• Ich habe diese Woche dreimal #Tend gespielt, einmal solo, einmal mit 4 Spielern, und einmal mit 3 Spielern. Mit mehr Spielern dauert es etwas länger, obwohl man ja viel parallel spielt. Ansonsten ist das Spielerlebnis aber fast gleich, die Nachbarkarten machen aus Tend kein interaktives Spiel. Ist aber auch mit Mitspielern ganz lustig.

    Enttäuschend war The Dark Quarter, was ich mit meiner Frau gespielt habe. Obwohl man Detektive spielt, ist es eigentlich kein Deduktionsspiel. Man klappert halt alle gefundenen Orte und NPC ab, ohne Zeitdruck, bis man irgendwann mal am Finale ist. Fühlte sich nicht befriedigend an.

  • Das Wetter tat, was Wetter in Spielberichten seit jeher tut: Es sabotierte. Gestern kein Thesauros, heute wurde aus der vorgesehenen Sechser-Expedition mit #FortuneandGlory eine zusammengestrichene Fünferrunde. Erst Yedo im Gespräch, dann – aus Gründen der kollektiven Ermüdung und der Bitte um ein früheres, den Heimweg absicherndes Ende – der Schwenk zur leichteren Kost, also jener Sorte „leicht“, die einem erst nach Spielende erklärt, warum man sich schlecht fühlt.

    Den Auftakt machte #Jórvík, auf Wunsch von wirsing, und man kann das ohne Umschweife so festhalten: Das ist 1:1 Die Speicherstadt mit Runenornament und Fellumhang, inklusive der fest eingebackenen Erweiterung Kaispeicher. Kein Remix, sondern eine thematische Umsiedlung mit strukturpolitischen Folgen. Was man in Jórvík tut, ist rasch umrissen und unerquicklich präzise: Man steht an. Nicht vor Läden, sondern vor Karten. Nicht aus Not, sondern aus Kalkül. Man bietet nicht mit Geld, sondern mit Körpern. Anwesenheit ist Währung. Jeder zusätzliche Wikinger in der Reihe treibt den Preis nach oben, jeder Zögernde hofft auf den Moment, in dem die Masse vor ihm zusammenbricht und er zum halben Tarif zugreifen kann. Die Stadt wird über vier Jahreszeiten hinweg mit Karten beliefert, Wikinger werden entsandt, Kaufoptionen verknappt, Einkommen verteilt, Waren verladen, Handwerk betrieben, Händler bedient, Götter besänftigt. Und wenn man sich gerade halbwegs eingerichtet hat, klopfen am Horizont die Pikten an und fragen mit Nachdruck, ob man außer Profit auch Verteidigung erworben hat.

    Regeltechnisch ist das ein sauberes Angebots-/Nachfragesystem ohne Würfel, ohne Ausflüchte, ohne Zufall im landläufigen Sinne. Karten auslegen, Interesse bekunden, Kauf in Reihenfolge der physischen Präsenz, danach Einkommen und Verwertung. Der Preis entsteht nicht durch Qualität, sondern durch Gedränge. Wer hier zahlt, zahlt für die Existenz der anderen. Und genau hier trennt sich Jórvík von der alten Speicherstadt: Der Kaispeicher-Einschlag markiert jenen historischen Wendepunkt, an dem Feld vom bösartigen Auktionskellermeister zum planwirtschaftlich gemäßigten Punkteverteiler wurde - aus der Sowchose in seinem Herzen wurde eine freundlichere Kolchose. Zwei Münzen pro Runde statt einer. Mehr Karten. Mehr Optionen. Mehr Luft zum Atmen – pardon: mehr Bewegungsfreiheit im System. Die Daumenschrauben wurden gelockert, nicht entfernt. Es bleibt ein Ärgerspiel, nur eines mit sozialdemokratischem Antlitz: Es entschuldigt sich höflich, während es Dir den Dolch der Begehrlichkeit fachgerecht in die Rippen jagt.

    Ich selbst blieb meiner Linie treu: während des Spiels ordentliche Punktproduktion, am Ende kaum tragfähige Kartensynergien, Platz drei. Das vertraute Gefühl, wieder einmal exakt den falschen Zeitpunkt für den Zugriff gewählt zu haben. Kein Pech. Kein Systemversagen. Nur meine Unfähigkeit, in dieser Art Planungsspiel das Soll zu erreichen. Immer noch ein sehr schönes Spiel, auch wenn mir die grausame Schönheit von Speicherstadt ohne Kaispeicher etwas mehr liegt.

    Danach dann – und ja, ich wiederhole mit meinem Spieleangebot gerne Fehler mit der Sturheit eines ZK-Beschlusses – #Kolejka. Oder, volkstümlich korrekt: Warteschlange. Ein Spiel, das keinerlei Ambitionen hat, Dir einen angenehmen Abend zu bereiten, sondern Dir einen Zustand zu vermitteln. Ein Spiel, mit dem ich seit 2011 schon sehr, sehr oft baden gegangen bin. So denn auch heute, zumindest bei den meisten. Kolejka erschien 2011, entworfen von Karol Madaj und herausgegeben vom Instytut Pamięci Narodowej. Also nicht von einem Verlag, der Mechaniken optimiert, sondern von einer Institution, die Gedächtnisarbeit betreibt. Das Spiel ist kein Produkt, es ist eine Maßnahme. Ziel: Veranschaulichung der Lebensbedingungen in der Volksrepublik Polen, insbesondere während der zugespitzten Versorgungskrise der späten 1970er- und gesamten 1980er-Jahre. Historisch geht es hier um das Resultat einer zentral gelenkten Planwirtschaft, die auf ideologischen Prämissen beruhte, industrielle Schwergewichte und militärische Kapazitäten priorisierte und die Versorgung der Bevölkerung als nachgeordneten Posten behandelte. Unrealistische Produktionsvorgaben, verfehlte Agrarpolitik, der „Kampf um den Handel“, die systematische Verdrängung privater Anbieter, dazu chronische Devisenknappheit und ein Schwarzmarkt als inoffizielle Lebensader. Die Konsequenz: Mangel als Dauerzustand. Nicht punktuell, sondern strukturell. Nicht dramatisch, sondern zermürbend. Und genau das bildet Kolejka ab – nicht die großen Streiks, nicht Solidarność, nicht das Kriegsrecht, sondern den Zustand dazwischen: Alltag. Anstehen. Hoffen. Improvisieren. Scheitern.

    Im Spiel schickt man seine Familienmitglieder in Schlangen vor Läden, ohne jede Gewissheit, ob heute überhaupt geliefert wird. Die Warenlieferungen erfolgen zufällig, in unzureichender Menge oder gar nicht. In der Drängelphase wird geschoben, vorgedrängelt, denunziert. Inventuren schließen Läden. Lieferfehler verschieben Waren ins Nirgendwo. „Ware unter der Theke“ ermöglicht privilegierten Zugriff. Spekulanten saugen den Rest ab und werfen ihn auf den Markt. Getauscht wird 2:1 – außer dort, wo die Marktfrau steht, denn auch im Sozialismus gibt es Sonderrechte. Das Spiel ist hochzufällig, unfair, nur begrenzt steuerbar und von frustrierender Unberechenbarkeit. Regeltechnisch ist das kein Makel, sondern Programm. Die Dysfunktion ist die Mechanik. Wer hier über mangelnde Planbarkeit klagt, hat die Vorlage erkannt. Das Leben in der Volksrepublik war kein Optimierungsspiel. Es war Improvisation unter Vorbehalt.

    Wenig überraschend gefiel Kolejka auch diesmal nur einer Minderheit. Formal ein Familienspiel, emotional ein Lehrfilm im Kulturhaus. Die selbstgeklebte, braun-graue Optik wirkt wie ein Konsum-Katalog von 1982: absichtlich alt, absichtlich unerquicklich, absichtlich fern jeder Spieleseligkeit. Dieses Spiel erklärt sich nicht. Es wirbt nicht. Es stellt fest. Für mich bleibt Kolejka eines der nahezu vollkommenen historischen Spiele. Nicht, weil es ausgewogen wäre. Sondern weil es Zustände abbildet. Kein Heldentum. Keine Erlösung. Kein Fortschrittsbalken. Nur Schlange stehen. Und die stille Hoffnung – verzeihung: die vage Erwartung –, dass heute vielleicht Butter kommt. Und es doch nur wieder Marella gibt.

  • So, zurück aus dem Weihnachtshiatus hier im Forum und daher gesammelt eine Übersicht über die Woche vor Weihnachten, die Weihnachtswoche sowie die letzte Woche. Ich hatte mir erhofft, dass sich mehr und auch komplexeres ergeben würde, aber nuja, war trotzdem lustig.

    Vor Weihnachten nutzten wir das verlängerte Wochenende zu einem Kurzurlaub bei meiner Familie, wie befürchtet konnte ich meinen Mann im Hotel leider nur zu einem Spiel überreden.

    Eingepackt hatte ich Blätterrauschen, weil es auch Solo spielbar ist und der Tisch im Hotelzimmer sehr klein ist. Für meinen Mann war es eine Erstpartie, für mich eine Zweitpartie, aber die Wintervariante war für mich auch neu. Überraschenderweise gefiel meinem Mann das Spiel total gut, ich selbst mag es sehr, ein hübsches, kompaktes, schnell lernbares, rundes Roll&Write, das man mMn immer wieder auspacken kann und durch die vier Jahreszeiten mit unterschiedlichen Regeln auch etwas Abwechslung bietet.

