Anfänger bis Profi: Fragen und Austausch zur Bemalung von Minis und co. (Grundierung, Farben, Techniken, usw.)

  • Hätte ich das eher gewusst:

    • beim Sprühen immer Maske auf
    • unterschiedliche Gläser mit Wasser zum Pinsel auswaschen bereithalten (rot, helle Farben, klarspülen)
    • nur die Pinselspitze eintauchen
    • ausprobieren, ob und wie sehr die einzelne Farbe verdünnt werden will
    • gute Beleuchtung, kaltes/warmes Licht läßt Farben und bemalte Minis anders erscheinen
    • auch mal Fotos von den Zwischenschritten machen, benutzte Farben mit ins Bild nehmen

    Liste im Aufbau, weitere kluge Ratschläge für die Liste gerne per PN an mich

  • Vielleicht nicht zwingend Technik, sondern eher Mal-Philosophie:

    1. Kreativität entsteht durch Mangel und die daraus resultierende Suche nach Lösungen (z. B. das Mischen von Farben).

    2. Mehr Ausrüstung macht noch keinen besseren Künstler.

    3. Miniaturenbemalung ist eine erlernbare Fähigkeit; Talent mag in Ansätzen vorhanden sein, aber die physischen Abläufe sind zu 100% Übungssache.

    4. Wiederholen, wiederholen, wiederholen – nur wer handelt, kann besser werden. Das zentrale Nervensystem passt sich an neue Herausforderungen an, und Dinge, die man zu Beginn noch bewusst steuern muss, werden mit der Zeit instinktiv und automatisiert.

    5. Das Internet und andere Künstler, die ihre Miniaturen präsentieren, sollten eine Inspirationsquelle sein. Denke immer daran, dass diese Personen zum einen oft seit Jahren oder Jahrzehnten Miniaturen bemalen und zum anderen teilweise Hunderte von Stunden an einer einzigen Miniatur arbeiten.

    6. „Der Vergleich ist der Dieb der Freude!“ (Roosevelt). Dieser Grundsatz gilt nicht nur für die Bemalung von Miniaturen, sondern ist auch ein wichtiger Leitsatz im Leben allgemein. Vergleiche dich stets mit dir selbst und du wirst schnell die Fortschritte erkennen, die du seit deinen früheren Projekten gemacht hast.

    7. Bewahre deine erste bemalte Miniatur immer auf! Rahme sie ein, baue einen Schrein für sie oder stelle sie in eine Vitrine. Diese „Reliquie“ wird dir als ultimativer Maßstab dienen, um zu sehen, wie weit du auf deiner Reise gekommen bist.

    8. Habe Spaß und experimentiere einfach! Ausprobieren und Scheitern sind wesentliche Bestandteile des Lernprozesses. Sie liefern neue Einblicke, und aus jedem Fehler geht mindestens eine wertvolle Erkenntnis hervor.

  • Da der Thread besser passt, poste ich hier nochmal meine Frage von hier: RE: Und was habt ihr so bemalt...?


    Bin blutiger Anfänger, hab aber immerhin mir Speedpaints (mit dem Army Painter Starter Set 2.0 mit 24 Farben)und vorherigem SlapChop ein paar Erfolge (und Misserfolge) erzielt. Jetzt würde ich nach X-Men (das war eine Empfehlung hier, denke das war die richtige Wahl zum Anfang!) gerne mal die Sandwürmer von Dune-War for Arrakis anmalen, konkret also diese Kameraden hier: https://boardgamegeek.com/image/7972776/dune-war-for-arrakis

    Die sind so beige - ich frage mich, wie kriegt man die denn nun so ein wenig bräunlich? Sollte ich die Farbe so lassen und direkt Speedpaints? Oder trotzdem grundieren? Und dann doch wieder Slapchop und Contrast drauf (z.B. braun)? Ist echt schwierig, man will ja nicht rumexperientieren an den Würmern, sonst sehen ja alle unterschiedlich aus :(

    So nen Look könnte man sich vorstellen: https://boardgamegeek.com/image/8010340/dune-war-for-arrakis

    Hatte im verlinkten Thread auch schon Antworten erhalten. Was ich mich hier (aber auch generell) frage: Muss ich immer grundieren? Die beige Farbe der Sandwürmer ist ja nicht verkehrt, im Prinzip könnte man weiß trockenbürsten und dann vllt mit hellbraunen Speedpaints drüber - die Basis auf den Bildern von BGG scheint auch unbemalt/ungrundiert. Oder geht es beim Grundieren um die "Haftung" der Farbe? Dann hilfts natürlich nix, frage mich dann aber - beige grundieren? Oder braun, beige/weiß trockenbürsten?

