Skat / Binokel Tipps für Neuling

  • Es gab bei uns durchaus mal eine Hand, bei der 21 gedrückt wurden.

    Ass/10 drücken klingt aber, sofern nicht Null gespielt wird, schon nach Anfängermove weil man nicht Schneider gespielt werden will. Egal ob Farbspiel oder Grand, Ass 10 bleibt auf der Hand! Oder: Wer Grand spielt der hat Ässe, wenn nicht hält er die Fresse.
    Eiserne Regel: Wenn's sich reimt muss es stimmen... zweite eiserne Regel: Oma hat's gesagt :lachwein:

  • Wenn ich das hier so lese, dann verstehe ich schon, warum mir das bisher niemand zwischen Tür und Angel beibringen konnte. Ich denke, da muss man sich echt Zeit nehmen und regelmäßig spielen. Ich bin geneigt den Kollegen abzusagen für dieses Experiment. Ich hatte nicht geplant, regelmäßig Skat zu spielen. :lachwein:

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

  • Ich finde Skat ist die hässliche Schwester von Doppelkopf. Das ist für mich die Königin unter den Kartenspielen. Mit ein wenig Erfahrung, lässt sich im Skat schon recht gut antizipieren, welche Karten nach 1/2 Stichen noch im Rennen sind und ob man das Ding noch gewinnt oder nicht. Da ist Doppelkopf doch viel variabler.

  • Ich finde Skat und Doppelkopf viel zu unterschiedlich, um einen solchen Vergleich zu ziehen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

    Ist aber auch egal, weil das nicht das Thema dieses Threads ist. ;)

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (8. Januar 2026 um 14:18)

  • Ich denke, da muss man sich echt Zeit nehmen und regelmäßig spielen.

    Skat ist halt alles aber nicht Trivial. Ich habe in der 7. oder 8. Klasse angefangen regelmäßig Skat zu spielen, dann weiter 12 Jahre beim Bund. Und trotzdem hätte meine Oma mich mit einem Uno-Blatt und drei Monopoly-Ereigniskarten Schneider gespielt. Nicht umsonst ist Skat kein Glückspiel. Die Regeln sind vielleicht noch überschaubar, aber die Erfahrung macht's dann aus. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem noch anfangen kann zu spielen und Spaß zu haben.

    Ich bin geneigt den Kollegen abzusagen für dieses Experiment. Ich hatte nicht geplant, regelmäßig Skat zu spielen. :lachwein:

    Nein, auf keinen Fall! Sei froh wenn du erfahrene Leute hast, so lernst du ab besten und schnellsten. Wenn ich an unsere ersten Partien Schul-Skat denke, als es noch keiner wirklich konnte, das waren die gammligsten Spiele überhaupt. Klar, haben auch Spaß gemacht aber am Ende war für alle der Lernprozess so nur lang und steinig.

    Das reimt sich doch gar nicht! 8o

    Es heißt auch Asse und nicht Ässe... und jetzt rate ob meine Oma das interessiert hat ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Player2 (8. Januar 2026 um 14:21)

  • Wenn ich das hier so lese, dann verstehe ich schon, warum mir das bisher niemand zwischen Tür und Angel beibringen konnte. Ich denke, da muss man sich echt Zeit nehmen und regelmäßig spielen. Ich bin geneigt den Kollegen abzusagen für dieses Experiment. Ich hatte nicht geplant, regelmäßig Skat zu spielen. :lachwein:

    Die großen Diskussionen, die hier geführt werden, drehen sich um ziemlich rare Sonderfälle. Das kannst Du als Anfänger geflissentlich ignorieren. Klar schadet es nicht, im Kopf zu haben, dass man ein Spiel auch verlieren kann, wenn 7 von 10 Karten hohe Trümpfe sind, wenn die Gegner viele Punkte über die verbleibenden drei Karten machen können. Aber das ist bei so ziemlich jedem Stichspiel so.

    Ich habe selbst bestimmt 15 Jahre kein Skat mehr gespielt, betrachte die Kenntnis des Spiels aber als Teil des ludischen Grundbildungskanons. Also lass Dich nicht verschrecken, die Feinheiten lernst Du mit zunehmender Erfahrung. Und was Du für die erste Runde wissen musst, habe ich Dir oben aufgeschrieben. Im Zweifel sagst Du direkt weg, wenn Du Dir Deines Blattes nicht völlig sicher bist, und lernst erstmal ein paar Hände lang als Mitspieler. Zwingt einen ja keiner zum Reizen.

