Elektroauto: Was muss man so bedenken?

  • Mein Leasingvertrag geht langsam dem Ende zu und ich spiele mit dem Gedanken, ein e-Fahrzeug zu leasen im Anschluss. Allerdings: Ich habe einfach mal 0 Ahnung von dem Thema und bin komplett auf dem Stand eines interessierten 5-jährigen. Ich weiß, es gibt Ladesäulen - auch bei mir in der Nähe - aber ich habe keinen Plan, wie das funktioniert. Wenn ich im Netz suche, finde ich leider auch keine Preise... also zum Beispiel diese Säule hier:

    Ladesäule 44652 Herne, Heisterkamp - Stadtwerke Herne AG | Ladestation für e-Autos | Maps | proplanta.de

    Zum einen steht hier Stadtwerke - beim ADAC steht "vaylens GmbH" als Betreiber.

    Bei den Stadtwerken finde ich sowas hier:

    Produktblatt Auto-Strom unterwegs.pdf

    Das riecht aber irgendwie danach als müsste ich ein Abo abschließen oder so - was ja unfassbar unsinnig wäre, wenn ich mein Auto auch mal woanders laden müsste.

    Weiter: ist Reichweite ggf. ein Problem? Generell fahre ich keine längeren Strecken (>150km), aber es passiert halt auch mal, dass wir in die Niederlande fahren, nach Bayern oder HH zu Freunden. Wie klappt das mit dem Laden dann? Wie lange dauert sowas? Was kostet das dann? Und: Wie sind die Verbrauchskosten im Vergleich zu Benzinern? Wenn ich meinen jetzigen Wagen nehme, verbraucht der ca. 6l auf 100km, also ETWA 10,80 / 100km. Bei einem Kia Niro steht was von 16 kw/h - das wären ja bei einer Preisreichweite von 55ct - 80ct / kwh 8,80€ - 12,80€. Also ggf. mehr Verbrauchskosten als jetzt beim Benziner? Das kommt mir spanisch vor.

    Wie kann ich die Reichweite berechnen, wenn ich im Auto Radio / Sitzheizung und Lenkradheizung an habe? Wie hoch ist im Winter damit die realistische Reichweite?

    Und finally: Bevor ich Öl in das Elektroauto kippe... was muss man noch wissen? Ich sterbe schon innerlich, weil ich ja auf Automatik umsteigen müsste (und da bin ich tatsächlich altmodisch).

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  • Vielleicht mal ein paar kurze Antworten auf die Fragen:

    - die Preisauskunft für öffentlichen Ladestrom ist nur über eine App möglich, wir nutzen die mobiliy-App von EnBW. Da bewegen sich die Preise beim kostenlosen Abo meistens bei rund 60 Cent.

    - darauf aufbauend: wir sind mit unserem Elektroauto total zufrieden, Reichweite im Sommer 400, im Winter 300, in der Stadt mehr, auf der Autobahn weniger. Ich würde mir jedoch Stand heute nur dann eines kaufen/leasen, wenn ich eine eigene Wallbox, möglichst zusätzlich noch eine PV-Anlage, besitze. Damit komme ich aktuell nur mit zugekauftem Strom auf Kosten von ca. 5 Euro auf 100 km. Die Rechnung fällt also grundsätzlich immer anders aus, abhängig von der Quote, mit der man auswärts lädt (aber auch da gibt es ja Abos).

    - auf der Autobahn, insbesondere in Deutschland, Benelux, Österreich, sind wir bis dato sehr gut zurecht gekommen. Auf den längeren Fahrten müssen wir halt wegen Grundschulkindern aber eh alle 2-3 Stunden pausieren. In Südengland war es dafür schon schwieriger...

  • Bei deinen Fragen kommt viel auf das Auto an. So einfach kann man das nicht beantworten. Such dir mal ein Auto aus und dann kann man dir dazu was sagen :)


    Du brauchst dir auf jeden Fall keinen Stress zu machen bei längeren Strecken, das Einzige was "Geschichte" dabei ist, wenn es überhaupt Thema für dich war, mehr als 130-140 zu fahren.

  • Hast du denn die Möglichkeit Zuhause zu laden? Wenn nicht, würde ich mir das nochmal überlegen, obwohl ich selbst unser E-Auto liebe und nicht mehr zu Verbrennern zurück möchte.

    Das Thema Ladesäule ist nämlich super verwirrend. Es gibt verschiedene Anbieter von Ladetarifen, in der Regel haben die Abos und eine kostenlose Variante. Bei den Abos hast du günstigere KWh Preise, aber monatliche Kosten. Da musst du rechnen, ob sich das für dich lohnt.

    Das wirklich nervige ist aber, dass der Preis pro KWh nicht direkt von der Ladesäule, sondern von den verschiedenen Anbietern abhängt. Du stehst also vor der Ladesäule und kannst erstmal von allen Anbieter, bei denen du ein Konto hast, den Preis für diese eine Ladesäule checken. Und da sind teils heftige Unterschiede drin. Ich habe jetzt ein Konto bei 4 verschiedenen Anbietern, auf mehr hatte ich dann keine Lust mehr. Da schwankt der Preis bei Schnellladesäulen zwischen 0,51€ und 0,88€.