  • Kommt drauf an, wie Du "Grundieren" definierst:

    mit Primer: der sorgt dafür, dass die Farbe besser haftet

    mit Farbe: die sorgt dafür dass die Farbe obendrüber besser zur Geltung kommt

    Eine (besser zwei) dünne (!) Schicht Primer ist immer sinnvoll. Und weniger ist mehr: lieber ein oder zweimal hauchzart, als einmal dick. Es geht zur Not auch ohne, aber da ist die Gefahr, dass die Farbe beim Anfassen wieder runter kommt, sehr viel höher. Wichtig ist vor dem Primer gut abwaschen und trocknen, vorsichtig mit alter Zahnbürste und Spüliwasser schrubben, damit das Trennmittel runterkommt was evtl noch an den Minis haftet. Das Zeug kann einem den Tag versauen, darauf läuft alles davon, auch der Primer.

    Grundieren (auch das Grundieren auf dem Primer) mit anderen Farben macht besonders dann Sinn, wenn Du mit schlecht deckenden Farben malen willst. Die Farben werden kräftiger, wenn Du eine zur jeweiligen Farbe passende Hilfsfarbe drunter hast. Probier es einfach mal aus: gelb auf weis, gelb auf gelb, gelb auf schwarz, gelb auf rot. Bei vielen Herstellern sieht man da einen deutlichen Unterschied, was man davon lieber mag ist aber Geschmackssache.

    Farbiger Primer: nimmt einem Arbeit ab. Schwarz macht es einfacher, dass Ungenauigkeiten in den Falten nicht so auffallen, weißer Primer lässt die Farben strahlender wirken, farbiger hilft wenn die Mini überwiegend in der jeweiligen Farbe erscheinen soll oder später mit einer schlecht deckenden Farbe bemalt werden soll. Dazu kommen noch Techniken wie Zenithal oder initiales Drybrushing, die man auch zum Grundieren zählen kann.

    Und was Deine Würmer angeht: mach doch einfach mal beides. Eins so und eins so. Ich jedenfalls mag es, wenn langweilg gleiche Modelle durch die Bemalung eigene Persönlichkeiten bekommen. Der mit dem Fleck am Kopf, dass ist der schnelle Wurm, vor dem müsst ihr besonders aufpassen. Und der da, der mit dem roten Augen, das ist der hinterhältige, der die Vorräte und den Techniker gefressen hat. Und der da, mit dem dunklen Ring, das ist der, vor dem Lucie grade noch wegrennen konnte. Und so eine Sandwüste sieht ja auch nicht überall gleich aus.

  • Als jemand der zufällig vor wenigen Tagen angefangen hat seine ersten Schritte im Minis bemalen zu gehen, mache ich hier fleißig Notizen, danke euch :) Viele grundieren ja mit Sprays, da ich aber nicht den Ort/die Belüftung dazu habe, nutze ich aktuell Brush On Primer von The Army Painter (der ist grau). Ich habe in diversen YouTube Videos gesehen, dass viele eine schwarze Grundierung bevorzugen wegen der Schattierung und wenn man an eine Stelle in nem Loch nicht dran kommt, ist es nicht schlimm, weil Löcher idR sowieso dunkel sind :D. Ich nehme mal an, ich kann ein ähnliches Ergebnis erzielen indem ich grau grundiere und dann einmal die ganze Mini schwarz anmale, oder spricht da irgendwas dagegen was ich nicht bedenke?

  • Schatten sind selten richtig schwarz. Nimm lieber die Farbe, die an der Stelle eh vorkommen soll, nur dunkler. Häufig sehen "Farbe+dunkelrot", "Farbe+lila" oder "Farbe+dunkelgrün" noch besser aus. Einfach mal experimentieren.