    Danach war wieder durch Weihnachtsfeiervorbereitungen und Weihnachten eine längere Spielpause. Aber am 2. Weihnachtsfeiertag hatten wir ein Pärchen zu einem Exit-Spielnachmittag eingeladen. Wir hatten uns über Kaffee und Kuchen aber so verplaudert, dass wir nur zu einem Spiel kamen :$.

    Deckscape - Raub in Venedig kam auf den Tisch. Wir hatten gleich von Anfang an ausgemacht, dass wir nicht auf Zeit spielen, da wir jedem immer die Chance geben wollten, das Rätsel zu lösen. Gut gefallen hat uns, dass jeder einen Charakter spielte, der Spezialinformationen hatte. Ich mochte auch, dass es nicht so superfitzelig war, ohne viel Zusatzmaterial. Es wird mit durchnummerierten Karten gespielt. Vom Schwierigkeitsgrad fand ich es eher gemütlich, das hat mich aber nicht gestört. Einige Rätsel waren etwas merkwürdig und bei diesen half auch die beste Logik nix mehr, aber das war ok. Würde das Spiel als durchschnittlich bezeichnen, für Anfänger und etwas Fortgeschrittene mMn geeignet.

    Am nächsten Tag war meine BGA-Freundin endlich mal bei mir zu Besuch, sonst treffen wir uns nur beim Spieleabend der Bibliothek. Auch diesmal würde leider mehr geplaudert als gespielt, dabei hatten wir uns so viel vorgenommen :lachwein:.

    Immerhin spielten wir eine Partie Die weiße Burg, denn das hatte ich zu Weihnachten bekommen. Ich hatte es mir sehr gewünscht, da ich das Spiel so liebe, aber bis jetzt nur mit Exemplaren anderer oder bei BGA spielte. Mein Mann, von dem ich es geschenkt bekam, schloss sich uns auch an, für beide war es die Erstpartie, während ich es real und vor allem bei BGA schon öfter gespielt habe. Ich gab mir sehr viel Mühe beim Erklären und gab ihnen auch währenddessen Tipps zum Spiel. Ich gewann zwar trotzdem, aber mein Plan ging auf, beide liebten es und meine BGA-Freundin und ich spielen es jetzt auch auf BGA. Sie spielt aber sehr viel konfrontativer als ich, so dass ich gerade meine Taktik bei ihr umstellen muss von "Vor allem auf sich selbst schauen" zu "Wie kann ich es ihr am besten vermasseln", was mir nicht so liegt.

    Sonntag hätte ich gerne wieder mit dem Ehemann gespielt, aber er wollte nicht, ok, dann eben Solo.

    Und zwar suchte ich mir dafür das englischsprachige Spiel House of Cats aus, das vor kurzem bei mir einzog. Es ist niedlich, es ist ein Roll&Write und es kommen Katzen vor, sollte mir also auf jeden Fall gefallen. Recht einfach, aber nicht zu einfach, nicht wirklich aufregend, aber auch nicht langweilig, für mich also völlig ausreichend für ein schnelles, entspannendes Spiel zwischendurch. Es gibt vier verschiedene Level mit unterschiedlichen Regeln, außerdem zieht man aus 12 Plättchen für jedes Spiel vier, die unterschiedliche Boni für die erreichten Räume (Kästchen auf dem Blatt) geben. Damit kommt nochmal einiges an Varianz für weitere Partien rein, sogar mehr als bei Blätterrauschen. Ich hatte Level 1 und Level 2 ausprobiert, die sich doch ziemlich unterschieden. Darf bleiben und wird wieder gespielt werden.

    Am Montag vor einer Woche dann endlich, endlich wieder unser Stammspieltreffen. Eigentlich wollte ich mich an Terraforming Mars heranwagen, aber da auch noch eine nachweihnachtliche Hitster Christmas-Runde als Absacker für alle geplant war und sich das mit Erklären und Spielen zeitlich nicht ausgegangen hätte, spielte also mein Mann dort mit und ich fand mich bei den zwei Spielern ein, die eher verschiedenes, kürzeres spielen wollten.

    Meine Bekannte hatte Colt Express mitgebracht, ich komme meinem Ziel näher, irgendwann mal alle (Kenner)Spiele des Jahres der letzten 25 Jahre gespielt zu haben xD. Der andere Mitspieler war auch Neuling und uns drei machte es viel Spaß. Das Spiel mit den verschiedenen Spielebenen und dem einfachen Deckbuilding fand ich sehr angenehm, sicher auch ein tolles Familienspiel. Die anderen hatten sich ständig geboxt oder angeschossen und ich sammelte am anderen Ende des Zuges zwar unbehelligt ganz gut Geldsäcke und Edelsteine ein, aber für die Siegwertung kam trotzdem nicht genug rum, weil mir die großen Brocken (Geldkassetten) fehlten.

    Danach kam Der Kartograph auf den Tisch, ein Flip&Write, das ich noch nicht gespielt hatte, aber unbedingt spielen wollte. Die anderen beiden kannten es zwar schon, ich nicht, aber ich spiele einiges in der Richtung, also war das kein Problem. Daher bot es für mich jetzt auch nichts großartig neues, aber das muß es auch nicht, das Thema war wirklich sehr schön umgesetzt und das Spiel fühlt sich rund an. Auch das Einzeichnen eines Monsters bei den Mitspielern, um ihre Pläne zu stören, brachte schöne Abwechslung rein. Ich habe das Spiel auch bereits zuhause und kann es mir Solo sehr gut vorstellen. Mein Bekannter hatte Buntstifte in den passenden Farben dabei, damit ist das Spiel viel übersichtlicher als nur mit Symbolen, das werde ich beibehalten.

    Meine Bekannte versuchte mir dann noch kurz Skyteam zu erklären, weil ich uns vor kurzem bei BGA abstürzen ließ, aber es war keine Zeit mehr für ein Spiel, da die anderen auch für unseren gemeinsamen Absacker fertig waren.

    Einige ergriffen noch schnell die Chance zur Flucht, aber wir waren doch noch eine größere Runde für ein nachweihnachtliches Hitster Christmas. Gute Musikkenntnisse helfen wesentlich weniger als beim Original, denn meistens kennt entweder jeder den gespielten Titel oder niemand, aber darum geht es auch gar nicht. Der viel größere Spaß liegt darin, die große Bandbreite an Weihnachtsliedern kennenzulernen, denn jeder, wirklich jeder Musiker und auch einige Nicht-Musiker haben irgendwann in ihrem Leben mal ein Weihnachtsalbum aufgenommen. Und einige hätten es lieber lassen sollen. Die Songauswahl ist herrlich schräg und wir haben uns kaputtgelacht. Irgendwann mussten wir abbrechen, weil nicht viel erraten wurde und es wahrscheinlich Stunden gedauert hätte, bis einer die Siegbedingung erfüllt hätte. Nur eine Karte aus dem Spiel und auch ohne Jahreszahl, um nicht zu spoilern:

    An Neujahr läuteten mein Mann und ich das neue Spieljahr mit Imhotep - Das Duell ein. Für ihn war es die Erstpartie, ich hatte es vor kurzem mal mit meiner Kollegin in, aber natürlich nach der Arbeit gespielt und es hatte mir gut gefallen. Schnell aufgebaut, schnell erklärte Regeln, kurz und knackig im Spiel, aber auch sehr konfrontativ, was nunmal nicht meine Stärke ist. Dementsprechend hatte ich dann auch knapp verloren, aber mir gefällt das Spiel trotzdem wirklich gut. Das muss jetzt öfter auf den Tisch, damit ich lerne, nicht nur vor mich selbst hinzuwursteln und endlos Züge für mich zu planen, die dann nicht funktionieren, weil ich viel zu wenig auf den Gegner achte.

    Meine aktuellen Lieblingsspiele:

    Die weiße Burg, Die verlorenen Ruinen von Arnak, Blood on the Clocktower, Lacrimosa, Mischwald Dartmoor, Zenith

  • Nach ein paar Wochen Pause mal wieder ein Rückblick von mir... es gab einen längeren Spieletag, ein bisschen was an Silvester und dank der Ferien wurde auch hin und wieder was mit meiner Frau gespielt. Im neuen Jahr war ich bislang auch krankheitsbedingt ansonsten bislang nur solo unterwegs, das schiebe ich aber nach, sonst wird das hier zu lang.


    Recall
    Partie Nr. 2

    Nach Erstpartie zu zweit, diesmal zu dritt. Unser Erstspieler hatte nach eigener Aussage einen schlechten Start, weil er sehr früh seinen ersten Recall machen musste. Scheint aber nicht so schlimm zu sein, denn er kam dann irgendwann ins Rollen, sammelte vor allem viele dieser Scheiben für die Bonusaktionen ein. Ich versuchte, auch bedingt durch mein persönliches Ziel, möglichst frühzeitig Punkte zu sammeln, um meine Aktionen aufzuwerten. Etwas knapp waren bei mir permanent die Arbeiter.

    Gefällt mir weiterhin sehr gut, auch wenn es bei mir persönlich eher mäßig lief und es mit dem letzten Platz endete (164-159-132). Spielzeit gut 2,5 Stunden, was okay ist, aber zu viert brauche ich das vermutlich nicht. Schon zu dritt wird es auf der Karte deutlich interaktiver, von daher ist das wohl wie so oft der Sweetspot.

