Ich lese sehr gerne die Rezensionen hier auf unknowns, auch zu Spielen, die ich schon kenne. Dabei bin ich schon öfter über einen Punkt auf der Negativ-Seite gestoßen, dem ich nicht immer zustimmen mag: Das rezensierte Spiel sei „glückslastig“ oder „Glück soielt eine große Rolle“. Was mich manchmal stört ist nicht, dass das Spiel als glückslastig bezeichnet wird - das stimmt meist durchaus, bzw., damit sich bitte niemand an dem Begriff aufhängt, die Spiele enthalten nicht zu unterschätzende Glückselemente - sondern dass das immer wieder auf der Negativseite landet.
In viele Kenner- und Expertenspielen ist der Glücksfaktor ein zentraler Bestandteil und muss von Beginn an in der eigenen Spielstrategie mit Bedacht werden. Um nur mal einige bekannte Beispiele zu bringen: die verfügbaren Karten bei #ArcheNova, #Flügelschlag und #TerraformingMars, die verfügbaren Keshis und Technologien bei #Marrakesh, oder all die Funde, die man bei #Revive macht. Gerade der Glücksaspekt, dass man sich immer wieder an die neuen Gegebenheiten anpassen muss, das Beste daraus herausholen muss, macht für mich den Reiz dieser Spiele und damit auch den Wiederspielreiz aus.
Das scheinen einige von euch anders zu sehen. Ich möchte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen in Sinne von „Dürfen echte Expertenspiele Glückselemente enthalten?“ Ich bin schlicht neugierig und würde gerne wissen, (ab) wann konkret euch Glückselemente stören, bzw. wann ihr dies bei Rezensionen als Negativpunkt listen würdet. Bzw. umgekehrt, wie viel „Glück“ ist für euch auch in Kenner- und Expertenspielen in Ordnung, und wo setzt ihr eure Grenzen? Mir ist bewusst, dass das individuell ist - interessieren, wenn ihr eure Meinung teilen wollt, würde es mich auf jeden Fall.