  • Beitrag von Sternenfahrer (8. Januar 2026 um 14:37)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (8. Januar 2026 um 14:37).
  • Am meisten „Spaß“ macht es, wenn solche Weisheiten in jeder entsprechenden Spielsituation rausgefurzt werden. Ich erinnere mich immer wieder gern an das je Spielrunde (also ca 50x) monotonisierte „Hinten scheint die Sonne“, sehr häufig garniert mit „…. Und sie hört nicht auf zu scheinen!“ 🤢.
    Dann weiß man, dass man mit Traditionalisten arbeitet.
    Ich spreche übrigens von „Grang“ und „Grannand“ bei Grand und Gran Hand (Nullspiel). 😁

  • Ich habe auch eins: Freund kurz, Feind lang.

    das wiederum ist ein Ammenmärchen, da hierbei noch viele Randbedingungen zu berücksichtigen sind.

    Was man genausogut dem hier entgegnen könnte ;):

    [...]

    Wer Grand spielt der hat Ässe, wenn nicht hält er die Fresse.
    [...]

    Sind halt Sprüche.

    Einmal editiert, zuletzt von BeyTian (8. Januar 2026 um 15:46)

  • Skatsprüche ohne Ende.

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    Einmal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (8. Januar 2026 um 15:57)

  • das wiederum ist ein Ammenmärchen, da hierbei noch viele Randbedingungen zu berücksichtigen sind.

    Was man genausogut dem hier entgegnen könnte ;):

    [...]

    Wer Grand spielt der hat Ässe, wenn nicht hält er die Fresse.
    [...]

    Sind halt Sprüche.

    Natürlich sind keine in Stein gemeißelte Regeln die immer zutreffen, eher Richtlinien an denen man sich situationsbedingt orientieren kann.

  • Prodigy1971 Zwischen dem ganzen Trash Talk verbirgt sich dann doch eine kluge Information, die man sich merken kann:

    "Sieben, Neune, Unter - geht keiner drunter."

    Heißt: Wenn Du bei einem Nullspiel diese drei Werte in einer Farbe hast, bist Du sicher - kein Anspielender kann Dich in dieser Farbe zwingen, einen Stich zu machen, weil Du unter eine 8 die 7, unter eine 10 die 9 und unter alle Bilder den Unter legen kannst.

  • Am letzten Spieltag habe ich beim Binokel nur immer gehört "Dem Feinde lang, dem Freunde kurz" und das jedesmal, wenn ich offenbar einen Fehler gemacht habe. Scheint also global bei Stichspielen zu gelten. Je nach Sitzposition.

    Und es kam immer mal wieder... "Wie Du hast die 10er blank?"

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    Einmal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (8. Januar 2026 um 16:26)

  • Am letzten Spieltag habe ich beim Binokel nur immer gehört "Dem Feinde lang, dem Freunde kurz" und das jedesmal, wenn ich offenbar einen Fehler gemacht habe. Scheint also global bei Stichspielen zu gelten. Je nach Sitzposition.

    Und es kam immer mal wieder... "Wie Du hast die 10er blank?"

    :lachwein:

    Ich kenne Binokel gar nicht, aber blanke 10 verursacht immer Schmerzen (nein, das ist keine der üblichen Weisheiten). "Dem Feinde lang..." ist etwas, das eine gewisse Richtlinie darstellt, aber auch mal anders laufen kann. Aber je nach Runde und deren Erfahrungsschatz (=Alter) ist der Anfänger ein gern gesehenes Opfer für solchen Trash-Talk. Mach Dir nix draus.

  • das wiederum ist ein Ammenmärchen, da hierbei noch viele Randbedingungen zu berücksichtigen sind.

    "Dem Freunde kurz, dem Feinde lang" ist doch kein Ammenmärchen. Das ist ein sehr hilfreicher Tipp für Anfänger.

    Klar gibt es Situationen, in denen man anders spielen sollte. Aber beim Erlernen des Spiels reicht es doch erst mal aus, anhand normaler Situationen zu lernen.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (8. Januar 2026 um 16:56)

  • Ich gehe ja mal davon aus, dass Deine Kumpels Prodigy1971 Dir die Hintergründe dieser Skatweisheiten auch erklärt haben, wie das "Freund kurz...". Ansonsten: Zumindest beim Skat sollte man den Gegner mit einer (in der eigenen Hand) langen Farbe anspielen, um ihn zum Stechen zu zwingen. Kurz anspielen bedeutet, dass er u.U. von der Farbe noch etwas besitzt und der Partner entweder farblich übernehmen oder stechen kann. Das Pendant Eine ähnliche Regel beim Skat heisst "Kurze Farbe - langer Weg" und umgekehrt. Situativ ist das aber manchmal das falsche Vorgehen, als Grundregel taugt das allerdings allemal.

    Einmal editiert, zuletzt von hellvet (8. Januar 2026 um 17:25)

  • Zumindest beim Skat sollte man den Gegner mit einer (in der eigenen Hand) langen Farbe anspielen, um ihn zum Stechen zu zwingen.

    ... und/oder weil es sein kann, dass der Partner danach noch überstechen kann!

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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