    Zwei Kritikpunkte: Hintenraus wird es zum einen etwas unübersichtlich, wenn ein Großteil der Karte aufgedeckt ist. Und die letzten Züge werden teilweise sehr lang, wenn man dann haufenweise Bonusaktionen ausführen kann. Da kam es bei uns zu einigen ziemlich langen Kettenzügen.


    Five Tribes
    Partie Nr. 14

    Zweite Partie in relativ kurzer Zeit. Ich fuhr diesmal ganz gut damit, Geld zu sparen und zu schauen, was sich für Optionen durch die Züge meiner Mitspieler ergeben. Ansonsten von allem ein bisschen und am Ende reichte das viele Geld zum Sieg: 171-145-117 nach gut 80 Minuten.


    The Druids of Edora
    Partie Nr. 4

    Nach den ersten Partien zu zweit jetzt endlich mal zu dritt. Und ja, das wird interaktiver, es gibt mehr Konkurrenz um die Kultplätze und im Rennen um die Dolmen. Auf Letztere hatte ich mich ein wenig fokussiert, wanderte eine schöne Route ab, die mir gleich drei Paare einbrachte. Wesentlich erfolgreicher war allerdings ein Mitspieler, der während der Partie wahnsinnig viele Punkte sammelte, vor allem auch durch viele Feuerplätze in Kombination mit dem Heilkraut, das aus 3 jeweils 5 Punkte macht. Früh freigeschaltete Heilkräuter können sehr stark sein, einem gut die Richtung vorgeben. Platz 2 beim 215-160-113, Spielzeit 60 Minuten. Gefällt mir weiter sehr gut, bietet ein top Verhältnis aus Tiefe und Spielzeit.


    Barbecubes
    Partie Nr. 1

    Kleines Geschicklichkeitsspiel, bei dem man mit Hilfe einer Pinzette versucht, Grillgut auf den Rost zu legen. Das ist eine flutschige Angelegenheit, wodurch es zu der einen oder anderen witzigen Szenen kam, bei denen der Grill mehr oder weniger mit der neuen Wurst abgeschossen wurde. War ein netter, unterhaltsamer Filler. Kann mir vorstellen, dass das im Familien-Kontext gut zündet, wie auch der Besitzer berichtete.


    Movie Tricks
    Partien Nr. 3-4

    Absacker in unserer 3er-Runde und Silvester nochmal zu viert. In letzterer Runde ist es eher mäßig angekommen. War vielleicht relativ spät abends auch nicht die richtige Situation dafür, im Vergleich zu anderen Stich- oder einfachen Kartenspielen, muss man hier dann doch das eine oder andere erklären. Nach zwei schwachen ersten Partien habe ich jetzt scheinbar den Bogen raus und konnte diese beiden Runden gewinnen. Es zeichnet sich nach der letzten Partie aber auch ab, dass das hier eine überschaubare Zukunft haben dürfte.


    Take Time
    Partien Nr. 36-40

    Umschlag 8 mit meiner Frau abgeschlossen. Da hat uns nur die erste Uhr vor größere Probleme gestellt, bei der wir uns erstmal an das neue ‚Feature‘ dieses Umschlags gewöhnen musste. Die anschließenden haben wir dann jeweils nach wenigen Versuchen geschafft. Das war aber auf jeden Fall mal wieder eine interessante Idee.


    Die Insel der Katzen
    Partien Nr. 40-41

    Das Lieblingsspiel meiner Frau haben wir in den Ferien auch nach längerer Pause mal wieder ausgepackt und zwei Partien mit den neuen Booten sowie Kätzchen gespielt. Die erste Runde ging mit 88-44 sehr deutlich an mich, die Revanche folgte dann mit 79-96, womit meine Frau jetzt vier der letzten fünf Partien gewonnen hat, das gibt es so auch nur bei diesem Spiel.


    Mission Haselnuss
    Partien Nr. 1-2

    Eröffnete den Silvesterabend, als die Kinder noch dabei waren. Haben wir zweimal zu fünft gespielt. Klingt erstmal gar nicht so unspannend. Kooperativ versucht man ein Eichhörnchen durch eine Art Labyrinth zu bewegen, was über eine Art Programmiermechanismus funktioniert. Ist man am Zug zieht man eine Karte, die eine Richtung angibt (rechts, links, vor oder springen, was nur funktioniert, wenn nach vorne kein Weg da ist). Die Karte legt man dann auf eine Zeitleiste ab, haben alle eine Karte dort platziert, werden diese nacheinander abgehandelt. Das fühlt sich aber leider sehr zufällig an. Beim zweiten Mal haben wir das Ziel knapp erreicht. Für kleinere Kinder, die 6-jährige hatte da glaube ich schon ihren Spaß dran, vermutlich interessant, zum mal mitspielen war das schon okay.


    Bomb Busters
    Partien Nr. 19-20

    Die letzten Partien des Jahres, zu viert in der einen Runde, in der ich hoffe, dass wir mit der Zeit sehen, was die ganzen Boxen noch so zu bieten haben. Aber das wird ein Langzeit-Projekt. Level 14 und 15 klappten im ersten Versuch, eher unspektakulär, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.


    #Recall #FiveTribes #TheDruidsOfEdora #Barbecubes #MovieTricks #TakeTime #DieInselDerKatzen #MissionHaselnuss #BombBusters

    Meine Top 15:

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Arche Nova - Underwater Cities - Great Western Trail - Clans of Caledonia - The Gallerist- Shackleton Base - Scythe - Wasserkraft/Barrage - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Oranienburger Kanal - Civolution - Agricola

    Einmal editiert, zuletzt von richy81 (9. Januar 2026 um 07:54)

  • Gestern Abend mit meiner Frau noch einen Umschlag mit 4 Uhren aus Take Time gespielt. Bisher waren die Uhren recht einfach zu lösen, sind nun beim dritten Umschlag, also den Uhren 09-12.

    Was bisher immer vernachlässigt wurde, ist die Absprache der Taktik bevor man die eigenen Karten ansehen darf. Bislang hat sich das immer auf die Klärung der Regeln beschränkt, dass jeder am Tisch weiß, was zu tun ist.

    Das funktioniert nun langsam nicht mehr. Bei einer der Uhren hatten wir massive Probleme und 10+ Versuche gebraucht. Bis wir uns dann wirklich mal abgesprochen haben und die Taktik klar war. Selbst wenn dann die Taktik eigentlich klar ist, können einem die zufälligen Karten immer noch einen Strich durch die Rechnung machen. Aber... man setzt dann auch die offenen Karten viel bewusster ein.

    Entwickelt sich aktuell zu einem unserer Lieblingsspiele. Minimale Regeln und maximaler Spaß, cleveres Spiel.

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    Einmal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (9. Januar 2026 um 07:59)

  • Gestern Abend mit meiner Frau noch einen Umschlag mit 4 Uhren aus Take Time gespielt. Bisher waren die Uhren recht einfach zu lösen, sind nun beim dritten Umschlag, also den Uhren 09-12.

    Was bisher immer vernachlässigt wurde, ist die Absprache der Taktik bevor man die eigenen Karten ansehen darf. Bislang hat sich das immer auf die Klärung der Regeln beschränkt, dass jeder am Tisch weiß, was zu tun ist.

    Das funktioniert nun langsam nicht mehr. Bei einer der Uhren hatten wir massive Probleme und 10+ Versuche gebraucht. Bis wir uns dann wirklich mal abgesprochen haben und die Taktik klar war. Selbst wenn dann die Taktik eigentlich klar ist, können einem die zufälligen Karten immer noch einen Strich durch die Rechnung machen. Aber... man setzt dann auch die offenen Karten viel bewusster ein.

    Entwickelt sich aktuell zu einem unserer Lieblingsspiele. Minimale Regeln und maximaler Spaß, cleveres Spiel.

    Meine Frau hatte Anfangs auch keinen Bock auf Absprachen und Bonusplättchen. Das hat sich mittlerweile geändert.

    Umschlag 6 hat aber dem Ganzen einen tiefen Dämpfer verpasst. Das war ein reines Zufallsfest; deutlich mehr sogar als normal.

    Aber gut. Man will es ja doch durchspielen.

  • Aber gut. Man will es ja doch durchspielen.

    Wir haben spaßeshalber nach verlorenen Partien auch mal offen die Karten platziert und geschaut, ob es mit den erhaltenen Karten überhaupt möglich gewesen wäre die Uhr zu lösen. Selbst das ist nicht immer gewährleistet, also ja das Ding ist schon "swingy" vor allem zu zweit mit den 2 extra Karten, die man zu Beginn der Runde nicht kennt. Aber auch schnell gespielt so eine Runde.

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    2 Mal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (9. Januar 2026 um 08:28)

  • Aber gut. Man will es ja doch durchspielen.

    Wir haben spaßeshalber nach verlorenen Partien auch mal offen die Karten platziert und geschaut, ob es mit den erhaltenen Karten überhaupt möglich gewesen wäre die Uhr zu lösen. Selbst das ist nicht immer gewährleistet, also ja das Ding ist schon "swingy" vor allem zu zweit mit den 2 extra Karten, die man zu Beginn der Runde nicht kennt. Aber auch schnell gespielt so eine Runde.

    Das haben wir bei Umschlag 6 später immer gemacht und die absolute Masse hat selbst nach, gefühlt, endlosem Umlegen, Probieren etc. nicht funktioniert. Wir hätten es also mit 100% offen und Absprache nicht schaffen KÖNNEN.