    Was längere Fahrten angeht, muss man halt vorher seine Routen ein wenig planen. Jede App der Ladetarifanbieter hat auch einen Routenplaner mit Ladesäulen. Aber auch hier sollte man wieder vergleichen. Und es kann gut sein, dass Ladesäule A beim Anbieter C am günstigsten ist, aber Ladesäule B dann wieder beim Anbieter A.

    Und eventuell benötigt man für das Ausland wieder andere Tarife. Da kenne ich mich aber nicht so aus, wir sind mit dem E-Auto noch nicht ins Ausland gefahren.

  • Ich sterbe schon innerlich, weil ich ja auf Automatik umsteigen müsste (und da bin ich tatsächlich altmodisch).

    So dachte ich auch mal, bis ich das Auto meines Opas übernahm. Seitdem rund 400.000 km Automatik und einfach ein Genuß

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Brettspiel Dude : danke :danke: ich traute mich als Dummy in dem Thema gar nicht, so unbedarft los zu fragen - aber Du sprichst mir mit allem aus der Seele. Metaphorisch ist der Sprung für mich nicht kleiner, als er vom Pferdedroschkenkutscher zu den ersten richtigen Autos gewesen sein muss. Man wird bei dem Thema wirklich nirgendwo so richtig "ans Händchen" genommen und nach einer Frage fallen mir rasch zwei neue ein. Wegweiser zu guten (aber vom Umfang dennoch überschaubaren) Dummy-Tutorials inkl. FAQ mit meinen hundert+ Fragen und Antworten sind willkommen.

    Wie und wo überall (inkl. EU-Ausland) unterwegs und preistransparent und leidlich schnell laden wäre so ein Fragenkomplex mit Prio-Charakter bei mir. Um sowas zu erklären hat schon mal wer zehn oder mehr Chipkarten für irgendwelche Zahlungen oder Abos in eine Kamera gehalten... das kann es doch nicht wirklich sein, oder?

    Mein aktuelles (Verbrenner-)Auto darf gerne noch ein wenig halten, obwohl auch ich mir wünsche, dass es hier das Letzte seiner Art im eigenen Haushalt ist. Ich vermute, der Wandel zur E-Mobilität geht nicht zuletzt deswegen so schleppend voran, weil es sehr vielen (den meisten?) so wie uns beiden geht.

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

  • Hey Dude,

    ich fahre seit Juli diesen Jahres einen ID-3 und mache damit auch meine ersten praktischen Erfahrungen als E-Auto Fahrer.

    Beim Laden zu Hause haben ich keine Schwierigkeiten, da ich eine PV-Anlage samt Speicher und Wallbox installiert habe. Aktuell ist die Ausbeute mager aber besser als nichts ;)

    Was das öffentliche Laden angeht, kann ich die App "Ladefuchs" empfehlen, gibt es für Android und iOS gleichermaßen. Hier wählt man die Ladesäule aus, vor der man steht oder und sieht dann auf einem Blick welche Kosten mit welchem Ladeanbieter auf einen zukommen.
    Man kann sollte mit jedem Ladeanbieter an jeder Säule laden können - nur halt zu unterschiedlichen Preisen.

    Viele haben auch die Sorgen, dass man dann dort Stundenlang steht und warten muss - das ist nicht der Fall. An einer Schnellladesäule wie es sie im öffentlichen Raum schon häufig gibt dauert der Ladevorgang meist 15-20 Minuten um von 20% auf 80% zu laden. Das sollte ausreichen um 1-2 Woche mit dem Fahrzeug die notwendigen Strecken zu fahren. Die Kosten belaufen sich hier auf ca. 60 cent / kW. Ladeanbieter bieten Abos, um den kW-Preis gegen eine monatliche Gebühr zu verringern, hier muss geschaut werden wie häufig man dann öffentliche Ladesäulen nutzt. Ionitxy bspw. kann man monatlich kündigen.

    Genau das habe ich bei meiner ersten Langstrecke gemacht. Ich bin im Sommer von Wolfsburg zum Gardasee gefahren. Auf der Strecke brauchte ich 4 Ladestopps - 3 davon dauerten ca .15-20 Minuten und einer war etwa 1h lang wg. Mittagessen - die Stopp konnten so integriert werden, dass sie immer dann gemacht wurden, wenn man sowieso kurz anhalten musste ;)


    Ich hatte das Gefühl, dass die Fahrt nicht sonderlich länger gedauert hat wie mit einem Verbrenner (14h inkl. 1h Stau)
    In Italien konnte ich auch ohne Probleme an öffentlichen Ladesäulen laden. Das ist identisch zu Deutschland:
    1) App runterladen
    2) Konto anlegen & anmelden
    3) Zahlungsmittel anlegen (Kreditkarte, teilw. Paypal)
    4) Säule wählen
    5) laden

    Für weitere Fragen oder Erfahrungsberichte melde ich gerne.

  • Meine (begrenzten) Erfahrungen:

    Ich würde mich nach Lademöglichkeiten bei Supermärkten umsehen, dann kann man das nebenbei beim Einkaufen machen. Ich hatte einen eSmart, der war Zuhause schlecht zu laden, aber bei meiner Arbeit gab es einen Edeka mit Ladesäule, das war sehr praktisch.