    Noch etwas, dass Du mal ausprobieren könntest: einen Tropfen Farbe in den Primer geben. Bei dem weißen von Vallejo ging das ganz gut, den Primer von Armypainter hab ich noch nicht probiert. Vielleicht haben andere da mehr Erfahrung?

  • Schwierig mit dem Primer und dem Testen. Erstens muss man ja alle Farben zum Testen kaufen, zweitens fehlt mir jegliches Grundverständnis für den Effekt :( Habe z.B. hier irgendwo gelesen, dass viele "Skeleton Bone" als Primer nutzen. Aber wieso? Wenn man es doch eh übermalt? Bei meinen Speedpaints wird das durchschimmern, aber doch nicht beige, oder? Sondern eher halt dunkler als weiß? Wieso nimmt man dann aber farbigen Primer (außer schwarz/grau/weiß für SChatten)? Fragen über Fragen! :D

  • Schwierig mit dem Primer und dem Testen. Erstens muss man ja alle Farben zum Testen kaufen, zweitens fehlt mir jegliches Grundverständnis für den Effekt :( Habe z.B. hier irgendwo gelesen, dass viele "Skeleton Bone" als Primer nutzen. Aber wieso? Wenn man es doch eh übermalt? Bei meinen Speedpaints wird das durchschimmern, aber doch nicht beige, oder? Sondern eher halt dunkler als weiß? Wieso nimmt man dann aber farbigen Primer (außer schwarz/grau/weiß für SChatten)? Fragen über Fragen! :D

    Weil jeder Unterton den Ton darüber beeinflusst. Da hilft es grundsätzlich eine Vorstellung davon zu haben, wie die unterschiedlichen Farben miteinander funktionieren und interagieren, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.

  • Schwierig mit dem Primer und dem Testen. Erstens muss man ja alle Farben zum Testen kaufen, zweitens fehlt mir jegliches Grundverständnis für den Effekt :( Habe z.B. hier irgendwo gelesen, dass viele "Skeleton Bone" als Primer nutzen. Aber wieso? Wenn man es doch eh übermalt? Bei meinen Speedpaints wird das durchschimmern, aber doch nicht beige, oder? Sondern eher halt dunkler als weiß? Wieso nimmt man dann aber farbigen Primer (außer schwarz/grau/weiß für SChatten)? Fragen über Fragen! :D

    Wenn Du Primer mit dem Pinsel (oder Airbrush) aufträgst, kann Du ihn weitgehend wie normale Farben behandeln, also mischen und verdünnen. Grauer Primer lässt sich aus schwarzem und weißen mischen. Du willst für ein Projekt mal helleren Primer? Mehr weiß rein. Du willst einen dunkleren Untergrund? Mehr schwarz rein. Die Hälfte vom Mini soll ein sattes dunkles Gelb werden? Wie wäre etwas hier und da mit etwas orangefarbenen Primer?

    Auf Bone/offwhite/etc wirken andere Farben weniger Comicartig, irgendwie natürlicher. Ob Dir etwas als "richtig weiß" erscheint, hängt zu großen Teilen davon ab, welche Farben sonst noch beteiligt sind, also welche Farben den Kontrast zwischen hell und dunkel ergeben. Schau dich um: in der Natur hast Du nur sehr sehr selten ganz echtes reines weiß. Meist ist noch irgendeine andere Farbe beteiligt. Blau, rosa, gelb, braun, grün, sei es in der Farbe selbst, oder weil weiß die Farben um sich herum reflektiert. Ein zu perfektes weiß wird Dir in den meisten Situationen daher, zumindest unbewusst, irgendwie falsch vorkommen.

    Ob farbiger Primer was für dich ist, kannst Du nur durch selbst Ausprobieren rausfinden. Bei manchen Farben hab ich das Gefühl, dass sie auf farbigem Untergrund einfach "besser" aussehen. Das hängt natürlich davon ab, ob es stark pigmentierte oder transparente Farben sind, ob die Farben gut decken, wasserartig oder zähflüssig sind, und wie stark ich sie verdünnt hab. Speed/Contrast Paints verhalten sich auch wieder anders. Deswegen wirst Du um eigene Erfahrungen und einfach mal Ausprobieren vermutlich nicht herumkommen.