    Aber der nächste Umschlag macht wieder einen besseren Eindruck.

  • Mein aktuelles Lieblingsspiel sind die Druiden von Edora.

    Jede Partie verlief bisher komplett anders. In der Weihnachtswoche zum Beispiel hatte ich eine unterirdische Zweierpartie. Hier ging gar nichts bei mir zusammen. Schlechtes Ausgangsfeld gewählt, die falschen Heilkräuter genommen, ungeeignete Route eingeschlagen, beim Proviant nicht aufgepasst. Mit Hängen und Würgen gerade noch respektable 150 Punkte (ca.) gemacht.

    Gestern Abend dann totales Kontrastprogramm. Eine perfekte Dreierpartie! Hier lief alles denkbare zusammen. Zunächst war ich aber erschrocken: überwiegend Fünfer und Sechser gewürfelt! Wie sollte ich die alle ernähren?! Meine Strategie war daraufhin klar: die hohen Würfel bei Stelen-Aktionen einsetzen, und meine wichtigsten Heilkräuter: Proviant (bei der Aktion Proviant 6 Proviant plus 3 Punkte zusätzlich), Würfel +/- 2 und natürlich Stelen (Würfelwert bei der Aktion Stelen um 2 höher). Ich hatte Glück: Das Kraut Würfel +/- 2 war in der Kräuterleiste vorne, die anderen beiden Kräuter allerdings weit hinten. Weiteres Glück: meine beiden Mitspieler haben mir als Startspieler ein Ausgangsfeld mit Aktion Stelen übrig gelassen. :)

    Meine erste Aktion: Stelen mit einer 6. Ich habe darauf die Stele gewählt, bei der ich 5 Felder auf der Sichelleiste vorrücken durfte. Die beiden Kräuter, die ich mir genommen hatte: Würfel +/- 2 und Misteln (bei der Aktion Misteln eine Mistel zusätzlich plus 3 Punkte).

    Meine zweite Aktion (dabei Würfel 4 mit meinem ersten Kraut auf 2 Augen heruntergesetzt): 3 Misteln (+ 1 Mistel zusätzlich durch mein zweites Kraut). Damit konnte ich den Zauberspruch „2 beliebige Kräuter aktivieren“ ausführen, der genau 4 Misteln gekostet hat. Ich habe natürlich die hinteren Kräuter Proviant und Stelen gewählt. Ein perfekter Start! :D

    Im weiteren Spielverlauf musste ich dann insgesamt dreimal die Aktion Proviant nehmen (jeweils 18 Proviant plus 3, später 5 Punkte). Dabei kam mir entgegen, dass meine Mitspieler recht niedrige Zahlen gewürfelt hatten, und somit die Proviantaktionen weitestgehend mir überlassen hatten. Ansonsten hatte ich mich auf die Aktionen Stelen konzentriert (durch mein Heilkraut jeweils mit dem Würfelwert 8, u.a. 8 Würfel und 7 Wissen auf einmal!). Wiederum Glück, dass meine Mitspieler diese Aktion ebenfalls ignoriert hatten (wegen niedriger Würfel). Durch Lagerfeuer- und Steintafel-Boni konnte ich weitere Kräuter einsammeln: 3->5 Punkte, Steintafel (doppelte Boni), Feuer (1 Bonus zusätzlich) sowie Spielfigur innerhalb Lichtung versetzen. Die restlichen Aktionen: nur noch Steintafel (viele Boni!) und einmal ein hoher Zauberspruch.

    Weiteres Glück: Durch eine ideale Auslage konnte ich insgesamt sechsmal Lagerfeuerboni einsammeln (durch mein Heilkraut jeweils 1 Bonus zusätzlich). Und schließlich noch zweimal Dolmen verbunden (incl. Bonuspunkte). Selbstredend: bei Wettstreit durch meine hohen Würfel jeweils 2 Punkte eingesackt. In der Schlusswertung hatte ich dann 12 Würfel (mit insgesamt 19 Material), mit maximalen Wissensfaktor 4 dann 76 Kultplatz-Punkte.

    Endergebnis: phänomenale 274 Punkte. :saint:

    Ich liebe das Spiel! :dance3:

    ---

    P.S. Vor lauter Begeisterung hatte ich vergessen, Fotos zu machen...

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Da sitze ich nun völlig übermüdet an einem Freitag Abend, versuche mich irgendwie wach zu halten da der Schlafmangel heute ordentlich reingehaufen hat und erfreue mich über die Partie #Speakeasy am gestrigen Abend mit Bananenfischer  Teewicht .

    Zu dritt ging es also nach New York, als Familienclan die Aufgabe in Zeiten der Prohibition Alkohol zu produzieren und an den Bullen vorbei zu verticken um mit dem meisten Cash aus der Nummer rauszugehen. Ich glaube das Spiel an sich, ist ja ausführlich besprochen. Ich gehe da gar nicht auf alle Regeln und Abläufe ein. Man bekommt jedenfalls einen Lacerda wie man es kennt. Also ich zumindest. Verglichen mit On Mars, Vinhos und Weather Machine habe ich jetzt den vierten gespielt - Inventions steht noch im Regal möchte ebenfalls gespielt werden, allerdings ist die Mühe sich darein zu fuchsen aktuell zu hoch.

    Ich habe nachdem der Kickstarter ausgeliefert wurde mir gleich die Regeln reingezogen, konnte die aber nie am Stück durchlesen aber die Lust auf Speakeasy war da. Warum? Weil das Material und die Optik wieder Premium sind. Alles! Allein beim Auspacken bekommt man Lust auf das Spiel. Gestern dann, endlich. Am Tag zuvor nochmal die Regeln gelesen - abgesehen davon das die Regeln zwar lang sind, sind die einzelnen Möglichkeiten recht klar und nicht unnötig kompliziert wie es bei einem WM ist. Der Aufbau klang für mich in den Regeln auch wild, ist aber eigentlich auch Blödsinn - dauert aber ich habe da schon schlimmere Sachen erlebt. Aber wie erklärt man das Spiel, wenn man es noch nicht gespielt hat? Machbar, wenn man sich an den Strukturen der Anleitung hält. Irgendwann kam ich mir zwar Blöd vor, weil ich selbst oft dachte 'wir haben es gleich geschafft' und dann immer noch etwas kam. Aber nachdem wir durch waren, gemessen an dem Umfang des Spiels gab es recht wenig Nachfragen muss ich sagen. Spiele aus geringere Gewichtsklasse sorgen öfters für mehr Unklarheiten. Für Unklarheiten bei mir sorgen eher, wie ich das Spiel denn Erfolgreich bestreite. Und es passiert mechanisch das was bei einem Lacerda ja fast immer passiert. Ein Zug an sich, ist schnell gemacht. Die Frage und die Herausforderung resultiert daraus, aus einem Zug das Maximum zu quetschen. Möglichst effektiv zu spielen. Gerade wenn man bedenkt, dass man eigentlich nur 11 Turns hat - dazu aber später mehr.

    Also Optik check, Material check, Regeln auch irgendwie 'zugänglich'... gemessen an dem was kommt. Thema. Ja. Subjektiv war ich gestern in New York. Ich hab den Clan geleitet. Wollte Schiffe überfallen, hab ich auch gemacht, aber eigentlich eher um ein Schiff zu überfallen, die Beute war lächerlich gering für meine Familienmitglieder am Pier. Da kam ein anderer Clan zuvor.

    Meine Destille produzierte weiter Alkohol... aber der steht vermutlich immer noch in der Destille und wartet darauf abgeholt zu werden. Also das kommt schon durch. Die Bullen breiten sich wie die Pest aus, die Mobster die nach jedem Akt auftauchen können auch nerven, wobei das Risiko sich kalkulieren lässt... also wenn man dran denkt. Ansonsten spucken die einem auch ins Geschäft. Und das alles in 11 Zügen hinbekommen? Ich mein, ich wusste es. Jeder am Tisch wusste es das es 11 Turns sind. Aber shit, Ende des zweiten Aktes hatte ich schon Panik. Will ich Fässer verkaufen? Wie bekomme ich das überhaupt hin... mein Truck steht am anderen Ende von New York. Der Nachtclub wo ich die Fässer verkaufen will steht wiederum woanders nur damit andere Clans nicht noch mehr Geld sich in die Tasche stecken könnnen. Ungefähr dann, hat mein Hirn gesagt 'scheiß auf die Fässe, überfalle die Bote' - ja toll, die Beute ist aber auch nicht immer attraktiv. Und das Timing die am richtigen Moment abzupassen... hat mein Kopf weiter rauchen lassen. Aber nicht nur meinen, und dass hat man gestern gemerkt. Nicht weil man nicht weiß wie das Spiel läuft, sondern wie hol ich das Maximum raus. Gerne hätte ich gestern einfach mit meinen Familienmitgliedern umhergeschossen... so eine direkte Interaktion fehlt mir in Speakeasy aber nicht. Bin eh mit allem überfordert gewesen.

    Im Verlauf des Spiels hatte sich schon ein Sieger herauskristallisiert. Bücher wurden gut frisiert und in der Phase zwischen den Akten wurde ordentlich Geld einkassiert, sodass am Ende der Angriff der Mobster auch keine Änderung mehr herbeiführen konnte. Aber weil man keine Punkteleiste hat war es trotzdem nicht ganz klar wer gewinnt und brachte Spannung. Und Gott sei Dank ist die Abrechnung schnell erledigt. Nicht weil das Spiel nervig war, aber weil wir alle gestern alle ziemlich am Ende waren.