    Zum anderen hatte ich mich mal für einen Hyundai ioniq 5 interessiert und auch Probe gefahren (letztlich dann dagegen entschieden und jetzt haben wir gar kein eigenes Auto mehr, sondern mieten alle paar Monate), und im Zuge dessen ein paar Besitzer zur realen Ladezeit und Reichweite befragt. Da kam raus, dass er zwar nicht die versprochene Reichweite hat (570km), aber dass er tatsächlich in 15 Min. an der Raststätte wieder fast voll ist, so dass es reicht einmal Kaffee- und Pinkelpause zu machen, um 800km zu fahren.

    Als Mietwagen hatte ich auch schon einen BYD, da war das Radio richtig schlecht, aber fahren und Laden war top. Vor ein paar Wochen war ich wieder in China und bin mit einigen Elektroautos mitgefahren (Tesla, BYD, Beijing, Aion) und ich würde aus der Erfahrung immer zu asiatischen Autos bei Elektro greifen. Koreanische oder chinesische. Die deutschen Hersteller können das nicht so gut und Tesla ruht sich aus. Bin viel ID3 gefahren, weil es den hier als Sharing-Auto gibt.. meh.. geht so.

    Ansonsten: Miete mal einen, unter der Woche gibt's oft günstige Angebote, dann kannst du das Testen mit laden und Co.

  • Wir haben seit vier Jahren sowohl e-Auto als auch Verbrenner. Das Fahren mit dem ID-3 macht wirklich Laune, an Automatik gewöhnt man sich super schnell.

    Geladen wird zu 99,99% zu Hause, wir waren bislang ganze Zweimal an einer öffentlichen Ladesäule. Das aber auch nur, weil wir längere Urlaubsfahrten bislang weiter mit dem Verbrenner machen. Mich schrecken weniger die Ladezeiten ab, als die Preise an den öffentlichen Ladesäulen. Da ist deine Rechnung schon korrekt, der Kostenvorteil eines e-Autos ist auch nach meinem Verständnis dahin, wenn man unterwegs lädt.

    Das hält mich selbst noch von einem klaren Ja ab, wenn es darum geht, meinen Verbrenner auch durch ein e-Auto zu ersetzen, was aber prinzipiell schon die Idee ist für in 2 Jahren oder so.

    Der Verbrauch geht im Winter schon etwas hoch, irgendwas um die 20/25% schätze ich. Insgesamt liegen wir glaube ich etwa bei 17kWh/100km (fahren aber auch in aller Regel max. 120). Das sind dann dank heimischer Wallbox und PV Anlage Kosten zw. 3 und 4€, je nachdem wie hoch der Anteil des selbst produzierten Stroms ist.

    Meine Top 15:

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Arche Nova - Underwater Cities - Great Western Trail - Clans of Caledonia - The Gallerist- Shackleton Base - Scythe - Wasserkraft/Barrage - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Oranienburger Kanal - Civolution - Agricola

  • Danke schonmal für die Antworten :)

    Da ich derzeit im zweiten Stock wohne, ist Laden daheim ausgeschlossen und ich bin auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Auf Abos bei irgendwelchen Anbietern hab ich überhaupt keine Lust - ich hätte ständig ein schlechtes Gefühl, dass es anderswo DOCH noch billiger gewesen wäre... außerdem kenn ich mich... Abos kündige ich einfach nie, weil ich dumm bin.

    Eine app, die die Preise scannt, ist/wäre da natürlich topp. Ich meine: ich fahr jetzt auch nicht immer zu der günstigsten Tanke - aber wenn die Preise offenbar an der einzelnen Ladesäule so schwanken, dann ist das ja schon schräg.

    Die Idee kam auf, weil der Leasinganbieter, bei dem ich derzeit lease, offenbar nur noch e-Autos verleast. Das ist schräg - aber vielleicht die Zukunft. Wer weiß.

    Das mit den Schnelladesäulen klingt gut.

    Und Automatik bin ich schonmal gefahren... war halt wie autoscooter... vermutlich gewöhnt man sich dran...


    ach so: Gerri Ich hab kein bestimmtes Auto im Blick. Den Kia Niro Ev gibt es da für 199€ p.Monat zu leasen -das entspricht etwa dem, das ich derzeit zahle.

  • ein E-Auto ist auch mit Ladesäulenpreisen noch günstiger als ein Verbrenner bzw im dümmsten Fall auf gleichem Niveau.

    Man darf auch nicht vergessen dass man weniger Verschleiß hat. Und wir reden hier von wenigen Fahrten in Urlaub, spielt für die Gesamtbilanz absolut keine Rolle.