    Farbigen Primer misch ich aus etwas weißen Primer, einem winziger Tropfen "bunt", je einem guten Schuss Airbrush-Thinner (ja, auch bei Pinsel gut) und Flow-Improver. Wenn die Farbe zu strahlend ist, eine Winzigkeit schwarzen Primer zum Abtönen reinmischen. Primer neigt, meiner Erfahrung nach, schneller dazu aufzubrechen, als normale Farbe, daher muss man beim Verdünnen vorsichtig sein und Wasser nur in allerkleinsten Mengen einsetzen, lieber einen zum Produkt passenden Verdünner nehmen. Ich benutz überwiegend Zeug von Vallejo, sollte bei anderen Herstellern aber ebenso funktionieren.

  • So, mal ne Frage - wir haben kürzlich in der Family gemalt, meine Frau hat einen der tollen Nova-Pinsel direkt zum Farbe-Umrühren verwendet :( Wir haben mehrere gleiche, somit kann ich es nicht zu 100% sagen, aber einer dieser Pinsel hat nach dem Trocknen keine Spitze mehr bekommen... Könnte der gewesen sein denke ich. Daher mal die Frage:

    • Pinsel nach Speedpaints nur mit Wasser reinigen, korrekt? (also wie wild im Wasser rühren, so hab ich es bisher gemacht)
    • Dann waagrecht trocknen lassen, damit die Farbe nicht weiter in den Pinsl läuft
    • Kann man irgendwie forcieren, dass die Pinsel "spitz" bleiben? Kann ja nicht seinm, dass ich nach 2 Figuren schon Pinsel tauschen muss, sonst wird das ein teurer Spaß :(

    Und zu den größen - habe hauptsächlich 2-er Pinsel, einen 0er, glaube aber für kleine Figuren sind 0er besser geeignet - sehr Ihr das auch so? Oder verwendet Ihr sogar noch kleinere Größen?

  • So, mal ne Frage - wir haben kürzlich in der Family gemalt, meine Frau hat einen der tollen Nova-Pinsel direkt zum Farbe-Umrühren verwendet :( Wir haben mehrere gleiche, somit kann ich es nicht zu 100% sagen, aber einer dieser Pinsel hat nach dem Trocknen keine Spitze mehr bekommen... Könnte der gewesen sein denke ich. Daher mal die Frage:

    • Pinsel nach Speedpaints nur mit Wasser reinigen, korrekt? (also wie wild im Wasser rühren, so hab ich es bisher gemacht)
    • Dann waagrecht trocknen lassen, damit die Farbe nicht weiter in den Pinsl läuft
    • Kann man irgendwie forcieren, dass die Pinsel "spitz" bleiben? Kann ja nicht seinm, dass ich nach 2 Figuren schon Pinsel tauschen muss, sonst wird das ein teurer Spaß :(

    Und zu den größen - habe hauptsächlich 2-er Pinsel, einen 0er, glaube aber für kleine Figuren sind 0er besser geeignet - sehr Ihr das auch so? Oder verwendet Ihr sogar noch kleinere Größen?

    Markiere den nun schlechteren Pinsel mit nem Klebeband oder Farbe. Das ist ab sofort euer Arbeitspinsel für Umrühren und Mixen.
    Ich hebe meine alte Pinsel für die niederen Arbeiten immer auf. Dazu gehört für mich auch Metallic Farben als Base auftragen.

    Mit Pinselseife oder auch mit einer einfachen Kernseife nach dem Benutzen den Pinsel reinigen, erhöht enorm die Langlebigkeit. Hierfür stelle ich mir immer ein extra Wasserglas bereit, welches nur hierfür verwendet wird.
    Früher oder später wirst du bei Synthetik Pinsel aber einen Knick in der Spitze haben.

    Wenn die Pinselführung noch nicht so geübt ist, dann kann die Spitze am Anfang auch mehr leiden, weil sie mehr beansprucht wird.
    Besser wenig Druck und mit der Pinselseite die Farbe auftragen. Also nicht von oben mit der Spitze drauf und dann los, sondern schräg.
    Pinselbewegung wenn möglich nur Gegenläufig von der Pinselspitze. Also die Spitze nicht vorwärts schieben. An manchen schmalen Stellen, muss man das natürlich trotzdem mal machen.
    Für Augen und co. muss man natürlich auch mal direkt von oben den Punkt setzten. (Auf Druck achten)

    Ich lagere meine Pinsel waagrecht gestapelt in einer Plastikbox. Bisher keine Probleme damit gehabt.