    Speakeasy lässt die Euro-Herzen höher schlagen, alles ist ganz wunderbar verzahnt! Es gibt ne Menge zu Grübeln, aber wie so oft bei den Lacerda Titeln kann ich auch jeden verstehen der aussteigt. Ich glaube allerdings, dass sich Speakeasy jetzt mit einer Partie etwas thematischer erklären lässt. Auch kommt für mich das Thema besser durch als bei einem Weather Machine und eigentlich auch zu einem On Mars. Für mich auch eher im Vergleich zu einem Vinhos, aber nur weil ich von Wein noch weniger Ahnung habe als ein Clan zu leiten.

    Aber die harten Fakten sagen auch:

    Aufbau: circa 30 Minuten
    Regelerklärung: etwa 1,5 Stunden
    Spiel: 4,5 Stunden

    Nur damit jeder 11 Turns spielen kann? Aber für mich hat es sich trotzdem gelohnt, in meiner Lieblingsgruppe muss man aber auch 50% bei der Spielzeit dazu rechnen... man wird nicht jünger.

  • Am Wochenende von ein paar Spieletagen über Silvester heimgekehrt raff ich mich auch mal wieder für ein paar Zeilen hier auf. Schließlich konnten wir an diesen Tagen über 20 Spiele auf den Tisch bringen, darunter nicht wenig, was ich erstmals spielen durfte. Für so ein Programm brauche ich daheim viele Wochen, so eine Spielereise ist da sehr willkommen. Im Rahmen einer kleineren Begrüßungsrunde wurde schon mal ein #CastleCombo aufgetischt. Zumindest spielerisch reichte es zum Aufwärmen, denn der Winter hatte die Mittelgebirgslage schon ganz gut im Griff.

    Danach gehörte natürlich ein großes gutes Spiel auf den Tisch. Erstmals mit der Luna-Erweiterung ging es mit #GalileoGalilei zu viert in den Abend. Neben Konstellationen und Himmelskörpern dürfen hier nun auch Mondbeobachtungen gemacht werden, die den Einsatz dreier verschiedenfarbiger Lichtwürfel erfordern. Nebst Boni und Siegpunkten - abgeschwächt auch für die Mitspieler! - holt man sich so einen großen Inquisitor ins Haus, dessen Gewicht dort doppelt zählt, aber einmal überzeugt auch wieder zugunsten starker Boni weiterzieht, vergleichbar dem Konzept des Kometenbuchs, nur dass die Boni wirklich gewichtig ausfallen. So fügt sich dieses Hauptmodul der Erweiterung wunderbar ins Spielgeschehen ein und bietet viel neues Punkte-Potential für eines meiner am liebsten gespielten Spiele des Vorjahres.

     

    Neu für mich war #OrangesAndLemons . Das Spiel mit den 16 Aktionsplätzen, die zunächst mit Arbeiter besetzt und anschließend in gegebener Ordnung ausgewertet werden, was zugleich die Setzreihenfolge der nächsten Runde festlegt, lag mir recht gut. Nun ja, irgendwie alles schon mal gesehen und einmal Geprobtes wieder angewendet. Spiel ich jederzeit gerne wieder mit, muss ich aber nicht haben. Die Cartoon-artige Grafik mit ihren starken Kontrasten trübt leider den Gesamteindruck, stört auch bei manchen spielwichtigen Elementen. So gehen die kleinen Papp-Glocken für individuelle spielerische Vorteile neben den Aktionsfeldern beinahe im grafischen Gewusel unter.

    Nicht nur Capote mag #DieDruidenVonEdora - das ist auch genau mein Ding. Zu dritt und gerne mit der Variante 2 der zufälligen Kräuterverteilung traf es mich diesmal hart, lagen meine beiden Lieblinge doch ganz hinten. So musste rasch ein Zaubertrank aushelfen, wenigstens das Kraut für 3-zu-5-SP von dort abzuholen. Auf das würfelmodifizierende Kraut musste ich diesmal verzichten, obwohl ich auch etwas überdurchschnittlich hoch gewürfelt hatte. Schließlich hatte ich in einer Ecke begonnen, bei der - und das sah ich nicht bei Auswahl des Startplatzes, aber bald danach - zwei Feuerstellen mit je 3 Boni zusammentrafen, die zufällig ausschließlich Siegpunkte verhießen. Da staunten meine Mitspieler nach ein paar Zügen nicht schlecht, als ich dort auf einen Schlag nur dafür 30 SP abräumte plus 18 weitere für die erste erledigte Dolmenstrecke - was für ein Start! Und so wähnte ich mich für den Rest des Spiels unschlagbar, aber meine Frau kennt das Spiel auch. Sie punktete geschickt beim Amulett - von mir ignoriert, ich hatte mit der "Finanzierung" weiterer Würfel genug zu tun - und der Schlusswertung, wo ich nicht über Faktor zwei für meine Kultstätten hinauskam. Am Ende wurde es ein Zittersieg für mich mit 169 - 165 - ... Tolles Spiel, keine Frage 8-))

    #DieLetztenDroiden - natürlich in der favorisierten Team-Variante zu viert - wurde zum Geschlechterkampf: zwei Frauen gegen zwei Männer. Und wie so oft war es eine klare Sache, ich ging mit Partner, Pauken und Trompeten unter. Unser bestes Einzelergebnis lag noch unter dem schlechten der Damen. Ich spiel es dennoch gerne, auch wenn ich mich hier oft genug offenbar nicht richtig entscheide.

    Der späte Abend gehörte einer versöhnlichen #Landgut Partie mit meiner Frau. Das ist ein unaufgeregtes und auch etwas unscheinbar anmutendes Aufbauspiel, das uns aber viel Freude macht. Am Anfang scheint nicht viel auf den gesehenen Karten zueinander zu passen und später - wenn die SP erst einmal nur so purzeln - muss man aufpassen, dass man bei diesem Wettlauf dabei ist. Ich hatte mir neben Plan B noch C und D zurechtgelegt und konnte so im Endspurt ein zwei mal öfter punkten. Klein aber fein :love:

    Am Silvester-Tag ging es voll auf die zwölf (Wortspiel!). Es stand #GalacticCruise zu viert ohne Spielzeit-verkürzende Maßnahmen auf dem Programm. Aus dem Erweiterungs-Spektrum hatte ich lediglich die kleinen Bonus-Plättchen für die Gebäude mit aufgelegt, die ab vier Entwicklungen in der Nachbarschaft aktiviert werden. Alle fanden gut ins Spiel. Bevor ich meinen ersten Start veranlasste, hatte ich zwei Raumschiffe mit je drei Sektoren fertiggestellt. Vermutlich war ich der Letzte, der gestartet ist. Überhaupt ist es in diesem Spiel kein Nachteil, wenn man die Nischen-Aktionen sucht, die die anderen gerade nicht machen wollen. Gut genug erklärt hatte ich es jedenfalls, da wurden auch durch Neuspieler am Tisch für deren Finanzen und zu Ungunsten der Mitspieler Passagiere auf unerwartete Reisen gebucht und einiges mehr, was man nur durch die Regeln alleine nicht gleich sieht - genau sowas versuche ich gleich mit zu erklären und so war dies trotz Neuspielern eine spannende Partie, das ich relativ knapp 256 - 232 - 226 - ... für mich entschied.

    Wie lange das Spiel dauerte? keine Ahnung... lange ;) - aber für niemanden zu keiner Zeit langweilig, somit alles gut :)

     

    Der Rest des Abends gehörte dann eher den kleinen Spielen, darunter #Faraway und das weithin unbekannte Fun-Spiel #Bewere bei dem man als Werwolf Dorfbewohner zu beißen sucht - möglichst genau einmal, d.h. man möchte Paare von Biss- und Bewohner-Karten auf der Hand haben, bevor der Vollmond in der Tischmitte komplettiert wird. Ein Biss mehr und eine Person ist tot und bringt nichts ein, kein Biss und sie verpasst uns eine Silberkugel für die Abrechnung, was der Lebenszeit von Werwölfen bekanntlich nicht zuträglich ist. Die vielen im Spiel befindlichen Personen haben individuelle Funktionen, die aber nur greifen, wenn man sie an andere Spieler weitergibt - da muss man aufpassen, ob und wen man damit ggf. ärgert, es könnte ein Echo geben ;) Wie gesagt ein Fun-Spiel, das man nicht strategisch ernst nehmen darf, aufgrund der vielen hübschen möglichen Effekte aber gute Laune verspricht. Der Kickstarter (ein "echter", also Herzensprojekt der Macher) hatte einst ganze 290 Backer und ein Exemplar ziert seitdem meine Sammlung.

     

    Aus der Ferne drang um Mitternacht sowas wie Feuerwerk an unser Ohr - nur zu sehen war von der Anhöhe diesmal nichts, zu dicht war die nebelige Suppe, die die Luft schwängerte. Auch sollte sich am Morgen nicht so ein unvergleichliches Kristall-Schauspiel zeigen wie im Vorjahr.

    Dafür gab es im neuen Jahr ordentlich viel Schnee - die mitgereisten Kinder bauten einen tollen Schneemann - und danach bei Vollmond einen traumhaft klaren Himmel.