  • Wir fahren seit Mai einen Volkswagen ID.3 via Leasing-Angebot und hatten dieselben Bedenken wie du. Hier meine reflexhaften Stichpunkt-Antworten:

    • Automatik ist ein Traum. Ich habe mich auch gewehrt, frage mich heute aber wieso eigentlich. Ich würde nicht mehr zurück wollen.
    • Reichweite liegt beim ID.3 bei voller Ladung bei rund 440 Kilometern. Uns reicht das im Alltag mehr als genug, die entferntesten Verwandten wohnen keine 150 Kilometer weit weg. Bei der Fahrt in den Urlaub nach Italien sind wir mit je einem Zwischen-Ladestopp vor Innsbruck durchgekommen. Tanken hätten wir da auch müssen und ja, das geht an und für sich schneller – aber man will vielleicht auch kurz auf Toilette und sich die Beine vertreten. Je nach Ladesäule ist die Karre dann in rund 30 Minuten wieder voll.
    • Die Lade-Infrastruktur und das Laden an sich ist okay, aber stark gewöhnungsbedürftig. Unsere erste Amtshandlung war die Anschaffung einer Wallbox (wir haben auch PV auf dem Dach). Wir stecken die Karre einfach vor dem Haus an, wenn es nötig ist – nervt mich unterm Strich mittlerweile viel weniger als Tanken, und zudem wesentlich günstiger (der Strom ist bei uns aber ohnehin nicht teuer und wird subventioniert durch den großen, hellen Gasball am Himmel). Your milage may vary ordentlich, abhängig davon wo du wohnst und ob du einen Ladeplatz am Haus hast.
    • Ladekarte haben wir gratis von EnBW. Die geht auch überall, kostet bei anderen Anbietern nur etwas mehr. Am besten mal schauen, welche Ladesäulen du in der Nähe bzw. an Supermärkten und Arbeitsplatz hast (ist halt auch cool: Einkaufen und nebenbei lädt die Karre voll).

    Ich würde keinen Stinker Verbrenner mehr wollen. Allein schon wegen der geilen Beschleunigung (eine Freundin hat mit ihrem kleinen e-up! einen Porsche an der Ampel abgehängt – sagenhaft!).

    Einmal editiert, zuletzt von Xebeche (26. November 2025 um 13:45)

  • Den Thread kann man eigentlich schließen, alles sinnvolle wurde bereits erwähnt.

    Meine Erfahrung fußt auch auf Jahren reinen E-Autos (Smart ForFour und Curpa Born). Ein E-Auto laden ist so einfach, wie man es sich vorstellt: Irgendwie anmelden (App, direkt beim Anbieter oder über eine allgemeine Lade-App). Dort sind Zahlungsdaten hinterlegt. Dann drückt man auf "laden" und das Auto lädt ;)

    Ein E-Auto zu fahren ist so einfach wie man es sich vorstellt: Selbst der klapprige Smart ForFour war quasi ein GoKart mit den Fahrleistungen eines kleinen Porsche. Der Cupra steckt bis 100 km/h nahezu jeden Verbrenner in die Tasche, der einem so auf den Straßen begegnet. Verglichen mit der Technologie von gestern sind das wahre Raketen. Dazu super leise, keine Gänge. Nur 2 Pegale und ein Lenkrad.

    Meine Frau fährt einen Plugin-Hybriden (weil ihre Firma keine Voll-E-Autos ermöglicht hat) und hat den eigenen Anspruch diesen nur mit dem Elektromotor zu fahren. Damit kommt das Ding 100-120 km weit und auch das ist möglich.

    Ist es eine Umstellung? Ja klar. Das war es von Pferdekarren auf Verbrenner auch ;) Man fährt eben anders, wenn man nicht "mal eben" wieder volltanken kann. Man denkt mehr darüber nach, was man tatsächlich an Strecke vor der Brust hat. Aber das ist dann auch wieder nicht so tragisch, wenn man einfach bei jeder Möglichkeit etwas lädt. Mein Cupra ist aus 2024 und lädt in gut 2-3 Stunden voll und schafft dann an die 500 km. Die neueren Modelle (siehe oben) laden fast so schnell wie man Sprit tanken würde.

    Wenn man allerdings bei jeder Möglichkeit lädt (in der Stadt auf den bevorzugten E-Parkplätzen), am Supermarkt/Baumarkt, etc., dann hat man das Problem eh selten. Und wenn man mal die 500km am Stück fährt, dann machen 30-45 Minuten Pause den Bock auf nicht fett.

    Und das ist der vielleicht wichtigste Punkt: Wer ein E-Auto fährt wie einen Verbrenner, nämlich zu laden, wenn der Akku leer ist, der wird ein Problem haben. Wer einfach jede Möglichkeit nutzt das Kabel dran zu hängen, nicht. Und wer die Möglichkeit hat zu Hause zu laden, der fährt sowieso jeden Morgen mit einem vollen Akku los und denkt so gut wie gar nicht mehr über Reichweite nach.

  • Die wichtigsten Dinge sind eigentlich schon gesagt. Fahre seit rund 1 Jahr einen ID.7 lade, den während der Arbeitszeit im Büro. Also somit entfällt bei mir die Fahrt zur Tankstelle. Wie schon gesagt, ist ein fester Ladepunkt (Daheim oder bei der Arbeit) super praktisch, weil das Laden "nebenher" läuft.

    Aus eigener leidlicher Erfahrung kann ich nur empfehlen mindestens bei zwei Anbietern registriert zu sein. Unbedingt auch eine Rifd-Karte besorgen, die man vor die Ladesäule halten kann, da das mit der App teilweise nicht problemlos funktioniert. Uns hat bei der ersten Fahrt (ohne diese Karte) den Hintern gerettet, dass man beim Anbieter "Fastned" auch mit EC-Karte zahlen konnte...