    Pinselgröße kann man schlecht pauschal beurteilen. Je nach Hersteller und Form kann man z.B. auch mit einem größeren 2er feine Details malen.

  • Ich habe erst zu malen begonnen und meinen Da Vinci Pinsel auch zum mischen benutzt und er ist nach 24 Figuren schon ziemlich ramponiert. Ich male mit einem 1er Pinsel und komme damit gut zurecht.


    Zuerst hab ich die Figuren einzeln bemalt das wurde aber bei 12 gleichen schnell öde. Dann die letzten 8 gleichzeitig da war die Fehlerquote deutlich höher😄


    Was mich wundert ist das in vielen Videos oft sehr dicke Pinsel für Details verwendet werden. Haben die spezielle Pinsel oder ist das einfach skill?


    Trocken bürsten hat noch nicht so gut funktioniert da hab ich zu viel Farbe erwischt und musste eine Figur nochmal bemalen. Dafür das ich zittrige Hände habe und nie der große Maler war bin ich mit dem Ergebnis ansonsten mehr als zufrieden.


    Wie ist das mit flachen Gegenständen kann man erst eine Seite grundieren und am nächsten Tag die andere?

  • Damit die Spitze lange spitz bleibt, bringt man die Haare nach dem Auswaschen wieder in Form. Dazu kannst Du den Pinsel auf nem Tuch oder am Glasrand abrollen, oder einfach durch die Finger ziehen. Pinsel aber niemals ganz in die Farbe eintauchen. Wenn die Farbe in dem von dem Metall zusammegedrückten Teil trocket, geht die Spitzenform kaputt. Zum Umrühren von Farbe benutzt man am besten ein kleines Stäbchen, zum Beispiel einen Eisstiel oder eine Pinselrückseite oder einen bereits kaputten Pinsel. Mit Spülmittel, Haarshampoo und Seife kann man Pinsel teilweise reparieren, es hängt aber davon ab, woraus die Pinsel sind und wie schlimm der Schaden schon ist. Wenn sie nicht mehr reparierbar sind, kann man auch ne Schere benutzen und sie nochmal für Drybrushing oder zum Mixen in letzte Form bringen.

    In kurzen dünnen Pinseln ist nicht viel Platz für Farbe, sie trocknet darin schnell ein. Größere bauchige Pinsel geben Dir mehr Malzeit. Ich hab drei oder vier verschiedene Arten und Größen, die ich immer wieder gerne nehme, früher hab ich eher feine Pinsel benutzt, inzwischen häufig auch größere. Im Lauf der Zeit haben sich hier aber auch ein paar angesammelt, die mir gar nicht lagen. Die besonders feinen nehm ich inzwischen nur noch für Augen und allerkleinste Details. Ist reine Geschmackssache, einfach mal unterschiedliche Arten, Formen, Längen und Größen ausprobieren.

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  • Super danke - werde dann doch mal Kernseife verwenden. Aber Auswaschen auch generell eher sanft, oder? Also nicht wie ein wilder dran rumdrücken?

    Ich denke, ich würde mir da 1- 2 Videos auf YouTube angucken, da siehst du den Vorgang direkt praktisch.

    Ich lassen dem mit Seife vollgesogenen Pinsel durch die Falte meiner nassen Hand fahren und drehen den dabei. Finde die weiche Haut ist noch ein wenig schonender für den Pinsel.

    Wenn ich das ein paar mal gemacht habe, wasche ich den genauso aus. Nur, dass dabei Wasser aud dem Hahn in meine Hand läuft.

    Wie gesagt, ein Video sagt da mehr als 1000 Worte. Kann nur leider keins empfehlen, da es schon Jahre her ist, seit ich die geguckt habe.

    Der Mann, der die Autokorrektur erfunden hat ist gestorben. Restaurant in Frieden.

  • Hab mal ein Video geschaut, allerdings nix mit der von Dir beschriebenen Methode gefunden. Kernseife schadet aber sicher nicht.