     

    Spielerisch eröffneten wir 2026 mit #DasPhönixProjekt - für mich ebenfalls neu und aufgrund des futuristisch angehauchten Themas nicht meine erste Wahl. Die Mechanismen wussten aber schon bei Erklärung zu gefallen und so hatte ich vom Start weg eine Idee, welche Wege ich für späteren Ertrag zu beschreiten suchte. Das hat mir (mechanisch) gut gefallen, wie mein siegreiches Endergebnis 128 - 90 - .... zeigte. Aber muss denn schon wieder mal die Welt untergegangen sein?

     

    Neu auf dem Tisch war das im Advent im Angebot gekaufte #TeaGarden , um das ich bislang einen Bogen gemacht hatte, sollte der dritte Wurf von Tomáš Holek im Jahr 2024 nebst den großartigen SETI und Galileo Galilei doch eher einfach und seicht sein. Was für ein (relativer) Irrtum! Das ist Kennerspiel-Kost vom Feinsten und trifft genau unseren Wohlfühl-Nerv beim Spielen. Hier ist gar nichts seicht, Entscheidungen wollen wohlbedacht sein und es baut sich ein wunderbares Spiel über die fünf Runden auf. Im Nachhinein bin ich froh, auch dieses Spiel gekauft zu haben und muss einmal mehr der kreativen Leistung des Autors Respekt zollen, dass er drei dermaßen hervorragende Spiele in so kurzer Zeit erdacht hat.

     

    #AdasDream spielten wir zu dritt, meine Frau kannte es noch nicht. Wenn es nur nicht so lange dauern würde (für sie zu lange), hätte es gewiss bessere Chancen, noch oft gespielt zu werden. So bleibt es dann vermutlich meinen Runden bei öffentlichen Treffen vorbehalten. Auf jeden Fall ein feines Spiel, das Freude macht. In meiner zweiten Partie blieb ich sicher hinter den Möglichkeiten, auch wenn ich mich mit diesmal 138 SP schon steigern konnte.

     

    Sowohl im #Artengarten als auch im #ReefGarden sind wir inzwischen heimisch geworden, beides taktisch ansprechende Wohlfühlspiele, so dass ich mich hier kurz fasse.

     

    Eine vergleichbare Position verdient sich gerade #Forestry , denn auch hier entspinnt sich aus einfachen Aktionsmöglichkeiten ein durchdachtes Spiel, bei denen man die Boni und Ketten-Effekte abgreifen muss, wo sie sich bieten. Das hatte ich gut erklärt, soll heißen, ich ging gegen zwei Neuspielerinnen, die das Prinzip perfekt spielerisch umsetzten, verdient unter. Das hat Spaß gemacht und kommt sicher noch oft auf den Tisch und nächstes Mal gelingt mir so eine Spielentwicklung hoffentlich auch selbst. :)

    Zuhause nur einmal die Regeln überflogen hatte ich für #HowToSaveAWorld und so machten wir in den ersten beiden Runden noch gravierende Fehler, die uns die Rettung der Welt mit einem der vorrangigen Projekte - Laser und Schild - praktisch unmöglich machte. Immerhin zeigte uns diese Lernpartie das Potential dieses Spiels, das in Nachfolge zu Endeavor: Die Tiefsee bei Burnt Island Games und deutsch bei Frosted erschienen ist. Im Vergleich beider Spiele ist die Lernkurve hier deutlich steiler, aber auch die Erkundung der innewohnenden Möglichkeiten verspricht um einiges interessanter zu sein. Da bleibe ich dran und freue mich schon auf das nächste, dann hoffentlich "richtige" Spiel :love:

    Wir endeten, wie wir begonnen hatten und so kam #GalileoGalilei nochmal auf den Tisch, diesmal ohne Erweiterung, um es für Neuspieler nicht unnötig zu verkomplizieren.

    Viele kleinere Spiele habe ich jetzt nicht erwähnt (Shobu, Click A Tree, Zoff am Zaun, ... fallen mir spontan ein), aber das waren wieder schöne Tage. Bis zur nächsten Spielereise wollen wir diesmal nicht so lange warten und werden uns ein paar Tage in Bad Holzhausen im März dazugesellen.

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

    4 Mal editiert, zuletzt von Smuntz (11. Januar 2026 um 22:05)

  • Bisschen was ...

    SOLO:

    #ImperiumHorizonte

    Übungsmodus ohne Handels-Erweiterung

    Marsianer auf B Seite, somit ausgeschlossen sich zu Erdenbewohner zu Wandeln, ich spielte sie weitestgehend "thematisch" quasi als Eroberer und Unterwerfer von Erden- Zivilisationen, machte echt Laune, und nach 46 Minuten standen 52VP zu Buche :thumbsup:


    #Dominion

    Zu zweit

    drei Partien

    22 Minuten 48 zu 30

    Basis 2nd Edition + Hinterland 2nd Edition

    23 Minuten // 23 Minuten

    35-33 // 30-27

    Als auch:

    Fazit:

    Die Dominion Umstellung Basis + Intrige beide erste Edition und Alchemisten raus, dafür Basis und Hinterland 2nd Edition rein + Rising Sun machen Lust auf mehr, Rising Sun bringt mit den Schatten Karten spannende Kniffe rein und auch die Prophezeiungen bringen Spaß ... großes Kino! :thumbsup:

  • Und auch diese Woche wurde das eine oder andere Spiel innerhalb der Familie und bei der Donnerstagsrunde gespielt :)

    ----------------------------------------------

    Star Wars: The Deckbuilding Game (FFG, 2023, 2 Spieler, ab 12 Jahre, 30-90 min, bgg-weight: 2.03)

    Nach den ersten Kennenlernrunden in der letzte Woche wurde #StarWars:TheDeckbuildingGame gleich für diese Woche angefragt und 3x gespielt. Um mal Palpatine zu zitieren: "Alles was sich bis jetzt zugetragen hat, ist stets nur nach meinem Plan geschehen." ;)

    Schön fluffiges und thematisches Star Wars Duell im Setting der klassischen Triologie (Episode IV-VI), dennoch nicht belanglos oder beliebig, sondern mit vielen kleinen Entscheidungen rund um Aufbau und Management des eigenen Decks, Angriffs-/Zielentscheidungen, etc. Im direkten Vergleich gefällt uns Star Wars Destiny deutlich besser, aber das ist ja auch (mindestens) eine Stufe drüber und zudem mit dem Deck Construction auch viel aufwändiger (spielt sich aber aus Kennerspielsicht dennoch fluffig). Daher ist #StarWars:TheDeckbuildingGame unser Star Wars-Spiel für den schnellen/kuzen Kampf zwischendurch oder nach dem Abendbrot.

    ----------------------------------------------

    Kolejka (Instytut Pamięci Narodowej, 2011 oder 2012, 2-5 Spieler, ab 12 Jahre, 60 min, bgg-weight: 2.03)

    Schachtelmeer hat #Kolejka in seinem Wochenbericht ja bereits schön beschrieben, daher spare ich mir die Details. Im Kern geht es in dem Spiel um's Schlangestehen im sozialistischen Alltag der Warenknappheit und des Wahnsinns. Es gibt 5 verschiedene Warengruppen (Nahrung, Kleidung, Möbel, ...), die in den entsprechenden 5 Geschäften verkauft werden, sofern es denn mal eine Warenlieferung geben sollte, deren Umfang dazu noch sehr unteschiedlich ausfällt. Jeder Spieler hat eine individuelle Einkaufsliste mit je 4 der 5 Waren in unterschiedlicher Menge für die man mit seiner Familie (5 Meeple) vor den diversen Geschäften in der Schlange ansteht, um hoffentlich irgendwann an das begehrte Gut zu kommen. Zusätzlich kann man mit einer begrenzten Anzahl von Aktionskarten versuchen, die Warenlieferung, Warenproduktion oder die Position in der Schlange zu beeinflussen. Und einen Schwarzmarkt, zum Tausch nicht benötigter Waren gibt es auch noch.

    Die trübe Optik und die gut funktionierende Mechanik setzen das Thema wirklich passend um. Ganz lustig zum Kennenlernen, aber auf Dauer muss ich das nicht spielen, da habe ich bei anderen Spielen mit hohem Äger-Faktor mehr Spaß, weil irgendwie mehr Einflussmöglichkeiten.

    ----------------------------------------------

    Jorvik (eggertspiele, 2016, 2-5 Spieler, ab 10 Jahre, 45-90 min, bgg-weight: 2.36)

    Das zweite Spiel in der Donnerstagsrunde war die Neuauflage von Stefan Felds Die Speicherstadt. Ein Bietspiel mit Wikinger-Thema.

    #Jorvik hat mir richtig gut gefallen und kann ich mir gut für meine Familie und die Büro-Runde vorstellen. Es ist ein schön interaktives Bietspiel in Reinkultur (Dutch Priority), das sich gut sowie zügig spielen lässt und mit fieser Interaktion unterhält. Da fiebert man ständig mit, ob die eigenen Gebotsaktivitäten auch wie "geplant" aufgehen oder mit was für unliebsamen Überraschungen man klar kommen muss bzw. welche man den lieben Mitspielern bereiten kann. Trotz der Unwägbarkeiten der Mitspielergebote bietet es aber dennoch das Potential bzw. die Notwendigkeit für taktische Überlegungen, da die Ressourcen der Mitspieler und deren Punkte-Engines für alle offen liegen. Passt daher auch gut in die Donnerstagsrunde ;)

    Biet-/Auktionsspiele sind ja scheinbar nicht (mehr) so beliebt. Evtl. weil die Frage des Preises meist Erfahrungssache ist und viele Spiele zu selten gespielt werden, um über diese Erfahrungswerte zu verfügen, so dass der Spielspaß bei den ersten Spielen darunter leiden kann. Bei Jorvik spielt das meiner Meinung nach keine oder zumindest keine große Rolle, daher finde ich es auch ziemlich einsteigerfreundlich (auf Kennerspielniveau). Infolgedessen habe ich es mir auch selbst für einen niedrigen Betrag geholt und freue mich schon auf die nächste Spielgelegenheit :)

    ----------------------------------------------

    Dice Throne: Season One ReRolled (Grimspire, 2024, 2 Spieler, ab 8 Jahre, 20-40 min, bgg-weight: 2.00)

    Zum Wochenabschluss dann endlich mal die 3 Boxen mit den 6 Charakteren der ersten deutschen Dice Throne Ausgabe ausgepackt und 2 der Boxen bzw. 4 Charaktere mehrfach durchgespielt.

