt wird und freue mich daher auf eure Antworten!

    Einmal editiert, zuletzt von Dominian (8. Januar 2026 um 23:29)

  • Sind eure Kinderspielsammlungen ähnlich groß wie eure "eigene" Spielesammlung?

    Und gibt es neue Kinderspiele wie bei "normalen" Leuten hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten oder auch "einfach so"?

    Nein, unsere Sammlung befasst um die 600 Titel.

    Seine sind nur ein Dutzend. Weil, er wird älter und die Sachen müssen dann wieder weg. Zum Beispiel jetzt: die ganzen Tip Tois oder Brettspiele bis 6 Jahre.

    Inzwischen ist er nämlich 8 und spielt schon Familienspiele. Lieblingsspiele sind Sagrada, Agent Avenue, Zug um Zug, Quacksalber, Karuba und Tower Up.

  • Würde mich mal interessieren wie das so in verschiedenen Familien gehandhabt wird und freue mich daher auf eure Antworten!

    Ich habe leider keine Kinder, aber vielleicht einen Tipp.

    Bei uns gibt es in den Bibliotheken sehr viele Kinderspiele, auch vorbestellbar, und von Freunden mit Kindern wurde und wird das gut genutzt. Man kann die Spiele mehrere Wochen ausleihen. Sollte sich ein Spiel zu einem absoluten Lieblingsspiel entwickeln kann man es immer noch zum Geburtstag schenken oder in die Familiensammlung aufnehmen. Absoluter Dauerbrenner bei allen Kindern ist in unserem Umfeld Lotti Karotti, das wird auch oft noch im Grundschulalter gespielt.

    Meine aktuellen Lieblingsspiele:

    Die weiße Burg, Die verlorenen Ruinen von Arnak, Blood on the Clocktower, Lacrimosa, Mischwald Dartmoor, Zenith

  • Wir haben das früher (inzwischen sind die Kinder keine "Kinder" mehr und wohnen nicht mehr zu Hause) immer wie folgt gemacht:

    Die Umfang der Sammlungen unserer beiden Kinder war jeweils etwas weniger als ein Zehntel meiner eigenen Sammlung.

    Jedes Spiel hat sich eindeutig einer Sammlung zuordnen lassen, da beide Kinder und auch ich jeweils eine eigene Bestandliste geführt haben. Eher selten gab es ein Spiel sowohl in meiner Sammlung als auch in einer Sammlung eines der Kinder - in diesem Fall war dieses Spiel dann zweimal in unserem Haushalt.

    Die Spiele der Kinder wurden immer im Zimmer des Kindes aufbewahrt, dem es gehörte - und dieses Kind war auch für das Spiel verantwortlich. Es musste zum Beispiel nicht um Erlaubnis fragen, wenn es ein eigenes Spiel mit Freunden spielen wollte. Bei Spielen aus meiner Sammlung musste immer vorher gefragt werden, bevor es aus dem Regal genommen werden durfte.

    Neue Spiele gab es zu den üblichen Geschenke-Gelegenheiten, eher selten "einfach so". Ausnahme war zum Beispiel die SPIEL in Essen, bei der sie ein paar Mal dabei waren: da habe ich beiden jeweils einen Geldbetrag zur freien Verfügung gegeben (reichte meist für 2 oder 3 Spiele).

    Ein Verkauf von Spielen aus der Sammlung der Kinder hat nur hin und wieder stattgefunden - entweder weil sie nur wenig abgeben wollten oder weil der Zustand der Spiele für einen Verkauf nicht mehr geeignet war.

  • Bei Familienspielen: "Gehört" das Spiel einem bestimmten Kind oder der ganzen Familie? Wird im Kinderzimmer aufbewahrt oder bei eurer Sammlung?

    Und gibt es neue Kinderspiele wie bei "normalen" Leuten hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten oder auch "einfach so"?

    Bei uns ist das spielinteresssiertestes Kind unsere gemeinsame jüngste Tochter, (mittlerweile 11 Jahre).

    Kinderspiele habe ich bei BGG in „meiner“ Sammlung mit eingepflegt.