    Noch ne andere Frage - wenn Ihr ne fertig-gemalte Figur mit Lack versiegelt - sieht man das? Oder hat der Lack wirklich gar keine Wirkung außer dem Fixieren? Hab das mal mit so nem Hobby-Lack getestet, der ist schon älter, und ich sehe nix, keinen seidenmatt-Glanz, null...


    Nachtrag: Und was für eine Maske verwendet Ihr beim Grundieren mit Primer-Spray? Da kann man quasi ne Wissenschaft draus machen, aber will natürlich nicht die Gesundheit gefährden. Als ich kürzlich ca. 15 Figuren in einer Halle grundiert habe, habe ich schon leichten Schwindel gemerkt...

    Einmal editiert, zuletzt von mavman (11. Januar 2026 um 22:31)

  • Hab mal ein Video geschaut, allerdings nix mit der von Dir beschriebenen Methode gefunden. Kernseife schadet aber sicher nicht.

    Noch ne andere Frage - wenn Ihr ne fertig-gemalte Figur mit Lack versiegelt - sieht man das? Oder hat der Lack wirklich gar keine Wirkung außer dem Fixieren? Hab das mal mit so nem Hobby-Lack getestet, der ist schon älter, und ich sehe nix, keinen seidenmatt-Glanz, null...


    Nachtrag: Und was für eine Maske verwendet Ihr beim Grundieren mit Primer-Spray? Da kann man quasi ne Wissenschaft draus machen, aber will natürlich nicht die Gesundheit gefährden. Als ich kürzlich ca. 15 Figuren in einer Halle grundiert habe, habe ich schon leichten Schwindel gemerkt...

    Zum Varnish : Je nach Finish verändern sie sich die Optik nochmal. Eben von Ultra Matt bis Glossy ist ja alles möglich. Das kann mitunter tricky sein, wenn man zb mit matten Farben von einer Firma malt und dann mit einem Finish das eher Richtung Satin Optik geht. Die Farbwirkung kann sich dann (teils ungewollt) ändern, da muss man einfach testen.

    Ich nutze eine so eine Halbmaske von 3M,da kann man auch nochmal weitere Filter drauf setzen.

    Bei kurzfristigem Gebrauch nutze ich einfach eine FFP2 oder 3 Maske

  • So ne Maske ist sicherlich gut, ich hab bisher ohne meine Handvoll Minis grundiert, war dafür aber im Freien (die Minis hab ich einen Karten gestellt, damit der Sprühnebel sich nicht ganz so doll verteilt). Dafür hab ich 4-5 Minis auf einen Kartonstreifen mit Pattafix geklebt , den Streifen reingestellt (oder mit einer Hand reingehalten) und mit kurzen Sprühstößen erst mit Sand und dann mit Offwhite Zenital grundiert (also zumindest hab ichs versucht :/). Bei etwas Wind im Rücken geht das ziemlich sauber. Zwischen durch einfach kurz Warten bis der "Nebel" sich verzogen hat und eben nicht die Nase reinstecken. Vermutlich wäre eine Maske aber noch Gesünder (Meine erste Dose hatte ein Defekt und die Soße lief völlig unkontrolliert raus und über die Hand. Das war ne ordentliche Sauerei und ich dachte schon ich wäre zu blöde.... Auch das kann passieren).

  • Noch 2 Cent zur Pinselpflege, die ich oben noch nicht gelesen hatte: bevor der Pinsel in die Farbe geht, immer vorher den Pinsel einmal in Wasser eintauchen. Gerade sehr flüssige Farben (Speedpaint) werden durch die Adhäsion die Haare entlang hoch gezogen. Wenn die Haare unter der Zwinge nicht nass sind, dann gibts dort nichts, was die Farbe aufhält. Ist die Farbe in der Zwinge und trocknet dort, ist deine Spitzel schnell futsch.


    Ich habe noch mal eine andere Frage:

    Sind Metallfarben schlimmer für einen Pinsel als vergleichbare Acrylfarben? und Wieso?

    Venturella hat sowas mal in einem Video gesagt, von einem anderen Profimaler/Influencer von Eavy Metal habe ich das Gegenteil gehört. Es gibt also beide Meinungen in der Szene.

  • Ich habe noch mal eine andere Frage:

    Sind Metallfarben schlimmer für einen Pinsel als vergleichbare Acrylfarben? und Wieso?