    #DiceThrone ist (abstrakt formuliert) King of Tokyo zu zweit in Fantasy - bunte, actionreiche Duellspiele mit Kniffelmechanik im generischen Fantasy-Setting (Barbar, magische Mondelfen-Bogenschützin, Feuer-Magierin/-Pyromantin, Schattendieb, Paladin und Kampfmönch). Die verschiedenen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Kampfstilen und Aktionsmöglichkeiten sind einfacher bis etwas schwieriger zu spielen, so dass hier genug Abwechslung für viele Duelle gegeben ist. Die Kniffelmechanik fordert durchaus Entscheidungen zu den Würfelwürfen und Aktionskarten, aber natürlich nur auf einem gehobenen Familienspielniveau. Dafür aber mit den kniffel-typischen Emotionen, wenn dann doch der Superwurf gelingt oder eben nicht oder wenn Aktionskarten das Ding noch drehen. Macht uns als unkomliziertes Duellspielchen Spaß und ist auch etwas für alle in der Familie. Man kann es sogar 1:1:1 oder 2:2 spielen, wenn man über mehrere Sets verfügt. Keine Ahnung, ob wir das ausprobieren oder dann doch lieber King of Tokyo spielen.

    3 Mal editiert, zuletzt von RAW_aus_D (11. Januar 2026 um 21:46)

  • Meine Frau hat ein Kartenspiel gekauft. Das tut sie sonst nie. War im Angebot und sie dachte, das sei "lustig". Das Spiel heißt Die ultimative Nicht Lachen Challenge und ist einfach nur eine Sammlung aus Karten mit Flachwitzen, die man sich gegenseitig vorliest.

    Es ist kein Spiel. Es ist unfassbar schlecht. Die Witze sind keine. Wie kann es sowas geben?

    Ich wollte so sehr, dass sie mal ein Spiel für uns kauft... und dann das. Dieses Fiasko wird ihr nicht gut tun.

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

    Einmal editiert, zuletzt von Prodigy1971 (11. Januar 2026 um 21:24)

  • Es gibt Spiele, die sind einengend, bestrafend, fast schon quälend - und dann gibt es Ada‘s Dream! Egal welche Aktion du auch machst, man wird immer mit kleineren oder auch größeren Boni belohnt. Die 3 Ressourcen die man braucht (Kohle, Messing und Wissen) muss man sich zwar besorgen, aber eigentlich ist das kein großes Problem. Auch über Geld sollte man verfügen, ebenfalls gut beschaffbar. Dazu ein in 4 farblich getrennte Viertel aufgeteilter Spielplan, farblich ist da alles vertreten - fast schon etwas zuviel.

    Worum geht es eigentlich? Die Wissenschaft ehrt Ada Lovelace als erste Programmiererin ohne Computer, und das Mitte des 19. Jhdt.! Und so besteht der spielerische Kern aus dem Nachbau eines kleinen Codes, idealerweise ein komplettes 3x3 Gitter mit effizient gesetzten Operanden wie plus, minus und multiplizieren. Dazu draftet man entweder einen farblichen Würfel oder setzt diesen in sein Raster ein. Dieses draften ist clever gestaltet:

    Man schiebt einen Würfel im Uhrzeigersinn und nimmt vom neuen Platz einen anderen mit max dem Wert des geschobenen. Daraus ergeben sich dann aufgrund der Farbe weitere Aktionen/Boni auf dem Brett. Man kann ins Studierzimmer um sein Board aufzurüsten oder Gelehrte/Weggefährten von Ada in Form von Karten anheuern oder in England Universitäten bereisen oder Vorlesungen an anderen Instituten abhalten. alles wird Bonifizierung und bringt ein durchaus „wohliges Feeling“, trotz immenser Möglichkeiten. Das kenne ich von anderen Eurogames nicht so, allerdings ist das auch nicht meine bevorzugte Spielumgebung…:saint:

    Auch das Kartenmanagement ist clever umgesetzt - ein generelles Limit von 8 (Hand als auch Nachzieh-/Ablagestapel) bei gleichzeitigen 5 auf der Hand, lassen einen schon überlegen welche neuen Karten sich lohnen, denn überzählige kommen aus dem Spiel! Zudem benötigt man auch bestimmte Würfelwerte um sie spielen zu können.

    Je länger ich darüber schreibe, umso mehr beschleicht mich dieses ziehende Gefühl von Kauf mich. Mal abwarten zu welchem Preis es im Retail verfügbar sein wird. Uns hat es gut gefallen, die Zeit (18 Spielzüge max. Für jeden) verging relativ schnell, so 3,5 Std incl. Erklärung brauchten wir.

    Ein kleines Zusatzboard (Bild rechts) aus dem Kickstarter war wohl dabei, weitere Möglichkeiten für positive Vibes werden hier geboten. =D


    .   

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

    Einmal editiert, zuletzt von Torlok (11. Januar 2026 um 21:31)

  • Da sitze ich nun völlig übermüdet an einem Freitag Abend, versuche mich irgendwie wach zu halten da der Schlafmangel heute ordentlich reingehaufen hat und erfreue mich über die Partie #Speakeasy am gestrigen Abend mit Bananenfischer  Teewicht .

    Ja, das war wirklich eine sehr geniale Spielerfahrung. #Speakeasy entführt einen wirklich ins New York der 20er/30er Jahre. Sehr schön thematisch. Und sehr schön knifflig. Ein wirklich sehr guter Lacerda. Und eine phantastische Ausstattung. Und wie immer eine sehr gute Erklärung von muewo.

  • Wegen des angekündigten Schneesturms wurden bei uns am Freitag bei der Arbeit die meisten Kurse gestrichen, und die wenigen verbleibenden Schüler/Kunden wurden von zwei Lehrern betreut. Ich hatte nur vier Teilnehmer in meinem Deutschkurs und hatte vorsorglich ein paar Brettspiele mitgebracht. So Kleever war den Leuten auf diesem Sprachniveau (ca. B1) noch etwas kompliziert, aber Thats Not A Hat und Just One liefen sehr gut.

    Thats Not A Hat benutze ich öfter, aber Just One wurde jetzt auch wieder mal als gutes Lehrmaterial bestätigt. Für So Kleever braucht man wohl ähnlich wie bei Codenames eher annähernd B2-Niveau.

    So hatte das Schneechaos dann doch einen Vorteil, wenn man während der Arbeitszeit seinen Hobbys nachgehen kann. (Natürlich haben wir nicht die ganze Zeit gespielt).

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Faraway

    Einmal editiert, zuletzt von Makkuroi (11. Januar 2026 um 23:45)

  • Meine Frau hat ein Kartenspiel gekauft. Das tut sie sonst nie. War im Angebot und sie dachte, das sei "lustig". Das Spiel heißt Die ultimative Nicht Lachen Challenge und ist einfach nur eine Sammlung aus Karten mit Flachwitzen, die man sich gegenseitig vorliest.

    Es ist kein Spiel. Es ist unfassbar schlecht. Die Witze sind keine. Wie kann es sowas geben?

    Ich wollte so sehr, dass sie mal ein Spiel für uns kauft... und dann das. Dieses Fiasko wird ihr nicht gut tun.

    Die Brettspielaquise sollte man lieber den Experten überlassen... Mein Sohn hat mir ein Exit-Spiel zu Weihnachten geschenkt, aber so etwas spiele ich leider gar nicht gerne.

    Meine Frau kauft eher so Spiele wie Domino, Kniffel und Rummycup, was sie halt so mit ihren Freundinnen zockt, aber in letzter Zeit eher weniger. Von mir hat sie jetzt einen Premium-Würfelbecher aus Leder (statt dem lauten Plastikteil) und eine Würfelschale, die man auch für Cant Stop benutzten kann. Sie benutzt die Sachen, hat sich also gelohnt.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Faraway

  • Je länger ich darüber schreibe, umso mehr beschleicht mich dieses ziehende Gefühl von Kauf mich. Mal abwarten zu welchem Preis es im Retail verfügbar sein wird.

    Alley Cat Games hat im Frühjahr 2025 seine Geschäftspolitik geändert, es werden keine Retailausgaben ihrer Spiele mehr vermarktet. Davon ist auch schon Ada's Dream betroffen, d.h. es wird nichts nachkommen außer vielleicht mal ein zweiter Kickstarter, wenn Erfolg und Nachfrage anhalten. Also in Jahren oder gar nicht.

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (12. Januar 2026 um 00:12)

  • Je länger ich darüber schreibe, umso mehr beschleicht mich dieses ziehende Gefühl von Kauf mich. Mal abwarten zu welchem Preis es im Retail verfügbar sein wird.