    Einige Spiele hat sie selbst in ihrem Zimmer, die meisten aber in Mamas Regalen bei uns im Wohnzimmer. Die Besitzverhältnisse sind klar kommuniziert. Wenn meine Frau oder ich ein Spiel kaufen, dann akzeptiert sie alle Möglichkeiten.

    Beispiele:

    • „Harry Potter: Kampf um Hogwarts“ hat meine Frau gekauft mit „ist ein Spiel für die Familie - gehört uns allen“ … im Endeffekt hab wir das bisher nur zu zweit (Tochter und ich) gespielt
    • „Bomb Busters“ hab ich gekauft - „das gehört Papa“ aber wir spielen das eher nur zu zweit (meine Frau mag es nicht) aber sie kann mich immer fragen, ob wir es spielen
    • „Mutlose Monster“ … hatten wir mal ausgeliehen und hat uns richtig Spaß gemacht… hab es letztes Jahr super billig geschossen und dann war es einfach so ein Geschenk für zwischendurch, weil ich weiß, dass sie sich so darüber gefreut hat … sie darf über das Spiel entscheiden und es ist ihr so wichtig, dass sie es in ihrem Zimmer aufbewahrt

    Also Spiele als Geschenke gibt es bei uns eher zu festen Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten… selten zwischendurch, aber auch. Hängt stark aber auch vorm Wert des Spiels ab.

    Bei Aufbewahrung und Besitz der Spiele ist auch alles möglich. Für den Umgang mit den Spielen finde ich es, wenn ich drüber nachdenke, auch echt sinnvoll, wenn jedes Kind auch ein paar eigene Spiele besitzt, bei dem es selber entscheiden darf, wer gerade damit spielt und alle anderen - Geschwister wie auch Eltern - erst mal fragen müssen.

    Eine klare Kommunikation ist vor allem wichtig, wer über das Spiel entscheiden darf.

  • Zum Hintergrund: Meine Töchter sind 3 und 5 Jahre alt.

    Hey, das kenn ich. Meine beiden sind gleich alt. :)

    Daher will ich noch ein paar gute Kinderspiele oder einfache Familienspiele anschaffen. Allerdings hadern meine Frau und ich damit den Kindern ständig was zu schenken.

    Deswegen nutzen wir intensiv die Bücherei, wenn wir auch das auch könnt. Es spart Geld, es spart Platz. Und ehrlich: die meisten Spiele in dem Alter werden intensiv in den ersten zwei Wochen gespielt und dann monatelang nicht mehr angeschaut. Ausnahmen gibt es natürlich, aber sehr oft verläuft es genau so (wenn nicht die Eltern etwas aktiv vorschlagen).

    Sind eure Kinderspielsammlungen ähnlich groß wie eure "eigene" Spielesammlung?

    Nein, beileibe nicht und ich hoffe, dass unsere Kinder keine 80 Kinderspiele anhäufen. Fände ich auch blöd, denn dann haben sie das gleiche Problem wie ich: Sie spielen davon nur einen winzigen Bruchteil überhaupt. Derzeit passen die Spiele der beiden locker in zwei Billie-Regalfächer. Da wir den Kindern auch andere Interessen ermöglichen wollen, will ich auch gar nicht alles mit Spielen zupflastern. Wir brauchen auch Platz für Klemmbausteine, für Holzbausteine, für Malsachen, für Bastelsachen, für Autos etc.

    Oder lässt sich das irgendwann gar nicht mehr auseinander halten?

    Dadurch, dass die Spiele räumlich getrennt stehen, geht das noch sehr gut.

    Und gibt es neue Kinderspiele wie bei "normalen" Leuten hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten oder auch "einfach so"?

    In der Regel versuchen wir auch nur dann zu schenken, wenn es einen Anlass gibt. Aber der Anlass ist zum Beispiel nächste Woche: "Wir fahren in den Urlaub." Und weil wir einige Spiele (meist gebraucht von Freunden) auf Halde haben, diese aber vom Alter irgendwann nicht mehr passen, suchen wir solche außergewöhnlichen Möglichkeiten zum Verteilen. Aber im Normalfall gibt es Geschenke/Spiele an Ostern, Geburtstag und Weihnachten.

    Bei Familienspielen: "Gehört" das Spiel einem bestimmten Kind oder der ganzen Familie? Wird im Kinderzimmer aufbewahrt oder bei eurer Sammlung?