    Ein Abo lohnt sich nur ab einer bestimmten Anzahl von Ladungen bzw. km pro Monat. Die meisten Anbieter haben zur Berechnung Tools auf der Homepage.

    Ich konnte für mein Fahrzeug auf der Homepage des ADAC die Reichweite im Verhältnis zur Temperatur und Geschwindigkeit berechnen lassen. Das war für mich ganz spannend. Es zeigt einem ganz klar an, dass hohe Geschwindigkeit ordentlich Reichweite kostet.

  • Generell schließe ich mich an, dass eine Lademöglichkeit zu Hause oder auf der Arbeit optimal ist. Je nach Wohnungslage ist Laternenparken und -laden natürlich möglich. In eng bewohnten Gebieten mit wenigen Ladesäulen, kann das natürlich nervig werden. Das sollte jeder für sich bewerten.


    Längere Fahrten sind auch im EU-Ausland kein Problem. Zu allen Fahrzeugen gibt es eine recht gut passende Angabe nach WLPT: https://www.adac.de/rund-ums-fahrz…-messverfahren/ an der man sich gut orientieren kann. Funktioniert natürlich nicht, wenn man nur Vollgas und Autobahn fährt.


    Preise sind definitiv ein Thema, dürften sich aber durch die AFIR in den nächsten Monaten und Jahren verbessern:

    Ladeinfrastruktur im EU-Kontext | Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur

    Alle Ladesäulenbetreiber müssen ihre ad-hoc Preise übermitteln. Da wird es sicher auch Apps geben die das auswerten werden.

    Ad-Hoc Laden ist für neu aufgestellte Säulen jetzt schon Pflicht, mit Bezahlmöglichkeit an der Säule oder per QR Code.


    Persönliche Empfehlung: EnBW App (Vertrag ohne Grundgebühr), dazu eCharge App für ad-hoc Laden (Zahlung dann per KK, PayPal, ApplePay, GooglePay etc.). Allerdings mache ich auch keine langen Touren und muss kosten optimieren.

  • Für alle Wohnungsbewohner nur die Information, dass ich an mehreren Stellen bereits Wallboxen an Mehrfamilienhäusern gesehen habe, die der gesamten Mieterschaft zur Verfügung stehen. Mietwohnung ist also heutzutage nicht unbedingt ein Ausschluss für das Aufladen zu Hause.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Mein Spielefreund fährt einen MG mit geringer Akku-Kapazität. Wir haben schon gemeinsam Spieletreffen besucht, daher habe ich live miterlebt:

    • Die Reichweite liegt bei der von ihm gewählten geringen Kapazität der Akkus bei kaltem Wetter bei ca. 200 km.
    • Die Ladezeiten sind mehr als doppelt so hoch wie vom Hersteller angegeben (ca. 24 statt 60 kwh), was regelmäßig längere Pausen erfordert. Trotz mehrmaligen Werkstattbesuchs war das Ladeproblem nicht in den Griff zu kriegen. Mittlerweile läuft eine Klage auf Rücknahme.

    It's a game, have fun!

  • Fahre seit 3 Jahren ein E-Auto und habe immer noch Spaß daran. Für den geplagten Rücken ist Elektro (mit nur einem "Gang") noch besser als Automatik, weil auch das Auto nicht mehr schaltet (und es so weniger ruckelt). Besonders angenehm ist die schnelle Wärme im Winter (kostet auch nicht so viel Reichweite, wie man vielleicht denkt). Und bei längerem Parken und vielen Kurzstrecken startet der Wagen zuverlässig (im Gegensatz zum Verbrenner, bei dem dann irgendwann die Batterie aufgibt). Im Stau hat man einen geringen Verbrauch und muss sich keine Gedanken über das Kühlwasser machen. Und ich muss nicht mehr zur stinkigen Tankstelle. Mit viel Stadt und Landstraße bin ich deutlich günstiger unterwegs als mit dem Verbrenner, Versicherung ist etwas teurer, dafür entfällt die Steuer.

    Insgesamt ist alles entspannter, solange man noch Strom im Akku hat. Das ist wirklich das einzige, was bei der Umstellung etwas umständlich war: dabei umzudenken und das Laden nicht aufzuschieben.

  • Insgesamt ist alles entspannter, solange man noch Strom im Akku hat. Das ist wirklich das einzige, was bei der Umstellung etwas umständlich war: dabei umzudenken und das Laden nicht aufzuschieben.

    Das würde wohl mein größtes Problem. Ich denk an sowas nicht von alleine (ich muss mir einen Kalendereintrag in meine App machen, damit ich nicht vergesse, jeden Freitag die Blumen zu gießen... so einer bin ich). Auf der Arbeit und beim Einkaufen hab ich keine Möglichkeit (bzw. ich müsste dazu meinen Einkaufsladen ändern... und das will ich eigentlich nicht). Zudem bin ich eh immer nur 10min im Laden. Da bleibt dann nur das "Tanken" an der Ladesäule um die Ecke. Ich beneide ja Leute, die sowas einfach flüssig in ihren Tagesablauf einbauen können.... aber auf dem Supermarktparkplatz erstmal an der Ladesäule mit der app zu schauen, welcher Anbieter denn der günstigste ist und dann irgendwie online (ups, hier ist kein Netz) zu buchen... klingt für mich erstmal nach einer SEHR SEHR furchtbaren Überwindung und SEHR vielen Nerven, die mich das kostet. Ich bin ein SEHR schlimmer Gewohnheits-Monk.