    Alley Cat Games hat im Frühjahr 2025 seine Geschäftspolitik geändert, es werden keine Retailausgaben ihrer Spiele mehr vermarktet. Davon ist auch schon Ada's Dream betroffen, d.h. es wird nichts nachkommen außer vielleicht mal ein zweiter Kickstarter, wenn Erfolg und Nachfrage anhalten. Also in Jahren oder gar nicht.

    Auch keine deutsche Version?

    :jester:

    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Alley Cat Games hat im Frühjahr 2025 seine Geschäftspolitik geändert, es werden keine Retailausgaben ihrer Spiele mehr vermarktet. Davon ist auch schon Ada's Dream betroffen, d.h. es wird nichts nachkommen außer vielleicht mal ein zweiter Kickstarter, wenn Erfolg und Nachfrage anhalten. Also in Jahren oder gar nicht.

    Auch keine deutsche Version?

    Da hast du auch wieder recht, wurde ja schon gemunkelt, das da eine Lokalisierung im Busch sein könnte. ACG hat in den vergangenen Jahren wohl zu oft seine eigenen Retailausgaben verramschen müssen, weshalb sie selbst das vermutlich nicht mehr tun. Aber nicht alles was gut ist wird auch immer lokalisiert.

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

  • es werden keine Retailausgaben ihrer Spiele mehr vermarktet. Davon ist auch schon Ada's Dream betroffen, d.h. es wird nichts nachkommen außer vielleicht mal ein zweiter Kickstarter, wenn Erfolg und Nachfrage anhalten. Also in Jahren oder gar nicht.

    Dann eben nicht, wenden wir uns also anderen Titeln zu…;)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Zumindest beim Verlag selbst wird man Ada's Dream wohl in Kürze kaufen können:


    Und wie das mit einer (potentiellen) deutschen Version aussieht und wie diese veröffentlicht wird, steht ja sowieso noch in den Sternen.

    Hier ist alles, was ich dazu gefunden habe:

    In German? | Ada's Dream
    Hello I find the game incredibly appealing. Does anyone know if there will be a German version? Thank you and best regards
    boardgamegeek.com
  • Wir wurden vor Weihnachten von nique77 gebeten, bei einem Weihnachtsgeschenk für Klaus_Knechtskern zu assistieren und einen Tag eines mehrtägigen Splotter Spellen-Marathons zu hosten. Wir haben uns daher freiwillig für ein Double Feature aus dem neu eingezogenen #HorselessCarriage (2. Auflage) und #Antiquity (2. Auflage) verpflichtet.

    Los ging es zu viert mit Horseless Carriage in der Einsteigerversion, d.h. ohne Trucks und ohne Sportwagen. Aka: 50 Shades of Grey, denn ungefähr so viele Grautöne sind im Spiel zu unterscheiden (was nach etwas Eingewöhnung aber ganz gut funktionierte). Für uns alle war es die Erstpartie, und alleine das Aufbauen und Erklären dauerte so seine Zeit, so dass wir trotz Ankunft um 12:15 Uhr erst ca. 14 Uhr mit dem Spiel beginnen konnten. Dabei ist die Regel von Splotter nicht übermäßig leserfreundlich geschrieben - insbesondere die Logik, dass offenbar der Startspieler mit dem höchsten Engineering-Fokus auch die meisten Gantt-Charts zu Beginn bekommt, mochte sich mir nicht erschließen, aber das steht sowohl in der deutschen als auch in der englischen Regel so drin.

    Ziemlich schnell zeigten sich klassische Eigenschaften eines Splotter Spellen: Nämlich, dass man sich schon ganz zu Beginn des Spiels nachhaltig selbst entleiben kann. Bei Horseless Carriage steht und fällt der Spielerfolg damit, dass man die eigenen Produktionslinien mit den riesigen Stationen nicht nur in den winzigen Fabrikhallen unterbringen kann, sondern sie so erweiterungsfähig hält, dass auch künftige Technologieanforderungen noch angebaut werden können. Mir als bravem Erklärer wurde nach dem Bauen in Runde 2 ebendies bewusst und es zeichnete sich da bereits ab, dass ich spätestens ab Runde 5 mit beiden Linien die jede Runde wachsenden technologischen Mindestanforderungen nicht würde erfüllen können. Ich musste daher eine dritte Linie samt Händler bauen, und kriegte diese zwar technologisch noch angehoben, aber den Händler nicht mehr durch Marketing unterstützt, so dass der Ertrag am Ende eher mager war und eher aus Learnings für eine Folgepartie bestand. Den klaren Sieg sicherte sich meine Frau, die frühzeitig 2 Linien mit 1 Händler verband, diesen mit Marketing pushte und dann Geld scheffelte.

    Beim Besetzen von Marktnischen stellen sich immer wieder Timing-Herausforderungen, hier haben wir sicher noch deutlich zu wenig die Spielreihenfolge entsprechend unseren Bedürfnissen angepasst.

    Schönes Teil, wird wieder auf den Tisch kommen.

    Anschließend gab es Abendessen und dann Antiquity in gleicher Besetzung. Gegenüber der Erstpartie seit vielen Jahren, die noch in den letzten Monaten 2025 Platz gefunden hatte, gelang es diesmal allen Spielern, eine Kathedrale zu errichten. Im Spiel waren 2x Santa Maria (die 2 Siegbedingungen erfüllen musste), 1x die Ressourcensammlerin, die 3 Stück jeder Ressource haben muss, und bei mir der Häuslebauer, der alle 20 Bewohner freischalten muss und dafür immer ein billigeres Haus umsonst bauen darf.

    Die Bedeutung von Holz voll im Blick ließ sich das ganz gut an. Dank Fakultät für Philosophie konnte ich die Anforderung ignorieren, verschiedene Luxusgüter bzw. Nahrung zahlen zu müssen, ignorieren und kam gut voran. Nach viele Runden konnte ich dann vier meiner letzten sechs Häuser bauen und hatte den Sieg vor Augen - den ich dann leichtfertig und völlig unnötig völlig verratzte, weil ich keine Lust zu rechnen hatte und in völliger Verkennung der Funktionsweise dieses Gebäudes (und ohne es nochmal nachzulesen) die Zwangsarbeit baute und besetzte. Ich brauchte für Haus 20 genau 3 Luxusgüter und 3 Nahrung, bzw. ersatzweise für jedes davon 2 gleiche Ressourcen, die ich dann über den Marktplatz tauschen konnte. Ohne Zwangsarbeit hätte ich 2 Luxusgüter (1 Gold und 1 Farbstoff) sowie 3 Nahrung (2 Getreide und 1 Schaf) und 1 Holz geerntet, plus 1 Holz behalten, das ich nicht für die Zwangsarbeit ausgegeben hätte. Also perfektes 3+3 und Sieg in der nächsten Runde vor nique77 , die mit der Ressourcensammlerin auch schon ein Beendigen ankündigte, im Tie Breaker freier Felder im Einflussbereich aber aussichtslos hinten war.

    Stattdessen mit Zwangsarbeit musste ich anders als von mir interpretiert JEDEN Ressourcenproduzenten damit aktivieren, also auch die drei, die jeweils nur noch 1 Ressource trugen. Statt der oben aufgeführten Ressourcen erhielt ich nun 2 Gold, 2 Schafe und 2 Holz, musste aber 2 Getreide und 1 Farbstoff abwerfen. Und das konnte ich drehen und wenden wie ich wollte, es fehlte 1 Nahrung oder 1 Luxusgut. Boah hab ich gekotzt und nur noch Frustaktionen gemacht, da nique77 ja drauf und dran war zu beenden. Zwar hatte ich noch genau 1 Gold und 1 Schaf, das ich in der nächsten Runde ernten würde, aber bis dahin wäre ja Schluss. Also pampte ich einen Hafen hin und ging nur noch das letzte Entdeckerplättchen in meinem Bereich holen, pflasterte mir dafür aber sämtliche verbliebenen Bauplätze mit Gräbern zu. Bloß, beim Überprüfen der Siegbedingung stellte meine Frau dann fest, dass nique77 vergessen hatte, Getreide zu sammeln. Das Spiel lief also doch noch weiter, aber ich war komplett handlungsunfähig.

    Wir einigten uns zu viert darauf, dass wir wegen kollektiver Blindheit sowohl ihre letzte Aktion (Wein statt Getreide ansäen) als auch meinen unseligen Hafenbau ändern würden. In der gewonnenen Runde zog dann aber meine Frau locker-flockig an uns beiden vorbei, indem sie alle Stadtgebäude errichtete und mit ihren Gasthöfen nique77 umschloss. Durch das große beherrschte Gebiet hatte sie damit auch mit Abstand die meisten nicht verschmutzten Felder und entschied den finalen Tie Break zwischen drei Spielern locker für sich. (Ich fühle mich trotzdem als Sieger der Herzen, ich hatte ja einen trivialen Pfad zum Beenden eine Runde vor den anderen. So eine Dummheit habe ich auch lange nicht mehr begangen, aber ich habe vorher noch nie die Zwangsarbeit gebaut gehabt. Für ein Foto war ich noch zu aufgewühlt.)

    Klaus_Knechtskern erreichte derweil sein Individualziel des ewigen Lebens und schloss das Spiel ohne ein einziges Grab in seinen Städten ab.

    Um kurz nach Mitternacht hatte es sich damit dann ausgesplottert. Schön war's.