    Ich glaube, wir haben keine Familienspiele ... Also Kinderspiele stehen im Wohnzimmern im allgemeinen Regal. Im Kinderzimmer spielen unsere Kinder nur selten, wir mögen das gemeinschaftliche Zusammensein (wir Eltern puzzeln dann oder spielen selbst was zu zweit, wenn die Kinder allein oder mit sich beschäftigt sind). "Erwachsenenspiele" gehören entweder meiner Frau oder mir. Bei ihr stehen dann drei Spiele im Schrank und bei mir 80. ;) Ich bin unsicher, wie ich mit Familienspielen umgehen würde. Hast Du Beispiele, was für Dich dazu zählt? Aber vermutlich entscheide ich spontan, ob die in unseren Elternschrank wandern oder zu den Kindern. Beispiel: Zombie Teenz Evolution habe ich für mich (mit Kind) gekauft und steht bei mir. „Pictoo“ habe ich der Dreijährigen geschenkt, steht also bei mir, auch wenn das Erwachsene sehr gern spielen.

    Bezüglich Eigentum: Die Spiele stehen pro Kind zwar in getrennten Regalfächern aber mit freiem Zugriff von allen. Spiele/Spielzeug sind für uns Gemeinschaftsgüter und gehören (noch) nicht nur einem Kind. Die Kinder dürfen auch an meinen Schrank (hier aber nach vorherigem Fragen) und sich da rausholen, was auch immer sie wollen. Inzwischen knicken sie die Karten sogar nicht mehr. ;)

    Ich hoffe, das hilft Dir etwas. Wie so immer: Jeder Mensch und jede Familie ist individuell. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass unsere Kinder mal in ihren eigenen Zimmern spielen und "weg sind". Aber der Tag kommt sicher auch mal ...

    Gruß Dee

    Blog (manchmal sogar über Brettspiele): deesaster.org

    Einmal editiert, zuletzt von Dee (9. Januar 2026 um 06:30)

  • Sind eure Kinderspielsammlungen ähnlich groß wie eure "eigene" Spielesammlung?

    Sicher nicht. Aus mehreren Gründen. Kindern liegt nichts am Besitz von 100+ Spiele; sie wollen eh immer nur das Gleiche spielen. Sie ziehen keine Spaß aus Regellesen, Auspöppeln, Inserts bauen, Statistiken pflegen oder ähnlichem Drumherum, das uns Erwachsene jenseits des Spielens als Ersatzbefriedigung beschäftigen kann. Und wie schon erwähnt: die Lebensspanne von Kinderspielen ist obendrein endlich, weil sie oft nur 2-4 Jahre lang altersgerecht passen.


    Oder lässt sich das irgendwann gar nicht mehr auseinander halten?

    Das passiert spätestens dann, wenn klassische Familienspiele (SdJ-Klasse, roter Pöppel) in Reichweite kommen. Also irgendwo im Bereich 8-12 Jahre, da verschwimmt das alles immer mehr und man freut sich, dass die Kleinen immer mehr "richtige" Spiele jenseits von allerlei Memory-Varianten mitspielen können.


    Bei Familienspielen: "Gehört" das Spiel einem bestimmten Kind oder der ganzen Familie? Wird im Kinderzimmer aufbewahrt oder bei eurer Sammlung?

    Der ganzen Familie. Teils/teils. Wichtig ist: Die Kinder mitentscheiden lassen, wenn "ihre" Spiele aussortiert werden. Mit der Begründung "spielst du eh nicht mehr und wenn wir da aufräumen, können neue Spiele einziehen" ist das nach meiner Erfahrung sehr einfach. (Setzt natürlich voraus, dass man die eigene Spielesammlung genauso behandelt und nicht unkontrolliert wachsen lässt.)


    Und gibt es neue Kinderspiele wie bei "normalen" Leuten hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten oder auch "einfach so"?

    Gemischt. Man kann auch nicht komplett verhindern, dass wohlmeinende Verwandte und Bekannte allerlei komisches Zeugs schenken.


    Ansonsten: Locker bleiben, es wird sich irgendwie einsortieren. Viel Spaß beim Spielen mit den Kindern!

  • Wir haben alle Spiele zusammen in den Regalen.

