By Swords and Bayonets durchgespielt!
Ich hab mich die letzten Tage mal an den neuesten Titel der Reihe gesetzt und die vier Szenarien durchgespielt. Die Box ist ja speziell für den Einstieg in die Serie gedacht. Das System ist durchaus komplex und die Regeln haben es in sich, oft sind die Schlachten recht groß- mit der Kiste geht man nun genau in die andere Richtung.
Man hat versucht, vier kleine Schlachten (eins ist schon eher nur ein Gefecht) zu entwerfen. Das heisst, kleines Schlachtfeld und eine überschbare Anzahl an Eineiten aus der frühen und mittleren Phase des Krieges. Die Counter für die Einheiten passen alle auf ein Countersheet- das zweite Sheet enthält nur Systemmarker. Die Materialqualität ist 1a. Der Clou ist eigentlich das kommentierte Playbook, in dem die ersten drei Runden der Schlacht bei Big Bethel Schritt für Schritt erklärt werden. Dazu gibt es noch weitere Erläuterungen zu anderen wichtigen Regeln-reich bebildert.
Man sollte das richtig einorden- es geht immer noch um die vollen Regeln. Durch das Szenariodesign ist vor allem die Kommandokette reduziert- es gibt oft nur einen Divionsgeneral- manchmal nicht mal den....Keine Corps- und Overall Commander. Auch die Effiency wird nicht modifiziert, weil kein Leader über entsprechende Modiefier verfügt. Die Effeniency entspricht der Anzahl der Aktivierungsmarker (AM genannt). Ansonsten bleibt alles beim alten- das gesamte Mikromanagement inklusive Ermüdung, Green Units, Skirmisher- Breakdown-Units für Large Regiments, wie man es schon aus Death Valley kennt. Liest man die Beispiele aus dem Playbook noch dazu, ist das eine Menge Lesestoff. Die Beispiele sind wirklich gut-man muss aber bereit sein, viel zu lesen. Auch Sonderregeln für die einzelnen Schlachten und die Victory Conditions sollte man gründlich lesen. Hier geht es oft um die Combat Effectiveness- wer seine Einheiten zu sehr verheizt, verliert vielleicht noch, obwohl er entsprechende Objectives eingeommen hat. Man hat halt machmal nur eine Brigade zur Verfügung, maximal zwei. Da ist jedes Regiment kostbar.
Die kleinste Schlacht ist Rappahannock Station- nur zwei Turns! Es gibt noch ein Alternativszenrio, fünf Runden lang-oder kurz, wie mans nimmt.... Die größte ist Mills Springs, die beiden anderen liegen dazwischen. Man könnte also mit Rappahannok anfangen oder mit Big Bethel, und hierzu parallel das Playbook mitlesen.
Mir haben Mills Springs und New Bern am besten gefallen, Big Bethel war ok, bei Rappahannock hab ich nur das Alternivszenario gespielt, das andere war mir doch etwas zu wenig. In dieser Reihenfolge sehe ich auch den Wiederspielwert der Schlachten.
Die Schlachten kann man in zwei bis drei Stunden gemütlich durchspielen. Es kann auch mal schneller gehen, Green Units zu spielen ist eine Wundertüte- da können schon mal ganze Regimeter stiften gehen, was bei den insgesamt wenigen Einheiten fatal ist.
Für wen eignet sich das? Für mich nicht ganz einfach zu beurteilen, weil ich das System schon ganz gut kenne und öfter spiele, aber ein Versuch es einzuordnen:
- Für Einsteiger in die Serie, die schon mit anderen Kosims, die etwas schwieriger sind, vertraut sind.
- Für Fans, die mal was Kleines aus der Serie zwischendurch spielen wollen
- Für alle, die wenig Platz auf dem Tisch haben.
- Für Fans der Serie, die Interessierte ködern wollen.
Einige der Punkte treffen aber auch auf Death Valley zu. Das muss man halt abwägen.
Bei entsprechendem Interesse mache ich noch ein paar AARs (After Actionreports) zu den Schlachten.
Hier ein paar Bildchen:
New Bern
Big Bethel
Mills Springs
Rappahannock Station