  • Kann ich nachvollziehen. Ich lade möglichst zuhause. Das ist dann sehr komfortabel.

    Inzwischen kenne ich allerdings viele, die schon eine Wallbox haben. Vielleicht gibt es bei dir zuhause oder bei der Arbeit jemanden in der Nähe, bei dem du regelmäßig laden kannst? (Irgendwo habe ich etwas davon gelesen, dass man seine private Wallbox quasi öffentlich machen kann. Oder ihr regelt es unter euch nach Absprache?)

  • Insgesamt ist alles entspannter, solange man noch Strom im Akku hat. Das ist wirklich das einzige, was bei der Umstellung etwas umständlich war: dabei umzudenken und das Laden nicht aufzuschieben.

    Das würde wohl mein größtes Problem. Ich denk an sowas nicht von alleine (ich muss mir einen Kalendereintrag in meine App machen, damit ich nicht vergesse, jeden Freitag die Blumen zu gießen... so einer bin ich). Auf der Arbeit und beim Einkaufen hab ich keine Möglichkeit (bzw. ich müsste dazu meinen Einkaufsladen ändern... und das will ich eigentlich nicht). Zudem bin ich eh immer nur 10min im Laden. Da bleibt dann nur das "Tanken" an der Ladesäule um die Ecke. Ich beneide ja Leute, die sowas einfach flüssig in ihren Tagesablauf einbauen können.... aber auf dem Supermarktparkplatz erstmal an der Ladesäule mit der app zu schauen, welcher Anbieter denn der günstigste ist und dann irgendwie online (ups, hier ist kein Netz) zu buchen... klingt für mich erstmal nach einer SEHR SEHR furchtbaren Überwindung und SEHR vielen Nerven, die mich das kostet. Ich bin ein SEHR schlimmer Gewohnheits-Monk.

    Es soll ja Leute geben, die vergleichen die Preise an Tankstellen ;)

    Du stellst dir das zu kompliziert vor, denn ähnlich wie beim Tanken hast Du ja eh keine Wahl. Ist der Tank leer, muss was rein. Fertig aus.

    Und diese Umstellung geht wesentlich einfacher als man denkt: Man hat überall wo man laden kann auch dedizierte Parkplätze, fett ausgeschildert. Man ist nach einem Tag schon dabei immer auf dem E-Auto-Parkplatz zu parken und das Teil anzustöpseln - und sei es nur für deine 10 Minuten.

    Verabschiede dich einfach von dem Gedanken in Begriffen wie "voll" und "leer" zu denken und lade einfach immer, wenn es möglich ist. Da bin ich auch mit meinem Smart klargekommen, der hatte bei bestem Wetter und 100% Ladung gerade mal 150km - im Winter knapp über 100 km. Also noch eine ganz andere Welt. Und das hat auch funktioniert.

    Ich bin auch der festen Überzeugung, dass irgendwann, wenn genügend Leute umgestiegen sein werden, die Menschen über Verbrenner reden werden wie über das Rauchen im Büro. "Weißt Du noch damals, wie sehr wir das wollten und wie bescheuert das eigentlich war? Weißt du noch, wie kratzig die Luft in den Städten war und was das für ein Krach an einer viel befahrenen Straße war? Wären wir nicht so sturr gewesen, hätten wir das schon 10 Jahre früher weghaben können." ;)

  • Weißt du noch, wie kratzig die Luft in den Städten war und was das für ein Krach an einer viel befahrenen Straße war?

    Also ja, das weiß ich noch. Das war in den 80ern. Da hat jedes Auto hinter dem man hergefahren ist, gerußt und gestunken. Da haben auch meine beiden Eltern noch die Marlboros im Auto kettengeraucht.

    Ich kann diesen Ruß und Gestank im heutigen Straßenverkehr nicht mehr wahrnehmen...

    --- Jeder siebte Post von mir enthält etwas Sinnvolles ---

  • was das für ein Krach an einer viel befahrenen Straße war

    Nur so nebenbei - ab einem erstaunlich niedrigen Tempo (waren es 30 oder 50) dominieren die Rollgeräusche und das E-Auto ist genauso laut wie ein Verbrenner.

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  • Anekdote von Montag (nicht am Kudamm!):

    Stellt sich an der Ampel ein Audi Q7 neben mich und macht die Scheibe runter. Ich denke, dass er ggf. nach dem Weg fragen möchte, da er vorher mit 20 km/h rumgetuckert ist.

    Er: „Vollelektro oder Hybrid?“

    Ich: „Voll-E“

    Er: „Ich hatte auf Hybrid gehofft“

    Ich: ???????????

    Er: „Kleines Rennen?“

    Ich: lehne ab, aber gebe ihm meine Specs durch damit er selbst beurteilen kann, ob es für ihn gut ausgehen könnte.

    Er: „Ok, das schaffe ich nicht“


    …Sachen gibts. Mit einem E-Auto lässt man 95% der Verbrenner von 0-100 stehen. Wann verstehen Verbrenner-Fahrer das??? Immerhin hat er Benzin „gespart“.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."