    Kinderspiele die wir unserem Sohn explizit geschenkt haben (Geburtstag, Weihnachten) sind seine Spiele, lagern aber zusammen mit allen anderen Spielen.
    Neue Spiele hat er nur zu den üblichen Geschenkanlässen bekommen. Er selber besitzt aber tatsächlich recht wenige Spiele, ich glaube weniger als 10.

    Allerdings haben wir für uns auch Kinderspiele gekauft - weil meine Frau oder ich dieses Spiel besonders toll oder süß fanden und es dann "für die Familie" gekauft haben. Da die Interessen und Fähigkeiten kleinerer Kinder sich ja extrem schnell entwickeln haben wir am Anfang aber vor allem gebrauchte Kinderspiele auf diversen Flohmärkten und Kinderbörsen gekauft - manchmal sogar auf Vorrat ("...das wird nächstes Jahr vielleicht interessant für ihn ..."). Da haben wir teilweise Spiele mit UVP 30,- ungespielt, teilweise nicht mal ausgepöppelt, für 5,- bekommen. Wurden offenbar mal von irgendwem geschenkt aber nie ausprobiert. Wenn wir heute die alten Kinderspiele (Wer wars, Schnappt Hubi, das Magische Labyrinth etc ..) verleihen oder gar verschenken, fragen wir ihn ob ihm das recht ist. Normalerweise sagt er ja, er ist jetzt fast 18 und spielt die nicht mehr - allerdings hat er zwei Cousinen, 3 und 5, und daher gehen derzeit die meisten Kinderspiele dort hin und er spielt dann die Kinderspiele mit denen :)

    Wirklich eigene Spiele hat er bis auf wenige Ausnahmen erst als Teenie bekommen, weil er dann auch klare Wünsche und Interessen geäußert hat - damals Harry Potter - Kampf und Hogwarts, oder Deep Rock Galactic ... das sind aber ja keine Kinderspiele mehr. Die meisten Spiele aus der Zeit haben wir dann nicht geschenkt, sondern als Familienspiele gekauft. Wir haben da schließlich auch Spaß mit, selbst jetzt wo er nicht mehr so oft mitspielt.

    Gemeinsam gelagert haben wir die Spiele aus mehreren Gründen:

    1. Damit die Spiele eben nicht im Kinderzimmer in sämtliche Bestandteile zerlegt irgendwo enden (was in der Natur der Sache liegt und völlig normal für die meisten jüngeren Kinder ist)
    2. Damit er von Anfang an sieht und begreift, dass die Spiele ein gemeinsames Hobby sind welches einen zentralen Platz einnimmt
    3. Um ihn auch in diesem Bereich teilhaben zu lassen und ihn nicht als Kind mit seinen Kinderspielen in sein Kinderzimmer zu verbannen
    4. Platz - sein Zimmer ist nicht sehr groß und vor allem ungünstig geschnitten, so dass wir auf Lagerflächen (Regale, Schränke) verzichtet haben damit er mehr Platz zum spielen und bewegen hat.

    Liebe Grüße

    Cal

    „Das einzige was es zu bekämpfen gibt, ist der nach Kampf strebende Geist in uns.“

    Ō Sensei Ueshiba Morihei

  • Gesellschaftsspiele gespielt werden bei uns, die Tochter eingeschlossen, nahezu ausschließlich am großen Tisch im Eßzimmer. Das Spieleregal steht direkt daneben. Es war für uns selbstverständlich, den Kinderspielen im Spieleregal gebührenden Platz einzuräumen. Die Anzahl der Spiele ist auf das Regal limitiert, Spiele - früher auch Kinderspiele - werden regelmäßig, nicht nur zu besonderen Anlässen zur gemeinsamen Freizeitgestaltung ge- als auch verkauft. Mittlerweile studiert unsere Tochter, Kinderspiele finden sich dementsprechend nicht mehr im Regal, aber durchaus Spiele, die sie weiterhin gerne spielt. Das Eigentum einzelner Spiele liegt bei meiner Tochter, was Einfluss auf die Verkaufsentscheidung hat, der Besitz wird jedoch gemeinsam aufbewahrt und verwaltet.

    It's a game, have fun!