    Venturella hat sowas mal in einem Video gesagt, von einem anderen Profimaler/Influencer von Eavy Metal habe ich das Gegenteil gehört. Es gibt also beide Meinungen in der Szene.

    Ohne die Quellen zu kennen :

    Was ich mir vorstellen kann, ist das die chemische Zusammenstellung durch die enthaltenen Metalle gegebenenfalls schon anders ist und deshalb schlecht auf Zwinge, Kleber, Haare einwirkt.

    Was natürlich auf jeden Fall so ist : In den Metall Farbe sind Metall Flakes/Pigmente, die durch ihre Beschaffenheit (wenn auch natürlich ganz klein), ebenfalls nicht gesund sind für Pinsel.

  • Hm, ja genau das mit den Metallflakes hatte ich auch so im Video von Venturella gehört. Und wie gesagt hatte der andere Profi genau diese natürliche Aussage in Frage gestellt.

    Genau genommen müsste man ja die Beschaffenheit von Metallpigmenten mit anderen Pigmenten vergleichen. Wäre mal interessant so was zu sehen.

    Vielleicht hat aber auch jemand Erfahrungswerte, die er dazu teilen mag.

  • Ich finde es immer wieder spannend dass mitunter so viel Werte darauf gelegt wird, Minis vor dem Bemalen u waschen.

    Seit ich vor 6 Jahren begonnen habe zu malen habe ich das noch kein einziges Mal getan. Aus der Verpackung auf dem Karton, Primer drauf gesprüht und ab geht’s.

    Vielleicht hatte ich auch nur großes Glück? 🍀

  • Kitsune : Du hattest Glück. Oder ich Pech. Wie man's drehen oder wenden will.

    Ich hatte früher einige Minis, bei denen Farbe/Primer wie auf einem Schmierfilm weggelaufen sind. Erst seitdem ich die Minis mit ner alten Zahnbrürste ordentlich, aber vorsichtig, abschrubbe und hinterher noch im Ultraschallbad planschen gehen lasse gibt's keine Probleme mehr.

  • Ist halt auch eine Sache des Aufwands den du betreibst. Wenn du 20h an einer Mini mailst, lohnt es sich schon, etwas Zeit aufzuwenden fürs waschen und überstehendes Plastik zu entfernen.

    Ich persönlich wasche nichts vorher und hatte nie Schwierigkeiten

  • Henry: Goobertown hat auch ein Video zu Metallfarben gemacht:

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    Danke dir! Man sieht sehr deutlich, dass die Metallpigmente einige Größenordnungen größer sind als die Farbpigmente. Ich würde mal vermuten, dass das auch für die Pigmente in den Acrylfarben gilt und zu einer höheren Abnutzung eines Pinsels führen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Henry (15. Januar 2026 um 23:08)

  • Habe mich heute an die Grundierung mit Spray bei ca. 1 bis 2 Grad Außentemperatur bei sonnigem Wetter gewagt.

    Versuchsopfer:
    Vorne links ein alter Chaosmarine von StarQuest aus Plastik.
    Vorne rechts ein alter "Vergessen" von nem alten Tapletop aus Metall.

    Grundierung ist von Army Painter und wurde mit kurzen Sprühstößen aus ca. 15cm Entfernung aufgetragen.
    Der Testlauf hat keine offensichtlichen Probleme gezeigt.
    Hier Bilder ein paar Minuten nach dem Aufsprühen.

    Und danach noch alle Minis aus der Dragon Eclipse Grundbox ohne Probleme grundiert.

  • Habe mich heute an die Grundierung mit Spray bei ca. 1 bis 2 Grad Außentemperatur bei sonnigem Wetter gewagt.

    Und zum Trocknen hast du die Figuren mit rein genommen oder erst draußen trocknen lassen? Genau den gleichen Gedanken hatte ich heute nämlich auch.

    Sie trocknen draußen, damit sie auch gut ausdünsten können.

    Ich klebe sie immer mit Patafix auf eine längliche Holzlatte zum Besprühen. Heute waren 3 im Einsatz.
    Nach ca. 8-10 Minuten Trocknungszeit habe ich sie wieder von der Holzlatte genommen und die nächsten Minis drauf.
    Zu dem Zeitpunkt waren sie schon trocken genug zum Begrabschen.