    Meine Spiele: Klick mich

  • Angeblich gibt es in Herne sogar drei gratis Ladestationen unter anderem beim Möbelhaus Zurbrüggen.

    Aber ich verstehe, dass man es möglichst smooth in den Alltag einbauen muss. Mich hat mit meinem smart immer genervt, dass ich nach zwei Stunden an der Ladestation umparken musste. Denn das hieß: nach Hause kommen, aufladen und dann zwei Stunden später Auto nochmal umparken. Nix mit Spieleabend oder Kino in der Zeit. Aber das war nur darum nervig, weil der unter 100 km Reichweite hatte und ständig an die Säule musste. Mit aktuellen Autos findet man immer mal alle 3-10 Tage irgendwo eh eine Gelegenheit den Akku wieder voll zu machen.

    Wo spielst du denn so? Während eines Spieleabends ist der Akku ja auch locker voll...

  • Bei den Stadtwerken finde ich sowas hier:

    Produktblatt Auto-Strom unterwegs.pdf

    Das riecht aber irgendwie danach als müsste ich ein Abo abschließen oder so - was ja unfassbar unsinnig wäre, wenn ich mein Auto auch mal woanders laden müsste.

    Das ist kein Abo, du holst dir einmal für 5€ die Ladekarte und dann kannst du damit zu dem Tarif aufladen. Nach 20:00 sogar billiger und kannst die Nacht dort das Auto stehen lassen 🤩

    Abgerechnet wird monatlich und du darfst es per Überweisung zahlen, aber Lastschrift geht auch.

    Klingt easy und ist monatlich kündbar.

  • Du stellst dir das zu kompliziert vor, denn ähnlich wie beim Tanken hast Du ja eh keine Wahl. Ist der Tank leer, muss was rein. Fertig aus.

    Naja ganz so unkompliziert ist es ja aber leider doch nicht. Weil am Ende macht es schon einen Unterschied ob ich für 50 oder 90 cent tanke.

    Also schaut man schon, dass man da lädt wo man bereits ein Abo hat oder generell ein günstiger Tarif angeboten wird. Und je nach Gegend muss man dann schon ein paar Umwege fahren.

    Und teils ist das schon wild was da abgeht. Bei Ionity zahlt man als Direktkunde mehr als wie mit der EWE go Karte.

    Solche Preismodelle würde bei Benzin / Diesel keiner akzeptieren. Das wäre direkt der Volkeszorn getriggert :lachwein:

    War auch am WE etwas erschrocken als es erstmals richtig kalt war. Da kamen dann auch am Schnelllader "nur" 50 kW zusammen und dann ist man auch nicht in 20 Minuten wieder auf 80%. Ob das auf Langstrecke ein Thema ist, oder ob dann der Akku warm genug ist durch die bereits zurückgelegte Fahrt muss sich noch zeigen.

    Fahre einen Enyaq und die Langestrecken die ich grob 1x im Monat fahre sind blöderweise um die 350 km und das schaffe ich nicht mit einer Ladung. Wenn er auf 100% ist schaffe ich bei guten Wetter 400 km. Die "bis zu 578 km" die Skoda angibt kann man in der Pfeife rauchen.

    Bisher habe ich mich immer "verplant" und habe schon deutlich länger gebraucht als wie vorher mit dem Verbrenner.

  • Weißt du noch, wie kratzig die Luft in den Städten war und was das für ein Krach an einer viel befahrenen Straße war?

    Also ja, das weiß ich noch. Das war in den 80ern. Da hat jedes Auto hinter dem man hergefahren ist, gerußt und gestunken. Da haben auch meine beiden Eltern noch die Marlboros im Auto kettengeraucht.

    Ich kann diesen Ruß und Gestank im heutigen Straßenverkehr nicht mehr wahrnehmen...

    Das stimmt, so zum Glück nicht. Aber steh mal als Motorrad- oder Fahrradfahrer im Stau. Oder an der Ampel. Ich rieche selbst im Auto noch andere Autos, die in der Stadt vor mir fahren. Das kann man auch schön reden, wie man will, es sind giftige Abgase und daran ist nichts schönes zu finden, seitdem es keine Zweitakter mehr gibt, in die man Erdbeeröl füllen könnte ;)

    was das für ein Krach an einer viel befahrenen Straße war

    Nur so nebenbei - ab einem erstaunlich niedrigen Tempo (waren es 30 oder 50) dominieren die Rollgeräusche und das E-Auto ist genauso laut wie ein Verbrenner.

    Korrekt! Aber ein Tempo von 50 ist in Städten auch total unrealistisch geworden, dazu gibt es viel zu viele Ampeln. Und wie man an den skandinavischen Ländern sieht, die ganze Innenstädte über ein Jahr lang frei von Verkehrstoten bekommen können, ist Tempo 50 überall auch nicht gerade gesund. Geh mal durch Oslo oder vergleichbare Städte in Schweden oder gar Dänemark. Da haben Fußgänger und Fahrradfahrer den Vorrang vor Autos in der Stadtplanung und im Verkehr. Da gibt es einen wesentlich größeren E-Auto-Anteil und fast überall 30. Du hast das Gefühl du könntest den Fußgänger 200m vor dir flüstern hören, so ruhig ist es dort. Ein Traum ist das im Vergleich zu unserem Mief hier.