    4 Mal editiert, zuletzt von PeHa (9. Januar 2026 um 08:59)

  • Bei uns sind die Spiele der Kinder einsortiert im Familien-Spielebereich. Ich bin in meinen Regalen ja seit einigen Jahren farblich sortiert und nicht inhaltlich, doch die reinen Kinderspiele - inklusive der Spiele der Kinder - sind in ihrem eigenen Regalbereich.

    Auch, wenn wir häufig von „Papas Spielen“ für den Bestand abseits der Kinderspiele reden, wissen sie, dass alle Spiele zum Spielen zur Verfügung stehen und jederzeit auch ohne Fragen genommen werden können, sofern sie diese ohne weiteres aus dem Regal ziehen können. Das hat bei jüngeren Altern die wenigen schwer ersetzbaren Spiele vor dem unsachgemäßen Gebrauch geschützt, da ich diese dann in meiner Kopfhöhe gelagert hatte. Das war zu einer Zeit, in der sie auch einfach Spiele herauszogen um mit dem Material frei zu spielen. Mittlerweile wird da gezielter herausgezogen, wenn auch immer noch häufig zum freien Spiel, doch lädt des Material der seltenen, schwer ersetzbaren Spiele auch nur selten zum freien Spiel ein. ^^

    Sie spielen sehr gerne Spiele, doch selber zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen, tun sie sich keine. Das eine oder andere haben sie von ihren Paten oder mal von uns geschenkt bekommen. Spiele sind hier im Haus aber eher ein Grundnahrungsmittel. Familienspiele und auch Kinderspiele kaufen mal meine Frau oder ich, explizit für die ganze Familie, wenn wir was interessantes entdecken. Ich bin da ja eh das Eichhörnchen, da ich gerne neue Spiele und Mechanismen entdecke. Wenn hier nen Paket ankommt, ist das geflügelte Wort der Kinder schon „Papa bekommt wieder ein Spiel“. 8-))

    Und wie geschrieben, darf hier im Haus jeder jederzeit an jedes erreichbare Spiel - natürlich mit der Auflage, dass diese nach dem Spiel wieder aufgeräumt werden müssen. Die Spiele sind zum Spiel(en) da und mir geht damit verbrachte, fröhliche Zeit weit über den materiellen Wert der Spiele. Das ist mir seit jeher die wichtigste Botschaft durch das gemeinsame Lagern und Präsentieren unserer Spiele im dezidierten Spieleraum.

    Beim Aussortieren gehen wir wie MetalPirate vor - es wird gemeinsam aussortiert und auch hier funktioniert die Begründung, dass neue Lücken Platz für potentielle neue Spiele schaffen. Das sehen sie bei mir auch immer, da ich stetig aussortiere zum Verkaufen oder Verschenken - wovon auch die örtliche Bücherei schon häufiger profitiert hat. Wobei die Kinder auch immer feststellen, dass unser Bestand den der Bücherei weit in den Schatten stellt. :lachwein:

    Letting your mind play is the best way to solve problems. (Bill Watterson)

    Bin auch immer mal in der FAIRPLAY zu lesen.

  • Meine jüngste Tochter hat ein Kallax-Fach mit Brettspielen in ihrem Kinderzimmer-Regal, da stehen Dragomino, Concept Kids, Sags mir Junior und das Verrückte Labyrinth, Jenga und ein paar Puzzles. Die ersten drei Spiele würde ich auf jeden Fall behalten, wenn meine Tochter das Interesse verliert.

    Der große hat nur mein altes "Bang-the Bullett", weil ich das entsorgen wollte und er es mag. Meine mittlere hat ein paar Puzzles, aber sie ist auch der Spielemuffel in unserer Familie.

    In meinem Spieleschrank (halber Wohnzimmerschrank) habe ich auch kindertaugliche Spiele, die gerne gespielt werden, Captain Flip, Camel Up und King of Tokyo, aber die würde ich auch für mich selbst behalten, wenn die Kinder kein Interesse hätten.