  • Wer denkt, dass E-Autos emissionsfrei wären, der sollte sich mal informieren, wo der Strom herkommt. Da stinkt's dann eben woanders (sofern es kein aus dem benachbarten Ausland importierter Atomstrom ist).

    Ich hatte mich auch mal über E-Autos informiert. Meine Erkenntnis war, dass sich das definitiv lohnt, wenn man im Eigenheim wohnt mit eigener Garage, eigener Wallbox und eigener PV-Anlage auf dem Dach. Ansonsten... eher nicht. Bei unseren deutschen Strompreisen lohnt sich das Laden im öffentlichen Raum nicht.

  • Wer denkt, dass E-Autos emissionsfrei wären, der sollte sich mal informieren, wo der Strom herkommt. Da stinkt's dann eben woanders (sofern es kein aus dem benachbarten Ausland importierter Atomstrom ist).

    Ich hatte mich auch mal über E-Autos informiert. Meine Erkenntnis war, dass sich das definitiv lohnt, wenn man im Eigenheim wohnt mit eigener Garage, eigener Wallbox und eigener PV-Anlage auf dem Dach. Ansonsten... eher nicht. Bei unseren deutschen Strompreisen lohnt sich das Laden im öffentlichen Raum nicht.

    Wenn man nur den Kostenpunkt als als Entscheidungskriterium nimmt. Ansonsten gibt es ja auch Mittel und Wege ohne eigene PV-Anlage an nachhaltigen Strom zu kommen. Aber wie gesagt, und das wird euch wahrscheinlich jeder Besitzer bestätigen: Ein E-Auto hat viel viel mehr Vorteile als nur den Preisunterschied beim Laden.

  • Wer denkt, dass E-Autos emissionsfrei wären, der sollte sich mal informieren, wo der Strom herkommt. Da stinkt's dann eben woanders (sofern es kein aus dem benachbarten Ausland importierter Atomstrom ist).

    Ich hatte mich auch mal über E-Autos informiert. Meine Erkenntnis war, dass sich das definitiv lohnt, wenn man im Eigenheim wohnt mit eigener Garage, eigener Wallbox und eigener PV-Anlage auf dem Dach. Ansonsten... eher nicht. Bei unseren deutschen Strompreisen lohnt sich das Laden im öffentlichen Raum nicht.

    Vielleicht gibt es das ja in deiner Region nicht, aber hier stehen relativ viele Windräder und der ein oder andere Solarpark. Die sind ziemlich emmissionsfrei ;)

    Wir haben keine PV-Anlage, aber eine eigene Wallbox. Das hat sich vor unserem Tarfiwechsel schon gelohnt, jetzt mit 0,24€ pro kWh sogar noch mehr.

  • Wer denkt, dass E-Autos emissionsfrei wären, der sollte sich mal informieren, wo der Strom herkommt. Da stinkt's dann eben woanders (sofern es kein aus dem benachbarten Ausland importierter Atomstrom ist).

    Ich hatte mich auch mal über E-Autos informiert. Meine Erkenntnis war, dass sich das definitiv lohnt, wenn man im Eigenheim wohnt mit eigener Garage, eigener Wallbox und eigener PV-Anlage auf dem Dach. Ansonsten... eher nicht. Bei unseren deutschen Strompreisen lohnt sich das Laden im öffentlichen Raum nicht.

    Das ist pauschal einfach falsch.


    Ich habe den von Brettspiel Dude angegeben Strompreis (das Maximum 0,62€) und den Verbrauch vom angegeben Kia hier eingegeben

    Kostenrechner | Elektromobilität.NRW

    Dabei auf 100% öffentliches Laden gestellt und:

    Ergebnis:

    Mit den gewählten Angaben rentiert sich ein Elektroauto aus finanzieller Sicht nach 117.450 Kilometern bzw. nach 8,7 Jahren.

    Über das Fahrzeugleben (hier: 243.000 Kilometer)* werden so 8.614 Euro gespart.

  • Verabschiede dich einfach von dem Gedanken in Begriffen wie "voll" und "leer" zu denken und lade einfach immer, wenn es möglich ist.

    Interessanter Ansatz, um die Reichweitenproblematik bei kleinem Akku zu lösen. Hab auch nur einen mit 55 kWh und realistischen 250 km Reichweite. Wie hoch war bei dir der durchschnittliche Ladezustand? :9/10:

    Man sagt ja, dass eine Ladung von über 80% auf Dauer nicht gut für den Akku ist. Das kann man sich wie einen gespannten Bogen vorstellen. Den würdest du auch nur voll spannen, wenn du weit schießen möchtest. Also für Langstrecke auf der auch schnell wieder "entspannt". :elfe:

    Das ist einem beim eigenen Fahrzeug wohl wichtiger als beim Leasing, aber ich würde gern ein Gefühl für den Verschleiß bekommen. :/

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    "Wenn du etwas verstehen möchtest, dann ist es nicht gut, eine Meinung dazu zu haben."

    "Es ist das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise gespalten hat."

    J. Krishnamurti