    Dann haben wir im Spieleschrank noch eine Schublade mit Spielen, die ich nicht meiner Sammlung zurechne, da ist so Kram wie UNO, Phase 10, Rummy, Mädn und so. Das versuche ich ab und zu auszumisten aber ich darf nicht alles entsorgen ;)

    Edit: wir leihen auch viele Spiele aus der Bücherhalle aus, gerade Kinderspiele haben ja manchmal nicht so einen hohen Langzeitwert. Wenn etwas wirklich toll ist, dann kaufen wir es auch. Wir haben so eine Bücherhallenbox unter dem Sofatisch, da landen die ganzen Spiele und Bücher, bis sie zurückgegeben werden.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Faraway

    Einmal editiert, zuletzt von Makkuroi (9. Januar 2026 um 09:03)

  • Unsere ca. 200 Nicht-Kinderspiele (und das soll auch insgesamt etwa die Obergrenze bleiben) sind auf 4 Räume verteilt: Die, die am häufigsten gespielt werden oder die, von denen ich mir die Regeln anschauen möchte, um dieses Spiel vielleicht mal bei Gelegenheit auf den Tisch zu bringen (oder auch einfach nur, um durch Namen oder Optik Interesse bei meiner Frau zu wecken oder etwaiges Interesse abzuchecken ("Was ist denn xy für ein Spiel...?"), stehen bei uns im Esszimmer, wo auch gespielt wird. Im Arbeitszimmer stehen die Spiele, die eher selten gespielt werden, aber die in den vergangenen Jahren doch ein, zweimal pro Jahr zum Einsatz kamen und auch weiterhin immer mal wieder hervorgeholt werden (dürften).

    Die zweite Hälfte der 200 Spiele sind in zwei Räumen unter'm Dach untergebracht. Sind eher ungünstig zugänglich, aber ab und zu krame ich mal darin herum um zu schauen, was vielleicht mal (wieder) zum Einsatz kommen könnte... Beispielsweise alte Familienspiele aus meiner Kindheit, die da seit 30, 35 Jahren stehen.

    Soweit, so uninteressant, aber eben erstmal als Hintergrund für die Fragestellung...

    Als es bei unserer Tochter (7 Jahre) mit dem Spielen von Brettspielen langsam losging, waren diese zwei, drei Kinderspiele im gleichen Regal untergebracht - bisher spielt sie ohnehin kaum in ihrem eigenen Zimmer, auch mit Freunden eher weniger, sondern wenn bei uns ihm Wohn- oder Esszimmer (da sich unsere Wohnung auf zwei Stockwerke verteilt, ist das dann auch im Falle von (Regel-)Fragen nicht so weit zu Mama oder Papa. Inzwischen hat sie ein paar mehr eigene Spiele und im Laufe des letzten Jahres kamen dazu auch einige Familienspiele aus meiner Kindheit, die ich so mit meiner Frau oder Freunden eigentlich eher nicht spielen würde (beispielsweise Scotland Yard), das mit ihr inzwischen aber gut funktioniert. Dafür insgesamt Platz im Haupt-Spiele-Regal zu schaffen - das habe ich nicht über's Herz gebracht, so dass sich hierfür ein eigener "Stapel" mit Kinder- und leichten Familienspielen gebildet hat (nicht schön, aber der Umzug in's Erdgeschoss steht kurz bevor, und dann wird das eh alles "irgendwie anders".

    Soweit sie an die Spiele selbst herankommt, kann sie sich daraus auch bedienen. "Meine" Spiele gehören uns allen, die Spiele, die sie explizit zum Geburtstag oder Weihnachten bekommen hat, sind auch "ihre" Spiele, die dann bestimmt jetzt im Rahmen des Umzugs einen Platz in ihrem Zimmer haben werden, da ich vermute, dass so langsam auch die Zeit kommt, wo sie sich mit ihren Freunden mehr in ihrem eigenen Zimmer aufhalten wird. Familienspiele aus "meinem" Bestand, die sie (auch) gerne (mit Mama und Papa) spielt, würden wohl eher weiterhin im Esszimmer untergebracht werden (Beispielsweise #Tobago, #Patchwork, #Quacksalber oder #Heckmeck). Manche ihrer Spiele würde ich eigentlich gerne aufheben für später - auf der anderen Seite: Wenn ich mir anschaue, wie sich die Spielewelt seit meiner eigenen Kindheit entwickelt hat, lohnt sich aufheben eigentlich gar nicht. In den nächsten 20, 30 Jahren wird vermutlich auch weiterhin viel gutes (besseres?) neues erscheinen. Spiele aufzubewahren hätte also wohl eher nostalgische Gründe.

    Wenn welche von ihren Spielen verkauft werden, ist der Erlös natürlich für sie. Bei #Dragomino hat mir zwar das Herz geblutet, da ich das echt toll fand, aber das war eines der Spiele, die sie anfangs total gerne gespielt hat, aber nach kurzer Zeit eigentlich gar nicht mehr und eher meine Frau und ich die Personen hier waren, die das Spiel spielen wollten. Neue Spiele gibt's "eigentlich" nur zum Geburtstag oder Weihnachten, und auch da habe ich - soweit möglich - gerne ein Auge drauf hinsichtlich der Auswahl, aber es gibt dann halt auch immer wieder Freunde (oder Eltern der Freunde...), die meinen "Ach, wir haben da ein GANZ TOLLES Spiel, das schenken wir ihr...." - auf diese Art und Weise hat sich hier schon einiges an Müll angesammelt... :cursing: . Und bei den meisten denke ich mir eh, dass sie gar nichts schenken sollten - da ich denke, dass diese weitläufige Schenkerei ausufert...

    Ansonsten geben mir in den letzten Jahren vor allem diese schlagartigen Geschmacksveränderunge zu denken... Gestern noch DAS Lieblingsspiel, das sie jeden Tag spielen möchte, heute mag sie etwas ÜBERHAUPT nicht mehr.... So geschehen beispielsweise mit #SkullKing oder #Carcassonne (das ich erst durch unsere Tochter überhaupt gerne spiele - nur jetzt leider sie nicht mehr). Frage mich, ob das normal ist oder wir hier einen Fehler gemacht haben...

  • Unser Sohn ist erwachsen, unsere Tochter Teenager, die Kinderspielzeit ist bei uns schon länger vorbei und die Erinnerung schwammig.

    Die reinen Kinderspiele befanden sich im Kinderzimmer. Zu Weihnachten und Geburtstag wurden im Grundschulalter Spiele, geschenkt, falls sich diese gewünscht wurden. Im Kindergartenalter haben wir, glaube ich, irgendwann angefangen die ersten kleinen Spiele für unseren Sohn ohne besonderen Anlass zu kaufen wie Mini-Obstgarten, Max Mäuseschreck. Vielleicht gab es zu Ostern auch ein Lotti Karotti von den Grosseltern. Spontankäufe auf dem Trödelmarkt waren auch immer drin. Da unsere Kinder 7 Jahre Unterschied zueinander haben, wurden die Kinderspiele einfach vererbt, da dem dann 10 - 12 jährigen das weitere Schicksal der alten Spiele egal war.

    Ich führe kein Buch über Spiele, daher schätze ich mal, dass wir wahrscheinlich ca. 20- 30 Kinderspiele hatten. Dazu zählen auch Top Trumps und die Spiele, welche ich noch aus meiner Kindheit aufbewahrt hatte. Der Übergang zu einfachen Familienspielen wie Sagaland, Spiel des Lebens, Das verrückte Labyrith ist ja fliessend und im nachhinein mengenmässig schwer für mich zu rekonstruieren.

    Es war klar, dass geschenkte Spiele dem jeweiligen Kind gehörten. Allerdings war das nie ein wirkliches Thema. Erst als unsere Tochter aus der Alterzielgruppe der jeweiligen Spiele herauswuchs, wurden die jeweiligen Spiele vertrödelt oder verschenkt. Im Alter unserer Tochter von ca. 5 - 8 Jahren haben wir im Zweifel immer ein wenig länger abgewartet, dass sie mit dem jeweiligen Spiel/Spielzeug wirklich durch ist. Danach haben wir nach Rücksprache mit ihr die Spiele aussortiert, durchaus mit sanftem Druck, da sie sich freiwillig von keinem einzigen Teil in ihrem Kinderzimmer getrennt hätte, selbst wenn dieses schon jahrelang unbeachtet in der Ecke gelegen hat. Das Argument "ein Verkauf auf dem Trödelmarkt erhöht dein Taschengeld" oder " dann hast Du mehr Platz für andere Sachen" zog eigentlich immer.